Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, Oedipe von George Enescu, 13.04.2018

T&PhilThüringen_logo_300

Theater und Philharmonie

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe - Kai Wefer (Theiresias) mit Sébastien Soulès (Oedipe) kniiend © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe – Kai Wefer (Theiresias) mit Sébastien Soulès (Oedipe) kniiend © Ronny Ristok

 OEDIPE von George Enescu

Theater&Philharmonie Thüringen bringt mit Oedipe die einzige Oper des genialen Rumänen George Enescu auf die Bühne. Atmosphärisch dicht und farbenprächtig erzählt Enescu einen großen Menschenmythos: die Geschichte des Ödipus von der Geburt bis zum Tod. Dieses 1936 in Paris uraufgeführte Meisterwerk geriet in den Schatten des II. Weltkriegs und wurde seither nur sehr selten aufgeführt, sodass ihm bis heute der verdiente Sprung ins Repertoire verwehrt blieb.

Premiere in Gera in der Regie von Generalintendant Kay Kuntze ist am 13. April um 19.30 Uhr im Großen Haus. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner. Für die Titelpartie wurde der Franzose Sébastien Soulès engagiert.

Die monumentale Komposition des Rumänen George Enescu (1881-1955) basiert auf den antiken Dramen Oedipus Tyrannos und Oedipus auf Kolonos von Sophokles, geht jedoch recht frei mit den Vorlagen um. So beginnt die Oper bereits bei Ödipus’ Geburt; eine besondere Bedeutung kommt auch dessen Begegnung mit der Sphinx zu. Oedipe gilt als das Meisterwerk Enescus. Die Oper, so der Komponist, muss „ihren Schwung behalten. Kein Pathos, keine Wiederholungen, kein unnötiges Geschwätz. Die Handlung muss sich schnell entwickeln.“ Quelle seines Kompositionsstils ist die Volksmusik seiner rumänischen Heimat. Dies manifestiert sich in einer ständig changierenden Melodie, Harmonie und Klangfarbe, die den Hörer von Anfang bis Ende einnimmt.

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe - Sébastien Soulès (Oedipe) und Damen und Herren des Opernchors © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe – Sébastien Soulès (Oedipe) und Damen und Herren des Opernchors © Ronny Ristok

Ödipus ist der Enthüllungskrimi in der griechischen Mythologie: Ein Orakel verkündet, dass der Sohn des Lajos seinen Vater töten und seine Mutter heiraten wird. Die entsetzten Eltern lassen den Neugeborenen mit zusammengebundenen Füßen aussetzen. Er wird aber von einem Hirten gerettet und nach Korinth gebracht, wo er als Sohn des Königs aufwächst. Als Ödipus das Orakel von Delphi aufsucht, wird auch ihm das Schicksal geweissagt, den Vater zu töten und die Mutter zu ehelichen. Um dem zu entgehen, flieht er von seinen vermeintlichen Eltern aus Korinth und trifft dabei auf seinen leiblichen Vater Lajos, den er nach einem heftigen Streit im Kampf tötet. Er befreit Theben von der grausamen Sphinx und heiratet die Witwe des Lajos, seine Mutter, mit der er vier Kinder zeugt. Anzeichen verdichten sich, dass sich der einstige Orakelspruch erfüllt haben könnte. Unerbittlich forscht Ödipus nach der Wahrheit. Als er die Zusammenhänge begreift, sticht er sich die Augen aus. Mit seiner Tochter Antigone begibt er sich auf eine lange Wanderschaft…

Bühnenbild und Kostüme entwirft Duncan Hayler. Für die wissenschaftliche Beratung wurde der Archäologe Prof. Dr. Ulrich Sinn gewonnen. Es spielt das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera.

Oedipe George Enescu, Jokaste Béela Müller · Kreon Johannes Beck · Tiresias Kai Wefer · Hohepriester/ Phorbas/ Wächter Ulrich Burdack · Hirte Frank Ernst  · Laios Timo Rößner · Sphinx/ Merope Christel Loetzsch · Theseus Alejandro Lárraga Schleske · Antigone Miriam Zubieta · eine Thebanische Frau Pihla Terttunen (Mitglied des Thüringer Opernstudios)

Der Opern-, Kinder- und Jugendchor singt in der Einstudierung von Holger Krause. Es tanzt das Kinder- und Jugendballett von Theater&Philharmonie Thüringen.

