Coburg, Landestheater Coburg, Giuseppe Verdi: MESSA DA REQUIEM, 23. & 24.11.2019

November 22, 2019 by  
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Landestheater Coburg

Landestheater Coburg © Andrea Kremper

Landestheater Coburg © Andrea Kremper

  MESSA DA REQUIEM – Giuseppe Verdi

In Kooperation mit der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Coburg – St. Moriz, dem Bachchor Coburg und der Stadtkirche Bayreuth Heilig Dreifaltigkeit

Verdi Requiem Stadtkirche Bayreuth, 23.11. – Morizkirche Coburg, 24.11.2019

Die Messa da Requiem von Giuseppe Verdi wird am Samstag, 23. November um 19:30 Uhr und Sonntag 24. November um 17:00 Uhr in Kooperation des Landestheaters mit der Stadtkantorei Bayreuth und dem Coburger Bachchor aufgeführt. Am Samstag wird das Werk unter der musikalischen Leitung des GMD Roland Kluttig in der Stadtkirche Bayreuth und am Sonntag unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Peter Stenglein in der Coburger St. Moriz-Kirche gespielt.

Von Verdi sind vor allem viele Opern und deren Ohrenwürmer wie der Triumphmarsch aus Aida oder der Chor der Zigeunerinnen aus La Traviata bekannt, so stellt sich oftmals die Frage – wie kommt der Operngigant Verdi dazu, ein Requiem zu komponieren?

Der Tod war und ist in jeder Epoche ein großes Thema. Doch vor allem das Ende seines musikalischen Vorbilds Giaocchino Rossini im Jahr 1868 traf Verdi schwer. Zwar gibt es bei dem Komponisten selten ein glückliches Ende in seinen Werken, doch dieser Schicksalsschlag führte dazu, dass Verdi zwölf bekannte italienische Komponisten einlud, um eine Totenmesse zu komponieren – die „Messa per Rossini“. Dieses Werk wiederum inspirierte ihn dazu, zum ersten Todestag des befreundeten Dichters Alessandro Manzoni ein eigenes Requiem zu komponieren. Laut GMD Roland Kluttig ist Verdis Requiem „eines der großartigsten und bewegendsten Werke der gesamten Musikgeschichte“, in der sich musikalisch ein genialer Einfall nach den anderen reiht.

GIUSEPPE VERDI: MESSA DA REQUIEM

In Kooperation mit der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Coburg – St. Moriz, dem Bachchor Coburg und der Stadtkirche Bayreuth Heilig Dreifaltigkeit

Stadtkirche Heilig Dreifaltigkeit Bayreuth, Samstag, 23. November 2019 19:30Uhr
St. Moriz-Kirche Coburg Sonntag, 24. November 2019 17:00 Uhr

Musikalische Leitung Roland Kluttig (Bayreuth), Peter Stenglein (Coburg), Chorleitung Mikko Sidoroff, Stadtkantorei Bayreuth Michael Dorn und Sabine Peetz, Coburger Bachchor Peter Stenglein

Sopran Olga Shurshina, Mezzosopran Kora Pavelic, Tenor Roman Payer, Bass Michael Lion

Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg, Chor Landestheater Coburg

—| Pressemeldung Landestheater Coburg |—

Essen, Philharmonie Essen, Götz Alsmann huldigt Offenbach, 23.06.2019

Juni 11, 2019 by  
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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen / Goetz Alsmann © EMI Jerome Bonnet

Philharmonie Essen / Goetz Alsmann
© EMI Jerome Bonnet

Götz Alsmann huldigt Jacques Offenbach

Sommernachtstraum

 Sonntag, 23. Juni 2019, um 18 Uhr

Götz Alsmann schlüpft in die Rolle von Jacques Offenbach: Den 200. Geburtstag des Komponisten feiert die Philharmonie Essen am Sonntag, 23. Juni 2019, um 18 Uhr (Ende gegen 23 Uhr) mit dem facettenreichen Themenabend Ein Sommernachtstraum, der diesmal unter dem Motto Offenbachs Erzählungen steht. In einem dreiteiligen Programm im Alfried Krupp Saal und zwei jeweils einstündigen Pausen stellen Musiker, Sänger und Schauspieler die Künstlerpersönlichkeit Jacques Offenbach und dessen Werk in den Mittelpunkt.

Jacques Offenbach Grab in Montmartre © IOCO

Jacques Offenbach Grab in Montmartre © IOCO

Der Abend beginnt mit Arien, Duetten und Orchesterstücken aus dem reichhaltigen Bühnenschaffen des Komponisten: Im ersten Teil präsentieren die Sopranistin Olga Pudova, der Tenor Julien Behr und das WDR Funkhausorchester unter der Leitung von Enrico Delamboye Höhepunkte unter anderem aus den Operetten La Vie parisienne, Orpheus in der Unterwelt und La belle Hélène sowie aus der Oper Hoffmanns Erzählungen. Mit seinen satirischen und hintergründigen „Opéra bouffes“, die man zwar heute Operetten nennt, aber schon damals mit nichts anderem zu vergleichen waren, beherrschte der in Köln geborene Komponist die Pariser Bühnen. Im zweiten Teil wird dann Offenbach selbst in Erscheinung treten – verkörpert vom Musiker und Entertainer Götz Alsmann, unterstützt von den Schauspielern Ingrid Domann und Carl Bruchhäuser. Sie lassen das Publikum an einem Tag im Leben des Künstlers teilhaben. Im dritten Teil schließlich kommt Offenbachs einaktige Operette Un mari à la porte (Ein Ehemann vor der Tür) in einem neuen, frischen Arrangement zur Aufführung. Zu erleben sind Bettina Ranch als Susanne, Giulia Montanari als Rosine, Erik Slik als Florian Specht, Zhive Kremshovski als Martin Preller sowie ein Kammerensemble der Essener Philharmoniker unter der Leitung von Heribert Feckler. Für die szenische Umsetzung des zweiten und dritten Teils ist der Regisseur Sascha Krohn verantwortlich.

In zwei einstündigen Pausen besteht die Möglichkeit, das charmante Pausenprogramm zu genießen oder sich im benachbarten Restaurant „Philharmonie Club“ – untermalt von französischer Salonmusik – kulinarisch verwöhnen zu lassen (erste Pause ca. 19 bis 20 Uhr; zweite Pause ca. 21 bis 22 Uhr; Tischreservierung unter Tel. 0201 / 8122 8610).

Der Themenabend „Ein Sommernachtstraum“ steht seit 2011 in nahezu jeder Spielzeit als sommerlicher Höhepunkt auf dem Programm der Philharmonie Essen. Jeder „Sommernachtstraum“ hat seinen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt, der mit unterschiedlichen konzertanten und theatralischen Darstellungsformen erlebbar wird.

Karten (Einheitspreis: € 28,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—

Linz, Musiktheater Linz, Ein Amerikaner in Paris – George Gershwin, IOCO Kritik, 15.12.2018

Dezember 16, 2018 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

 Ein Amerikaner in Paris – George Gershwin

Der Charme von Gene Kelly und Leslie Caron scheint im Landestheater

Von Marcus Haimerl

Wieder einmal fand die deutschsprachige Erstaufführung eines Musicals in Linz statt. Diesmal handelte es sich um George Gershwins Ein Amerikaner in Paris nach dem gleichnamigen Film von Vincente Minelli, inspiriert durch die 1928 uraufgeführte, knapp 20-minütige Komposition für Orchester des erst 30-jährigen Komponisten. Neben seiner Rhapsody in Blue zählt Ein Amerikaner in Paris zu den bedeutendsten Werken Gershwins. Die Komposition beschreibt den Spaziergang eines Amerikaners über die Champs-Élysées und berichtet über die Eindrücke des Touristen und den von ihm wahrgenommen Geräuschen der Großstadt (vier Original-Pariser-Taxihupen sind Teil des Orchesters), es ist aber auch ein Stück über Heimweh.

Ein Amerikaner in Paris – George Gershwin
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Aus dieser Komposition entstand schließlich der Musical-Film Ein Amerikaner in Paris des amerikanischen Regisseurs Vincente Minelli, der sich vor allem durch die Choreografie Gene Kellys auszeichnete.

Anders als bei der Komposition findet die Handlung des Films und des Musicals im Paris zu Kriegsende, nach dem Ende der Nazi-Herrschaft, statt. Der ehemalige US-Soldat Jerry Mulligan begegnet einer jungen Frau, die er auch gleich wieder aus den Augen verliert, und lässt sich in Paris als Maler nieder. Auf seiner Herbergssuche begegnet er ihm Café Dutois dem amerikanischen Komponisten Adam Hochfeld, der gerade für den Unternehmersohn Henri Baurel an einer Gesangsnummer („I Got Rythm“) arbeitet, da dieser gegen den Willen seiner Mutter Sänger werden will.

They Can’t Take That Away From Me“

Adam spielt auch in einer Ballettkompanie Piano. Dort lernt Jerry die reiche Amerikanerin Milo Davenport kennen und trifft beim Vortanzen das Mädchen wieder, die Parfümverkäuferin Lise Dassin. Lise wird die neue Primaballerina. Auf einem Fest im Hause Baurel bei dem Lise als die neue Primaballerina vorgestellt wird, verkündet Madame Baurel auch gleich die Verlobung ihres Sohnes Henri mit der Tänzerin. Aus Rache empfiehlt Jerry Madame Baurel jenen Jazz-Club, in welchem ihr Sohn seinen ersten Auftritt haben wird.

Landestheater Linz / Ein Amerikaner in Paris - hier : Gernot Romic als Jerry Mulligan und Ensemble © Barbara Palffy

Landestheater Linz / Ein Amerikaner in Paris – hier : Gernot Romic als Jerry Mulligan und Ensemble © Barbara Palffy

Vor seinem Auftritt verrät Henri dem Komponisten Adam seine Bindung zu Lise: Während des Krieges versteckte die Familie Baurel die junge Jüdin in ihrem Haus. Nach Henris Auftritt ist die Überraschung perfekt, als Madame Baurel die künstlerischen Ambitionen ihres Sprosses unterstützt. Lise ist jedoch darüber empört, dass Jerry seinen Freund hinterging und lässt ihn stehen. Jerry erfährt von Adam, warum sich Lise den Baurels verpflichtet fühlt.Die drei Freunde rufen sich nochmal die speziellen Momente mit Lise ins Gedächtnis und sagen sich, dass ihnen diese nicht mehr genommen werden können („They Can’t Take That Away From Me“). Aber nur einer wird schließlich mit ihr glücklich sein: Jerry.

Nick Winston bemüht sich als Regisseur und Choreograf intensiv darum, den Charme der filmischen Vorlage mit Gene Kelly und Leslie Caron beizubehalten. Das Bühnenbild (Bühne: Charles Quiggin) besticht durch einzelne Elemente, die auf der Drehbühne schnell umgebaut werden können. Ob ein Ufer im Freien an der Seine, vom Café bis zum Salon schwebt über allem ein Hauch von Nostalgie, der nahe an die Verfilmung heranreicht. Die Handlungsorte werden durch den Bogen des Eifelturms als Rahmen für den Bühnenraum originell symbolisiert.

Landestheater Linz / Ein Amerikaner in Paris - hier : Gernot Romic als Jerry Mulligan und Ensemble © Barbara Palffy

Landestheater Linz / Ein Amerikaner in Paris – hier : Gernot Romic als Jerry Mulligan und Ensemble © Barbara Palffy

