Stuttgart, Oper Stuttgart, 6. Kammerkonzert, 14.03.2018

März 8, 2018 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung, Staatsoper Stuttgart

Oper_Stuttgart_1zeilig_rotNEU

Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

6. Kammerkonzert mit Werken von Jommelli, Danzi, Storck, Hindemith und Schillings // Mi, 14. März 2018

Hof- und Hauskomponisten

Musiker des Staatsorchesters Stuttgart gestalten das 6. Kammerkonzert am Mittwoch, 14. März 2018, um 19.30 Uhr im Mozartsaal der Liederhalle mit Werken von Hof- und Hauskomponisten

Im 6. Kammerkonzert der Spielzeit am Mittwoch, 14. März 2018, blicken Musikerinnen und Musiker des Staatsorchesters Stuttgart auf die reiche Geschichte ihres Klangkörpers zurück und erwecken Kompositionen von Niccolò Jommelli, Franz Danzi und Max von Schillings zum Leben – Werke dreier ehemaliger Stuttgarter Hofkapellmeister, die zugleich bedeutende Komponisten waren. Wie Jommellis Oper Berenike, Königin von Armenien (Il vologeso) fand auch Max von Schillings‘ Streichquintett in Stuttgart zur Uraufführung – gespielt vom berühmten Wendling-Quartett mit Primarius Carl Wendling, dem damaligen Konzertmeister der Hofkapelle.

Den drei Hofkomponisten an die Seite gestellt werden zwei „Hauskomponisten“ der Oper Stuttgart: Paul Hindemith, einer der Stuttgarter „Skandal-Komponisten“, der mit zwei 1921 hier uraufgeführten Einaktern für Furore sorgte, und Stephan Storck, einen vielfach ausgezeichneten Komponisten, der hauptberuflich Sänger im Stuttgarter Staatsopernchor ist. Außerdem präsentieren sich an diesem Abend zwei Sopranistinnen aus dem Solistenensemble der Oper Stuttgart, Esther Dierkes und Josefin Feiler, sowie die beiden ältesten aktiven „Hausensembles“ des Staatsorchesters: das Jommelli-Quartett und das Littmann-Quintett.


Programm

Niccolò Jommelli: Arie „Crede sol che a nuovi ardori“ aus der Oper Berenike, Königin von Armenien (Il Vologeso, 1766); Sopran: Josefin Feiler

Franz Danzi: Quintett g-moll op. 56 Nr. 2 (1821) für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott

Stephan Storck: 3 Stücke für Sopran und Ensemble (2017/18), Uraufführung (Auftragswerk der Oper Stuttgart); Sopran: Esther Dierkes, Musikalische Leitung: Kristina Šibenik

Paul Hindemith: Kleine Kammermusik op. 24 Nr. 2 (1922) für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott

Max von Schillings: Streichquintett Es-Dur op. 32 (1917) für zwei Violinen, Zwei Violen und Violoncello


Mitwirkende

Esther Dierkes (Sopran), Josefin Feiler (Sopran), Jommelli-Quartett (Kathrin Scheytt, Marion Schäfer, Madeleine Przybyl, Joachim Hess), Littmann-Quintett (Nathanaël Carré, Nadine Bauer, Frank Bunselmeyer, Susanne Wichmann, Christina Becker), Anca Ionita (Violine), Anna Rokicka (Violine), Moriz Schneider (Violine), Charlotte Kirst (Viola), Joachim Hess (Violoncello), Lars Jakob (Kontrabass), Stefanie Faber (Klarinette), Gunter Pönisch (Klarinette), Kristina Šibenik (Musikalische Leitung der 3 Stücke)


Einführung

mit Rafael Rennicke, Dramaturg der Oper Stuttgart, um 19:00 Uhr im Mozartsaal

Pressemldung Oper Stuttgart

Stuttgart, Oper Stuttgart, Gregor Bühl dirigiert das 1. Sinfoniekonzert statt Emilio Pomàrico, 14/15.10.2012

Oktober 10, 2012 by  
Filed under Pressemeldung, Staatsoper Stuttgart

oper_stuttgart.jpg

Oper Stuttgart

Gregor Bühl dirigiert das 1. Sinfoniekonzert

Oper Stuttgart /  Gregor Bühl © Maike Helbig

Oper Stuttgart / Gregor Bühl © Maike Helbig

Dirigent Emilio Pomàrico ist leider kurzfristig erkrankt. Stattdessen wird Gregor Bühl das 1. Sinfoniekonzert, das im Zeichen der Hundertjahrfeierlichkeiten des Littmannbaus der Staatstheater Stuttgart steht, dirigieren.

Das Programm bleibt unverändert: Eröffnet wird das Konzert mit einer kurzen Festspielouvertüre, die der damalige Stuttgarter Generalmusikdirektor Max von Schillings 1912 zur Einweihung des Großen Hauses der Königlichen Hoftheater in Stuttgart schrieb. Es folgt Richard Strauss‘ Orchestersuite Der Bürger als Edelmann; die Komposition entstand als Bühnenmusik für Molières gleichnamiges Theaterstück und wurde ebenfalls 1912 mit StraussAriadne auf Naxos im neu erbauten Kleinen Haus uraufgeführt. Béla Bartóks letztes großes Orchesterwerk, sein Konzert für Orchester, das 1943 in Boston uraufgeführt wurde, beschließt das Konzertprogramm.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter http://www.oper-stuttgart.de/spielplan/1177/1-sinfoniekonzert-festspiel/

Pressemeldung Oper Stuttgart

Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, Premiere ULENSPIEGEL, 22.04.2012

theater_und_philharmonie_gera.png

Theater und Philharmonie Thüringen

Opernwiederentdeckung des 20. Jahrhunderts

ULENSPIEGEL von Walter Braunfels

Theater und Philharmonie Thüringen / ULENSPIEGEL © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / ULENSPIEGEL © Theater und Philharmonie Thüringen

Altenburger Premiere am 22. April 2012 um 19 Uhr im Landestheater
Weitere Vorstellungen: 4. Mai 19.30 Uhr und 19. Juni 14.30 Uhr
THEATERFRÜHSTÜCK: 15. April 11.00 Uhr im Lindenaumuseum Altenburg

Ein knappes Jahrhundert nach seiner Uraufführung am 4. November 1913 am Königlichen Hoftheater Stuttgart gelangte »Ulenspiegel« von Walter Braunfels erstmals wieder auf die Bühne: Am 28. Januar 2011 hob sich in der Reihe »Opernwiederentdeckungen des 20. Jahrhunderts« der Vorhang in Gera und ab 22. April 2012 ist die erfolgreiche Inszenierung von Matthias Oldag im Landestheater Altenburg zu sehen.

Theater und Philharmonie Thüringen / ULENSPIEGEL © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / ULENSPIEGEL © Theater und Philharmonie Thüringen

Walter Braunfels galt im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts als einer der zukunftsweisenden deutschen Opernkomponisten neben Richard Strauss, Alban Berg oder Franz Schreker. Bedeutende Dirigenten wie Max von Schillings, Wilhelm Furtwängler und Bruno Walter setzten sich für die Aufführung seiner Werke ein. Die Uraufführung seiner Oper »Die Vögel« 1920 in München war ein überwältigender Erfolg, der internationale Beachtung erfuhr. 1925 wurde Braunfels vom Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer zum Leiter der dortigen Musikhochschule berufen; desweiteren war er Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Doch mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlor Braunfels als sogenannter »Halbjude« alle seine Ämter und erhielt Aufführungsverbot. Die Zeit des Nationalsozialismus verbrachte er zurückgezogen in der Nähe des Bodensees. 1945 erneut zum Rektor der Kölner Musikhochschule berufen, konnte er nicht mehr an seine alten Erfolge anknüpfen. Erst in den vergangenen rund fünfzehn Jahren werden Braunfels´ Werke wieder aufgeführt, dank des Einsatzes so prominenter Dirigenten und Regisseure wie Lothar Zagrosek, Ulf Schirmer, Manfred Honeck oder Christoph Schlingensief. So wurden alle erhaltenen Braunfels-Opern wieder aufgeführt – abgesehen von »Ulenspiegel«.

Die Oper basiert auf dem 1867 erschienenen Roman von Charles de Coster »Thyl Ulenspiegel – Die Legende und die heldenhaften, fröhlichen und ruhmreichen Abenteuer von Ulenspiegel und Lamme Goedzak«. Der belgische Autor verlegt das Geschehen in die Zeit des Spanisch-Niederländischen Kriegs im 16. und 17. Jahrhundert. Till Eulenspiegel, eigentlich ein Narr, der dem Volk einen Spiegel vorhält, legt sich mit den Spaniern an und flieht deshalb schließlich nach Vlissingen. Als seine Geliebte Nele die Nachricht vom Tod seines Vaters Klas durch die Inquisition überbringt, schwört er Rache und ruft die Bürger von Vlissingen zum Kampf gegen die Spanier auf.

Theater und Philharmonie Thüringen / ULENSPIEGEL © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / ULENSPIEGEL © Theater und Philharmonie Thüringen

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Jens Troester, der bereits bei den Wiederentdeckungen der Opern »Scharlatan« von Pavel Haas und »Wallenstein« von Jaromír Weinberger am Pult des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera stand. Regie führt Matthias Oldag. Für das Bühnenbild zeichnet der international renommierte Architekt Stephan Braunfels (u.a. Pinakothek der Moderne, München; Regierungsbauten, Berlin) verantwortlich, ein Enkel des Komponisten. Die Kostüme entwarf Henrike Bromber, der Opernchor singt in der Einstudierung von Ueli Häsler.

In der Titelpartie ist Keith Boldt zu erleben. Der kanadische Tenor studierte Gesang in seinem Heimatland und erhielt dort auch zahlreiche Preise und Auszeichnungen, z.B. den 1. Preis des »International Bel Canto Competition« in Toronto. Seine Karriere begann er als Mitglied verschiedener kanadischer Opernensembles, wo er zahlreiche Rollen verkörperte, darunter den Steuermann (»Der Fliegende Holländer«), Siegmund (»Die Walküre«), Max (»Der Freischütz«), Don José (»Carmen«) und Eisenstein (»Die Fledermaus«). Sein deutsches Operndebüt feierte Boldt als Harlekin in »Der Kaiser von Atlantis« und Le Berger in »Oedipus Rex« am Theater Hof. Weitere Engagements führten ihn ans Aldeburgh Festival in London, an die Oper Leipzig sowie auf große Europatournee mit »Das Land des Lächelns«.

In weiteren Partien: Marie-Luise Dreßen. (Nele), Shavleg Armasi (Klas), Olaf Plassa (Profoß), Christoph Rosenbaum (Schneider) Günter Markwarth (Seifensieder), Bernardo Kim (Schreiber), Kai Wefer (Jost), Teruhiko Komori (Bürgermeister von Vlissingen), Peter Paul Haller (Ablasspriester), Elke Böhm (altes Weiblein), Konrad Zorn (Soldat), Heiko Retzlaff (Schmied von Damme), Andreas Veit (Arkebusier), Annick Vettraino (junges Mädchen).

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—