Berlin, Deutsche Oper Berlin, DON QUICHOTTE – Jules Massenet, 30.05.2019

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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Don Quichotte von Jules Massenet

Libretto Henri Cain, nach dem Drama „Le Chevalier de la longue figure“ von Jacques Le Lorrain sowie nach Miguel de Cervantes, Uraufführung 19. Februar 1910 Monte-Carlo

Premiere 30. Mai; 2., 7., 13., 18. Juni 2019

Jules Massenet hat mit DON QUICHOTTE einem Stoff der Weltliteratur auf der Opernbühne ein musikalisches Denkmal gesetzt. In der Welt des Titelhelden ist alles möglich, dort werden Windmühlenflügel zu Riesen, er nimmt es mit einer Horde Banditen auf und die schöne Dulcinea erwidert seine Liebe. Doch der „Ritter von der traurigen Gestalt“ muss erkennen, dass seine Träume in der Realität der anderen keinen Platz finden. Die „Comédie heroique“ DON QUICHOTTE, 1910 in Monte Carlo uraufgeführt, ist Massenets vorletzter Beitrag zum Musiktheater und in mehrfacher Hinsicht ein Werk über das Alter und den Tod: Der 68-jährige Komponist war selbst von Krankheit gezeichnet und brachte im Bett liegend die Noten aufs Papier. Nicht nur mit dem an gebrochenem Herzen sterbenden Don Quichotte fragt Massenet am Ende des Lebens, wie es gelingen kann, die Träume vom eigenen Glück Realität werden zu lassen. Auch mit der schillernden Figur der Dulcinea erzählt er, wie sich hinter einer Fassade vermeintlich purer Lebenslust die Angst vor der Vergänglichkeit verbirgt.

DON QUICHOTTE wird inszeniert von dem in Amsterdam lebenden Regisseur, Performer und Zauberer Jakop Ahlbom, der mit seiner ganz speziellen Form des Theaters europaweit gefeiert wird. Seine Produktionen verbinden in einzigartiger Weise Pantomime, Tanz, Musik und Illusion und leben von magischen, surrealistisch-albtraumhaften Bildern, so u. a. in den Stücken VIELFALT [2006], INNENSCHAU [2010], LEBENSRAUM [2012] oder jüngst HORROR [2018].

BESETZUNG
Musikalische Leitung : Emmanuel Villaume, Inszenierung : Jakop Ahlbom, Bühne : Katrin Bombe, Kostüme : Katrin Wolfermann, Licht : Ulrich Niepel, Chöre : Jeremy Bines, Dramaturgie : Dorothea Hartmann,

Don Quichotte : Alex Esposito, Sancho Pansa : Seth Carico, Dulcinée : Clémentine Margaine, Pedro : Alexandra Hutton, Garcias : Cornelia Kim, Rodriguez : James Kryshak, Juan : Samuel Dale Johnson
Chöre : Chor der Deutschen Oper Berlin, Orchester : Orchester der Deutschen Oper Berlin

 

—| Pressemeldung Deutsche Oper Berlin |—

Wien, Volksoper Wien, Der Mann von La Mancha – Mitch Leigh, Dale Wasserman, IOCO Kritik, 23.04.2016

April 23, 2016 by  
Filed under Kritiken, Musical, Volksoper Wien

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Volksoper Wien

Volksoper Wien © IOCO

Volksoper Wien © IOCO

Der Mann von La Mancha –  Mitch Leigh, Dale Wasserman

 Kultmusical in Wien: Robert Meyer ist Miguel de Cervantes

Wien / Volksoper - Robert Meyer als Don Quixote © Barbara Pálffy - Volksoper

Wien / Volksoper – Robert Meyer als Don Quixote © Barbara Pálffy – Volksoper

Ritterromane waren populär um 1600, obwohl das Mittelalter abgehakt war und Ritter sich schon lange nur noch auf Festspielen oder in  Mottenkisten tummelten. Miguel de Cervantes (1547 – 1616, er starb am 23. April 2016, vor 400 Jahren) ironisierte diesen Zeitgeist, als er 1605 und 1615 den erfolgreichen Roman Don Quixote veröffentlichte. Cervantes wurde durch seinen Don Quixote unsterblich. Es ist die Geschicht des klapprigen Landadeligen, der in der Mancha Spaniens lebt und täglich so viele Ritterromane verschlingt, dass er in der Folge die Traumwelt von Ritter, Burgen und Helden zu seiner neuen Wirklichkeit erhebt.

