Leipzig, Oper Leipzig, Spielplan April 2019

Februar 8, 2019 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Spielplan der Oper Leipzig Spielzeit 2018/19 April 2019


03 MI
20:00 Nachhall | Museum der bildenden Künste Leipzig


05 FR
20:00 Tanz in den Häusern der Stadt (Ballett) | Deutsches Fotomuseum Markkleeberg


06 SA
14:00 Große Hausführung | Opernhaus
17:00 Das Rheingold Wagner | Opernhaus
19:00 On the Town Bernstein | Musikalische Komödie


07 SO
11:00 Hausführung »Richard Wagner und die Oper Leipzig« | Opernhaus
14:00 Oper zum Mitmachen »Von Helden, Zwergen und einem geheimnisvollen Ring«
| Probebühne Opernhaus
15:00 On the Town Bernstein | Musikalische Komödie
17:00 Die Walküre Wagner | Opernhaus
19:30 If you were God (Ballett) Harriague | Schauspiel Leipzig


09 DI
18:00 Muko Werkstatt zu »Das Feuerwerk« Burkhard | Musikalische Komödie


13 SA
14:00 Hausführung | Opernhaus
17:00 Siegfried Wagner | Opernhaus
19:00 Das Feuerwerk Burkhard – PREMIERE | Musikalische Komödie


14 SO
15:00 Das Feuerwerk Burkhard | Musikalische Komödie
17:00 Götterdämmerung Wagner | Opernhaus


16 DI
19:30 Das Feuerwerk Burkhard | Musikalische Komödie


18 DO
10:00 Babykonzert | Venussaal Musikalische Komödie
18:00 Tosca Puccini | Opernhaus


19 FR
15:00 Das Feuerwerk Burkhard | Musikalische Komödie
18:00 Boléro (Walking Mad) / Le sacre du printemps (Ballett) Inger/Schröder | Opernhaus


20 SA
19:00 Capriolen – Die Lindenauer Palast-Revue | Musikalische Komödie
19:00 Der Freischütz Weber | Opernhaus


21 SO
11:00 Familienführung | Opernhaus
15:00 Capriolen – Die Lindenauer Palast-Revue | Musikalische Komödie
18:00 Magnificat (Ballett) Schröder/Bach | Opernhaus


22 MO
18:00 Der fliegende Holländer Wagner | Opernhaus


24 MI
19:30 On the Town Bernstein | Musikalische Komödie


25 DO
10:00 Peter und der Wolf Prokofjew | Musikalische Komödie


26 FR
18:00 Der Rosenkavalier Strauss STRAUSS-WOCHENENDE | Opernhaus
19:30 On the Town Bernstein | Musikalische Komödie


27 SA
14:00 Hausführung | Opernhaus
14:00 Führung Technisches Kabinett | Opernhaus
15:00 Musikalischer Salon | Konzertfoyer Opernhaus
19:00 Salome Strauss – STRAUSS-WOCHENENDE | Opernhaus
19:00 Das Feuerwerk Burkhard | Musikalische Komödie


28 SO
12:00 Hausführung Musikalische Komödie | Musikalische Komödie
15:00 Elektra Strauss- STRAUSS-WOCHENENDE | Opernhaus
15:00 Das Feuerwerk Burkhard | Musikalische Komödie
19:30 If you were God (Ballett) Harriague | Schauspiel Leipzig


29 MO
17:00 Welttanztag (Ballett) | Konzertfoyer Opernhaus
18:00 Blue Monday zum Welttanztag | Uwe Scholz Saal Opernhaus


30 DI
19:30 Das Feuerwerk Burkhard | Musikalische Komödie


—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

 

Leipzig, Oper Leipzig, Spielplan März 2019

Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Spielplan der Oper Leipzig Spielzeit 2018/19 März 2019


