Köln, Oper Köln, Rusalka – Antonin Dvorak, 10.03.2019

Januar 31, 2019 by  
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Oper Köln

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Rusalka –  Antonín Dvorák

Premiere am 10. März 2019

Antonín Dvoráks 1901 in Prag uraufgeführte Märchenoper nimmt – so anrührend und pessimistisch ihre Handlung auch ist – durch berückende Stimmungsmalerei, ihren Reichtum an farbigen Melodien und große dramatische Wirkung für sich ein. Mit Rusalka gelang es Dvorák endlich auch seinen großen bühnendramatischen Impuls unter Beweis zu stellen.
Der musikalische Leiter Christoph Gedschold hat in jüngerer Zeit durch maßstabsetzende musikalische Interpretationen, u.a. an der Oper Frankfurt, auf sich aufmerksam gemacht. Regisseurin Nadja Loschky, Götz-Friedrich-Preisträgerin, ist eine der gefragtesten jungen Regisseurinnen.

Diese hochkarätig besetzte Produktion ist eine Kölner Erstaufführung. Die an allen großen Opernbühnen gefeierte Sopranistin Olesya Golovneva ist dem Kölner Publikum durch zahlreiche Interpretationen, u.a. als Violetta und Anna Bolena ein fester Begriff. Ihr zur Seite steht Mirko Roschkowski als Prinz. Der gefragte Tenor, mittlerweile u.a. als Lohengrin im Wagner-Fach angekommen, war zuletzt als Alfred in Strauß‘ Fledermaus an der Oper Köln zu erleben. Adriana Bastidas-Gamboa, Ensemblemitglied, verkörpert die fremde Fürstin, Samuel Youn, ebenfalls Ensemblemitglied und zugleich ein weltweit gefragter Bassbariton, wird den Wassermann geben.


Rusalka (Premiere)
So., 10. März › 18:00 Uhr
StaatenHaus, Saal 2

Besetzung:  Musikalische Leitung Christoph Gedschold, Inszenierung Nadja Loschky, Bühne Ulrich Leitner, Kostüme Irina Spreckelmeyer, Licht Nicol Hungsberg, Chorleitung Rustam Samedov, Dramaturgie Yvonne Gebauer, Georg Kehren

Mit:  Der Prinz › Mirko Roschkowski / Jeongki Cho / Dmytro Popov, Die fremde Fürstin › Adriana Bastidas-Gamboa, Rusalka › Olesya Golovneva / Ivana Rusko, Der Wassermann › Samuel Youn, Die Hexe › Dalia Schaechter, Der Heger › Insik Choi / Wolfgang Stefan Schwaiger, Der Küchenjunge › Vero Miller, 1. Elfe › Emily Hindrichs / Veronika Lee, 2. Elfe › Regina Richter, 3. Elfe › Judith Thielsen, Ein Jäger › Hoeup Choi, Chor der Oper Köln
Gürzenich-Orchester Köln

Premiere am 10. März 2019,   Weitere Vorstellungen, Mi, 13. März › 19:30 Uhr, Sa, 16. März › 19:30 Uhr, Fr, 22. März › 19:30 Uhr, So, 24. März › 16:00 Uhr, Do, 28. März › 19:30 Uhr, Sa, 30. März › 19:30 Uhr, Mi, 03. April › 19:30 Uhr, Fr, 05. April › 19:30 Uhr, So, 07. April › 18:00 Uhr

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Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere DIE KRÖNUNG DER POPPEA, 10.06.2017

Mai 16, 2017 by  
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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

DIE KRÖNUNG DER POPPEA von Claudio Monteverdi
(L’INCORONAZIONE DI POPPEA)

Opera musicale // Libretto von Giovanni Francesco Busenello // In
italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

PREMIERE 10.06.17, 19:30 Uhr, Die nächsten Vorstellungen 20.06., 30.06., 02.07., 05.07.,, 11.07.2017

Ein Reich am Rande des Abgrunds: Von außen wie von innen ist Kaiser Nerones Herrschaft bedroht. Und dennoch bleibt die Anziehungskraft der Macht ungebrochen. Brennend vor Ehrgeiz umgarnt Poppea den Herrscher Nero, um den Platz an seiner Seite zu erobern – auch wenn die Nähe des unberechenbaren Tyrannen durchaus Gefahren birgt. Unglücklicherweise stehen sowohl Nerones Ehefrau Ottavia als auch sein Lehrer, der Philosoph Seneca, Poppeas skrupellosen Aufstieg zu Liebe und Macht im Weg und sind keineswegs gewillt, ihre gehobenen Positionen kampflos aufzugeben. Im Gegenteil: Angesichts des drohenden persönlichen wie politischen Untergangs klammert sich jeder an seine schwindenden Privilegien und verteidigt sie um jeden Preis.

