Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere DER GOLDENE DRACHE, 29.06.2014

Juni 6, 2014 by  
Filed under Oper Frankfurt, Premieren, Pressemeldung

logo_oper_ffm.gif

Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

URAUFFÜHRUNG VON PÉTER EÖTVÖS? DER GOLDENE DRACHE
IM BOCKENHEIMER DEPOT ALS KOPRODUKTION MIT DEM ENSEMBLE MODERN

Sonntag, 29. Juni 2014, um 19.30 Uhr im Bockenheimer Depot

Premiere / Uraufführung
DER GOLDENE DRACHE (Musiktheater) 2013/14
Péter Eötvös (*1944)
Libretto von Roland Schimmelpfennig nach dem gleichnamigen Theaterstück,
eingerichtet von Péter Eötvös
Mit Übertiteln

Musikalische Leitung: Péter Eötvös (29. Juni 2014) / Hartmut Keil (Juli 2014)
Inszenierung: Elisabeth Stöppler
Bühnenbild: Hermann Feuchter
Kostüme: Nicole Pleuler
Licht: Jan Hartmann
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Klangregie: Norbert Ommer

BESETZUNG:
Die junge Frau (der Kleine): Kateryna Kasper
Die Frau über sechzig (alte Köchin u.a.): Hedwig Fassbaender
Der junge Mann (junger Asiate u.a.): Simon Bode
Der Mann über sechzig (alter Asiate u.a.): Hans-Jürgen Lazar
Der Mann (ein Asiate u.a.): Holger Falk
Ensemble Modern

Kompositionsauftrag von Ensemble Modern und Oper Frankfurt
Koproduktion mit dem Ensemble Modern
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

Oper Frankfurt / Kateryna Kasper (Sopran / Die junge Frau u.a.) © Wolfgang Runkel

Oper Frankfurt / Kateryna Kasper (Sopran / Die junge Frau u.a.) © Wolfgang Runkel

Wenn einer der meistgespielten deutschen Gegenwartsdramatiker – Roland Schimmelpfennig (*1967) – die literarische Vorlage zur neuesten Oper eines der erfolgreichsten Komponisten unserer Zeit – Péter Eötvös (*1944) – liefert, dann darf das Ergebnis mit Spannung erwartet werden. 2010 wurde Schimmelpfennigs Goldener Drache zum Berliner Theatertreffen eingeladen und anlässlich der Kritikerumfrage des Fachmagazins Theater heute zum „Stück des Jahres“ gewählt. Eötvös‘ jüngste Oper, Paradise reloaded (Lilith), feierte 2013 an der Neuen Oper Wien ihre Uraufführung. Nun finden beide Künstler in einem von der Oper Frankfurt in Koproduktion mit dem Ensemble Modern in Auftrag gegebenen Werk zusammen. In Schimmelpfennigs Stück mit seinen kurzen, schlagartig aufeinander folgenden Szenen übernehmen die Schauspieler jeweils mehrere Rollen, die teilweise im Gegensatz zu ihrem tatsächlichen Alter oder Geschlecht stehen. Dazu Péter Eötvös: „Dieses doppelte Rollenspiel macht den Reiz des Stückes aus. Ich bin mir sicher, dass die Musik helfen kann, einen Charakter wiederzuerkennen.“

Die Handlung erzählt mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors von den Schattenseiten der globalisierten Welt, von Ausbeutung, Gier und Brutalität: Einem jungen Chinesen wird im China-Vietnam-Thai-Schnellrestaurant „Der Goldene Drache“ ein schmerzender Schneidezahn mit der Rohrzange gezogen, da er ohne Aufenthaltsgenehmigung nicht zum Arzt gehen kann. Der Zahn landet in einem Suppentopf und somit im Mund einer Stewardess, die zu den Stammkunden des Imbisses zählt. Empört wirft sie den Zahn in den Fluss, in den zuvor der bei der brutalen „Operation“ verblutete Junge geworfen wurde. Eingewickelt in einen großen Drachenteppich soll er den Weg zurück in seine Heimat finden.

