Paris, Père Lachaise, Oscar Wilde – Kultstätte in Paris, IOCO, 31.03.2020

Oscar Wilde auf Père Lachaise © IOCO Felix

Oscar Wilde – 20 Tonnen Gedenkstätte auf Père Lachaise © IOCO Felix

Oscar Wilde – Monumental – Père Lachaise, Paris
– Kult als Dandy – Kult als Dichter – Kult im Tod –

von Viktor Jarosch

 Heinrich Heine auf Montmarte Paris © IOCO

Heinrich Heine auf Montmarte Paris © IOCO

Die großen Friedhöfe von Paris, Père Lachaise, Montmartre, Montparnasse, Passy wurden im frühen 19. Jahrhundert auf Veranlassung von Napoleon neu geordnet und als „Parkfriedhöfe“ angelegt. Mit Denkmal-Gräbern für lange zuvor Verstorbene wie den Dichter Jean-Baptiste Poquelin alias Molière (1622-1673), den Fabeldichter Jean de la Lafontaine (1621 – 1695), der Äbtissin Héloise (1095 – 1164) oder des Theologen Abaélard (1079 – 1142) hat sich Père Lachaise wie alle Pariser Park-Friedhöfe früh zu weltweit einzigartigen, architektonisch touristischen Begegnungsstätten entwickelt.  Heinrich Heine (1797 – 1856) bestimmte 1851 in seinem, in der „Matratzengruft“ von Montmartre geschriebenen Testament, „auf dem Kirchhofe dieses Namens (Cimitière Montmartre, Foto) beerdigt zu werden, da ich eine Vorliebe für dieses Quartier hege …“.

Auch der Kult-gewordene Dichter, Dramatiker und Lyriker Oscar Wilde (1854 in Dublin – 1900 in Paris) fand auf Père Lachaise seine  letzte Ruhestätte. Père Lachaise, im 20. Arrondissement von Paris gelegen, ist mit 44 Hektar und 69.000 Grabstätten der größte Pariser Friedhof. Mit über drei Millionen Besuchern jährlich ist Père Lachaise weit mehr als letzte Ruhestätte für Verstorbene, es ist auch sinngebende Begegnisstätte für uns Lebende: sein Besuch wurde so zu einem Muss.für viele Paris-Besucher und Einheimische.

Gioacchino Rossini in Paris © IOCO

Gioacchino Rossini in Paris © IOCO

Kurz hinter dem Eingang von Père Lachaise begegnet dem Besucher schon die Grabstätte von Gioacchino Rossini (1792 in Pesaro – 1868 in Passy, Paris). Rossini, ab 1824 Hofkomponist von Ludwig XVIII, König von Frankreich, und, obwohl er schon 1829 mit Guglielmo Tell seine letzte Oper schrieb, führte er, danach, mit lebenslanger französischer Rente versehen, ein aktives, ausgefülltes Leben. Er inspirierte dabei unter anderem den 1833 für eine Musikausbildung nach Paris gezogenen Jacques Offenbach (1819-1880), dessen auffällige Grabstätte in Montmartre, nahe der von Heinrich Heine liegt.

Der irische Schriftsteller Oscar Wilde, bekannt durch seine Werke u.a. Salome, Das Bildnis des Dorian Gray, The Importance of Being Earnest, Bunburry, Lady Windermere‘s Fan war im damaligen prüden viktorianischen Zeitalter zudem als bewunderter Dandy und seinen extrovertiert exzentrischen Lebensstil eine bekannte Person des öffentlichen Lebens.

 Die schwer lesbare Visitenkarte von Lord Queensbury an Oscar Wilde © National Archives UK

Die schwer lesbare Visitenkarte von Lord Queensbury an Oscar Wilde © National Archives UK

Wildes in Paris endender, tragischer Niedergang begann am 18. Februar 1895, mit einer zunächst läppisch wirkenden Boshaftigkeit, die aber letztlich tödlich endete: John Sholto Douglas, 9th Marquess of Queensberry, und Vater seines intimen Freundes Lord Arthur Douglas, hinterließ in dem gemeinsam oft besuchten Londoner Albemarle Club eine an Oscar Wilde adressierte Karte (siehe oben links) mit der Anschrift: „For Oscar Wilde posing Somdomite!“ („An Oscar Wilde, posierender Sodomit“ – NB: Sodomie war damals in England strafbar). Diese Karte war Grund der folgenden Verleumdungsklage von Oscar Wilde gegen Marquess of Queensberry. In seiner Klage wurde Wilde von Freunden wie Robert Ross, Lord Arthur Douglas und sogar Georg Bernard Shaw gestützt. Queensberry argumentierte vor Gericht mit seinen „Wahrheitsbeweisen“ gegen Wilde: aufgrund dieser „Wahrheitsbeweise“ wurde öffentlich, dass Oscar Wilde mit jungen Männern der damaligen Unterschicht und männlichen Prostituierten sexuelle Beziehungen hatte. Der Marquess of Queensberry wurde im Urteil von der Verleumdungsklage freigesprochen.

Marquess of Queensberry reagierte auf seinen Freispruch mit einer Gegenklage. Oscar Wilde wurde nun von ihm wegen Unzucht und Sodomie angeklagt. Der vermögende Marquess of Queensberry stellte für dies Verfahren zahlreiche, von seinen Detektiven aufwendig ermittelte Beweise zur Verfügung. Am 25. Mai 1895 wurde Oscar Wilde wegen sexuellen Beziehungen zu jungen Männern der Unterschicht und mit männlichen Prostituierten wegen „Gross indecency“ (ein Gesetz, welches damals sexuelle Akte zwischen Männer generell, auch in privaten Räumen kriminalisierte) zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt, verbunden mit schwerer Zwangsarbeit. Das Urteil ruinierte Oscar Wilde persönlich und finanziell für den Rest seines Lebens.

