Berlin, Deutsche Oper Berlin, Salome von Richard Strauss, IOCO Kritik, 04.02.2018

Februar 5, 2018 by  
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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

SALOME  von Richard Strauss (1864 – 1949)

Ein von allen zerstörtes Kind öffnet die Büchse der Pandora und wird zur Allzerstörerin

 Von Karin Hasenstein

Oscar Wildes Drama Salomé wurde 1896 in Paris zum ersten Mal auf die Bühne gebracht, während der Autor gerade in London im Zuchthaus eine Strafe absaß – wegen grober Unsittlichkeit.

Aufführungen dieses Stückes waren in Großbritannien und deutschsprachigen Ländern nur im privaten Rahmen möglich. Richard Strauss besuchte eine solche Privataufführung im Jahre 1902 in Max Reinhardts Kleinem Theater” in Berlin. Jedoch erst ein Jahr später reifte in ihm der Entschluss, auf Grundlage dieses Dramas eine Oper zu schreiben.

Deutsche Oper Berlin / Salome - hier Catherine Naglestad als Salome © Monika Rittershaus

Deutsche Oper Berlin / Salome – hier Catherine Naglestad als Salome © Monika Rittershaus

Die Uraufführung der Salome in Dresden im Jahre 1905 wurde für Strauss ein grandioser Erfolg. Der Reiz mag damals wie heute in dem faszinierenden Kontrast zwischen der rauschhaften Musik und der grausigen, brutalen Handlung gelegen haben, die abstößt und zugleich auf erschreckende Weise fasziniert. Ohne Vorspiel werden wir in Salomes Welt geworfen.

In der Inszenierung von Claus Guth (Bühne/ Kostüme: Muriel Gerstner) ist diese das Ladenlokal eines Herrenausstatters der 1950er oder -60er Jahre in strenger dunkelbrauner Holzoptik. Der Blick fällt auf Krawatten und Anzüge, adrett nach Farben und Mustern sortiert, auf einen Verkaufstresen sowie eine Sitzgruppe. Im vorderen Bereich befinden sich ein Tisch und drei Stühle.

Wasserschaden – Salome szenisch adaptiert 

Aufgrund des großen Wasserschadens am Heiligabend 2017, dem zahlreiche Ausstattungsstücke und Teile der Bühnenbilder zum Opfer fielen, wurde die Oper als “szenisch adaptierte Version” gespielt. So fehlte beispielsweise der obere Teil der hohen Rückwand als hintere Begrenzung der Dekoration, was szenisch weder weiter auffiel, noch störte.

Negative Auswirkungen hatte dieses reduzierte Bühnenbild jedoch auf die Akustik. Durch den Verlust auch zahlreicher Beleuchtungskörper wurde zusätzlich mit verändertem Licht gearbeitet. Wer jedoch keine der zurückliegenden Vorstellungen besucht hat, dem fehlt der Vergleich und so ist lediglich zu bemerken, dass große Teile der Szene sehr schwach bis unzureichend ausgeleuchtet waren.

Zu Beginn sehen wir Salome in einem langen weißen Nachtgewand, (Foto) das lange rote Haar wird von einem weißen Stirnband gehalten. Am Tisch sitzen zwei Gestalten, eine Szene aus einem “Vater-Mutter-Kind“-Spiel, und erst bei näherem Hinsehen fällt auf, dass es sich um Schaufensterpuppen handelt. In diese Szenerie hinein erklingen die Worte Narraboths, “Wie schön ist die Prinzessin Salome heute Nacht!”

Immer wieder wird die Prinzessin mit Farben beschrieben. Ihre Füße sind wie weiße Tauben, sie ist blass wie der Schatten einer weißen Rose in einem silbernen Spiegel, Salome wird als weiß, silbern, rein dargestellt. Ein junges unschuldiges Mädchen.

Deutsche Oper Berlin / Salome - hier Catherine Naglestad als Salome © Monika Rittershaus

Deutsche Oper Berlin / Salome – hier Catherine Naglestad als Salome © Monika Rittershaus

Die Stimme des Propheten Jochanaan, der laut Libretto in einer Zisterne gefangen gehalten wird, scheint aus einem ungeordneten Kleiderhaufen auf dem Boden zu kommen, ein Element, das nicht recht in diesen biederen spießigen Herrenausstatter passen will. Auf der Szene verteilt finden sich die anderen Personen, Soldaten, Juden, Narraboth und der Page.

Die Figur der Salome wird multipliziert durch vier bis sechs jüngere Mädchen im gleichen Kostüm (Ballett der DOB), die um sie herum sind, von den anderen Personen aber scheinbar nicht wahrgenommen werden. Das Ganze erinnert an eine Traumszene oder den Zustand des Schlafwandelns.

