Köln, Oper Köln, Premiere La scuola de´ gelosi – Antonio Salieri, 31.03.2019

März 11, 2019 by  
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Oper Köln

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

La scuola de´ gelosi –  Die Schule der Eifersucht

Premiere  So., 31. März › 18.00 Uhr StaatenHaus, Saal 3

Eine Frau ohne Liebhaber ist nicht tugendhaft, sondern reizlos. Ein Ehemann ohne Mätresse gilt als impotent oder ruiniert. Zumindest galt das, in privilegierten Kreisen, zu Antonio Salieris Zeit.

Salieri war einer der erfolgreichsten Opernkomponisten seiner Zeit und zählte als Hofkapellmeister des Wiener Hofes zu den einflussreichsten Musikerpersönlichkeiten Europas. Sein dramma giocoso La scuola de´gelosi (Die Schule der Eifersucht) wurde in der Karnevalssaison 1778/1779 in Venedig uraufgeführt und eroberte schnell die Bühnen Europas.

Ein reicher Kaufmann ist blind vor Eifersucht und kurz davor, seine Ehefrau Ernestina einzusperren. Der notorisch treulose Graf hat sich aber für seine nächste Eroberung ausgerechnet jene Ernestina auserkoren … Ein rasanter Schlagabtausch mit leichtfüßigem Witz beginnt.

Selbst Johann Wolfgang von Goethe verehrte dieses Stück, wie er in einem Brief an Charlotte von Stein formuliert: »Die Oper gestern war einnehmend und gut aufgeführt. Es war La scuola de’ gelosi, Musik von Salieri, die Oper ist das Lieblingsstück des Publikums, und das Publikum hat recht. Die Oper ist sehr abwechslungsreich, und alles ist mit gutem Geschmack geschrieben. Mein Herz wurde von jeder Arie bewegt, besonders von den Finali und den Quintetten, die anbetungswürdig sind.«

Regisseurin Jean Renshaw steht als Garant für eine raffiniert-turbulente Inszenierung. Christof Cremer zeichnet verantwortlich für ein bewegtes Bühnenbild und fantastische Roben. Ein Großteil der Rollen ist mit Mitgliedern des Internationalen Opernstudios der Oper Köln besetzt. Mit Arnaud Arbet kehrt ein Dirigent zurück, der zu Beginn dieser Spielzeit bereits mit Mauricio Kagels Mare Nostrum einen großen Erfolg verbuchen konnte.

Besetzung  –  Musikalische Leitung Arnaud Arbet, Inszenierung Jean Renshaw, Bühne & Kostüme Christof Cremer, Licht Nicol Hungsberg

Mit  –  Graf BandieraWilliam Goforth, Gräfin Bandiera › Kathrin Zukowski, Blasio, Getreidehändler › Matteo Loi, Ernestina, Blasios Ehefrau › Alina Wunderlin, Lumaca, Blasios Diener › Matthias Hoffmann / Florian Köfler (18. April), Carlotta, ein Kammermädchen › Arnheidur Eiríksdóttir, Der Lieutnant, Blasios Cousin und Freund des Grafen › Anton Kuzenok, Tänzer › Martin Dvorák
Orchester › Gürzenich-Orchester Köln

Premiere  So., 31. März › 18.00 Uhr,  weitere Vorstellungen, Do, 4. April › 19.30 Uhr, Sa, 6. April › 19.30 Uhr, Sa, 13. April › 19.30 Uhr, Do, 18. April › 19.30 Uhr, So, 21. April › 18.00 Uhr

—| Pressemeldung Oper Köln |—

Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Uraufführung Abstract Pieces – Manos Tsangaris, 19.05.2018

Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

Abstract Pieces – Musiktheater für Darsteller, Raum, Licht

Von Manos Tsangoris

19. Mai 2018 –   Uraufführung in der Neuen Werkstatt

Am 19. Mai wird in der Neuen Werkstatt die Produktion Abstract Pieces, ein Auftragswerk der Staatsoper Unter den Linden, uraufgeführt. Das Konzept, die Komposition und die Inszenierung stammen von Manos Tsangaris, der zu den bedeutenden Vertretern des neuen Musiktheaters zählt. Zum Regieteam gehören darüber hinaus Stefan Schlagbauer (Licht), Nastasja Keller (Video), Sébastien Alazet (Ton) und Christin Haschke (Kostüm). Die musikalische Einstudierung liegt bei Max Renne. Das Ensemble aus Gesangs- und Instrumentalsolisten besteht aus der Mezzosopranistin Marielou Jacquard (SIE), dem Bariton Martin Gerke (ER), Alexander Glücksmann (Bassklarinette), Emily Yabe (Viola), Evdoxia Filippou (Percussion) sowie Jenny Kim und Alba Gentili-Tedeschi (beide Klavier).

In Abstract Pieces widmet sich Manos Tsangaris der Phänomenologie des Musiktheaters im Sinne künstlerischer Grundlagenforschung: Im Zentrum steht der Theaterraum selbst, in dem »abstrakte Stücke«, bestehend aus Bewegung, Klang und Licht, stattfinden. Sie bilden Bruchstücke der Realität zweier Figuren (SIE und ER), deren gemeinsame Geschichte sich nach und nach unter der Oberfläche entfaltet. Beide werden mit und in diesem Raum eine Veränderung durchmachen, ebenso wie das Publikum, das im wörtlichen Sinne einen Perspektivwechsel erlebt.
Abstract Pieces ist die zweite Arbeit von Manos Tsangaris an der Staatsoper Unter den Linden. Zuletzt brachte er 2009 seine Musiktheater-Installation Batsheba. Eat the History!, eine Koproduktion mit den Donaueschinger Musiktagen, im Magazin der Staatsoper zur Uraufführung.

Der in Düsseldorf geborene Komponist, Perkussionist und Installationskünstler Manos Tsangaris studierte Komposition und Neues Musiktheater bei Mauricio Kagel sowie Schlagzeug bei Christoph Caskel an der Musikhochschule Köln. Seine Werke changieren zwischen Oper, Installation, komponierter Performance und musiktheatraler Miniatur. In vielen seiner Kompositionen macht er die Bedingungen der Aufführung zum wesentlichen Gegenstand und verbindet verschiedene Medien, zu denen Bewegung, Körper, Raum und Licht ebenso zählen, wie Musik und Text. Seine Werke wurden auf zahlreichen renommierten Festivals wie den Donaueschinger Musiktagen, den Wittener Tagen für neue Kammermusik, dem Belgrader Internationalen Theaterfestival, der MusikBiennale Berlin, der Biennale Venezia, dem Ultima Festival in Oslo, Tonlagen Dresden, dem Warschauer Herbst sowie an den Theater- und Opernhäusern in Köln, New York, Mannheim, Dresden und Berlin aufgeführt. Für das Wintersemester 2017/18 wurde er von der Musikakademie Oslo zum Visiting Professor berufen. Darüber hinaus leitet er seit 2016 zusammen mit dem Schweizer Komponisten Daniel Ott die Münchener Biennale für Neues Musiktheater.

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Musiktheater für Darsteller, Instrumente, Raum und Licht
 Staatsoper Unter den Linden – Neue Werkstatt
Uraufführung am Samstag, 19. Mai 2018 um 20:00 Uhr,  weitere Vorstellungen am 22., 25., 26., 29. und 31. Mai sowie 2. und 3. Juni 2018

Vor der Uraufführung am 19. Mai findet um 19:30 Uhr eine Werkeinführung statt.

—| Pressemeldung Staatsoper unter den Linden |—

Mainz, Staatstheater Mainz, Uraufführung Marsch Manipulation, Operngala und mehr, September 2017

August 16, 2017 by  
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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Hörtheater: Marsch Manipulation – Uraufführung

Der siebte Kontinent, Operngala, Saul

Staatstheater Mainz, Gutenbergplatz 7, 55116 Mainz,  Dachterrasse / Glashaus

Sprache ist nicht unschuldig und Musik auch nicht. Öffentliche Reden bedienen sich aufgeladener Rhetorik und Komponist*innen spielen genussvoll die Karte der Unmittelbarkeit, um Zuhörer*innen zu packen. Bestes Beispiel: Der Marsch. Ob zur Unterhaltung bei  Volksfesten, für den prunkvollen Staatsempfang oder als Antrieb zum gemeinsamen Voranschreiten – er ist eine emotionale Waffe, die  zuverlässig ins Ziel trifft.