Die Umstände im Zuchthaus Reading, wo Wilde seine Strafe verbrachte, waren entwürdigend und zerstörerend: Wie viele andere Zuchthäuser der Zeit in England war das Zuchthaus Reading damals vermeintlich modern ausgerichtet. Die englischen Zuchthäuser der Zeit waren zuvor aufwendig neu gestaltet, zur „Reformation der Gefangenen“, zur therapeutischen Behandlung der Insassen umgestaltet. Statt ehemals überfüllter Säle und Gemeinschaftszellen gab es erstmals durchgängig Einzelhaft in Zellen ohne Fenster. Kleine Milchglasschlitze ließen Licht ein, verhinderten aber den Blick ins Freie. Bei Freigang auf dem Gefängnishof bestand Redeverbot; das Tragen einer den Kopf verhüllenden Kapuze war dabei Pflicht.

Oscar Wilde 1882 © Napoleon Sarony

Oscar Wilde 1882 © Napoleon Sarony

Oscar Wilde verließ das Gefängnis 19. Mai 1897 als gebrochener und mittelloser Mann;  am gleichen Tag flüchtete er noch nach Paris: In Paris hatte Wilde 1883, in seinen guten Zeiten, mehrere Monate gelebt, mit Victor Hugo, Sarah Bernhardt, Edgar Degas verkehrt und das Bühnenstück The Duchess of Padua geschrieben. So ist Salome 1891 in Paris in französischer Sprache entstanden, und, in England war es durch die Zensur geächtet, 1894 in Paris mit Sarah Bernhardt als Salome uraufgeführt.  Oscar Wilde auf die Frage, warum er Salome in Französisch geschrieben hat: er sei „im Herzen Franzose, der Geburt nach aber Ire und von den Engländern dazu verurteilt, die Sprache Shakespeares zu sprechen.“  Nach seiner Ausreise im Mai 1897 betrat Oscar Wilde nie wieder englischen Boden.

Das letzte, unter solch dramatischen Umständen in Paris entstandene Werk von Oscar Wilde, ist das Gedicht The Ballad of Reading Gaol; es beschreibt die letzten Tage des 30-jährigen, wegen Mordes verurteilten Kavalleriesoldaten Charles Thomas Wooldridge kurz vor seiner Hinrichtung. Oscar Wilde zeichnet sein Gedicht in großer emotionaler Nähe zu dem sterbenden Soldaten. 

Jean-Baptiste Molière - La Fontaine in Pere Lachaise © IOCO

Jean-Baptiste Molière – La Fontaine in Pere Lachaise © IOCO

Oscar Wilde lebte in Paris vereinsamt und verarmt, aber im besten Zimmer des kleinen Hôtel d’Alsace in der Rue des BeauxArts, dessen Besitzer ein Bewunderer von ihm war. Dort starb  Wilde am 30. November 1900 elendig, unter schmerzhaften Umständen. Die Todesursache (Hirnhautentzündung oder Syphillis) wurde nie eindeutig festgestellt. Trotz seiner Schmerzen begleiteten ihn Aphorismen bis in den Tod: “My wallpaper and I are fighting a duel to the death – one or the other of us has to go” oder “Either the wallpaper goes, or I do“. Robert Ross, enger Freund und Lektor, war bei Oscar Wilde als dieser starb: Ein herbei gerufener katholischer Priester erteilte Wilde Nottaufe, Absolution und letzte Ölung. Begraben wurde Oscar Wilde 1900 zunächst in einem Armengrab auf dem Pariser Friedhof Cimetiere Bagneux. Auf nachdrückliches und uneingennütziges Betreiben von Robert Ross, nun Verwalter von Wildes künstlerischem Nachlass, wurde dieser 1909 auf den Cimetière du Père Lachaise umgebettet. Erst seit 1914, 14 Jahre nach Wildes Tod, schmückt das Grab die kultische Felsskulptur..

 Oscar Wilde Grabmal - die Sphinx © IOCO Felix

Oscar Wilde Grabmal – die Sphinx © IOCO Felix

Robert Ross, 1868 – 1918, Student an der Oxford University, war mit Oscar Wilde seit 1886, als erstem homoerotischen Freund verbunden. In späteren Jahren blieb Ross als Lektor, Freund und Verwalter des Nachlasses eng mit Oscar Wilde verbunden. Robert Ross, in seinem Bemühen um eine angemessene Grabstätte, beauftragte 1908 den amerikanisch-britischen Bildhauer Jakob Epstein (1880-1959) mittels einer anonym erhaltenen Spende von 2.000 englischen Pfund ein Grabmal für Oscar Wilde zu schaffen: ein 20 Tonnen wiegender Hopston Wood–Fels aus Derbyshire in England bildete die Grundlage. Epstein meißelte in Anlehnung an Wildes Gedicht Die Sphinx in die Mitte des riesigen Felsblocks eine vertikale, geflügelte Figur mit ausgesprägt sichtbaren Phallus, welche vorwärts zu fliegen scheint: symbolischer Ausdruck für einen Dichter als Botschafter, so wird es oft interpretiert. Auf der Stirn dieser Sphinx verkündet eine Figur mit langer Trompete ewigen Ruhm; über dem Kopfschmuck symbolisieren fünf kleine Figuren, eine davon mit einem kleinen Kreuz, an das Martyrium von Wildes Lebensende erinnernd. Der Transport des Denkmals von London nach Paris gestaltete sich schwierig: 120 Pfund Importzoll mussten entrichtet werden, da die französischen Behörden den Felsen nicht als Kunstwerk anerkannten. Nach letzten Arbeiten von Epstein auf Père Lachaise wurde das Grabmal im August 1914 von dem Okkultisten und Dichter Aleister Crowley offiziell enthüllt. Robert Ross hatte zuvor den Phallus der Sphinx mit einer Schmetterlings-ähnlichen Bronzeplastik verhüllt, welche allerdings später wieder entfernt wurde.