Der Mann von La Mancha   –  Dale Wasserman
Youtube Trailer der Volksoper Wien
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Don Quixote, der Ritter von der traurigen Gestalt mit seinen merkwürdigen Abenteuer ist auch heute noch höchst modern, ist er schließlich Ahnherr vieler Leser, welche durch intensive Lektüre das Abenteuer Buch erleben, selbst zum Romanhelden werden. Don Quixote sich über die Jahrhunderte zu einem zentralen Kunstwerk abendländischer Kultur. Bezüge zum Don Quixote finden sich in zahllosen Werken der Literatur, Malerei und Musik Europas.

Wien / Der Mann von La Mancha Ensemble © Barbara Pálffy Volksoper

Wien / Der Mann von La Mancha Ensemble © Barbara Pálffy Volksoper

Mitch Leigh, Dale Wasserman und Joe Darion geben Cervantes und seinem Don Quixote in ihrem 1963 in den USA geschaffenen Musical Der Mann von La Mancha ein verändertes Gesicht. Sprechtheater, Gesang und Rhythmik begegnen sich gleichwertig in der Handlung. Cervantes und sein Diener müssen sich wegen Gotteslästerung der Inquisition stellen. Unter Räuber, Diebe und Mörder eingekerkert rauben diese ihm sein Manuskript zum Don Quixote. Um es wieder zu erlangen stellt sich Cervantes im Gefängnis einer „Gerichtsverhandlung“ und spielt zum Spott wie Mitleid der Mitgefangenen die Abenteuer des Don Quixote, dessen unerschütterlichem Idealismus und Verkennung der Wirklichkeit: Der Kampf gegen Windmühlen, das Bartbecken eines Barbiers wird zum „Goldhelm des Mambrino“ , die Hure Aldonza erhebt er zum angebeteten Edelfräulein Dulcinea, vor der Wirklichkeit eines Spiegels zerbricht Don Quijote…. Gestärkt durch diese Aufführung unter Gefangenen geht Cervantes zum Verhör durch die Inquisition. Ergebnis offen.

Wien / Volksoper - Der Mann von La Mancha © Barbara Pálffy Volksoper

Wien / Volksoper – Der Mann von La Mancha © Barbara Pálffy Volksoper

Seit der deutschsprachigen Erstaufführung 1968 im der Theater an der Wien besitzt Der Mann von La Mancha in Wien wie im deutschen Sprachraum Kultstatus. Große Bühnendarsteller wie Josef Meinrad, Blanche Aubry, Fritz Muliar, Dagmar Koller, Karlheinz Hackl, Robert Meyer bereiten die lange Erfolgsspur des Musicals. Die Produktion der Volksoper der Spielzeit 2016/17 belebt diese Tradition.

Wien / Volksoper - Der Mann von La Mancha © IOCO

Wien / Volksoper – Der Mann von La Mancha © IOCO

In dieser Volksoper-Produktion steigt Robert Meyer als Cervantes auf einer langen Flugzeugleiter aus dem Bühnenhimmel hinab in den spartanischen, mit wenig Requisiten ausgestatteten Orkus (Regisseur Olivier Tambosi, Ausstatter Friedrich Despalmes) des Verlieses, wo sich die Mitgefangenen tummeln, „die Verhandlung eröffnen“. Die spartanische Ausstattung rückt die Protagonisten in den Mittelpunkt der Produktion. Robert Meyer, langjähriger Burgschauspieler und jetziger Intendant der Volksoper, formt das Stück als Don Quijote darstellerisch und auch gesanglich mit fesselnder Authentizität. Das gut disponierte Ensemble an seiner Seite führen Spannung, Fluss und Tragik der gesamten Produktion zu einem künstlerischen Guss. Boris Pfeifer spielt den Sancho bedächtig wie quirlig, Patricia Nessy die Aldonza / Dulzinea in mitreißender Direktheit (zu einem fummelnden Mitgefangenen: „Rede mit Deinem Mund, nicht mit Deinen Händen!“). Christian Graf als Gastwirt, Christian Drescher als Padre, Christian Dolezal als Dr. Carrasco und andere gaben dem Stück seine eigenartige, rauhe, mystisch absurde („Unschuldige müssen immer für die Sünden der Schuldigen bezahlen!“, „Glaubt ihr nicht, dass man ein wenig Güte in die Welt bringen kann?“, „Es ist der größte Wahnsinn, die Welt so zu sehen wie sie ist und nicht, wie sie sein sollte!“) wie elegische Färbung. Dirigent Lorenz C. Aichner und sein kleines Orchester, unsichtbar hinter der Bühne platziert, begleitet die Handlung; das Erkennungslied des Musicals Little Bird wird lyrischer Kontrapunkt des Abends.