OEDIPE von  George Enescu;  Premiere am 13. April 2018, weitere Vorstellungen: 21. April und 18. Mai 2018, jeweils 19.30 Uhr.


Sébastien Soulès wurde in Orléans (Frankreich) geboren und studierte Gesang am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris sowie an der Hochschule der Künste in Berlin bei Prof. Harald Stamm. Meisterkurse bei Walter Berry, Dietrich Fischer-Dieskau, Brigitte Fassbaender und Jose van Dam.

Zuletzt war er u. a. als Hidraot in Glucks Armide in Bern, als Der Mann von La Mancha (Don Quijote) in Biel, als Scarpia in Puccinis Tosca und als Golaud in Pélleas et Mélisande am neuen Opernhaus Linz, in der Titelpartie von Bergs Wozzeck am Theater Augsburg, als Kurwenal am Teatr Wielki Warschau sowie als Ruprecht in L´ange de Feu von Sergej Prokofiev in der Inszenierung von Silviu Purc?rete beim renommierten Opernfestival in Miskolc/Ungarn, Graf Homonay in Strauß ´ Der Zigeunerbaron bei den Festspielen Langenlois und in der UA Displace beim Festival Musiktheatertage Wien sehr erfolgreich.

Im Sommer 2016 war er als Orazio in der umjubelten Neuproduktion Amleto von Franco Faccio bei den Bregenzer Festspielen zu erleben (inkl. TV-Liveübertragung), wohin er 2017 als Zuniga in Carmen und als William Bankes in der UA To the lighthouse zurückkehrt. Weitere Pläne umfassen u.a. sein Debüt an der Oper Leipzig in Gounods Cinq-Mars sowie Kaspar in einer Neuproduktion Der Freischütz“ am Theater Baden.

2013/14 war er u. a.  in Schrekers Der Schatzgräber in Linz, als Figaro und Zuniga an der Volkoper Wien, als Escamillo an der Opera de Tours, als Mitterhofer in Elegie für junge Liebende von Henze in Wiesbaden, in der Uraufführung von Moby Dick in Warschau, sowie bei der Styriarte in Graz als Kaspar im Freischütz zu erleben.

In der Saison 2012/13 hatte Sébastien Soulès einen Residenzvertrag an der Volksoper Wien und debütierte in derselben Spielzeit als Fliegender Holländer in Hildesheim. Desweiteren sang er in der Uraufführung von Join bei den Wiener Festwochen. Außerdem gestaltete der Bariton die Rolle des Popolani (Barbe-Bleue, Offenbach) bei der Styriarte Graz unter Nikolaus Harnoncourt.

2011/2012 sang Soulès die Titelrolle in Friedrich Cerhas Baal in Wien und Konzerte mit einer Auswahl von Liedern aus Mahlers Des Knaben Wunderhorn mit dem Orchestra di Padova e del Veneto. In derselben Spielzeit debütierte der Bariton an der Volksoper Wien. Außerdem war er als Scarpia in Tosca in einer Produktion des Landestheaters Niederbayern und als Graf (Le Nozze di Figaro) beim Festival d’Antibes zu erleben.

2010/2011 hatte Sébastien Soulès großen Erfolg als Don Giovanni und als Marcello (La Bohème) am Opernhaus Halle, sowie als Albert in Massenets Werther am Theater Koblenz. Bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden sang er am Hessischen Staatstheater Wiesbaden den Humbert Humbert in der Uraufführung von Schedrins Lolita unter Marc Piollet in der Regie von Konstanze Lauterbach.

Sébastien Soulès ist Preisträger des Willi-Domgraf-Fassbaender-Wettbewerbs, München.