Schon zu Beginn verkündet der Page Narraboth Schreckliches wird gescheh‘n”, während Salome den Mond als eine silberne Blume beschreibt. Unvermittelt erklingt die Stimme des Propheten und Salome verlangt wiederholt, ihn zu sehen, bis Narraboth schließlich einwilligt. Zum zweiten Mal ertönt die Mahnung des Pagen, Schreckliches werde geschehen.

Der Prophet sagt schreckliche Dinge über ihre Mutter, dennoch ist Salome hin und hergerissen, ist fasziniert und abgestoßen zugleich, weiß nicht, was sie will, während der Prophet sie fortwährend bestimmt zurückweist. Salome steigert sich immer weiter in ihr Begehren hinein, will sein Haar, seinen Leib berühren, schließlich seinen Mund küssen, Jochanaan schleudert ihr ein tonloses “Niemals, niemals!” entgegen.

Deutsche Oper Berlin / Salome - hier Catherine Naglestad als Salome und eine "kleine" Salome © Monika Rittershaus

Deutsche Oper Berlin / Salome – hier Catherine Naglestad als Salome und eine „kleine“ Salome © Monika Rittershaus

In der schlecht ausgeleuchteten Szene ist nicht zu erkennen, ob Narraboth sich in seiner Verzweiflung über das drohende Unheil tatsächlich ersticht oder schlicht vor Schreck tot umfällt. Zu Jochanaans Worten “Sei verflucht!” entzündet sich das Tischtuch, und anstatt wieder in der Zisterne, respektive im Kleiderberg zu verschwinden, schließt Jochanaan Salome in die Arme, was zum Text überhaupt nicht schlüssig erscheint. Es ist nicht das einzige Mal, dass Libretto und Handlung auseinanderlaufen.

In der nächsten Szene trägt Salome ein olivgrünes Kleid mit rotem Gürtel, die Haare dazu mit einem roten Band aus der Stirn gehalten. Das Weiße, Unschuldige, das Kindliche ist verschwunden.

War es zuvor der Page, der Narraboth gemahnt, Salome nicht anzusehen, so ist es nun Herodias, die fortwährend ihren Gatten auffordert, sie nicht anzusehen. Salome verhält sich ihrem Stiefvater gegenüber aufmüpfig, was diesen zunehmend erbost, und wofür er seine Frau verantwortlich macht.

In dieser Familie stimmt aber auch gar nichts. Die Spannungen zwischen den Personen sind überdeutlich spürbar. Unweigerlich erinnert die Szene am Esstisch an eine Familienaufstellung als Element der Psychotherapie. Sicher kein Zufall, wurde doch die moderne Psychoanalyse um 1890 von Sigmund Freud begründet. Er hätte in dieser Familie ein breites Betätigungsfeld gefunden. Es ist absehbar, dass es so nicht weitergehen kann, nicht weitergehen wird.

Herodes provoziert sowohl Salome als auch seine Frau Herodias, indem er Salome sagt “Du sollst auf dem Thron Deiner Mutter sitzen.” Schließlich fordert er sie auf, für ihn zu tanzen. Salome willigt ein, nachdem sie sich hat versichern lassen, alles zu bekommen, was sie begehrt.

Claus Guth verzichtet auf Schleier – wo sollen die bei einem Herrenausstatter auch herkommen – und während zunächst die kleinen Salome-Kopien tanzen und Salome selbst nur stille Beobachterin ist, wird Herodias wie an unsichtbaren Marionettenschnüren bewegt. Schwarze Schatten bewegen schließlich Herodes und Herodias aufeinander zu und ein grotesk trippelnder Zappeltanz entsteht. Ausgerechnet an dieser Stelle, die völlig traumartig und unwirklich erscheint, wird das Licht aufgeblendet. Warum gerade jetzt? Die Schatten legen Herodias auf das Sofa, Herodes bewegt sich zunächst in Kopulations- bewegungen über ihr, um schließlich von ihr abzulassen und mit der kleinen Salome zu tanzen. Diese Symbolsprache ist so überfrachtet, dass man als Zuschauer nur noch wünscht, es möge endlich aufhören. Es kommen drei weitere kleine Salomes hinzu, bis das tanzende Paar schließlich im Walzerschritt verschwindet.

Die schwarzen Schatten halten Salome fest und heben sie vom Boden ab, zerren an ihr, während die Musik sich in Tempo und Dynamik immer mehr steigert, bis die Schatten sie endlich freigeben.

Deutsche Oper Berlin / Salome @ Monika Rittershaus

Deutsche Oper Berlin / Salome @ Monika Rittershaus

Salome fordert ihren Lohn, nicht die Reichtümer des Herodes interessieren sie, keine irdischen Schätze, sie will den Kopf des Propheten Jochanaan in einer Silberschüssel. Zu ihrer eigenen Lust, wie sie selbst sagt. Achtmal muss sie ihn an seinen Eid erinnern, muss sie ihre Forderung wiederholen, bis der entsetze Herodes schließlich nachgibt “Man soll ihr geben, was sie verlangt! Sie ist in Wahrheit ihrer Mutter Kind!” Es kommt zum Unvermeidlichen, der Henker wird gesandt, den Propheten zu töten und Salome erhält seinen Kopf als Lohn für ihren Tanz. Die Szene wird wieder auf Anfang gesetzt.

