Dresden, Semperoper, Premiere Il viaggio a Reims, 28.09.2019

September 16, 2019 by  
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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Erste Premiere der Spielzeit 2019/20 am 28. September 2019 – Laura Scozzi seziert europäische Befindlichkeiten

Gioachino Rossinis Oper »Il viaggio a Reims/Die Reise nach Reims« eröffnet am Sonnabend, den 28. September 2019, an der Semperoper Dresden den Premierenreigen der Saison 2019/20.
Eigens für die Krönungsfeierlichkeiten Karl X. schuf Rossini als monarchistisches Auftragswerk seine ungewöhnliche und personell aufwendige Komposition um eine Gruppe von europäischen »Individualreisenden«, deren unerwarteter Reisestopp nach einigen Turbulenzen in einem Nationalitäten umarmenden Fest endet. Zum ersten Mal kommt das 1825 uraufgeführte Werk nun in Dresden zur Aufführung, wo sich das Opernpublikum neben den Leistungen der Koloraturinterpreten auf das »Gran pezzo concertato a 14 voci«, das außerordentliche vierzehnstimmige A-capella-Ensemble, freuen darf. Unter der Musikalischen Leitung von Francesco Lanzilotta begleitet die Sächsische Staatskapelle Dresden das hochkarätige Ensemble unter anderem um Elena Gorshunova, Maria Kataeva und Tuuli Takala sowie Maurizio Muraro, Edgardo Rocha und Georg Zeppenfeld. Der Sächsische Staatsopernchor Dresden verabschiedet sich mit dieser Produktion von seinem langjährigen Chordirektor, Jörn Hinnerk Andresen, der im Oktober dem Ruf einer Professur ans Mozarteum Salzburg folgt.

Bereits 2012 brachte die in Paris lebende italienische Regisseurin Laura Scozzi Rossinis Nationen kolorierendes Dramma giocoso als aberwitziges Euro-Panoptikum auf die Bühne des Nürnberger Staatstheaters. Für die Dresdner Inszenierung folgt sie der Einladung Peter Theilers, diesen Gedanken mit Bezug auf aktuelle europäische Befindlichkeiten weiterzuentwickeln und die sich jeder konkreten Handlung entziehende Charakterstudie einer multikulturellen Reisegesellschaft den aktuellen politischen Strömungen anzupassen. Mit der Inszenierung für die Semperoper Dresden setzt Peter Theiler zu Beginn seiner zweiten Spielzeit als Intendant den Anspruch an ein sowohl der Tradition wie der Moderne verpflichtetes Musiktheater fort, das auf künstlerisch höchstem Niveau zur Auseinandersetzung mit zeitlos aktuellen Gesellschaftsthemen anregt.

Gioachino Rossini »Il viaggio a Reims/Die Reise nach Reims«

Premiere am Sonnabend, 28. September 2019 um 18 Uhr in der Semperoper Dresden.

Weitere Vorstellungen am 3., 6., 9., 20., 25. Oktober und 4. November 2019.

Werkeinführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Karten für die Vorstellungen sind an der Schinkelwache am Theaterplatz (T +49 (0)351 4911 705) und online erhältlich. Weitere Informationen unter semperoper.de

—| Pressemeldung Semperoper Dresden |—

Flensburg, Schleswig-Holsteinisches Landestheater, Aschenputtel – Oper für Kinder, 25.08.2019

Schleswig-Holsteinisches Landestheater

Stadttheater Flensburg © Stadttheater Flensburg

Stadttheater Flensburg © Stadttheater Flensburg

 ASCHENPUTTEL – Oper für Kinder

zum Beginn der neuen Spielzeit steht eine märchenhafte Wiederaufnahme auf dem Spielplan des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters: ASCHENPUTTEL als Oper für Kinder mit der Musik von Gioachino Rossini. Die ersten Vorstellungen findeen am Sonntag, dem 25. August und am 14.9.2019, jeweils 16.00 Uhr  in der Kleinen Bühne Flensburg statt;  am   1. September und 2. September 2019, jeweils um 16.00 Uhr in den Kammerspielen Rendsburg im Rahmen des Rendsburger Herbstes. Weitere Termine sind sowohl für Familien als auch für Schulklassen zunächst im September und Oktober geplant.