So feiert das Publikum im ausverkauften Haus an der Währinger Straße Wiens Den Mann von La Mancha von Dale Wassermann und eine Produktion, welche alle Ingredienzen besitzt,  den speziellen Flair des Musicals für Wien zu bewahren.  IOCO / Viktor Jarosch / 20.04.2016

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Premiere DON QUICHOTTE, 07.12.2013

November 29, 2013 by  
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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

PREMIERE: DON QUICHOTTE

 
Oper von Jules Massenet – Heroische Komödie in fünf Akten
 
Premiere am Samstag, 7. Dezember 2013, 19.30 Uhr, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, Großes Haus
 
Jules Massenet komponierte nach Erfolgen wie „Manon“ und „Werther“ seinen „Don Quichotte“ als Alterswerk am Ende seines Lebens, bereits zwei Jahre nach der Uraufführung 1910 starb er. Und er hat das Alter selbst zum Thema gemacht. Don Quichotte will noch einmal lieben – Dulcinea ist die Frau seiner Träume, egal, was andere in ihr sehen mögen. Er hofft, sie durch eine Heldentat erringen zu können, siegt – und scheitert dennoch an ihr, die ihn zurückweist. Er stirbt gebrochenen Herzens, an seiner Seite Sancho Pansa, sein Begleiter, der zunehmend die Würde begreift, die der Ritterlichkeit des sterbenden Mannes innewohnt.
 
Die Geschichte von Don Quichotte, bereits im 17. Jahrhundert von Miguel de Cervantes erdacht, ist eine große Parabel über äußere und innere Schönheit, über den Rausch des Lebens in Jugend und Alter, den schmalen Grat zwischen Lächerlichkeit und Würde, den Graben zwischen Ideal und Realität. Massenet zeichnet seine Figuren in vielen lyrischen Farben, durchzogen von italienischem Verismo und Leitmotiven, voller Sentiment doch nie sentimental.
 
Premiere: 7. Dezember 2013, 19.30 Uhr, Großes Haus
Weitere Vorstellungen: 12., 20., 28. Dezember 2013, 12., 25. Januar, 2., 7., 15. Februar 2014
 
Musikalische Leitung Valtteri Rauhalammi Regie Elisabeth Stöppler Bühne Piero Vinciguerra Kostüme Frank Lichtenberg Choreinstudierung Christian Jeub Dramaturgie Anna Grundmeier
 
Besetzung
Don Quichotte: Krzysztof Borysiewicz
Sancho Pansa: Joachim Gabriel Maaß / Dong-Won Seo
Dulcinea: Almuth Herbst
Pedro: Dorin Rahardja
Garcias: Anke Sieloff
Rodriguez: Michael Dahmen
Juan: William Saetre
 
Opernchor und Extrachor
Neue Philharmonie Westfalen
 
—| Pressemeldung Musiktheater im Revier |—

Lübeck, Theater Lübeck, Premiere DER MANN VON LA MANCHA, 23.08.2013

August 19, 2013 by  
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Theater Lübeck

Theater Lübeck © Olaf Malzahn

Theater Lübeck © Olaf Malzahn

Premiere

Der Mann von La Mancha

 
Musical von Mitch Leigh. Buch von Dale Wassermann. Liedtexte von Joe Darion. Deutsch von Robert Gilbert. Eine Koproduktion des Theater Lübeck mit dem Theater Biel Solothurn
 