Grabstaette Claudio Monteverdi © IOCO

Grabstaette Claudio Monteverdi © IOCO

Zum ersten Mal in der noch jungen Geschichte des Musiktheaters brachte Claudio Monteverdi mit Die Krönung der Poppea – anstelle eines mythischen – einen historischen Stoff auf die Opernbühne. Die intrigenreiche Handlung erzählt von Erotik, Macht und Moral sowie ihrem Missbrauch – Themen, die heute noch genauso brisant sind wie bei der Uraufführung vor fast 400 Jahren und wie in der römischen Antike, in der die Oper spielt. 2017 gilt es, ein wichtiges Jubiläum der Musikgeschichte zu begehen: Zum 450sten Mal jährt sich der Geburtstag Monteverdis, der schon zu Lebzeiten als Göttlicher Claudio und »Orakel der Musik« bezeichnet wurde. Wie verdient diese Beinamen sind, beweist Die Krönung der Poppea in aller Nachdrücklichkeit. Dieser frühe Beitrag zur Operngeschichte weist weit über die eigene Zeit hinaus auf ein durchkomponiertes Gesamtkunstwerk, in dem Musik, Wort und Dramaturgie eine vollkommene Einheit bilden.

Überraschend modern wirken die ausgefeilte psychologische Motivierung aller Charaktere, die geradezu filmische Überblendung der Szenen und das engmaschige Netz an dramaturgischen Vor- und Rückbezügen. Auch wenn Monteverdi nicht davor zurückschreckt, die kalt-berechnende Erotik Poppeas, die kindische Brutalität Nerones oder die selbstgefällige Moral Senecas auszustellen, denunziert er seine Figuren jedoch nie und wertet nicht. Er entwirft lediglich ein Kaleidoskop menschlicher Verhaltensweisen. Statt von Göttern oder dem Schicksal,wie in den vorher entstandenen Opern, wird in Monteverdis letztem Werk der Mensch von seinen Trieben beherrscht. Nur folgerichtig, dass der Komponist es ablehnte, die Oper mit der vom Librettisten Giovanni Francesco Busenello vorgesehenen Apotheose enden zu lassen, und stattdessen ein Liebesduett einforderte, das in seiner erotischen Anziehungskraft lange unübertroffen blieb.

»So geht’s meiner Ansicht nach immer schlimmer abwärts mit dem Reich.« Zwei Soldaten sprechen heimlich untereinander aus, was alle wissen und doch niemand offen zu sagen wagt: Nerones egozentrische Regierungsführung hat alle an den Rand der Katastrophe geführt, Aufstände bedrohen das römische Reich von außen, moralischer Verfall, Korruption und Vetternwirtschaft zerfressen es von innen. Wie das Gefühl, in einem permanenten Ausnahmezustand zu leben – stets in Erwartung der persönlichen oder universellen Katastrophe –, das menschliche Verhalten beeinflusst, interessiert das Team um Regisseurin Nadja Loschky besonders. Im Bühnenbild von Ralf Käselau und den Kostümen von Gabriele Jaenecke spiegeln sich Dekadenz und Verfall einer untergehenden Diktatur sowie die unerbittliche Ausweglosigkeit des apokalyptischen Zustandes. Nach Puccinis Madama Butterfly und Brittens Death in Venice, die ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Kostümbildnerin Gabriele Jaenecke entstanden, ist Die Krönung der Poppea Nadja Loschkys dritte Inszenierung am Theater Bielefeld. In beiden erhaltenen Partituren der Krönung der Poppea ist der Orchesterpart nur in einem Notensystem notiert. Jede Aufführung stellt daher schon allein in der Entscheidung für eine Orchesterbesetzung eine Interpretation des historisch Überlieferten dar. Aus Mitgliedern der Bielefelder Philharmoniker formiert Kapellmeister Merijn van Driesten, Bielefelds Spezialist für historisch informierte Aufführungspraxis, ein Barockensemble bestehend aus Blockflöte, Trompeten, Schlagzeug, Harfe, Gambe, Theorben, Cembali, Orgel und solistisch besetzten Streichern. Mit intensivem musikalischen wie sprachlichen Stilcoaching durch ausgewiesene Kenner der Alten Musik bereiten sich die Bielefelder Philharmoniker wie auch die Sänger auf die besonderen Erfordernisse dieses Meisterwerks der venezianischen Oper des 17. Jahrhunderts vor.