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Weihnachten und Jahreswechsel 4: OEDIPE, 08.12.2013

November 15, 2013 by  
Filed under Oper Frankfurt, Pressemeldung

logo_oper_ffm.gif

Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Weihnachten und Jahreswechsel: 

OEDIPE,  Lyrische Tragödie von George Enescu

 
Samstag, 8. Dezember 2013, um 19.30 Uhr; Weitere Vorstellungen 12.12.2013, 18.12.2013, 22.12.2013, 28.12.2013, 03.01.2013, 05.01.2013; 
 
Musikalische Leitung: Alexander Liebreich; Regie: Hans Neuenfels
 
Mitwirkende: Simon Neal (Ödipus), Magnús Baldvinsson (Teiresias), Dietrich Volle (Kreon), Michael McCown (Hirte), Vuyani Mlinde (Der Hohepriester), Kihwan Sim (Phorbas), Andreas Bauer (Der Totenwächter), Hans-Jürgen Lazar (Laios), Tanja Ariane Baumgartner (Iocaste), Katharina Magiera (Die Sphinx), Britta Stallmeister (Antigone), Jenny Carlstedt (Merope)
 
Über 26 Jahre zog sich die Arbeit des rumänischen Komponisten George Enescu (1881-1955) an seiner lyrischen Tragödie Oedipe hin, bevor diese am 13. März 1936 mit triumphalem Erfolg an der Opéra Garnier in seiner Wahlheimat Paris uraufgeführt wurde. Nicht zuletzt die Wirren des Ersten Weltkrieges zwangen den Komponisten, der auch als bedeutender Dirigent und Geigenvirtuose galt, die Arbeit am Werk immer wieder zu unterbrechen. Trotz seiner Ablehnung etwa der Musik des späten Schönberg zählt Enescu zu den Wegbereitern der Moderne und wurde zudem – ähnlich wie sein ungarischer Freund Béla Bartók – stark durch die Volksmusik seiner Heimat beeinflusst. Dabei entstand ein Werk, dessen symphonischer Orchestersatz – vergleichbar mit den Kompositionen Richard Wagners – als Kommentar zum Text gesehen werden kann, welcher zum Großteil der Titelfigur zugeeignet ist.
Oper Frankfurt / Alexander Liebreich © marek_vogel

Oper Frankfurt / Alexander Liebreich © marek_vogel

Enescus Textdichter Edmond Fleg hat für sein Libretto die beiden Dramen König Ödipus und Ödipus auf Kolonos von Sophokles als Vorlage verwendet, so dass der Werdegang des Helden von der Geburt bis zum Tod dargestellt werden konnte. Die im Zentrum stehende Frage, was stärker sei als das Schicksal und Ödipus‘ Antwort darauf – „Der Mensch“ –, hat Enescu in entsprechenden Leitmotiven vertont: Dem König von Theben wird geweissagt, dass er einst von seinem Sohn Ödipus erschlagen würde. Daher will er das Kind ermorden lassen. Ödipus jedoch wird verschont und wächst am korinthischen Hof auf, verlässt ihn aber sofort, als er von dem verhängnisvollen Orakel erfährt. Außerhalb der Stadt trifft er auf seinen wahren Vater, den er – ohne ihn zu erkennen – erschlägt. Nachdem er Theben von der Schreckensherrschaft der Sphinx erlöst hat, heiratet er – immer noch ahnungslos – seine Mutter Iocaste. Als die Wahrheit ans Licht kommt, flieht Ödipus erneut und sticht sich, geplagt von Selbstvorwürfen, die Augen aus. Schließlich zieht er sich nach Kolonos zurück, wo sein Lebensweg endet.

 
Oper Frankfurt / Hans Neuenfels © privat

Oper Frankfurt / Hans Neuenfels © privat

Die musikalische Leitung hat Alexander Liebreich, seit 2006 Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters. 2011 übernahm er zusätzlich die künstlerische Leitung des Tongyeong International Music Festival in Südkorea, welches zu den wichtigsten Festivals im asiatischen Raum zählt. An der Oper Frankfurt dirigierte er 2011/12 Schoecks Penthesilea in der Inszenierung von Regiemeister Hans Neuenfels, der nun mit Oedipe seine nicht nur für Frankfurt  bedeutende Arbeit fortführt. Die umfangreiche Titelpartie übernimmt der englische Bariton Simon Neal, der bis 2011 als Ensemblemitglied am Theater Dortmund wirkte. Regelmäßig gastiert er auch an der Oper Frankfurt, u.a. als Achilles in der bereits genannten Produktion von Schoecks Penthesilea. Alle weiteren Partien sind ausnahmslos mit Mitgliedern des Ensembles der Oper Frankfurt besetzt.

