Baden-Baden, Museum Frieder Burda, Schumann Quartett – Beethoven, 25. & 26.07.2020

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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„Doch noch Beethoven“

Schumann Quartett gastiert im Museum Frieder Burda

Samstag 25 Juli 2020 und Sonntag 26. Juli 2020, jeweils 19.30 Uhr
Im Museum Frieder Burda in Kooperation mit dem Hotel Der kleine Prinz

Vom Jagdvergnügen zum philosophischen Manifest: So ließe sich die Entwicklung des klassischen Streichquartetts beschreiben, die das Schumann-Quartett in seinen zwei „En Suite“-Konzerten nachvollziehen wird. Auf dem Programm stehen am Samstag, 25. Juli 2020 zwei Streichquartette von Beethoven und am Sonntag, 26. Juli 2020 jeweils ein Streichquartett von Ludwig van Beethoven und eines von Joseph Haydn. Die Konzerte im Museum Frieder Burda in Kooperation mit dem Hotel Der kleine Prinz beginnen jeweils um 19.30 Uhr.

Festspielhaus Baden-Baden / Schumann-Quartett @ Kaupo-Kikkas

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Schumann-Quartett @ Kaupo-Kikkas

Nachdem das Schumann Quartett im Festspielhaus im Januar das Baden- Badener Publikum begeisterte, stehen seine Konzerte beim „En Suite“-Festival ganz im Zeichen des Jubilars des Musikjahres 2020: Ludwig van Beethoven. Spannend ergänzt wird das exklusiv für Baden-Baden zusammengestellte Beethoven-Programm durch den am Sonntag zu hörenden Beitrag von Joseph Haydn: Haydns Opus 1 Nr. 1 – sein allererstes Quartett und auch das erste Streichquartett überhaupt. Zusammen mit Beethovens erstem Quartett markiert es den Anfang einer ganzen Entwicklung. Beethovens sogenanntes Razumovsky-Quartett und das späte cis-Moll-Quartett des Komponisten stehen für die gesamte Spannweite des Streichquartetts in der Tradition der Wiener Klassik von seinen Anfängen bis zur Überwindung. Am Samstag, dem 25. Juli spielt das Schumann Quartett Beethovens Op. 18 Nr. 3 und das monumentale,  zum Spätwerk zählende Streichquartett Op. 131. Am Sonntag, den 26.Juli folgen dann das erste aller Streichquartett, Haydns Op. 1 Nr. 1 und Beethovens Op. 59. Nr. 1.

Zu den Werken selbst:
Ganz in der Tradition seiner Vorgänger Haydn und Mozart hat Beethoven seine ersten Quartette in einer Sechser-Sammlung herausgegeben. Die sechs Quartette Op. 18 wurden 1801 veröffentlicht. Das dritte Werk der Sammlung entstand dabei als erstes bereits zwischen 1798 und 1799. Es steht in D-Dur und beginnt mit einem lieblichen Thema, dessen sinnliche Septimen und weibliche Anfangskadenzen noch bewusst an die Rokoko-Welt Mozarts erinnern.

Und dann: Seine Neunte Sinfonie, die Missa solemnis und das cis-Moll Quartett – diese drei Werke des Spätwerks Beethovens sprengen alle Maßstäbe. Beethovens cis-Moll-Quartett Op. 131 von 1826 ist gigantisch: Mit seinen sieben ineinander übergehenden Sätzen spreng es alles bis dahin Dagewesene und sollte erst im zwanzigsten Jahrhundert noch übertroffen werden. Der zentrale Satz ist das Adagio, das als Quartett im Quartett angelegt wurde. Die einzelnen Variationen des Satzes ergeben dabei zusammen die vier klassischen Quartettsätze. Hier wird eine Klassizität zitiert, die das Quartett aber als Ganzes überwindet. Seine Fuge im ersten Satz geht auf Bach und Palestrina zurück. Vom ersten Ton an verdeutlicht das Werk eine philosophische Grundhaltung, ein Von-den-letzten-Dingen-Sprechen, das charakteristisch für das gesamte Spätwerk Beethovens ist.