Die “Familie” sitzt am Esstisch. Jetzt aber sind es keine Puppen mehr, es sind tatsächlich die Personen. Herodes muss zu den Worten “Ich bin sicher, es wird ein Unheil geschehen” seine Herztabletten nehmen, nicht der Henker bringt den abgeschlagenen Kopf des Propheten, nein, Salome holt ihn sich einfach selber und genießt ihren Triumph gleich mehrfach. Ihrem Stiefvater gegenüber, aber auch dem Propheten gegenüber, der so zum Werkzeug ihrer Rache an Herodes wird.

Sie nimmt den Kopf vom Rumpf einer Schaufensterpuppe und trägt ihn zu den Worten “Du wolltest mich nicht deinen Mund küssen lassen, Jochanaan! Wohl, ich werde ihn jetzt küssen!” zum Tisch und stellt ihn vor sich ab und streichelt sein Haar. Zu den schwelgenden Streicherklängen nimmt sie ihn wieder auf, drückt ihn an sich und trägt ihn herum. Schließlich stellt sie ihn auf den Boden, schleppt den leblosen Körper herbei und setzt den Kopf wieder obenauf. Während sie feststellt “Du warst so schön” zieht sie dem Geköpften die Kleider aus und bedeckt ihn mit einem schwarzen Tuch.

Ihre Erklärung für das Geschehen ist schlicht Hättest Du mich angesehen, Du hättest mich geliebt. Und das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes.”

Auch die letzte klare Regieanweisung (Die Soldaten stürzen sich auf Salome und begraben sie unter ihren Schilden.) wird schlicht missachtet. Der Befehl des Herodes “Man töte dieses Weib! verhallt ungehört. Salome bleibt mit den anderen kleinen Mädchen um sie herum am Tisch zurück, siehe den folgenden Trailer der DOB

Der Zuschauer indessen bleibt ratlos.

Warum bildet Claus Guth diesen biblisch dramatischen Stoff ausgerechnet bei einem Herrenausstatter ab? Dazu fällt nur ein: Maßanzüge für Wohlhabende anstelle eines königlichen Palastes. Da diese Szene aber in keiner Weise weiter entwickelt wird, verkommt die Kulisse zur Beliebigkeit. Man hätte die Geschichte überall spielen lassen können. Im Gegenteil, durch den krassen Bruch beziehungsweise Widerspruch von Libretto und Bühnenbild wird die Handlung zum Teil völlig sinnentleert.

Gut beraten ist hier, wer das Libretto kennt. Das Orchester wird über weite Strecken von Dirigent Evan Rogister zu einem fff getrieben, das nahezu alle Sänger zudeckt. Wenn ein dramatischer Sopran kaum noch zu hören ist (wie der Rezensentin berichtet wurde, auf der Galerie im Grunde gar nicht mehr zu hören ist!), dann läuft etwas Grundlegendes falsch. Herodes (Burkhard Ulrich) hatte an dieser Stelle keine Chance mehr. Der Text fiel einer Einheitsdynamik zum Opfer, gewiss darf und muss es laut sein, aber doch nicht durchgängig. Dramatik vermittelt sich nicht durch sempre fortissimo, sondern durch wohldosierten Einsatz von Agogik und Dynamik. Die Rezensentin ist vom Orchester der Deutschen Oper anderes gewohnt! Gerne erinnert sie sich an die erst wenige Monate zurückliegende Elektra, die auf höchstem Niveau musiziert war und die Messlatte an Strauss-Interpretation sehr hoch gehängt hat. Wer in der Salome ähnliches erwartet hatte, wurde – zumindest an diesem Abend – enttäuscht.

So verwundert es auch nicht, dass zwar die Sänger der Hauptrollen wie Catherine Naglestad (Salome), die darstellerisch und sängerisch immerhin überzeugte, Gabriele Schnaut (Herodias), Burkhard Ulrich (Herodes) und Samuel Youn (Jochanaan) zumindest mit höflichem wenn auch nicht überschwänglichem Applaus bedacht wurden, der Dirigent Evan Rogister jedoch – wohl für das Publikum der Deutschen Oper nicht unüblich – gezielt und wiederholt ausgebuht wurde. In dieser Deutlichkeit hat die Rezensentin das selten erlebt.

Wäre nicht am 03.02.2018 ohnehin die letzte Aufführung in dieser Spielzeit – eine Empfehlung an wahre Strauss-Liebhaber könnte nicht mit Überzeugung ausgesprochen werden.

