Linz, Landestheater Linz, LE PROPHÈTE – Giacomo Meyerbeer, 22.09.2019

Juli 8, 2019 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

LE PROPHÈTE  / DER PROPHET  –  GIACOMO MEYERBEER

INSZENIERUNG ALEXANDER VON PFEIL | MUSIKALISCHE LEITUNG MARKUS POSCHNER

Opernpremiere Le Prophète am 22. September 2019 im Großen Saal des Musiktheaters, weitere Termine 27. September; 3., 6., 12., 18., 30. Oktober; 20., 28. November; 12. Dezember 2019; 3. März 2020

Zu seinen Lebzeiten beherrschte Giacomo Meyerbeer (1791–1864) die Opernspielpläne weltweit. Doch dann schmähten ihn andere Komponisten wie etwa Richard Wagner, da sie erkannt hatten, dass sie nur Erfolg haben können, wenn sie ihn vom Thron stoßen. Und so schlugen sie auf ihn, den Juden, ein. Mit Erfolg! Als oberflächlich diffamiert verschwanden seine Werke aus dem Repertoire. Doch am Ende des 20. Jahrhunderts erinnerte man sich wieder an ihn. Und da entdeckte man, welch visionärer Musikdramatiker Giacomo Meyerbeer gewesen ist. Musikalisch packend, ja sein Publikum nachgerade überfahrend mit der Wucht seiner Kompositionen sind Meyerbeers Opern totales Theater. Denn er war nicht nur ein Komponist süffiger Musik, sondern auch ein kluger Dramaturg und ordnete alle Komponenten des Musiktheaters wie Ausstattung, Komposition, Instrumentation, Text und Darstellung einer übergeordneten inhaltlichen Gesamtidee unter. Davon kann man sich nun im Landestheater bei der 1849 in Paris mit sensationellem Erfolg uraufgeführten Oper Le Prophète überzeugen, die von Aufstieg und Fall der sozialrevolutionären Wiedertäuferbewegung im 16. Jahrhundert erzählt.

Jakob _ Giacomo _ Meyerbeer Grabstätte in Berlin © IOCO

Jakob _ Giacomo _ Meyerbeer Grabstätte in Berlin © IOCO

LE PROPHÈTE  –  OPER VON GIACOMO MEYERBEER
Text von Eugène Scribe und Émile Deschamps

Regie führt Alexander von Pfeil, Musikalische Leitung Markus Poschner, Inszenierung Alexander von Pfeil, Bühne Piero Vinciguerra, Kostüme Katharina Gault, Choreografie N. N., Chorleitung Elena Pierini, Leitung Extrachor Martin Zeller, Leitung Kinder- und Jugendchor Ursula Wincor, Nachdirigat Marc Reibel, Dramaturgie Christoph Blitt

Jean de Leyde Jeffrey Hartman, Zacharie Dominik Nekel, Jonas Matthäus Schmidlechner, Mathisen Adam Kim, Graf von Oberthal Martin Achrainer, Ein Bauer Markus Schulz, Ein Soldat Csaba Grünfelder, Ein Bürger Marius Mocan, Ein Offizier Tomaz Kovacic, Fidès Katherine Lerner, Berthe Brigitte Geller, Zwei Chorknaben N.N., Zwei Bäuerinnen Danuta Moskalik, Yoon Mi Kim-Ernst, Erster Wiedertäufer Jonathan Whiteley, Zweiter Wiedertäufer Markus Raab

Chor des Landestheaters Linz, Extrachor des Landestheaters Linz, Kinder- und Jugendchor des Landestheaters Linz, Statisterie des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

 

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

Linz, Landestheater Linz, Premiere ELEKTRA – Richard Strauss, 19.01.2019

Januar 11, 2019 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

ELEKTRA  –  RICHARD STRAUSS

Premiere Samstag, 19. Jänner 2019, 19.30 Uhr

Wenn antike Mythologie, die frühe Psychoanalyse und spätromanti­sche Oper aufeinandertreffen: Richard Strauss’ Elektra ist der Schrei eines unerlösten Ichs, wild und laut zum Ausdruck gebracht von einem gigantischen Orchesterapparat, gefasst in einer Partitur wirkungs­mächtiger und expressionistischer Klangsprache. Ein Kapitel aus dem großen Atriden-Epos ist Gegenstand dieser Antikenrezeption Hugo von Hofmannsthals, aus welcher vorerst, kurz nach der Wende zum 20. Jahrhundert, sein Drama Elektra und infolge, 1909 in Dresden urauf­geführt, die erste Zusammenarbeit mit Richard Strauss hervorging.

