Berlin, Philharmonie, Deutsches Symphonie Orchester und Ingo Metzmacher, IOCO Kritik, 16.02.2019

Philharmonie Berlin © H. Schindler

Philharmonie Berlin © H. Schindler

Deutsches Symphonie Orchester Berlin

DSO und Ingo Metzmacher  in der   Philharmonie Berlin

Olivier Messiaen – Dmitri Schostakowitsch

von Julian Führer

Ingo Metzmacher war von 2007 bis 2010 Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und ist nun für ein anspruchsvolles Programm an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. In der gut besetzten Berliner Philharmonie wurde das Publikum erst mit einem religiös inspirierten Werk konfrontiert, anschließend mit einem, wie es Felix Stephan in der Berliner Morgenpost beschrieb, „65-minütigen Schlag in die Magengrube“.

Olivier Messiaens Trois petites liturgies de la présence divine für Soloklavier, Ondes Martenot, Celesta, Vibraphon, Schlagwerk, 36 Soprane und Streichorchester wurden 1943/1944 komponiert und am 21. April 1945 in Paris uraufgeführt. Die bald nach Kriegsende folgende deutsche Erstaufführung stand unter der Leitung von Günter Wand. Die gesungenen Texte haben religiöse Themen zum Gegenstand und stammen vom Komponisten selbst. Nach eigener Aussage Messiaens war mit dem Text keine wörtliche Aussage intendiert, sondern er wollte vielmehr das Mysterium des (katholischen) Glaubens in Klangfarben gießen. Hierzu bediente er sich der damals gerade modischen Ondes Martenot, eines Instrumentes auf der Basis eines Schwebungssummers und mit einem Umfang von mehreren Oktaven. Nathalie Forget bediente dieses Instrument und zeigte, dass mit diesem Mittel einerseits eine Untermalung eines Klangbildes, andererseits aber auch solistische Momente möglich sind.

Philharmonie Berlin / Deutsches Symphonie Orchester © Kai Bienert

Philharmonie Berlin / Deutsches Symphonie Orchester © Kai Bienert

Die erste Liturgie, die Antienne de la Conversation intérieure, beginnt mit einem Einsatz der Gesangsstimmen „Mon Jésus, mon silence, restez en moi“. Die musikalischen Situationen werden entwickelt, gegen Ende erfolgt eine Art Reprise. In der Solovioline und im Klavier (Cédric Tiberghien) erklingen Vogelstimmen. Das zweite Stück, Séquence du Verbe, cantique divin folgt eher einer Strophenform mit Variationen. Im Zentrum stehen das Klavier und die jetzt selbständigeren Ondes Martenot (teilweise in erheblicher Lautstärke). Am längsten ist die Psalmodie de l’Ubiquité par amour, die wieder die ABA-Form aus der ersten Liturgie aufweist und in zunächst gesprochenen Textpassagen Anklänge an Hohelied und Apokalypse aufscheinen lässt. Das impressionistische Spiel mit den Klangfarben unterstreicht die französische Tradition, in der Messiaen steht. Die Instrumentierung und die affirmativ vorgetragene Spiritualität könnten bei einer mittelmäßigen Aufführung an musikalische Happenings auf Kirchentagen denken lassen, doch bewegte sich die Darbietung auf hohem Niveau. Der Chor (die Damen des Rundfunkchors Berlin) war etwas kleiner als von Messiaen gefordert, aber der anspruchsvollen Aufgabe voll gewachsen. Ein Werk, das wohl nur in weiten Räumen wie der Philharmonie voll zur Geltung kommt und das auf CD- oder anderen Aufnahmen kaum seine Vielfalt ahnen lässt.

Dmitri Schostakowitsch schrieb insgesamt 15 Symphonien. Die 13. Symphonie op. 113 entstand 1962, also fast zehn Jahre nach Stalins Tod, doch in einer Zeit der Blockkonfrontation. Diese zeithistorischen Bezüge werden bei Schostakowitsch immer wieder zur Interpretation herangezogen; in diesem Fall ist dies vielleicht noch mehr berechtigt als sonst. Dmitri Schostakowitsch vertonte in diesem Werk fünf Gedichte Jewgenij Jewtuschenkos. Dieser kürzlich (2017) verstorbene Dichter war jung zu erheblicher Popularität gelangt und wurde durch Übersetzungen bereits zu Anfang der sechziger Jahre auch in Ost- und Westdeutschland bekannt. Sein Gedicht Babi Jar wurde durch keinen Geringeren als Paul Celan übersetzt. Im September 1941 wurden die Juden der Stadt Kiew von der deutschen Besatzungsmacht aufgefordert, sich zu versammeln. Sie wurden dann in die Babi Jar genannte Schlucht geführt und dort erschossen, über 33 000 innerhalb von 36 Stunden. Zwanzig Jahre später befand sich dort weder ein Denkmal noch auch nur ein Hinweis; im Gegenteil, die Sowjetmacht hatte beschlossen, die Schlucht einzuebnen und an dieser Stelle ein Fußballstadion zu errichten. Schließlich wurde stattdessen ein Staudamm erbaut. Jewtuschenkos Gedicht beginnt mit den Zeilen Es steht kein Denkmal über Babi Jar. Die steile Schlucht mahnt selbst als Grabstein. In mir wächst Angst. Die erste Zeile ist eine direkte Kritik an der latent antisemitischen Haltung der Sowjetmacht, über das Massaker kein Wort zu verlieren. Dmitri Schostakowitsch las das 1961 publizierte Gedicht und meldete sich beim damals noch nicht dreißigjährigen Jewtuschenko mit der Frage, ob er das Gedicht vertonen dürfe. Jewtuschenko glaubte seinen Ohren nicht zu trauen, bejahte dann aber, woraufhin Schostakowitsch etwas hastig hervorstieß, er sei mit der Vertonung eigentlich schon fertig. Die Uraufführung der Symphonie im Dezember 1962 wäre dann fast geplatzt, weil Jewgeni Mrawinsky aus Angst vor Konsequenzen die Leitung kurzfristig abgab. Der vorgesehene Bassist war zur Hauptprobe ebenfalls nicht mehr zu finden, so dass Kirill Kondraschin am Pult einsprang und mit Witali Gromadski als Solist die Symphonie aus der Taufe hob.