Seither entwickelte sich die Grabstätte von Oscar Wilde auf Père Lachaise zur gesuchten Pilgerstätte und ein Raum für unzählige Anekdoten: Der ausgeprägte Phallus der Sphinx wurde 1961 von einem Souvenirjäger abgeschlagen; im Jahr 2000 durch eine Silberprothese ersetzt wurde er erneut abgeschlagen und seither nicht mehr ersetzt. Seit den 80er Jahren wurde das Grab von Oscar Wilde Ziel neuer Kulthandlungen: Besucher übersäten es bis 2011 beständig mit roten Kussmündern. Sei es der Abdruck eigener, fett rot bemalter Lippen, seien es aufgemalte rote Lippen: Zeichnungen auf dem Grabmal wurden zum kultischen Happening der Besucher. Graffitisprays ergänzten zahllose Lippen-Abdrücke. Die folgenden beständigen Reinigungen beschädigte wiederum das Grabmal, er wurde über die Jahre porös; Küssen Verboten–Schilder und Strafen bis zu 9.000 Euro _ nichts half: Die irische Regierung schritt ein; für Irland ist Oscar Wildes Grabmal irisches Kulturerbe. Die Felsskulptur wurde 2011 auf Kosten des Irischen Bauspflegeamtes erneut aufwändig gereinigt und zusätzlich mit  einer hohen Glasbarriere vor den Kussattacken und anderen Zuwendungen geschützt. Seither ruht Oscar Wilde dort wahrlich in Frieden. An seiner Seite ruht seit 1950 sein 1918 gestorbener Freund Robert Ross: dessen Asche wurde 1950 in das Grabmal von Oscar Wilde übergeführt

—| IOCO Portrait |—

München, Residenztheater, Don Juan oder Die Irrwege des Frank Castorf, IOCO Kritik, 20.07.2018

Juli 21, 2018 by  
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Residenztheater München

Residenztheater München © Matthias Horn

Residenztheater München © Matthias Horn

DON JUAN  –  Jean Baptiste Moliere

Die Irrwege des Frank Castorf

Von Hans-Günter Melchior

Es ist das gewohnte Castorf- bzw. Denic-Bild. Ein mehrstöckiges Holzhaus, im Parterre oder auf einer Art Balkon wuselt die Handlung – schwer erkennbar, ist aber über Videos auf herabhängenden Bildschirmen zu verfolgen. Dazu die Coca-Cola-Reklame, damit jeder weiß: das ist nicht das 17. Jahrhundert, in dem der in jeder Hinsicht heruntergekommene und von Don Juan repräsentierte Adel seine Vormachtstellung verspielt, das ist Neuzeit, und zwar krudeste Neuzeit im Spätkapitalismus, der das Wetterleuchten des Untergangs eines maroden Systems anzeigt. Wie dazumal, als sich der Adel die unerhörtesten Freiheiten herausnahm und moralisch wie gesamtgesellschaftlich abwirtschaftete.

Jean-Baptiste Molière - La Fontaine in Pere Lachaise © IOCO

Jean-Baptiste Molière – La Fontaine in Pere Lachaise © IOCO

Man tut gut daran, vor dem Theaterbesuch das Stück Don Juan von Moliere noch einmal gründlich zu lesen. Die Aufführung dauert zwar nicht weniger als 4 ½ Stunden, deutlicher wird dadurch aber nicht, was Moliere uns sagen wollte. Vielmehr schwimmen Handlungsinseln in einem Ozean aus Assoziationen, Anspielungen, Literaturbezügen (George Batailles ausschweifende Sexualphantasien, Zitate aus Werken von Heiner Müller und Alexander Puschkin) philosophischen Zitaten (Blaise Pascals berühmtes Diktum, das Unglück des Menschen rühre daher, dass er nicht allein im Zimmer sitzenbleiben könne) und musikalischen Untermalungen, ohne sich zu einem plausiblen Zusammenhang zu fügen. Sogar Tiere treten in Aktion, Ziegen zum Beispiel, die in einem Käfig, zum Teil auch frei über die Bühne laufen. In der Tat: es ist was los bei Castorf, Action ist angesagt, Action und immer wieder Action im Lärm.

Residenztheater München / Don Juan vom Moliere - hier : v.l. Marcel Heuperman als Pierrot, Aurel Manthei als Don Juan, Jürgen Stössinger als Don Louis, Franz Pätzold als Don Juan zwei © Matthias Horn

Residenztheater München / Don Juan vom Moliere – hier : v.l. Marcel Heuperman als Pierrot, Aurel Manthei als Don Juan, Jürgen Stössinger als Don Louis, Franz Pätzold als Don Juan zwei © Matthias Horn

Was richtig verstimmte ist der Umstand, dass sich der Regisseur im Vergleich mit dem Autor offenbar für den Besseren hält –, freilich, ohne ein eigenes Stück zu schreiben oder schreiben zu können, sondern das vorhandene, das ihm offenbar nicht deutlich genug ist, zu verhackstücken. Was dabei herauskommt, ist eine Melange aus Gedankensplittern und Montagen, die streckenweise – zugegeben: widerwillig wird es registriert – recht unterhaltsam sind, zum Teil aber schmerzlich langweilig. Man merkt die Absicht und ist verstimmt.

Und vor allem: es geht viel zu viel von Molieres Ironie verloren. Die Leichtigkeit dieses genialen Dichters. Castorf hat aus der scharfzüngigen Kritik Molieres an der Verworfenheit des Adels ein schwergewichtiges und plumpes Drama gemacht, das vor augenzwinkernden Bezugnahmen trieft und offenbar alle Welträtsel im Handumdrehen lösen soll.

Wo bleibt zum Beispiel die herrlich devote Haltung des Dieners Sganarell, der am Gesicht seines Herrn Don Juan die Missbilligung abliest und sich mitten im kritischen Satz über den Lebenswandel des Adeligen um die eigene Achse dreht und das Gegenteil dessen sagt, was er eigentlich sagen will? Der Sganarell wurde völlig gestrichen. Seine Rolle spielt Pierrot (herrlich komödiantisch und sprachlich unbeholfen freilich Marcel Heupermann im Bericht über die Rettung der um ihr Leben Schwimmenden), der zugleich den Bräutigam des schönen Bauernmädchens Charlotte (Nora Buzalka) gab. Und warum geht Don Juans hohe Kunst des Abwimmelns (die Kunst eines Bilderbuchbetrügers)  des Gläubigers Dimanche, den er mit lauter Höflichkeiten einwickelt, bis dieser sein Anliegen vergisst oder vorzutragen versäumt, in einem beiläufig am Bühnenrand in französischer Sprache geführten Palaver unter?