Mit Ausnahme der Countertenor-Partie des Nerone besetzt das Theater Bielefeld alle Rollen aus dem Ensemble. Der amerikanische Countertenor Ray Chenez gibt hier sein Rollendebüt als Nerone. Cornelie Isenbürger nutzt als Poppea all ihre Verführungskraft, um an die Macht zu gelangen. In der Kaiserin Ottavia, gesungen von Melanie Kreuter, findet sie eine ihr im politischen Ränkespiel ebenbürtige Gegnerin. Auch Moon Soo Park als Seneca gelingt es nicht, Nerone zur Räson zu bringen. Als verstoßener Geliebter Poppeas, Ottone, gerät Evgueniy Alexiev zwischen die Fronten. Die Götter, die Dienergestalt annehmen, werden dargestellt von Katja Starke (Fortuna / Arnalta), Nohad Becker (Virtù / Die Amme) und Dorine Mortelmans (Amor / Damigella). Für heitere und liebevolle Momente sorgen Nienke Otten als in Ottone verliebte Drusilla und Hasti Molavian als Valetto. Lianghua Gong in den Rollen Liberto und Lucano sowie Caio Monteiro als Mercurio und Liktor stehen Nerone treu zur Seite. Mitglieder des Herrenchores des Bielefelder Opernchores übernehmen solistisch die Rollen der Soldaten, der Angehörigen des Seneca, der Konsuln und Tribune.

MUSIKALISCHE LEITUNG
Merijn van Driesten ist Kapellmeister und Studienleiter am Theater Bielefeld. Der gebürtige Niederländer studierte zunächst Klavier in Utrecht und Amsterdam sowie bei E. Koroliov in Hamburg. Nach einer freischaffenden Tätigkeit als Kammermusiker, Liedbegleiter und Dozent am Musikseminar Hamburg studierte er Dirigieren bei Prof. Christoph Prick an der Hamburger Musikhochschule. Ab 2007 arbeitete Merijn van Driesten an verschiedenen Theatern als Kapellmeister und Repetitor, wo er ein großes Repertoire an Bühnenwerken und Konzertliteratur spielte und dirigierte. Sein besonderes Interesse gilt dabei der Aufführungspraxis barocker und klassischer Musik, die er oft am Cembalo begleitet. Am Theater Bielefeld leitete er neben vielen Vorstellungen (z. B. Così fan tutte, Die Fledermaus, Tosca, Madama Butterfly und Die Zauberflöte) viele Kinderkonzerte und Opernproduktionen, darunter Händels Xerxes, die Wiederaufnahme von Tannhäuser und in 2016 die erfolgreiche europäische Erstaufführung von Dog Days des amerikanischen Komponisten David T. Little. Außerdem leitet er seit 2011 das Sinfonieorchester Paderborn.

