Hannover, Staatsoper Hannover, Stephan Zilias – Neuer Generalmusikdirektor, IOCO Personalie, 16.04.2020

Staatsoper Hannover

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Stephan Zilias – Generalmusikdirektor ab Spielzeit 2020/21

Staatsoper Hannover / Intendantin Laura Bermann © Franz Bischof

Staatsoper Hannover / Intendantin Laura Bermann © Franz Bischof

Laura Berman, Intendantin der Staatsoper Hannover,  hat nach Abschluss eines breit angelegten Auswahlverfahrens, Stephan Zilias als neuen Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover vorgeschlagen. Es bestand Einigkeit im Aufsichtsrat darüber, die Verhandlungen mit Stephan Zilias zum Abschluss zu bringen. Damit wird zum Beginn der Spielzeit 2020/21 die Stelle nach einjähriger Vakanz wieder besetzt: Vorgänger  Ivan Repušic hatte 2017, als Nachfolger von Ulf Schirmer (IOCO berichtete,  link HIER)  die Leitung des Münchner Rundfunkorchesters übernommen.

„Ich bin glücklich, dass unser ausführlicher Auswahlprozess, in den viele Mitarbeiter*innen der Staatsoper eingebunden waren, zu einem neuen Generalmusikdirektor geführt hat, der bei allen im Haus auf positive Resonanz trifft. Die Zeit, die wir uns genommen haben, war extrem hilfreich, hat der Staatsoper gut getan und gezeigt, dass das Haus sich einig ist“, äußert sich Intendantin Laura Berman.Ich freue mich auf einen Partner, den ich als Dirigenten und Musiker mit großer Sorgfalt, Mitgefühl für seine Mitmenschen und ganz großem Herzen kennengelernt habe.“

Energiegeladen, leidenschaftlich, überzeugend und risikofreudig: Stephan Zilias, zur Zeit Kapellmeister an der Deutschen Oper Berlin, hat im Herbst 2019 an der Staatsoper Hannover die Wiederaufnahme von Salome geleitet sowie das 4. Sinfoniekonzert Verwandlungen mit Werken von Henri Dutilleux, Béla Bartók und Robert Schumann dirigiert.

„Ich fühle mich tief geehrt, zum Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover ernannt worden zu sein. Es ist eine wunderbare Aufgabe mit großer Verantwortung, auf die ich mich aus vollem Herzen freue. Ich hatte das Vergnügen, in den letzten Monaten mit dem fantastischen Orchester und den Sänger*innen des Ensembles schon intensiv arbeiten zu können. Ich freue mich auf die Arbeit mit Laura Berman, dem Ensemble, mit Orchester, Chor und den Teams von Staatsoper und Staatsballett. Gemeinsam werden wir uns neuen Herausforderungen stellen und alles daransetzen, die lange und exzellente Musiktradition in Hannover fortzuführen und neue Impulse zu setzen – einer Stadt, die meiner Familie und mir bald zur neuen Heimat werden wird,“ so der designierte Generalmusikdirektor Stephan Zilias.

Staatsoper Hannover / Stephan Zilias - kommender Generalmusikdirektor © Simon Pauly

Staatsoper Hannover / Stephan Zilias – kommender Generalmusikdirektor © Simon Pauly

Stephan Zilias studierte Klavier und Dirigieren in Köln, Düsseldorf und London. Zu seinen Lehrern zählten Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich (Klavier), sowie Volker Wangenheim, Rüdiger Bohn und Colin Metters (Dirigieren). Wichtige musikalische Impulse erhielt er durch Meisterkurse bei Bernard Haitink, Gianluigi Gelmetti und Ilan Volkov.

Bereits während seiner Studienzeit wirkte er als Dirigent und musikalischer Assistent von Markus Stenz an der Oper Köln, wo er 2011 mit drei Vorstellungen von Wozzek debütierte. Prägende Erfahrungen sammelte er auch als Assistent von Edward Gardner und Thomas Hengelbrock an der English National Opera bzw. bei den Pfingstfestspielen Baden-Baden und bei Stefano Montanari an der Opéra de Lyon.

Im Sommer 2013 debütierte er mit Die Zauberflöte auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele. Nach zwei Spielzeiten als Repetitor und Kapellmeister am Staatstheater Mainz, folgte er 2014 dem Ruf ans Theater Lüneburg als 1. Kapellmeister, bevor er 2015 in der gleichen Rolle an die Oper Bonn berufen wurde. Dort dirigierte er die gefeierten Inszenierungen von Madama Butterfly, La bohème, Turandot, Le nozze di Figaro, Don Giovanni, Cosi fan tutte, Die Zauberflöte, Il barbiere di Siviglia, Lucia di Lammermoor, La Traviata, Rusalka, Carmen und Philip Glass‘ Akhnaten. Während seiner Amtszeit in Bonn war er aktiv an den Bildungs- und Vermittlungsprogrammen des Beethoven Orchesters beteiligt. Zu seinen weiteren symphonischen Erfahrungen gehörten Konzerte mit den Hofer Symphonikern und dem Orchestre Symphonique de Mulhouse.