Philharmonie Berlin / Deutsches Symphonie-Orchester - hier : Ingo Metzmacher © Kai Bienert

Philharmonie Berlin / Deutsches Symphonie-Orchester – hier : Ingo Metzmacher © Kai Bienert

Die Introduktion zum ersten Satz beginnt mit einem leisen Glockenschlag, gestopften Hörnern und einer trauermarschartigen Musik in tiefen Lagen. Nach etwa einer Minute setzt der Chor der Bässe unisono mit der oben zitierten ersten Zeile ein. Der Solist (an diesem Abend Mikhail Petrenko) setzt mit den Worten „Ich fühle mich, als wäre ich selbst ein Jude“ ein. Die Namen Dreyfus und Bialystok verweisen auf Antisemitismus und Pogrome in der Geschichte. Eine Passage versetzt die Zuhörer in die Perspektive der Anne Frank, die sich in ihrem Versteck nach Luft und Liebe sehnt (ein musikalischer Ruhepol mit Celesta). Ein dumpfer Rhythmus im Orchester führt zum Dialog zwischen Chor („Kommt jemand?“) und Solist („Hab keine Angst, nur der Wind, der Frühling naht. Komm her zu mir“). Sich fürchtende Mädchen sind mehrfach in Musik gesetzt worden. In Hänsel und Gretel fürchtet sich Gretel im Wald – doch wo bei Humperdinck in der Märchenoper das Sandmännchen den Kindern die Furcht nimmt, kommt bei Schostakowitsch die Einsatzgruppe der SS. Die menschlichen Stimmen schweigen, das Orchester brüllt in harter Rhythmik, und stärkstes Fortissimo mündet auf einmal in eine Generalpause, in die der Chor leise und resignativ mit den Worten einsetzt: „Über Babi Jar rauscht still das wilde Gras. Die Bäume blicken streng, wie Richter schauen. Das Schweigen hier ist Aufschrei ohne Maß. Mein Haar erbleicht vor namenlosem Grauen.“ Diese Aufteilung zwischen dem scharfen, stellenweise brutal agierenden und zu fast schmerzhaften Lautstärken kommenden Orchester und der menschlichen Stimme als Äußerung der Humanität wurde mustergültig vorgeführt. Während Ingo Metzmacher die volle Bandbreite der Dynamik ausnutzte, gestaltete Mikhail Petrenko die Gesangspartie sehr plastisch, mitfühlend, nie zu laut, aber stets energisch.

Deutsches Symphonie Orchester / Hier Mikhail Petrenko © Alexandra Bodrova

Deutsches Symphonie Orchester / Hier Mikhail Petrenko © Alexandra Bodrova

Der zweite Satz basiert auf dem Gedicht „Der Witz“. Der sarkastische Unterton, häufig charakteristisch für Schostakowitschs Musik, ist auch in Jewtuschenkos Text präsent: „Der Witz ist ein tapferer Mann“, alle Versuche, ihn zu bändigen oder zu unterdrücken, müssen scheitern, und somit ist der Witz mächtiger als „Zaren, Kaiser, Könige“ – die ausgesprochen humorlosen Generalsekretäre der KPdSU werden nicht genannt (das wäre nicht möglich gewesen), aber der Komponist und der Dichter äußern doch beißende Kritik an den Zuständen.

Im dritten Gedicht „Im Laden“ werden die Frauen thematisiert, die in der Sowjetunion einerseits im Berufsleben standen, andererseits sich um die Familie kümmerten und für die Einkäufe zuständig waren – im realen Sozialismus ein bekanntermaßen schwieriges und freudloses Unterfangen. Ähnlich wie in der Introduktion zur zehnten Symphonie erklingt eine recht lange Introduktion der tiefen Streicher, dann schließt die Solostimme ein, während vorwiegend Bratschen und Celli zu hören sind, die ohne erkennbare Tonart um einzelne Töne kreisen. Der Chor übernimmt eine Art Marsch (der nach wenigen Takten allerdings schon um eine Achtel verschoben wird und ‚eiert‘ – man assoziiert eine sich langsam vorwärtsbewegende Warteschlange. Diese Passage wird später wiederholt. Auffallend ist, dass Schostakowitsch in diesem Satz dem Klavier einen Part zugedacht hat (hauptsächlich Akkorde in diesem hinkenden Marsch): Der Einsatz des Klaviers in der Symphonik hatte in der Sowjetunion Stalins den Vorwurf des Formalismus nach sich gezogen, und Schostakowitsch hatte dem Klavier in der fünften Symphonie eine nachgeordnete Rolle zugedacht und es dann in den nächsten Symphonien nicht mehr verwendet. Dieser dritte Satz ist ein langes Adagio mit stellenweise stark gedehnten Passagen. Im Vergleich zum ersten Satz ist die Thematik vergleichsweise trivial, doch das Leben der Frauen in dieser Situation wird als unnötig freudlos geschildert.