INSZENIERUNG
Nadja Loschky, Jahrgang 1983, studierte Musiktheaterregie an der HfM »Hanns Eisler« in Berlin. Parallel zu ihrem Studium arbeitete sie bereits als Assistentin von Hans Neuenfels und als freie Regisseurin an den Städtischen Bühnen Osnabrück. An diesem Theater erarbeite sie in den folgenden Jahren ihre ersten Inszenierungen im Bereich Kinderund Jugendtheater. 2006 wurde ihre Interpretation von Frieds Monooper Das Tagebuch der Anne Frank zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin eingeladen. Es folgten weitere Engagements, unter anderem am Staatstheater Kassel. Im Anschluss an ihre praktische Diplomprüfung 2009 inszenierte Nadja Loschky u. a. auch an der Komischen Oper Berlin, am Theater Heidelberg, am Opernhaus Zürich, am Theater Aachen und am Luzerner Theater. Neben ihrer Regietätigkeit ist sie projektbezogen auch als Dozentin an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« sowie der UDK Berlin tätig. Loschky hat bereits mehrfach sehr erfolgreich am Theater Bielefeld gearbeitet: Für ihre Inszenierung von Madama Butterfly wurde sie 2015 mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet. Zuletzt konnte man hier ihre Interpretation von Benjamin Brittens Death in Venice erleben, wofür sie in der jährlichen Kritikerumfrage des Fachmagazins Opernwelt eine Nennung in der Kategorie »beste Regie« erhielt. Ab der Spielzeit 2017/18 ist sie Hausregisseurin der Musiktheatersparte am Theater Bielefeld.

BÜHNE
Ralf Käselau, Jahrgang 1972, wuchs in Plön, Schleswig Holstein auf und studierte an der HdK Berlin in der Bühnenbildklasse von Achim Freyer. Nach seinem Abschluss assistierte er an der Schaubühne Berlin. Seit 2001 ist Ralf Käselau freiberuflich als Bühnen- und Kostümbildner für Schauspiel und Musiktheater tätig. Wichtige Stationen waren unter anderem das Schauspiel Frankfurt / Main, Deutsches National Theater Weimar, Theater Heidelberg, Schauspielhaus Zürich, Theater Basel und das Residenztheater München. Produktionen mit den Regisseurinnen Corinna von Rad, Anna-Sophie Mahler und dem Regisseur Lorenzo Fioroni. Die Krönung der Poppea ist seine erste Zusammenarbeit mit Nadja Loschky und seine erste Arbeit für das Theater Bielefeld.

KOSTÜME
Gabriele Jaenecke wuchs in Heidelberg auf und studierte später Bühnenbild und Kostüm an der Akademie der bildenden Künste in München. Eine langjährige Assistentenzeit bei Jürgen Rose rahmte dieses Studium. Seit 1979 hat sie als selbständige Bühnen- und Kostümbildnerin in den Bereichen Oper, Schauspiel, Tanz und Film ca. 180 Produktionen im In und Ausland gestaltet. Unter zahlreichen anderen Häusern finden sich die Staatsopern von München, Wien und Hamburg, die Opernhäuser von Köln, Leipzig, Düsseldorf, das Edinburgh Festival, das Mariinsky Theater St. Petersburg, das Teatro Sao Carlos in Lissabon, De Nederlandse Opera Amsterdam, die Opernhäuser von Bern, Luzern und Dublin, Berlin, London, Porto, Wiesbaden, Saarbrücken, Kassel, Bonn, Braunschweig und viele andere mehr. Ihre Arbeit führte sie zusammen mit den Regisseuren Johannes Schaaf, Tim Coleman, Andreas Homoki, Andras Fricsay, Kirsten Harms, Ludger Engels, Sandra Leupold, Philipp Kochheim und wiederum vielen anderen. Mit Nadja Loschky verbindet sie seit 2010 eine enge Zusammenarbeit. Seit 1992 geht sie auch unterschiedlichen Lehrtätigkeiten nach, u. a. bei der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin in der Musiktheaterregieklasse, an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee in den Abteilungen Modedesign und Bühnenbild/Kostüm, an der Technischen Universität Berlin und der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Seit 2014 ist sie Professorin für Kostümgestaltung an der Hochschule für bildende Künste Dresden. Am Theater Bielefeld stattete Gabriele Jaenecke zuletzt Webers Der Freischütz aus.