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Berlin, Berliner Ensemble, Oliver Reese folgt Claus Peymann, IOCO Aktuell, 05.12.2017

Dezember 5, 2017 by  
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Berliner Ensemble / (Theater am Schiffbauer Damm) © Moritz Haase

Berliner Ensemble / (Theater am Schiffbauer Damm) © Moritz Haase

Berliner Ensemble

BERLINER ENSEMBLE – Großes Theater – Neue Intendanz

Max Reinhardt, E.J. Aufricht, Rudolf Platte, Bertolt Brecht,  Helene Weigel

 Von Anna Moll

Berliner Ensemble / Intendant Oliver Reese © Jonas Holthaus

Berliner Ensemble / Intendant Oliver Reese © Jonas Holthaus

Ich liebe dieses Theater! Oliver Reese, der neue Intendant des Berliner Ensembles spricht mir aus der Seele, wenn er sagt, dieses Theater sei “unfassbar schön“. Aber es ist nicht nur eines der schönsten Theater, es ist auch eines mit theatergeschichtlich bedeutsamer Tradition und über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und bewundert! 180.000 Besucher zieht das Berliner Ensemble, meist nur kurz BE bezeichnet, jährlich in seinen Bann.

Die Spielstätte des BERLINER ENSEMBLE, das Theater am Schiffbauerdamm, wurde 1892 in herrlichem Neobarock mit einem Theatersaal für etwa 700 Personen erbaut (Foto) und mit Goethes Iphigenie auf Tauris eröffnet. Die Weber von Gerhard Hauptmann wurden hier uraufgeführt, Stücke von Frank Wedekind und Maurice Maeterlinck standen auf dem Programm sowie andere wichtige Dramen der damaligen zeitgenössischen Theaterliteratur.

Berliner Ensemble / Theater am Schiffbauer Damm - hier der herrliche Zuschauerraum in prächtigem Neobarock © Moritz Haase

Berliner Ensemble / Theater am Schiffbauer Damm – hier der herrliche Zuschauerraum in prächtigem Neobarock © Moritz Haase

Von 1903 bis 1906 war der große Max Reinhardt Direktor des Hauses, der hier  Shakespeares Ein Sommernachtstraum zur Musik von Mendelson-Bartholdy, Hofmannsthals Elektra, Oscar Wildes Salome inszenierte, um nur einige Produktionen zu nennen.  Nach dieser theatergeschichtlich wichtigen Zeit wurde das Haus bis 1925 unter verschiedenen Direktoren zum Operetten- und Unterhaltungstheater. 1926 wird es zur zweiten Spielstätte der Volksbühne. 1928 wird E.J. Aufricht Intendant. Im selben Jahr wird Brecht/Weills  Die Dreigroschenoper in der Regie von Erich Engel uraufgeführt – die Weimarer Republik erlebt ihren größten Theatererfolg!!

Das Theater bleibt weiterhin erfolgreich. Autoren wie Ernst Toller, Ödön von Horvath, Marieluise Fleißer, Jean Cocteau, mit dessen Orpheus Gustav Gründgens seinen Einstand als Regisseur gibt, werden zur Aufführung gebracht. Zum Ensemble gehören in dieser Zeit große Künstler und Künstlerinnen wie Lotte Lenya, Carola Neher, Helene Weigel, Hilde Körber, Ernst Busch, Ernst Deutsch, Peter Lorre, Kurt Gerron, Erich Ponto.

1931 endet Aufrichts Intendanz. Unter wechselnden  Bühnennamen gibt es wieder eher leichtere Unterhaltung, ab 1933 dominieren nationalsozialistische Vorgaben. 1944 wird das Theater geschlossen. Nach dem Krieg übernimmt zunächst Rudolf Platte als Intendant, abgelöst wird er 1946 von Fritz Wisten.

1949 hatte sich um Bertolt Brecht eine Gruppe von Theaterkünstlern formiert, die sich den Namen Berliner Ensemble gibt. Ohne eigenes Haus kommt sie auf Einladung von Thomas Langhoff am Deutschen Theater unter. Als Wisten 1954 mit seiner Kompanie in die wiederaufgebaute Volksbühne zieht, übernimmt das Berliner Ensemble das Theater am Schiffbauerdamm, nachdem Brecht bei Otto Grotewohl erfolgreich gegen Pläne Einspruch erhoben hatte, das Theater dem Ensemble der Kasernierten Volkspolizei zu überlassen. Die Bühne wurde zum BE, zum BERLINER ENSEMBLE mit Helene Weigel als Intendantin und Bertolt Brecht als Künstlerischem Leiter. Der Einfluss des Brecht‘schen epischen Theaters, auch international, sollte man nicht unterschätzen. Lange Jahre war Brechts Truppe das weltweit am meisten bewunderte deutsche Theater und hat  Regisseure wie Giorgio Strehler, Patrice Chereau, Juri Ljubimow, Roger Planchon, Ariane Mnouchkine, Peter Stein u.a.m. inspiriert und beeinflusst.

