München, Staatstheater am Gärtnerplatz, DIE ZAUBERFLÖTE – Wolfgang A. Mozart, 16.09.2018

September 14, 2018 by  
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Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

Vorhang auf für eine neue Saison im Gärtnerplatztheater!

DIE ZAUBERFLÖTE von Wolfgang Amadeus Mozart

Wolfgang Amadeus Mozarts Oper DIE ZAUBERFLÖTE nach einer Inszenierung von Rosamund Gilmore eröffnet kommenden Sonntag, den 16. September um 18.00 Uhr die Spielzeit 2018|2019 im Gärtnerplatztheater. Um 17.00 Uhr wird der Kinderchor des Staatstheaters am Gärtnerplatz auf dem Gärtnerplatz 1.000 Luftballons in den Himmel steigen lassen. Wer einen Ballon mit einem Glücksanhänger findet bekommt eine Ermäßigung für die Vorstellungen bis 31. Oktober.

Staatstheater am Gärtnerplatz / Die Zauberföte - Ann-Katrin Naidu (Dritte Dame), Elaine Ortiz Arandes (Erste Dame), Maximilian Mayer (Tamino), Liviu Holender (Papageno), Valentina Stadler (Zeite Dame) © Marie-Laure Briane

Staatstheater am Gärtnerplatz / Die Zauberföte – Ann-Katrin Naidu (Dritte Dame), Elaine Ortiz Arandes (Erste Dame), Maximilian Mayer (Tamino), Liviu Holender (Papageno), Valentina Stadler (Zeite Dame) © Marie-Laure Briane

 

Die Zauberflöte ist nicht nur Mozarts populärstes Musiktheaterwerk, sondern wohl auch sein rätselhaftestes. In seiner Mixtur aus Märchenspiel und Zauberposse, philosophischem Lehrstück und humanistischem Ideendrama bietet das Stück musikalische Unterhaltung für Groß und Klein auf höchstem Niveau. Emanuel Schikaneder zog in seinem Libretto alle Register der damaligen theatralen und bühnentechnischen Möglichkeiten, indem er Spektakuläres mit Fantastischem und Philosophischem verband. Unser neues Ensemblemitglied Gyula Rab wird am Sonntag den Tamino singen.

Der junge Prinz Tamino verliebt sich auf den ersten Blick in das Bildnis Paminas. Die Königin der Nacht, Paminas Mutter, beauftragt den Prinzen, Pamina aus den Fängen ihres Gegenspielers Sarastro zu befreien. Mit dem Vogelfänger Papageno macht sich Tamino nun auf die Suche nach seiner Geliebten und besteht mithilfe eines Glockenspiels und einer Zauberflöte gefährliche Abenteuer.


DIE ZAUBERFLÖTE
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Text nach Emanuel Schikaneder

Musikalische Leitung   Gábor Káli / Elias Grandy / Felix Meybier, Regie   nach Rosamund Gilmore, Bühne   Friedrich Oberle, Kostüme   Nicola Reichert, Licht   Wieland Müller-Haslinger, Choreinstudierung   Felix Meybier

Sarastro   Stefan Cerny / Christoph Seidl / Tijl Faveyts, Tamino   Gyula Rab / Maximilian Mayer, Sprecher / Erster Priester   Mathias Hausmann / Holger Ohlmann, Zweiter Priester / Erster Geharnischter   Alexandros Tsilogiannis, Zweiter Geharnischter   Christoph Seidl / Martin Hausberg, Königin der Nacht   Sofia Mchedlishvili / Emma Posman, Pamina , Sophie Mitterhuber / Mária Celeng, Erste Dame   Elaine Ortiz Arandes / Camille Schnoor, Zweite Dame   Anna-Katharina Tonauer / Valentina Stadler, Dritte Dame   Anna Agathonos, Erster Knabe   Florian Nyncke / Zeno Böhmler, Zweiter Knabe   Jannik Spies / David Hoogen, Dritter Knabe   Miles Benson / Matthias Thomas, Papageno  Christoph Filler / Liviu Holender, Papagena Jasmina Sakr / Ilia Staple, Monostatos   Juan Carlos Falcón / Maximilian Mayer

