Linz, Landestheater Linz, Premiere ROMEO + JULIA, 23.03.2018

Februar 27, 2018 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Romeo und Julia  – Mei Hong  Lin
Musik von Serge Weber
Frei nach Motiven von William Shakespeare

Premiere Freitag, 23. März 2018, 19.30 Uhr
Großer Saal, Musiktheater Volksgarten

Julia Statue in Verona © IOCO

Julia Statue in Verona © IOCO

Jeder von uns ist Romeo, jede von uns ist Julia. Die Universalität der Liebesgeschichte der beiden Protagonisten aus Shakespeares berühmtestem Drama hallt in vielen von uns wider. Denn fast jeder durchlebt mindestens einmal diese Art der jungen, passionierten, irrationalen Liebe – einer Liebe, die noch keine vor Enttäuschung schmerzenden Abgründe kennt; oder einer Liebe, die diese Abgründe mit leidenschaftlicher Energie zu überbrücken versucht.

Mei Hong Lin konzentriert sich in ihrer Interpretation der Liebesgeschichte aus dem 16. Jahrhundert ganz auf die Intimität zwischen den beiden Hauptfiguren. Sie lässt das weite Spektrum der menschlichen Seele vorüberziehen, indem sie Aspekte der Liebe in der Vervielfachung des Paares aufzeigt, jeden einzelnen Tänzer zu einem Romeo und jede einzelne Tänzerin zu einer Julia macht. Wie mit einer Lupe vergrößernd ist es Mei Hong Lin so möglich, im Detail zum Kern der verdichteten Handlung vorzudringen und herauszuarbeiten, welche dieser Aspekte in ihrer Modellhaftigkeit die Verbindung zum Publikum herstellen. Der Schweizer Komponist Serge Weber schrieb zu diesem Stück eine variationsreiche Musik, welche in zeitgenössischen, klassischen sowie historischen Klängen Mei Hong Lins kaleidoskopischer Choreografie eine musikalische Textur verleiht.

Inszenierung und Choreografie Mei Hong Lin,  Bühne und Kostüme Dirk Hofacker, Musik Serge Weber, Lichtdesign Johann Hofbauer, Choreografische Einstudierung Christina Comtesse, Dramaturgie Katharina John, Silke Meier

Symbol der jungen Liebe, Rie Akiyama, Urko Fernandez Marzana

Romeo – Yu-Teng Huang, Hodei Iriarte Kaperotxipi, Valerio Iurato Caspar Leonard Knops, Filip Löbl, Edward Nunes, Pavel Povrazník, Jonatan Salgado Romero, Andrea Schuler

Julia – Lara Bonnel Almonem, Kayla May Corbin, Andressa Miyazato, Tura Gómez Coll, Mireia González Fernández, Rutsuki Kanazawa, Gyeongjin Lee, Jacqueline Lopez, Alessia Rizzi, Symbole der Fehde, Yu-Teng Huang, Pavel Povrazník

Pressemeldung Landestheater Linz

Linz, Landestheater Linz, TOD UND DAS MÄDCHEN – BlackBox, 14.01.2018

Dezember 20, 2017 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Ballett – TOD UND DAS MÄDCHEN

Ein Tanzdialog – MEI HONG LIN UND CHRISTINA COMTESSE

MUSIK VON FRANZ SCHUBERT UND KEVIN VOLANS

URAUFFÜHRUNG | SA 14. JAN. 2018, 20.00 BLACKBOX MUSIKTHEATER | LINZ

Tanzdirektorin Mei Hong Lin setzt sich gemeinsam mit Choreografin Christina Comtesse in einem Tanzdialog mit dem Verhältnis des Menschen zum Tod auseinander. Musikalische Leitung Lui Chan, Bühne und Kostüme Dirk Hofacker, Lichtdesign Johann Hofbauer, Dramaturgie Katharina John

Landestheater Linz / TOD UND DAS MÄDCHEN - Yu-Teng Huang als Tod © Robert Josipovic

Landestheater Linz / TOD UND DAS MÄDCHEN – Yu-Teng Huang als Tod © Robert Josipovic

