München, Bayerische Staatsoper, Der Rosenkavalier – Regie Barrie Kosky, IOCO Kritik, 25.03.2021

März 25, 2021 by  
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Bayerische Staatsoper München

Bayerische Staatsoper München © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München © Wilfried Hösl

Der Rosenkavalier   –  Richard Strauss

– Der kleine Tod –

Musikalische Leitung: VladimirJurowski,  Inszenierung: Barrie Kosky, Video- on-Demand

von Hans-Günter Melchior

 Barrie Kosky Regisseur © IOCO

Barrie Kosky Regisseur © IOCO

Er schleicht immer wieder über die Bühne, ein uralter Cupido auf wackeligen, altersschwachen Beinen und mit zerfurchtem Gesicht, ach ja, die Liebe, und alles hat seine Zeit und die Feldmarschallin (großartig, eindringlich, melancholisch Marlies Petersen) darf sich noch einmal hin-legen und bereit sein für ihren jungen Liebhaber (Octavian Samantha Hankey), bevor der Baron Ochs (Christoph Fischesser) hereinpoltert und von seiner bevorstehenden Hochzeit mit der Tochter des neureichen Faninal (Johannes Martin Kränzle), dieser kapriziösen und modernen Sophie (Katharina Konradi) schwärmt. Ohne dabei zu vergessen, der attraktiven Kammerzofe Avancen zu machen und der nicht minder attraktiven Feldmarschallin auf dem Sofa immer näher zu rücken, während diese ihm auf dem engen Sitzmöbel auszuweichen sucht. Denn der Kerl ist zweifellos ein Blödmann, der hinter dem Geld her ist und auf dummdreiste Art die neue Zeit dumpf begreift, ohne den Ansehensverlust seiner Klasse akzeptieren zu können.

Der Rosenkavalier – Bayerische Staatsoper
youtube Trailer Bayerische Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Die neue Zeit und die Melancholie des Alters, der Neureiche und der dünkelhafte, faktisch bereits abgedankte Adel – politisch und vor allem finanziell –, bleibt doch dem Ochs, der den richtigen Namen hat, nichts weiter als der ständige Hinweis auf seine hohe Geburt, die freilich nicht ausreicht, dem Tölpel standesgemäße Manieren beizubringen.

Das alles ist großartig gemacht, Rokoko-Einlagen wechseln fast übergangslos ins Moderne über, die Zeitgrenzen verwischen, während die Musik unter der selbstbewussten Leitung von Vladimir Jurowski alles Süßliche und die allzu verschnörkelte Walzerseligkeit meidet und mit klaren Konturen, die zuweilen dann, wenn sie ins Hochdifferenzierte und nahezu Fahle übergehen, an Wagner erinnern, und die eine eigene und höchst eigenwillige Handlung neben dem Gesang der Akteure auf der Bühne vorantreibt. Und dennoch bringt Jurowski dies alles zusammen, schafft die Einheit in der Vielfalt. So, dass man von dem künftigen Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper einiges erwarten darf.

Hochkompliziert ist diese Oper in solcher Auffassung, geradezu hinweisend ausgestellt in ihrer Komplexität, so dass man Richard Strauss den so oft beklagten Rückfall ins Konventionelle und Bürgerlich-Verträgliche nach der aufrüttelnden Elektra, die mit ihren vertrackten Harmonien die Atonalität streift, kaum noch anmerkt.

Der Rosenkavalier – Barrie Kosky und … führen ein
youtube Trailer Bayerische Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Über vier Jahrzehnte lange glaubte man in München, außer der Inszenierung von Otto Schenk gebe es gar keine andere Auffassung dieses bissigen Stücks, über das Hugo von Hofmannsthals Text wie Streusel eine Unmenge französischer Floskeln und stehender Ausdrücke schüttet, die die Affektiertheit einer Klasse verdeutlichen, die sich nur noch in Sprüchen erschöpft.