01 FR
14:00 Oper zum Mitmachen »So rot wie Blut, so weiß wie Schnee« | Probebühne
Opernhaus


02 SA
14:00 Führung Technisches Kabinett | Opernhaus


04 MO
18:00 Blue Monday zur Premiere »If you were God« | Uwe Scholz Saal Opernhaus
19:00 Carnaval Bohémien Rosenmontagsgala | Venussaal Musikalische Komödie


05 DI
18:00 Oper Leipzig Werkstatt zu »Schneewittchen« | Opernhaus


07 DO
10:00 Peter und der Wolf Prokofjew | Venussaal Musikalische Komödie


08 FR
10:00 Babykonzert | Konzertfoyer Opernhaus
10:00 Peter und der Wolf Prokofjew | Venussaal Musikalische Komödie
19:30 Magnificat (Ballett) Schröder/ Bach| Opernhaus


09 SA
14:00 Hausführung | Opernhaus
18:00 Schneewittchen Lange – PREMIERE| Opernhaus
19:00 Prinzessin Nofretete Dostal | Musikalische Komödie


10 SO
10:00 Babykonzert | Konzertfoyer Opernhaus
15:00 Prinzessin Nofretete Dostal | Musikalische Komödie
18:00 Don Carlo Verdi | Opernhaus


12 DI
19:30 Lovemusik Weil /Uhry | Musikalische Komödie


15 FR
11:00 Schneewittchen Lange | Opernhaus
19:00 Schneewittchen Lange | Opernhaus


16 SA
15:00 Muko Plauderei mit Adam Sanchez | Konzertfoyer Opernhaus
19:00 Turandot Puccini | Opernhaus
19:00 On the town Bernstein | Musikalische Komödie


17 SO
11:00 Familienführung | Opernhaus
14:00 Oper zum Mitmachen »So rot wie Blut, so weiß wie Schnee« | Probebühne Opernhaus
15:00 On the town Bernstein | Musikalische Komödie
18:00 Tosca Puccini| Opernhaus


21 DO
18:00 Oper Leipzig Werkstatt zu »Der fliegende Holländer« | Opernhaus


22 FR
19:30 If you were God (Ballett) Harriague – PREMIERE | Schauspiel Leipzig
19:30 Dracula Wildhorn/Black/Hampton – WIEDERAUFNAHME | Musikalische Komödie
19:30 Lucia di Lammermoor Donizetti | Opernhaus


23 SA
15:00 Musikalischer Salon | Konzertfoyer Opernhaus
19:00 Carmen (im Anschluss: Kantinengespräch) Bizet | Opernhaus
19:00 Dracula Wildhorn/Black/Hampton | Musikalische Komödie
19:00 If you were God (Ballett) Harriague | Schauspiel Leipzig


24 SO
15:00 Dracula Wildhorn/Black/Hampton | Musikalische Komödie
18:00 Der Freischütz Weber | Opernhaus


27 MI
19:30 Jazz im Venussaal Mozart in Jazz | Venussaal Musikalische Komödie


29 FR
19:30 Magnificat (Ballett) Schröder/Bach | Opernhaus
19:30 Lovemusik Weil /Uhry | Musikalische Komödie


30 SA
14:00 Hausführung | Opernhaus
19:00 Der fliegende Holländer Wagner – PREMIERE | Opernhaus
19:00 Prinzessin Nofretete Dostal | Musikalische Komödie


31 SO
15:00 Prinzessin Nofretete Dostal | Musikalische Komödie
18:00 Magnificat (Ballett) Schröder/Bach | Opernhaus

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Linz, Landestheater Linz, On the Town von Leonard Bernstein, IOCO Kritik, 07.06.2017

Juni 7, 2017 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Landestheater Linz, Musical

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

ON THE TOWN von LEONARD BERNSTEIN

Premiere 4.6.2017, die weitere Vorstellungen 26.6.2017 und 7. Juli 2017; Ausverkauft!

Von Marcus Haimerl

1944, inmitten des Krieges, schufen Leonard Bernstein und der Choreograf Jerome Robbins das Musical On The Town über die drei Matrosen auf ihrem 24-stündigen Landgang in New York.

