Baden-Baden, Festspielhaus, Mazeppa – Renaissance zu Ostern? IOCO Aktuell, 23.01.2021

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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Festspielhaus – Renaissance zu Ostern – 2 – 5. April ?

Vorbereitungen für Festspiele beginnen Schritt für Schritt
Dmitry Tcherniakov inszeniert Mazeppa

In der Stadt Baden-Baden stehen die Zeichen auf Frühling. Und auch im Festspielhaus keimt Hoffnung auf. Während im Kurpark erstmals in diesem Jahr die 14-Grad-Marke geknackt wurde und es diese Meldung sogar in die tagesthemen schaffte, erwärmt sich Intendant Benedikt Stampa an dem Gedanken, die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern als kleine Renaissance des Spielbetriebs vorbereiten zu können.

Noch gibt es viele Fragezeichen und zunächst verlängert sich der Lockdown natürlich auch für die Kultur. Aber die Vorbereitungen werden unter Wahrung größter Vorsicht konkreter.

„Es ist noch nicht klar, in welcher Ausdehnung wir mit den Berliner Philharmonikern Osterfestspiele werden feiern können“, so der Intendant , „aber alle Künstlerinnen und Künstler sind bereit und voller Vorfreude.“

Wenn es die Pandemie-Situation erlaubt, soll im Festspielhaus zu Ostern wieder im erprobten Hygienekonzept Publikum empfangen werden. Alle für den Herbst 2020 getroffenen Sicherheitsvorkehrungen hatten sich bewährt und wurden von Publikum und Künstlern gelobt.

Nun arbeitet ein kleines Vorbereitungs-Team an den Rahmenbedingungen für Proben, Reisen der Künstler und die gesamte Festival-Logistik. Reise- und Quarantäne-Bestimmungen sind natürlich keine Freunde eines internationalen Festspiels. Und dennoch soll im Falle der Wiedereröffnung von Theatern und Konzerthäusern gespielt werden.

John Neumeier – aus normalen Zeiten – zu seiner Arbeit in Baden-Baden
youtube Trailer Festspielhaus Baden-Baden
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Opernregisseur Dmitry Tscherniakov und sein Team ist darauf vorbereitet, Ende Februar mit den Proben zu Tschaikowskys Oper Mazeppa zu beginnen.

Der international gefragte russische Künstler hat sich vor wenigen Tagen ein Bild vom Festspielhaus gemacht, in dem er erstmals inszenieren würde. Nach zahlreichen Regie-Arbeiten – unter anderem an den Staatsopern in Berlin und am Nationaltheater in München, in Moskau, an der MET in New York, am Mariinsky-Theater und den Opernhäusern in Zürich und Paris – wäre es für ihn eine besondere Freude, die in Westeuropa noch recht unbekannte Oper von Peter Tschaikowsky  inszenieren zu können. Er kennt das Werk seit seiner Jugend und ist startklar, unter den besonderen Umständen des Frühjahres Baden-Baden mit einer „Traumbesetzung“ für dieses Werk in Baden-Baden zu debütieren.

Die Information, wann und wie die Osterfestspiele 2021 in Baden-Baden stattfinden können, wird „so spät wie möglich und so früh wie nötig“ veröffentlicht, sagt Intendant Benedikt Stampa und bittet das Publikum noch um ein wenig Geduld. „Es wurde so viel geändert und abgesagt. Mein Wunsch ist es, mit einer verlässlichen Information herauszukommen, auch wenn dies vielleicht erst im März möglich sein wird.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Cottbus, Staatstheater Cottbus, Eröffnungswochenende – Mazeppa und mehr, 23. bis 25.10.2020

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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus zum Premierenauftakt

Ballett, Schauspiel, Musiktheater und Philharmonisches Orchester präsentieren drei Premieren, davon zwei Uraufführungen

Vom 23. bis 25. Oktober 2020 lädt das Staatstheater Cottbus zum Premierenauftakt für die Saison 20.21 ein. Ballett, Schauspiel, Musiktheater und Philharmonisches Orchester präsentieren sich in drei Premieren, davon zwei Uraufführungen. Nach der langen, pandemiebedingten Theaterpause ist dieses Premierenwochenende für alle Mitarbeiter*in-nen des Staatstheaters ein lange erwarteter Startschuss: endlich kann das künstlerische Team um den neuen Intendanten Stephan Märki seine Vision für das Haus in konkreten Inszenierungen vorstellen und können die Ensembles ihren Dialog mit dem Publikum aufs Neue beginnen.