Der Einakter Elektra widmet sich der Durchleuchtung nervöser Psycho­gramme: Nach seiner Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg wurde Agamemnon von seiner Gattin Klytämnestra und ihrem Geliebten Ägisth im Bad erschlagen. Die Bluttat versetzt den Hof von Mykene in einen permanenten Ausnahmezustand und macht Agamemnons Toch­ter Elektra zur zwanghaften Mahnerin, ja zu einer von Rache Besesse­nen, die keine Erlösung findet, bis der Mord an ihrem Vater gesühnt sein wird.

Nach Salome und Die Frau ohne Schatten setzt das Landestheater Linz seinen Richard Strauss-Zyklus nun mit Elektra fort.

Musikalische Leitung Markus Poschner, Inszenierung Michael Schulz, Bühne Dirk Becker, Kostüme Renée Listerdal, Chorleitung Elena Pierini, Dramaturgie Ira Goldbecher

Klytämnestra  Katherine Lerner, Elektra  Miina-Liisa Värelä, Chrysothemis Brigitte Geller, Ägisth Matthäus Schmidlechner, Orest Michael Wagner, Der Pfleger des Orest Philipp Kranjc, Die Vertraute Etelka Sellei, Die Schleppträgerin Kateryna Lyashenko, Ein junger Diener Mathias Frey, Ein alter Diener Timothy Connor, Die Aufseherin Gotho Griesmeier, Erste Magd Isabell Czarnecki, Zweite Magd Jessica Eccleston, Dritte Magd Florence Losseau, Vierte Magd Svenja Isabella Kallweit, Fünfte Magd Theresa Grabner

Chor des Landestheaters Linz, Statisterie des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

Linz, Landestheater Linz, Premiere ELEKTRA – Richard Strauss, 19.01.2019

Dezember 11, 2018 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

ELEKTRA – RICHARD STRAUSS

Text von Hugo von Hofmannsthal
 Premiere Samstag, 19. Jänner 2019, 19.30 Uhr

Landestheater Linz / Elektra © Robert Josipovic.

Landestheater Linz / Elektra © Robert Josipovic.

Wenn antike Mythologie, die frühe Psychoanalyse und spätromanti­sche Oper aufeinandertreffen: Richard Strauss’ Elektra ist der Schrei eines unerlösten Ichs, wild und laut zum Ausdruck gebracht von einem gigantischen Orchesterapparat, gefasst in einer Partitur wirkungs­mächtiger und expressionistischer Klangsprache. Ein Kapitel aus dem großen Atriden-Epos ist Gegenstand dieser Antikenrezeption Hugo von Hofmannsthals, aus welcher vorerst, kurz nach der Wende zum 20. Jahrhundert, sein Drama Elektra und infolge, 1909 in Dresden urauf­geführt, die erste Zusammenarbeit mit Richard Strauss hervorging.

Der Einakter Elektra widmet sich der Durchleuchtung nervöser Psycho­gramme: Nach seiner Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg wurde Agamemnon von seiner Gattin Klytämnestra und ihrem Geliebten Ägisth im Bad erschlagen. Die Bluttat versetzt den Hof von Mykene in einen permanenten Ausnahmezustand und macht Agamemnons Toch­ter Elektra zur zwanghaften Mahnerin, ja zu einer von Rache Besesse­nen, die keine Erlösung findet, bis der Mord an ihrem Vater gesühnt sein wird.

Musikalische Leitung Markus Poschner, Inszenierung Michael Schulz, Bühne Dirk Becker, Kostüme Renée Listerdal, Chorleitung Elena Pierini, Dramaturgie Ira Goldbecher

Klytämnestra Katherine Lerner, Elektra Miina-Liisa Värelä, Chrysothemis Brigitte Geller, Ägisth Matthäus Schmidlechner, Orest Michael Wagner, Der Pfleger des Orest Philipp Kranjc, Die Vertraute Etelka Sellei, Die Schleppträgerin Kateryna Lyashenko, Ein junger Diener Mathias Frey, Ein alter Diener Timothy Connor, Die Aufseherin Gotho Griesmeier, Erste Magd Isabell Czarnecki, Zweite Magd Jessica Eccleston, Dritte Magd Florence Losseau, Vierte Magd Svenja Isabella Kallweit, Fünfte Magd Theresa Grabner

Chor des Landestheaters Linz, Statisterie des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

Linz, Landestheater Linz, Tristan und Isolde – Richard Wagner, IOCO Kritik, 03.10.2018

Oktober 5, 2018 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

 TRISTAN UND ISOLDE – Richard Wagner

  Bayreuther Festspiele –  Inszenierung nun in Linz

von Marcus Haimerl

Mit einer Rekonstruktion der Bayreuther Inszenierung von Tristan und Isolde des deutschen Dramatikers Heiner Müller startete das Landestheater Linz in die neue Spielzeit.