Landestheater Linz / Musical On the town, - Gernot Romic, Ariana Schirasi-Fard © Reinhard Winkler

Landestheater Linz / Musical On the town, – Gernot Romic, Ariana Schirasi-Fard © Reinhard Winkler

Die Idee kam von Bühnenbildner und Produzent Oliver Smith, der von Bernsteins und Robbins Ballett Fancy Free so beeindruckt war, dass er auf eine Fortsetzung drängte. Für Buch und Songtexte holte Bernstein seine Freunde Betty Comden und Adolph Green an Bord.  Fast sechs Monate wurde geschrieben und viel über die Handlungsorte diskutiert. Man wollte nicht nur die Geschichte der drei Matrosen auf die Bühne bringen, es sollte gleichzeitig eine Liebeserklärung an die Metropole New York werden. Auch sollte bei aller Leichtigkeit des Stücks und Überzeichnung der Figuren deren Menschlichkeit nie aus den Augen verloren werden.

Die drei Matrosen Gabey, Chip und Ozzie wollen sich auf ihrem 24-stündigen Landgang amüsieren und begeben sich auf ihrer Tour durch die Stadt auf die Suche nach Frauen, mit denen sie den Abend verbringen können. Gabey, ein Träumer, entdeckt ein Plakat der „Miss Turnstiles“ („Miss Drehkreuz“) des Monats Juni, im wahren Leben Ivy Smith, welche Gesang und Malerei studiert und sich das Geld für die Ausbildung als Bauchtänzerin auf Coney Island verdient. Gabey verliebt sich und auf der Suche nach der jungen Unbekannten trennen sich die drei Helden am Times Square. Chip landet bei der resoluten Taxilenkerin Hildy und Ozzie bei der sexbesessenen Anthropologin Claire de Loone. Gabey findet seine Ivy schließlich im Gesangsunterricht bei Madame Dilly. Gerne würde sie mit Gabey den Abend verbringen. Um sich aber peinliche Erklärungen zu ersparen, erteilt sie ihm eine Abfuhr. Beim Wiedersehen am Times Square präsentieren Chip und Ozzie ihre Herzdamen und man versucht Gabey auf einer Tour durch New Yorks Nachtclubs wieder aufzuheitern. Im Morgengrauen auf Coney Island erkennt Gabey schließlich in einer leichtbekleideten Bauchtänzerin seine Ivy. Doch schon ist es auch wieder Zeit am Pier voneinander Abschied zu nehmen. Kaum sind die drei an Bord stehen drei neue Matrosen zu ihrem 24-stündigen Landgang am Pier.

Landestheater Linz / Musical On the town - Ruth Fuchs, Lynsey Thurgar, Anais Lueken © Reinhard Winkler

Landestheater Linz / Musical On the town – Ruth Fuchs, Lynsey Thurgar, Anais Lueken © Reinhard Winkler

Das Landestheater Linz hat dieses flotte, klassische Musical in einer konzertanten, halbszenischen Aufführung auf die Bühne gebracht. Es wird also nicht ausschließlich gesungen, sondern auch intensiv gespielt, eine Balletteinlage inklusive. Gesungen wird auf Englisch, die Dialoge sind auf Deutsch.
Für musikalischen Wohlklang auf höchstem Niveau sorgte das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung ihres Chefdirigenten Dennis Russel Davies. Der Chefdramaturg der Wiener Volksoper, Christoph Wagner-Trenkwitz, führt als Erzähler humorvoll durch den Abend und beeindruckte auch mit einem kurzen Gesangsstück.

Als Gabey überzeugte der junge Bariton Peter Lewys Preston mit der für diese Partie notwendigen Portion an Verträumtheit in Stimme und Spiel. Der niederländische Tenor Rob Pelzer, langjähriges Mitglied des Musicalensembles des Landestheater Linz, ist als Ozzy optimal besetzt. Die beeindruckendste Leistung kam jedoch vom dritten im Bunde, Gernot Romic als Chip, der sich mit der perfekten Portion Slapstick und schön geführter Tenorstimme durch den Abend sang und auch vor Akrobatikeinlagen nicht zurückschreckte.