Bereits in den 1970er Jahren stellte Mauricio Kagel fest, er wünsche „keine Marschmusik, die dazu dienen könnte, einen Sieg zu erringen“  und komponierte stattdessen Zehn Märsche um den Sieg zu verfehlen. Durch rhythmische Verschiebungen ist es unmöglich, nach dieser Musik zu marschieren. Fast vierzig Jahre später, angesichts verstärkt kriegerischer Drohgebärden, erforschen Musiker*innen des Philharmonischen Staatsorchesters und Ensemblemitglieder politische Floskeln und stampfende Rhythmen und stolpern dabei über die  manipulativen Mechanismen von Sprache und Musik.

Die Reihe Hörtheater zeigt auch in ihrem vierten Jahr musiktheatrale Spielarten an den Übergangen von szenischem Konzert, Performance, Installation und Spektakel und erkundet dabei neue Klangräume.  Musikalische Leitung: Mike Millard,  Inszenierung: Anselm Dalferth

URAUFFÜHRUNG am: 3.9.2017, weitere Termine: 11., 17., 27. September 2017


Die nächsten Premieren im Staatstheater

DER SIEBTE KONTINENT (UA)  –  Jan-Christoph Gockel und Ensemble
26. August, 19.30 Uhr – U17

OPERNGALA  –  27. August, 19.30 Uhr,  Grosses Haus

SAUL  –  Georg Friedrich Händel,  9. September, 19:30 Uhr, Grosses Haus,

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

 

Köln, Philharmonie Köln, KONZERT C. Widmann, M. Riessler, J. Terrasson, P. Minton, S. Fields, P. Charial, 15.11.2013

Oktober 21, 2013 by  
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Kölner Philharmonie

Konzert: C. Widmann, M. Riessler, J. Terrasson, P. Minton, S. Fields, P. Charial: Gershwin, Kagel, Riessler

 
15.11.2013 Freitag 21:00 Uhr
 
 
Carolin Widmann Violine 
Michael Riessler Klarinette, Saxophon 
Jacky Terrasson Klavier 
Phil Minton Gesang 
Scott Fields Gitarre 
Pierre Charial Drehorgel 
 
PROGRAMM:
Michael Riessler 
„ganz schön schnell blau“ (2013)
für Violine, Bassklarinette und Drehorgel
Kompositionsauftrag der KölnMusik
Uraufführung
 
Mauricio Kagel 
Blue’s Blue (1978/79)
eine musikethnologische Rekonstruktion für vier Spieler
 
Jazz Standards „blue“ 
 
George Gershwin 
Rhapsody in Blue (1924)
für Klavier und Jazzband
 
in einer Bearbeitung für Klavier, Violine, Saxophon und Drehorgel von Michael Riessler 
 
Die sinnliche Kraft der Farbe Blau kehrt in der Musik als „Blues“ wieder. Den musikalischen Blue-Note-Bogen spannt Carolin Widmann mit idealen Partnern, denn das facettenreiche Programm erstreckt sich von Kagels „Blue’s Blue“, basierend auf dem von Kagel erfundenen Komponisten John Blue, bis zu George Gershwins „Rhapsodie in Blue“, ein Werk, das seinen Namen einem Ausstellungsbesuch von Gershwins Bruder Ira verdankt.
 
Mit der Eintrittskarte erhalten Konzertbesucher exklusiv ab 19:00 Uhr Eintritt ins Museum Ludwig zur Ausstellung „Not yet titled“, in der die Sammlung des Museum Ludwig neu präsentiert wird. Vor ausgewählten Bildern sind solistische Kurzkonzerte zu hören, anschließend folgt das Konzert in der Philharmonie.
 
Gefördert durch das Kuratorium KölnMusik e.V.
 
 
 
 Philharmonie Köln – Alle Karten Hier :
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Pressemeldung Kölner Philhamonie

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