Leipzig, Oper Leipzig, Premiere Der Rebell des König Cinq-Mars, 20.05.2017

Mai 15, 2017 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig / Der Rebell des Königs Cinq Mars ©Tom Schulze OL

Oper Leipzig / Der Rebell des Königs Cinq Mars ©Tom Schulze OL

 Der Rebell des Königs (Cinq-Mars) von Charles Gounod

WIEDERENTDECKTE MANTEL– UND DEGENOPER

Nach 140 Jahren wird am Samstag 20. Mai, 19 Uhr die Mantel- und Degenoper Der Rebell des Königs oder Cinq-Mars von Charles Gounod wieder auf einer Opernbühne zu sehen sein.

Zum letzten Mal wurde die Oper 1878 in Paris aufgeführt und verschwand dann aufgrund eines Mangels an Sängern aus dem Repertoire. Die Partitur der vorliegenden Fassung konnte mit der Unterstützung des Palazzetto Bru Zane, dem wichtigsten Forschungszentrum für französische Musik der Romantik, erstellt werden.

Der packende Historien-Krimi rund um die verbürgte Geschichte des hingerichteten Verschwörers Marquis de Cinq-Mars ist eine Besonderheit für die Opernwelt, frankophiles Publikum und Freunde des historischen Abenteuerromans. Zwischen Verrat, geschickten Intrigen und Manipulationen steuern alle Beteiligten um den Emporkömmling Cinq-Mars und dessen Geliebte, Prinzessin Marie de Gonzague, auf ein dramatisches Ende zu. Zwischen König Ludwigs XIII. und Kardinal Richelieu hin- und hergerissen verliert der junge und schöne Marquis seinen Kopf.

Oper Leipzig / Der Rebell des Königs Cinq Mars ©Tom Schulze OL

Oper Leipzig / Der Rebell des Königs Cinq Mars © Tom Schulze OL

Für die Inszenierung ist der Opernregisseur Anthony Pilavachi wieder zu Gast an der Oper Leipzig. Der geborene Zypriot hat bisher über 80 Inszenierungen erfolgreich auf die Bühne gebracht und zeichnete in Leipzig für die Inszenierungen von  Rigoletto und  The Ghost of Canterville / Pagliacci verantwortlich. Am Pult des Gewandhausorchesters steht zum ersten Mal der Dirigent David Reiland. Seit 2012 ist er Chefdirigent des Orchestre de Chambre du Luxembourg und seit 2014 künstlerischer Berater und erster Gastdirigent der Opéra de Saint-Étienne. In Zusammenarbeit mit dem Palazzetto Bru Zane und dem Münchner Rundfunkorchester hat er darüber hinaus die Werke von Benjamin Godard eingespielt. Mit der Titelpartie ist ebenfalls erstmalig der französische Tenor Mathias Vidal zu Gast an der Oper Leipzig. Als Cinq-Mars debütierte Vidal mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Ulf Schirmer in den konzertanten Aufführungen des Werkes im Münchner Prinzregententheater sowie im Spiegelsaal von Versailles.

Paris / Der Spiegelsaal von Versailles - Pracht des Barock © IOCO

Paris / Der Spiegelsaal von Versailles – Pracht des Barock © IOCO

Ein Symposium um die weitgehend vergessene Oper von Charles Gounod beleuchtet am Premierentag, 20. Mai, ab 11 Uhr diesen Schatz der Musikgeschichte in Vorträgen und Gesprächen unter Beteiligung von Musik-, Literatur- und Geisteswissenschaftlern.