Premiere: Freitag, 23. August 2013, 19.30 Uhr, Großes Haus
 
»Träume den unmöglichen Traum!«
 
Verrückt scheint er, der alte spanische Edelmann Alonso Quijana, der zu viele Abenteuerromane gelesen und darüber den Verstand verloren hat. Realität und Phantasie verschwimmen derart, dass er den Beschluss fasst, als fahrender Ritter heldenhaft für das Gute zu kämpfen. Die Figur des Don Quixote, des »Ritters von der traurigen Gestalt«, gehört zur Weltliteratur. Sein Schöpfer, der spanische Dichter Miguel de Cervantes, ist der Titelheld des Musicals »Der Mann von La Mancha«, das, 1965 uraufgeführt, zu den erfolgreichsten Produktionen der Broadway-Geschichte zählt. Textautor war der New Yorker Regisseur, Drehbuch- und Theaterautor Dale Wassermann, die Musik stammt dem Hindemith-Schüler Mitch Leigh. 
Cervantes, mit seinem Diener im Kerker der spanischen Inquisition gefangen, muss sich gegen seine gewaltbereiten Mitgefangenen zur Wehr setzen, die ihn in einem inszenierten Schauprozess anklagen. 
Um seinen Besitz, vor allem aber sein wertvolles Manuskript des »Don Quixote« zu retten, schlägt er seine Verteidigung in Form einer Theateraufführung vor, und schlüpft selbst in die Rolle des Alonso Quijana alias Don Quixote. Das Gefängnis verwandelt sich in eine Bühne, und die Gefangenen tauchen ein in die Phantasie des Dichters, dem es gelingt, sein Umfeld von seiner Utopie des »unmöglichen Traums« anzustecken.
Mit Steffen Kubach in der Titelrolle und Vasiliki Roussi als Aldonza/Dulcinea stehen zwei charismatische Darsteller auf der Bühne, die dem Publikum bereits durch verschiedene Rollen bestens bekannt sind – Steffen Kubach etwa als Henry Higgins in »My Fair Lady« und Vasiliki Roussi in der Titelpartie von »Edith Piaf«.
Regisseurin Pascale Chevroton, die in Lübeck mit »Der Kuss der Spinnenfrau« und »Jekyll & Hyde« eindrucksvolle Musical-Inszenierungen vorgelegt hat, schafft in ihrer neuesten Regiearbeit eine Spiel-im- Spiel-Situation, die sich ganz auf die positive Kraft der Phantasie stützt. Eine Kraft, die Realität verändern kann, die Wahrnehmung beeinflusst und nicht zuletzt den Glauben an Unmögliches bestärkt. Ein Appell an die Schöpferkraft, an Visionen, an Kreativität und Originalität – und nicht zuletzt an die Kunst und das Theater!
Die Kostprobe zu dieser Produktion findet am Donnerstag, 15. August um 18.30 Uhr im Großen Haus statt. Die Kostproben im Theater Lübeck sind kostenlos.
 
Musikalische Leitung Ludwig Pflanz
Inszenierung Pascale Chevroton
Bühne Jürgen Kirner
Kostüme Tanja Liebermann
Chor Joseph Feigl
 
Mit Leonor Amaral / Steinunn Soffia Skjenstad, Gisela Prusek, Vasiliki Roussi, Cornelia Thielemann; Boris Becker, Yong-Ho Choi, Dino Di Iorio, Niklas-Philipp Gertl, Peter Grünig, Florian Kleine, Steffen Kubach, Theodor Reichardt, Mariusz Rogalinski, Enrico-Adrian Radu, Norbert Wendel
 
Kostprobe Do, 15/08, 18.30 Uhr, Großes Haus, Eintritt frei
 
Premiere Fr, 23/08, 19.30 Uhr
 
Weitere Vorstellungen So, 25/08, 18.00 Uhr; Sa, 07/09, 19.30 Uhr; Sa, 21/09, 19.30 Uhr; So, 29/09, 16.00 Uhr; Fr, 11/10, 19.30 Uhr u.a.
 
Veranstaltungsort Theater Lübeck, Großes Haus
 
—| Pressemeldung Theater Lübeck |—

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