Mit Brechts Mutter Courage und ihre Kinder geht das BE 1954 zum Theaterfestival der Nationen nach Paris, wo es den ersten Preis für das beste Theaterstück und die beste Inszenierung (Erich Engel) erhält. Ebenfalls 1954 inszeniert Brecht Der kaukasische Kreidekreis. Bei der Premiere gibt es 52 Vorhänge und 4 vor dem eisernen Vorhang! Nach dem Tod von Bertolt Brecht im Jahre 1956 übernimmt Erich Engel die Künstlerische Leitung, Helene Weigel bleibt Intendantin.

Einen weiteren großen Erfolg erobert das BE mit der Inszenierung von Brechts Stück Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui (Regie Peter Palitzsch und Manfred Wekwerth). Mit Ekkehard Schall als Arturo Ui wird das Stück 1974 nach 532  Aufführungen abgesetzt. Eine Neuinszenierung von Die Dreigroschenoper, wieder mit Engel als Regisseur, knüpft an alte Erfolge an. Beeindruckend auch die Leistung von Helene Weigel, die 1961 nach 405 Aufführungen zum letzten Mal die Mutter Courage gibt.

Die CoriolanInszenierung durch Manfred Wekwerth und Joachim Tenschert wird ebenfalls ein großer Erfolg, zu dem Ruth Berghaus mit ihrer Choreographie der Schlachtszenen beiträgt. Sie wirkt ab 1970 als Stellvertreterin Helene Weigels und übernimmt nach deren Tod in 1971 die Intendanz. In den folgenden Jahren holt Ruth Berghaus B.K. Tragelehn und Einar Schleef als Regisseure ans Haus, setzt sich ein für neuere dramatische Literatur der DDR von Autoren wie Peter Hacks und Karl Mickel. Sie inszeniert Zement von Heiner Müller, der 1961 aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen worden war. Sie bekommt Schwierigkeiten wegen ihres experimentellen Ansatzes und wird entmachtet. Manfred Wekwerth folgt als Intendant. Stücke von Volker Braun und weiterhin von Heiner Müller werden erfolgreich aufgeführt. Die Inszenierungen von Goethes Faust Szenen (Urfaust) 1984 und Heiner Müllers Germania Tod in Berlin 1989 bekommen Aufmerksamkeit.

1992 entsteht ein Fünfer-Direktorium: Die Leitungsgruppe Langhoff, Marquardt, Müller, Palitzsch, Zadek zerfällt allerdings bald durch Unstimmigkeiten und Machtkämpfe. Heiner Müller setzt sich durch, wird alleiniger Intendant und prägt eine neue Epoche. Mit seiner letzten Inszenierung (1995) von Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui mit Martin Wuttke in der Hauptrolle entsteht ein bis heute andauernder Theatererfolg. Nach Müllers Tod 1995 folgen bis 1999 Martin Wuttke und nach ihm Stephan Suschke als Intendanten.

1996 wurde die vom Dramatiker Rolf Hochhuth gegründete Ilse-Holzapfel-Stiftung Eigentümerin der Immobilie Theater am Schiffbauerdamm. Vertraglich wurde für Hochhuth ein Rahmen festgelegt, innerhalb dessen er in beschränktem Maße das Theater für mögliche Aufführungen eigener Stücke nutzen darf. Daraus sich ergebende, oft auch öffentlich ausgetragene Streitereien, unter anderem mit Claus Peymann, besitzen in vielen Facetten, bis heute den Charakter einer eigenen Theatergroteske.

Claus Peymann, Intendant so wichtiger Bühnen wie Stuttgart, Bochum und Wien, übernimmt das BE 1999. In den 18 Jahren seiner Intendanz setzt Peymann auf Autoren wie William Shakespeare, Thomas Bernhard, Peter Handke, Bertolt Brecht und pflegt eine enge Zusammenarbeit mit George Tabori. Peymanns eigene Inszenierung von Shakespeares Richard II wird im Jahr 2000 vom französischen Kritikerverband zur besten fremdsprachigen Inszenierung gewählt. Einer der wichtigen Regisseure, die unter Peymann für das BE arbeiten, ist Robert Wilson, dessen Inszenierung von Die Dreigroschenoper großen Eindruck macht, ebenso wie  die von Sonnette von Shakespeare mit Musik von Rufus Wainright oder von Leonce und Lena mit musikalischen Assoziationen von Herbert Grönemeyer.

