Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Maria Kataeva – Erfolg bei Operalia 2019

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Maria Kataeva © Andreas Endermann

Deutsche Oper am Rhein / Maria Kataeva © Andreas Endermann

 Maria Kataeva – Erfolgreich bei Operalia 2019

Die Mezzosopranistin aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein gewinnt den zweiten Preis und den Publikumspreis beim Gesangswettbewerb in Prag

Maria Kataeva, Mezzosopranistin im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein, geht als zweifache Preisträgerin aus Plácido Domingos Gesangswettbewerb Operalia 2019 hervor. Sie gewann sowohl den zweiten Preis als auch den Publikumspreis des international bedeutenden Opernwettbewerbs. Damit ist zum zweiten Mal in Folge ein Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein als Sieger oder Zweitplatzierte bei diesem Wettbewerb hervorgegangen, der als der wichtigste weltweit gilt. (Adela Zaharia gewann 2017 den ersten Preis.)

Die Finalrunde wurde am Freitag, 26. Juli 2019, im Nationaltheater Prag ausgetragen. Zum Abschluss der sechs intensiven Wettbewerbstage präsentierte Maria Kataeva hier die Arie der Angelina „Nacqui all’affanno e al pianto“ aus Gioachino Rossinis Oper La Cenerentola.

Deutsche Oper am Rhein / Maria Kataeva als Angelina in La Cenerentola“ an der Deutschen Oper am Rhein © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Maria Kataeva als Angelina in La Cenerentola an der Deutschen Oper am Rhein © Hans Jörg Michel

„Wir sind sehr stolz auf Maria Kataeva, und ich gratuliere ihr sehr herzlich zu diesem fantastischen Erfolg“, sagt Generalintendant Christoph Meyer. Maria Kataeva ist nach dem Sieg von Adela Zaharia vor zwei Jahren eine weitere Künstlerin der Deutschen Oper am Rhein, die mit ihrer Auszeichnung bei einem der renommiertesten Wettbewerbe der Welt beweist, auf welch hervorragendem Niveau sich das Ensemble der Deutschen Oper am Rhein befindet.“

Maria Kataeva studierte in St. Petersburg. Ihre Opernlaufbahn begann 2011 im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein, von dort wurde sie 2013 fest ins Ensemble übernommen. Die Titelpartie in Rossinis La Cenerentola gehört auch hier zu ihren Glanzrollen. Große Erfolge feierte sie in Düsseldorf und Duisburg zuletzt auch als Elisabetta in Donizettis Maria Stuarda und als Polina in Tschaikowskys Oper Pique Dame.

Deutsche Oper am Rhein / Maria Kataeva als Elisabetta in „Maria Stuarda“ an der Deutschen Oper am Rhein © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Maria Kataeva als Elisabetta in „Maria Stuarda“ an der Deutschen Oper am Rhein © Hans Jörg Michel

In Düsseldorf gibt Maria Kataeva in der Spielzeit 2019/20 ihre Rollendebuts als Ruggiero in der Neuinszenie­rung von Georg Friedrich Händels Barockoper Alcina und als Eboli in Giuseppe Verdis Don Carlo. Als Angelina in Rossinis La Cenerentola ist ab 17. Oktober in Duisburg und ab 3. Mai in Düsseldorf zu erleben.

Der 1993 von Plácido Domingo ins Leben gerufene Wettbewerb Operalia beflügelte die Karrieren von Opernstars wie Sonya Yoncheva, Joyce DiDonato, Nina Stemme, José Cura und Rolando Villazón. Ein Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein gewann ihn bereits vor zwei Jahren: Die Sopranistin Adela Zaharia wurde bei Operalia 2017 mit dem ersten Preis und dem Zarzuela-Preis ausgezeichnet.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Köln, Oper Köln, Die Großherzogin von Gerolstein – Jacques Offenbach, 09.06.2019

April 30, 2019 by  
Filed under Oper, Oper Köln, Premieren, Pressemeldung

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Oper Köln

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

La Grande-Duchesse de Gérolstein –  Jacques Offenbach

Premiere 9. Juni 2019  – 

DAS OFFENBACH-JAHR IN KÖLN UND REGION
2019 jährt sich der Geburtstag Jacques Offenbachs, einem der berühmtesten Söhne Kölns, zum 200. Mal. Unter dem Motto: Yes We CanCan widmet die Kölner Offenbachgesellschaft dem Erfinder der Operette ein ganzes Jahr voller Veranstaltungen in Musik, Theater, Tanz und Literatur. Höhepunkt ist das Offenbach-Festival PIFF PAFF PUFF im Geburtstagsmonat Juni mit weiteren zahlreichen Veranstaltung rund um die Musik von Jacques Offenbach. 