Oper für Kinder nach den Brüdern Grimm mit Musik von Gioachino Rossini von Peter Geilich und Cecilia Ward ab 6 Jahren. Ob aus den Sammlungen der Brüder Grimm oder in der Fassung des französischen Dichters Charles Perrault: Fast jeder kleine oder große Märchenfreund kennt die zauberhafte Geschichte von Aschenputtel. Sie ist den Launen ihrer ungerechten Stiefmutter und der hochmütigen Stiefschwester Clorinda ausgesetzt, die sich von vorn bis hinten bedienen lassen. Die Aufregung ist groß, als der Prinz Ramiro ein Fest ankündigt, auf dem er seine Braut auswählen will. Ihm ist wichtig, eine Frau zu finden, die ihn wirklich liebt, und ihn nicht nur heiraten will, weil er ein Prinz ist. Von Aschenputtel, ihrer Ehrlichkeit und Bescheidenheit ist er sofort fasziniert. Und auch sein Freund Dandini findet Aschenputtel viel sympathischer als die anderen eingebildeten Mädchen, die Ramiros Frau werden wollen.  Doch sie darf eigentlich nicht auf den Ball ….

Außerdem kämpft natürlich auch ihre Stiefschwester um die Gunst Ramiros – und so schnell gibt die nicht auf! Wer bekommt wohl den Prinzen und darf am Ende auf dem Schloss die Hochzeit feiern?

25.08.2019 | 16.00 Uhr | Aschenputtel – Flensburg, Kleine Bühne


Ebenso zauberhaft wie die Erzählung ist die Musik von Gioachino Rossini. Er war schon zu Lebzeiten, vor etwa 200 Jahren, sehr berühmt – ; vielleicht sogar die Nummer eins unter den damaligen italienischen Komponisten. Seine Oper LA CENERENTOLA, hier in Auszügen zu hören, gehört zu Recht zu den meistgespielten Märchenopern der Welt. Rossini war noch nicht einmal 25 Jahre alt, als er 1817 in Windeseile die Musik zu seiner amüsanten, märchenhaften Verwechslungskomödie komponierte. ASCHENPUTTEL wird in der Fassung von Cecilia Ward und Peter Geilich ab Ende August bereits in der zweiten Spielzeit am Schleswig-Holsteinischen Landestheater zu erleben sein.

DAS TEAM HINTER DEN KULISSEN –  Hinweise für die Kleinen

Neben den Sängerinnen und Sängern, die ihr auf der Bühne sehen könnt, arbeiten noch viele andere Menschen an einem Theaterstück mit. Vielleicht habt ihr auch schon einmal Theater gespielt. Dann wisstihr, dass es immer auch jemanden gibt, der das Geschehen auf der Bühne ordnet und die Proben leitet.

In der Schule ist das oft eine Lehrerin oder ein Lehrer. Im Theater nennt man diese Aufgabe Regie führen und im Fall von ASCHENPUTTEL ist Cecilia Ward die Regisseurin. Ihre Idee war es, die verschiedenen Varianten des Märchens zusammenzubringen und Elemente zu vermischen. Gemeinsam mit dem Musikalischen Leiter Peter Geilich hat sie Lieder herausgesucht, die meisten sind aus einer Oper, die LA CENERENTOLA heißt und die die französische und italienische Variante von ASCHENPUTTEL zur Grundlage hat.

Peter Geilich könnt ihr auch auf der Bühne sehen, er spielt Klavier und ist demzufolge auch der Pianist. Die Bühne ist nicht leer, wenn ihr das Stück anschaut, sondern es gibt ein Bühnenbild. Ihr kennt dafür vielleicht den Begriff Kulisse. Die Idee zu diesem Bühnenbild hatte Julia Scheeler, ebenso wie die für die Kostüme. Den dazugehörigen Beruf nennt man Bühnen- und Kostümbildnerin. Gebaut wurde das Bühnenbild von Bühnenmaler*innen, Schreiner*innen, Schlossern und Dekorateur*innen. Die Kostüme wurden von Schneiderinnen genäht. Einige sind auch am Vorstellungstag dabei und helfen den Sänger*innen in ihre Kostüme, vor allem, wenn diese sich schnell umziehen müssen.

 Es klappert die Mühle

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp klapp!
Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach, klipp klapp!
Er mahlet das Korn zu dem kräftigen Brot,
und haben wir dieses, so hat‘s keine Not. Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp.

Flink laufen die Räder und drehen den Stein, klipp klapp!
Und mahlen den Weizen zu Mehl uns so fein, klipp klapp!
Der Bäcker dann Zwieback und Kuchen draus bäckt,
der immer den Kindern besonders gut schmeckt. Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp.

Die dritte Strophe wird in der Oper nicht gesungen, wenn Sie das Lied mit den Kindern aber vollständig singen wollen, enthalten wir Ihnen den Text für diese Strophe natürlich nicht vor:

Wenn reichliche Körner das Ackerfeld trägt, klipp klapp!
Die Mühle dann flink ihre Räder bewegt, klipp klapp!
Und schenkt uns der Himmel nur immerdar Brot,so sind wir geborgen
und leiden nicht Not.Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!

—| Pressemeldung Schleswig-Holsteinisches Landestheater |—

Mainz, Staatstheater Mainz, OPERNGALA – Markus Müller moderiert, 25.08.2019

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

OPERNGALA –  ZUR SPIELZEITERÖFFNUNG
25. August  – 18 Uhr

„Ich wusste es genau … die Zukunft gehört uns“ (Je le savais bien … l’avenir est à nous), singen Dorin Rahardja und Eric Laporte im Duett aus Hoffmanns Erzählungen. Und geben damit am kommenden Sonntag den optimistischen Grundton für die Opernsaison 2019/20 vor, die mit der Operngala im Großen Haus eröffnet wird. Die Sommerpause ist beendet, auf den Probebühnen wird bereits intensiv gearbeitet, wir freuen uns auf die neue Spielzeit! Solistinnen und Solisten des Ensembles, das Philharmonische Staatsorchester Mainz sowie der Opernchor machen mit musikalischen Kostproben aus Wiederaufnahmen und Premieren Lust auf den kommenden Spielplan – neben Hoffmanns Erzählungen erklingen unter anderem Arien aus Boris Godunow, Manon Lescaut, Al gran sole carico d’amore sowie erste Ausschnitte aus dem Musical The Producers. Durch den Abend führt wie gewohnt Markus Müller.

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer, Samuel, Hogarth, Robert Houssart, Paul, Johannes Kirschner, Leitung Opernchor: Sebastian Hernandez-Laverny, Moderation: Markus Müller

Mit: Marie Christine Haase, Solenn‘ Lavanant-Linke,, Dorin Rahardja, Alexandra Samouilidou, Maren, Schwier, Linda Sommerhage, Nadja Stefanoff; Derrick, Ballard, Peter Felix Bauer, Stephan Bootz, Brett, Carter, Michael Dahmen, Alin Deleanu, Vincent Doddema,, Steven Ebel, Michael Kamp, Eric Laporte,, Johannes Mayer, Alexander Spemann, Philharmonisches Staatsorchester Mainz, Opernchor Mainz

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

Bochum, Ruhrtriennale, Auftakt 2019 in der Ruhr-Universität Bochum, 21.08.2019

August 19, 2019 by  
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Ruhrtriennale

Ruhrtriennale / Auftakt-Pressekonferenz © Daniel Sadrowski/Ruhrtriennale 2019

Ruhrtriennale / Auftakt-Pressekonferenz © Daniel Sadrowski/Ruhrtriennale 2019

Ruhrtriennale 2019 –  Start 21.8.2019

Christoph Marthaler eröffnet –  Uni Hörsaal ist Bühne und Zuschauerraum

Mitte kommender Woche startet die diesjährige Ruhrtriennale mit einer Vielzahl von Ur- und Erstaufführungen in das sechswöchige Festival der Künste. Intendantin Stefanie Carp: „Ich freue mich auf neue ästhetische Erfahrungen, auf den Austausch mit dem Publikum und auf interessante Begegnungen.“

Victor Ullmann, von den Nazis ermordet - Stolperstein © IOCO

Victor Ullmann, von den Nazis ermordet – Stolperstein © IOCO

Das Festival wird mit der Premiere von Christoph Marthalers Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend  am 21. August 2019 im Audimax der Ruhr-Universität Bochum eröffnet. Der futuristische Hörsaal ist in Christoph Marthalers Kreation sowohl Bühne als auch Zuschauerraum. Die Besucher*innen finden sich in einem imaginierten Parlament wieder. In diesem erklingt die Musik von Komponisten wie Viktor Ullmann, Jósef Koffler, Szymon Laks, Pavel Haas, Fritz Kreisler und Erwin Schulhoff, die während des Nationalsozialismus deportiert, ermordet und in die Emigration gezwungen wurden. Das Ensemble u.a. mit den Schauspieler*innen Josef Ostendorf und Bettina Stucky sowie der Sängerin Tora Augestad verwebt Text und Musik zu einer dystopischen Zukunftsvision, die ein Bewusstsein für die aktuelle politische Lage in Europa schafft.

Jan Lauwers und die Needcompany erzählen in der Uraufführung All the good am 22. August in der Maschinenhalle Zweckel in Gladbeck biografische Geschichten um Verlust und Hoffnung. Es geht um den ehemaligen Elitesoldaten Elik Niv und die Künstlerfamilie Lauwers. Sie begegnen sich zu einem Zeitpunkt, wo Krieg und Terror eine neue Gegenwärtigkeit erlangt haben. In einem Strom aus assoziativen Bildern, Musik, Tanz, Kostümen, Masken und Sprache erforscht Jan Lauwers zusammen mit der Needcompany Techniken des autobiografischen Erzählens.

Auch Heiner Goebbels setzt sich in seiner neuen Kreation Everything that Happened and Would Happen, deren Deutsche Erstaufführung am 23. August in der Jahrhunderthalle Bochum stattfindet, mit der europäischen Geschichte der letzten einhundert Jahre auseinander. Mit einem internationalen Ensemble aus Tänzer*innen, Performer*innen und Musiker*innen verbindet der Komponist und Theatermacher in seiner multimedialen Inszenierung Patrik Ouredníks Text „Europeana“ mit unkommentierten, tagesaktuellen Nachrichtenbildern des Fernsehsenders Euronews sowie Bühnenbildfragmenten aus seiner Inszenierung Europeras 1 & 2.

Die Junge Triennale, vertreten durch das furchtlose Nachwuchskünstler*innenkollektiv Mit Ohne Alles, beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Thema Macht. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung sind ab dem 23. August unter #nofear: Macht den Weg frei bei PACT Zollverein in Essen zu sehen. Zusammen mit dem Theaterkollektiv Berlocken aus Berlin haben die Jugendlichen Interviews, Workshops und Begegnungen im Essener Stadtteil Katernberg zu einer Performance verdichtet.

Ruhrtriennale 2019
youtube Trailer der Ruhrtriennale
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Neben diesen neuen Kreationen bietet die Ruhrtriennale auch wieder verschiedene kostenlos zugängliche Formate an. Am 23. August eröffnet beispielsweise der Third Space auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum. raumlaborberlin hat die Teile des Transall-Flugzeugs vollkommen neu angeordnet, um einen Ort für Kunst und Begegnungen zu schaffen. Im Third Space findet während des gesamten Festivals ein vielfältiges Programm bestehend aus Workshops, Performances, Konzerten, Lesungen und Partys statt, das zu Austausch und Diskurs einlädt. Verbindendes Thema sind Dialog und Essen, was insbesondere in dem kulinarischen Format „Dialog am Schneidebrett“ mit verschiedenen Künstler*innen und Gästen zu erleben ist. Am ersten Festivalwochenende stehen raumlaborberlin beim Dialog am Schneidebrett Rede und Antwort, Eva Meyer-Keller zeigt ihre Performance „Death is Certain“ und es wird Tango Argentino getanzt. Ein weiteres Highlight ist die Cabin Crew Night Ende September in der junge Künstler*innen aus Nordrhein-Westfalen ihre Performances zeigen. Ebenfalls im Third Space ist ein Teil der Video-Installation von Barbara Ehnes Arbeit „?????????? – Archive of Messages: Words in Motion“ zu finden. Für ihre Installation hat die Künstlerin Einzelpersonen und subkulturelle Initiativen im krisenerfahrenen Griechenland und dem Ruhrgebiet zu ihrem Verständnis von Solidarität befragt. Diese Interviews sind als beständig wachsendes Archiv während des Festivals auch im Glaspavillon am Modehaus Baltz in der Bochumer Innenstadt und in der Rottstraße zu sehen. Im Dialog mit der Arbeit findet am 6. September das „Concert in Motion“ im Third Space statt, in dem das griechische Rebetiko auf Neue Musik von Eleftherios Veniadis trifft. Der Eintritt zum Third Space und allen dort stattfindenden Veranstaltungen ist frei.