Die späten Quartette Beethovens sind auch deshalb so allumfassend, weil sie die bis dahin übliche Viersätzigkeit erweitern. Den mit seinen fast 400 Takten längsten ersten Satz aller Beethovenquartette findet man jedoch in seinem Op. 59. Nr. 1 – dem ersten der drei Razumovsky-Quartette von 1806, welches Sonntag auf dem Programm steht. Diese Quartette stehen für den von Beethoven so genannten „neuen Weg“. Der Komponist stellte alle musikalischen  Parameter auf den Prüfstand gelegt – im Op. 59 Nr. 1 die Länge. Solche Experimente konnte sich Beethoven auch deshalb leisten, weil er sich von dem russischen Diplomaten Andrei Kirillowitsch Rasumowski finanziell unterstützt wusste, einem großen Bewunderer des Komponisten, der zum Widmungsträger der Quartette Op. 59 wurde. Ihm zu Ehren hat Beethoven in seinen Quartetten Op. 59 russische Volksmelodien verarbeitet, so findet sich im ersten Quartett
eine russische Volksmelodie im Finale.

Würde man das riesige cis-Moll-Quartett mit einem gewaltigen Baum vergleichen, dann gliche Haydns Op.1 Nr. 1 in B-Dur einem Samen. In diesem kleinen fünfsätzigen Werk von 1755 ist schon vieles en-miniature erhalten: etwa der Beginn des langsamen Satzes im Kirchenstil, der an ähnliche Übernahmen in Beethovens Op. 131 denken lässt. Haydns Quartett beginnt mit einem Jagdthema – Mozart und auch noch Brahms werden bewundernd daran anknüpfen.

Festspielhaus Baden-Baden / Schumann-Quartett @ Kaupo-Kikkas

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Schumann-Quartett @ Kaupo-Kikkas

Zu den Künstlern:
Seit ihrer frühesten Kindheit spielen die drei im Rheinland großgewordenen Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen. 2012 ist die in Tallinn geborene und in Karlsruhe aufgewachsene Liisa Randalu als Bratschistin dazu gekommen. Die Vier genießen die nonverbale Kommunikation beim Musizieren: Ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten treten dabei deutlicher hervor, und gleichzeitig entsteht mit jedem Werk, das sie interpretieren, ein gemeinsamer musikalischer Raum, findet eine geistige Metamorphose statt. Vielleicht sind diese Offenheit und Neugierde die entscheidenden Einflüsse von Lehrern wie Eberhard Feltz, dem Alban Berg Quartett oder Partnern wie Menahem Pressler, Sabine Meyer und Andreas Ottensamer. Ihre Leistung wurde mit dem ersten Preis beim renommierten Streichquartett- Wettbewerb 2013 in Bordeaux und mit einem ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb „Schubert und die Musik der Moderne“ 2012 in Graz honoriert.

Ihre Einspielungen sind mehrfach preisgekrönt, so wurde etwa ihr aktuelles  Album „Intermezzo“ mit dem OPUS Klassik 2019 in der Kategorie „Kammermusikeinspielung des Jahres“ ausgezeichnet. Lehrer, musikalische Partner, Preise, Veröffentlichungen – gerne werden Stufen konstruiert um herzuleiten, warum viele das Schumann Quartett heute zu den besten überhaupt zählen. Versuche, ihnen einen Klang, eine Position, eine Spielweise zuzuordnen, hebeln die vier Musiker gleichwohl charmant aus,
lassen allein die Konzerte für sich sprechen.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—


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Baden-Baden, Festspielhaus, Schumann Quartett mit Mozart und Smetana, 12.01.2020

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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Drei Brüder und eine Bratschistin – Das Schumann Quartett spielt in der Sonntags-Matinee Werke von Mozart und Smetana

Sonntag, 12. Januar 2020, 11 Uhr

Nachdem sie in gleich zwei bedeutenden Wettbewerben den ersten Platz gewonnen haben, machen die Musiker des Schumann Quartetts Weltkarriere. Am Sonntag, 12. Januar 2020, 11 Uhr, gastieren sie mit Mozarts „Hoffmeister-Quartett“ und Smetanas „Aus meinem Leben“ im Festspielhaus Baden-Baden.

Seit ihrer frühesten Kindheit spielen die drei im Rheinland großgewordenen Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen. 2012 ist die in Tallinn geborene und in Karlsruhe aufgewachsene Liisa Randalu als Bratschistin dazu gekommen. Die Vier genießen die nonverbale Kommunikation beim Musizieren: Ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten treten dabei deutlicher hervor, und gleichzeitig entsteht mit jedem Werk, das sie interpretieren, ein gemeinsamer musikalischer Raum, findet eine geistige Metamorphose statt.