   IOCO wird die Premiere besuchen und berichten

Als einen Höhepunkt im 200. Geburtstagsjahr des in Köln aufgewachsenen Komponisten Jacques (Jakob) Offenbach präsentiert die Oper Köln die Neuproduktion von La Grande-Duchesse de Gérolstein (Die Großherzogin von Gerolstein).

 Jacques Offenbach Grab in Montmartre © IOCO

Jacques Offenbach Grab in Montmartre © IOCO

Diese Opéra-bouffe um die ominöse, aber in allen europäischen Hauptstädten bekannte Großherzogin – gesungen von der renommierten Mezzosopranistin Jennifer Larmore – verbindet in besonderem Maße all das, was den speziellen Reiz einer „Offenbachiade“ ausmacht: zündende Melodien, Rhythmus, Witz, Esprit, Biss und raffiniert kaschierte erotische Anzüglichkeiten.

Die musikalische Leitung hat GMD François-Xavier Roth inne, der sich aus Paris kommend in Köln erstmals mit einem Werk des in Köln und Paris beheimateten Komponisten Jacques Offenbach zuwendet – gemeinsam mit dem französischen Regie- Ausstattungs-Duo Renaud Doucet und André Barbe, das an der Oper Köln bereits mit »Arabella« und »Il matrimonio segreto« seine künstlerische Visitenkarte hinterlassen hat.
Die »Grande-Duchesse« oder Die Großherzogin von Gérolstein gibt gleichzeitig den Startschuss für „Piff, paff, puff – das Jacques-Offenbach-Festival im Jubiläumsjahr“. In über 30 Veranstaltungen feiert Köln seinen berühmten Sohn vom 9. bis 27. Juni 2019 mit Konzerten, Oper, Tanz, Straßentheater, Diskussionen und Lesungen.

Besetzung

Musikalische Leitung Francois-Xavier Roth, Inszenierung Renaud Doucet, Bühne & Kostüme André Barbe, Licht Andreas Grüter, Choreografie Cécile Chaduteau, Chorleitung Rustam Samedov, Dramaturgie Georg Kehren

Mit
Die Grossherzogin Jennifer Larmore, Wanda Emily Hindrichs, Fritz › Dino Lüthy
Baron Puck › Miljenko Turk, Prinz Paul › John Heuzenroeder, General Boum › Vincent Le Texier, Baron Grogg › Nicolas Legoux, Népomuc › Alexander Fedin, Iza › Menna Cazel
Charlotte › Regina Richter, Amélie › Marta Wryk
Chor der Oper Köln, Gürzenich-Orchester Köln

Premiere 9. Juni 2019  –  weitere Vorstellungen Mi, 12. Juni › 19:30 Uhr, Do, 20. Juni › 18:00 Uhr, So, 23. Juni › 16:00 Uhr, Mi, 26. Juni › 19:30 Uhr, Do, 4. Juli › 19:30 Uhr, So, 7. Juli › 18:00 Uhr, Mi, 10. Juli › 19:30 Uhr, Fr, 12. Juli › 19:30 Uhr (letzte Aufführung)

DIE KÖLNER OFFENBACH-GESELLSCHAFT
Die Kölner Offenbach-Gesellschaft ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben und Wirken von Jacques Offenbach stärker ins Bewusstsein der Stadt Köln und der Region zu rücken. Seit Dezember 2015 wächst die Gesellschaft, zu denen viele Kölner Persönlichkeiten wie die beiden Kölner Alt- Oberbürgermeister Jürgen Roters und Fritz Schramma zählen, stetig. Zurzeit organisiert und koordiniert die Kölner Offenbach-Gesellschaft das von ihr initiierte Offenbach-Jahr 2019.