Staatstheater Cottbus / NUR EIN WIMPERNSCHLAG ... - Ballettabend von Oliver Preiß | Uraufführung Szenenfoto mit Alyosa Forlini © Claudia Bernhard

Staatstheater Cottbus / NUR EIN WIMPERNSCHLAG … – Ballettabend von Oliver Preiß | Uraufführung Szenenfoto mit Alyosa Forlini © Claudia Bernhard

Im Ballett wendet sich Choreograf Oliver Preiß in der Kammerbühne mit der Urauffüh-rung „Nur ein Wimpernschlag …“ essentiellen menschlichen Empfindungen zu. In neun packenden Solos schnürt er gemeinsam mit dem Cottbuser Ballettensemble ein Bündel an Gefühlszuständen auf, mit dem sich Menschen konfrontiert sehen, wenn plötzlich Zeit zum Innehalten, zum Nachdenken und Nachspüren im Übermaß zur Verfügung steht. (Premiere 23. Oktober 2020, Kammerbühne)

Staatstheater Cottbus / UMKÄMPFTE ZONE Eine Bearbeitung des gleichnamigen Romans von Ines Geipel durch Armin Petras Uraufführung Szenenfoto mit: (oben v.l.n.r.) Susann Thiede und Lucie Luise Thiede (Schwester 1 und 2); (vorn) Johann Jürgens (Bruder) © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / UMKÄMPFTE ZONE Eine Bearbeitung des gleichnamigen Romans von Ines Geipel durch Armin Petras Uraufführung Szenenfoto mit: (oben v.l.n.r.) Susann Thiede und Lucie Luise Thiede (Schwester 1 und 2); (vorn) Johann Jürgens (Bruder) © Marlies Kross

In der Regie von Armin Petras, seit dieser Spielzeit neuer Hausautor an der Cottbuser Bühne, bringt das Schauspiel im Großen Haus seine Bearbeitung von Ines Geipels Buch Umkämpfte Zone zur Uraufführung. Anhand ihrer Familiengeschichte reflektiert die Autorin Konflikte der (ost)deutschen Geschichte und schildert die Erfahrungen der Generation Mauer“. (Premiere 24. Oktober 2020, Großes Haus)

Staatstheater Cottbus / MAZEPPA Oper in drei Akten von Pjotr I. Tschaikowski Szenenfoto © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / MAZEPPA Oper in drei Akten von Pjotr I. Tschaikowski Szenenfoto © Marlies Kross

Im Musiktheater inszeniert die Regisseurin Andrea Moses mit Mazeppa eine selten gespielte Oper von Pjotr I. Tschaikowski. Die Geschichte um den opportunistischen Kosakenanführer Mazeppa wird in ihrer Lesart zur zeitlosen Fabel vom Zusammenbruch politischer Systeme, von Schock und Chance gesellschaftlicher Umwälzungen, alten Wunden und der Rolle der Massen. Die musikalische Leitung hat GMD Alexander Merzyn. (Premiere 25. Oktober 2020, Großes Haus)

Karten:
Die neuen Inszenierungen stehen in den nächsten Monaten regelmäßig auf dem Spiel-plan. Karten für alle Vorstellungen bis Ende Januar sowie Informationen über Zusatz-veranstaltungen gibt es im Besucherservice (Am Schillerplatz 1, 03046 Cottbus) und auf www.staatstheater-cottbus.de. Die Premieren sind ausgebucht.

—| Pressemeldung Staatstheater Cottbus |—

Cottbus, Staatstheater Cottbus, MAZEPPA – Pjotr I. Tschaikowski, 25.10.2020

Oktober 12, 2020 by  
Filed under Oper, Premieren, Staatstheater Cottbus

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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

MAZEPPA   von Pjotr I. Tschaikowski

Libretto Pjotr I. Tschaikowski und Viktor P. Burenin,  nach dem Gedicht Poltava  von Alexander S. Puschkin

Premiere Sonntag 25. Oktober 2020, 18.00 Uhr, Aufführung in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Tschaikowskis Mazeppa, das ist Grand opéra auf Russisch: ein Historienbild, eine Studie über die Bewegungen der Massen – zugleich aber ein einfühlsames Psycho-gramm der Gewinner und Verlierer der Geschichte.