Festspielhaus Baden-Baden - Schumann Quartett  ©  Kaupo Kikkas

Festspielhaus Baden-Baden – Schumann Quartett © Kaupo Kikkas

Vielleicht sind diese Offenheit und Neugierde die entscheidenden Einflüsse von Lehrern wie Eberhard Feltz, dem Alban Berg Quartett oder Partnern wie Menahem Pressler, Sabine Meyer und Andreas Ottensamer.

Ihre Leistung wurde mit dem ersten Preis beim renommierten Streichquartett-Wettbewerb 2013 in Bordeaux und mit einem ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb „Schubert und die Musik der Moderne“ 2012 in Graz honoriert.

Ihre Einspielungen sind mehrfach preisgekrönt, so wurde ihr 2017 erschienenes Album „Landscapes“ mit 5 Diapasons ausgezeichnet, war Editor’s choice beim BBC Music Magazine und gewann den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Ihr aktuelles Album „Intermezzo“ wurde mit dem OPUS Klassik 2019 in der Kategorie „Kammermusikeinspielung des Jahres“ ausgezeichnet.

Lehrer, musikalische Partner, Preise, Veröffentlichungen – gerne werden Stufen konstruiert um herzuleiten, warum viele das Schumann Quartett heute zu den besten überhaupt zählen. Die Vier fassen solche Daten eher als Begegnungen auf, als Bestätigung für ihren Weg. Sie empfinden die musikalische Entwicklung der letzten zwei Jahre als Quantensprung. „Wir haben Lust darauf, es bis zum Äußersten zu treiben, zu probieren, wie die Spannung und unsere gemeinsame Spontaneität trägt“, sagt Ken Schumann, der mittlere der drei Schumann Brüder. Versuche, ihnen einen Klang, eine Position, eine Spielweise zuzuordnen, hebeln sie charmant aus, lassen allein die Konzerte für sich sprechen.

Festspielhaus Baden-Baden - Schumann Quartett  ©  Kaupo Kikkas

Festspielhaus Baden-Baden – Schumann Quartett © Kaupo Kikkas

Seit Dezember 2016 hat das Quartett eine Residenz bei der Chamber Music Society des Lincoln Centers in New York City inne. In dieser Spielzeit geht das Schumann-Quartett in den USA auf Tour, ist zu Gast bei Festivals in Deutschland, Frankreich, in der Schweiz und den Niederlanden und gibt Konzerte in den großen Musikmetropolen Europas. Im April 2020 sind die Musiker an der Uraufführung der Oper „Inferno“ von Lucia Ronchetti an der Oper Frankfurt beteiligt.

Das 1786 veröffentlichte Streichquartett D-Dur für zwei Violinen, Viola und Violoncello, KV 499, das sogenannte „Hoffmeister-Quartett” von Wolfgang Amadeus Mozart greift seiner Zeit in seiner vollständigen Einheit von Klang, Kontrapunkt und Melodie weit voraus und weist der musikalischen Sprache Beethovens und Schuberts den Weg. In Mozarts D-Dur-Quartett sind alle vier Stimmen gleichberechtigt. Die Melodie wird nicht einer Stimme zugewiesen, sondern erwächst aus einem pastosen, fast dauernd vierstimmigen Streichersatz von extremer Dichte und besonderer Klangschönheit – beinahe wie in Beethovens mittleren Quartetten. Am schönsten ist dies im Adagio zu hören, wo Ober- und Unterstimmen im stetigen, paarweisen Austausch eine Art „unendlicher Melodie” entfalten. Deren reiche Verzierungen und melodische Gesten sind aus den pathetischen Opernarien der Zeit abgeleitet. Das Menuett sprengt den Rahmen des Gesellschaftstanzes ebenso wie das Finale den eines Kehrauses. Mozart lässt hier mit genialer kontrapunktischer Kunst ein Thema in Triolen und eines in Duolen zunächst alternieren, um sie dann scheinbar mühelos zu kombinieren.

Obwohl der tschechische Komponist Bed?ich Smetana ein geselliger Mensch war, der zahlreiche Freundschaften pflegte und sich gern mit Kollegen über Musik austauschte, behielt er zumindest was seine eigenen Werke anging, die Dinge gern für sich. Alles zu zerdenken oder erklären zu müssen, empfand er als unnötig. Der Zuhörer werde seine Musik auch so verstehen, sagte er. Nur einmal machte Smetana eine Ausnahme: Vor der Uraufführung seines Streichquartetts Nr. 1 e-Moll verfasste er eine Kurzbeschreibung, um seine kompositorischen Absichten mitzuteilen. Denn seine vielleicht persönlichste Komposition trägt zu Recht den Titel „Aus meinem Leben“. Ähnlich wie Tschaikowsky in seinen letzten beiden Sinfonien ließ Smetana sein Leben in einem groß angelegten viersätzigen Werk Revue passieren. Er bediente sich ähnlicher musiksymbolischer und zyklischer Mittel wie sein russischer Kollege, um das Verhängnisvolle des persönlichen Schicksals, aber auch die überpersönliche Ebene des Volkslebens auf romantische Weise in Töne zu fassen. Das Programm des Quartetts hat Smetana in einem Brief wie folgt umrissen:

„Was ich beabsichtige, war den Verlauf meines Lebens in Tönen zu schildern. Erster Satz: Neigung zur Kunst in meiner Jugend, romantische Stimmung, unaussprechliche Sehnsucht. Gleichzeitig melden sich schon in diesem Beginn die Warnung vor dem künftigen Unglück und der langanhaltende Ton, das viergestrichene E, aus dem Finale; es ist dies jenes verhängnisvolle Pfeifen in den höchsten Tönen, das 1874 in meinen Ohren entstand und mir die beginnende Taubheit anzeigte… Der zweite Satz, ‚Quasi-Polka‘, führt mich in der Erinnerung zurück in das lustige Leben meiner Jugendzeit, wo ich als Komponist meine Umwelt mit Tanzstücken überschüttete, selbst als leidenschaftlicher Tänzer bekannt war usw….Der dritte Satz, Largo sostenuto, erinnert mich an das Glück der ersten Liebe zu einem jungen Mädchen, das später meine treue Gattin wurde. Der vierte Satz: Erkenntnis der elementaren Kraft der Nationalmusik, Freude über den Erfolg des eingeschlagenen Weges bis zum Augenblick der jähen Unterbrechung durch die ominöse Katastrophe: Beginn der Taubheit. Ausblick in eine freudlose Zukunft, ein kleiner Schimmer der Hoffnung auf Besserung, schließlich doch nur ein schmerzliches Gefühl. Das ist etwa der Inhalt der Komposition, die… absichtsvoll nur für vier Instrumente geschrieben wurde: sie sollen sich sozusagen im engsten Freundeskreis darüber unterhalten, was mich so bedeutungsvoll bewegt. Nicht mehr.“
Smetana vertraute den Instrumenten an, was ihn, so „bedeutsam bedrückt“ und gibt uns damit einen Einblick in sein Innerstes. Wie in einer Autobiografie lässt er sein Leben Satz für Satz Revue passieren.

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Essen, Klavierfestival Ruhr 2017, Schwerpunkt Amerikanische Klaviermusik, 15.3.2017

Januar 17, 2017 by  
Filed under Klavierfestival, Konzert, Pressemeldung

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Klavierfestival Ruhr 2017

Klavierfestival Ruhr 2017 / Davies_Namekawa_Glass © Mark Wohlrab

Klavierfestival Ruhr 2017 / Davies_Namekawa_Glass © Mark Wohlrab

Klavier-Festival Ruhr 2017

Amerikanische Klaviermusik im Mittelpunkt

Die Musik der „beiden Amerikas“ steht im Mittelpunkt des Klavier-Festivals Ruhr 2017. In 69 Veranstaltungen auf 36 Podien in 22 Städten – darunter erstmals im neuen Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum – feiert das Klavier-Festival zwischen 5. Mai und 20. Juli die reiche Vielfalt der Musik in der Neuen Welt.

Amerika steht nach 2002 und 2012 zum dritten Mal im Fokus des Festivals. Anlass ist nun der 80. Geburtstag von Philip Glass am 31. Januar 2017. Der Mitbegründer der Minimal Music wird selbst zu Gast sein: Am Mittwoch, 12. Juli spielt er im Weltkulturerbe Zeche Zollverein gemeinsam mit Maki Namekawa und Dennis Russell Davies ein Programm mit eigenen Werken. Für ihren Einsatz für zeitgenössische Klaviermusik werden die drei Künstler mit dem Preis des Klavier-Festivals Ruhr geehrt.