—| Pressemeldung Oper Köln |—

escape into the beautiful – Jenni Reineke, IOCO – CD-Rezension, 19.04.2019

April 21, 2019 by  
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escape into the beautiful - CD Cover © Kristina Bastelj

escape into the beautiful – CD Cover © Kristina Bastelj

 escape into the beautiful  

 CD-Debut  :  Jenni Reineke – Yoana Varbanova

von Gabi Förster

Mit ihrer Debüt-CD escape into the beautiful kleiden die Mezzosopranistin Jenni Reineke und die Schlagzeugerin Yoana Varbanova das Genre des Kunstliedes in ein neues Gewand: In vier Zyklen zeitgenössischer Originalwerke spiegeln sich die Gedichte vom Hohelied der Liebe bis hin zu moderner Lyrik in ungewohnten klanglichen Sphären wider. Die Komponisten aus Nord- und Mittelamerika erweitern das Genre des Kunstliedes mit seinen Ausdrucksmöglichkeiten in Gesang und Instrument um die vielfältige Sprache der Percussion.

IOCO stellt vor:    escape into the beautiful  –  Vom Hohelied der Liebe bis zu moderner Lyrik – In archaischer, experimenteller, exotischer und bekannt anmutender Instrumentation

Von archaischer bis hin zu experimenteller, exotischer und dann wieder bekannt anmutender Instrumentation wird der Gesang hier getragen, dort umspielt. Wie es charakteristisch für das Kunstlied ist, tragen beide Musikerinnen auf Ihre Weise und gleichsam in Einheit für die Interpretation der Texte Verantwortung. Für escape into the beautiful  erweiterte die slowenische Künstlerin Kristina Bastelj die Gestaltung von CD und Booklet mit ihren subtilen Illustrationen zusätzlich um eine visuelle Dimension. So bieten zarte Details in schier unerschöpflichen Farbspektren einen optischen Einstieg in die Atmosphäre der Lieder. Sie spüren ihrer Fragilität und Sinnlichkeit nach und greifen sowohl ihre Innerlichkeit sowie die äußere Szenerie zeichnerisch auf. Nichtsdestotrotz inspirieren und ermutigen sie die Vorstellungskraft, eigene Wege einzuschlagen.

Mit Lynn Glassocks (*1946) „Five Songs for Voice and Marimba“ auf Gedichte von Emily Dickinson (1830 – 1886) wird die CD eröffnet. Die Wahl des Instruments Marimba für alle fünf Lieder lässt das Ohr zunächst unkompliziert auf die ungewohnte Klangwelt fokussieren, die sich im Laufe der kommenden Zyklen weiter entfalten wird. In der ersten Liedgruppe wird die Aufmerksamkeit durch den sparsamen Einsatz der Marimba ganz auf die Poesie der fünf sehr unterschiedlichen, teilweise die Dur-Moll-Tonalität verlassenden Stücke gelenkt.

Die verzauberte Sprache der Dichterin Emily Dickinson lässt wenig ahnen von der Zurückgezogenheit und Krankheit, die ihr Leben prägten. Leichtfüßig öffnet sie Türen in rätselhafte Welten von fremder Schönheit, in der die Wirklichkeit sanft widerscheint. Auch musikalisch dem Augenscheinlichen entrückt, entstehen in schlichter Instrumentierung  dem Text  verhaftete Miniaturen. Wie wunderliche Mikrokosmen leuchten sie aus sich selbst heraus, fordern die Vorstellungskraft auf ihre eigentümliche Weise und belohnen sie reich. Mit vergnügtem Schmunzeln, schmerzlichem Seufzen oder blankem Wundern.

Jenni Reineke und Yoana Varbanova © Winfried Hyronimus

Jenni Reineke und Yoana Varbanova © Winfried Hyronimus

Mit den Sky Songs des Amerikaners Gene Koshinsky (*1980) wird die Marimba gegen das Hauptinstrument Vibraphon getauscht. Dessen heller, metallischer Klang hat eine besonders schwerelose Wirkung, die sich perfekt mit den Gedichten Carl Sandburgs (1878 – 1967) verbindet. Der Einsatz eines Cello-Bogens an den Platten des Vibraphons im ersten Stück (Child Moon) sorgt für geradezu kosmische Klänge, während im zweiten Stück Summer Stars das Vibraphon schweigt und Yoana Varbanova sich geschickt eine Gitarre zu Eigen macht. Helles Aufblitzen von drei Crotales und rhythmische Improvisation auf dem Korpus des Zupfinstrumentes lassen die Stimmung einer warmen Sommernacht aufflackern. Im dritten Stück – Sunsets – ist die vielseitige Schlagzeugerin wieder zurück am Vibraphon, diesmal jedoch bereichert um ein Set-Up aus Kongas und großer Trommel sowie eine die Konsonanten der Sängerin imitierende Maracas.