Und immer wieder dieser altersschwache Cupido oder Amor, der mit hämischer Grimasse über die Bühne schleicht und die Uhr zurückdreht oder zum Stehen bringt und endlich darin oder hinter ihr verschwindet, die Zeit, ja, die Zeit ist ein seltsam Ding, ein seidiger, nicht fassbarer Stoff ohne Anfang und Ende und doch eine das Leben langsam vernichtende Macht, da alles nunmal seine Zeit hat.

So vielleicht auch diese Pandemie, die die Anwesenheit eines Publikums ausschloss. Was für ein kaum zu behebender Mangel bei dieser so erfrischend neuen Produktion des Rosenkavalier in der Regie von Barrie Kosky.

Immerhin sendet die

Bayerische Staatsoper  —   noch 27 Video-on-demand-Aufführungen

Der  Rosenkavalier /  Buchen Sie – Link HIER!  

Nicht versäumen!

 

—| IOCO Kritik Bayerische Staatsoper München |—


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Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Verzauberte Welt – Digitale Vorpremiere, 19.12.2020

Dezember 11, 2020 by  
Filed under Livestream, Oper, Pressemeldung, Staatsoper Stuttgart

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Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

 Verzauberte Welt – Digitale Vorpremiere

Das Musiktheater von und für alle zwischen 6 und 106 Jahren“ mit Musik von Maurice Ravel und in der Regie von Schorsch Kamerun wird am 19. Dezember im kostenlosen Livestream gezeigt. Dennis Russell Davies dirigiert.

Eine digitale Vorpremiere für die „Verzauberte Welt“: Kurz vor Weihnachten hätte Schorsch Kameruns Inszenierung mit Musik von Maurice Ravel Premiere im Opernhaus gefeiert. Nun wird am Premierentag eine digitale Vorpremiere des Musiktheaters von und für alle zwischen 6 und 106 Jahren“ stattfinden: Ab 18 Uhr ist die Aufführung unter www.staatsoper-stuttgart.de/live für die User kostenfrei abrufbar.

Die musikalische Leitung dieser Produktion hat der ehemalige Stuttgarter Generalmusikdirektor Dennis Russell Davies. Im Mittelpunkt des Abends steht Maurice Ravels Oper L’Enfant et les sortilèges (Das Kind und die Zauberdinge) auf ein Libretto von Sidonie-Gabrielle Colette. Darin geht es um ein rebellierendes Kind, das von der Mezzosopranistin Diana Haller verkörpert wird. Ob aus purer Trotzstimmung oder als bewusste Auflehnung gegen Leistungsdruck und Normen: Als Reaktion auf eine Bestrafung explodiert das Kind, zerstört die es umgebenden Dinge und malträtiert Tiere. Doch diese leisten ihrerseits Widerstand und öffnen dem Kind auf einem phantastischen Erfahrungstrip Augen und Ohren für die Zusammenhänge der Welt.

Sänger und Theatermacher Schorsch Kamerun möchte herausfinden, wie junge Menschen heute in die Zukunft blicken, was sie wütend macht und wobei sie nicht mehr mitmachen wollen. Sie hinterfragen die Spielregeln einer aus den Fugen geratenen Welt und erfinden neue. Gemeinsam mit dem Dirigenten Dennis Russell Davies sowie Schüler*innen verschiedenen Alters hat er diesen Opernabend entwickelt, erweitert um Ravels Märchensuite Ma Mère L’Oye (Meine Mutter Gans) sowie eigene Songs und Texte. Die Inszenierung ist konzipiert für „alle zwischen 6 und 106 Jahren, die ihre Hausaufgaben gerne machten und solche, die sie nie machen werden, für Lernfreudige, Unbelehrbare, Suchende, Träumende, für Zweifelnde und Mutige.“

Vor dem Livestream werden Intendant Viktor Schoner und Regisseur Schorsch Kamerun das Publikum begrüßen, außerdem wird Elena Tzavara, die Leiterin der Jungen Oper im Nord, eine kurze Einführung zum Werk und zur Inszenierung geben.