Schirmherr des Festivals 2017 ist Klaus Engel. Der Vorsitzende des Vorstands der Evonik Industries AG hierzu: „Als Manager und Bürger des Ruhrgebiets ist es meine tiefe Überzeugung, dass wir solche markanten Aushängeschilder und Erfolgsgeschichten wie die des Klavier-Festivals Ruhr benötigen, um für die Lebendigkeit und Leistungsfähigkeit unserer Region zu werben. Auch aus diesem Grund hat der Evonik-Vorstand die Entscheidung getroffen, sich anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Evonik Industries AG erstmalig als Hauptsponsor für das Klavier-Festival Ruhr zu engagieren.“

Der programmatische Schwerpunkt macht deutlich, wie sich die vielfältigen kulturellen Traditionen im „melting pot“ Amerika in einer reichen und innovativen Musik widerspiegeln. Mit dem Akzent des Festivals auf Amerika will Intendant Franz Xaver Ohnesorg an die humanistischen Werte dort beheimateter Künstler erinnern, etwa von Philip Glass, John Adams, Leonard Bernstein und nicht zuletzt George Gershwin. Ohnesorg: „Sie haben mein Bild von Amerika weit mehr geprägt, als die Ereignisse der letzten Monate. Zudem lohnt es sich, den Schatz südamerikanischer Klaviermusik zu heben, zum Beispiel mit Werken von Alberto Ginastera, Heitor Villa-Lobos und Astor Piazzolla.“

In den Konzertprogrammen werden über 60 Werke von 31 nord- und südamerikanischen Komponisten erklingen, von John Adams bis Earl Wild, darunter bedeutende Werke wie die Originalfassung für Klavier der Rhapsody in Blue George Gershwins oder El Salón México von Aaron Copland. Dieses Werk wird auch in der Orchesterfassung aufgeführt, ebenso wie Gershwins Cuban Ouverture oder die Ouvertüre zu Candide von Leonard Bernstein.

Erfreuliche Initiativen machen eine stärkere Präsenz des Klavier-Festivals Ruhr in den beiden Städten Wuppertal und Bochum möglich. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Geschäftsführung der Historischen Stadthalle Wuppertal konnte das Klavier-Festival weitere Sponsoren in Wuppertal gewinnen. Die Reihe der fünf Konzerte eröffnet ein Auftritt von Daniel Barenboim schon am Mittwoch, 15. März 2017.

Mit sechs Konzerten in Kooperation mit den Bochumer Symphonikern bildet das Anneliese Brost Musikforum Ruhr Bochum einen neuen Aufführungs-Schwerpunkt, beginnend mit dem ausverkauften Extra Konzert am Donnerstag, 9. März –  zum 70. Geburtstag von Gidon Kremer – und dem Eröffnungskonzert des Festivals am Freitag, 5. Mai 2017 mit dem amerikanischen Klavierduo Christina und Michelle Naughton. Das Abschlusskonzert am Donnerstag, 20. Juli 2017 in der Mercatorhalle in Duisburg ermöglicht ein Wiedersehen mit Grigory Sokolov.

Zu den programmatischen Höhepunkten des weltweit wichtigsten Pianistentreffens gehören zwei Abende mit Igor Levit in Düsseldorf, der Variationen von Bach, Beethoven und Rzewski spielt, und die Aufführung aller neun Klaviersonaten von Sergej Prokofjew durch Olli Mustonen in der Stadthalle Mülheim/Ruhr. Der brasilianische Grandseigneur Nelson Freire wirft am Mittwoch, 17. Mai 2017 in Bochum einen Blick auf die Musik seines Heimatlandes. Mit Uraufführungen von Walter Braunfels, Vassos Nicolaou, Stefan Heucke und Manfred Trojahn plus einer neuen Komposition in der JazzLine erweist sich das Klavier-Festival Ruhr erneut als entschiedener Förderer eines in die Moderne erweiterten Repertoires.

Viele Meisterpianisten unserer Zeit folgen der Einladung zum Klavier-Festival, unter ihnen Khatia Buniatishvili, Rafa Blechacz, Rudolf Buchbinder, Radu Lupu und Sir András Schiff. Der 93jährige Menahem Pressler gibt dem Klavier-Festival Ruhr die besondere Ehre eines Auftritts: Am Freitag, 14. Juli 2017 spielt er im Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum. Ein besonderes Anliegen ist dem Klavier-Festival Ruhr seit seiner Gründung 1988 die Förderung junger Pianisten. In der Reihe „Die Besten der Besten“ stellen sich zwei Preisträger internationaler Wettbewerbe vor. Zu den jungen Debütanten zählt der Stipendiat des Klavier-Festivals 2016, Lucas Jussen. Der Niederländer erhält das Stipendium auf Vorschlag des letztjährigen Preisträgers des Klavier-Festivals Ruhr, Arcadi Volodos. Der 23jährige spielt am Mittwoch, 14. Juni in Haus Opherdicke in Holzwickede.