BESETZUNG
Poppea Cornelie Isenbürger, Nerone Ray Chenez, Nerones Vertrauter Thomas Wilhelm, Drusilla Nienke Otten, Ottavia Melanie Kreuter, Fortuna / Arnalta Katja Starke, Virtù / Die Amme Nohad Becker, Amor / Damigella Dorine Mortelmans, Valletto Hasti Molavian, Ottone Evgueniy Alexiev, 1. Soldat Dumitru-Bogdan Sandu, 2., Soldat Vladimir Lortkipanidze, Liberto / Lucano Lianghua Gong, Seneca Moon Soo Park, Mercurio / Liktor Caio Monteiro, Angehörige des Seneca Lianghua Gong / Krzysztof Gornowicz /, Lutz Laible / Seung-Koo Lim / Vladimir, Lortkipanidze / Caio Monteiro / Ramon, Riemarzik / Carlos Rivas / Dumitru- Bogdan Sandu, Konsuln Lianghua Gong / Seung-Koo Lim /, Dumitru-Bogdan Sandu / Krzysztof, Gornowicz / Carlos Rivas, Tribune Lutz Laible / Caio Monteiro / Ramon Riemarzik, Amori Nohad Becker / Dorine Mortelmans /, Nienke Otten / Katja Starke

BIOGRAFIE DES GASTSÄNGERS
Ray Chenez wurde in Lockport, NY (USA) geboren und schloss sein Gesangsstudium an der State University of New York in Fredonia und an der Florida State University ab. Er ist Gewinner des George London Awards, der Metropolitan Opera National Council District Auditions und weiterer Wettbewerbe.

Die New York Times nannte ihn eine »Luxusbesetzung«, Opera News schrieb, er habe »eine exzellente Verbindung zum Text, eine superbe Stimmkontrolle und eine makellose Aussprache«, und Opera Britannia, sein »dramatischer Sopran strotzt vor Potenzial.« Sein höchst erfolgreiches Europadebüt gab er in der Rolle der Marzia in Leonardo Vincis Catone in Utica neben Max Emanuel Cencic und Franco Fagioli. Weitere Rollen waren Nutrice und Amore in Luigi Rossis Orfeo unter Raphaël Pichon, Athamas in Händels Semele unter Stephen Stubbs, Cherubino in Le Nozze di Figaro, Achille in Luigi Cherubinis Ifigenia in Aulide und the Sorceress in Purcells Dido and Aeneas. In der Saison 2015/16 sang er erstmals ein Konzert in der Carnegie Hall mit Bernsteins Chichester Psalms und gab ein Solo- Konzert mit Vivaldis Nisi Dominus, begleitet von Mercury: The Orchestra Redefined. In vergangenen Saisonen gab er Konzerte mit dem Repertoire von Vivaldi, Händel, Bach und Bernstein. In der Saison 2016/17 debütierte er als Hunahpú in Purcells The Indian Queen unter dem Dirigat von Teodor Currentzis, nahm die Rollen als Lutrice und Amore in Luigi Rossis Orfeo wieder auf (an der Opéra National de Bordeaux, am Théâtre de Caen und an der Opéra Royal de Versailles) und sang erstmals in London, als Olinto in Hasses Demetrio (in der Cadogan Hall). Am Theater Bielefeld gibt er sein Rollendebüt als Nerone in Monteverdis L’Incoronazione di Poppea. PMThBi

Musikalische Leitung : Merijn van Driesten, Inszenierung : Nadja Loschky, Bühne : Ralf Käselau, Kostüme : Gabriele Jaenecke, Dramaturgie : Yvonne Gebauer // Anne Christine Oppermann

Mit Evgueniy Alexiev // Nohad Becker // Ray Chenez // Lianghua Gong // Cornelie Isenbürger // Melanie Kreuter // Hasti Molavian // Caio Monteiro // Dorine Mortelmans // Nienke Otten // Moon Soo Park // Katja Starke // Thomas Wilhelm

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Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere Premiere MACBETH von Giuseppe Verdi, 17.09.2016

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Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

  MACBETH von Giuseppe Verdi

Pariser Fassung (1865) von Francesco Maria Piave und Andrea Maffei nach William Shakespeare In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere 17. September 2016 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: Mi 21.09. um 19.30 Uhr; Do 29.09. um 19.30 Uhr; So 02.10. um 15 Uhr; So 16.10 um 18 Uhr; Fr 21.10 um 19.30 Uhr; Fr 28.10. um19.30 Uhr; Fr 18.11. um 19.30 Uhr; Do 15.12. um 19.30 Uhr, Mi 21.12. um 19.30 Uhr; So 08.01. um 18 Uhr; Fr 20.01 um 19.30 Uhr; So 29.01. um 18 Uhr