In den drei seit unterschiedlichen Liedern greift die Poesie Carl Sandburgs in der Einfachheit alltäglicher Momente nach den Sternen. Sehnsüchtig wirft sie ihren Blick aufs Firmament, das in der phantasievollen Instrumentation Gene Koshinskys zu klingen beginnt. Neugierig staunend beim Anblick des fernen Mondes, erleuchtet von der pulsierenden Kraft des Sommersternenhimmels oder vom goldenen Licht eines Sonnenunterganges umtanzt – farbenreich und von archaischen Rhythmen geprägt entstehen kleine musikalische Universen. Befreit von strengen stilistischen Regeln beschreiten sowohl die Stimme als auch das Instrumentarium hier unbekannte Wege. Der klangliche Einfallsreichtum des Komponisten inspiriert und lässt beiden Musikerinnen Platz für Ursprünglichkeit und Intuition der beiden ältesten musikalischen Traditionen der Menschheitsgeschichte: Gesang und Schlagwerk.

In der dritten Liedgruppe wendet sich der Mexikaner Jorge Vidales (*1969) fernöstlicher Poesie zu. Die Four Basho Haiku fokussieren sich einzig auf die virtuosen Möglichkeiten des Vibraphons. War es im vorherigen Zyklus Partner einer ganzen Palette weiterer Percussion-Instrumente, so ist es hier Solist im Zusammenspiel mit der Sängerin. Fokussierung und Klarheit der Gedanken finden sich in allen vier der Haikus für Stimme und Vibraphon wieder. Die schlichte und strenge Form der traditionellen japanischen Gedichte des bekannten Lyrikers Matsuo Basho (1644 – 1694) inspiriert den Komponisten zu einer kühlen und klaren musikalischen Form: kreisend um eindringliche Wiederholung von Text, melodischen Fragmenten und rhythmischen Figuren, während ständige Taktwechsel die  Aufmerksamkeit fesseln. Kleine, scheinbar unwichtige Beobachtungen wandeln sich zu intensiver Betrachtung von Natur, Geräuschen, Licht und Schatten. Eine kunstvolle Übung in Achtsamkeit und Klärung.

Den Kreis schließend, kehrt mit dem Song of Almah des Amerikaners Andrew Beall (*1980) die Marimba zurück in den Fokus der Instrumentierung. Die nach dem Hohelied Salomos in einer freien Collage zusammengefügten Textfragmente verwendet der Komponist für eine rein weibliche Perspektive. Der außergewöhnliche Gefühlsreichtum der alttestamentarischen Texte aus dem wird in sanften und weiten Cantilenen hörbar gemacht. Von Leidenschaft berauscht entfesseln diese die Grenzen des stimmlichen Ambitus und führen aus sinnlicher Tiefe in dramatische Höhepunkte. Gebettet werden die großen melodischen Linien in geradezu orchestral anmutende und warme romantische Harmonik und Fülle des gesamten Umfangs der großen Marimba. So entfaltet sich eine schwelgerische, duftende und von wehmütigem Vermissen getränkte nächtliche Welt. Gesang und Instrument schmiegen sich in wiederkehrenden Melodien kreisend aneinander und finden sich in verträumten Duetten urtümlicher Liebesbekundung.


Die Künstler:  Jenni Reineke und Yoana Varbanova widmen sich leidenschaftlich der Kammermusik in ihren  zahlreichen Facetten. Nach Under a starry sky ist escape into the beautiful das zweite Konzertprogramm der beiden Künstlerinnen. Sie debütierten im Dezember 2016 während des Festivals „Forum Lied zwischen den Jahren im Theater Gütersloh“. Kurz darauf wurden sie in die Förderung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken-Stiftung aufgenommen. In ihren Programmen widmen sie sich sowohl zeitgenössischen Originalkompositionen sowie eigenen Arrangements bekannter Werke und der Improvisation auf einem breitgefächerten Instrumentarium.

Jenni Reineke studierte in Detmold Gesang und Liedgestaltung, lebt freischaffend in Wuppertal ist Mitglied verschiedener professioneller Kammerchöre wie Cappella Amsterdam oder dem Nederlands Kamerkoor und ist in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz tätig. Jenni Reineke arbeitete bislang mit Dirigenten wie Ton Koopman, Florian Helgath, Peter Dijkstra, Kaspars Putnins und Daniel Reuss. Konzertreisen führten sie nach Südamerika, China, Taiwan und nahezu alle Länder Europas.

Als Solistin fokussiert sie sich derzeit auf das Kunstlied der Romantik und Moderne sowie auf die Altpartien des Konzert- und Oratorienrepertoires. Sie war Finalistin des Internationalen Wettbewerbs für das Lied des 20. und 21. Jahrhunderts in Karlsruhe 2017 und wurde mehrfach mit einem Deutschland-Stipendium ausgezeichnet. Jenni Reineke studierte ab 2013 Opern- und Konzertgesang bei Gerhild Romberger sowie ab 2015 Liedgestaltung bei Manuel Lange an der Hochschule für Musik Detmold. Weitere Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei Klesie Kelly und Aribert Reimann.

Yoana Varbanova wurde in Bulgarien geboren, wo sie im Alter von 8 Jahren begann, kleine Trommel und Xylpophon zu spielen und seit dem zwölften Lebensjahr zusätzlich Unterricht auf dem Marimbaphon und weiteren Schlaginstrumenten erhielt. Nachdem sie im Jahr 2001 mit dem „Nationaldiplom für ausgezeichnete Leistungen“ geehrt wurde, begann sie ihr Studium an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Peter Prommel. Nach ihrer Künstlerischen Diplomprüfung folgten die Aufbaustudiengänge Kammermusik und „Orchesterzentrum“ sowie abschließend das Konzertexamen, das sie mit Auszeichnung bestand. Sie ist Preisträgerin des Alumni-Wettbewerbes der HfM Detmold. Meisterkurse und Workshops im In- und Ausland besuchte sie bei namhaften Musikern wie Nancy Zeltsman, Peter Sadlo, She e-Wu, Nick  Woud, Tchiki Duo und weiteren. Seit 2004 ist sie Mitglied in dem Artwork Ensemble und dem Ensemble Vinorosso, mit denen sie regelmäßig und weltweit auftritt. Darüber hinaus überzeugt sie sowohl als Solistin als auch als Mitglied in zahlreichen Orchestern und Kammermusikformationen in ganz Deutschland. Seit einigen Jahren konzertiert sie im innovativen Konzertformat „Concert in the Dark“. Als Mitglied des Detmolder Kammerorchesters gewann sie 2015 einen ECHO Klassik. Seit 2013 ist sie Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik Detmold.

—| IOCO CD-Rezension |—

Hannover, Staatsoper Hannover, Premiere Babbel – Paula Fünfeck, 09.01.2019

Januar 3, 2019 by  
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Staatsoper Hannover 

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

BabbelPaula Fünfeck – Junges Theater

– Eine Sängerin und neun Rollen –

am 9. Januar 2019 findet in der Jungen Oper der Staatsoper Hannover die Premiere von Paula Fünfecks Musiktheaterproduktion Babbel statt. Das hannoversche Opernhaus ist damit das zweite Theater in Deutschland, das dieses 2016 komponierte Werk aufführt. Fünfeck hat basierend auf der alttestamentarischen Erzählung vom Turmbau zu Babel ein Stück über den Verlust des (Sprach-)Paradieses und die Wiederentdeckung in Klängen und Tönen geschrieben.

In der neuesten Musiktheaterproduktion der Jungen Oper übernimmt die Mezzosopranistin Marlene Gaßner neun Partien und verkörpert neben einem größenwahnsinnigen König, einen Faulenzer, den Lehmziegel Zacharias, einen zornigen Gott, die Titelgebende Figur Babbel und insgesamt drei heimatlose Tiere. Musikalisch begleitet wird sie dabei von einem Posaunisten und einem Schlagzeuger des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover.

Ab dem 9. Januar ist die Oper Babbel von Paula Fünfeck für alle ab fünf Jahren im Ballhof Zwei zu erleben. Frei nach der alttestamentarischen Erzählung vom Turmbau zu Babel ist das Werk eine zugleich witzige und ernste Geschichte von einem König, der zu den Sternen möchte und sie dabei aus den Augen verliert; vom Verlust des (Sprach-) Paradieses und seiner Wiederentdeckung in Klängen und Tönen. Inszeniert wird Babbel von Neil Barry Moss, der gleichzeitig auch für das Kostümbild verantwortlich zeichnet. Das Bühnenbild, das eine Art Pop-up-Buch darstellt, wurde von Veronika Kaleja entworfen.

Eine Familienvorstellung von „Babbel“ findet am Sonntag, 3. Februar, statt. Tickets sind an den Kassen der Staatstheater Hannover oder per Telefon unter 0511 99 99 11 11 erhältlich.

—| Pressemeldung Staatsoper Hannover |—

 

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