Ludwigsburg, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Johannespassion zum Mitsingen, 10.04.2020

 

 

 

 

 

Ludwigsburger Schlossfestspiele

PASSION TROTZ(T) PANDEMIE:

Ludwigsburger Schlossfestspiele präsentieren »Johannespassion zum Mitsingen« gemeinsam mit dem Bachfest Leipzig aus der Leipziger Thomaskirche

Am Karfreitag, 10. April um 15 Uhr u.a. live in https://www.facebook.com/schlossfestspiele und Arte Concert https://www.arte.tv/de/arte-concert/

sowie am Abend im MDR Hörfunk (19 Uhr) und Fernsehen (24 Uhr)

Ludwigsburger Schlossfestspiele / Johannes Passion -Bach (Podium Esslingen) © Nino Halm

Ludwigsburger Schlossfestspiele / Johannes Passion -Bach (Podium Esslingen) © Nino Halm

Die Ludwigsburger Schlossfestspiele freuen sich, die Konzertaufführung der »JOHANNES PASSION BACH« zum Mitsingen als Partner des Bachfests Leipzig mitpräsentieren und unterstützen zu dürfen. Die Aufführung findet am Karfreitag, 10. April um 15 Uhr (Todesstunde Jesu) in der Leipziger Thomaskirche am Grab Johann Sebastian Bachs in einer kammermusikalischen Fassung des PODUMS Esslingen statt – die globale Bach-Community ist zum Mitsingen eingeladen. Die Übertragung erfolgt im Livestream auf dem Facebook-Kanal der Schlossfestspiele und des Bach-Archivs. MDR KULTUR und MDR KLASSIK übertragen das besondere Konzert im Netz ab 15 Uhr im Video-Livestream, zusätzlich auf Facebook und zeitversetzt im Radio um 19 Uhr sowie um Mitternacht im MDR-Fernsehen. Im Anschluss ist das Konzert in der ARD Mediathek abrufbar. Auch auf ARTE Concert wird das Konzert übertragen. Prominente Musiker u. a. aus Malaysia, Kanada, den USA, Österreich und den Niederlanden werden zugeschaltet.

Ursprünglich war ein Konzert desselben Programmes in der Evangelischen Stadtkirche in Ludwigsburg am 2. April 2020 als spiritueller Auftakt SCHLOSS FEST SPIELE 2020 geplant und musste aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt werden.

»Ich freue mich, dass uns der Kampf gegen COVID-19 trotz sozialer Distanz einander näherbringt. Wo Menschen sich, wie hier in der Musik und dem gemeinsamen Singen, verbinden, sind wir stärker als jedes Virus und überwinden die aktuell leider notwendige Isolation«, so Jochen Sandig, Intendant der Ludwigsburger Schlossfestspiele.

Die Produktion des PODIUMS Esslingen wurde 2019 als »Innovativstes Konzert des Jahres« mit dem Preis Opus Klassik ausgezeichnet. Die eigentliche Passions-Geschichte wird hier von nur drei Musikern vorgetragen: Der isländische Tenor Benedikt Kristjánsson erzählt die Leidensgeschichte Jesu auf der Basis von Bachs Passion, übernimmt dabei die Rolle des Evangelisten und aller handelnden Personen und dirigiert den virtuellen Chor. Cembalistin Elina Albach und Schlagzeuger Philipp Lamprecht übernehmen den Part des Orchesters, und für die Choräle werden – neben den fünf Sängern in der Thomaskirche um Thomaskantor Gotthold Schwarz – Künstler und Bach-Chöre, die zum Bachfest 2020 eingeladen sind, zugeschaltet. Zudem sollen alle Zuschauer daheim mitsingen. Dafür wird vom Bach-Archiv, dem Carus-Verlag sowie auf www.schlossfestspiele.de ein digitales Programmheft mit Noten bereitgestellt:

https://www.schlossfestspiele.de/de/festspiele/aktuelles/index.htm

St. John Passion – Johann Sebastian Bach
youtube Trailer Bach-Archiv Leipzig
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Vor 296 Jahren, am Karfreitag des Jahres 1724, erklang Johann Sebastian Bachs »Johannes- Passion« zum ersten Mal. Sie war das bis dato umfänglichste Werk des 1723 neu bestellten Leipziger Thomaskantors: Zwei Stunden lang folgte die Gemeinde dem musikalisch illustrierten Leiden Jesu Christi, und manch einer stimmte – gemeinsam mit dem Thomanerchor – in Bachs unsterbliche Choräle ein und zog daraus Kraft in schwierigen Zeiten. Bis heute finden Millionen Menschen weltweit Trost und Hoffnung im Musizieren und Hören dieser einzigartigen Musik. Die Passionszeit 2020 ist überschattet von der Covid-19-Pandemie. Hunderte, vielleicht tausende Aufführungen von Bachs Passionen weltweit – seit fast zwei Jahrhunderten ein Ritual für Musikliebhaber – wurden aufgrund der überall geltenden Ausgangsbeschränkungen abgesagt. Um der globalen Bach-Community dennoch die aktive Mitwirkung an einer Bach-Passion zu ermöglichen, hatte der Intendant des Bachfestes Leipzig eine außergewöhnliche Idee: Die Aufführung einer kammermusikalischen Version des Werks, produziert vom PODIUM Esslingen, musiziert von wenigen Musikern direkt an Bachs Grab in der Leipziger Thomaskirche unter Mitwirkung des amtierenden Thomaskantors Gotthold Schwarz und kostenfrei gestreamt rund um den Erdball – um Bach-Chöre und Musikfreunde aus aller Welt zum Mitsingen der Choräle einzuladen.

PASSION TROTZ(T) PANDEMIE

Prof. Dr. Michael Maul, Intendant des Bachfestes Leipzig: »Schon jetzt haben so fantastische Bachfest-Künstler wie Ton Koopman, Klaus Mertens, Rudolf Lutz, Miriam Feuersinger, Martin Petzold , Mitglieder des Thomanerchors und die Chöre des Bachfests Malaysia, der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen und der Ottawa Bach Choir eingewilligt, dass sie aus ihren Wohnstuben in die Aufführung zugeschaltet werden. Ich danke allen Mitwirkenden, der Stiftung Chorherren zu St. Thomae, der Thomaskirche, der Neuen Bachgesellschaft und dem Mitteldeutsche Rundfunk für diese großartige Kooperation in schwierigen Zeiten. BACH – We are FAMILY: Das gilt jetzt mehr denn je!«

Die Aufführung wird in Kooperation mit dem Mitteldeutschen Rundfunk realisiert und durch Spenden der Stiftung Chorherren zu St. Thomae und der Neuen Bachgesellschaft e.V. ermöglicht.  Sie wird unterstützt durch die Partnerschaft mit den Ludwigsburger Schlossfestspielen und weiteren Festivals, die das Konzert in ihren diesjährigen Programmen aufgrund der Pandemie nicht durchführen konnten und sich nun aktiv mit ihrem jeweiligen Publikum daran beteiligen.

Mit der Aufführung soll zugleich ein Beitrag zur Unterstützung der vielen freischaffenden Musiker geleistet werden, die von den Folgen der Pandemie betroffen sind. Sämtliche mitwirkenden Musiker sind Freischaffende. Zudem werden im Rahmen des Streams Spenden gesammelt. Diese werden in den kommenden Wochen und Monaten verwendet, um freischaffenden Musikern die Mitwirkung an unterschiedlichen musikalischen Darbietungen und Streaming-Formaten zu ermöglichen.

—| Pressemeldung Ludwigsburger Schlossfestspiele |—

Leipzig, Oper Leipzig, Premiere Tristan und Isolde – Richard Wagner, 05.10.2019

Oktober 2, 2019 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Tristan und Isolde – Richard Wagner

In Des Welt-Atems wehendem All

Die Premiere von Richard Wagners Tristan und Isolde in der Inszenierung von Enrico Lübbe, Intendant des Schauspiel Leipzig, markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu den Opernfesttagen »WAGNER 22« im Sommer 2022.

Bis dahin wird die Oper Leipzig unter der Leitung von Intendant und Generalmusikdirektor Ulf Schirmer alle dreizehn Opernwerke Wagners im Repertoire führen und innerhalb von drei Wochen in der Reihenfolge ihrer Entstehung zur Aufführung bringen. Enrico Lübbe gibt mit dieser Arbeit sein Hausdebüt an der Oper Leipzig. Am Pult des Gewandhausorchesters steht Prof. Ulf Schirmer.