Soiree: Di 13. Sep, 18.15 Uhr, Foyer, Großes Haus; Eintritt frei

Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann;, Regie: Nadja Loschky; Konzeptionelle
Mitarbeit: Yvonne Gebauer;, Bühne: Daniela Kerck;Kostüme:,  Claudio Pohle;
Dramaturgie: Annabelle Köhler, Mit: Nina Gravok, Melanie Lang; Daniel Moon, Ill-Hoon Choung, Emanuel Mendes, Philipp Kapeller, Opern- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters u.a., Oldenburgisches Staatsorchester

Macbeth und Banquo kehren als siegreiche Generäle aus dem Krieg heim, als ihnen Hexen Großes prophezeien: Macbeth soll König von Schottland werden, Banquo der Vater künftiger Könige sein. Lady Macbeth giert förmlich danach, ihren Mann auf dem Thron zu sehen. Sie stiftet ihn zum Königsmord an, den Macbeth trotz großer Gewissensbisse ausführt. Doch damit setzt sich ein Todesrad in Bewegung: Mitwisser und mögliche Konkurrenten müssen ausgeschaltet werden. Immer mehr Blut fließt. Letztendlich entsteht ein mörderischer Sog, der Macbeth und die Lady selbst in den Tod reißt.

Auf Basis von Shakespeares ebenso düsterem wie packendem Schauspiel wagt Verdi den ersten Schritt in eine völlig neue Dramatik. Nicht glatter Wohlgesang steht für ihn hier an erster Stelle, sondern Expressivität. Verdi überträgt also das Drama ins Musikalische: Die Stimmen werden zum individuellen Ausdruck des Charakters, das Orchester lässt eine rein floskelhafte Begleitung hinter sich und nimmt aktiv am musikdramatischen Geschehen teil. Durch atmosphärisch dichte Stimmungsmalerei wird es zum wichtigen Träger der Handlung. Dies ist umso bedeutender, als Verdi in seiner Oper nicht allein das Politdrama und die inneren Konflikte der handelnden Figuren akzentuiert wissen will, sondern gerade auch dem fantastischen Element, dem Eindringen des Übersinnlichen in die menschliche Welt, große Bedeutung beimisst.

Im 400. Todesjahr Shakespeares zeigt das Oldenburgische Staatstheater die überarbeitete Fassung des Werkes, die 1865 in Paris ihre Uraufführung erlebte und das Neuartige der Kompositionsweise noch stärker hervorhebt, als es die ursprüngliche Fassung tat. Für die Inszenierung zeichnet Nadja Loschky verantwortlich, die 2015 mit dem Götz- Friedrich-Preis ausgezeichnet wurde.

Premiere 17. September 2016 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: Mi 21.09. um 19.30 Uhr; Do 29.09. um 19.30 Uhr; So 02.10. um 15 Uhr; So 16.10 um 18 Uhr; Fr 21.10 um 19.30 Uhr; Fr 28.10. um19.30 Uhr; Fr 18.11. um 19.30 Uhr; Do 15.12. um 19.30 Uhr, Mi 21.12. um 19.30 Uhr; So 08.01. um 18 Uhr; Fr 20.01 um 19.30 Uhr; So 29.01. um 18 Uhr

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Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere – DEATH IN VENICE von BENJAMIN BRITTEN, 11.06.2016

Mai 11, 2016 by  
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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

DEATH IN VENICE (TOD IN VENEDIG) von BENJAMIN BRITTEN

PREMIERE 11.06.16, 19:30, weitere Termine: 14.06., 22.06., 30.06., 03.07., 07.07.16

 Libretto von Myfanwy Piper nach Tod in Venedig von Thomas Mann // In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Nach den erfolgreichen Produktionen der Britten-Opern Peter Grimes und The Rape of Lucretia in den vergangenen Jahren präsentiert das Theater Bielefeld mit Death in Venice nun das faszinierende letzte Bühnenwerk des britischen Komponisten.