Residenztheater München / Don Juan vom Moliere - hier : v.l. Nora Buzalka als Charlotte, Marcel Heuperman als Pierrot, Farah O’Bryant als Mathurine, Franz Pätzold als Don Juan, Bibiana Beglau als Elvira, Julien Feuillet als la Ramée © Matthias Horn

Residenztheater München / Don Juan vom Moliere – hier : v.l. Nora Buzalka als Charlotte, Marcel Heuperman als Pierrot, Farah O’Bryant als Mathurine, Franz Pätzold als Don Juan, Bibiana Beglau als Elvira, Julien Feuillet als la Ramée © Matthias Horn

Den Diener gibt es nur einmal, Don Juan hingegen zweimal (Aurel Manthei und Franz Pätzold). Warum? Eingesehen hat es der Rezensent nicht.

Schade also, dass sich das herrliche Stück träge viereinhalb Stunden lang über die Bühne wälzt. Wo doch so wunderbare Schauspieler (wie zum Beispiel Bibiana Beglau als Elvira, Julien Feuillet als La Ramée und Farah O´Bryant als Mathurine) für eine bittere, bitterböse Komödie zu Verfügung standen.

Nach der Pause war viel Platz im Theater

—| IOCO Kritik Residenztheater München |—

München, Residenztheater, Tartuffe von Jean-Baptiste Molière, IOCO Kritik, 26.10.2017

Oktober 28, 2017 by  
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Residenztheater München

Residenztheater München © Matthias Horn

Residenztheater München © Matthias Horn

„Und Herr Tartuffe?“

 Molières Tartuffe – In der Regie von Mateja Koleznik

Von Hans Günter Melchior

Nichts Ernsteres als die menschliche Komödie. Und nichts Zeitloseres. Da ist der reiche Orgon (Oliver Nägele) hingerissen von der – heuchlerischen – religiösen Hingabe des jungen Herrn Tartuffe (Philip Dechamps), den er in der Kirche beobachtet. Er nimmt Tartuffe in seinem Haus auf, vergisst sich geradezu im Überschwang seiner frommen Begeisterung, überschreibt ihm sein ganzes Vermögen und verspricht ihm sogar seine bereits einem anderen Mann zugesagte Tochter Mariane (Nora Buzalka). Als sich Tartuffe allerdings an Orgons attraktive Ehefrau Elmire (glänzend und schön Sophie von Kessel) heranmacht und Orgon (von Elmire  dazu veranlasst) das Paar belauscht, begreift dieser endlich, dass er einem Scharlatan aufgesessen ist. Er will sich von ihm trennen, aber jetzt dreht Tartuffe den Spieß um und pocht auf sein verbrieftes Recht, ist er doch Eigentümer des Hauses; er fordert Orgon und dessen Familie auf, sofort auszuziehen. Schon raffen die schicken Bewohner ihre persönlichen Habseligkeiten, Kleider, Pelze und dergleichen zusammen, ein riesiges Altarbild (Giottos Ognissanti-Madonna?) wird hinausgetragen, da erscheint ein Beamter des Königs und erklärt in dessen Namen alle Kontrakte für null und nichtig. In Molières Stück feiert Orgon emphatisch das glückliche Ende, in München sinkt er wie entseelt nach hinten, man weiß nicht: ist er tot oder nur ohnmächtig geworden vor Freude.

Ein gelungener Theaterabend, kurz und bündig auf 75 Minuten gebracht und in die Moderne umgesetzt. Keine Komödie, eher ein Lehrstück über die kalte Rationalität von Egoismus und Gier.

Residenztheater München / Tartuffe - hier v.l. Bijan Zamani, Nora Buzalka, Sophie von Kessel, Christian Erdt © Matthias Horn

Residenztheater München / Tartuffe – hier v.l. Bijan Zamani, Nora Buzalka, Sophie von Kessel, Christian Erdt © Matthias Horn

Die Bühne besteht aus lauter dunkelbraunen Kleiderschränken, offenbar Palisander, rechts und links, dort ein wenig nach hinten versetzt, gehen Treppen hinauf, ganz links vorne führt eine Treppe nach unten. Auf diesen Treppen kommen und gehen die Protagonisten, ein ständiges Eintreffen und Verlassen ist das wie in einem Club; und jedes Mal wird verhandelt, geschimpft, in den Knien gewippt, vor allem werden existentielle Ängste deutlich. Denn es geht um eines und um immer dasselbe: das Geld, das Vermögen und dessen Bedrohung durch einen frömmelnden Blutsauger.

Knapp und schnörkellos, sachlich und neuzeitlich ist das alles und man begreift: Kleiderschränke sind seit Theater- und Filmgedenken die typischen Verstecke für flüchtende Liebhaber oder lauschende Ehemänner. Von hier aus wird der Blick auf die Wahrheit gelenkt und die Geschichte wird ihren Verlauf nehmen.

In dem modernen, eher stilisierten Interieur flanieren die Akteure in der Manier von Schicki-Micki-Typen, hochelegante Damen der Spaßgesellschaft, mondän und erotisch in sehr langen und eng anliegenden, die Figur betonenden Abend- oder Cocktailkleidern, bald im Small-talk, bald empört, Sektgläser in der Hand. Zu ihnen gesellen sich schwarz gewandete Männer, die mit effekthascherischen Gesten Lässigkeit vorspiegeln, wo die pure Wut in ihnen kocht (Gunther Eckes als Marians Geliebter Valére, Bijan Zamani als Orgons Schwager Cléante).

Residenztheater München / Tartuffe - hier Oliver Nägele © Matthias Horn

Residenztheater München / Tartuffe – hier Oliver Nägele © Matthias Horn

Die jungen Männer, diese vor allem, und die Zofe Dorine (Charlotte Schwab) durchschauen, am kapitalistischen Zeitgeist geschult, den raffinierten und cleveren Tartuffe sofort und polemisieren ausgiebig. Wobei sie natürlich um den eigenen Vorteil fürchten, die saugende Gier des Parasiten im Hause ist eine ernste Bedrohung.