Oper Leipzig / Tristan und Isolde © Tom Schulze

Oper Leipzig / Tristan und Isolde © Tom Schulze

Um der ungewollten Hochzeit mit König Marke (Sebastian Pilgrim mit einem Rollendebüt) von Cornwall zu entgehen, will die irische Königstochter Isolde (Meagan Miller, mit einem Rollendebüt, zuletzt in Leipzig als Minnie in La fanciulla del West) ihrem Leben ein Ende setzen. Gemeinsam mit Tristan (Daniel Kirch, an der Oper Leipzig u.a. als Siegmund in Die Walküre und in den Titelpartien in Tannhäuser und Parsifal), dem Neffen des Königs, trinkt sie jedoch versehentlich kein Gift, sondern einen Liebestrank. Gequält von unerfüllter Sehnsucht leben die beiden fortan für den Wunsch, im Tod vereint zu sein.

Mit Tristan und Isolde schuf Richard Wagner seine vielleicht radikalste, aber auch sinnlichste Oper. Zwei Liebende werden in einen Strudel der Leidenschaften hineingesogen, der so intensiv ist, dass eine Erlösung nur im Tod möglich ist. Für seinen »Tristan« adaptierte Wagner das mittelalterliche Epos von Gottfried von Straßburg und ließ sich von der Philosophie Arthur Schopenhauers inspirieren. Der Komponist vereint dessen pessimistische Ideen vom Streben nach dem Ende der Existenz jedoch mit der eigenen Neigung zu sinnlicher Hingabe. Es entstehen rauschhafte Klänge der Unendlichkeit, die die überwältigenden Gefühle der kaum noch aktiv handelnden Figuren deutlich machen. Wie das immer größer werdende Verlangen der Liebenden drängt die Musik unaufhörlich nach Erlösung. Die beinahe sinfonisch anmutende musikalische Sprache, die Wagner verwendet, ist durch den Zusammenbruch der Tonalität und extreme Chromatik gekennzeichnet.

Oper Leipzig / Tristan und Isolde © Tom Schulze

Oper Leipzig / Tristan und Isolde © Tom Schulze

Bühnenbildner Étienne Pluss, für seine Arbeit an »Violetter Schnee« an der Staatsoper Unter den Linden gerade für den FAUST 2019 nominiert, schafft für die Geschichte von »Tristan und Isolde« zeitlose und symbolische Orte wie einen Schiffsfriedhof, an denen Regisseur Enrico Lübbe mit dem Einsatz der Drehbühne, Videoprojektionen (fettFilm) und Doubles der Protagonisten verschiedene Realitäts- und Zeitebenen entstehen lässt: reale sowie überdimensionierte und philosophische. Ein Lichtrahmen dient als Grenze zwischen den Welten und als Abgrenzung für Tristan und Isolde zur »realen« Welt.

Premiere: Samstag, 5. Oktober 2019, 17 Uhr,  weitere Aufführungen: 12. Oktober / 10. November 2019 / 14. März / 01. Juni 2020 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)

Richard Wagner  –  Tristan und Isolde
Handlung in drei Aufzügen | Text vom Komponisten | In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Leitung:
Musikalische Leitung  Ulf Schirmer, Inszenierung Enrico Lübbe, Co-Regie Torsten Buß
Bühne Étienne Pluss, Kostüm Linda Redlin, Video fettFilm, Licht Olaf Freese, Choreinstudierung Thomas Eitler-de Lint, Dramaturgie Nele Winter

Besetzung:  Isolde Meagan Miller | Tristan Daniel Kirch | König Marke Sebastian Pilgrim | Kurwenal Mathias Hausmann | Melot Matthias Stier | Brangäne Barbara Kozelj | Ein Hirt Martin Petzold | Ein Steuermann Franz Xaver Schlecht | Ein junger Seemann Alvaro Zambrano,  Herren des Chores der Oper Leipzig, Komparserie der Oper Leipzig, Gewandhausorchester

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Leipzig, Oper Leipzig, Die verkaufte Braut, Juni – November 2019

Juni 17, 2019 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

liebe hat ihren preis
Premiere von Bedrich Smetanas »Die verkaufte Braut«

Es ist ein tschechischer Sommernachtstraum, der in böhmische Dörfer führt, hinter deren Fassaden alte Traditionen und Bräuche Alltag und Leben der Menschen bestimmen. Nachdem Bedrich Smetana bei seinen Landsleuten als »Wagnerianer« verschrien war, wurde seine komische Oper „Die verkaufte Braut“ nach ihrer Uraufführung als tschechische Nationaloper gefeiert, die mit ihrer Musik der »böhmischen Volksseele« Ausdruck verschaffe. Sie wirkt als nostalgische Zeitreise, die viel mehr den menschlichen Mikrokosmos der dörflichen Welt als die große Nation in den Fokus nimmt. Gleichzeitig schuf der Komponist der »Moldau« mit diesem Werk eine klassische Spieloper, in der die Protagonisten nach vielen Verwicklungen und Intrigen schließlich zu einem glücklichen Ende finden.  Diese dramaturgisch entscheidenden Wendungen sind auch ein Grund, warum die Oper seit der deutschsprachigen Erstaufführung in Wien im Jahre 1893 im deutschsprachigen Raum traditionell in der deutschen Übersetzung auf die Bühne gebracht wird.

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Marie (Magdalena Hinterdobler) soll mit Hilfe des Heiratsvermittlers Kezal (Sebastian Pilgrim) mit Wenzel (Sven Hjörleifsson), dem Sohn des Großgrundbesitzers Micha (Jean-Baptiste Mouret), verheiratet werden. Sie liebt jedoch Hans (Patrick Vogel), der sich vor Jahren aus der dörflichen Enge zurückgezogen hat, nun aber inkognito wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist. Um Maries Verheiratung mit Wenzel zu verhindern, schlägt Hans dem Heiratsvermittler einen Deal vor. Er verzichtet für Geld auf seine Marie, unter der Bedingung, dass dieses nur einen Sohn Michas ehelichen dürfe. Denn auch Hans entpuppt sich als ein Sohn des Großgrundbesitzers.

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Mit Magdalena Hinterdobler (Marie), die vor Kurzem am Haus ihr umjubeltes Debüt als Rusalka gab, Patrik Vogel (Hans), Sven Hjörleifsson (Wenzel) und Sebastian Pilgrim (Kezal) geben gleich vier junge Ensemblemitglieder der Oper Leipzig ihr Rollendebüt in der Neuproduktion von »Die verkaufte Braut«. Christian von Götz, der an der Oper Leipzig bereits in Carl Maria von Webers »Der Freischütz« Regie führte, inszeniert die Geschichte der verkauften Braut als eine Zeitreise an den Anfang des 20. Jahrhunderts und verortet sie in der Enge dörflicher Beschaulichkeit, die streng nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten funktioniert, in der aber immer auch das Menschliche siegt. Für die die detailgetreuen, folkloristischen Kostüme, die Trachten modern interpretieren zeichnet Sarah Mittenbühler verantwortlich. Das Bühnenbild auf der Drehbühne stammt von Dieter Richter, der dem Leipziger Publikum durch seine Arbeiten für Dietrich W. Hilsdorf, u.a. »Die Entführung aus dem Serail« und «Nabucco«. Am Pult des Gewandhausorchesters steht der erste Kapellmeister Christoph Gedschold.

»Die verkaufte Braut« ist die letzte Opernpremiere der Spielzeit 2018/19 an der Oper Leipzig.

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof


Premiere: Samstag, 15. Juni 2019, 19 Uhr
Weitere Aufführungen: 23. & 30. Juni / 25. August / 01. & 28. September / 06. Oktober / 16. November 2019 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)
Bedrich Smetana
Die verkaufte Braut
Komisches Singspiel in drei Akten | Text von Karel Sabina | Deutsch von Max Kalbeck (1893) | In deutscher Sprache mit Übertiteln
Leitung:
Musikalische Leitung Christoph Gedschold
Inszenierung Christian von Götz
Bühne Dieter Richter
Kostüme Sarah Mittenbühler
Licht Raoul Brosch
Choreinstudierung Alexander Stessin
Dramaturgie Christian Geltinger

Besetzung:

Marie Magdalena Hinterdobler | Hans Patrick Vogel | Wenzel Sven Hjörleifsson | Kezal Sebastian Pilgrim | Micha Jean-Baptiste Mouret | Kathinka Sandra Maxheimer | Agnes Sandra Janke | Esmeralda Bianca Tognocchi | Kruschina Franz Xaver Schlecht | Zirkusdirektor Springer Martin Petzold | Muff Jakob Kunath

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Leipzig, Leipziger Ballett, Magnificat – Stabat Mater, 09.02.2019

Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

  Magnificat – Stabat Mater –  Indigo Masala

 Leipziger Ballett – Mario Schröder

In der neuen Produktion von Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder treffen Johann Sebastian Bachs Magnificat und Giovanni Battista Pergolesis Stabat mater auf klassische indische Musik. Für die Premiere von Magnificat des Leipziger Balletts hebt sich am Samstag, 9. Februar 2019 der Vorhang auf der Bühne des Opernhauses. Schröder führt damit seine Auseinandersetzung mit der Bachschen Musik und seinem künstlerischen Erbe fort: Nach der Johannes-Passion ist dies die zweite choreografische Uraufführung von Mario Schröder zu einem musikalischen Werk von Johann Sebastian Bach. Schröder bricht Bachs Magnificat in seiner Neuinterpretation bewusst auf und spannt musikalisch einen Bogen hinein in unvertraute Klangräume. Die musikalische Leitung des Abends hat Christoph Gedschold, an dem neben dem Gewandhausorchester auch Steffi Lehmann und Susanne Krumbiegel (Sopran), Marie Henriette Reinhold (Alt), Martin Petzold (Tenor), Dirk Schmidt (Bass), der Chor sowie der Kinderchor der Oper Leipzig beteiligt sind.

Leipziger Ballett / Ballett Magnificat - Stabar Mater © Ida Zenna

Leipziger Ballett / Ballett Magnificat – Stabar Mater hier_  Magnificat © Ida Zenna

Bach vertonte im Magnificat den biblischen Lobgesang der Maria 1723 als erste umfangreiche Komposition für Leipzig und schuf damit ein Werk voll revolutionärer Kraft. Immerhin preist Maria darin jenen Gott, der die Armen und Hungernden aufrichtet, die Reichen und Herrschenden aber entmachtet. Für Mario Schröder steht im Zentrum der Auseinandersetzung mit dem Werk die Hoffnung auf einen Neuanfang durch gemeinschaftliche Veränderung. Die Darstellung im Tanz soll die Musik Bachs erlebbar machen und der visuelle Eindruck neue Assoziationen im Hören ermöglichen. Im Gegensatz zu Bachs gesellschaftlicher Dimension, verhandelt Pergolesi in seinem Stabat mater, dem Klagegesang Marias am Kreuz Jesu, einen seelischen Zustand und ist ein intimes Zwiegespräch über das Leben und den Tod. Mit dem indischen Musiker Ravi Srinivasan und seiner Band Indigo Masala erhalten auch die Klänge Indiens Einzug in den Ballettabend.

Leipziger Ballett / Mario Schröder – hier Schwanensee
youtube Video der Oper Leipzig
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Seit der Gründung 2005 spielt Indigo Masala ausschließlich eigene Stücke. Prägendster Einfluss war dabei zunächst die klassische indische Musik. Von dieser Basis aus hat das Trio klassische indische Spielideen neu vermessen, auch zahlreiche andere Stilistiken probiert und dabei eine eigene, pulsierende und virtuose Klangwelt geschaffen. Klassische indische Musik zeichnet sich durch eine prägnante Rhythmik aus, ist lebensbejahend und arbeitet verstärkt mit Improvisationen. In Kombination mit der europäischen Musiktradition sollen neue akustische Räume entstehen und die hörbare Verschiedenheit im Gemeinsamen ein Nachdenken über gesellschaftliche Vorgänge wie Intoleranz und Konkurrenzdenken anstoßen. Die Fusion der unterschiedlichen musikalischen Welten schafft einen Raum für Austausch und Begegnung, wo das Fremde, Andere und Neue nicht Angst hervorruft, sondern als Befreiung und Bereicherung empfunden wird.


Premiere: Samstag, 9. Februar 2019, 19 Uhr

Weitere Aufführungen: 16. & 22. Februar / 08., 29. & 31. März / 21. April / 14. & 16. Juni 2019 (mit Einführung 45 min vor Vorstellungsbeginn, Publikumsgespräche im Anschluss, außer Premiere)


Magnificat

Ballett von Mario Schröder | Musik von Johann Sebastian Bach, Giovanni Battista Pergolesi, Indigo Masala |Choreografische Uraufführung

Leitung
Choreografie Mario Schröder
Musikalische Leitung Christoph Gedschold
Bühne und Kostüm Paul Zoller
Dramaturgie Thilo Reinhardt, Elisabeth Kühne

Besetzung
Leipziger Ballett
Sopran 1 Steffi Lehmann | Sopran 2 Susanne Krumbiegel | Alt Marie Henriette Reinhold | Tenor Martin Petzold | Bass Dirk Schmidt
Chor der Oper Leipzig | Kinderchor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester

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