Mainz, Staatstheater Mainz, Deutsche Erstaufführung  ANTIKRIST, 03.06.2018

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

 ANTIKRIST –  Rued Langgaard

Premiere am 3. Juni 18 Uhr

Gottlos und lärmend ist die Welt, materielle und egoistische Motive leiten die Menschen. Angesichts dieses Zustands treffen Gott und Luzifer eine Entscheidung: Der Antichrist soll aus der Tiefe heraufsteigen und für eine Weile in der Welt wirken. Er erscheint in verschiedener Gestalt – als Hochmut, lüsternes Tier, Lüge oder Hass – und treibt die Menschen in einen Streit aller gegen alle. Als die Sterne vom Himmel fallen und die Welt am Boden liegt, ist der Moment Gottes gekommen. Er vernichtet seinen teuflischen Gehilfen und propagiert als Rettung den Glauben an das Göttliche.

Ausgehend von der biblischen Apokalypse hat der dänische Komponist Rued Langgaard ein ungewöhnliches und faszinierendes Werk geschaffen. Es beeindruckt durch ein assoziativ gestaltetes Libretto mit allegorischen Figuren voller Symbole und Anspielungen. In seiner Partitur verbindet Langgaard spätromantische Opulenz mit dem Detailreichtum eines Hindemith oder Schönberg zu einem persönlichen Stil voller dramatischer Intensität.

Eine Ausstellung sowie Vorträge und eine Gesprächsrunde u.a. mit Esben Tange (Rued Langgaard Festival), Per Erik Veng (Dänisches Kulturinstitut) und Jan Brachmann (FAZ) am Tag der Premiere ergänzen die Deutsche Erstaufführung und bieten Gelegenheit, den dänischen Komponisten umfassend kennenzulernen.

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer, Inszenierung: Anselm Dalferth, Bühne: Ralph Zeger, Kostüme: Mareile Krettek Luzifer /

Mit:  Eine Stimme: Peter Felix Bauer, Gottes Stimme (Sprechstimme): Ivica Novakovic, Die Rätselstimmung: Alexandra Samouilidou, Das Echo der Rätselstimmung: Saem You
Der Mund, der große Worte spricht: Nadja Stefanoff, Der Missmut: Geneviève King / Hyemi Jung*, Die große Hure: Vida Mikneviciute, Das Tier in Scharlach: Lars-Oliver Rühl
Die Lüge: Alexander Spemann, Der Hass: Michael Mrosek

ANTIKRIST:  Premiere 3.6.2018, weitere Spieltermine 10., 12. und 19.6.2018

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

München, Gärtnerplatztheater, Spielzeitpremiere DON GIOVANNI, 19.05.2018


Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

DON GIOVANNI  –  Wolfgang Am adeus Mozart

Spielzeitpremiere am 19. Mai 2018

Wolfgang Amadeus Mozarts Meisterwerk DON GIOVANNI feiert am 19. Mai Spielzeitpremiere im Gärtnerplatztheater. Don Juan zählt neben Faust und Don Quijote zu den bedeutendsten Figuren der europäischen Kulturgeschichte: Als Verführer und Vergewaltiger, Liebhaber und Mörder in einem wurde er zu einem anziehenden Mythos, der tausendfach in allen Formen der Kunst rezipiert und immer wieder neu gestaltet wurde. Als Archetyp des Frauenhelden fasziniert er Jung und Alt beiderlei Geschlechts und ist bald begehrter Wunschtraum und bewundertes Idol, bald gewissenloser Egomane und grausamer Dämon. Unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Anthony Bramall und in der gefeierten Inszenierung von Herbert Föttinger wird der ewige Schürzenjäger Don Giovanni ein für alle Mal in die Hölle geschickt.

Gärtnerplatztheater / Don Giovanni - Sophie Mitterhuber (Zerlina), Mathias Hausmann (Don Giovanni) © Thomas Dashuber

Gärtnerplatztheater / Don Giovanni – Sophie Mitterhuber (Zerlina), Mathias Hausmann (Don Giovanni) © Thomas Dashuber

DON GIOVANNI   von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo Da Ponte
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung  Anthony Bramall, Regie  Herbert Föttinger, Bühne  Walter Vogelweider, Kostüme   Alfred Mayerhofer, Licht   Michael Heidinger, Video   Raphael Kurig, Thomas Mahnecke,  Dramaturgie   David Treffinger

Mit – Mathias Hausmann / Matija Meic, Jennifer O’Loughlin / Sophia Brommer, Lucian Krasznec / Gyula Rab, Christoph Seidl, Camille Schnoor / Nadja Stefanoff, Matija Meic / Levente Páll, Timos Sirlantzis / Liviu Holender, Mária Celeng / Sophie Mitterhuber, Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz,  Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Spielzeitpremiere 19. Mai 2018,  Weitere Vorstellungen  Mai 21 / 29, 2018

—| Pressemeldung Staatstheater am Gärtnerplatz |—

 