Der vierte Satz „Ängste“ beginnt mit einem Solo der Kontrabasstuba (sich frohend schlängelnd wie im Vorspiel zum zweiten Akt des Siegfried), Schlagwerk und abermals tiefen Streichern. Eine von Schostakowitschs (und Jewtuschenkos) vielen Nebelkerzen ist die Einleitung des Chores (maestoso!), dass man heutzutage keine Angst mehr haben müsse, früher (gemeint ist vordergründig natürlich die Zeit vor der bolschewistischen Revolution) sei das anders gewesen. Die Solostimme führt dann diese Ängste aus: gestopftes Blech und Triller in verschiedenen Instrumentengruppen schildern bedrückend, was das Gedicht beschreibt. Jewtuschenko berichtet in seiner Autobiographie, wie ein anscheinend wohlwollender Spitzel bei einem Telefongespräch mit Schostakowitsch sich in der Telefonleitung einmal laut räusperte, als gefährliche Themen hätten zur Sprache kommen können. Mikhail Petrenkos Gestaltungskunst kann nicht genug gelobt werden; seine Phrasierungen machten die allgegenwärtige Angst unmittelbar erfahrbar.

Auch der letzte Satz mit dem Titel „Karriere“ ist beklemmend, auch wenn die musikalische Grundstimmung eine gänzlich andere ist. Zwei Flöten intonieren in Sechstelketten eine freundliche Melodie im Allegretto, die von den Streichern aufgenommen und weiterentwickelt wird. Die Gesangsstimme präsentiert eine Groteske über die Suche nach der Wahrheit und ihre Probleme, vorderhand am Beispiel Galileis und seines Widerrufs, dann verallgemeinernd über denjenigen, der die Wahrheit verschweigt: „Er hat Familie, ihr versteht…“ Die Melodie der Flöten erklingt nun in den Streichern im Pizzicato. Der Sänger hält das Ideal der Wahrheit hoch, kann es aber nicht erfüllen. „Ich kann Karriere mir erlauben, gerade weil ich nichts dafür getan.“ Der ganze Satz enthält keine Grellheiten, fast tändelnd kommen ein munteres Fagott und am Ende eine Celesta hinzu. Der letzte Satz vor einem längeren Intermezzo lautet: „Vergessen, wer sie diffamierte, doch die es traf, vergisst man nie.“ Es folgt ein längeres verdämmerndes Ausklingen, spielerisch in der Celesta, daneben immer leise werdende Streicher und ein Ende in großer, langanhaltender Stille – der letzte musikalische Impuls allerdings eine Glocke, womit der Bogen zur ersten Note des ersten Satzes geschlagen wird.

Der Moskauer Uraufführung folgte scharfe Kritik der Obrigkeit an Jewtuschenko und Schostakowitsch, Änderungen des Textes wurden verlangt, die Prawda vermeldete die Uraufführung mit nur drei Zeilen, und das Werk verschwand für Jahre von der Bildfläche. Erst seit 1991 gibt es in Babi Jar ein Mahnmal. Schostakowitsch soll zwei Tage im Jahr besonders begangen haben, einmal den Tag der Uraufführung seiner ersten Symphonie und einmal den Tag der Vollendung der 13. Symphonie. Dieses wichtige Werk wird zur Zeit etwas häufiger gespielt (in diesem Monat zum Beispiel noch in Hamburg und in Leipzig), es sollte einen Stammplatz im Repertoire erhalten. An diesem Abend wirkte die Symphonie trotz ihrer teils sehr konkreten zeithistorischen Bezüge wesentlich zeitloser als die überzeitlich angelegten Liturgies Olivier Messiaens. Für beide Werke war die hellhörige Philharmonie, in der man jedes Pianissimo (und jedes Husten) in größter Klarheit hört, perfekt. Dieser Saal meistert breite Klangmassen ebenso wie atemberaubend leise Stellen. Ein Abend, an dem Ort, Werkauswahl und Ausführende perfekt zusammenpassten.

—| IOCO Kritik Deutsches Symphonie Orchester Berlin |—

Hamburg, Elbphilharmonie, Juwel der Kulturlandschaft – Die Eröffnung, IOCO Aktuell, 14.1.2017

Januar 14, 2017 by  
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Elbphilharmonie Hamburg

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

„Im Rausch der neuen Klänge“

Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg

Eröffnungskonzert im Juwel der Kulturlandschaft – 12.1.2017 –  Beginn einer neuen Zeitrechnung in der Hansestadt mit furiosen musikalischen Akzenten

Von Patrik Klein

Da sitzt man nun nach vielen langen Jahren der Geduld, des Hoffens und Ärgerns in bequemen Sitzen des großen Saals der Elbphilharmonie Hamburg, kommt aus dem Staunen über die herausragende Wirkung der wunderschönen Konzerthalle nicht heraus und kann kaum erwarten, den ersten Ton zu vernehmen.