Einzig Orgons Mutter (Ulrike Willenbacher als Madame Pernelle) steht zusammen mit ihrem Sohn auf der Seite des Frömmlers.

Freilich kämpfen selbst Mariane und ihr Geliebter Valère ziemlich lahm um ihre Liebe, wichtiger ist der Tochter der vom Vater erhaltene Scheck als Mitgift; für Geld nimmt sie, so scheint es, auch Tartuffe in Kauf.

Alles ist von der vergifteten Vernunft des Vorteilsdenkens durchdrungen. So ist der naive Herr Orgon keineswegs ein bedingungslos vom selbstlosen Glauben überwältigter Mann, durchaus keiner, der ohne Hintergedanken dem frommen Beter Tartuffe gleichsam seine bürgerliche Existenz opfert und sich mit der Armut abfindet. Er macht listig seine Rechnung mit dem Himmel, glaubt er doch, sich durch gute Werke die Gunst Gottes erkaufen zu können. Das kennen wir doch: es muss sich rentieren In einer etwas subtileren Weise ist auch dies reines Vorteilsdenken, weitab von der kant´schen Moral, wonach Glückseligkeit allenfalls die Folge nicht das Ziel sittlichen Verhaltens sein soll. Da breitet der Geist unserer Zeit mächtig seine Schwingen aus: nichts macht man umsonst, Profit muss sein, sei es auch erst im Jenseits.

Und auch Orgons Ehefrau scheint nichts umsonst zu machen: köstlich die Szene in der sie dem im Kleiderschrank spähenden Ehemann den Ehebrecher Tartuffes vorführt. Da ist sie keineswegs die Verführte, sondern die Verführerin höchstselbst (denkwürdig die wunderbare Sophie von Kessel). Das ist in dieser Inszenierung alles so wunderbar erotisch gestaltet, dass man merkt: Elmire hat Spaß daran, es mit Tartuffe ein wenig (durchaus grenzwertig und halbnackt) zu treiben, handelt es sich doch bei diesem um einen jungen und ansehnlichen Mann, der dem alten Trottel Orgon nicht nur im Verstand um einiges überlegen ist.

Residenztheater München / Tartuffe - hier l. Philip Dechamps, Oliver Nägele, Sophie von Kessel © Matthias Horn

Residenztheater München / Tartuffe – hier l. Philip Dechamps, Oliver Nägele, Sophie von Kessel © Matthias Horn

Zugegeben: Molière arbeitet mit Typisierungen. Er ist um Deutlichkeit bemüht, will Missverständnissen vorbeugen, auch den absichtlichen. Nicht umsonst hat er der dritten Fassung des Stücks (die früheren Fassungen fielen den Protesten der Frömmler zum Opfer) eine lange Erklärung vorausgeschickt, in der er betont, es gehe ihm keineswegs darum, den Glauben und die Frömmigkeit anzuprangern. Er verurteile lediglich die Frömmelei und das Heucheln.

Orgons Trottelei ist wohl nicht zuletzt deshalb deutlich und zweckhaft ins Groteske überzeichnet. Als ihm die Zofe Dorine (Charlotte Schwab) in jener berühmten und unverzichtbaren Szene bei seinem Eintreffen zu Hause vom schlechten Gesundheitszustand seiner Ehefrau berichtet, hat er bei der Aufzählung von deren Leiden rondohaft und beharrlich immer nur die Frage: und Herr Tartuffe? Als kulminiere der Zustand der Welt in dessen Wohlbefinden.

Tartuffe ist im streng strafrechtlichen Sinne kein Betrüger. Die Leistungen Orgons beruhen auf Freiwilligkeit, sind nicht Folge einer durch Irrtum herbeigeführten Zweckverfehlung. Worauf es Molière ankam, war die Darstellung der Persönlichkeitsstruktur des Betrügers. Seine Art zu überzeugen, seine Rationalität und einschmeichelnde Liebenswürdigkeit.

Grabstätte von Jean-Baptiste Molière in Paris - Leider etwas verlottert © IOCO

Grabstätte von Jean-Baptiste Molière in Paris – Leider etwas verlottert © IOCO

Der Inszenierung gelingt über weite Strecken eine Übersetzung des alten Stoffes in unsere Zeit. Dass Tartuffe sich eher im Hintergrund hält und relativ wenig redet, ist freilich nicht typisch für den modernen Betrüger, der sich als begnadeter Schwafler hervorzutun pflegt. Der größte Wortbeitrag des Frömmlers besteht im Hervorkitzeln des Reflexes, der zur sogenannten affektierten Bescheidenheit gehört: Tartuffe macht sich selbst vor allen anderen schlecht –, in der – sich erfüllenden Erwartung –, Widerspruch und Lob zu ernten.

So sind wir nunmal. Quod erat demonstrandum. Man geht psychologisch um einiges bestätigt nach Hause.

—| IOCO Kritik Residenztheater München |—

Radebeul, Landesbühne Sachsen, Spielplan Januar 2017: Anne Frank, Der Prozess…

Theater Landesbühnen Sachsen Radebeul

 Januar 2017:  Anne Frank, Der Prozeß, Samson und….


Landesbühnen Sachsen / Miriam Sabba © Martin Reißmann

Landesbühnen Sachsen / Miriam Sabba © Martin Reißmann

Das Tagebuch der Anne Frank,  Mono-Oper von Grigori Frid

Premiere am Sonntag, 8. Januar 2017, 19.00 Uhr auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen,  Nächste Termine 15.1.,19.00 Uhr und 24.2., 19.30 Uhr Studiobühne

Amsterdam / Haus der Anne Frank © IOCO

Amsterdam / Haus der Anne Frank © IOCO

Etliche Publikationen, Filme und Theaterstücke reflektieren das Schicksal der jugendlichen Anne Frank, die sich mit ihrer Familie von Juli 1942 bis zur Verhaftung durch die Gestapo im August 1944 in einem Amsterdamer Hinterhaus versteckt hielt. Anne Franks Tagebucheinträge aus dieser Zeit, ihre «Briefe» an die fiktive Freundin Kitty, tragen wie kaum ein anderes Werk die zeitlose Botschaft von Frieden, Gerechtigkeit und Humanismus an jede Generation neu in die Welt hinaus.
Der russische Komponist Grigori Frid hat die Texte seines Librettos fast wortgetreu aus dem Original übernommen und es in eine musikalisch-lyrische Erzählung integriert, deren Emotionsgehalt der Tragik des Geschehens und der Ausdruckskraft Anne Franks Rechnung trägt. In knappen Bildern entfaltet sich im Werk die Schilderung ihrer Erlebnisse.

Die tiefgründigen Gedanken Annes, die Freude über ein Fleckchen blauen Himmels, ihre stilistische Prägnanz und ihr Sinn für Situationskomik, aber auch Ängste und der Wille tapfer zu bleiben, ihre Gefühle und die Hoffnung auf Freiheit und mehr Menschlichkeit, all das findet auch Ausdruck in der Musik Grigori Frids.
Die Landesbühnen Sachsen inszenieren die mono-dramatische Oper für eine Sängerin als Klassenzimmerstück und verschaffen so der Stimme Anne Franks vor einem jungen Publikum Gehör.

Es singt Miriam Sabba,  Musikalische Leitung: Thomas Gläser; Inszenierung: Klaus-Peter Fischer


Landesbühnen Sachsen / Der Prozess - Objekttheater nach Kafka - Gymnasium Coswig © Hagen König

Landesbühnen Sachsen / Der Prozess – Objekttheater nach Kafka – Gymnasium Coswig © Hagen König

Der Prozess, Objekttheater nach dem Roman von Franz Kafka (Ab 16)

Uraufführung am Mittwoch, 11. Januar 2017, 13.40 Uhr im Gymnasium Coswig

Ohne ein Verbrechen begangen zu haben, wird der Bankangestellte Josef K. am Morgen seines 30. Geburtstages festgenommen. Trotz seiner Verhaftung wird er aber nicht darin gehindert, seinen beruflichen Verpflichtungen und seiner üblichen Lebensweise nachzugehen. Mit Rücksicht auf seine Arbeit findet die erste Untersuchung in der Angelegenheit sogar an einem Sonntag statt, in einer entlegenen Vorstadtstraße. Pflichtgemäß begibt K. sich zum anberaumten Termin. Die Mietskaserne, die er findet, lässt keinerlei Hinweis auf ein Gericht erkennen. Stattdessen begegnet er spielenden Kindern und Frauen, die ihrer sonntäglichen Beschäftigung nachgehen. Ein kleiner Junge führt ihn auf einen Dachboden, wo er in einem vollbesetzten Saal endlich einem Untersuchungsrichter gegenübersteht. K. beginnt, sich zu rechtfertigen. Je mehr er in die Welt des mysteriösen Gerichts eindringt, desto tiefer dringt auch das Gericht in K.´s Leben ein. Ob der Prozess tatsächlich voranschreitet, bleibt Josef K. verborgen. Auch das Urteil erfährt K. nicht, aber er empfindet selbst, dass seine Zeit abgelaufen ist. Und so fügt er sich dem Beschluss eines Richters, den er nie gesehen hat: Am Vorabend seines 31. Geburtstages wird Josef K. von zwei Herren abgeholt und in einem Steinbruch «wie ein Hund» erstochen.
Der Fragment gebliebene Roman über das Verhältnis von Schuld und Unschuld, Individualität und Gesellschaft in einer albtraumhaft und surreal empfundenen Welt wurde 1925, ein Jahr nach dem Tod Franz Kafkas, veröffentlicht.
Es spielt Kora Tscherning
Inszenierung: Esther Falk


Samson et Dalila, Oper von Camille Saint-Saëns
Premiere am, Sonnabend, 14. Januar 2017, 19.00 Uhr
Semiszenische Aufführung in Französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

Landesbühne Sachsen / Samson et Dalilah - Christian S. Malchow © Hagen König

Landesbühne Sachsen / Samson et Dalilah – Christian S. Malchow © Hagen König

Im Alter von drei Jahren zeigte sich Camille Saint-Saëns mit seiner ersten Komposition als Wunderkind. Er erhielt Klavier- und Kompositionsunterricht, als Zehnjähriger gab er in Paris sein offizielles Debüt als Pianist. Konzertreisen führten ihn später in alle Welt. Er komponierte Musik aller Gattungen, aber auf dem Gebiet der Oper war ihm wenig Erfolg beschieden. Eine Ausnahme ist «Samson et Dalila», 1877 auf Betreiben Liszts in Weimar in deutscher Übersetzung erfolgreich uraufgeführt, bevor das Werk anderthalb Jahrzehnte später auch nach Frankreich gelangte.

Bereits im 12. Jahrhundert vor Christi war die Region des heutigen Gaza-Streifens ein Schauplatz religiöser und politischer Konflikte. Die Hebräer leiden unter dem Joch der Philister und beginnen, an der Allmacht ihres Gottes zu zweifeln. Samson, dem Jehova besondere Kräfte verliehen hat, gibt den Verzagten neuen Mut. Abimelech, der Satrap von Gaza, lästert den Gott, der sein Volk nicht aus der Knechtschaft befreien kann, und rühmt den heidnischen Gott Dagon. Er zieht sein Schwert gegen Samson, aber der entreißt es ihm und erschlägt Abimelech. Der Oberpriester des Dagon verflucht die Hebräer und prophezeit Samson, ein Weib werde ihn schmählich zu Fall bringen.

Paris / Grabstätte Familie Saint Saens © IOCO

Paris / Grabstätte Familie Saint Saens © IOCO

Zur Zeit des Gebetes erscheinen die Frauen der Philister bei den Hebräern. Unter ihnen ist Dalila, die, wie sie sagt, an Samson Gefallen gefunden hat und ihn in ihr Haus einlädt. Ein alter Hebräer warnt ihn vor der Falschheit dieser Frau, aber Samson erliegt den Verführungen Dalilas.