Ursprünglich war Patrice Chéreau für die Regie des Tristan 1993 in Bayreuth vorgesehen. Nachdem Chéreau jedoch abgesagt hatte wurde sowohl auf seinen Vorschlag als auch jenen von Daniel Barenboim, dem Dirigenten dieser Tristan-Premiere, Heiner Müller engagiert. Dieses Engagement erregte großes Medieninteresse, war doch Heiner Müller als „sozialistischer Dramatiker von internationaler Wirkung“ (Theaterlexikon der DDR) und letzter Präsident der Akademie der Künste der DDR eine Leitfigur des kulturellen Lebens der deutschen demokratischen Republik.

Tristan und Isolde von Richard Wagner
Youtube Trailer  Landestheater Linz
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Abgesehen von dem von ihm verfassten Libretto Lanzelot für den Komponisten Paul Dessau verfügte Heiner Müller über keinerlei Opernerfahrung und war ein Neuling in der Opernregie. Auf Grund dieser Tatsachen sprach ihm die öffentliche Meinung die Fähigkeiten ab, ein derartiges Regieprojekt zu übernehmen.

Auf die Frage, warum denn ausgerechnet er, ein überzeugter Sozialist, an einem historisch vorbelasteten Ort Regie führe, beantwortete Heiner Müller recht deutlich: „Durch Hitler haben wir gelernt, was Wagner nicht ist. Wichtig an ihm ist die Differenz zu Hitler, und nicht, dass seine Musik manipulierbar, brauchbar war. Mißbrauchbar ist jede Kunst. Vielleicht fasziniert mich an Wagner genau das, was auch Hitler so magisch angezogen hat: sein geradezu ungeheuerliches utopisches Potenzial. Was ich daraus mache, unterscheidet mich allerdings.“

Gemeinsam mit der Opera de Lyon erlebt man nunmehr die Rückkehr dieser mittlerweile mit dem Prädikat „legendär“ versehenen Bayreuther Inszenierung im Musiktheater Linz. Nach Lyon betreute auch in Linz der damalige Mitarbeiter Heiner Müllers, Stephan Suschke, diese hochgepriesene Inszenierung.

Landestheater Linz / Tristan und Isolde - hier: vorne  Isolde  (Annemarie Kremer) und   Brangäne  (Dshamilja Kaiser), Martin Achrainer, Heiko Boerner © Reinhard Winkler

Landestheater Linz / Tristan und Isolde – hier: vorne  Isolde  (Annemarie Kremer) und   Brangäne  (Dshamilja Kaiser), Martin Achrainer, Heiko Boerner © Reinhard Winkler

Der Zugang des österreichischen Bühnenbildners Erich Wonder zu Tristan und Isolde ging über Formen. Seine Intention war es „monochrome oder Farbfeldmalerei in den Raum umzusetzen“, die Sänger fungierten als „Element eines Raumkörpers“ („Geometrie des Todes“ titelte die „Zeit“ am 30. Juli 1993). Für diese Inszenierung schuf Erich Wonder für alle drei Akte einen Kubus, welcher in seinen Konturen klar erkennbar bleibt. Vor jedem Aufzug steht eine weiße Leinwand. Je länger man auf die Fläche starrt, desto mehr scheint die Farbe zu flimmern, glaubt man Konturen zu erkennen. Langsam, zu Beginn des Aufzugs wird die Sicht auf das Innere freigegeben, am Ende verflüchtigt sich das Bild wieder zu jener weißen Leinwand.

Im ersten Aufzug bildet diffuses Licht zwei Rechtecke mit stark verschwimmenden Konturen. Für Bewegung sorgen lediglich zwei seitlich angebrachte Streifen aus hellem Licht, welche das sanfte Wogen von Wasser widerspiegeln und den Eindruck eines schwankenden, unsicheren Grunds entstehen lassen. In einem streng abgegrenzten Quadrat am vorderen Rand des Kubus befinden sich Isolde und Brangäne, im erhöhten Hintergrund, in einem kleineren Quadrat sind Tristan und Kurwenal nur als verschwommene Silhouette wahrnehmbar. Die Außenwelt wird völlig ausgeklammert, weder Matrosen noch der Hofstaat König Markes sind auf der Bühne sichtbar.

Landestheater Linz / Tristan und Isolde - hier : Annemarie Kremer (Isolde), Heiko Boerner (Tristan), Dominik Nekel (König Marke) © Reinhard Winkler

Landestheater Linz / Tristan und Isolde – hier : Annemarie Kremer (Isolde), Heiko Boerner (Tristan), Dominik Nekel (König Marke) © Reinhard Winkler

Die streng anmutenden Kostüme des japanischen Modedesigners Yohji Yamamoto, in einer klassisch japanischen Ästhetik, vor allem durch den engen, am Kragen befestigten Aufsatz , welcher auch als „strangulierende Würgeeisen“ bezeichnet wurde, verleihen den Sängern die strenge Würde japanischer Hofbeamter.  Die starren Kostüme, der enge Raum und die reduzierten Gesten der oft sehr isolierten Sänger lassen diese Inszenierung wie ein Kammerstück wirken.