Knaben des Kinderchors, Chor, Extrachor und Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Spielzeiteröffnung am 16. September um 18.00 Uhr, Weitere Vorstellungen : , September  19, Oktober  7, Januar  5 / 8 / 23 , Februar  5 , Juni  11 / 15 / 26

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München, Gärtnerplatztheater, Spielzeitpremiere DON GIOVANNI, 19.05.2018


Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

DON GIOVANNI  –  Wolfgang Am adeus Mozart

Spielzeitpremiere am 19. Mai 2018

Wolfgang Amadeus Mozarts Meisterwerk DON GIOVANNI feiert am 19. Mai Spielzeitpremiere im Gärtnerplatztheater. Don Juan zählt neben Faust und Don Quijote zu den bedeutendsten Figuren der europäischen Kulturgeschichte: Als Verführer und Vergewaltiger, Liebhaber und Mörder in einem wurde er zu einem anziehenden Mythos, der tausendfach in allen Formen der Kunst rezipiert und immer wieder neu gestaltet wurde. Als Archetyp des Frauenhelden fasziniert er Jung und Alt beiderlei Geschlechts und ist bald begehrter Wunschtraum und bewundertes Idol, bald gewissenloser Egomane und grausamer Dämon. Unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Anthony Bramall und in der gefeierten Inszenierung von Herbert Föttinger wird der ewige Schürzenjäger Don Giovanni ein für alle Mal in die Hölle geschickt.

Gärtnerplatztheater / Don Giovanni - Sophie Mitterhuber (Zerlina), Mathias Hausmann (Don Giovanni) © Thomas Dashuber

Gärtnerplatztheater / Don Giovanni – Sophie Mitterhuber (Zerlina), Mathias Hausmann (Don Giovanni) © Thomas Dashuber

DON GIOVANNI   von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo Da Ponte
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung  Anthony Bramall, Regie  Herbert Föttinger, Bühne  Walter Vogelweider, Kostüme   Alfred Mayerhofer, Licht   Michael Heidinger, Video   Raphael Kurig, Thomas Mahnecke,  Dramaturgie   David Treffinger

Mit – Mathias Hausmann / Matija Meic, Jennifer O’Loughlin / Sophia Brommer, Lucian Krasznec / Gyula Rab, Christoph Seidl, Camille Schnoor / Nadja Stefanoff, Matija Meic / Levente Páll, Timos Sirlantzis / Liviu Holender, Mária Celeng / Sophie Mitterhuber, Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz,  Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Spielzeitpremiere 19. Mai 2018,  Weitere Vorstellungen  Mai 21 / 29, 2018

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München, Gärtnerplatztheater, Spielzeitpremiere DON PASQUALE, 29.04.2018


Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

DON PASQUALE von Gaetano Donizetti

Gärtnerplatztheater / Don Pasquale - Anja-Nina Bahrmann als Norina, Mathias Hausmann als Malatesta © Thomas Dashuber

Gärtnerplatztheater / Don Pasquale – Anja-Nina Bahrmann als Norina, Mathias Hausmann als Malatesta © Thomas Dashuber

Gaetano Donizettis Komische Oper DON PASQUALE feiert Spielzeitpremiere am 29.4.2018. Brigitte Fassbaender inszenierte die bekannte Geschichte vom alten Grantler, der von einer jungen Frau erbarmungslos an der Nase herumgeführt wird, die musikalische Leitung hat Michael Brandstätter.

Innerhalb von kaum elf Tagen hatte Gaetano Donizetti die Oper als Auftragswerk für das Pariser Théâtre-Italien auf ein zusammen mit Giovanni Ruffini erstelltes Libretto komponiert, das wiederum auf einer Vorlage von Angelo Anelli beruht. Das Publikum liebte die Musik von praller Komik im Stile der Commedia dell’arte bis hin zu wunderschön lyrischen Momenten sofort und hatte seinen Spaß mit der altbekannten Geschichte vom alten Grantler, der von einer jungen Frau erbarmungslos an der Nase herumgeführt wird. Schnell verbreitete sich das humorvolle Stück über die Bühnen der Welt. In der erfolgreichen Inszenierung von Brigitte Fassbaender ist der schrullige Alte am Gärtnerplatztheater zu erleben!  Hoch geht es her, wenn ein alter Hagestolz heiratet. Eigentlich soll die Hochzeit nur dazu dienen, dem Neffen Ernesto das Erbe zu vermiesen. Doch die falsche Braut Norina macht dem alten Onkel ganz gehörig die Hölle heiß.

Das Gärtnerplatztheater zeigt das humorvolle Stück mit Musik von praller Komik im Stile der Commedia dell’arte bis hin zu wunderschön lyrischen Momenten am 29.4.; 2., 5., 8. und 18 Mai 2018.


Gärtnerplatztheater / Don Pasquale - Mathias Hausmann als Malatesta, Marco Filippo Romano als Don Pasquale, Anja-Nina Bahrmann als Norina, Bogdan Mihai als Ernesto © Thomas Dashuber

Gärtnerplatztheater / Don Pasquale – Mathias Hausmann als Malatesta, Marco Filippo Romano als Don Pasquale, Anja-Nina Bahrmann als Norina, Bogdan Mihai als Ernesto © Thomas Dashuber

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München, Gärtnerplatztheater, Der Wildschütz von Albert Lortzing, IOCO Kritik, 11.02.2018

Februar 11, 2018 by  
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Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

Der Wildschütz von Albert Lortzing (1801 – 1851)

Von Daniela Zimmermann

Jagen in Bayern ist immer aktuell. Ist es auch Der Wildschütz von Albert Lortzing ?

Lortzing komponierte seinen Wildschütz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in der Biedermeierzeit, nach dem Lustspiel Der Rehbock des 1819 ermordeten August von Kotzebue. Im wahrsten Sinne des Wortes, ist auch die Handlung des Wildschütz biedermeierlich. Natürlich dreht sich alles um die Jagd nach Liebe und Ansehen, aber dabei eben auch um die bürgerliche Moral und um den adligen Sittenverfall. Damals höchst gesellschaftskritische Themen.

Lortzing war ein Theatertalent, er hatte ein Gespür für das, was gefällt und was das Publikum begeistert. Und so entstand ein komödiantisches Opernlibretto mit einer besonders beschwingten und mitreißenden Musik. Am Sylversterabend 1842 wurde der Wildschütz in Leipzig uraufgeführt und zugleich ein großer Erfolg. Das süffisante Verwechslungsspiel und unterschiedlichste Milieus erfreuten damals wie heute die Besucher.

Gärtnerplatztheater München / Der Wildschütz - hier Jasmina Sakr als Gretchen und Chor des Staatstheaters © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater München / Der Wildschütz – hier Jasmina Sakr als Gretchen und Chor des Staatstheaters © Christian POGO Zach

Der Österreicher Georg Schmiedleitner inzenierte am Gärtnerplatztheater den Wildschütz  am Gärtnerplatztheater mit österreichischem Esprit und Charme.

Die Geschichte ist ein Verwechslungsspiel, das sich zum Schluss zur Lust und Freude aller wundervoll klärt und auflöst. Der Dorfschullehrer Baculus, ein etwas verschrobener, und obendrein dummdreister Typ, von Christoph Seidl, mit kräftigem Bass wunderbar dargestellt, feiert Verlobung mit dem viel jüngeren Gretchen. Da trifft ein Brief des Grafen ein, der dem Schulmeister wegen Wilderei in seinem Revier das Amt und die Würde kostet: Hinnehmen? Nein, es muss mit dem Grafen gesprochen werden, aber wer?  wenn nicht sein Gretchen (Jasmina Sakr). Der Graf von Eberbach, gesungen von Liviu Holender ist natürlich der g…lste Bock im Revier. Großspurig, mit seinem unsentimentalen, robusten Bariton. Da erscheint Baronin Freimann, die Schwester des Grafen (Sophie Mitterhuber) verkleidet als Student. Sie ist die Rettung in der Not. Als Gretchen verkleidet begibt sie sich als Fürbitterin zum Grafen aufs Schloss. Sophie Mitterhuber sang und spielte das Gretchen allerliebst, mit hellem Sopran und reizendem Aussehen.