Die ebenfalls frei zugängliche architektonische Sound-Installation Bergama Stereo des türkischen Künstlers Cevdet Erek zeigt eine Nachbildung des berühmten Pergamon-Altars in der Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle Bochum. Der monumentale Lautsprecherfries kann ab dem 25. August besucht werden. Während des Festivals findet in der Installation außerdem ein abwechslungsreiches Konzertprogramm u.a. mit traditioneller Musik aus der Region um Bergama, DJ-Sets und elektronischer Musik statt. Den Anfang machen Cevdet Erek, Gökhan Deneç und Saba Arat, die bei Bergama Stereo Variations + Davul Step 2 einen Live-Remix der über 30 Audio-Kanäle der Installation mit den Klängen der Zylindertrommel Davul kombinieren.

Mit Sound und anderen Medien beschäftigt sich auch der Künstler Tony Cokes in seiner Multimedia-Installation Mixing Plant, die am 22. August in der Mischanlage auf Zeche Zollverein in Essen eröffnet. Im Beitrag von Urbane Künste Ruhr zur Ruhrtriennale setzt sich der US-amerikanische Künstler mit den politischen Bezügen regionaler und internationaler Clubmusik auseinander und verwebt animierten Text, gefundenes Bildmaterial, monochrome Farbflächen und Popmusik zu einer Mehrkanal-Installation. Der Eintritt zur Installation und zum Rahmenprogramm sind frei.

Bis zum 29. September sind in den ehemaligen Industriehallen des Ruhrgebiets 164 Veranstaltungen zu erleben. Zu den Höhepunkten zählen unter anderem die Barockoper Dido and Aeneas, Remembered (ab 28.8.), die um eine Variation der Arie Remember me des finnischen Jazz-Gitarristen Kalle Kalima ergänzt wurde und von David Marton inszeniert wird sowie Kornél Mundruczós Interpretation von György Ligetis „Requiem“, die er gemeinsam mit den Bochumer Symphonikern, dem lettischen Staatschor und den Darsteller*innen des Proton Theaters in Evolution (ab 5.9.) realisiert.

Einige Tage vor dem Start der Ruhrtriennale ist Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH, zufrieden mit dem Vorverkauf: „Wir freuen uns sehr über das große Interesse an unseren Veranstaltungen. Zu den besonders nachgefragten Produktionen gehören ‚Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend‘ von Christoph Marthaler, ‚Everything that Happend and Would Happen‘ von Heiner Goebbels, ‚Evolution‘ von Kornél Mundruczó, ‚Chapter 3‘ von Sharon Eyal und ‚Coro‘ mit Chorwerk Ruhr und den Duisburger Philharmonikern unter der musikalischen Leitung von Florian Helgath. Auch wenn einige Vorstellungen bereits ausverkauft sind, gibt es für die meisten Produktionen noch Karten.

Für die Ruhrtriennale 2019 kommen mehr als 800 beteiligte Künstler*innen aus rund 35 Ländern ins Ruhrgebiet, um 35 Produktionen und Projekte – davon 14 Ur- und Erstaufführungen – in 14 unterschiedlichen Spielstätten in Bochum, Duisburg, Essen und Gladbeck zu zeigen.

—| Pressemeldung Ruhrtrienale |—

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