Der Untergang einer Welt, Krieg und Zerstörung, die Angst der Bevölkerung in Krisen-zeiten: diese Themen der Oper nimmt Regisseurin Andrea Moses zum Ausgangspunkt für ihr politisches Musiktheater. In ihrer neuen Inszenierung am Staatstheater Cottbus spürt sie einer großen gesellschaftlichen Erzählung unserer Zeit nach: dem Untergang des sogenannten Ostblocks. Gemeinsam mit Bühnenbildner Christian Wiehle, dem Vi-deokünstler René Liebert und Kostümbildnerin Meentje Nielsen zieht die Regisseurin Parallelen zwischen der neueren Geschichte der Ukraine und der (ost-)deutschen Wen-dezeit. In einer aufwendigen Videoinstallation, die den Chor in Erinnerungsbildern auf die Bühne projiziert, verschwimmen die Zeiten zwischen Gestern und Heute.

Der Titelheld Mazeppa ist tatsächlich eine Ikone der ukrainischen Geschichtsschrei-bung – ein klassischer Antiheld auf russischer Seite. Als ehemaliger Verbündeter Zar Pe-ters I. im Großen Nordischen Krieg lief der ukrainische Kosakenhetmann zum Kriegs-gegner, dem schwedischen König Karl XII., über, um die Ukraine als eigenen Machtbe-reich von russischer, respektive polnischer Vorherrschaft zu lösen. Der Plan misslingt: In der berühmten Schlacht von Poltawa werden Karl XII. und Mazeppa geschlagen. Sie fliehen ins Exil im Osmanischen Reich, wo Mazeppa wenig später stirbt.

In ihrem Libretto nach einem Gedicht von Alexander Puschkin verbinden Tschaikowski und sein Textdichter Viktor Burenin die historischen Fakten mit einer Liebeshandlung: Im Hause der alteingesessenen Familie Kotschubej hält der alte Mazeppa um die Hand der Tochter Maria an – seines Patenkindes! Der Vater lehnt ab, Maria muss sich ent-scheiden und geht mit dem älteren Geliebten. Die politische Intrige Mazeppas reißt in-dessen alles und jeden in den Abgrund …
Musikalisch verwebt Tschaikowskis Oper ukrainische Folklore, sinfonische Dichtung, lyrische Seelenzergliederung und politische Agitation. In großen Chorszenen schildert er minutiös die Verführbarkeit, das Erbarmen und die Gewalt der Massen. Daneben tre-ten in ariosen Passagen und volksliedhaften Chören die privaten Sehnsüchte der Figu-ren zu Tage.

Den Ausgleich zwischen Psychologie und Politik stellt GMD Alexander Merzyn am Pult des Philharmonischen Orchesters her und zeigt Tschaikowski in seinem einzigartigen Stilreichtum zwischen Russland und Europa. Für den Chor, der im 1. Rang auch live das Geschehen begleitet, zeichnet Chordirektor Christian Möbius verantwortlich.
Als Kosakenhetmann Mazeppa gibt Andreas Jäpel sein Rollendebüt und kann an Rollen der vergangenen Spielzeiten, u.a. Wagners „Fliegenden Holländer“, anknüpfen. In der Partie der jugendlichen Geliebten Maria ist die Sopranistin Kim-Lillian Strebel erstmals in Cottbus zu erleben. Sie gehört seit dieser Spielzeit zum Musiktheaterensemble des Hauses.

Musikalische Leitung: GMD Alexander Merzyn
Regie: Andrea Moses
Bühne: Christian Wiehle
Kostüme: Meentje Nielsen
Kostüm-Mitarbeit: Clementine Pohl
Video: René Liebert
Lichtdesign: Reinhard Traub
Choreinstudierung: Christian Möbius
Dramaturgie: Michael Höppner, Katharina Duda

 

—| Pressemeldung Staatstheater Cottbus |—

Berlin, Komische Oper Berlin, Highlights vom 9. bis 27. Februar 2013

Februar 6, 2013 by  
Filed under Komische Oper Berlin, Pressemeldung

Komische Oper Berlin

Komische Oper Berlin © IOCO

Komische Oper Berlin © IOCO

Highlights vom 9. bis 27. Februar 2013

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Nur noch in dieser Spielzeit | Wiederaufnahme Kiss me, Kate
Dagmar Manzel ist es viel zu heiß …
Samstag, 9. Februar 2013, 19:30 Uhr
 
Einer der größten Erfolge der Komischen Oper Berlin kehrt zurück. Cole Porters sensationeller Broadway-Hit über Liebe und Eifersüchteleien auf und hinter der Bühne in einer knallbunten, glitzernden Show, die Regisseur Barrie Kosky selbst als Mischung aus venezianischem Karneval, LSD-San-Francisco-Drag-Happening, Wer hat Angst vor Virginia Woolf? und der Muppet-Show bezeichnet hat. »Alles, was hier nicht glitzert, ist nackte Haut. Beim Opening ist die Bühne ein einziger Wirbel aus Armen, Beinen, Busen und Waschbrettbäuchen.« [Der Tagesspiegel]
 
Musikalische Leitung: Peter Christian Feigel, Inszenierung: Barrie Kosky
Besetzung: Dagmar Manzel (Lilli Vanessi/Katharina), Roger Smeets (Fred Graham/Petruchio), Sigalit Feig (Lois Lane/Bianca), Robin Poell (Bill Calhoun/Lucentio),  Christoph Späth (Erster Ganove), Peter Renz (Zweiter Ganove) u.v.a.
 
Karten 11 – 79€ | Telefon 030.47 99 74 00 oder online www.komische-oper-berlin.de
 
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Tschaikowskis Meisterwerk Mazeppa erstmals als Neuproduktion in Berlin
Von der Liebe geschlagen!
Premiere, Sonntag, 24. Februar 2013, 18 Uhr
 
In Pjotr Iljitsch Tschaikowskis erst in den letzten Jahren von den Bühnen wiederentdeckten Meisterwerk Mazeppa bricht die Liebe wie ein Schicksalsschlag  über die Menschen herein. Eine Urgewalt, der sich keiner erwehren kann und die in der hochemotionalen Musik Tschaikowskis ihren Ausdruck findet. Der flämische Regisseur und künstlerische Leiter der Toneelgroep Amsterdam  Ivo van Hove stellt sich mit seiner Inszenierung von Mazeppa dem deutschen Publikum erstmals als Opernregisseur vor. Arbeiten von ihm waren bereits an den bedeutendsten internationalen Bühnen von Venedig und Wien über Lissabon, Edinburgh und London bis New York zu sehen. Die Titelpartie wird von dem englischen Bariton Robert Hayward gestaltet. Als Marie, Mazeppas um Jahre jüngere Geliebte, ist Asmik Grigorian zu erleben, die als Rusalka bereits das Publikum der Komischen Oper Berlin begeistert hat.
 
Musikalische Leitung: Henrik Nánási, Inszenierung: Ivo van Howe
Besetzung: Robert Hayward (Mazeppa), Alexey Antonov (Kotschubej), Agnes Zwierko (Ljubow), Asmik Grigorian (Maria),  Ales Briscein (Andrej) u.v.a.
 
Karten 11 – 85€ | Telefon 030.47 99 74 00 oder online www.komische-oper-berlin.de
 
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Wiederaufnahme der erfolgreichen Kinderoper Mikropolis
Grillen und Fliegen im Großstadt-Dschungel
Mittwoch, 27.  Februar 2013, 11 Uhr
 
Die Helden von Mikropolis sind Asphaltinsekten wie Marienkäfer Kurt, die Stubenfliege Kostas und die Bremse Erdal, für die Rückspiegelsurfen das Coolste ist – echte Berliner eben. In diese eingeschworene Gruppe verschlägt es das »Landei« Gesine, eine Grille. Die Oper für Kinder zeigt auf witzige und spannende Weise, wie schwierig es sein kann, Fremde in eine Gruppe aufzunehmen und ihr Anderssein zu akzeptieren. Sie vermittelt aber auch, wie Probleme überwunden werden können und welche wichtige Rolle dabei Vertrauen, Mut, Hilfs­bereit­schaft und Zusammenhalt mit anderen spielen.  »Die Inszenierung besticht durch herrlich-spacige Kostüme und anspruchsvolle, dennoch kindgerechte Musik. (…) Kids und Eltern jubelten begeistert.« (B.Z.)
 
Musikalische Leitung: Norbert Biermann, Inszenierung: Nadja Loschky
Besetzung: Erika Roos (Grille Gesine), Adela Zaharia (Ameise Annabelle), Katarina Morfa (Kreuzspinne Natalie), Stephan Boving (Stubenfliege Kostas),  Peter Renz (Marienkäfer Kung (Kurt)), Horst Lamnek (Bremse Erdal) u.v.a.
 
 
Karten 10 – 28€ | Telefon 030.47 99 74 00 oder online www.komische-oper-berlin.de
 
—| Pressemeldung Komische Oper Berlin |—

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