Im September 2017 endete die BE – Intendanz des inzwischen 80jährigen Claus Peymann. Oliver Reese, Jahrgang 1964, löst ihn ab. Ein Mann einer anderen Generation. Wie bei fast allen Intendantenwechseln gab es auch bei diesem Stabwechsel Reibereien, meist ausgehend von Peymann. Doch schlugen die Wellen der Aggression am BE nicht so hoch wie 2016, bei dem Stabwechsel von Frank Castorf zu Chris Dercon bei der Volksbühne Berlin.

Oliver Reese kehrt mit der Spielzeit 2017/18 sozusagen nach Berlin zurück. Denn bevor er das Schauspiel Frankfurt ab 2009/2010 als Intendant bis zur Spielzeit 2016/17 leitete,  war er als Chefdramaturg bereits sieben Jahre (1994-2001) am Maxim Gorki Theater und danach weitere acht Jahre am Deutschen Theater u.a. als Interimsintendant tätig.  Ihm dürfte sehr bewußt sein, in was für eine ausgeprägte Traditionslinie er sich am BE einreiht. Vom ehemaligen Ensemble übernimmt Reese lediglich zwei Mitglieder. Mitglieder des neuen Ensemble sind u.a.: Constanze Becker, Corinna Kirchhoff, Bettina Hoppe, Annika Meier, Stephanie Reinsperger, Ingo Hülsmann, Niko Holonics, Felix Rech, Andreas Döhler, Tilo Nest, Patrick Güldenberg.

Berliner Ensemble / Eine Frau - Mary Page Marlowe - hier v.l. Ruby Commey, Bineta Hansen, Carina Zichner, Corinna Kirchhoff © Julian Roeder

Berliner Ensemble / Eine Frau – Mary Page Marlowe – hier v.l. Ruby Commey, Bineta Hansen, Carina Zichner, Corinna Kirchhoff © Julian Roeder

Ein Coup dürfte Reese gelungen sein, indem er Frank Castorf, dessen (eher unfreiwilliger) Abschied von der Volksbühne die Gemüter Berlins bewegte, als Regisseur gewinnen konnte. Castorf wird am BE jedes Jahr ein Stück inszenieren. Seine erste Produktion, für Dezember 2017 angesetzt, wird eine Adaption von Les Misérables von Victor Hugo sein. Ein großer Gewinn für Berlin!

Des Weiteren hat Reese Michael Thalheimer als Hausregisseur und Mitglied des Leitungsteams gewonnen, der zwei Inszenierungen pro Spielzeit erarbeiten wird.

Seine erste Saison 2017/18 am BERLINER ENSEMBLE läutete Reese an einem September Wochenende mit gleich drei unmittelbar aufeinander folgenden Premieren ein: Caligula von Albert Camus mit der großartigen Constanze Becker in der Titelrolle (Regie: Antú Romero Nunes); Nichts von mir von Anre Lygre (Regie: Mateja Koležnik); Der Kaukasische Kreidekreis (Regie: Michael Thalheimer).

Das Repertoire wird ergänzt mit 13 weiteren Neuinszenierungen sowie mehreren Übernahmen vom Schauspiel Frankfurt am Main, darunter einige Inszenierungen, bei denen Reese in Frankfurt  selbst Regie geführt hat sowie zwei Inszenierungen von Michael Thalheimer: Kleists Penthesilea und die Medea des Euripides, jeweils mit Constanze Becker in der Titelrolle, die für ihre Medea den Deutschen Theaterpreis erhielt.

Berliner Ensemble / Der Gott des Gemetzels - hier v.l. Corinna Kirchhoff, Doerte Lyssewski, Thilo Nest, Michael Maertens © Matthias Horn

Berliner Ensemble / Der Gott des Gemetzels – hier v.l. Corinna Kirchhoff, Doerte Lyssewski, Thilo Nest, Michael Maertens © Matthias Horn

Die erste Inszenierung des Intendanten Reese selbst am BE, die von ihm erarbeitete Bühnenfassung von Benjamin von Stuckrad-Barres Panikherz, ist für Februar 2018 geplant. Reese übernimmt auch fünf Stücke aus Claus Peymanns Ära:  Der Prinz von Homburg, Peymanns Abschiedsinszenierung am BE – vielleicht zu verstehen als die Andeutung einer Verbeugung gegenüber seinem Vorgänger; Der Gott des Gemetzels von Yasmina Reza in der Regie von Jürgen Gosch; Robert Wilsons Inszenierungen von Die Dreigroschenoper und Becketts Endspiel und den Dauerbrenner, die Heiner Müller Inszenierung von Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui.

Die Programmgestaltung ist geprägt durch ein deutliches Interesse an zeitgenössischen Themen und Texten ganz in der Tradition von Brecht und Heiner Müller. 12 der 17 Premieren in der ersten Saison stammen von lebenden Autoren, etwa vom amerikanischen Pulitzer Preisträger Tracy Letts, vom britischen Dramatiker Dennis Kelly oder von Rainald Goetz.