In der Saison 2018/19 wurde Stephan Zilias Kapellmeister und Assistent von Donald Runnicles an der Deutschen Oper Berlin. In der vergangenen Saison dirigierte er Wiederaufnahmen von La Traviata, Die Zauberflöte, Die Fledermaus, Carmen und Neuproduktionen von Wozzeck, La Sonnambula und Detlev Glanerts neuer Oper Oceane.

Zu Beginn der Spielzeit 2019/20 gab er sein Hausdebüt an der Staatsoper Hannover mit Salome und kehrte später für symphonische Konzerte zurück. Außerdem dirigierte er Aufführungen mit dem Beethoven Orchester Bonn und an der Deutschen Oper Berlin (Don Giovanni, La Traviata, Die Zauberflöte, Die Fledermaus, Nabucco und Langgaards Antikrist). Weitere Hausdebüts in dieser Saison sind Auftritte an der Oper Leipzig (Il barbiere di Siviglia) und bei den Opernfestspielen von Savonlinna (Carmen).

Für die Zukunft sind Debüts im Herkulessaal der Residenz München, im Wiener Konzerthaus und an der Royal Swedish Opera geplant. Außerdem kehrt er an die Deutsche Oper Berlin zurück, um in den nächsten zwei Spielzeiten vier Produktionen als Gastdirigent zu dirigieren.

Im Mai 2018 wurde Stephan Zilias vom Honours Committeein London zum Associate of the Royal Academy of Music ernannt.

—| Pressemeldung Staatsoper Hannover |—

Leipzig, Oper Leipzig, Premiere Der Rebell des König Cinq-Mars, 20.05.2017

Mai 15, 2017 by  
Filed under Oper, Oper Leipzig, Premieren, Pressemeldung

Oper Leipzig

Oper Leipzig / Der Rebell des Königs Cinq Mars ©Tom Schulze OL

Oper Leipzig / Der Rebell des Königs Cinq Mars ©Tom Schulze OL

 Der Rebell des Königs (Cinq-Mars) von Charles Gounod

WIEDERENTDECKTE MANTEL– UND DEGENOPER

Nach 140 Jahren wird am Samstag 20. Mai, 19 Uhr die Mantel- und Degenoper Der Rebell des Königs oder Cinq-Mars von Charles Gounod wieder auf einer Opernbühne zu sehen sein.

Zum letzten Mal wurde die Oper 1878 in Paris aufgeführt und verschwand dann aufgrund eines Mangels an Sängern aus dem Repertoire. Die Partitur der vorliegenden Fassung konnte mit der Unterstützung des Palazzetto Bru Zane, dem wichtigsten Forschungszentrum für französische Musik der Romantik, erstellt werden.

Der packende Historien-Krimi rund um die verbürgte Geschichte des hingerichteten Verschwörers Marquis de Cinq-Mars ist eine Besonderheit für die Opernwelt, frankophiles Publikum und Freunde des historischen Abenteuerromans. Zwischen Verrat, geschickten Intrigen und Manipulationen steuern alle Beteiligten um den Emporkömmling Cinq-Mars und dessen Geliebte, Prinzessin Marie de Gonzague, auf ein dramatisches Ende zu. Zwischen König Ludwigs XIII. und Kardinal Richelieu hin- und hergerissen verliert der junge und schöne Marquis seinen Kopf.

Oper Leipzig / Der Rebell des Königs Cinq Mars ©Tom Schulze OL

Oper Leipzig / Der Rebell des Königs Cinq Mars © Tom Schulze OL

Für die Inszenierung ist der Opernregisseur Anthony Pilavachi wieder zu Gast an der Oper Leipzig. Der geborene Zypriot hat bisher über 80 Inszenierungen erfolgreich auf die Bühne gebracht und zeichnete in Leipzig für die Inszenierungen von  Rigoletto und  The Ghost of Canterville / Pagliacci verantwortlich. Am Pult des Gewandhausorchesters steht zum ersten Mal der Dirigent David Reiland. Seit 2012 ist er Chefdirigent des Orchestre de Chambre du Luxembourg und seit 2014 künstlerischer Berater und erster Gastdirigent der Opéra de Saint-Étienne. In Zusammenarbeit mit dem Palazzetto Bru Zane und dem Münchner Rundfunkorchester hat er darüber hinaus die Werke von Benjamin Godard eingespielt. Mit der Titelpartie ist ebenfalls erstmalig der französische Tenor Mathias Vidal zu Gast an der Oper Leipzig. Als Cinq-Mars debütierte Vidal mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Ulf Schirmer in den konzertanten Aufführungen des Werkes im Münchner Prinzregententheater sowie im Spiegelsaal von Versailles.