 
—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—
 
 

Frankfurt, Oper Frankfurt, Spielzeit 2013/14: Stabiler Kulturpol in Rhein-Main, IOCO Aktuell,


aktuell

logo_oper_ffm.gif

Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt: 220.000 Besucher, hohe Auslastung, politische Untiefen

Die Oper Frankfurt, mit 1.369 Plätzen das größte Musiktheater in Rhein-Main. 220.000 Besuchern zieht die Oper Frankfurt, Kulturleuchtturm der Region, jährlich an. Intendant Bernd Loebe, 58, herrscht seit 2002. Die Verlängerung seines Dienstvertrages war pure Routine: Die Stadt Frankfurt verlängerte ihn im November 2012 vorzeitig bis 2018, gestützt von hoher Auslastung (87%) in der laufenden Saison. Im Januar 2013 lag die Auslastung sogar bei extremen 99,7%. Die Zahl der Abonnenten ist auf fast 13.000 gestiegen. Hohe Auslastung und ausverkaufte Vorstellungen verführt zahlreiche Opern-Besucher zum Kauf Platz-sichernder Abonnements! Ein der Oper Frankfurt soeben verliehener „International Opera Award“ ist sichtbare Krönung der künstlerischen Arbeit am Main. Umgeben ist die Oper Frankfurt von Musiktheatern in höchster Unruhe. In Darmstadt, Mainz und Wiesbaden treten mit Karsten Wiegang, Uwe-Eric Laufenberg und Markus Müller neue Intendanten an. Die Oper Frankfurt ist personell stabil, operiert künstlerisch und finanziell höchst erfolgreich. Alles Bestens also an der Oper Frankfurt? Weit gefehlt. Seit 2013, nach Petra Roth und mit dem neuen OB Peter Feldmann.
Intendant Bernd Loebe -GMD Sebastian Weigle - Oper Frankfurt © IOCO

Intendant Bernd Loebe -GMD Sebastian Weigle – Oper Frankfurt © IOCO

  Rumpelnder Kulturkurs der Stadt

Auch die Pressekonferenz 2013 führte Bernd Loebe erneut leider weitgehend allein. GMD Sebastian Weigle assistierte nur kurz. Vertreter der Stadt, Finanzchefs, Dramaturgen: Alle fehlten auf der PK. Bernd Loebe mit „Award“, hoher Auslastung und neuem Vertrag  gut bewaffnet, vermittelte einen starken Spielplan 2013/14 aber eingetrübte Zukunftsaussichten. Spürbar: Die Finanznöte der Stadt Frankfurt machen vor den Toren der Oper Frankfurt und ihrem hohen Subventionsbedarf nicht halt. So klagte Loebe bereits einführend über geringe politische Unterstützung wie dramatische Etatzwänge (u.a. Übernahme von 30% der Tariferhöhungen), welche den heute so reichhaltigen und gut funktionierenden Theaterbetrieb mittelfristig gefährden würden. Der neue Frankfurter OB Feldmann („die Party ist vorbei“) unterscheidet sich mit Distanz zur Kultur, Nähe zu Sozialwohnungen und rigiden Sparvorstellungen hochgradig von seiner Vorgängerin Petra Roth. „Wir werden 2018 nur noch einen konzertanten Lortzing-Zyklus hier haben, wenn die Stadt an ihren Vorstellungen festhält“, so Loebe seine Finanzsorgen launisch und trotzig klingend (auf  folgendem Video nachhörbar) zusammenfassend: „Ohne die bislang selbstverständliche Unterstützung durch die Stadt und unsere Partner wäre die Umsetzung dieses Programms nicht möglich. Wir wollen gemeinsam daran arbeiten, dass dies so bleibt“.
Deutlich: Zwischen Stadt und Oper besteht dringender Abstimmungsbedarf. 2012 beklagte Loebe, mit Blick auf Köln, die dort herrschenden „finanzchaotischen Verhältnisse„, welche zur Abberufung des erfolgreichen Intendanten Laufenberg und danach des Kulturdezernenten führten. 2013 schimmern genau diese Symptome in Frankfurt durch. Dazu passender Frankfurter Schildbürgerstreich: Die Oper Frankfurt kann/darf ab Herbst 2013 trotz perfekter logistischer Voraussetzungen keine konzertanten Aufführungen mehr in der Alten Oper geben. Einfache Kaufleute nennen solchen Schildbürgerstreich  „Kapitalvernichtung“, Theaterfreunde nur  „Kölsche Verhältnisse„.

