Bonn, Beethovenfest Bonn, 57 Konzerte im Festivalzeitraum vom 31.08 – 23.09.2018

August 17, 2018 by  
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Beethovenfest

Beethovenfest Bonn 2018 – Insgesamt sind 31.000 Tickets für 57 Konzerte im Verkauf

Zwei Wochen vor Beginn des Beethovenfestes Bonn 2018 sind für die meisten der 57 Konzerte im Festivalzeitraum vom 31. August bis zum 23. September noch (Rest-)Karten erhältlich.

Beethofenfest Bonn / Bertrand Chamayou © Marco Borggreve

Beethofenfest Bonn / Bertrand Chamayou © Marco Borggreve

Ausverkauft sind zurzeit das Eröffnungskonzert des Orchestre Philharmonique de Radio France und dem französischen Pianisten Bertrand Chamayou unter der Leitung des jungen finnischen Dirigenten Mikko Franck (31.8.), das Preisträgerkonzert des vision string quartets auf Burg Namedy (4.9.) als auch das Konzert des Orchestra of the Age of Enlightenment unter der Leitung von Adam Fischer (8.9.). Karten für das Konzert der auf Barockmusik und Wiener Klassik spezialisierten Academy of St Martin in the Fields unter der Leitung von Kit Amstrong sind bereits vergriffen (11.9.). Für die erste Aufführung (7.9.) des Beethoven Orchester Bonn von »Der Kaiser von Atlantis« unter der Leitung von Dirk Kaftan gibt es ebenfalls keine Karten mehr. Das Konzert von Markus Becker im Beethoven-Haus ist so gut wie ausverkauft (7.9.), ebenso die Konzerte des Emil Brandqvist Trios (13.9.), des Orchestra da Camera di Mantova (16.9.), des Minguet Quartetts (19.9.) als auch die Veranstaltung German Brass (22.9.).

Beethofenfest Bonn / Academy of St Martin in the Fields © Alan Kerr

Beethofenfest Bonn / Academy of St Martin in the Fields © Alan Kerr

Auf der Webseite des Beethovenfestes sind Wartelisten hinterlegt, so dass Rückläuferkarten an interessierte Besucher verteilt werden können.

Für die in der Aula der Universität stattfindende Eröffnungsmatinee (1.9.) gibt es noch Karten: Es spielt das Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung seines Chefdirigenten Dirk Kaftan. In Beethovens »Egmont«-Musik hat der britische Musikschriftsteller Paul Griffiths einen neuen – einen politischen – Text gesetzt. In ihrem Festvortrag denkt Intendantin Nike Wagner über das kreative Potential historischer und individueller Schicksalsmomente nach und erläutert das Programm des diesjährigen Festivals.

Beethofenfest Bonn / Beethoven Orchester Bonn © Thilo Beu

Beethofenfest Bonn / Beethoven Orchester Bonn © Thilo Beu

Ebenfalls noch Karten erhältlich sind für die am Eröffnungswochenende stattfindenden Veranstaltungen: Konzert des Russischen Nationalorchesters mit seinem Dirigenten Mikhail Pletnev und dem vielfach preisgekrönten Geiger Renaud Capuçon mit drei »letzten Werken« von Rossini, Schumann und Schostakowitsch (1.9.), das Konzert des Spezialensembles Orchester Rheinton unter der Leitung von Christoph Spering, das daran erinnert, dass die Niederrheinischen Musikfeste vor 200 Jahren ins Leben gerufen wurden (2.9.) sowie der Abend des CCN Ballet de Lorraine mit Choreographien von Mathilde Monnier, Merce Cunningham, Twyla Tharp (2.9.).

Für die Konzerte des Abschlusswochenendes – Sinfonieorchester Flandern mit seinem Dirigenten Jan Latham-Koenig (21.9.), Originalklang-Orchester Les Siècles unter François-Xavier Roth zusammen mit dem Tschechischen Philharmonischen Chor Brno (22.9.) und ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Michael Boder (23.9.) – stehen derzeit noch Karten zur Verfügung.

Beethofenfest Bonn / Sinfonie­orchester Flandern © Kris Hellemans

Beethofenfest Bonn / Sinfonie­orchester Flandern © Kris Hellemans

Für alle anderen Veranstaltungen in unseren sechs Schwerpunkt-Kategorien – Wege zu Beethoven, Schicksalhaftes, Jubilare / Jubiläen, Klaviersonaten-Wochenende, (Rheinischer) Originalklang, Tanz / Theater / Installation sind ebenfalls noch (Rest-)Karten erhältlich.

Für alle Musikbegeisterte, die für das Eröffnungskonzert des Orchestre Philharmonique de Radio France am 31. August keine Karten mehr erwerben konnten, gibt es die Möglichkeit, diesen Abend auf dem Bonner Marktplatz auf einer Großleinwand per Live-Übertragung im wettergeschützten Pavillon mit bestem Blick auf die große LED-Wand mitzuerleben.