Was hatte es doch in den letzten Jahren Schlagzeilen der negativen Art gegeben: Über unprofessionelles Management in Führungsetagen des Bauherren, der Architekten und der Baufirma, über Schlamm-schlachten und Naivitäten. Das war mehr als ärgerlich und ist nun endgültig Vergangenheit. Bald wird man es vergessen haben und sich nur noch der atemberaubenden, transparenten Akustik und der wunderschönen Architektur des neuen Hamburger Wahrzeichens widmen.

Elbphilharmonie Hamburg / Eröffnungskonzert © Michael Zapf

Elbphilharmonie Hamburg / Eröffnungskonzert © Michael Zapf

Seit einigen Wochen kann man die Plaza, die dort integrierten Restaurants, Cafes und das Luxushotel in luftiger Höhe öffentlich betreten und staunen über den herrlichen Ausblick auf den Hafen und die Speicherstadt Hamburgs. Die 80 Meter lange Rolltreppe „Tube“ bringt den interessierten Besucher sanft in etwa zwei Minuten auf die Aussichtsplattform. Man wird entschleunigt vom Alltag und tritt ein in eine aufregende Kulturlandschaft mit spektakulärer Architektur.

2100 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur 

Und nun ist es so weit: Je 2100 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und davon immerhin je 500 glückliche Losgewinner dürfen bei den beiden Eröffnungskonzerten am 11. und 12.1. 2017 zugegen sein. Für die beiden Konzerte hat es keine Tickets im freien Verkauf gegeben. Auch aus dem Programm hatte man bis zum 11.1. ein kleines Geheimnis gemacht. Musik aus verschiedenen Epochen von der Renaissance bis zur Gegenwart, von Cavalieri bis Rihm seien dabei, konnte man im Vorfeld vernehmen. „Das wird ein vielfältiges Programm ohne Blockbuster als Hommage an dieses fantastische Konzerthaus“ so die Charakterisierung der musikalischen Folge durch den Chefdirigenten des NDR Elbphilharmonieorchesters Thomas Hengelbrock.

Elbphilharmonie Hamburg / Thomas Hengelbrock © Michael Zapf

Elbphilharmonie Hamburg / Thomas Hengelbrock © Michael Zapf

Top Stars der Klassikszene sind angekündigt, von denen jedoch Jonas Kaufmann krankheitsbedingt und zuletzt auch Anja Harteros zurückziehen. Mit Pavol Breslik und Hanna-Elisabeth Müller können vom Intendanten der Elbphilharmonie Christoph Lieben-Seutter adäquate „Einspringer“ verpflichtet werden.

In den beiden Begrüßungsreden vom Bürgermeister der Stadt Hamburg Olaf Scholz und dem Intendanten der Elbphilharmonie Christoph Lieben-Seutter spricht man freudig von der Fertigstellung des Hauses, von den vielseitigen Erwartungen, vom umfangreichen und breitbandigen Programm und vom Wunsch, jedes Hamburger Schulkind wenigstens einmal in seiner Schulzeit in dieses Haus zu bringen. Angesichts der Tatsache, dass die komplette Saison seit Monaten restlos ausverkauft ist und Kartenwünsche aus aller Welt täglich die Posteingänge fluten, eine wirkliche Herausforderung.

Elbphilharmonie Hamburg / Schlussapplaus © Patrik Klein

Elbphilharmonie Hamburg / Schlussapplaus © Patrik Klein

Aber was macht das alles schon, wenn nach dem ersten Riesenbeifall beim Aufzug der Musiker des NDR Elbphilharmonieorchesters es ganz leise wird und der Chefdirigent des Hauses Thomas Hengelbrock den Taktstock erhebt. Die ersten Töne erklingen erlösend und wohltuend im Saal. Und sie erklingen nicht vom Orchesterpodium, sondern aus einem der vielen Ränge dieses weinbergartigen Prachtkonzertsaales. Oboist Kalev Kuljus eröffnet mit „PAN“ aus den Sechs Metamorphosen nach Ovid von Benjamin Britten. Und wie das klingt! Glasklar und glockenrein dringt es ans Ohr, mit kurzem Nachhall, fast sakral wirkend.

Es folgt ein atemberaubendes, mutiges, die Möglichkeiten des Saales auslotendes Programm mit pausenlos aneinandergereihten musikalischen Besonderheiten aus vier Jahrhunderten. Und draußen für die Besucher ohne Eintrittskarte wird mit hohem technischen Aufwand das Haus im Rhythmus der Musik mit Licht- und Videoinstallationen in Szene gesetzt.
Henri Dutilleuxs „Appels – Echos – Prismes“ aus Mystère de L´Instant setzt mit allerfeinsten Streichernuancen beginnend erstmalig das Orchester in Szene. Ein beinahe atonaler Klang, der von der „weißen Haut“ des Saales echofrei aufgelöst wird. Niemand wagt zu husten oder zu rascheln, denn das hört man hier bis in den letzten Winkel. Der große Saal fordert auch Disziplin von allen.

Beim nächsten Stück geht es in die Renaissance: Emilio de Cavalieri/ Antonio Archilei mit Dalla piu alte sfere aus La Pellegrina. Es folgt eine Klangauslotung mit Harfinistin (Margret Köll) aus einem der Weinbergränge und stimmschönem Solo des Countertenors Philippe Jaroussky. Seine wunderschöne, an sich recht kleine Stimme wirkt hier saalfüllend – atemberaubend.

Elbphilharmonie Hamburg / Philippe Jaroussky © Simon Fowler

Elbphilharmonie Hamburg / Philippe Jaroussky © Simon Fowler

Bernd Alois Zimmermann mit Photoptosis/Prelude für großes Orchester lässt an Schiffs- und Hafenklänge denken. Hier kann man erstmals die im Haus fast unsichtbar angebrachte Orgel gespielt von Iveta Apkalna hören, denn sie ist wie ein Instrument im Orchester integriert.

Überleitungslos mit großer Geste vom Maestro am Pult, konzentrieren sich die Hörorgane wieder in den Weinberg und lassen Jacob Praetorius mit Quam pulchra es erschallen. Das Ensemble Praetorius mit Gesangsquintett, 2 Streichern, 3 Blechbläsern und einer ungewöhnlichen Renaissance-Laute (Theorbe) erzeugen einen wieder völlig anderen, zauberhaften Klang.

Elbphilharmonie Hamburg / Ensemble Praetorius © Michael Zapf

Elbphilharmonie Hamburg / Ensemble Praetorius © Michael Zapf

Rolf Liebermanns Furioso Groove andeutend wie bei einer perfekten Jazzband erklingt vor dem erneuten Schwenk in die Anfänge der Musik mit Giulio Caccinis Amarilli mia bella aus Le nuove musiche. Countertenor und Harfe lassen erneut den Saal aus dem Weinberg akustisch erstrahlen.
Der erste Teil des Programms wird mit Olivier Messiaens 10. Satz: Finale aus der Turangalila-Sinfonie mitreißend beendet. Ein fast „schräger“, filmmusikähnlicher Klang, unterstrichen durch ein Tasteninstrument namens Ondes Martenot (eines der ersten elektronischen Instrumente überhaupt), „wobbelartig“ klingend wie bei einer Fender Stratocaster, lässt das Publikum zur Pause toben.

Nach der Eröffnung des zweiten Konzertteils durch Richard Wagners Vorspiel zu Parsifal, wird das Kernstück der Eröffnung gebracht. Nahtlos „attacca“ schließt sich die Uraufführung von Wolfgang Rihms Reminiszenz, Triptychon und Spruch in memoriam Hanns Henny Jahnn, eigens für die Eröffnung komponiert an. Seit März 2016 ist die Komposition fertig, die an den 1959 verstorbenen Hamburger Schriftsteller, Verleger und Orgelbauer Hans Henny Jahnn erinnert. Im Zentrum des viertelstündlichen Werkes vertont Rihm eine kurze Passage aus Jahnns unvollendeter Romantrilogie Fluß ohne Ufer. Mit einer bildmächtigen Sprache umkreist der Text die Begegnung mit dem Tod. Pavol Breslik zeigt sein volles tenorales Klangbild, das an Fritz Wunderlich erinnert und lässt alle Farben seiner wunderschönen Stimme erstrahlen. Pavol Breslik ist ein absoluter Spitzentenor unserer Zeit und erfüllt alle Erwartungen der Zuhörer.

Elbphilharmonie Hamburg / Pavol Breslik © Neda Navaee

Elbphilharmonie Hamburg / Pavol Breslik © Neda Navaee

Mit dem Schlußchor über Schillers Ode An die Freude (4. Satz: Presto) aus Beethovens 9. Sinfonie d-Moll op. 125 wird das spannende Programm beschlossen. Die Solisten Hanna-Elisabeth Müller (Sopran), Wiebke Lehmkuhl (Mezzosopran), Pavol Breslik (Tenor) und Sir Bryn Terfel (Bass-Bariton) singen das „Seid umschlungen, Millionen“, das man auch hier als kleine Spitze an die Entwicklung dieses Hauses missverstehen könnte, makellos. Die Chöre vom NDR und Bayerischen Rundfunk überzeugen durch absolute Sicherheit bei den Einsätzen und feine Phrasierung und Gestaltung der nicht leichten Chorpassagen, die der Meister der Wiener Klassik 1824 komponiert hat. Mein Platz mittig direkt hinter den Damen und Herren des Chores, Auge in Auge mit dem Dirigenten hat meine Beherrschung in Bezug auf ein Mitsingen enorm gefordert.

Elbphilharmonie Hamburg / Schlußapplaus für Hanna-Elisabeth Müller, Wiebke Lehmkuhl, Pavol Breslik, Bryn Terfel © Michael Zapf

Elbphilharmonie Hamburg / Schlußapplaus für Hanna-Elisabeth Müller, Wiebke Lehmkuhl, Pavol Breslik, Bryn Terfel © Michael Zapf

Der schweißgebadete Thomas Hengelbrock, sichtlich ergriffen vom Ergebnis des Musikprogramms, lässt den Taktstock ganz langsam sinken. Noch eine Weile herrscht Stille im Saal, gefolgt von einem riesigen Beifall mit Jubelrufen und Standing Ovations.
Nach über zweieinhalb Stunden Konzertrausch durch neue, bisher so nie gehörte Klänge, wo der Raum zur Zeit wird, fragt man sich emotional überwältigt: Was durfte man an diesen Tag erleben?

Ein neues Wahrzeichen einer vielseitigen Weltstadt? Ein achtes Weltwunder? Eine Sinfonie aus Stein und Glas? Das schönste Schiff der Welt, das nie den Hafen verlassen wird? Es dürfte zumindest eine Riesenchance mit unglaublicher Perspektive für die positive Erweiterung des Kulturlebens in Hamburg werden. Die Hansestädter und Besucher aus aller Welt dürfen sich freuen.