Mainz, Staatstheater Mainz, Premiere LA CLEMENZA DI TITO – 27.01.2018, IOCO Aktuell

Januar 11, 2018 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Mainz

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

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LA CLEMENZA DI TITO von Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere am 27. Januar um 19.30 Uhr, weitere Spieltermine: 18., 20., 25.2. sowie 25.3., 4., 16. und 21.4.2018

Wie handelt ein idealer Herrscher unter extremen Bedingungen? Wie verhält er sich, wenn seine engsten Vertrauten ihn verraten? Der römische Kaiser Tito ist solch ein idealer Herrscher. Zugunsten des Staates entsagt er seiner Liebe zu der Ausländerin Berenice, zugunsten eines Freundes verzichtet er auf die Verbindung zu Servilia. Seine dritte Wahl Vitellia stellt sich schließlich als eifersüchtige Verräterin heraus, die seinen engsten Freund Sesto dazu anstiftet, ihn zu ermorden. Dem Brandanschlag auf den Palast lebend entkommen, begnadigt Tito die beiden Reumütigen.

Mit seiner letzten, kurz vor seinem Tod 1791 uraufgeführten Oper La clemenza di Tito hat Mozart ein Lehrstück über Milde und Verzeihen geschrieben. Während das Ancien Régime noch Vergeltung gefordert hätte, unterbricht Mozarts Tito den Teufelskreis aus Gewalt und Gegengewalt durch seine Gnade. Inhaltlich wie musikalisch nutzt Mozart die vorgegebene Seria-Form für musikdramatische Neuerungen im Sinne seiner aufklärerisch-humanistischen Ideale.

Musikalische Leitung: Samuel Hogarth, Inszenierung: Katrin Sedlbauer, Bühne: Stefan Heyne, Kostüme: Kirsten Dephoff, Chor: Sebastian Hernandez-Laverny, Dramaturgie: Ina Karr

Mit: Tito Vespasiano: Steven Ebel, Vitellia: Nadja Stefanoff, Servilia: Alexandra Samouilidou, Sesto: Geneviève King, Annio: Vero Miller / Maren Schwier (Junges Ensemble), Publio: Stephan Bootz, Chor des Staatstheater Mainz, Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Premiere am 27. Januar um 19.30 Uhr, weitere Spieltermine: 18., 20., 25.2. sowie 25.3., 4., 16. und 21.4.2018

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Mainz, Staatstheater Mainz, Norma von Vincenco Bellini, 05.01.2018

Januar 4, 2018 by  
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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

 Norma von Vincenco Bellini

Wiederaufnahme am 5. Januar, Weitere Vorstellungen am 16.1.;  4.3.; 31.3.2018

Nach der Premiere 1831 an der Mailänder Scala trat Vincenzo Bellinis Norma einen wahren Siegeszug durch die italienischen und auch anderen europäischen Opernhäuser an. Große Sängerinnen des 19. Jahrhunderts, darunter Maria Malibran und Jenny Lind, nahmen sich der Titelpartie an. Die Priesterin der Gallier, Orakel und Seherin, wurde zur Paraderolle für Belcanto- Sängerinnen: Äußere Konflikte werden sensibel-fein musikalisch nachvollzogen – mit Koloraturen und der sowohl von Wagner wie auch von Verdi gepriesenen „melodie lunghe, lunghe, lunghe“, dem nicht enden-wollenden melodischen Einfallsreichtum des Komponisten.

Grabstätte von Vincenco Bellini in Paris © IOCO

Grabstätte von Vincenco Bellini in Paris © IOCO

So wird Norma auch heute noch als leuchtendes Beispiel der Belcanto-Opern angesehen: Die Titelfigur zerbricht an dem Konflikt von privater Passion und öffentlicher Pflicht. Die gallische Priesterin ruft nämlich nicht zum Krieg gegen die römischen Besatzer, weil sie den Feind liebt – zwei Kinder hat sie mit dem römischen Prokonsul Pollione. Als dieser sich aber in die Novizin Adalgisa verliebt, muss Norma sich entscheiden – soll sie für ihre Liebe kämpfen oder den Wünschen ihres Volkes folgen?

Regisseurin Elisabeth Stöppler zeichnet in starken Bildern den Leidensweg Normas nach. Nadja Stefanoff als Norma und Marie-Christine Haase als Adalgisa beglaubigen dabei die berührenden Schicksale der Figuren – eine „glanzvolle Besetzung“, befand die Frankfurter Rundschau nach der Premiere.

Ästhetisch spielt die Inszenierung unter anderem mit der Bildwelt der Performancekünstlerin Marina Abramovic, die in ihren frühen, den Körper radikal ausstellenden, und ihren späten von extremer Konzentriertheit geprägten Arbeiten eine Art proto-religiöses Vorbild bildet. Norma, die Heilige, die Leidende, die Sich-Opfernde, steht im Zentrum des Abends.

NORMA von Vincenzo Bellini,  Wiederaufnahme am 5. Januar im Großen Haus Weitere Vorstellungen am 16.1. sowie am 4. und 31.3.2018. 

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