Premiere : Der Rebell des Königs (Cinq-Mars)  20.5.2017, weitere Termine: 27.5.2017, 11.6.2017, 20.1.2018, 11.2.2018, 11.3.2018

 

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München, Münchner Rundfunkorchester, Ivan Repusic – Nachfolger von Ulf Schirmer, IOCO Aktuell, 29.04.2017

Münchner Rundfunkorchester ©   BR / Johannes Rodach

Münchner Rundfunkorchester ©   BR / Johannes Rodach

Münchner Rundfunkorchester

Münchner Rundfunkorchester und Ivan Repusic

„Wir spielen unter die Haut“ – Das Motto von Ivan Pepusic

Ivan Repusic, geboren 1978 in Kroatien, ist bereits seit 2011 auf Deutschen Bühnen zu Hause. Noch Generalmusikdirektor in Hannover löst Ivan Repusic mit Beginn der kommenden Spielsaison 2017/18 Ulf Schirmer als Leiter des Münchner Rundfunkorchesters ab. Ulf Schirmer leitete das Münchner Rundfunkorchester  dann elf Jahre.

 Ivan Repusic - Leiter des Münchner Rundfunkorchesters © BR / Julia Müller

Ivan Repusic – Leiter des Münchner Rundfunkorchesters © BR / Julia Müller

Der junge kroatische Dirigent, der sich u.a. als GMD der Staatsoper Hannover, als Erster Ständiger Gastdirigent der Deutschen Oper Berlin und als gesuchter Gastdirigent an den renommierten Häusern Europas einen Namen machen konnte, hat das Münchner Rundfunkorchester bereits vor seinem Amtsantritt sehr erfolgreich in drei Konzerten dirigiert.

Ivan Repusic möchte neue Akzente setzen, das bisherige jedoch nicht vernachlässigen, neue unbekannte Werke von Verdi in die Öffentlichkeit bringen, verschiedene Chöre aus anderen Ländern einladen, und wie bereits heute schon fest steht wird das ungarische Rundfunkorchester in München zu Gast sein, das  Orchester eine Gelegenheit haben in Budapest zu spielen. Tourneen nach Baden-Baden, Luzern und Wien sind geplant. Repusic harmoniert bereits hervorragend mit dem Orchester, sie werden also in Zukunft wie angekündigt „unter die Haut spielen“, alle BR-Fans werden sich auf die kommende Saison freuen können.

Der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, hatte schon anlässlich der Vertragsunterzeichnung im Juni 2016 betont: „Mit der Berufung einer so herausragenden Künstlerpersönlichkeit zum neuen Chefdirigenten des Münchner Rundfunkorchesters unterstreicht der Bayerische Rundfunk aufs Neue den hohen Stellenwert, den er seinen Klangkörpern im Allgemeinen und dem Münchner Rundfunkorchester im Besonderen beimisst.“
Auch der Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks, Martin Wagner, ist mit der Wahl des kroatischen Dirigenten (Jahrgang 1978) sehr zufrieden: Wir sind stolz, dass wir mit Ivan Repušic einen so renommierten Künstler für das Amt des Chefdirigenten beim Münchner Rundfunkorchester gefunden haben – sein jugendlicher Elan korrespondiert auf das Beste mit dem jung gebliebenen Münchner Rundfunkorchester!“

Die Begeisterung über den neuen Chefdirigenten ist auch bei den Mitgliedern des Münchner Rundfunkorchesters groß: „Im Zeitalter der Digitalisierung und Internationalisierung haben wir in Ivan Repušic einen hochsensiblen, ernsthaften und begeisternden Chefdirigenten gefunden, der die gute Arbeit der letzten Jahre in höchster Qualität weiter entwickeln wird. Wir freuen uns auf die kommenden Jahre mit ihm!“ so Orchestervorstand Ralf Klepper.
Ivan Repušic selbst sieht der neuen Aufgabe mit großer Freude entgegen: „Bereits in unserer ersten Zusammenarbeit habe ich erfahren können, was für ein wunderbares Orchester das Rundfunkorchester des BR ist: brillante Musikerinnen und Musiker, voller Musizierfreude, Enthusiasmus und Engagement – und mit großer und begeisterter Seele für die Musik!“

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