—| IOCO Kritik Elbphilharmonie Hamburg |—

Freiburg, Theatger Freiburg, 1. SINFONIEKONZERT, 14.10.2014

August 12, 2014 by  
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Theater Freiburg © M. Korbel

Theater Freiburg © M. Korbel

Theater Freiburg

1. SINFONIEKONZERT

Olivier Messiaen: Turangalîla-Sinfonie

DI. 14.10.14, 20 Uhr, Konzerthaus, Rolf Böhme Saal
Einführung 19 Uhr, Runder Saal

Der musikalische Mystiker Olivier Messiaen gilt als einer der großen Klangzauberer des 20. Jahrhunderts. Für seine Turangalîla-Sinfonie scheint dieses Etikett nicht auszureichen: Das riesige Orchester mit Soloklavier und den elektronischen Ondes Martenot zeugt eher von Klangrausch, ja Klangsucht. Und der Mystiker nimmt auch das Diesseits in den Blick: Die Liebe in all ihren Facetten ist sein Thema in den zehn Sätzen des Werks – in einer Musik, die sich zwischen wildem Tanz und ekstatischem Gesang, zwischen drohenden Klangblöcken und überirdischer Klangsüße bewegt. Ebenso breit spannt sich die Bedeutung des Sanskrit-Wortes »Turangalîla« auf: zwischen »freudiger Lauf« und einfach »Liebeslied«. Beides, die unbändige Energie und die Verzauberung, gibt es in Messiaens Sinfonie von 1948 zu entdecken.

Solisten: Florian Uhlig (Klavier); Fabienne Besnard (Ondes Martenot) / Dirigent: Fabrice Bollon

—| Pressemeldung Theater Feiburg |—

Essen, Philharmonie Essen, Festival für Neue Musik NOW!, 25.10. bis 17.11.2013

Oktober 22, 2013 by  
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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen Innen © PE-Frank-Vinken

Philharmonie Essen Innen © PE-Frank-Vinken

Festival für Neue Musik „NOW!“ widmet sich Klang und Raum

 
Dritte Auflage vom 25. Oktober bis 17. November 2013
 
Das Ruhrgebiet wird erneut zum Anziehungspunkt für Freunde zeitgenössischer Klänge: Vom 25. Oktober bis 17. November 2013 heißt es zum dritten Mal „NOW!“. Das Festival für Neue Musik steht diesmal unter dem Motto „sound surround“ und beleuchtet aus unterschiedlichen Perspektiven das Phänomen von Klang und Raum. Die Philharmonie Essen lädt gemeinsam mit der Folkwang Universität der Künste, der Stiftung Zollverein, dem Landesmusikrat NRW sowie dem Kunstring Folkwang e.V. zu insgesamt 17 Konzerten ein. Erstmals ist das Festival auf drei aufeinander folgende Wochenenden im Oktober und November fokussiert. Gleichzeitig kommen neue Veranstaltungsorte hinzu: Neben der Philharmonie Essen, der Folkwang Universität der Künste und der Kokerei Zollverein, die bereits in den vergangenen Jahren beteiligt waren, geht es diesmal auch in die Jahrhunderthalle Bochum, den Essener Dom, das Museum Folkwang, das Chorforum Essen und den Club Hotel Shanghai. Vor allem aber stehen hochkarätige Künstler und Ensembles für die ausgezeichnete Qualität dieses Festivals: Das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, das Kammerensemble Neue Musik Berlin, die Bang on a Can All-Stars, die Duisburger Philharmoniker sowie die Ondes Martenot-Spielerin Suzanne Binet-Audet und Matthew Herbert sind nur einige Namen, die eine wesentliche Rolle spielen.
 
Im spektakulären Auftaktkonzert am Freitag, 25. Oktober 2013, um 19:30 Uhr in der Jahrhunderthalle Bochum, kann das Publikum eine der bahnbrechendsten Klangraum-Kompositionen überhaupt erleben: In Karlheinz Stockhausens „Gruppen“ wird das Publikum in der Industriekathedrale von gleich drei Orchestern umringt, in diesem Fall von den Essener Philharmonikern, den Bochumer Symphonikern und dem Ensemble musikFabrik. Zur Uraufführung kommt außerdem „Quasar“ von Günter Steinke, der in seinem neuen Werk Stockhausens Komposition reflektiert. Die musikalische Gesamtleitung hat Johannes Kalitzke. Auch im abschließenden Konzert mit dem Titel „Xenakis“ am Sonntag, 17. November 2013, um 16:30 Uhr sind die Zuhörer in außergewöhnlicher Weise in das Klanggeschehen eingebunden. In den Werken „Terretektorh“ und „Nomos gamma“ des griechischen Komponisten Iannis Xenakis verteilen sich im Alfried Krupp Saal der Philharmonie nahezu einhundert Musiker im kreisförmig sitzenden Publikum.
 
Am Sonntag, 27. Oktober 2013, um 11 Uhr ist das diesjährige Festival-Motto „sound surround“ Thema eines Symposiums: Im RWE Pavillon der Philharmonie diskutieren die Komponisten Rebecca Saunders und Gordon Kampe, der Architekt Kaspar Kraemer und die Musikpublizistin Gisela Nauck unter anderem über die Frage, wie sich unser Hören im Zeitalter virtueller Räume verändert.
 