Es ist eine in mehrfacher Hinsicht überraschende Begegnung, von der der Dichter Matthias Claudius in seinem Gedicht Der Tod und das Mädchen erzählt: Da trifft ein Mensch in einem Alter, in dem man gemeinhin noch nicht ans Sterben denkt, auf den Tod. Doch voll Zärtlichkeit nimmt der allem Anschein nach gar nicht so „wilde“ Knochenmann dem Mädchen die Angst vor dem Sterben. Franz Schubert vertonte dieses Gedicht 1817. Motive dieses Liedes flossen dann sieben Jahre später in sein Streichquartett Nr. 14 in d-Moll ein, dem man deshalb auch den Namen Der Tod und das Mädchen gab. Diese Komposition gehört zweifelsohne zu den auratischsten Schöpfungen Schuberts. Inspiriert von der ebenso dramatischen wie berührenden Kraft dieses Werkes stellt auch Mei Hong Lin in ihrer Choreografie die existenzielle Frage nach dem Aufeinandertreffen von Leben und Tod. Wie reagiert gerade die Jugend auf die Konfrontation mit dem Ende? Muss der Tod zwangsläufig immer nur grausam sein? Und wie vertragen sich Liebe und Tod?

Premiere Samstag, 14. Jänner 2018, 20.00 Uhr
BlackBox Musiktheater


Besetzung
TOD UND DAS MÄDCHEN
Rie Akiyama, Lara Bonnel Almonem, Tura Gómez Coll, Kayla May Corbin, Mireia González Fernández, Yu-Teng Huang, Valerio Iurato, Hodei Iriarte Kaperotxipi, Urko Fernandez Marzana, Edward Nunes, Rutsuki Kanazawa, Pavel Povrazník

DAS MÄDCHEN IST TOT / TOD
Rutsuki Kanazawa, Caspar Leonard Knops, Gyeongjin Lee, Filip Löbl, Jacqueline Lopez, Andressa Miyazato, Pavel Povrazník, Alessia Rizzi, Jonatan Salgado Romero, Andrea Schuler, Lara Bonnel Almonem, Edward Nunes

Franz Xaver Frenzel Quartett (Lui Chan, 1. Violine; Johanna Bohnen, 2. Violine; Laura Maria Jungwirth, Viola; Bertin Christelbauer, Violoncello); PMLThLi

 

Linz, Landestheater Linz, Uraufführung Tanzstück MUSIC FOR A WHILE, 14.10.2017

August 9, 2017 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

MUSIC FOR A WHILE
Uraufführung – TANZSTÜCK VON MEI HONG LIN
Mit Christina Pluhar und Ensemble L’Arpeggiata

Premiere Samstag, 14. Oktober 2017, 19.30 Uhr
Großer Saal, Musiktheater Volksgarten

Music For A While: Es ist die erste Zusammenarbeit von Barockspezialistin Christina Pluhar und ihrem Ensemble L’Arpeggiata mit der Choreografin und Tanzchefin des Landestheaters Linz Mei Hong Lin und ihrem Tanzensemble Tanz Lin.z. Mit der in Graz geborenen Christina Pluhar und dem Ensemble L’Arpeggiata werden in dieser Inszenierung vermeintliche Gegensätze nicht nur tänzerisch aufgelöst, sondern auch auf musikalischer Ebene aufgebrochen: In der Improvisation verbindet ein aus der Barockmusik entlehnter Generalbass Elemente Alter Musik mit Komponenten des Jazz‘ und vereint so Welten, die – wenn auch nicht zeitlich – zusammengehören könnten. Die Premiere (Uraufführung) findet am 14. Oktober im Musiktheater statt. Weitere Vorstellungen von MUSIC FOR A WHILE am 27.10.2017, 6.11.; 13.11.; 16.11.; 18.11.2017

Musikalische Leitung Christina Pluhar, Inszenierung und Choreografie Mei Hong Lin, Bühne und Kostüme Dirk Hofacker, Dramaturgie Ira Goldbecher, Tanzensemble des Landestheaters Linz, Ensemble L’Arpeggiata, Céline Scheen – Sopran, Vincenzo Capezzuto – Alt, Gianluigi Trovesi – Klarinette, Doron Sherwin – Zink, Adriana Alcaide – Barockgeige, Josep María Martí Duran – Theorbe & Barockgitarre, Rodney Prada – Gambe, Sergey Saprychev – Perkussion, Francesco Turrisi – Piano, Cembalo, Orgel, Boris Schmidt – Kontrabass; PMLThL

Linz, Landestheater Linz, Ballettpremiere DAS, WAS BLEIBT, 01.04.2017

März 28, 2017 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

„DAS, WAS BLEIBT“

TANZTHEATER VON CHRISTINA COMTESSE
Musik-Collage

Premiere Samstag, 1. April 2017, 20.00 Uhr, weitere Vorstellungen: 4., 8., 13., 21., 25. April; 1., 28., 31. Mai 2017


Zum Stück:   In dem grenzenlosen Schwarz nistet das Nichts. Das Nichts scheint endlos und weit, und doch gibt es eine Tür. Kein Wort, nur die unregelmäßigen Atemzüge der anderen, gepresst und hastig, erzählen von dem zwanghaften Leid, das sie hierher gebracht hat, und von der Sehnsucht, das unsichtbare Gefängnis der Dunkelheit verlassen zu wollen. Irgendwo unter ihnen: ein Halbwesen, das sich Lilith nennt und mit dem Versprechen der Erlösung die größte Qual unter die Untoten bringt. Raum um Raum eröffnet sie den Leidenden, die von der Lust getrieben, von der Gier verdorben und durch Völlerei im Plastikmeer nach Luft schnappend wie seelenlose Körper im Wind umhertreiben. Krähengleich sitzt Lilith im Geäst des Giftbaums und gebärt Kinder der Wut, die sich jeglicher Kontrolle entziehen und den Rest der verbleibenden Menschlichkeit tief im Inneren begraben. Erst das Flüstern der Selbstmörder zerstreut ihre Hilflosigkeit in die Weite. Ihr Sehnen lässt sie zu Partikeln religiöser Zellen zusammenwachsen. Der Hass –  die Zerstörung der vermeintlich verbotenen Liebe – zeigt auf, dass sich auch verschiedenartige Wege wie zwei Parallelen in der Unendlichkeit schneiden. Die Überlegenheit der Macht zieht blitzend-scharfe Grenzen. Hart erkämpft liegen jedoch die Toten und Zurückgebliebenen in einem Feld voll der roten Mohnblumen, die Lilith aus der blutigen Erde wachsen lässt. „We are the Dead. Short days ago we lived, felt dawn, saw sunset glow, loved and were loved. “ Aus dem Grauen der Nacht entsteht die Schönheit des Morgens. Die Blumen sind das Erinnern und das Hoffen und mahnen trotzdem an die Vergangenheit, die sich nicht vergessen lassen will. Betrogen um die Identität ihres Daseins wird den Untoten nun alles genommen. Die Mohnblüten, Hüter der Erinnerungen, verwandeln sich in leere Wörter, die alles versprechen und doch nichts sagen. Den größten Betrug verübt allerdings Lilith selber, als sie den Untoten den Weg nach einem Draußen aufzeigt. Aber die Tür bleibt verschlossen, es gibt keinen Anfang und kein Ende, im ewigen Kreislauf der Gleichförmigkeit offenbart sich der wahre Verrat und die ewige Verdammnis. – Eine Besinnung auf das, was bleibt, wenn alles verloren ist.

Choreografie und Inszenierung  Christina Comtesse, Bühne und Kostüme  Corina Krisztian, Dramaturgie   Ira Goldbecher

Lilith  Kayla May Corbin, In wechselnden Rollen   Pavel Povrazník, Ohad Caspi, Shang-Jen Yuan, Yu-Teng Huang, Valerio Iurato, Julian Ricardo Yopasá Samacá, Hodei, Iriarte Kaperotxipi, Jonatan Salgado Romero, Chen-Lun Wang, Lara Bonnel Almonem, Tura Gómez Coll, Nuria Gimenez Villarroya, Andressa Miyazato, Chiung-Yao Chiu, Rutsuki Kanazawa, Gyeongjin Lee, Rie Akiyama


BIOGRAFIEN

CHRISTINA COMTESSE CHOREOGRAFIE & INSZENIERUNG Christina Comtesse absolvierte nach einem Chemiestudium an der University of Exeter in ihrer Heimat Großbritannien ihre Tanzausbildung an der London School of Contemporary Dance, The Place. Sie tanzte in London mit 181 Dance und The Dance Band und unterrichtete Modern am Middlesex Polytechnic und The Place. Nach ihrem Erstengagement in Deutschland am Theater Osnabrück arbeitete sie elf Jahre als Tänzerin mit Johann Kresnik am Bremer Tanztheater und an der Volksbühne Berlin zusammen. Sie kreierte Choreografien für die Volksbühne und die Schaubühne Berlin sowie die Theater in Konstanz, Krefeld/Mönchengladbach, Graz und Luzern.

Von 2004 bis 2006 war sie als Trainingsleiterin und choreografische Assistentin der Tanztheaterdirektorin Verena Weiss am Theater Luzern engagiert. Von 2006 bis 2014 arbeitete Christina Comtesse als Ballettmeisterin, choreografische Assistentin und Stellvertreterin von Tanztheaterdirektorin Mei Hong Lin am Tanztheater des Staatstheaters Darmstadt. Hier entstanden ihre Tanzproduktionen Immer wieder Weihnachten,  Der Dritte Sinn, Jesus Christ Super Star, 7 Tage und zusätzlich Choreografien für Schauspiel und Opernproduktionen. Darüber hinaus zeigte sie sich für die Einstudierung von Ulrike Meinhof und Sylvia Plath von Johann Kresnik und Bernarda von Mei Hong Lin verantwortlich.

2015 choreografierte sie Lohengrin für das Theater Bern, arbeitete als choreografische Assistentin an der Volksbühne Berlin bei der Produktion Die 120 Tage von Sodom mit Johann Kresnik und Ismael Ivo sowie am Stadttheater Gießen bei der Inszenierung Spieluhr. Als Gast war sie u. a. am Landestheater Linz, dem Theater Heidelberg und der Dance Company Nanine Linning. Ab August 2016 ist sie als Choreografin und als Stellvertreterin der Tanzdirektorin Mei Hong Lin am Landestheater Linz engagiert. In der aktuellen Spielzeit choreografiert sie Im Weißen Rössl, Don Giovanni und Das, was bleibt und verantwortet die choreografische Mitarbeit in der Eröffnungsproduktion Die kleine Meerjungfrau. Darüber hinaus studierte sie die Neuinszenierung Die Brautschminkerin ein.

CORINA KRISZTIAN BÜHNE & KOSTÜME Corina Krisztian arbeitete mehrere Jahre als Direktionsassistentin bei einer italienischen Modefirma: Kollektionsvorbereitung, Marketing, Vertrieb, Messebetreuung und -organisation. Innenarchitektur Studium an der FH Darmstadt. Eintritt seit 2000 als Produktionsassistentin für Schauspiel danach  für Oper und Tanz am Staatstheater Darmstadt. Schwerpunkt: Organisation und Betreuung zwischen den technischen Abteilungen, Werkstätten, Bühnen und Kunst. Darüber hinaus freie Produktionen am Staatstheater Darmstadt für Oper, Schauspiel und Tanz. Zusammenarbeit mit den Choreografen Christina Comtesse, Bettina Geyer, Sigrid T. Hooft, Mei Hong Lin, Alfonso Romero, Friedrich Meyer-Oertel, Iris Stromberger.

Weitere Produktionen für Oper, Tanz und Schauspiel: Palacio de la ´Opera und Teatro Colon / Coruna, Teatro Arriaga und Palacio Euskalduna / Bilbao, Orangerie und Stadtkirche/ Darmstadt, Da Capo Variete / Darmstadt, Teatro Manzoni / Mailand, Landestheater Linz, Daehangno Arts Theater / Seoul. PMLThLi

 

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