Nachdem Tristan und Isolde den Liebestrank aus der Schale geleert haben, entledigen sich beide ihres Kragenaufsatzes und streifen in Folge auch die starre Überbekleidung ab. Erst jetzt kommt es zu einer ersten körperlichen Geste. Am Ende erscheint König Marke als immer größer werdender Schatten auf der Rückwand des Kubus bis eben jener Schatten drohend über der Bühne liegt.

Nach den erdigen Farben des ersten Aufzugs präsentiert sich der zweite Aufzug in dunklem Blau, Schwarz und Grau. Hier wird das Bild auch nicht durch Licht definiert. In militärischen Reihen, von Pfaden durchbrochen, dominieren, an einen Heldenfriedhof gemahnend, aufgereihte Harnische das Bühnengeschehen. Auch in diesem Aufzug verzichtet Heiner Müller auf große Gesten und leidenschaftliche Umarmungen, sondern zeigt hier mehr ein Liebesritual. Während des Duetts verlöscht bei Brangänes Warnrufen das Licht, die beiden Liebenden versinken in völliger Dunkelheit. Provokativ küssen sich die beiden nach Markes Entdeckung, fast so als wollten sie das Ende bewusst herbeiführen.

Der dritte Aufzug ist schließlich in steingrau gehalten. Geröll, Schutt und Betonbrocken bedecken den Boden und bilden gemeinsam mit einem kaputten, abgedeckten Sessel, welcher als Tristans Krankenlager dient, das Bühnenbild. Der Hirte sitzt auf einem Felsbrocken am rechten Bühnenrand, in grauem Umhang mit dunkler Brille und verharrt reglos bis zum Ende des Aufzugs. Durch ein sich im Hintergrund öffnendes und rasch wieder schließendes, blutrotes Rechteck betritt Isolde diese abgeschiedene, isolierte Gesellschaft. Nachdem am Ende Leichen den grauen Steinboden bedecken, deckt Isolde ihren geliebten Tristan mit ihrem Umhang zu und verlässt die Szene. In ein goldenes Gewand gehüllt singt sie den Liebestod. Während sich auch der Raum im Hintergrund langsam in Gold verwandelt kündet sie direkt dem Publikum vom Triumph dieser Liebe.

Landestheater Linz / Tristan und Isolde - hier :  Martin Achreiner als Kurwenal, Heiko Boerner (Tristan), © Reinhard Winkler

Landestheater Linz / Tristan und Isolde – hier : Martin Achreiner als Kurwenal, Heiko Boerner (Tristan), © Reinhard Winkler

Markus Poschner am Pult des großartigen Bruckner Orchesters Linz leitete das Werk mit unglaublicher Intensität, dynamisch und mit viel musikalischem Feingefühl für Tempo und Lautstärke.

Die niederländische Sopranistin Annemarie Kremer braucht hier keinen Vergleich mit prominenten Vorgängerinnen zu scheuen. Ihre stimmstarke Isolde ist eine Liebende voll Innigkeit und Dramatik. Annemarie Kremer meistert bravourös die Rolle mit ihrem schönen, klaren Sopran und legt ihre ganze Strahlkraft in den Liebestod. In den ersten beiden Aufzügen hielt sich Heiko Börner bei seinem Rollendebüt als Tristan noch etwas zurück, konnte aber im dritten Aufzug das Publikum mit heroischer Größe überzeugen. Luxuriös besetzt war die Rolle der Brangäne mit der deutsche Mezzosopranistin Dshamilja Kaiser, die mit warmer, kräftiger Stimme betörend den Saal füllte. Beeindruckende Leistungen auch von Martin Achrainer als Kurwenal, Matthäus Schmidlechner als Melot, Matthias Frey als Hirt und junger Seemann, Dominik Nekel als König Marke und Philipp Kranjc als Steuermann. Hinter der Bühne agierten kraftvoll die Herren des Chores und des Extrachores des Landestheater Linz.

Nicht enden wollender Jubel und Standing Ovations des Publikums beendeten einen nachhaltig beeindruckenden Abend, welcher auch im Volksgarten vor dem Musiktheater per Public Viewing für rund 1.000 Zuseher mitzuerleben war.

Trsitan und Isolde am Landestheater Linz; die weiteren Termine 7.10.; 4.11.; 22.12.; 25.12.2018; 6.12.; 3.2.; 10.2.2019

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