Ein weiteres ambitioniertes Projekt des Intendanten Reese ist das neue BE-Autorenprogramm, zu dessen Chef der Schriftsteller und Theaterschreiber Moritz Rinke gemacht wurde. Reese erinnert an die Zeit, als “der deutschsprachige Raum die stärksten Theaterschreiber zu bieten hatte: Heiner Müller, Thomas Bernhard, Botho Strauß, Franz Xaver Kroetz“. Das Projekt hat sich die Förderung von Autoren zum Ziel gesetzt. In einer künftigen Autorenwerkstatt sollen darüber hinaus zeitgenössische Autoren gemeinsam mit Regisseuren neue Stücke erarbeiten, die dann am BERLINER ENSEMBLE auch aufgeführt werden.

Eine von Oliver Reese bereits am Schauspiel Frankfurt installierte Gesprächsreihe wird nun auch an das BE übernommen, mit Michel Friedmann als Gastgeber: Ein Forum für intellektuelle Diskussionen. Die Gesprächsreihe hatte zuerst Joschka Fischer zu Gast, dann Nicole Deitelhoff und nun folgt Robert Menasse.

Jenseits der künstlerischen Pläne gibt es noch wesentliche Pläne, was  Umbauten, Renovierungen und Modernisierungen betrifft. Ab 2018/19 soll es zwei neue Spielstätten geben, sprich: das BERLINER ENSEMBLE hätte dann drei feste Spielstätten: das Große Haus, das Kleine Haus, den Werkraum.

Insgesamt vielfältige und ehrgeizige Absichten und Pläne  für den Beginn einer neuen Epoche. Man darf gespannt sein!

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Wien, Wiener Staatsoper, Premiere: ELEKTRA von Strauss, 29.03.2015

März 27, 2015 by  
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Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper © Starke

Wiener Staatsoper © Starke

Premiere: ELEKTRA

Richard Strauss

Premiere am 29. März 2015, 19:00

Mit Elektra begann die langjährige Zusammenarbeit der einander ebenbürtigen Genies Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal. Der Komponist hatte das gleichnamige Schauspiel des Dichters in einer Inszenierung Max Reinhardts gesehen, und als operntauglich eingestuft. Die Arbeit an dem Stück sollte Strauss jedoch für seine Verhältnisse ungewöhnlich langsam von der Hand gehen: Mehr als zwei Jahre dauerte es, bis die Partiturniederschrift im September 1908 beendet war. Herausgekommen ist ein für die damalige Zeit ungemein modernes Werk mit einer radikal expressiven Musiksprache, die einerseits durchaus noch funktionalharmonische Charakteristika aufweist und andererseits in ihrer Polytonalität beziehungsweise den harten Dissonanzen an die Grenzen der Atonalität heranreicht. Die aktuelle Neuproduktion ist zugleich die siebente Inszenierung der Elektra an der Wiener Staatsoper.

Mikko Franck | Dirigent
Uwe Eric Laufenberg | Regie
Rolf Glittenberg | Bühne
Marianne Glittenberg | Kostüme
Andreas Grüter | Licht
Mario Ferrara | Bühnenbildassistenz
Elke Scheuermann | Kostümassistenz

BESETZUNG:
Anna Larsson | Klytämnestra
Nina Stemme | Elektra
Anne Schwanewilms | Chrysothemis
Falk Struckmann | Orest
Norbert Ernst | Aegisth
Wolfgang Bankl | Pfleger des Orest
Simina Ivan | Vertraute
Aura Twarowska | Schleppträgerin
Thomas Ebenstein | Junger Diener
Marcus Pelz | Alter Diener
Donna Ellen | Aufseherin
Monika Bohinec | 1. Magd
Ilseyar Khayrullova | 2. Magd
Ulrike Helzel | 3. Magd
Caroline Wenborne | 4. Magd
Regine Hangler | 5. Magd
Younghee Ko | 1. Dienerin
Secil Ilker | 2. Dienerin
Kaya Maria Last | 3. Dienerin
Jozefina Monarcha | 4. Dienerin
Karen Schubert | 5. Dienerin
Zsuzsanna Szabó | 6. Dienerin

Weitere Vorstellungen:
01. Apr. 2015 | 20.00
04. Apr. 2015 | 20.00
07. Apr. 2015 | 20.00
11. Apr. 2015 | 18.30
16. Apr. 2015 | 20.00

Pressemeldung Wiener Staatsoper

Coburg, Landestheater Coburg, Premiere SALOME, 07.02.2015

Januar 29, 2015 by  
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Landestheater Coburg

Premiere 7.2.2015:  SALOME von Richard Strauss

Premiere 07.02.2015, weitere Vorstellungen: 13.2.2015; 20.02.2015; 26.02.2015; 14.03.2015; 24.03.2015; 5.04.2015; 15.04.2015; 7.05.2015; 20.05.2015

Es war ein sensationelles Ereignis für die Coburger: 1907 gastierte das Nürnberger Stadttheater mit komplettem Ensemble, dem gesamten technischen Personal und in der Nürnberger Originalausstattung mit Richard Strauss´ Salome im Coburger Hoftheater. Um dem Orchester Platz zu schaffen, hatte man sogar die ersten drei Reihen aus dem Parkett entfernt.