Die Premiere der Produktion ist aktuell für Februar 2021 geplant. Termine werden Mitte Januar 2021 bekannt gegeben, der Kartenverkauf beginnt am 25. Januar 2021.

Der Livestream wird ermöglicht durch den Digitalpartner der Staatsoper Stuttgart, die Landesbank Baden-Württemberg. „Ich freue mich, unser Engagement auch in diesen unsicheren Zeiten fortführen und sogar intensivieren zu können. Die Digitalpartnerschaft zwischen der LBBW und der Staatsoper Stuttgart ist mittlerweile ein fester Bestandteil unserer Zusammenarbeit – und in einer Zeit, in der kein regulärer Spielbetrieb stattfinden kann, wichtiger denn je“, so LBBW-Vorstandsmitglied Karl Manfred Lochner, verantwortlich für das konzernweite Unternehmenskundengeschäft.

Digitale Vorpremiere

Verzauberte Welt
Musiktheater für Alle im Livestream
19.12.2020, 18 Uhr
www.staatsoper-stuttgart.de/live

 

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—


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Düsseldorf, Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Tristan und viel mehr – Spielplan Dezember 2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Oper und Ballett am Rhein –  Dezember 2020


Oper am Rhein


Mittwoch, 02.12.
19.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Weihnachten mit Freunden
Festlicher Abend für den Freundeskreis und alle Opernfreunde

Eine schöne Tradition zum Jahresende ist das festliche Gala-Konzert, das die Deutsche Oper am Rhein ihrem Freundeskreis als Dank für dessen Unterstützung schenkt. Es ist auch für alle anderen Opernfreunde geöffnet und bietet in diesem Jahr die Gelegenheit, das neu formierte Opernstudio näher kennen zu lernen: Die sechs Nachwuchssolistinnen und -solisten Ekaterina Aleksandrova, Sander de Jong, Luvuyo Mbundu, Jake Muffett, Andrei Nicoara und Anna Rabe präsentieren die schönsten Arien und Ensembles mit weihnachtlichem Flair auf der großen Bühne. Für Mitglieder des Freundeskreises ist der Eintritt zum Konzert frei.


Donnerstag, 03.12.  19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
 
Donnerstag, 17.12.  19.30 Uhr
Theater Duisburg

 Tristan und Isolde – 1. Aufzug – PREMIERE
von Richard Wagner – Bearbeitung von Eberhard Kloke

Nach dem furiosen „Ring am Rhein“ präsentiert die Deutsche Oper am Rhein im Dezember ein weiteres exklusives Wagner-Erlebnis: An drei aufeinander folgenden Abenden zeigt sie Tristan und Isolde in einer Inszenierung von Dorian Dreher und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober mit einem Weltklasse-Ensemble um Kammersängerin Linda Watson, Tenor Michael Weinius und Kammersänger Hans-Peter König. Der erfahrene Dirigent und Komponist Eberhard Kloke nimmt hierfür eine intime Bearbeitung der Tristan-Partitur vor, in der das Orchester auch räumlich zum Protagonisten wird.


Samstag, 05.12.  19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
 
Freitag, 18.12.   19.30 Uhr
Theater Duisburg

Tristan und Isolde – 2. Aufzug – PREMIERE:
von Richard Wagner in der Bearbeitung von Eberhard Kloke


Sonntag, 06.12.  18.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
 
Samstag, 19.12.  19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE:
Tristan und Isolde – 3. Aufzug –  PREMIERE:
von Richard Wagner in der Bearbeitung von Eberhard Kloke


Freitag, 04.12.  18.00 Uhr
Theater Duisburg

Meister Pedros Puppenspiel von Manuel de Falla  –  PREMIERE

Drei Sängerinnen und Sänger, zwei Puppenspieler, ein Orchester und ein Live-Video: In dieser ungewöhnlichen Verbindung präsentiert die Deutsche Oper am Rhein Manuel de Fallas phantasievollen Operneinakter Meister Pedros Puppenspiel. Mit glutvollen spanischen Klängen hat de Falla ein Motiv aus Cervantes? Don Quijote zum Leben erweckt: Dem berühmten Ritter von der traurigen Gestalt geht während einer Puppenspielaufführung dermaßen die Fantasie durch, dass er mit blanker Waffe die Bühne stürmt…