Auch die Damen des Abends müssen den Vergleich nicht scheuen. Anaïs Lueken als Anthropologin Claire de Loon weiß ihren schönen, schlanken Sopran einzusetzen und Ariana Schirasi-Fard ist als Taxifahrerin Hildy Esterhazy in punkto Humor ihrem Partner Chip absolut ebenbürtig und überzeugt mit schönem, kräftigen Mezzo. Als zierliche Ivy Smith sang sich Ruth Fuchs in die Herzen des Publikums und Karen Robertson ist eine wuchtige Madame Dilly die mit ihrem gewaltigen Sopran keine Wünsche offenließ. Großartige Leistungen auch von Tomaz Kovacic als Pitkin W. Bridgework, Daniela Dett als Lucy Schmeeler, Diana Dream und Dolores Dolores, sowie dem Ensemble.

Großer Jubel und Ovationen bescherten dem begeisterten Premierenpublikum Some other time als Zugabe. Erst der koordinierte Abgang von Ensemble und Orchester konnten dem anhaltenden Applaus ein Ende setzen.

 

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, On the Town – Schräger Humor, Tanz, Jazz, IOCO-Kritik, 04.02.2014

Februar 4, 2014 by  
Filed under Kritiken, Musical, Musiktheater im Revier

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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Leonard Bernstein im MiR:  Getanzte Lebensfreude

Leonard Bernstein, 1918 – 1990, war ein großer Komponist, Dirigent. Orchesterwerke, Messen oder Kammermusik machten ihn früh berühmt. Doch erst  Musicals machten ihn zum zeitlosen Weltgeist. On the Town (1944), Bernsteins erstes Bühnenwerk, war inmitten des 2. Weltkriegs auf Anhieb ein großer Erfolg. 436 Broadway-Vorstellungen und spätere Verfilmungen mit Gene Kelly und Frank Sinatra machten Bernstein zum Star. Nicht sein breit angelegter musikalischer Genius bringt ihm bleibenden Ruhm, sondern Musicals rund um West Side Story (1957).

70 Jahre nach der Uraufführung inszenierte das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier das nur selten gespielte On the Town. Die Handlung des Stückes ist unterhaltungsreich und gefühlsbetont: Drei einfache Seeleute, Gabey, Chip und Ozzie, haben 24 Stunden Landgang, um im prallen New Yorker Leben der 40er Jahre ihr großes Glück zu suchen. Gabey verliebt sich in das Konterfei der in New York monatlich auf großen Plakaten ausgelobten „Miss U-Bahn“. Die Freunde Ozzie und Chip versprechen, Gabey bei der Suche nach „Miss U-Bahn“ alias Ivy Smith zu helfen. Verabredet für den nächsten Tag 11 Uhr auf dem Times Square erleben die drei getrennt volles New Yorker Leben dabei begleitet von Swing, Jazz, Gesang, skurrilen Dialogen und viel Tanz.

MiR / On the Town / Drei Seeleute auf Landgang © Thilo Beu

MiR / On the Town / Drei Seeleute auf Landgang © Thilo Beu

Mit verschieden großen Kisten und Kästen als zentralem Bühnenbild (Jürgen Kirner)   bringen Regisseur Carsten Kirchmeier und  Choreographin Bridget Breiner den Facettenreichtum von On the Town unaufgeregt fließend auf die Drehbühne des MiR. Geschlossen bildeten die Kästen eine Art New Yorker Skyline, geöffnet verwandeln sie sich, broadwayhaft perfekt, in viele Spielorte: U-Bahn, Time Square, Taxi, Eddies Nachtbar,  ein  Naturkundemuseum mit riesigem Dinosaurier bis hin zum trauten Heim der gesuchten Miss U-Bahn. Über dreißig Darsteller bilden die zahlreichen Szenen ab.