Paris / Der Spiegelsaal von Versailles - Pracht des Barock © IOCO

Paris / Der Spiegelsaal von Versailles – Pracht des Barock © IOCO

Ein Symposium um die weitgehend vergessene Oper von Charles Gounod beleuchtet am Premierentag, 20. Mai, ab 11 Uhr diesen Schatz der Musikgeschichte in Vorträgen und Gesprächen unter Beteiligung von Musik-, Literatur- und Geisteswissenschaftlern.

Premiere : Der Rebell des Königs (Cinq-Mars)  20.5.2017, weitere Termine: 27.5.2017, 11.6.2017, 20.1.2018, 11.2.2018, 11.3.2018

 

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

München, Münchner Rundfunkorchester, Ivan Repusic – Nachfolger von Ulf Schirmer, IOCO Aktuell, 29.04.2017

Münchner Rundfunkorchester ©   BR / Johannes Rodach

Münchner Rundfunkorchester ©   BR / Johannes Rodach

Münchner Rundfunkorchester

Münchner Rundfunkorchester  –  Ivan Repusic

„Wir spielen unter die Haut“ – Das Motto von Ivan Pepusic

Ivan Repusic, geboren 1978 in Kroatien, ist bereits seit 2011 auf Deutschen Bühnen zu Hause. Noch Generalmusikdirektor in Hannover löst Ivan Repusic mit Beginn der kommenden Spielsaison 2017/18 Ulf Schirmer als Leiter des Münchner Rundfunkorchesters ab. Ulf Schirmer leitete das Münchner Rundfunkorchester  dann elf Jahre.

 Ivan Repusic - Leiter des Münchner Rundfunkorchesters © BR / Julia Müller

Ivan Repusic – Leiter des Münchner Rundfunkorchesters © BR / Julia Müller

Der junge kroatische Dirigent, der sich u.a. als GMD der Staatsoper Hannover, als Erster Ständiger Gastdirigent der Deutschen Oper Berlin und als gesuchter Gastdirigent an den renommierten Häusern Europas einen Namen machen konnte, hat das Münchner Rundfunkorchester bereits vor seinem Amtsantritt sehr erfolgreich in drei Konzerten dirigiert.

Ivan Repusic möchte neue Akzente setzen, das bisherige jedoch nicht vernachlässigen, neue unbekannte Werke von Verdi in die Öffentlichkeit bringen, verschiedene Chöre aus anderen Ländern einladen, und wie bereits heute schon fest steht wird das ungarische Rundfunkorchester in München zu Gast sein, das  Orchester eine Gelegenheit haben in Budapest zu spielen. Tourneen nach Baden-Baden, Luzern und Wien sind geplant. Repusic harmoniert bereits hervorragend mit dem Orchester, sie werden also in Zukunft wie angekündigt „unter die Haut spielen“, alle BR-Fans werden sich auf die kommende Saison freuen können.

Der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, hatte schon anlässlich der Vertragsunterzeichnung im Juni 2016 betont: „Mit der Berufung einer so herausragenden Künstlerpersönlichkeit zum neuen Chefdirigenten des Münchner Rundfunkorchesters unterstreicht der Bayerische Rundfunk aufs Neue den hohen Stellenwert, den er seinen Klangkörpern im Allgemeinen und dem Münchner Rundfunkorchester im Besonderen beimisst.“
Auch der Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks, Martin Wagner, ist mit der Wahl des kroatischen Dirigenten (Jahrgang 1978) sehr zufrieden: Wir sind stolz, dass wir mit Ivan Repušic einen so renommierten Künstler für das Amt des Chefdirigenten beim Münchner Rundfunkorchester gefunden haben – sein jugendlicher Elan korrespondiert auf das Beste mit dem jung gebliebenen Münchner Rundfunkorchester!“

Die Begeisterung über den neuen Chefdirigenten ist auch bei den Mitgliedern des Münchner Rundfunkorchesters groß: „Im Zeitalter der Digitalisierung und Internationalisierung haben wir in Ivan Repušic einen hochsensiblen, ernsthaften und begeisternden Chefdirigenten gefunden, der die gute Arbeit der letzten Jahre in höchster Qualität weiter entwickeln wird. Wir freuen uns auf die kommenden Jahre mit ihm!“ so Orchestervorstand Ralf Klepper.
Ivan Repušic selbst sieht der neuen Aufgabe mit großer Freude entgegen: „Bereits in unserer ersten Zusammenarbeit habe ich erfahren können, was für ein wunderbares Orchester das Rundfunkorchester des BR ist: brillante Musikerinnen und Musiker, voller Musizierfreude, Enthusiasmus und Engagement – und mit großer und begeisterter Seele für die Musik!“

—| Pressemeldung Münchner Rundfunkorchester |—

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