Die luftschlosshafte Wirklichkeit, die Don Quijote irgendwo zwischen Traum und Realität bewohnt, wird von Filmemacher Torge Möller (fettFilm), Ilaria Lanzino und dem Düsseldorfer Marionetten-Theater mit Live-Video in Szene gesetzt. Mit ihrer phantasievollen Umsetzung und einer Spieldauer von 45 Minuten eignet sie sich auch hervorragend für junge Besucher ab 6 Jahren.


Montag, 07.12. 18.00 Uhr   Opernhaus Düsseldorf
OPERNWERKSTATT

Romeo und Julia – Kammeroper von Boris Blacher

Schon einige Tage vor der Premiere stellen die Dramaturginnen und Dramaturgen der Deutschen Oper am Rhein die neuen Produktionen vor und geben Einblicke in den künstlerischen Arbeitsprozess. In Podiumsgesprächen sprechen Mitwirkende über das Werk, geben interessante Informationen über Hintergründe und künstlerische Zusammenhänge und stellen die Grundzüge ihrer Inszenierung vor. Eine öffentliche Probe mit den beteiligten Künstlern sowie den Düsseldorfer Symphonikern oder Duisburger Philharmonikern vermittelt im Anschluss einen ersten Eindruck von der neuen Produktion.

Der Eintritt ist frei, und es ist keine Anmeldung erforderlich.


Dienstag, 08.12.  18.00 Uhr
Theater Duisburg
Opernwerkstatt

Masel Tov! Wir gratulieren!  –   Mieczys?aw Weinberg

Schon einige Tage vor der Premiere stellen die Dramaturginnen und Dramaturgen der Deutschen Oper am Rhein die neuen Produktionen vor und geben Einblicke in den künstlerischen Arbeitsprozess. In Podiumsgesprächen sprechen Mitwirkende über das Werk, geben interessante Informationen über Hintergründe und künstlerische Zusammenhänge und stellen die Grundzüge ihrer Inszenierung vor. Eine öffentliche Probe mit den beteiligten Künstlern sowie den Düsseldorfer Symphonikern oder Duisburger Philharmonikern vermittelt im Anschluss einen ersten Eindruck von der neuen Produktion.

Der Eintritt ist frei, und es ist keine Anmeldung erforderlich.


Freitag, 11.12.  19.30 Uhr
Theater Duisburg

Masel Tov! Wir gratulieren – Mieczyslaw Weinberg – PREMIERE

In der Küche brodelt das Leben. Das ist bei guten Partys so und auch in Mieczyslaw Weinbergs Kammeroper „Masel Tov!“ ist es die Basis für eine höchst lebendige und komödiantische Liebesgeschichte. Drei Bedienstete und ein fliegender Buchhändler treffen dort während der Vorbereitungen für die Verlobung der Tochter des Hauses zusammen. Es wird geflirtet und gelästert, Alkohol ist ebenfalls reichlich im Spiel, und so kommt es zu unerwarteten Wendungen im Beziehungsgeflecht der Bediensteten, die in zwei Verlobungen münden. Weinberg, den man vor allem in Verbindung mit seiner Oper Die Passagierin kennt, zeigt sich in Masel Tov! von einer ganz anderen Seite: Klezmermelodien geben der Partitur gemeinsam mit aus der jiddischen Musiktradition heraus intonierten Walzer-, Polka- und Galoppformen eine ganz eigene Farbe.


Sonntag, 13.12.    11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Weihnachten in Lied und Wort

Zu den Highlights des Düsseldorfer Adventskalenders zählt das traditionelle „Weihnachten in Lied und Wort“: ein festlicher Vormittag im Opernhaus, zu dem Mitglieder des Sängerensembles und des Opernchores stimmungsvolle Weihnachtsmusik präsentieren. Der aus Serien wie „Tatort“, „Rosenheim Cops“ und „Polizeiruf“ bekannte Schauspieler und Sprecher Stefan Wilkening liest Texte zur Weihnachtszeit. Kurator des Programms und Begleiter am Klavier ist Ex-Operndirektor Stephen Harrison. Mit Sandra Michaela Diehl, Sylvia Hamvasi, Sander de Jong, Susan Maclean, Jake Muffett, Bohyeon Mun, Franziska Orendi, Volker Philippi und Beniamin Pop.


Mittwoch, 16.12.   18.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Hänsel und Gretel  – Engelbert Humperdinck

Der Winter-Klassiker Hänsel und Gretel darf auch in dieser Saison nicht fehlen: Engelbert Humperdincks Oper nach dem bekannten Märchen der Gebrüder Grimm kehrt zur Weihnachtszeit in gekürzter Neufassung an die Deutsche Oper am Rhein zurück. Schon seit mehr als 50 Jahren verzaubert das Stück in der fantasievoll-bunten Inszenierung von Andreas Meyer-Hanno das Publikum in Düsseldorf und Duisburg. Die aktuell geltenden Auflagen machten eine Überarbeitung notwendig, die den Klassiker zurück zu seinen Wurzeln bringt: Bevor Humperdinck aus der Erzählung „große Oper“ machte, brachten der Komponist und seine für das Libretto verantwortliche Schwester Adelheid Wette Hänsel und Gretel mit großem Erfolg als singspielartige Haustheater-Aufführung im eigenen Wohnzimmer heraus. Die szenische Neueinstudierung von Esther Mertel in einer Fassung für Kammerensemble entdeckt den Zauber der kleinen Besetzung wieder.


Samstag, 19.12.
19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE Romeo und Julia
von Boris Blacher

Während drinnen ein rauschender Ball die Gemüter erhitzt, treffen sich Romeo und Julia am Rande des Geschehens – und wissen sofort: Es ist Liebe auf den ersten Blick. Weil sie aber tödlich verfeindeten Familien angehören und Julia am nächsten Morgen eigentlich Paris heiraten soll, ist ihre Liebe zwar unsterblich, aber vor allem verboten. Das Schicksal nimmt seinen tragischen Lauf.

Boris Blacher hat 1943 mit seiner Vertonung der Tragödie William Shakespeares eine Kammeroper geschaffen, die in ihrer Ausgespartheit ein kleines Wunder ist. Er konzentrierte und verdichtete den Stoff auf seine Essenz: das Schicksal von Romeo und Julia. Eine tragende Rolle übernehmen dabei der Solistenchor sowie Chansons, die das Scheitern dieser großen Liebe immer wieder humorvoll und untergangstrunken brechen und kommentieren.

Regisseur Manuel Schmitt, der u.a. bereits bei den Opernfestspielen der Bayerischen Staatsoper, dem Staatstheater Nürnberg, dem Theater Trier und dem Musiktheater im Revier inszenierte, erarbeitet mit „Romeo und Julia“ erstmals eine Produktion für die Deutsche Oper am Rhein.


Donnerstag, 31.12.
18.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
SILVESTERWUNSCHKONZERT
Alle guten Wünsche!

Zum Ausklang des alten Jahres darf das Publikum der Deutschen Oper am Rhein das Programm selbst gestalten: Auf der Website operamrhein.de und in den sozialen Netzwerken gibt es vorab die Gelegenheit, über Lieblings-Arien abzustimmen, die dann von Mitgliedern des Ensembles und den Düsseldorfer Symphonikern auf die Bühne des Opernhauses gebracht werden. Unter der Leitung von Aziz Shokhakimov gestalten Liana Aleksanyan, Valerie Eickhoff, Luiza Fatyol, Anna Harvey, Elena Sancho Pereg, Ramona Zaharia, Eduardo Aladrén, Bogdan Baciu, Jorge Espino, Ovidiu Purcel, Luke Stoker und Bogdan Talos das Wunschkonzert. Moderiert wird der musikalische Übergang ins neue Jahr von Stephen Harrison.