Oper Frankfurt / Péter Eötvös (Komponist und Musikalische Leitung) © Priska Ketterer

Oper Frankfurt / Péter Eötvös (Komponist und Musikalische Leitung) © Priska Ketterer

Die musikalische Leitung der Uraufführung liegt beim Komponisten Péter Eötvös, der sie ab der zweiten Vorstellung an Kapellmeister Hartmut Keil übergibt. Beide Künstler sind seit Jahren mit der Arbeit des Ensemble Modern vertraut. So ist ihm Eötvös seit den achtziger Jahren verbunden, war 1998 maßgeblich an der Gründung des Ensemble Modern Orchestra beteiligt und dirigierte die erste Tournee dieses Klangkörpers, der sich als einziger der Musik unserer Zeit verschrieben hat. Keil brachte 2011 gemeinsam mit dem Ensemble Modern Arnulf Herrmanns Wasser bei der Münchner Biennale zur Uraufführung, gefolgt von Vorstellungen im Frankfurt LAB. Elisabeth Stöppler debütierte 2010/11 an der Oper Frankfurt mit der Produktion Neunzehnhundert im Bockenheimer Depot. Seit 2003 ist sie als freischaffende Regisseurin tätig. Zu ihren jüngsten Produktionen zählen Mozarts Die Entführung aus dem Serail in Weimar (2013) und Die Zauberflöte in Hannover (2014). Kateryna Kasper (Die junge Frau) ist seit 2012/13 Mitglied des Opernstudios der Oper Frankfurt und wird 2014/15 in das Ensemble übernommen. Hier war sie bereits als Papagena und Pamina in der Zauberflöte sowie als Angelica in Vivaldis Orlando furioso zu erleben. Seit 1999 ist die Mezzosopranistin Hedwig Fassbender (Die Frau über sechzig) Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und leitete dort von 2001 bis 2011 die Gesangsabteilung, die 2011 mit dem Hessischen Exzellenzpreis für Hochschullehre ausgezeichnet wurde. Unter den Absolventen ihrer Klasse finden sich zahlreiche erfolgreiche Sänger der neuen Generation, darunter auch Kateryna Kasper. An der Oper Frankfurt gastierte sie zuletzt 2009 als Brigitta in Korngolds Die tote Stadt. Zur weiteren Besetzung gehören aus dem Ensemble Simon Bode (Der junge Mann) und Hans-Jürgen Lazar (Der Mann über sechzig) sowie als Gast Holger Falk (Der Mann).

Premiere / Uraufführung: Sonntag, 29. Juni 2014, um 19.30 Uhr im Bockenheimer Depot
Weitere Vorstellungen: 1., 4., 6., 7., 9., 11. Juli 2014
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

 

Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere / Erstaufführung LANDSCHAFT MIT ENTFERNTEN VERWANDTEN, 01.05.2013

April 12, 2013 by  
Filed under Oper Frankfurt, Premieren, Pressemeldung

logo_oper_ffm.gif

Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Premiere / Erstaufführung Frankfurter Fassung (2010)

LANDSCHAFT MIT ENTFERNTEN VERWANDTEN

Oper für Solisten und Ensemble von Heiner Goebbels (* 1952)
Texte von Gertrude Stein, Giordano Bruno, Henri Michaux, T.S. Eliot,
François Fénelon, Leonardo da Vinci, Michel Foucault und Nicolas Poussin
Frankfurter Fassung (2010)
 
Musikalische Leitung: Franck Ollu
Komposition und Inszenierung: Heiner Goebbels
Bühnenbild und Licht: Klaus Grünberg
Kostüme: Florence von Gerkan
Klangregie: Norbert Ommer
Mitarbeit Inszenierung: Stephan Buchberger
Musikalische Mitarbeit: Hubert Machnik
Bariton: Holger Falk
Schauspieler: David Bennent
Ensemble Modern
Oper Frankfurt / Dietmar Wiesner (Flötist und Mitbegründer des Ensemble Modern) © Wonge Bergmann

Oper Frankfurt / Dietmar Wiesner (Flötist und Mitbegründer des Ensemble Modern) © Wonge Bergmann

 

Der Titel der Oper Landschaft mit entfernten Verwandten von Heiner Goebbels (* 1952), einem der bedeutendsten deutschen Musiker unserer Zeit, erinnert an Gemälde Alter Meister wie Nicholas Poussin, die nicht zentralperspektivisch angeordnet sind, sondern alle Motive gleich behandeln und auch solche in großer Entfernung nie unwichtig oder unscharf, sondern detailgetreu zeigen. Für den Betrachter ist das Zentrum nicht vorweg entschieden, so dass er seine eigene Sichtweise wählen kann. Diesem Prinzip gehorchend, entwickelte Heiner Goebbels in dieser Komposition keine lineare Handlung, sondern ein Kaleidoskop ständig wechselnder Bilder, in denen die Mitglieder des Ensemble Modern gleichermaßen als Darsteller wie als Musiker in ständig wechselnden Personenkonstellationen aus verschiedenen Kulturen und Epochen agieren: als rhythmisch sattelfeste Trommlergruppe, Rokoko-Gesellschaft, tanzende Derwische oder abgehalfterte Cowboys. Damit gleicht das Werk – mit den Worten des Komponisten selbst – einem musikalisch-literarischen Rundgang durch ein Museum. Das Libretto besteht aus Texten, Erzählungen, Abhandlungen und Gedichten von Gertrude Stein, Giordano Bruno, Henri Michaux, T. S. Eliot, François Fénelon, Leonardo da Vinci, Michel Foucault und Nicolas Poussin.
Oper Frankfurt / 2.v.l. David Bennent (Schauspieler) sowie Mitglieder des Ensemble Modern © Wonge Bergmann