Spielzeit 2013/14:  Barock, Moderne, Lieder, Jugendprogramme

Für die Spielzeit 2013/14 ist reiche und anspruchsvolle Kultur noch sicher: Über 340 Vorstellungen, 190 Opernvorstellungen, 13 Premieren mit 97 Vorstellungen sowie 15 Wiederaufnahmen mit 93 Aufführungen. Acht szenische und zwei konzertante Neuinszenierungen mit insgesamt 75 Vorstellungen im Opernhaus am Willy-Brandt-Platz sowie in drei Premieren mit 22 Aufführungen im Bockenheimer Depot. Hinzu acht Liederabende im Opernhaus. Eine Uraufführung (Peter Eötvös’ Der goldene Drache am 29. Juni 2014 im Bockenheimer Depot unter dem Dirigat des Komponisten und in der Regie von Elisabeth Stöppler) sowie fünf Frankfurter Erstaufführungen finden sich im Spielplan der neuen Saison: Christoph Willibald Glucks  Ezio am 10. November 2013
(Musikalische Leitung: Christian Curnyn / Regie: Vincent Boussard) anlässlich des 200. Geburtstages des Komponisten, George Enescus Oedipe am 8. Dezember 2013 (Alexander Liebreich / Hans Neuenfels) und Frederick Delius’ Romeo und Julia auf dem Dorfe am 22. Juni 2014 (Paul Daniel / Eva-Maria Höckmayr). Diese drei Neuproduktionen finden im Opernhaus statt. Im Depot werden Aribert Reimanns Gespenstersonate am 26. Januar 2014 (Karsten Januschke / Walter Sutcliffe, Sahnehäubchen dieser Premiere: Die Bühnen-Ikone Anja Silja als Mumie) und Telemanns Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe am 25. Mai 2014 (Titus Engel / Florentine Klepper) erstmals, und auf „erfolgreiches Drängen“ der Frankfurter Telemann-Gesellschaft gezeigt. 
  8. September 2013: Saisoneröffnung mit Rusalka  
Aus Bekanntem und selten Gehörtem besteht das übrige Programm der Neuinszenierungen im Opernhaus: Eröffnet wird die Saison mit Antonin Dvoráks Rusalka am 8. September 2013 als Übernahme aus Nancy (Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Regie: Jim Lucassen). Weigle dirigiert auch die Neuproduktion von Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos (5. Oktober 2013) in der Regie von Brigitte Fassbaender mit Camilla Nylund und Franz Grundheber. Verdis Falstaff steht am 9. Februar 2014 in der Inszenierung von Keith Warner auf dem Spielplan, musikalisch geleitet von Bertrand de Billy, der ab 2013/14 als Erster Gastdirigent des Museumsorchesters in Frankfurt wirken wird, und, erstmals, mit Zeljko Lucic als Falstaff. Rossinis Die diebische Elster (Henrik Nánási / David Alden) feiert am 30. März 2014 Premiere, gefolgt von Mozarts Don Giovanni (Sebastian Weigle / Christof Loy) am 11. Mai 2014. Die beiden konzertanten Aufführungen gelten Puccinis Edgar unter dem Dirigat von Marc Soustrot (16. Februar 2014) und Richard StraussDie Liebe der Danae (15. Juni 2014), musikalisch geleitet von Sebastian Weigle.
Oper Frankfurt, Tannhäuser,© Monika Rittershaus