Auch in Linz wird die Bühne von großen Tanzensembles dominiert und lange Tanzsequenzen verlangen auch den Protagonisten viel ab. In der Rolle des Jerry Mulligan brilliert Gernot Romic, der nicht nur als Tänzer beeindruckt, sondern ebenso gesanglich zu begeistern weiß. Diese unglaubliche Gesamtleistung bleibt nachhaltig im Gedächtnis des Publikums. Die gebürtige Brasilianerin Myrthes Monteiro wusste bei ihrem Linz-Debüt als Lise Dassin das Publikum mit ihren Tanzeinlagen zu überzeugen. Christian Fröhlich steigert sich in der Rolle des Henri Baurel zunehmend und liefert bei seiner Jazz-Club-Nummer „Stairway To Paradise“ eine grandiose Leistung ab. Sehr verständlich, dass die gestrenge Madame Baurel (großartig Lynsey Thurgar) ihrem Sohn Unterstützung für seine künstlerische Karriere zusichert. Christof Messner als Adam Hochberg (dem Gershwin Alter Ego) und Daniela Dett als Milo Davenport komplettieren die hervorragenden Protagonisten auf ebenso hohem Niveau.

Auch das Linzer Bruckner Orchester sorgte unter der temperamentvollen Leitung des deutschen Musicalexperten Tom Bitterlich für heiter melancholische, manchmal fast schwerelose Klänge, zeigte sich aber auch sehr steppfreudig und manchmal sehr jazzig.
Nach der Uraufführung 2014 im Théâtre du Châtelet in Paris hieß das Publikum den „Amerikaner“ auch mit entsprechendem Jubel in Linz willkommen. Von den Publikumsreaktion ausgehend, wird sich das Musiktheater Linz bis Mai 2019 noch über viele ausverkaufte Vorstellungen freuen können.

Ein Amerikanischer in Paris am Landestheater Linz; die weiteren Termine:  18.12.; 19.12.; 26.12.; 28.12.; 30.12.2018;  1.1.; 9.1.; 10.1.; 17.1.; 20.1.; 15.2.2019 und mehr..

—| IOCO Kritik Landestheater Linz |—

Linz, Landestheater Linz, EIN AMERIKANER IN PARIS – George Gershwin, 25.11.2018

November 19, 2018 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Ein Amerikaner in Paris – George Gershwin

Buch von Craig Lucas, Deutsche Dialoge Roman Hinze

Premiere Sonntag, 25. November 2018, 19.30 Uhr

Der junge amerikanische Soldat Jerry Mulligan versucht sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Kunstmaler in Paris – mit bescheidenem Erfolg. In der wieder aufblühenden Stadt verliebt er sich in die Parfümverkäuferin Lise, die jedoch mit dem erfolgreichen Sänger Henri liiert ist. Um finanziell über die Runden zu kommen, lässt sich Jerry auf die reiche Amerikanerin Milo ein. Die Straßen von Paris bilden den Hintergrund einer modernen Fabel rund um Kunst, Freundschaft und Liebe.

Musikalische Leitung Tom Bitterlich, Inszenierung und Choreografie Nick Winston
Bühne Charles Quiggin, Kostüme Aleš Valášek, Videodesign Duncan McLean
Lichtdesign Michael Grundner, Nachdirigat Christopher Mundy, Dramaturgie Arne Beeker

Mit:  Gernot Romic (Jerry Mulligan), Myrthes Monteiro (Lise Dassin), Christian Fröhlich (Henri Baurel), Daniela Dett (Milo Davenport), Christof Messner (Adam Hochberg), Lynsey Thurgar (Madame Baurel), Ariana Schirasi-Fard (Olga, Ensemble), Hanna Kastner (Cabaret-Sängerin, Ensemble) Julia Hübner, Charlotte Lovell, Vicky Riddoch, Raphaela Pekovsek, Yves Adang, Alastair Postlethwaite, Stephen Dole, Leon de Graaf, Wei-Ken Liao (Ensemble) Anastasia Bertinshaw, Lara Bonnel Almonem, Siân Brown, Mireia González Fernández, Julie Endo, Kasija Vrbanac, Kayla May Corbin, Tura Gómez Coll, Damián Cortes Alberti, Velerio Iurato, Kai Chun Chuang, Hodei Iriarte Kaperotxipi, Andrea Schuler, Lorenzo Ruta, Urko Fernandez Marzana, Filip Löbl (Tanzensemble)

Christopher Mundy, Bela Fischer jr. (Solo-Piano), Statisterie des Landestheaters Linz
Bruckner Orchester Linz

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—