Zum Festival „NOW!“ erscheint ein Programmbuch mit Einführungen zu allen Werken und Biografien zu den beteiligten Künstlern. Die Publikation ist jeweils bei den Veranstaltungen erhältlich. (Auf Wunsch schicke ich Ihnen ab 15. Oktober gerne ein Exemplar in digitaler Form zu).
 
Eine Übersicht über alle Konzerte des Festivals finden Sie im Anhang.
 
Das Festival „NOW!“ wird gefördert von der Kunststiftung NRW.
 
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„NOW!“ sound surround 2013 – Konzertübersicht
 
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Freitag, 25. Oktober | 19:30 Uhr | Jahrhunderthalle Bochum, Halle 3
Stockhausen: „Gruppen“
 
Ensemble musikFabrik
Johannes Kalitzke, Dirigent
Essener Philharmoniker
Lucas Vis, Dirigent
Bochumer Symphoniker
Manuel Nawri, Dirigent
 
Günter Steinke „Quasar“ für Ensemble und großes Orchester im Raum (Uraufführung)
Karlheinz Stockhausen „Gruppen“ für drei Orchester, op. 6
 
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Samstag, 26. Oktober | 11:00 Uhr | Essener Dom
„Gloria“
 
Veronika Winter, Sopran
Constanze Backes, Sopran
Beat Duddeck, Alt
Rolf Ehlers, Alt
Georg Poplutz, Tenor
Nils Gebelhausen, Tenor
Thilo Dahlmann, Bass
Markus Flaig, Bass
Folkwang Vokalensemble
Johann Rosenmüller Ensemble
Jörg Breiding, Dirigent
 
Heinrich Schütz „Herr, unser Herrscher“, SWV 27
Giovanni Gabrieli „Plaudite, psallite“
Erik Mikael Karlsson „Intensities and interludes“
Gregorio Allegri „Miserere mei, Deus“
Gordon Kampe „Mondbeschreibungen“ für sechs Solostimmen, gemischten Chor, Ensemble und
Zuspielungen (Uraufführung)
Claudio Monteverdi „Gloria a 7“
Heinrich Schütz „Halleluja! Lobe den Herrn in seinem Heiligtum“, SWV 38
 
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Samstag, 26. Oktober | 15:30 Uhr | Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal
Hybride Musik für Mensch und Maschine
 
Katia Guedes, Stimme
Lesley Olson, Flöte
Alexandre Babel, Schlagzeug
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Titus Engel, Dirigent
Dirk Reith, Klangregie
Thomas Neuhaus, Klangregie
Günter Steinke, Klangregie
Masahiro Miwa, Klangregie
Roland Pfrengle, Klangregie
Michael Schlappa, Bildregie
 
Dirk Reith / Thomas Neuhaus / Günter Steinke
„Essener Trilogie“ für Sound Box, StringThing, Talking Machine, 24 Piece Percussion, Installation,
Schlagzeug, Ensemble, Modulatoren und elektronische Klangerzeuger (Uraufführung)
Tom Johnson „Two pieces for the 24 Piece Percussion Installation“
Masahiro Miwa „hitonokiesari (people vanish)“ für Singing Machine, Ein Ton und neun Musiker (Uraufführung)
Schaun Tozer „All Change“ für Flöte und Flute Playing Machine
Roland Pfrengle „Projektionen – Technologie und Empfindung“ für Talking Machine, StringThing, 24
Piece Percussion Installation, Stimme, Flöte, Perkussion, Ensemble und Live-Elektronik (UA)
 
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Samstag, 26. Oktober | 19:30 Uhr | Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal
„Rituel“
 
Martin Fahlenbock, Flöte
Jaime Gonzalez, Oboe
Shizuyo Oka, Klarinette
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
François-Xavier Roth, Dirigent
 
Iannis Xenakis „Alax“ für drei Instrumentalgruppen
Alberto Posadas „Kerguelen“ – Tripelkonzert für drei Bläser und Orchester (Komposition der Donaueschinger
Musiktage 2013)
Pierre Boulez „Rituel in memoriam Bruno Maderna“ für Orchester in acht Gruppen
 
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Sonntag, 27. Oktober | 11:00 Uhr | Philharmonie Essen, RWE Pavillon
Symposium
 
Mit Rebecca Saunders, Kaspar Kraemer, Gisela Nauck und Gordon Kampe.
Günter Steinke, Moderation
 
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Sonntag, 27. Oktober | 15:00 Uhr | Philharmonie Essen, RWE Pavillon
„in sync“
 
Alban Wesly, Fagott
Bruce Collings, Posaune
Studio musikFabrik
Peter Veale, Dirigent
 
Harrison Birtwistle
„Ritual Fragment – A ceremony for fourteen musicians in memory of Michael Vyner“
James Tenney „Form 3 – In Memoriam Stefan Wolpe“
Atac Sezer „infinitimal“ für Fagott, Posaune und Ensemble (Kompositionsauftrag der Kunststiftung
NRW für das Studio musikFabrik)
 
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Sonntag, 27. Oktober | 17:00 Uhr | Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal
„Gesang der Jünglinge“
 
Carl Rosman, Klarinette
Ensemble musikFabrik
Paul Jeukendrup, Klangregie
 
Karlheinz Stockhausen „Gesang der Jünglinge“
Richard Barrett „Interference“ für Kontrabassklarinette mit Bass-Drum
James Tenney „Form 2“ in memoriam John Cage
Rebecca Saunders „Stasis“
 