Ballett am Rhein


Dienstag, 08.12.
18.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
BALLETTWERKSTATT
Geschlossene Spiele
Ein Ballettabend mit einer Uraufführung von Demis Volpi

Schon einige Tage vor der Premiere stellen die Dramaturginnen und Dramaturgen des Ballett am Rhein das neue Programm vor und geben Einblicke in die künstlerische Arbeit im Probenprozess. Interessante Informationen über Hintergründe und Zusammenhänge sowie das Erleben einer Probe geben allen Tanzbegeisterten die Möglichkeit, Künstler und Choreographie näher kennen zu lernen.

Der Eintritt ist frei, und es ist keine Anmeldung erforderlich.


Freitag, 11.12.
20.00 Uhr
Tonhalle
PREMIERE
Prometheus Dis.order
Ein multimediale Klang-, Licht- und Tanz-Inszenierung zu Ballettmusik von Ludwig van Beethoven und einer Komposition von Charles Ives

Die Tonhalle leuchtet: Eine spektakuläre Lichtinszenierung der Medienkünstler Nick & Clemens Prokop katapultiert Beethovens Ballettmusik „Die Geschöpfe des Prometheus“ ins Heute. Im kuppelförmigen Saal entfaltet sich eine Bühnenskulptur, die unterschiedliche Facetten von Licht kombiniert und kontrastiert: dynamische 3D-Effekte, leuchtend bewegte Wände, Funkenwürfe, Blitze und Lavaströme werden zu Sinnbildern von Prometheus‘ titanischem Tun und dessen Konsequenzen.

Mitten in dem medialen Spektakel spielt die Choreographie von Virginia Segarra Vidal, in der Prometheus von drei Compagnie-Mitgliedern des Ballett am Rhein getanzt wird: Michael Foster, Philip Handschin und Marjolaine Laurendeau verkörpern dessen gespaltenes, zwischen Menschenliebe, Größenwahn und Destruktion changierendes Wesen. Virginia Segarra Vidal ist seit 2011 Mitglied des Ballett am Rhein und wird in ihrem Bestreben als Choreographin aktiv gefördert. Mit „Prometheus Dis.order“ entsteht bereits ihre zweite Arbeit für die Compagnie.

Unter der Leitung von Alexandre Bloch spielen die Düsseldorfer Symphoniker.


Samstag, 12.12.
19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE
Geschlossene Spiele
Ein Ballettabend mit einer Uraufführung von Demis Volpi

In einem argentinischen Lokal treffen Menschen aufeinander, die auf den ersten Blick wenig zu verbinden scheint. Ein Richter wiegt in der Mittagspause pedantisch seine Möhren, eine amerikanische Touristin möchte ein Huhn um Erlaubnis fragen es zu verspeisen, die Kellner fallen wie aus dem Nichts in Ohnmacht, ein Kunde versucht über Stunden seine Koffer aufzugeben, scheitert aber letztlich am bürokratischen Apparat. Absurd-surreale Begegnungen verweben sich zu einem virtuosen Diskurs über Gerechtigkeit, Recht und Unrecht, und die Idee des Menschen, in fairer Art und Weise über das Schicksal anderer bestimmen zu können. Als Grundlage für sein erstes Handlungsballett als neuer Chefchoreograph hat Demis Volpi ein Schauspiel von Julio Cortázar gewählt, das mit Scharfsinn nicht nur seinen ursprünglichen Hintergrund, nämlich die Zeit der Militärdiktatur Argentiniens unter J. R. Videla seziert, sondern auch heute noch als Gesellschaftsparabel funktioniert.


