Frankfurt, Oper Frankfurt, Wiederaufnahme Falstaff von Giuseppe Verdi, 23.09.2016

September 16, 2016 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt / Falstaff © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Falstaff © Monika Rittershaus

 FALSTAFF von Giuseppe Verdi

Text Arrigo Boito, Nach The Merry Wives of Windsor (1597), Passagen aus Henry IV (1597) von William Shakespeare, In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Wiederaufnahme: Freitag, 23. September 2016, um 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen: 29. September, 2., 7., 9. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 15. Oktober 2016, alls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

Musikalische Leitung: Julia Jones / Gaetano Soliman (15. Oktober 2016)
Inszenierung: Keith Warner, Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Dorothea Kirschbaum, Bühnenbild: Boris Kudlicka, Kostüme: Kaspar Glarner
Licht: Davy Cunningham, Chor: Markus Ehmann, Dramaturgie: Norbert Abels

Sir John Falstaff:  Željko Lucic,  Ford, Alices Gatte: James Rutherford
Fenton: Martin Mitterrutzner, Nannetta, Alices Tochter: Kateryna Kasper / Elizabeth Reiter (9., 15. Oktober 2016), Mrs. Alice Ford: Jessica Strong
Mrs. Meg Page: Paula Murrihy / Claudia Mahnke (7., 9., 15. Oktober 2016)
Mrs. Quickly: Anna Larsson, Dr. Cajus: Hans-Jürgen Schöpflin
Bardolfo, in Falstaffs Diensten: Ralf Simon, Pistola, in Falstaffs Diensten: Barnaby Rea
Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Oper Frankfurt / Falstaff © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Falstaff © Monika Rittershaus

Die aktuelle Inszenierung von Falstaff, dem letzten Werk von Giuseppe Verdi (1813-1901), stammt aus der Spielzeit 2013/14 und wird nun zum zweiten und letzten Mal wiederaufgenommen. Inszeniert hatte Verdis altersweise Komödie der in Frankfurt wohlbekannte britische Regisseur Keith Warner als Referenz an den weltberühmten Schriftsteller, der sich die literarische Vorlage des Spätwerks ausgedacht hat: William Shakespeare. Gefallen hat das sowohl dem Publikum als auch der Presse:  Warners Regie fußt ganz auf dem, was die Musik an ironischen Momenten vorgibt, ist bis ins kleinste Detail durchdacht und natürlich very british. Sie führt die Personen immer wieder zu ausdrucksstarken Bildern zusammen, ohne dass die turbulente Handlung in derben Klamauk abrutscht – eine Gratwanderung, die Keith Warner brillant gelingt.“

Der beleibte Sir John Falstaff ist von seiner Wirkung auf die Damenwelt überzeugt. Da er zudem gerade wieder einmal in Geldnöten ist, schreibt er identische Briefe an zwei gutsituierte Damen in der Hoffnung, sich mittels eines amourösen Abenteuers zu sanieren. Doch sein doppeltes Spiel wird durchschaut, so dass Alice und Meg mit Hilfe der resoluten Nachbarin Mrs. Quickly den Spieß umdrehen und schadenfroh Rache nehmen. Nachdem Falstaff, vor seinen Verfolgern in einem Korb verborgen, zusammen mit der schmutzigen Wäsche in der Themse landet, wird er zum Schluss sogar noch von jenen verprügelt, die er hinters Licht führen wollte. Aber Sir John nimmt es gelassen: „Jeder hält jeden zum Narren, und am Ende sind alle Gefoppte.“

Die musikalische Leitung liegt bei der britischen Dirigentin Julia Jones, die nach Chefpositionen in Basel und Lissabon seit Sommer 2016 den Posten der Generalmusikdirektorin des Sinfonieorchesters Wuppertal bekleidet. In der Titelpartie kehrt mit Željko Lucic die Premierenbesetzung und ein echter Publikumsliebling zurück an den Main. Bis 2008 gehörte er zum Ensemble der Oper Frankfurt, um danach seinen internationalen Verpflichtungen an den renommiertesten Bühnen weltweit nachzugehen. Neu besetzt ist die die schwedische Altistin Anna Larsson, die mit der Partie der Mrs. Quickly ihr Hausdebüt vorlegt. Aktuelle Aufgaben der Sängerin führen sie an die Staatsopern von Berlin und Wien sowie an das Royal Opera House in London. Zu Umbesetzungen aus dem Ensemble gehören James Rutherford (Ford) sowie Kateryna Kasper im Wechsel mit Elizabeth Reiter (Nannetta), Paula Murrihy (Mrs. Meg Page) und „Neuzugang“ Barnaby Rea (Pistola). Gäste, die erstmals in die Inszenierung einsteigen, sind das ehemalige Frankfurter Opernstudio-Mitglied Jessica Strong (Mrs. Alice Ford) sowie Hans-Jürgen Schöpflin (Dr. Cajus) und Ralf Simon (Bardolfo). Alle übrigen besetzten Sänger sind mit der Produktion bereits vertraut.