Bielefeld / DEATH IN VENICE - Evgueniy Alexiev © Philipp Ottendörfer

Bielefeld / DEATH IN VENICE – Alexiev als Stimme des Dionysos © Philipp Ottendörfer

Regie führt Nadja Loschky, deren letztjährige Bielefelder Inszenierung von Madama Butterfly kürzlich mit dem renommierten Musiktheaterregie-Preis der Götz-Friedrich-Stiftung ausgezeichnet wurde. Benjamin Brittens Beschäftigung mit Tod in Venedig, der weltberühmten Novelle Thomas Manns, generierte sich wohl vor allem aus einer Faszination für die darin heraufbeschworenen Bilder innerer Zerrissenheit und brennender Sehnsucht, die sich in der labyrinthischen, dem Verfall anheim gegebenen Stadt mythenmächtig widerspiegeln. Sich seines eigenen nahenden Todes bewusst, reflektierte der Komponist auch sein eigenes Dasein und Wirken in der Hauptfigur: Der Schriftsteller Gustav von Aschenbach ist nach dem Tod seiner Frau in eine tiefe Lebens- und Schaffenskrise gestürzt. Verführt durch einen mysteriösen Fremden begibt er sich auf eine Reise und begegnet dem anmutigen jungen Polen Tadzio. In den Augen des Künstlers verkörpert dieser nicht nur jugendliche Frische und Vollkommenheit, sondern auch die Lebenskraft des Eros. Schon bald ist Aschenbach hin- und hergerissen zwischen beflügelnder Faszination für das Lebendige und Schöne auf der einen Seite und gefährlicher Begierde, Rauschzuständen und Entgrenzung auf der anderen. Er stürzt immer tiefer in eine selbstzerstörerische Obsession und verfällt mehr und mehr den Verlockungen des Todes.

In seinem späten Meisterwerk (1973) gelang es Britten und seiner Librettistin kongenial die Vielschichtigkeit der Vorlage Thomas Manns auszugestalten. So beschwört Brittens Musik die irisierende Welt der Lagunenstadt herauf, in der ein mephistophelisch vielgestaltiger Bariton ebenso Platz findet wie  ein göttlicher Countertenor. Die Figur des polnischen Jungen Tadzio konzipierte Britten als Tänzer und entrückte ihn so auf raffinierte Weise in eine dem Protagonisten unerreichbare Sphäre. Angereichert mit Stilzitaten aus indonesischer Gamelanmusik,  die auf subtile Weise mit Kompositionstechniken des 20. Jahrhunderts verbunden sind, reflektiert die impressionistisch schillernde Opernpartitur – atmosphärisch, emotional und von großer Schönheit – sowohl die Innenwelt des scheiternden Künstlers als auch den faszinierenden Kosmos des Sehnsuchtsorts Venedig.

Der innere Konflikt Aschenbachs wird in Nadja Loschkys Inszenierung zu einem auf offener Bühne ausgetragenen Kampf um Leben und Tod. In surrealen, (alb-)traumhaften Bildern, die aus Assoziationen an die mythenumwobene Lagunenstadt entstehen und von Todesnähe sprechen, erwecken sie und ihr Team die Antagonismen zum Leben, die den ausgeschöpften, lebensmüden Künstler kurz vor seinem Tod beschäftigen.

Musikalische Leitung Pawel Poplawski
Inszenierung Nadja Loschky
Bühne Ulrich Leitner
Kostüme Gabriele Jaenecke, Moritz Haakh
Choreographie Thomas Wilhelm
Dramaturgie Larissa Wieczorek

BESETZUNG
Gustav von Aschenbach Alexander Kaimbacher
Der Reisende/ältliche Geck/ alte Gondoliere/Hotelmanager/ Coiffeur des Hauses/Priester/ Anführer Straßensänger/
Stimme des Dionysos Evgueniy Alexiev
Die Stimme Apollos Clint van der Linde
Tadzio Gieorgij Puchalski
Erdbeerverkäuferin/ Französisches Mädchen/ Straßensängerin Nienke Otten
Lido-Bootsmann/ Restaurantkellner/ Englischer Reisebüro-Angestellter Caio Monteiro
Hotelportier/Straßensänger Lianghua Gong
Russisches Kindermädchen/ Bettlerin Hasti Molavian

Mit  Solisten des Opernchores // Bielefelder Opernchor // Bielefelder Philharmoniker //
Statisterie des Theaters Bielefeld // Kinderstatisterieder JunOs und der Theaterballetts

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