Donnerstag, 31.12.
18.00 Uhr
Theater Duisburg
BALLETT-SILVESTERGALA
Der gute Rutsch

Für die letzten Stunden des Jahres bittet im Theater Duisburg das Ballett am Rhein zum Tanz und präsentiert ein Gala-Programm, das alles andere wird als „the same procedure as every year“. Mit Fantasie, Grazie und Power stimmt das Bewegungs-Feuerwerk auf der Bühne bestens auf einen gut gelaunten Jahreswechsel ein.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—


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Hof, Theater Hof, Ivo Hentschel – Musikdirektor ab 2021, IOCO Aktuell, 20.10.2020

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Theater Hof

Theater Hof © Foto: Thomann

Theater Hof © Foto: Thomann

Ivo Hentschel – neuer Musikdirektor und Chefdirigent ab 2021

Ivo Hentschel, *1976, wuchs in der Nähe von Stuttgart auf und studierte bis 2007 an der Musikhochschule Mannheim Klavier und Dirigieren. 2006 war er Preisträger im internationalen Jorma-Panula-Dirigierwettbewerb. 2011 wurde er mit dem Preis des Freundeskreises am Theater Heidelberg ausgezeichnet und 2013 war er Sonderpreisträger des Deutschen Dirigentenpreises.

Seine Theaterlaufbahn begann Ivo Hentschel als Dirigent und Korrepetitor am Theater der Stadt Heidelberg. Bereits in der Spielzeit 2013/14 führte ihn ein Engagement als 1. Kapellmeister und stellvertretender Musikdirektor ans Theater Hof, bevor er von 2014 bis 2017 als 1. Kapellmeister am Staatstheater Cottbus verpflichtet war. Anschließend war er Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin für das Jahr ohne amtierenden Generalmusikdirektor und ist seitdem mit diesem Haus als regelmäßiger Gastdirigent eng verbunden. Darüber hinaus dirigierte er als Gast unter anderem an den Theatern Bern, Bonn und Lübeck, am Nationaltheater Mannheim und eine Opernproduktion mit der Kammerakademie Potsdam.

Theater Hof / Ivo Hentschel - kommender Musikdirektor am Theater Hof © Uwe Arens

Theater Hof / Ivo Hentschel – kommender Musikdirektor am Theater Hof © Uwe Arens

Als Konzertdirigent stand er u.a. am Pult des Konzerthausorchesters Berlin, des Orchesters der Komischen Oper Berlin, des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie Koblenz, der Neuen Philharmonie Westfalen und der Jenaer Philharmonie. Ivo Hentschel kann auf zahlreiche Konzertdirigate in ganz Deutschland und internationale Einladungen zurückblicken. Seit 2019/2020 ist er Erster ständiger Gastdirigent am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Ab der Spielzeit 2021/2022 wirkt er als Musikdirektor und Chefdirigent am Theater Hof, wo er das dann sanierte Haus mit Cherubinis Medea neu eröffnen wird. Außerdem betreut er als musikalischer Leiter die deutschsprachige Erstaufführung von Helena Citrónová von Somtow Sucharitkul und Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti.

„Mit Ivo Hentschel kommt ein sehr vielseitiger Künstler als Musikdirektor an unser Haus, der sowohl im klassischen Musiktheater, als auch in den Bereichen Operette und Musical viel Erfahrung mitbringt. Er kennt das Haus, weil er bereits in der Spielzeit 2013/14 äußerst erfolgreich als 1. Kapellmeister am Theater Hof engagiert war. Wir, also Theaterleitung, Solisten, Chor und Hofer Symphoniker, freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und auf Musiktheater auf höchstem Niveau“, sagt Intendant Reinhardt Friese

„Das Theater Hof bietet in jeder seiner vier Sparten einen herausragend vielfältigen Spielplan. Ich freue mich außerordentlich auf die Aufgabe, diesen als Musikdirektor und Chefdirigent mitzugestalten und ihn gemeinsam mit dem Ensemble, dem Chor, den Hofer Symphonikern und allem Mitarbeitern des Theaters in großer Lebendigkeit und Qualität für unser Publikum umzusetzen“, so Ivo Hentschel.

—| IOCO Aktuell Theater Hof |—


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