Oper Frankfurt / 2.v.l. David Bennent (Schauspieler) sowie Mitglieder des Ensemble Modern © Wonge Bergmann

 
Im Jahr 2002 in Goebbels eigener Regie uraufgeführt, hat das Werk während seiner zahlreichen Aufführungen ständige Weiterentwicklungen erlebt, die zuletzt nach den Stadien eines RadioHörstücks und einer konzertanten Bearbeitung unter dem Titel Bildbeschreibungen zu einer Fassung auf CD geführt haben, die 2007 bei ECM in München erschienen ist. Diesen Prozess setzte das Ensemble Modern gemeinsam mit Heiner Goebbels fort und erarbeitete 2010 eine neue „Frankfurter Fassung“, die die Instrumentalisten noch stärker auf der Bühne integriert, die Szenografie von Klaus Grünberg und die Kostüme von Florence von Gerkan beibehält, jedoch ein intimeres Format besitzt, ohne dabei auf die Tiefenschärfe der Szenen zu verzichten. Die Erstaufführung dieser Frankfurter Fassung ist nun in Koproduktion mit der Oper Frankfurt im Bockenheimer Depot zu erleben. Das Ensemble Modern dirigiert Franck Ollu, die Solisten sind der Bariton Holger Falk und der Schauspieler David Bennent.
Eine Einführung zu Landschaft mit entfernten Verwandten gibt Heiner Goebbels selbst gemeinsam mit dem Ensemble Modern am Dienstag, dem 30. April 2013, um 20.00 Uhr im Rahmen eines Happy New Ears-Konzertes im Bockenheimer Depot.
 
Premiere: Mittwoch, 1. Mai 2013, um 20.00 Uhr im Bockenheimer Depot
Weitere Vorstellungen: 4., 5. (18.00 Uhr), 6., 8., 9. Mai 2013
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 20.00 Uhr
—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—
 

Frankfurt, Oper Frankfurt, HAPPY NEW EARS – WERKSTATTKONZERT MIT DEM ENSEMBLE MODERN, 12.03.2013

März 6, 2013 by  
Filed under Oper Frankfurt, Pressemeldung

logo_oper_ffm.gif

Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

HAPPY NEW EARS –

WERKSTATTKONZERT MIT DEM ENSEMBLE MODERN

 
Dienstag, dem 12. März 2013, um 20.00 Uhr ins Opernhaus.
 
Das Werkstattkonzert mit dem Ensemble Modern ist dem aus Buenos Aires stammenden und in Paris lebenden Komponisten Martín Matalon (* 1958) gewidmet.
 
Unter seinem Dirigat steht mit dem Titel La Rosa… ein musikalischer Parcours über Texte des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges (1899-1986) auf dem Programm. Von ihm hat Matalon die labyrinthische Fantasiewelt und die Idee der kurzen Form verinnerlicht.
Oper Frankfurt / Ensemble Modern © Manu Theobald

Oper Frankfurt / Ensemble Modern © Manu Theobald

 
Solisten sind die Sopranistin Géraldine Keller und der Sprecher Rodolfo De Souza. Die Moderation übernimmt die Hörfunk-Journalistin Margarete Zander, für die Klangregie ist Norbert Ommer verantwortlich.
Zur Beachtung: Die Konzerte der Reihe Happy New Ears beginnen von dieser Spielzeit an um 20.00 Uhr, also eine halbe Stunde früher als bisher.
Oper Frankfurt / Der Komponist Martín Matalon © Nicolas Botti

Oper Frankfurt / Der Komponist Martín Matalon © Nicolas Botti

 
Die Musikerinnen und Musiker des Ensemble Modern danken der Aventis Foundation für die Finanzierung eines Sitzes in ihrem Ensemble.
 
Die weiteren Happy New Ears-Termine der Saison 2012/13: 30. April 2013; 18. Juni 2013
—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung