Essen, Philharmonie Essen, Pianist Mikhail Pletnev und das Russian National Orchestra, 06.04.2019

März 29, 2019 by  
Filed under Konzert, Philharmonie Essen, Pressemeldung

logo_philharmonie_essen

Philharmonie Essen

Philharmonie Essen / Mikhail Pletnev © Alexei Molchanovsky

Philharmonie Essen / Mikhail Pletnev © Alexei Molchanovsky

Pianist Mikhail Pletnev spielt mit dem Russian National Orchestra

Rachmaninows 2. Klavierkonzert am Sa., 6. April 2019, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen.

Konzerteinführung für Kinder ab 10 Jahren

Mit einem feinsinnigen Solo-Recital konnte man Mikhail Pletnev gerade erst in der Philharmonie Essen erleben. Bis zu seiner Rückkehr in den Alfried Krupp Saal dauert es nicht mehr lange: Am Samstag, 6. April 2019, um 20 Uhr ist der russische Pianist erneut zu Gast, diesmal mit seinem Russian National Orchestra unter der Leitung von Alain Altinoglu. Interpretieren wird Pletnev das ebenso berühmte wie hoch virtuose Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll von Sergej Rachmaninow. Außerdem spielt das Orchester die Ouvertüre zu „Chowanschtschina“ (Morgendämmerung an der Moskwa) von Modest Mussorgski sowie die Sinfonie Nr. 5 d-Moll, op. 47 von Dmitri Schostakowitsch.

Das Russian National Orchestra wurde 1990 von Mikhail Pletnev gegründet. Bereits im darauffolgenden Jahr stellte das britische Musikmagazin „Gramophone“ fest: „Beeindruckend – ist es möglich, dass gewöhnliche Sterbliche so spielen können?“ Seitdem sorgt das Orchester international regelmäßig für begeisternde Auftritte. Auch in der Philharmonie Essen konnte sich das Publikum in den vergangenen Jahren schon von dem einzigartigen Klang überzeugen. Erfolgreich ist das Russian National Orchestra auch auf Tonträgern: Die Aufnahme von Schostakowitschs Sinfonie Nr. 7 unter der Leitung von Paavo Järvi wurde mit dem Diapason d?Or de l?Année 2015 ausgezeichnet und für den Grammy Award 2016 nominiert.

Für Kinder ab 10 Jahren bietet die Philharmonie während des ersten Konzertteils eine separate Einführung an. Den zweiten Teil können sie dann gemeinsam mit ihren Eltern gut vorbereitet live erleben. Für Kinder und Eltern gibt es ermäßigte Karten (€ 10,00 für Erwachsene; € 6,60 für Kinder; Reservierung erforderlich unter education@tup-online.de, Tel. 02 01 81 22-826).

Gefördert von der Kulturstiftung Essen.

—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—

Bonn, Beethovenfest Bonn, 57 Konzerte im Festivalzeitraum vom 31.08 – 23.09.2018

August 17, 2018 by  
Filed under Beethovenfest, Konzert

Beethovenfest

Beethovenfest Bonn 2018 – Insgesamt sind 31.000 Tickets für 57 Konzerte im Verkauf

Zwei Wochen vor Beginn des Beethovenfestes Bonn 2018 sind für die meisten der 57 Konzerte im Festivalzeitraum vom 31. August bis zum 23. September noch (Rest-)Karten erhältlich.

Beethofenfest Bonn / Bertrand Chamayou © Marco Borggreve

Beethofenfest Bonn / Bertrand Chamayou © Marco Borggreve

Ausverkauft sind zurzeit das Eröffnungskonzert des Orchestre Philharmonique de Radio France und dem französischen Pianisten Bertrand Chamayou unter der Leitung des jungen finnischen Dirigenten Mikko Franck (31.8.), das Preisträgerkonzert des vision string quartets auf Burg Namedy (4.9.) als auch das Konzert des Orchestra of the Age of Enlightenment unter der Leitung von Adam Fischer (8.9.). Karten für das Konzert der auf Barockmusik und Wiener Klassik spezialisierten Academy of St Martin in the Fields unter der Leitung von Kit Amstrong sind bereits vergriffen (11.9.). Für die erste Aufführung (7.9.) des Beethoven Orchester Bonn von »Der Kaiser von Atlantis« unter der Leitung von Dirk Kaftan gibt es ebenfalls keine Karten mehr. Das Konzert von Markus Becker im Beethoven-Haus ist so gut wie ausverkauft (7.9.), ebenso die Konzerte des Emil Brandqvist Trios (13.9.), des Orchestra da Camera di Mantova (16.9.), des Minguet Quartetts (19.9.) als auch die Veranstaltung German Brass (22.9.).

Beethofenfest Bonn / Academy of St Martin in the Fields © Alan Kerr

Beethofenfest Bonn / Academy of St Martin in the Fields © Alan Kerr

Auf der Webseite des Beethovenfestes sind Wartelisten hinterlegt, so dass Rückläuferkarten an interessierte Besucher verteilt werden können.

Für die in der Aula der Universität stattfindende Eröffnungsmatinee (1.9.) gibt es noch Karten: Es spielt das Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung seines Chefdirigenten Dirk Kaftan. In Beethovens »Egmont«-Musik hat der britische Musikschriftsteller Paul Griffiths einen neuen – einen politischen – Text gesetzt. In ihrem Festvortrag denkt Intendantin Nike Wagner über das kreative Potential historischer und individueller Schicksalsmomente nach und erläutert das Programm des diesjährigen Festivals.

Beethofenfest Bonn / Beethoven Orchester Bonn © Thilo Beu

Beethofenfest Bonn / Beethoven Orchester Bonn © Thilo Beu

Ebenfalls noch Karten erhältlich sind für die am Eröffnungswochenende stattfindenden Veranstaltungen: Konzert des Russischen Nationalorchesters mit seinem Dirigenten Mikhail Pletnev und dem vielfach preisgekrönten Geiger Renaud Capuçon mit drei »letzten Werken« von Rossini, Schumann und Schostakowitsch (1.9.), das Konzert des Spezialensembles Orchester Rheinton unter der Leitung von Christoph Spering, das daran erinnert, dass die Niederrheinischen Musikfeste vor 200 Jahren ins Leben gerufen wurden (2.9.) sowie der Abend des CCN Ballet de Lorraine mit Choreographien von Mathilde Monnier, Merce Cunningham, Twyla Tharp (2.9.).

Für die Konzerte des Abschlusswochenendes – Sinfonieorchester Flandern mit seinem Dirigenten Jan Latham-Koenig (21.9.), Originalklang-Orchester Les Siècles unter François-Xavier Roth zusammen mit dem Tschechischen Philharmonischen Chor Brno (22.9.) und ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Michael Boder (23.9.) – stehen derzeit noch Karten zur Verfügung.

Beethofenfest Bonn / Sinfonie­orchester Flandern © Kris Hellemans

Beethofenfest Bonn / Sinfonie­orchester Flandern © Kris Hellemans

Für alle anderen Veranstaltungen in unseren sechs Schwerpunkt-Kategorien – Wege zu Beethoven, Schicksalhaftes, Jubilare / Jubiläen, Klaviersonaten-Wochenende, (Rheinischer) Originalklang, Tanz / Theater / Installation sind ebenfalls noch (Rest-)Karten erhältlich.

Für alle Musikbegeisterte, die für das Eröffnungskonzert des Orchestre Philharmonique de Radio France am 31. August keine Karten mehr erwerben konnten, gibt es die Möglichkeit, diesen Abend auf dem Bonner Marktplatz auf einer Großleinwand per Live-Übertragung im wettergeschützten Pavillon mit bestem Blick auf die große LED-Wand mitzuerleben.

 

Unser langjähriger Catering-Partner, die DACAPO Service GmbH, und das Beethovenfest Bonn laden Sie am Eröffnungswochenende herzlich zu einem exklusiven Konzertgenuss in Ludwigs Lounge ein – mit Menü, Nachspeisenbüffet, einem exzellenten Service und allen Getränken inklusive zu einem Preis von € 89 Euro pro Person.

Ludwigs Lounge öffnet jeweils eine Stunde vor Beginn der Übertragung eines Konzerts. Buchung online oder in allen VVK-Stellen.

—| Pressemeldung Beethovenfest Bonn |—

Essen, Klavierfestival Ruhr 2015, IOCO Aktuell, 16.01.2015

Januar 19, 2015 by  
Filed under IOCO Aktuell, Klavierfestival

klavierfestival.jpg
KLAVIER-FESTIVAL RUHR 2015

Klavierfestival Ruhr / Leitmotiv_2015© Norber Huettermann

Klavierfestival Ruhr / Leitmotiv_2015© Norber Huettermann

 

 Klavier- Festival Ruhr 2015

17. 4 – 4.7. 2015:  64 Events in 20 Lokationen

Franz-Xaver Ohnsorg, der rührige, energiegeladene Intendant des Klavier- Festivals Ruhr rief und sehr viele kamen zur Pressekonferenz im RWE-Salon der Essener Philharmonie. Sponsoren, Förderer und last, but not least, die Presse fand sich ein. Musikjournalisten aus allen Himmelsrichtungen spitzten die Ohren, was ihnen Professor Ohnsorg, sowie die Herren Dr. Diemer (Mercator-Stiftung) und Dr. Bleek (Leiter des Education-Programms des Klavierfestivals) zu verkünden hatten.

Wie in den Jahren zuvor wurde eine Statistik erstellt. Demnach sind in diesem Jahr 64 Veranstaltungen auf 29 Podien in 20 Veranstaltungsorten vorgesehen.

Klavierfestival Ruhr / Grimaud © Mohn

Klavierfestival Ruhr / Grimaud © Mohn

Klavierfestival Ruhr / Arger Maisk-Wohlr

Klavierfestival Ruhr / Arger Maisk-Wohlr

 – 120 Solisten wirken mit, davon 86 Pianisten und 13 Orchester, bzw. Ensembles.

– Die Pianisten sind aus 21 Ländern. Insgesamt 350 Kompositionen werden zu hören sein.
– 103 CD-Produktionen gab es bisher, acht kommen in diesem Jahr dazu.
– Des weiteren wird eine TV-Dokumentation vorbereitet.
– Hauptsponsor in diesem Jahr ist die Essener Nationalbank.

Ohnsorg wies noch einmal darauf hin, dass das Klavierfestival privat finanziert ist und ohne staatliche Zuwendungen geführt wird.

Das weltweit größte Klavierfestival findet in diesem Jahr vom 17. April bis zum 4. Juli 2015 statt. Der Vorverkauf beginnt am 17. Januar.

Schwerpunkte des diesjährigen Festivals sind der 150. Geburtstag des finnischen Komponisten Jean Sibelius in der Reihe “Der nordische Ton“, verbunden mit einer Hommage an Edward Grieg.

Klavierfestival Ruhr Trifonov Daniil © Dario Acosta Deutsche Grammophon

Klavierfestival Ruhr Trifonov Daniil © Dario Acosta Deutsche Grammophon

Außerdem wird das Klavierwerk von Alexander Skrjabin Akzente setzen. Der Skrjabin-Schwerpunkt würdigt den 100. Todestag des “exzentrischen Universal-Genies“. Allein fünf führende russische Pianisten unserer Zeit demonstrieren den hohen Rang der russischen Klavierschule: Denis Matsuev, Mikhail Pletnev, Grigori Sokolov, Daniil Trifonov und Arcadi Volodos[Von Danil Trifonov wurden Aufnahmen bei der deutschen Grammophon veröffentlicht.]

Interessant wird sicher ein Schubert-Gipfel werden, bei dem man Interpretations-Vergleiche anstellen kann. Schuberts letzte Klaviersonate in B-Dur, D 960, wird in der Deutung von Daniel Barenboim (in der Tonhalle Düsseldorf), Arcadi Volodos (in der Philharmonie Essen) und Marc-Andre Hamelin (in der Stadthalle Mühlheim) zu hören sein.

Der Schwerpunkt “Der Nordische Ton“ ist dreifach unterteilt. Olli Mustonen spielt Werke von Grieg und Sibelius. Henri Siegfriedsson spielt ein reines Sibelius-Programm. Graham Johnson und die weltweit bekannte schwedische Sopranistin Miah Persson interpretieren Lieder nordischer Komponisten.

Einen wichtigen Raum nimmt auch die Education-Arbeit des Klavier Festival Ruhr ein. Im vergangenen Jahr gab es dafür den “Junge Ohren-Preis“. In diesem Jahr konzentriert man sich auf die Musik von Bela Bartok.

Von großem Interesse dürften auch die sechs Konzerte der Reihe “Jazz Line“ sein. Mit einem außerordentlichen Bonbon nach dem offiziellen Schluss des Klavier-Festival Ruhr wird damit die Reihe gekrönt. Als einziges Konzert deutschlandweit, spielen am 11. Juli die Jazz-Pianisten Chick Corea und Herbie Hancock in der Essener Philharmonie.

Bereits zum 12. Mal ist Lang Lang Gast des Festivals. Er debütierte beim Festival 2003 in Bochum, noch vor seinem großen Durchbruch. In diesem Jahr spielt er in Wuppertal in der Historischen Stadthalle. Auf dem Programm sind Werke von Bach, Tschaikowsky und Chopin.

Klavierfestival Ruhr / Grimaud_Helen (c ) Mat Henek

Klavierfestival Ruhr / Grimaud_Helen (c ) Mat Henek

Das Eröffnungskonzert am 17. April gestalten das Klavierduo Yaara Tal und Andreas Groethuysen mit Bearbeitungen zu vier Händen von Kompositionen Mozarts, Griegs und von Richard Strauss.

Die hier angeführten Konzerte sind nur Highlights aus einem umfangreichen Programm. Es ist daher sinnvoll, dass sich ein jeder Interessent und Liebhaber des Klavier-Festivals Ruhr, so schnell wie möglich die wieder hervorragend gestaltete Broschüre anfordert.

IOCO / UGK / 16.01.2015

—| IOCO Kritik Klavierfestival Ruhr |—

Essen, Philharmonie Essen, Russisches National Orchester, Mikhail Pletnev Daniel Hope, IOCO Kritik, 11.11.2012

November 15, 2012 by  
Filed under Kritiken, Philharmonie Essen


Kritik

Philharmonie Essen

Philharmonie Essen © PE-Sven Lorenz

Philharmonie Essen © PE-Sven Lorenz

Russisches National Orchester zu Gast in der Philharmonie Essen
„Solist des Abends“: Daniel Hope, Schüler von Yehudi Menuhin

Philharmonie Essen / Daniel Hope © Harald Hoffmann

Philharmonie Essen / Daniel Hope © Harald Hoffmann

Nun zum zweiten Mal war das Russische National Orchester zu Gast in der Essener Philharmonie. Der Klangkörper wurde von Mikhail Pletnev, dem exzellenten Pianisten und Dirigenten, 1990 gegründet. Es ist kein staatliches Ensemble, sondern lebt von privaten Spenden und Sponsoring. Erst vor kurzem bekam es eine staatliche Subvention anlässlich des 20. Jubiläums 2010. In diesem Zusammenhang war es auch im Dezember des gleichen Jahres in Essen zu erleben.

Philharmonie Essen / Mikhail Pletnev © RIA Novosti

Philharmonie Essen / Mikhail Pletnev © RIA Novosti

Der diesjährige Konzertabend begann “very british“. Daniel Hope, der charismatische britische Geiger, spielte das 1910 in London uraufgeführte Violinkonzert des englischen Komponisten Edward Elgar. Solist war damals Fritz Kreisler, der auch Elgar ein paar Jahre zuvor die Anregung zu diesem Werk gegeben hatte.

Es ist ein schönes, der Spätromantik verpflichtetes Werk, in dem sich Kantabilität, zarte Lyrik und große Virtuosität des Soloparts glücklich verbinden. Dieses Violinkonzert wurde zu einem der letzten Höhepunkte in Elgars Schaffen.

Der Solist der heutigen Aufführung gehört absolut zur derzeitigen Spitzenklasse der Violin-Virtuosen. Daniel Hope, Schüler von Zakhar Bron und Yehudi Menuhin, ist bekannt für seine Vielseitigkeit und die schier unglaubliche Musikalität, die man an diesem Abend wieder erleben konnte.

Hope spielte das dreisätzige Konzert mit großem Ton, kantabel, aber auch mit festem Zugriff, wenn es gefordert war. Er entlockte seiner Guarneri del Gesú von 1742 satte, warme Töne, die insbesondere in den tiefen Lagen eine stupende Leuchtkraft entwickelten. Pletnev und das Orchester musizierten sehr aufmerksam aber vielfach zu pauschal und auf pure Begleitung reduziert.

Das Publikum feierte Daniel Hope frenetisch und erklatschte sich eine Zugabe.

Tief berührend spielte Hope das “Kaddisch“ aus einer Sonate von Ravel.

Nach der Pause erklangen zwei sinfonische Kolossal-Gemälde. Zunächst die sinfonische Dichtung “Die Toteninsel“ von Rachmaninow. Die Anregung zu diesem 1909 uraufgeführten Werk erfuhr der Komponist durch Böcklins gleichnamiges Gemälde. Pletnev ließ das Werk in allen Farben schillern und war erfolgreich um Transparenz und Plastizität bemüht. Das Orchester wusste jeden Augenwink und jede noch so knappe Geste umzusetzen.

Skrjabins Tondichtung “Poéme de l`extase“ ist ein gewaltiger Brocken. Ein durchgehender Klangrausch, in dem das Fortissimo überwiegt. Das Orchester zeigte sich in technischer Höchstform. An allen Pulten spürte man eine wahnsinnige Motivation. Mehr als die Hälfte des Orchesters besteht aus noch sehr jungen Musikern. Ein ganz junges Ensemble also, das natürlich hören ließ, was es kann und mit Ungestüm zu Werke ging, dabei aber häufig über die Strenge schlug. Es war vielfach zu laut. Vielleicht auch deswegen, weil Pletnev ein vorwärts drängendes Tempo wählte, das der Durchsichtigkeit nicht immer dienlich war.

Sehr viel Beifall gab es zum Schluss für das Orchester und seinen großartigen, mit einer natürlichen Bescheidenheit gesegneten, musikalischen Leiter Mikhail Pletnev.

IOCO / UGK / 11.11.2012

—| IOCO Kritik Philharmonie Essen |—