Mit acht Konzerten nimmt der Jazz erneut eine prominente Rolle im Programm des Klavier-Festivals ein. Die JazzLine eröffnet Michel Camilo mit dem Gitarristen Tomatito am Dienstag, 9. Mai 2017 im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen. Hilario Durán spielt mit Chucho Valdés und der WDR Big Band Köln in der Philharmonie Essen (31. Mai 2017) ein eigenes neues Konzert für zwei Klaviere und Big Band.

Für seine von Intendant Prof. Franz Xaver Ohnesorg initiierte außergewöhnliche Education-Arbeit wurde das Klavier-Festival Ruhr zuletzt mit dem begehrten ECHO Klassik 2016 ausgezeichnet. Die Aktivitäten des Education-Teams um Dr. Tobias Bleek und Richard McNicol bilden hunderte von Kindern kreativ und fördern sie nachhaltig. Die Stiftung Mercator und Klöckner & Co SE ermöglichen die Education-Arbeit maßgeblich. Little Piano School und KlavierGarten führen inzwischen ganzjährig mehr als 300 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren an das Klavier und die Welt der Musik. Schulübergreifende Projekte und Inklusions-Projekte spielen eine Hauptrolle bei der kreativen Workshop-Arbeit in Duisburg-Marxloh. Kinder und Jugendliche befassen sich in diesem Jahr mit Musik von Igor Strawinsky.

Der Kartenvorverkauf für alle Konzerte beginnt am Samstag, den 14. Januar 2017 um
10 Uhr. Tickets sind telefonisch unter der Hotline 01806/ 500 80 3 erhältlich (0,20 € pro Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobil max. 0,60 € pro Anruf) oder können platzgenau im Internet gebucht werden (www.klavierfestival.de).

—| Pressemeldung Klavierfestival Ruhr |—


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Weimar, Deutsches Nationaltheater Weimar, Silvester- und Neujahrskonzert mit M. Pressler, 31.12.2016

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Deutsches Nationaltheater Weimar

Deutsches Nationaltheater Weimar © Ricarda Porzelt

Deutsches Nationaltheater Weimar © Ricarda Porzelt

 

Silvester- und Neujahrskonzert in Weimar

Mit Pianistenlegende Menahem Pressler

Nationaltheater Weimar / Menahem Pressler © Marco Borggreve

Nationaltheater Weimar / Menahem Pressler © Marco Borggreve

Mit einem klangprächtigen Dialog zwischen Orient und Okzident umrahmen die Staatskapelle Weimar und ihr Chefdirigent Kirill Karabits den Jahreswechsel. Während das Silvesterkonzert am Samstag, 31.12., 16 Uhr bereits ausverkauft ist, gibt es für das Neujahrskonzert am 1.1.2017, 18 Uhr in der Weimarhalle noch Karten im Vorverkauf an der DNT-Theaterkasse und auch ab einer Stunde vor Beginn an der Abendkasse.

Starsolist ist der legendäre 93-jährige Pianist Menahem Pressler, der Mozarts unverwechselbares A-Dur Klavierkonzert KV 488 interpretieren wird. Der gebürtige Magdeburger zählt zu den international herausragendsten und meistgeehrten Musikern. Seine Karriere erstreckt sich inzwischen über rund sechs Jahrzehnte, und nach wie vor fesselt er Publikum und Kritiker weltweit als Solist auf den Konzertbühnen und mit Kammermusikabenden. 2015 wurde Menahem Pressler mit dem ECHO Klassik für sein Lebenswerk ausgezeichnet: ein hochsensibler Künstler, der nach wie vor mit der technischen Brillanz eines Rising Stars begeistert.

Die Staatskapelle Weimar eröffnet ihr Silvester- und Neujahrskonzerts mit der von orientalischen Einflüssen inspirierten „Sinfonia turchesca“ des Mozart-Schülers Franz Xaver Süßmayr. Nach der Pause darf sich das Publikum auf funkensprühenden Bühnenzauber aus der Feder von Aram Chatschaturian freuen. Es erklingen Suiten aus seinen Balletten „Gajaneh“ (natürlich inklusive des berühmten Säbeltanzes) und „Spartakus“ – ausdrucksstarke Musik voll Vitalität und emotionaler Kraft, die längst auch die Konzertbühnen und Kinoleinwände erobert hat.

Pressemeldung Deutsches Nationaltheater Weimar

 

 


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