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Saarbrücken, Saarländisches Staatstheater, Premiere Falstaff von Giuseppe Verdi, 11.06.2016

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Saarländisches Staatstheater Saarbrücken

Saarbrücken / Saarlaendisches Staatstheater © Marco-Kany

Saarbrücken / Saarlaendisches Staatstheater © Marco-Kany

Premiere Falstaff 11.06.2016
Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi – Libretto von Arrigo Boito

nach William Shakespeares Komödie »Sir John Falstaff and the Merry Wives of Windsor« und Auszügen aus »King Henry IV.«

In der letzten Opernpremiere dieser Spielzeit widmen sich Regisseur Johannes Pölzgutter und GMD Nicholas Milton Verdis grandiosem Alterswerk.
Olafur Sigurdarson singt und spielt die Titelpartie des liebestollen, dicken Ritters John Falstaff. Allen Bemühungen zum Trotz bleibt er alleine – entlarvt und verhöhnt. Doch der Schluss ist versöhnlich, und alle stimmen ein in die berühmte Fuge: »Tutto nel mondo è burla« – »Die ganze Welt ist Spaß! «

»Nachdem wir Schreie und Klagen im menschlichen Herzen geweckt haben – nun mit berstendem Gelächter schließen! Das wird alle umwerfen!«, schrieb der Textdichter Boito an den 75-jährigen Verdi, der am Ende einer glänzenden Karriere eine neue Herausforderung suchte, indem er sich mit seinem »Falstaff« einem komödiantischen Stoff zuwandte. Die Annäherungsversuche des liebestollen, dicken Ritters John Falstaff bei den Damen Alice Ford und Meg Page sind plump wie berechnend, deshalb erspart er sich die Mühe, die Angebeteten individuell per Brief zum Rendezvous zu bitten und schickt zwei identische – ein entscheidender strategischer Fehler, der dazu führt, dass er erst in einem Wäschekorb landet, dann in der Themse, später im Wald, wo sich Waldelfen und Geister herumtreiben und sich Liebespaare glücklich finden, die sich nicht finden sollten. Er bleibt alleine – entlarvt und verhöhnt. Doch der Schluss ist versöhnlich, und alle stimmen ein in die berühmte Fuge: »Tutto nel mondo è burla« – »Die ganze Welt ist Spaß!«

Spieldauer 2 Stunden 30 Minuten

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Nicholas Milton
Inszenierung: Johannes Pölzgutter
Bühnenbild: Rainer Sellmaier
Kostüme: Janina Ammon
Dramaturgie: Brigitte Heusinger
Chor: Jaume Miranda
Mit dem Opernchor des SST und dem Saarländischen Staatsorchester

—| Pressemeldung Saarländisches Staatstheater |—

Zürich, Opernhaus Zürich, Wiederaufnahme: FALSTAFF, 15.09.2015

September 11, 2015 by  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Wiederaufnahme: FALSTAFF

Oper von Giuseppe Verdi
Commedia lirica in drei Akten
Libretto von Arrigo Boito nach dem Drama
«Sir John Falstaff and the Merry Wives of Windsor» sowie
Auszügen aus «King Henry IV» von William Shakespeare

In italienischer Sprache
mit deutscher und englischer Übertitelung

Wiederaufnahme am 15 Sep 2015, 19:00

«Ein Lebenswerk der Leidenschaft endigt mit einem Ausbruch von Heiterkeit» – so kommentierte Verdis Textdichter Arrigo Boito dessen Falstaff. Die grimmig-komische Geschichte um den heruntergekommenen und liebestollen Ritter Sir John Falstaff ist Verdis einzige Komödie und gleichzeitig das Werk, mit dem sich der Komponist 1893 von der Bühne verabschiedete. Basierend auf Shakespeares Lustigen Weibern von Windsor erzählt die Oper von dem dicken Ritter Falstaff, der seine Geldnöte durch Liebesabenteuer mit steinreichen Bürgersfrauen zu lindern versucht. Mrs. Alice Ford und Mrs. Meg Page, die empörten Empfängerinnen von Falstaffs Liebesbotschaften, verpassen dem Dickwanst nicht nur einen klug eingefädelten Denkzettel, sondern überlisten auch Fords Widerstand gegen die Hochzeit seiner Tochter Nannetta mit Fenton. Der brüskierte Titelheld reagiert am Ende mit weiser Überlegenheit: gelassene Heiterkeit ist die einzig angemessene Reaktion auf das verwirrte Treiben dieser Welt.

Kann man sich einen stimmmächtigeren und charakterstärkeren Bassbariton in der Partie des Falstaff vorstellen als den walisischen Weltstar Bryn Terfel? Nach seinem gloriosen Zürcher Auftritt als Holländer gibt er sich nun in unserer Falstaff-Wiederaufnahme die Ehre. Generalmusikdirektor Fabio Luisi nimmt sich am Dirigentenpult Verdis vor Humor und Ideenfülle sprü­hender Partitur an. Javier Camarena gibt den Fenton.

Musikalische Leitung Fabio Luisi
Inszenierung Sven-Eric Bechtolf
Bühnenbild Rolf Glittenberg
Kostüme Marianne Glittenberg
Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung Ernst Raffelsberger

BESETZUNG:
Mrs Alice Ford: Serena Farnocchia
Nannetta: Sen Guo
Mrs Quickly: Judit Kutasi
Mrs Meg Page: Judith Schmid
Sir John Falstaff: Bryn Terfel
Ford: Roman Burdenko
Fenton: Javier Camarena
Dr. Caius: Airam Hernandez
Bardolfo: Dmitry Ivanchey
Pistola: Dimitri Pkhaladze

Philharmonia Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich
Chor der Oper Zürich

Weitere Vorstellungen:
18 Sep 2015, 19:30
20 Sep 2015, 20:00
24 Sep 2015, 19:30
27 Sep 2015, 14:00

Pressemeldung Opernhaus Zürich

Berlin, Deutsche Oper Berlin, Premiere FALSTAFF, 17.11.2013

August 26, 2013 by  
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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Bernd Uhlig

Deutsche Oper Berlin © Bernd Uhlig

Premiere

Falstaff

 
Giuseppe Verdi (1813 – 1901)
 
Commedia lirica in drei Akten
Libretto von Arrigo Boito nach William Shakespeares „The Merry Wives of Windsor“
Uraufführung am 9. Februar 1893 in Mailand
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 17. November 2013
 
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 
Premiere So 17. November 2013 18:00 Uhr
 
Weitere Vorstellungen:
Fr 22. November 2013 19:30 Uhr
Fr 29. November 2013 19:30 Uhr
Do 5. Dezember 2013 19:30 Uhr
Sa 7. Dezember 2013 19:30 Uhr
Mo 30. Dezember 2013 19:30 Uhr
Sa 4. Januar 2014 19:30 Uhr (Zum letzten Mal in dieser Spielzeit)
 
So wie sich William Shakespeares Komödien nie im Klamottenhaften erschöpfen, sondern immer auch von den Traurigkeiten und Einsamkeiten hinter den Masken der Narrheiten erzählen, ist Verdis Alterswerk FALSTAFF ebenfalls weitaus mehr als eine lustige Spieloper. Auf der Grundlage von Shakespeares „The Merry Wives of Windsor“ und „Henry IV.“ schuf Verdi mit FALSTAFF eine der differenziertesten Partituren des 19. Jahrhunderts, die als zentrales Prinzip das Theater selbst zum Thema macht. 
 
Immer wieder erklärt die Gesellschaft die Begegnung mit Falstaff zum Spielfeld der Lügen und Maskeraden: ein vorgetäuschtes Rendezvous, ein verkleideter Ehemann als Spion, ein arrangierter kollektiver Spuk im nächtlichen Park. Falstaff ist der individualistische Außenseiter, der durch seine Andersartigkeit die bürgerliche Ordnung aufmischt und zum Spielen, zum Theater, zur Anarchie bringt.
 
FALSTAFF entstand in derselben Zeit, in der Verdi das Musiker-Altenheim „Casa Verdi“ in Mailand gründete, und zeugt gleichermaßen von Jugendlichkeit wie Lebenserfahrung des knapp 80jährigen Komponisten. Das Älterwerden ist Thema, Momente der Einsamkeit und Depression scheinen auf. Immer präsent bleibt dabei jedoch der Geist der Schlussfuge: „Tutto nel mondo è burla. / Alles auf der Welt ist Spiel und Scherz.“ 
 
Nach der umjubelten Neuproduktion von Janáceks JENUFA im Jahr 2012 setzen Regisseur Christof Loy und Generalmusikdirektor Donald Runnicles ihre erfolgreiche Teamarbeit an der Deutschen Oper Berlin nun mit FALSTAFF fort.
Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.
Präsentiert von kulturradio vom rbb, taz.die tageszeitung, tip berlin und Wall AG.
 
Musikalische Leitung Donald Runnicles
Inszenierung Christof Loy
Bühne Johannes Leiacker
Kostüme Ursula Renzenbrink
Licht Bernd Purkrabek
Chöre William Spaulding
Choreographie Thomas Wilhelm
Dramaturgie Dorothea Hartmann
 
 
Besetzung:
Sir John Falstaff: Markus Brück
Ford: Michael Nagy
Fenton: Joel Prieto
Doktor Cajus: Thomas Blondelle
Bardolfo: Gideon Poppe
Pistola: Marko Mimica
Alice Ford: Barbara Haveman
Nannetta: Elena Tsallagova
Mrs Quickly: Dana Beth Miller
Meg Page: Jana Kurucová
Wirt: N. N.
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin
 
—| Pressemeldung Deutsche Oper Berlin |—

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