Oper Frankfurt, Tannhäuser,© Monika Rittershaus

Zu den Wiederaufnahmen gehören u.a. so unterschiedliche Arbeiten wie Wagners Tannhäuser in der Regie von Vera Nemirova (19. Oktober 2013), Thomas Adès’ Shakespeare-Vertonung The Tempest, inszeniert von Keith Warner (11. Januar 2014), Strauss’ Daphne in der Sicht von Claus Guth (28. Februar 2014) und Axel Weidauers Inszenierung von Janáceks Die Ausflüge des Herrn Broucek (5. Juli 2014).
Mit Liederabenden sind in der Spielzeit 2013/14 der Bass John Tomlinson (24. September 2013), die Altistin Sara Mingardo (5. November 2013), der Countertenor Max Emanuel Cencic (17. Dezember 2013), die Sopranistin Mojca Erdmann (14. Januar 2014), der Bariton Johannes Martin Kränzle (4. Februar 2014), der Tenor Daniel Behle (4. März 2014), der Bass Franz-Josef Selig (6. Mai 2014) sowie in einem Doppelabend am 20. Mai 2014 das Ehepaar Annette Dasch (Sopran) und Daniel Schmutzhard (Bariton) vertreten.
Jugendprogramme:  Verbringen einer Nacht im Operhaus
Zu den Innovationen bei den Sonderveranstaltungen gehört der Start eines neu aufgestellten Vermittlungsprogramms für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, das unter dem Motto Jetzt! Oper für Dich. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Veranstaltungen zum Mitmachen, die dabei helfen sollen, Schwellen zu überschreiten. Eine kleine Auswahl: Neben Aramsamsam, einer Reihe für Kinder von 2 bis 4 Jahren, ist auch die mit Das Phantom der Oper betitelte Veranstaltung etwas besonderes, in deren Rahmen Jugendliche von 12 bis 15 Jahren eine Nacht im Opernhaus verbringen dürfen.
Aber auch zahlreiche bereits bekannte und bewährte Angebote ergänzen den Spielplan. So finden sich darin weiterhin die Talkrunden mit Bernd Loebe unter dem Titel Oper lieben und die Einführungsveranstaltungen der Dramaturgie, Oper extra. Das diesjährige FINALE, Begleitprogramm der jeweils letzten Premiere der Saison (Romeo und Julia auf dem Dorfe), ist dem Komponisten Frederick Delius gewidmet. Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester präsentiert sich mit den Museumskonzerten in der Alten Oper und mit Kammermusik im Foyer des Opernhauses. Das Ensemble Modern ist vier Mal für Happy New Ears zu Gast, genauso wie an zwei Abenden Michael Quast mit Carmen à trois als Koproduktion mit der Fliegenden Volksbühne. Zudem findet am 22. September 2013 ein großes Theaterfest der Städtischen Bühnen statt.
Oper Frankfurt, The Tempest © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt, The Tempest © Monika Rittershaus

Alte und neue Stars an der Oper Frankfurt
Neu in das Ensemble der Oper Frankfurt kommen die Sopranistinnen Sofia Fomina und Karen Vuong sowie Elizabeth Reiter aus dem Opernstudio. Auch der Bass Andreas Bauer und der Bariton Björn Bürger werden zukünftig den festen Sängerstamm verstärken. Verabschieden werden sich auf eigenen Wunsch u.a. die Sopranistinnen Elza van den Heever und Christiane Karg sowie die Tenöre Frank van Aken und Alfred Kim. Alle werden als Freischaffende wieder nach Frankfurt zurückkehren.
In 2013/14 ergänzen zahlreiche Gäste das feste Ensemble, darunter Amanda Majeski, Camilla Nylund, Anja Silja, Leah Crocetto, Angela Meade, Anne Schwanewilms, Annette Dasch, Erika Sunnegårdh, Maria Bengtsson, Christopher Robson, Lance Ryan, Daniel Behle, Paul Appleby, Johan Botha, Željko Lucic, Marco Vratogna und Christian Gerhaher.
Neben Generalmusikdirektor Sebastian Weigle, dem Ersten Gastdirigenten Bertrand de Billy, Kapellmeister Hartmut Keil sowie den beiden zu Kapellmeistern „beförderten“ Solorepetitoren Karsten Januschke und Sebastian Zierer wird eine stattliche Anzahl von Gastdirigenten für Abwechslung sorgen, darunter Persönlichkeiten wie Constantin Trinks, Constantinos Carydis, Leo Hussain, Sian Edwards, Maurizio Barbacini, Stefan Blunier, Pier Giorgio Morandi, Carlo Franci, Johannes Debus. Eine Dirigentin allerdings fehlt auch in Frankfurt, leider, auch in einer ansonsten hochkarätigen  Pult-Phalanx.
Die Oper Frankfurt  wird auch 2013/14 oft ausgebucht sein. Am 8. September geht es los, mit Rusalka von Leos Janacek.

IOCO / Viktor Jarosch /  Mai 2013

 

—| IOCO Aktuell Oper Frankfurt |—

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung