Mannheim, Musikalische Akademie, 6. Akademiekonzert – Mozart und Mendelssohn, IOCO Aktuell, 04.04.2021

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Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

NTM Nationaltheater Mannheim © Christian Kleiner

NTM Nationaltheater Mannheim © Christian Kleiner

MUSIKALISCHE AKADEMIE

6. Akademiekonzert 2020/21  –  Mozart und Mendelssohn

Das 6. Akademiekonzert 2020/21 der Musikalischen Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim e.V. wird am 12. April 2021 um 20 Uhr live aus dem Mannheimer Rosengarten übertragen. Der reduzierten Besetzungsgröße geschuldet, präsentiert der Verein statt desgeplanten Bruckner-Abends ein Konzertprogramm mit Mozarts 29. Symphonie, Jacques Iberts Divertissement und Mendelssohns Italienischer. Antonello Manacorda kann infolge situationsbedingter Terminverschiebungen nicht in Mannheim gastieren. Die musikalische Leitung des 6. Akademiekonzerts übernimmt stattdessen Jader Bignamini.

Bignaminis eindrucksvolle Vita lässt erahnen, weshalb der Dirigent als Shootingstar der internationalen Opernszene gehandelt wird: Gebürtig aus dem italienischen Crema, begann seine musikalische Karriere als Klarinettist des Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, dessen Generalmusikdirektor er später wurde. Dirigate an weltweit renommierten Häusern folgten – ob Wien, München, New York oder Rom, wo er für Verdis La Traviata 2015 mit Größen wie Sofia Coppola zusammenarbeitete. Seit 2020/21 ist Bignamini Direktor des Detroit Symphony Orchestra, wo er jüngst in digitalen Premieren Puccini und Tschaikowski auf die Bühne brachte.

NTM Nationaltheater - Orchester / Musikalische Akademie © Minna Jung

NTM Nationaltheater – Orchester / Musikalische Akademie © Minna Jung

Mozarts Symphonie Nr. 29 in A-Dur, 1774 in Salzburg entstanden, läutet den Konzertabend ein. Ob im getragenen Menuetto oder dem finalen Allegro con  spirito: Heute wie damals überrascht Mozart mit genialischen Einfällen – maßvoll im Ausdruck, und doch voller Leidenschaft! Jacques Ibert, geboren ins Zeitalter der glühenden Pariser „Belle Époque“, verschreibt sich im Divertissement wiederum ganz offen dem Rausch: Das Werk prägen Jazz- und Tanzrhythmen, die eine typische Zwanziger-Jahre-Metropole vor dem inneren Auge aufblitzen lassen; auch Einflüsse der Stummfilmmusik finden Einzug in die vor Pointen sprühende Komposition. Die Italienische, schließlich, Mendelssohns vierte Symphonie, präsentiert sich als dahinstürmendes Meisterwerk, das – zwischen Rom und Neapel zu Papier gebracht – auf eine Italienreise von unzähmbarer Schönheit entführt. Der Livestream beginnt am Montag, 12. April 2021, 20 Uhr auf

—  www.musikalische-akademie.de/digital – link HIER! —

und ist dort zu erleben bis Mittwoch, 14. April 2021, 23:59 Uhr.

Einzeltickets für den Livestream können über die Musikalische Akademie für15€ erworben werden. Abonnentinnen und Abonnenten der Akademiekonzerte erhalten kostenlos Zugang.0€ zahlen Schüler und Schülerinnen, Studierende sowie Menschen mit geringem Einkommen – nach erfolgter Anmeldung über die Musikalische Akademie.

  Die Historie der  Musikalische Akademie  

Die in der Musikalischen Akademie organisierten Mitglieder des Nationaltheater-Orchesters Mannheim e.V. sind seit 242 Jahren Veranstalter der Konzertreihe „Akademiekonzerte“. Unter den Theater- und Symphonieorchestern sind die demokratische Struktur der Akademie und ihre damit verbundene programmatische sowie finanzielle Eigenständigkeit einzigartig. Sie sind entscheidend für die künstlerische Identität und das Selbstbewusstsein der Musikerinnen und Musiker. In üblicherweise acht Doppelkonzerten pro Spielzeit präsentiert sich heute das Orchester, das sonst im Operngraben erklingt, im Mozartsaal des Mannheimer Rosengartens.

6. Akademiekonzert  2020/21

Live aus dem Rosengarten Mannheim
Montag, 12. April 2021, 20 Uhr

www.musikalische-akademie.de/digital

Die Liveaufnahme des Konzerts kann bis Mittwoch, 14. April 2021, 23:59 Uhr online abgerufen werden

Jader  Bignamini  Dirigent,  Nationaltheater-Orchester Mannheim

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)  Symphonie Nr. 29 A-Dur KV 201
Jacques Ibert (1890–1962)  Divertissement
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)  Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90,  Italienische

—| IOCO Aktuell Musikalische Akademie |—


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Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Spielplan November 2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de


Spielplan November 2020 Oper am Rhein


Dienstag, 03.11.
18.00 Uhr
Theater Duisburg
 
Montag, 07.12.
18.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Opernwerkstatt
Romeo und Julia

Schon einige Tage vor der Premiere stellen die Dramaturginnen und Dramaturgen der Deutschen Oper am Rhein die neuen Produktionen vor und geben Einblicke in den künstlerischen Arbeitsprozess. In Podiumsgesprächen sprechen Mitwirkende über das Werk, geben interessante Informationen über Hintergründe und künstlerische Zusammenhänge und stellen die Grundzüge der Inszenierung vor.


Freitag, 06.11.
19.30 Uhr
Theater Duisburg
 
Samstag, 19.12.
19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

PREMIERE
Romeo und Julia
von Boris Blacher

Während drinnen ein rauschender Ball die Gemüter erhitzt, treffen sich Romeo und Julia am Rande des Geschehens – und wissen sofort: Es ist Liebe auf den ersten Blick. Weil sie aber tödlich verfeindeten Familien angehören und Julia am nächsten Morgen eigentlich Paris heiraten soll, ist ihre Liebe zwar unsterblich, aber vor allem verboten. Das Schicksal nimmt seinen tragischen Lauf.

Boris Blacher hat 1943 mit seiner Vertonung der Tragödie William Shakespeares eine Kammeroper geschaffen, die in ihrer Ausgespartheit ein kleines Wunder ist. Er konzentrierte und verdichtete den Stoff auf seine Essenz: das Schicksal von Romeo und Julia. Eine tragende Rolle übernehmen dabei der Solistenchor sowie Chansons, die das Scheitern dieser großen Liebe immer wieder humorvoll und untergangstrunken brechen und kommentieren.

Regisseur Manuel Schmitt, der u.a. bereits bei den Opernfestspielen der Bayerischen Staatsoper, dem Staatstheater Nürnberg, dem Theater Trier und dem Musiktheater im Revier inszenierte, erarbeitet mit „Romeo und Julia“ erstmals eine Produktion für die Deutsche Oper am Rhein.


Samstag, 07.11.
18.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

PREMIERE
Meister Pedros Puppenspiel
von Manuel de Falla

Drei Sängerinnen und Sänger, zwei Puppenspieler, ein Orchester und ein Live-Video: In dieser ungewöhnlichen Verbindung präsentiert die Deutsche Oper am Rhein Manuel de Fallas phantasievollen Operneinakter „Meister Pedros Puppenspiel“. Mit glutvollen spanischen Klängen hat de Falla ein Motiv aus Cervantes? „Don Quijote“ zum Leben erweckt: Dem berühmten Ritter von der traurigen Gestalt geht während einer Puppenspielaufführung dermaßen die Fantasie durch, dass er mit blanker Waffe die Bühne stürmt…

Die luftschlosshafte Wirklichkeit, die Don Quijote irgendwo zwischen Traum und Realität bewohnt, wird von Filmemacher Torge Möller (fettFilm), Ilaria Lanzino und dem Düsseldorfer Marionetten-Theater mit Live-Video in Szene gesetzt. Mit ihrer phantasievollen Umsetzung und einer Spieldauer von 45 Minuten eignet sie sich auch hervorragend für junge Besucher ab 6 Jahren.


Mittwoch, 11.11.
19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
 
Donnerstag, 19.11. 19.30 Uhr
Theater Duisburg

Chorkonzert
mit dem Chor der Deutschen Oper am Rhein

Unverzichtbar für die großen und kleineren Choropern im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein, zeigt sich der Opernchor in dieser Spielzeit überraschend anders: Auf dem Programm der insgesamt vier Chorkonzerte in Duisburg und Düsseldorf stehen Johannes Brahms? „Schicksalslied“ op. 54, Strawinskys „Psalmensinfonie“, Edward Elgars „Lux Aeterna“ und Leonard Bernsteins mitreißende „Chichester Psalms“ in einer Kammerfassung für kleine Chor- und Instrumentalbesetzung.


Freitag, 13.11.
19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
 
Samstag, 21.11. und
Mittwoch, 02.12.
19.30 Uhr
Theater Duisburg

Rendezvous um halb 8
Ein musikalisches Blind Date

Ein Rendezvous mit Solistinnen und Solisten aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein erwartet die Besucher beim Blind Date im Düsseldorfer Opernhaus und im Theater Duisburg. Zu erleben ist ein moderiertes Programm, dessen Inhalt natürlich vorab nicht verraten wird.


Samstag, 14.11. 15.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf,
Rangfoyer

Meisterklasse Unter der Leitung von Helmut Deutsch

Fester Bestandteil des Opernstudio-Programms sind Meisterklassen bei international renommierten Künstlerinnen und Künstlern, die jeweils eine Woche lang täglich intensiv mit dem Opernstudio arbeiten und ihr Wissen an die junge Generation weitergeben. Erstmals ist in dieser Spielzeit Helmut Deutsch, einer der international renommiertesten Liedbegleiter, für eine Meisterklasse zu Gast beim Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein. In den beliebten Meisterklasse-Konzerten kann das Publikum die Entwicklung der jungen Talente mitverfolgen und einen Einblick in die Arbeit des Opernstudios bekommen.


Sonntag, 15.11.
11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf, Rangfoyer

Symphoniker im Foyer
Bei Schumanns

Auch in dieser Saison ergänzt die beliebte Kammermusikreihe der Düsseldorfer Symphoniker den Spielplan des Düsseldorfer Opernhauses wieder um ein erlesenes Angebot kammermusikalischer Ohrenfreuden. Zu erleben sind das Klavierquintett Es-Dur für 2 Violinen, Viola, Violoncello und Klavier op.44, sowie Lieder von Clara Schumann, Fanny Hensel, Pauline Viardot-García und weitere Werke von Schumann und Mendelssohn Bartholdy, interpretiert von Anna Harvey.


Samstag, 21.11.
18.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
 
Donnerstag, 10.12.
18.00 Uhr
Theater Duisburg

Opernwerkstatt
Tristan und Isolde

Schon einige Tage vor der Premiere stellen die Dramaturginnen und Dramaturgen der Deutschen Oper am Rhein die neuen Produktionen vor und geben Einblicke in den künstlerischen Arbeitsprozess. In Podiumsgesprächen sprechen Mitwirkende über das Werk, geben interessante Informationen über Hintergründe und künstlerische Zusammenhänge und stellen die Grundzüge ihrer Inszenierung vor.

Der Eintritt ist frei, und es ist keine Anmeldung erforderlich.


Sonntag, 22.11.
11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Rangfoyer

Liedmatinee Mit Bogdan Talo? und Stephen Harrison

In Liedmatineen präsentieren Ensemblemitglieder gemeinsam mit Pianistinnen und Pianisten im Foyer der Deutschen Oper am Rhein die aufregende musikalische Vielfalt der Liedkunst.


Donnerstag, 26.11.
19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE

Vissi d’Arte – Eine Liebeserklärung an die Opernbühne

Die szenische Collage von Johannes Erath erzählt von der Wiedereroberung des Bühnenraums, von Spielarten der Nähe, Möglichkeiten des Bühnenkusses, Stolper­kanten der abständigen Bühnenhygiene, dem Zauber des ersten Tons. Zu Musik von Puccini, Verdi, Wagner, Strauss, Offenbach und Nat King Cole entwirft Johannes Erath mit Sänger*innen und Orchestermusiker*innen einen Abend über die große Liebe Oper.


Ballett am Rhein
Mittwoch, 04.11.
18.00 Uhr
Theater Duisburg

BALLETTWERKSTATT
Entfernte Verwandte
Ein Ballettabend mit Choreographien von Hans van Manen und Sharon Eyal

Schon einige Tage vor der Premiere stellen die Dramaturginnen und Dramaturgen des Ballett am Rhein das Programm vor und geben Einblicke in die künstlerische Arbeit im Probenprozess. Mitwirkende sprechen über die Choreographien, geben interessante Informationen über Hintergründe und künstlerische Zusammenhänge und stellen die Stücke vor.

Der Eintritt ist frei, und es ist keine Anmeldung erforderlich.


Freitag, 13.11.
19.30 Uhr
Theater Duisburg

Freitag, 20.11.
19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

PREMIERE Entfernte Verwandte

Ein Ballettabend mit Choreographien von Hans van Manen und Sharon Eyal

Die Arbeiten von Hans van Manen und Sharon Eyal würde man auf den ersten Blick nicht als blutsverwandt bezeichnen. Man muss einerseits genauer hinschauen, um das Gemeinsame und Verbindende zu sehen, und andererseits ein paar Schritte zurücktreten, Distanz einnehmen wie zu zwei Gemälden, die stilistisch unterschiedlich scheinen, aber auf unerklärliche Weise miteinander in Dialog treten, wenn man sie nebeneinander platziert. Die Verwandtschaft liegt in der Präzision, in der schneidenden Schärfe und der akkuraten, kompromisslosen Geste – für beide bleibt das klassische Ballett Kern und Bezugspunkt. Während van Manen über Jahrzehnte hinweg einen Stil etabliert hat, der in seiner Eleganz und Großzügigkeit nach der Weite der klassischen Linien sucht, begibt sich die israelische Choreographin Sharon Eyal ins Innere: mit ihrer unheimlich anmutenden Bewegungssprache aus grotesk verkrümmten, repetitiv disziplinierten Körpern baut sie Trancezustände, die uns in die Abgründe des Tanzes führen.

 

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—


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Dresden, Sächsische Staatskapelle, Reiches Klassik-Wochende in Dresden, IOCO Kritik, 07.07.2020

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Konzertplatz Weißer Hirsch Dresden © Markenfotografie / Staatskapelle

Konzertplatz Weißer Hirsch Dresden © Markenfotografie / Staatskapelle Dresden

Sächsische Staatskapelle Dresden

Reiches Klassik-Wochende in Dresden trotz Corona

Musiker der Staatskapelle und Sänger der  Semperoper

von Thomas Thielemann,

Das vergangene Wochenende haben wir genutzt, um konzentriert zu erleben, was unter den derzeitigen Corona-Einschränkungen in der Dresdner Klassikszene möglich ist.

Das Wochenende begann am Abend des Freitags mit der Traditionsveranstaltung der Musiker der Sächsischen StaatskapelleOhne Frack auf Tour“. Seit 2016 wechselten einmal im Jahr kleine Ensembles von ihrem Stammhaus in Kneipen, Bars und Restaurants in die Innere Neustadt von Dresden, um dort im Halbstunden-Rhythmus 20 Minuten abseits vom Konzertrepertoire zu spielen, was ihnen so am Herzen liegt. Jedes Jahr waren wir von Lokal zu Lokal gezogen, haben  vier bis sechs der Musikergruppen besucht und viel Freude am Gebotenen sowie am Interesse der sonst nicht im Konzertsaal Anzutreffenden gehabt. Selbst am Rande der Salzburger Osterfestspiele hatten wir die Gelegenheit, „unsere“ Musiker durch die Salzburger Kneipen zu begleiten.

Konzertplatz Weißer Hirsch ganz kammermusikalisch © Markenfotografie / Staatskapelle

Konzertplatz Weißer Hirsch ganz kammermusikalisch © Markenfotografie / Staatskapelle

An eine  Einhaltung der Corona-Einschränkungen war in den Kneipen der Neustadt natürlich nicht zu denken. Weder die Abstände noch die Voraussetzungen für die Nachverfolgung eventueller Infektionsketten, eine Bedingung für die Dresdner Veranstaltungen, wären zu sichern gewesen. Deshalb spielten die zehn Ensembles auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch in Oberloschwitz und nicht parallel sondern hintereinander. Und zwar Freitag und Samstag. Die Online-Buchung der Tickets und eine Registrierung an der Abendkasse ermöglichten, dass der Teilnehmerkreis bekannt war.

Catering sorgte für ein wenig Biergarten-Atmosphäre 
Musiker sorgten für wunderbare Stimmung

In der von uns besuchten Freitagsveranstaltung spielten zunächst die Flöten-Gruppe der Staatskapelle um Rozália Szabó  Musik von Haydn, Mendelssohn Bartholdy und dem nach Dänemark verschleppten Österreicher Friedrich Daniel Kuhlau (1736-1832) unter dem Motto „Schneller, höher, schöner-die Flöten“.

Zu einer Reise „In den Rausch der Tiefe“ verführten sieben Kontrabässe unter Viktor Osokin mit Musik aus Südamerika, England, Österreich und Italien bis zum Australier Colin Brunby (1933-2018).

Etwas Ruhe brachte Anett Baumann sowie Ami Yumoto (Violine), Juliane Preiß (Viola) und Titus Maak (Violoncello), dem „mal anderen Streichquartett“, mit einem Satz  aus Verdis Streichquartett in das Geschehen. Zu unserer Freude brachten die vier unter anderem eine Komposition des langjährigen Dresdner Konzertmeisters Francois Schubert (1808-1878), der eigentlich Franz Anton getauft, aber nicht mit dem Wiener Franz Schubert verwechselt werden wollte. Als Schmankerl schloss das Quartett mit einer launischen Katzenmusik.

Sächsische Staatskapelle / Lieblingstücke hier Christa Mayer © Daniel Koch

Sächsische Staatskapelle / Lieblingstücke hier Christa Mayer © Daniel Koch

Als Gast der Staatskapelle hatte die hervorragende Saxophonistin Sabina Egea Sobral den Konzertmeister  Robert Lis (Violine), Florian Richter (Viola), Matthias Wilde Cello) sowie Andreas Ehelebe (Kontrabass) um sich geschart, um den Zuhörern  „Die Quintessenz des Tangos“ zu servieren.

Das Dresdner Hornquartett konnte aus den Werken des Dresdner Kantors Gottfried August Homilius (1714-1785), einer Szene aus dem Rosenkavalier, dem Mascagnti-Intermezzo entspannte Stimmung auf den Konzertplatz tragen. Besonders bezaubernd war das „Souvenir du Rigi op. 38“ des aus Lemberg stammendem Romantikers Albert Ferenc Doppler (1821-1883). Die Flötistin Rozália Szábo vermittelte den Gesang eines Waldvogels eingebettet in das Spiel der vier Hornisten.

Für den Abend des Samstag gab es natürlich die Möglichkeit, den zweiten Teil Ohne Frack auf Tour zu besuchen. Andererseits bot auch im Kulturpalast die Dresdner Philharmonie am Samstag und Sonntag den Dirigier-Einstand von Vasily Petrenko. Die Haydn – Sinfonia concertante, Prokofjews Klassische Sinfonie und Faurés Suite Pelléas und Mélisande waren für jeweils fast 500 Besucher zu hören. Ob der „Allgemeinen Verwirrung“ lenkte die online-Buchung aber zu den viel versprechenden Mottos der Aufklang! Lieder -Abende mit Mitgliedern des Semperoper -Ensembles.

Sächsische Staatskapelle / Aufklang und Leidenschaft hier T Roennebeck © Daniel Koch

Sächsische Staatskapelle / Aufklang und Leidenschaft hier T Roennebeck © Daniel Koch

Wer sich diese reißerischen Titel ausgedacht hat, kannte hoffentlich die Abendprogramme nicht. Denn, was der depressive Monolog des König Philipp, die tragischen Schicksale der Linda di Chamounix oder des Mathias in Wilhelm Kienzls Evangelimann an Leidenschaft vermittelten, bleibt dessen Geheimnis. Aber Peter Theiler hat es in seinem kurzen Talk herausgelassen, dass er das Haus wieder mit Leben erfüllen wollte.

Letztlich boten die spartanisch ausgestatteten Abende einen guten Überblick über die Leistungsfähigkeit eines leider nur kleineren Teils des Hausensembles. Die Sänger wurden  von den Korrepetitoren beziehungsweise musikalischen Assistenten Alexander Bülow, Hans Sotin, Clemens Posselt und Sebastian Ludwig am Klavier begleitet, also Personen, die sie aus der Zusammenarbeit beim Rollenstudium kennen und nicht von zufälligen Dirigenten abhängig.

Daneben hatten auch die ansonsten im Verborgenen arbeitenden Musikdramaturginnen Bianca Heitzer und Juliane Schunke Gelegenheit, sich als Moderatorinnen vor Publikum zu zeigen.

Der Technische Direktor des Hauses Jan Seeger erläuterte in einen Talk, welche Hürden zu überwinden waren, die Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen organisieren zu können.

Die große Freude war aber vor allem, die vertrauten und lange vermissten Stimmen von Christa Mayer, Ute Selbig, Roxana Incontrera, Markus Marquardt, Tilmann Rönnebeck sowie anderen langjährigen Ensemblemitgliedern zu hören. Auch sind wir begeistert, dass mit Katerina von Bennigsen, Michal Doron und Alexandros Stavrakis inzwischen neue Stimmen ins Haus gekommen sind. Besonders freut uns, dass mit dem Amerikaner Joseph Dennis wieder ein entwicklungsfähiger Tenor dem Ensemble angehört.

Zu den Besonderheiten beider Abende gehören zweifelsfrei die Arie der Linda di Chamounix der Katarina von Bennigsen, der kraftvollere Philipp von Tilmann Rönnebeck, das Mahler-Lied „Ging heut morgen übers Feld“ von Michal Doron, die Barcarolle aus Hoffmanns Erzählungen mit Christa Mayer und der Gastsängerin Elena Gorshunova, die kraftvollen Tschaikowski-Lieder von Alexandros Stavrakis und vor allem die beeindruckend von Markus Marquardt dargebotene Carl-Löwe-Ballade „Archibald Douglas“.

Sächsische Staatskapelle / Liebelingsstücke - Abschlussapplaus © Daniel Koch

Sächsische Staatskapelle / Liebelingsstücke – Abschlussapplaus © Daniel Koch

Inzwischen liegen auch die Corona-Austausch-Programme der Staatskapelle und der Semperoper für den Zeitraum August bis Oktober 2020 mit einer Reihe Höhepunkte vor. Die Staatskapelle wird ihre Konzerte mit eingegrenzter Besetzung durchführen müssen. Die Semperoper bietet ein fast vollständiges Programm der Repertoire-Opern, allerdings halbszenisch und auf die musikalischen Höhepunkte begrenzt. Das Ganze unter dem Motto  „Essenz“.

—| IOCO Kritik Sächsische Staatskapelle Dresden |—


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Ulm, Theater Ulm, EIN SOMMERNACHTSTRAUM, Premiere voraussichtlich 02.04.2020

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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

EIN SOMMERNACHTSTRAUM – Tanztheater von Reiner Feistel

Premiere voraussichtlich am 2. April 2020

die Liebe ist kompliziert. Umso mehr wird sie zum Verwirrspiel, wenn Elfendiener Puck beginnt, die Gemüter der Liebenden und Geliebten mit einem Zauber zu betören. In Shakespeares berühmter Komödie Ein Sommernachtstraum entspinnt sich in einem Wald vor Athen eine lustvolle und berührende Geschichte um Sehnsüchte, Intrigen, Begierde, Hass, kurz: um den Menschen und seine oft so widersprüchliche Gefühlswelt. Reiner Feistel, Tanzdirektor am Theater Ulm, übersetzt den humor- und gefühlvollen Klassiker mit seinen ans Herz gehenden Figuren in lustvolles Tanztheater.

Zu Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Gioachino Rossini, Claude Debussy, Igor Stravinsky, Edward Elgar, Bernd Sikora

Es entsteht eine bunte und lebendige Choreografie, in der Szenen und Motive der Vorlage Shakespeares tänzerisch adaptiert werden. In Reiner Feistels Interpretation ist Elfendiener Puck die Figur, die den Menschen einen Spiegel vorhält, die uns darauf hinweist, wie rasch sich Emotionen verändern lassen und wie schnell sie umschlagen können. Menschen sehnen sich oft nach etwas Anderem, Besserem: Wäre es ratsam, sich seinen Gefühlen nicht nur hinzugeben, sondern ihnen auch mit einer gewissen Skepsis gegenüberzustehen? Komik und Tragik verbinden sich in dieser Geschichte der Kontraste, die auf charmante Weise mit der Botschaft innerer Schönheit spielt.

Das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm lässt unter der musikalischen Leitung von Hendrik Haas Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Gioachino Rossini, Claude Debussy, Igor Stravinsky, Edward Elgar und Bernd Sikora erklingen. Bernd Sikora tritt auch als Bühnenmusiker auf. Für die Ausstattung ist Frank Fellmann verantwortlich. Es tanzt die Tanztheater-Compagnie des Theaters Ulm mit Unterstützung einiger Gäste. Zudem ist die Ballettschule des Theaters Ulm beteiligt.

Ein Sommernachtstraum ist eine Kooperation mit dem Theater Chemnitz. 2017 brachte Reiner Feistel seine Inszenierung dort zur Premiere und erarbeitet sie nun mit der Ulmer Compagnie neu.

Zur Premiere am Donnerstag, 2. April 2020 um 20 Uhr im Großen Haus laden wir Sie herzlich ein.

—| Pressemeldung Theater Ulm |—


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