Landestheater Coburg / Fordert den Kopf des Jochanaan: Salome (Ute Döring) © Andrea Kremper

Landestheater Coburg / Fordert den Kopf des Jochanaan: Salome (Ute Döring) © Andrea Kremper

Dabei war die 1905 in Dresden uraufgeführte Oper ein Schocker, und es gehörte nicht wenig Mut dazu, den Opern-Einakter dem Publikum der Vestestadt zu präsentieren. Schon der Text war anrüchig, basierte er doch auf der Bühnendichtung des nach Skandalprozess und Zuchthaushaft gestorbenen Oscar Wilde. Kaiser Wilhelm II. orakelte zwar, dass Strauss sich vom Schaden der Salome nie erholen werde, doch da irrte er. Strauss hatte einen untrüglichen Sinn für erfolgsträchtige Stoffe. Dieses Stücke „schreie nach Musik“, ließ er verlauten, nachdem er 1902 eine Aufführung des Wilde`schen Schauspiels in Berlin in Max Reinhardts Kleinem Theater besucht hatte.

Strauss` Musik vertieft den Text von Oscar Wilde als ein Porträt über Macht und Eros, Sinnesrausch und Askese, Einsamkeit und Fanatismus. Am Hofe des Tetrarchen Herodes wird gefeiert, eine rauschhafte Orgie, bei der die Blicke immer wieder auf die Prinzessin Salome fallen. Doch Salome sind die begehrlichen Blicke ihres Stiefvaters ebenso zuwider wie die Pseudokonversation der Mächtigen des Hofes. Sie langweilt sich. Einzig der Prophet Jochanaan, der den Sittenverfall des Hofes öffentlich anprangert und deshalb eingekerkert wurde, erregt ihr Interesse. Doch der lehnt sie derb ab. Salomes Verlangen, den Propheten zu berühren, zu küssen, steigert sich zur Besessenheit. Und so fordert sie den Kopf des Jochanaan …

Der schwedische Regisseur Tobias Theorell, der für die Coburger Bühne in der Saison 2011/2012 bereits Webers Freischütz inszenierte, zeichnet in seiner Inszenierung das Psychogramm einer durch und durch dekadenten Gesellschaft, in der für echte Gefühle kein Platz ist, erst recht nicht für Liebe. Theorell legt den Fokus auf die Beziehungen zwischen den Figuren, beleuchtet ihre emotionalen Defizite, die die Beteiligten unausweichlich in die Katastrophe führen.

Musikalische Leitung Roland Kluttig/Adrian Müller, Inszenierung Tobias Theorell
Bühnenbild und Kostüme Alejandro Tarragüel de Rubio, Dramaturgie Renate Liedtke

BESETZUNG:
Herodes, Tetrarch von Judäa: Christian Franz/Karsten Münster
Herodias, seine Gattin: Gabriela Künzler, Salome, Tochter von Herodias: Ute Döring
Jochanaan, ein Prophet: Thomas de Vries, Narraboth, Hauptmann: José Manuel/David Zimmer
Ein Page Herodias/ Ein Sklave: Kora Pavelic
Erster Jude: Dirk Mestmacher, Zweiter Jude: Jan Korab
Dritter Jude: Sascha Mai, Vierter Jude: David Zimmer
Fünfter Jude/ Erster Soldat: Michael Lion
Erster Nazarener/ Zweiter Soldat: Tapani Plathan
Zweiter Nazarener Jirí Rajnis, Ein Coppadocier: Thomas Unger
Philharmonisches Orchester des Landestheater Coburg

Premiere Samstag, 7. Februar 2015, 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen:
Freitag, 13. Februar 2015, 19.30, Freitag, 20. Februar 2015, 19.30
Donnerstag, 26. Februar 2015, 19.30, Samstag, 14. März 2015, 19.30
Dienstag, 24. März 2015, 19.30, Sonntag, 5. April 2015, 18.00
Mittwoch, 15. April 2015, 19.30, Dienstag, 7. Mai 2015, 19.30
Mittwoch, 20. Mai 2015, 19.30

Premiere 7.02.2015, weitere Vorstellungen: 13.2.2015; 20.02.2015; 26.02.2015; 14.03.2015; 24.03.2015; 5.04.2015; 15.04.2015; 7.05.2015; 20.05.2015

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Pressemeldung Landestheater Coburg

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