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Freitag, 8. November | 19:00 Uhr | Folkwang Universität der Künste, Neue Aula
Ondes Martenot
 
Suzanne Binet-Audet, Ondes Martenot
Gilles Gobeil, Live-Elektronik, Spatialisierung / Klangregie
 
Gilles Gobeil „Bol-Hydre“
Gilles Gobeil „Des temps oubliés“
Gilles Gobeil „Voix blanche“
Gilles Gobeil „Là où vont les nuages …“
Gilles Gobeil „La perle et l’oubli“
 
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Freitag, 8. November | 21:30 Uhr | Kokerei Zollverein, Salzlager
Matthew Herbert & Band
 
Matthew Herbert
Yann Seznec, Electronics
Tom Skinner, Percussion
Sam Beste, Keyboard
 
Matthew Herbert „End of silence“
 
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Freitag, 8. November | 23:00 Uhr | Hotel Shanghai
C3 – Club Contemporary Classical Club Nacht
 
DJ-Sets von Matthew Herbert und Resident Tobias Becker.
Der Festivalpass “NOW!” gilt nicht für diese Veranstaltung.
 
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Samstag, 9. November | 20:00 Uhr | Kokerei Zollverein, Salzlager
Stefan Goldmann
Stefan Goldmann, Live-Elektronik
Stefan Froleyks, Gereon Voß, Matthias Engler, Perkussion
 
Stefan Goldmann „Solo-Set“
Stefan Goldmann „Trails“ für drei Perkussionisten und Live-Elektronik
 
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Sonntag, 10. November | 18:00 Uhr | Kokerei Zollverein, Salzlager
„Music for Airports“
 
Bang on a Can All-Stars
 
Michael Gordon „For Madeline“
Julia Wolfe „Believing“
Brian Eno „Music for airports” (Arrangement: Bang on a Can All-Stars)
 
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Freitag, 15. November | 18:00 Uhr | Chorforum Essen
„Lux aeterna“
 
Amen Feizabadi, Video
Dietrich Hahne, Video, Klangregie
Thomas Neuhaus, Klangregie
 
György Ligeti „Lux aeterna“ (9CH-Videokontrafaktur)
Jean-Claude Risset „Sud I“ (Tape)
Thomas Tallis „Spem in alium“ (9CH-Videokontrafaktur)
Jean-Claude Risset „Sud II“ (Tape)
Alessandro Striggio „Ecce beatam lucem“ (9CH-Videokontrafaktur)
Jean-Claude Risset „Sud III“ (Tape)
Dietrich Hahne „Moon.American.Floyd.“ (9CH-Videokontrafaktur)
 
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Samstag, 16. November | 16:00 Uhr | Philharmonie Essen, RWE Pavillon
Splash
 
SPLASH – Perkussion NRW
Stephan Froleyks, Dirigent
Ralf Holtschneider, Dirigent
 
Steve Reich „Drumming“ – Part 1
David Lang „Face so pale“ für sechs Schlagzeuger
Gerhard Stäbler „Kybele“ für drei Schlagzeuger
SPLASH – Perkussion NRW „Samba brasiliera“
 
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Samstag, 16. November | 18:00 Uhr | Folkwang Universität der Künste, Neue Aula
„Klicksonar“
 
Pia Hauser, Flöte
Jan Termath, Tuba
Ensemble folkwang modern
Eva Fodor, Dirigentin
 
Luigi Nono „Post-Prae-Ludium per Donau“ für Tuba und Live-Elektronik
Peter Eötvös „Windsequenzen“ für Flöte und Ensemble
Roman Pfeifer „Klicksonar“ für Ensemble und Live-Elektronik (Uraufführung)
 
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Sonntag, 17. November | 14:00 Uhr | Museum Folkwang, Karl-Ernst-Osthaus-Saal
„Farb-Räume“
 
E-MEX-Ensemble
Evelin Degen, Flöte
Joachim Striepens, Klarinette
Andreas Roth, Posaune
Kalina Kolarova, Violine
Burkart Zeller, Violoncello
Martin von der Heydt, Klavier
Michael Pattmann, Schlagzeug
Bernd Schultheis, Klangregie
Christoph Maria Wagner, Dirigent
 
Karlheinz Stockhausen „Studie I“
Cort Lippe „Music for septet and computer“ (Uraufführung)
Helmut Lachenmann „Intérieur I“, „Dal niente“, „Guero“ — Simultanaufführung für Schlagzeug, Klarinette
und Klavier
Gérard Grisey „Solo pour deux“ für Klarinette und Posaune
Tristan Murail „Treize couleurs du soleil couchant“ für Flöte, Klarinette, Klavier, Violine, Violoncello
und Live-Elektronik
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Sonntag, 17. November | 16:30 Uhr | Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal
Xenakis
MP6 multipercussion ensemble
Duisburger Philharmoniker
Rüdiger Bohn, Dirigent
Iannis Xenakis „Terretektorh“ für im Publikum verteiltes Orchester von 88 Instrumentalisten
Iannis Xenakis „Nomos gamma“ für im Publikum verteiltes Orchester von 98 Instrumentalisten
Witold Lutoslawski „Livre pour orchestre“
Iannis Xenakis „Persephassa“ für sechs Perkussionisten
Donnerstag, 23. Januar 2014 | 16:00 Uhr | Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal
Kompositionsprojekt „Sound Lab“
Lesley Olson, Workshop-Leitung
 
—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—

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