Im Schloss deklariert die Gräfin Eberbach (Anna Agathonos) Sophokles Antigone Ihr Diener Pankratius, Martin Hausberg, schiebt in dröhnendem Slapstick die Kulissen. Ihre Liebe gehört dem Altertum und als vernachlässigte Ehefrau schwärmt sie für ihren jungen Stallmeister, mit jugendlichem Tenor von Alexandros Tilogiannis, ihrem Bruder,  Baron Kronthal, aber der ist inkognito und sie ahnt nichts von dieser Verwandtschaft. Um das verkleidete Gretchen, die zauberhafte Unschuld vom Lande buhlen jetzt alle, der Baron und der Graf, Der Graf ist sogar bereit für das schöne Gretchen 5000 Taler zu bieten. Aber er will nicht das echte Gretchen, sondern das verkleidete Gretchen. Der Schulmeister wähnte sich schon reich, aber letztlich bleibt ihm sein Gretchen erhalten. Die inkognito Geschwister geben sich zu erkennen und wie soll es anders sein, sie verlieben sich, standesgemäß ineinander. Und der Schulmeister hat nur seinen eigenen Esel erschossen und kein Wild des Grafen. Also zurück in die Schule.

Gärtnerplatztheater München / Der Wildschütz - hier Mathias Hausmann als Graf von Eberbach, Alexandros Tsilogiannis als Baron Kronthal und Chor des Staatstheaters © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater München / Der Wildschütz – hier Mathias Hausmann als Graf von Eberbach, Alexandros Tsilogiannis als Baron Kronthal und Chor des Staatstheaters © Christian POGO Zach

Die große Zielscheibe, das Bühnenbild, entworfen von Harald B. Thor, ist der zentrale Mittelpunkt der Aufführung. Das divergierende Spiel des Lichtes lässt die Scheibe immer wieder anders wirken, mal rot, mal grün, mal violett. Mal geht sie in die Höhe, mal senkt sie sich und sie schwenkt sich auch, zum sichtbaren Abrutschen der Sitten. Röhrende Hirsche und Vierzehnender Esel werden auch auf sie projiziert. Dazu kommt die Drehbühne zum Einsatz auf der in großem Tempo gewalkt wird, nicht nur die Solisten, auch der Chor walkt mit.  Die Zielscheibe wird dann im Schloss zum Billardtisch. Am Billardtisch wird mit den übergroßen Stöcken um Gretchen gekämpft, die als Phallussymbole den Sex, der  diese Oper mit trägt, symbolisieren. Symbolträchtig als Phalli werden auch die Gewehre eingesetzt. In der Billard-Szene singt Baculus die Arie 5000 Taler. Glückselig über den unverhofften Reichtum fährt er auf der Scheibe nach oben gen Himmel, während 3 Teufelchen unter der Scheibe das Geld zählen. Geld wichtiger als Gretchen?  Am Billardtisch fallen sich auch die neu Verliebten in die Arme. Eine zentrale Szenen, die Billardkugeln gleichen den Menschen, die wie diese hin und her geschoben werden.

Gärtnerplatztheater München / Der Wildschütz - hier Chor des Staatstheaters © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater München / Der Wildschütz – hier Chor des Staatstheaters © Christian POGO Zach

Im Orchestergraben dirigiert Brandstätter mit rasantem Tempo und unterstützt damit den modernen Boulevardcharakter dieser Oper. Der Chor ist sehr wandlungsfähig; singt gut und spielt tatkräftig mit. Auch die hell-jungen Stimmen des Kinderchores

Es war perfekt; trotzdem kam das Komödiantische nicht so recht rüber. Wahrscheinlich ist die Biedermeierzeit zu weit entfernt von uns. Auch das Verwechslungsspiel wirkte auch eher etwas ermüdend. Das Komödiantische dieser Oper ist schlichtweg veraltet. Schade, denn in dieser Wildschütz- Produktion steckt viel Aufwand. Leider, zündet es nicht.

—| IOCO Kritik Staatstheater am Gärtnerplatz |—

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