Die eher klassisch ausgerichtete Neue Philharmonie Westfalen unter Rasmus Baumann kann auch Bernsteins Jazz und Swing. Die dominante Jazzartikulation des Stückes wird in synkopierten Rhythmen wie melancholischen Klangfarben authentisch gespielt. Fetzig wie sentimental zeigt die Neue Philharmonie Westfalen in On the Town die geschliffene Präzision einer bestens harmonierenden, modernen Big Band, die vielen Protagonisten dieses Musicals sensibel markierend.

MiR / On the Town © Thilo Beu

MiR / On the Town © Thilo Beu

Das Musical beginnt mit einer musikalischen Introduktion und einem müden aber, wie sich erst später herausstellen wird, höchst vielseitigem Vorarbeiter (Nikolai Miassojedov), welcher sich auf einer Kiste ausruht. Bridget Breiner illustriert in vielen Bildern filigrane wie kraftvolle Handlungen mit subtil humorvollen Untertönen. Rüttelnde U-Bahn Fahrten sind ebenso skurril choreographiert, wie Strassenszenen, Nachtclubaktivitäten oder der Times Square. Der kleine Ozzie (E. Mark Murphy) trifft in einem Naturkundemuseum seine kräftige Herzensdame, die Antropologin Claire (Dorin Rahardja) alias Brunhilde Esterhazy und ein riesiges Dinosaurier-Skelett. Dieses Skelett bricht am Ende zusammen und haucht in einem Nebel verbreitendem letzten Atemzug sein „Museumsleben“ aus. Ähnlich schräg humoresk entwickeln sich die Beziehungen von Gabey (Piotr Prochera) zur Miss U-Bahn Ivy Smith (Julia Schukowski) und der Taxifahrerin Hildy (Judith Jakob), welche Chip (Michael Dahmen) in ihre Wohnung „abschleppt“. Einen eleganten Pas de deux in modernem Outfit konterkarieren parallel drei im klassischen Tutu zickende Balletttänzerinnen. Doch auch stimmlich überzeugt das MiR Ensemble in großen wie kleinen Partien. Piotr Procheras´ lyrisch sanftes Gabey´sComing ist nur eine von vielen Ohrenweiden. Das lebendig homogene MiR-Ensemble ist wahrer Star der Inszenierung.

MiR / On the Town / Nachtclub mit Ballett im Revier © Thilo Beu

MiR / On the Town / Nachtclub mit Ballett im Revier © Thilo Beu

Leise humoreske Gegensätze und Bewegung sind die mitreißenden Grundelemente dieser Inszenierung. Bridget Breiner, auch Ballettchefin im MiR, choreographiert Bernsteins „sprechende“ Musik konsequent und gibt On the Town so den packenden wie liebenswert verschmitzten Charakter. Der herrlich kultivierte Revuetanz  im Nachtclub (2. Akt, Bild) des Ballett im Revier ist nur einer der vielen choreographischen Höhepunkten eines Frohsinn-Stückes, welches mit dem Abschied der Seeleute von ihren Kurzzeitfreundinnen an der Mole von New York endet. Mit viel Herz und  wenig Schmerz. 

Mir / Premierenfeier / On the Town © IOCO

Mir / Premierenfeier / On the Town © IOCO

On the Town geriet im Musiktheater im Revier zu einem modernen, fröhlichen Musical. Das Publikum im ausverkauften Haus bedankte sich für Inszenierung, Darstellung und Gesang mit lang anhaltendem Beifall. Stolz, eine so starke Produktion mit weitgehend eigenem Ensemble und Orchester in Gelsenkirchen auf die Bretter zu bringen, wurde in der Premierenfeier lebhaft gefeiert.

Weitere Vorstellungen von On the Town:   8.2.2014; 9.2.2014; 14.2.2014; 20.2.2014; 23.2.2014; 1.3.2014; 2.3.2014; 7.3.2014; 9.3.2014; 16.3.2014; 27.4.2013; 7.5.2014;          1. Juni 2014

IOCO / Viktor Jarosch / 04.02.2014

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