Musikalische Leitung und Szenische Einrichtung: Jan Michael Horstmann, Ausstattung: Stefan Wiel


Prinzessinnen, Tanztheater mit Wencke Kriemer de Matos
Uraufführung am Sonntag, 29. Januar 2017, 19.00 Uhr im Glashaus der Landesbühnen Sachsen

Landesbühne Sachsen / Prinzessinnen - Wencke Kriemer de Matos © Hagen König

Landesbühne Sachsen / Prinzessinnen – Wencke Kriemer de Matos © Hagen König

Wenn die Spielzeit unter dem Motto «Märchen und Mythen» steht, liegt es nahe, sich einen Abend lang dem Phänomen «Prinzessin» zu nähern, das in vielen Märchen eine zentrale Rolle spielt – als Projektionsfläche von Wünschen, als Inkarnation von Glück und gesellschaftlichem Erfolg, als Wirklichkeit gewordener Traum.

Märchen, Mythen, Träume – sie alle Bedienen sich, wie Erich Fromm in seinem gleichnamigen Buch formuliert, einer symbolischen Sprache, hinter der sich Weisheit und Wissen vergangener Zeiten verbirgt. Und wenn wir es lernen, die Symbolsprache der Märchen und Mythen zu deuten, eröffnet das die Chance, uns selbst, unsere Hoffnungen und Ängste besser zu verstehen, Wie sie sich beispielsweise in unseren nächtlichen Träumen spiegeln.

Was aber macht eine Prinzessin aus? Dass sie als solche behandelt wird oder als solche handelt? Ihre Herkunft? Ihre äußere oder innere Schönheit? Ihre ewige Jugend? Denn weder Dornröschen hinter ihrer Hecke noch Schneewittchen in ihrem Glassarg altern, ebenso wenig wie Prinzessin Diana, die durch ihren frühen Tod ewig «Die Königin der Herzen» bleiben wird.

Allerdings ist das Leben einer Prinzessin damals wie heute nicht frei von Konflikten und se bedarf hhrer professionellen Erlösung: Denn wird die weiße Schwanenprinzessin mit der Schwarzen verwechselt, oder die kleine Meerjungfrau, die um der Liebe Willen ihren Fischschwanz und ihre Stimme opfert, im Angesicht ses Meerkönigs verstoßen, so kann das durchaus ihren Tod bedeuten!

Inszenierung: Manuel Schöbel; Choreografie: Carlos Matos; Ausstattung: Kim Scharnitzky


Spielplan Januar 2017

So 01.01.2017 17:00
Der kleine Prinz,  Schauspiel nach Antoine de Saint-Exupéry
Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Mi 04.01.2017 10:00 +12.00 Labyrinth
Ein Stück fürs Klassenzimmer von Friederike Spindler ( ab 10) Herrnhut Zinzendorfschule


Do 05.01.2017 10:00 + 12.00- Fake oder war doch nur Spaß
Klassenzimmerstück von Karl Koch (ab 13) Herrnhut Zinzendorfschule
19:00 junges.studio: Sneak Music Stage
zu den Stücken “Anne Frank” und “Der Prozeß” Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Fr 06.01.2017
19:30 Von einem der auszog, das Gruseln zu lernen,  Märchen von Manuel Schöbel nach den Brüdern Grimm (ab 6) Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne

19:30 Das Feuerwerk,  Musikalische Komödie von Paul Burkhard Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

20:00 Fisch zu viert,  Komödie von Wolfgang Kohlhaase, Mitautorin: Rita Zimmer / Kooperation mit dem Theaterkahn Dresden Theaterkahn Dresden


Sa 07.01.2017 15:00+ 19.00 Neujahrskonzert der Elbland Philharmonie Sachsen «Wien bleibt Wien» Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
20:15 Acts of Goodness
Schauspiel Von Mattias Andersson (Ab 14) – Deutschsprachige Erstaufführung die bühne – das Theater der TU Dresden


So 08.01.2017 11:00 Matinee zu Samson et DalilaOper von Camille Saint-Saëns Landesbühnen Sachsen – Glashaus

18:00 Willi`s Rumpelkammer – Hits Großenhain Schloss

19:00 Premiere Das Tagebuch der Anne Frank
Mono-Oper von Grigori Frid (Ab 14) Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

20:15 Acts of Goodness
Schauspiel Von Mattias Andersson (Ab 14) – Deutschsprachige Erstaufführung die bühne – das Theater der TU


Di 10.01.2017 10:00 Big Deal
Schauspiel von David S. Craig (ab 13) Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

10:30 Wunderland
Zweiteiliger Tanzabend von Wencke Kriemer de Matos und Henrik Kaalund Theater Döbeln


Mi 11.01.2017 10:00 Big Deal
Schauspiel von David S. Craig (ab 13) Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

10:00 Deine Helden, meine Träume
Klassenzimmerstück von Karen Köhler ( ab 13) Oberschule Kötzschenbroda

10:00 Zigeuner-Boxer
Klassenzimmerstück von Rike Reiniger ( ab 14) Oberschule Kötzschenbroda

10:30 Wunderland
Zweiteiliger Tanzabend von Wencke Kriemer de Matos und Henrik Kaalund Mittelsächsisches Theater Freiberg

13:40 Premiere Der Prozess
Figurentheater nach dem Roman von Franz Kafka (ab 11. Klasse) Gymnasium Coswig


Do 12.01.2017 10:00 Acts of Goodness
Schauspiel Von Mattias Andersson (Ab 14) – Deutschsprachige Erstaufführung Landesbühnen Sachsen – Studiobühne
10:00 Zigeuner-Boxer
Klassenzimmerstück von Rike Reiniger ( ab 14) Oberschule Kötzschenbroda
19:30 Das Feuerwerk
Musikalische Komödie von Paul Burkhard Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen


Fr 13.01.2017 10:00 Acts of Goodness
Schauspiel Von Mattias Andersson (Ab 14) – Deutschsprachige Erstaufführung Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

13:15 Der Prozess
Figurentheater nach dem Roman von Franz Kafka (ab 11. Klasse) Gymnasium Coswig

19:30 Zum letzten Mal!!!
Wie im Himmel
Schauspiel von Kay Pollak Nach dem gleichnamigen Film
In Zusammenarbeit mit Chören der Region Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne

19:30 Als die Bilder sprechen lernten – Silent Movies
Tanzabend von Carlos Matos Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Sa 14.01.2017 19:00 Premiere
Samson et Dalila
Oper von Camille Saint-Saëns Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne

19:30 Fisch zu viert
Komödie von Wolfgang Kohlhaase, Mitautorin: Rita Zimmer / Kooperation mit dem Theaterkahn Dresden Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

19:30 Das Feuerwerk
Musikalische Komödie von Paul Burkhard Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen


So 15.01.2017 16:00 Nussknacker und Mäusekönig
Gastspiel Tanzstudio Novák (Kinderballett) Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne

19:00 Das Tagebuch der Anne Frank
Mono-Oper von Grigori Frid (Ab 14) Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

19:00 Länderabend Portugal Goldne Weintraube Radebeul

19:30 Philemon und Baucis
Marionettenoper von Joseph Haydn / Kooperation mit dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen
Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen


Di 17.01.2017 12:00 INVASION mit
Erste Stunde Kant Gymnasium

12:00 Deine Helden, meine Träume

12:00 Der Prozess
Figurentheater nach dem Roman von Franz Kafka (ab 11. Klasse)

20:00 Fisch zu viert
Komödie von Wolfgang Kohlhaase, Mitautorin: Rita Zimmer / Kooperation mit dem Theaterkahn Dresden Theaterkahn Dresden


Mi. 18.1.2017 10:00 Der kleine Prinz
Schauspiel nach Antoine de Saint-Exupéry Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne

11:30 Der Prozess
Figurentheater nach dem Roman von Franz Kafka (ab 11. Klasse) Gymnasium Coswig

19:30 Pyramus und Thisbe
Opernparodie nach Shakespeare von John Frederick Lampe ,(Mit englischen Arien und deutschen Dialogen) Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

20:00 Fisch zu viert
Komödie von Wolfgang Kohlhaase, Mitautorin: Rita Zimmer / Kooperation mit dem Theaterkahn Dresden Theaterkahn Dresden


Do 19.01.2017 09:35 Fake oder war doch nur Spaß Gymnasium Coswig

19:30 Ein Winter unterm Tisch
Komödie von Roland Topor Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Fr 20.01.2017 19:30 Wunderland
Zweiteiliger Tanzabend von Wencke Kriemer de Matos und Henrik Kaalund Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

19:30 Das Feuerwerk
Musikalische Komödie von Paul Burkhard Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

20:00 Samson et Dalila
Oper von Camille Saint-Saëns Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Sa 21.01.2017
16:00 Gold!
Musiktheater für junge Menschen von Leonard Evers (Ab 5) Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

19:30 Fame – Das Musical
Idee und Entwicklung: David De Silva, Buch: Jose Fernandez, Liedtexte: Jacques Levy, Musik: Steve Margoshes / Mit Live-Band Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne

19:30 Im Weißen Rössl
Singspiel von Ralph Benatzky, Fassung «Bar jeder Vernunft»
König Albert Theater Bad Elster


So 22.01.2017 15:00 Das Feuerwerk
Musikalische Komödie von Paul Burkhard Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

19:00 Samson et Dalila
Oper von Camille Saint-Saëns Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne

19:00 Ich habe Rücken
Gastspiel des «Kabarett Academixer»
Mit Ralf Bärwolff und Carolin Fischer Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Di 24.01.2017 10:00 Odysseus Freie Schule Schwepnitz

10:00 Faust I – Der Tragödie erster Teil
Von Thilo Schlüssler Nach Johann Wolfgang Goethe (Ab 14) Freie Schule Schwepnitz

10:00 Lillys Bus Freie Schule Schwepnitz

10:00 Das Tagebuch der Anne Frank
Mono-Oper von Grigori Frid (Ab 14) Freie Schule Schwepnitz

10:00 Deine Helden, meine Träume
Klassenzimmerstück von Karen Köhler ( ab 13) Freie Schule Schwepnitz
10:00 Erste Stunde Freie Schule Schwepnitz


Mi 25.01.2017
10:00 Deine Helden, meine Träume Oberschule Kötzschenbroda
Klassenzimmerstück von Karen Köhler ( ab 13)

18:00 Acts of Goodness
Schauspiel Von Mattias Andersson (Ab 14) – Deutschsprachige Erstaufführung Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Do 26.01.2017
18:00 Theatersport
Improvisationsspielshow aus Kanada Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

19:30 Samson et Dalila
Oper von Camille Saint-Saëns Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Fr 27.01.2017 10:00 Das Tagebuch der Anne Frank
Gedenkveranstaltung Sächsischer Landtag
12:30 Faust I – Der Tragödie erster Teil Luisenstift Radebeul
19:30 Amphitryon
Komödie von Molière Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Sa 28.01.2017 19:30 Samson et Dalila
Oper von Camille Saint-Saëns Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne

19:30 Als die Bilder sprechen lernten – Silent Movies
Tanzabend von Carlos Matos Kulturwerk MSH Schauspiel Eisleben gGmbH


So 29.01.2017 15:00 Zum letzten Mal!!!
Amphitryon
Komödie von Molière Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne16:00 Gold!
Musiktheater für junge Menschen von Leonard Evers (Ab 5) Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

16:00 Eine Nacht in Venedig
Operette von Johann Strauss Theater Meißen

19:00 Premiere – Uraufführung  Prinzessinnen
Tanztheater mit Wencke Kriemer de Matos
– Landesbühnen Sachsen – Glashaus


Mo 30.01.2017 17:00 Kochen Kunterbunt
Di 31.01.2017 10:25+
12.45 Labyrinth Leonhard-Frank-Oberschule, Coswig

 

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