 

Unser langjähriger Catering-Partner, die DACAPO Service GmbH, und das Beethovenfest Bonn laden Sie am Eröffnungswochenende herzlich zu einem exklusiven Konzertgenuss in Ludwigs Lounge ein – mit Menü, Nachspeisenbüffet, einem exzellenten Service und allen Getränken inklusive zu einem Preis von € 89 Euro pro Person.

Ludwigs Lounge öffnet jeweils eine Stunde vor Beginn der Übertragung eines Konzerts. Buchung online oder in allen VVK-Stellen.

—| Pressemeldung Beethovenfest Bonn |—

Essen, Philharmonie Essen – Klavierfestival 2014 – Preziosen und Beethoven-Häppchen, IOCO Kritik, 07.07.2014

Juli 10, 2014 by  
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KLAVIER-FESTIVAL RUHR 2012
PHILHARMONIE ESSEN

Markus Becker –  Piano, Bochumer Symphoniker, Steven Sloane 07.07.2014

Preziosen und Beethoven-Häppchen

Klavierfestival Ruhr 2014 / Becker Markus © Roland Schmidt

Klavierfestival Ruhr 2014 / Becker Markus © Roland Schmidt

Das an Höhepunkten reiche Klavier-Festival Ruhr 2014 setzte in diesem Jahr noch einen weiteren Höhepunkt drauf. Einer der Schwerpunkte war die Präsentation von Klavierliteratur für die “linke Hand“.

Die Werke, die man zu hören bekam, waren Auftragswerke des einarmigen Pianisten Paul Wittgenstein. Der aus einer sehr begüterten Familie stammende Wittgenstein konnte es sich leisten, renommierten Komponisten Aufträge zu erteilen. Er hatte im ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verloren und wollte natürlich seine glanzvolle Pianistenkarriere fortsetzen.

So entstanden eine Vielzahl von Kompositionen speziell für die linke Hand.
Ravel, Strauss, Prokofjew, Britten, Hindemith und andere “belieferten“ Wittgenstein. Viele dieser Kompositionen wurden beim diesjährigen Festival aufgeführt. Da gab es bekanntes, wie die Konzerte von Ravel und Prokofjew, aber auch unbekanntes, wie die beiden Werke von Alexander Tansman und Franz Schmidt, die am vergangenem Montag zu hören waren.

Die Bochumer Symphoniker unter der Leitung ihres Chefs, Steven Sloane, nahmen sich beider Werke an. Der Solist war der international gefragte deutsche Pianist Markus Becker.

Alexander Tansman kam im polnischen Lodz zur Welt. Er studierte in seiner Heimatstadt, wie auch in Warschau. 1919 ging er nach Paris, geriet dort unter die Fittiche von Maurice Ravel und befreundete sich mit Alexander Tscherepnin. 1940 musste er vor den Nazis flüchten. Im amerikanischen Los Angeles erreichte ihn der Auftrag für Paul Wittgenstein ein Konzert für die linke Hand des Klaviers und Orchester zu komponieren.

1943 schuf Tansman die “Piéce Concertante pour piano main gauche et Orchestre“. Das Werk wurde von ihm nicht vollendet. Erst 2008 erstellte der polnische Komponist Piotr Moss eine dreisätzige Fassung für Klavier und Orchester, die 2009 in Frankfurt uraufgeführt wurde. Nun konnte man das Stück hier in Essen im Rahmen des Klavierfestivals kennenlernen.

Die zweite Rarität an diesem Abend waren die “Konzertanten Variationen über ein Thema von Beethoven für Klavier (linke Hand) und Orchester des österreichischen Komponisten Franz Schmidt. Schmidt studierte in Wien. Achtzehn Jahre lang, bis 1914 war er Cellist bei den Wiener Philharmonikern. Der zu Lebzeiten erfolgreiche Komponist ist heute nur durch sein Oratorium. “Das Buch mit sieben Siegeln“ sowie durch seine Oper “Notre Dame“ bekannt.

Seine “Konzertanten Variationen“ wurden im Februar 1924 in Wien mit den Wiener Symphonikern und dem Auftraggeber Paul Wittgenstein als Solist uraufgeführt. Die beiden wirklich schönen und interessanten Stücke wurden hier durch Markus Becker sehr engagiert gespielt. Die Bochumer Symphoniker unter Steven Sloane begleiteten hoch motiviert.

Diese erfreuliche Begegnung mit den beiden Raritäten spezieller Klavier-Literatur war natürlich nicht abendfüllend. Man “ummantelte“ sie sozusagen mit Beethovens “Sinfonie Nr. 3, op.55“, der sogenannten “Eroica“.

In den 10 Jahren, in denen Steven Sloane den Bochumern als Chef vorsteht, ist das Orchester zu einem Perfektionsinstrument gereift. Seine Tugenden sind ein exzellentes Zusammenspiel und lupenreine Intonation in allen Gruppen. Auch an diesem Abend mit der “Eroica“ waren diese Attribute wieder auszumachen. Sloane gab ein schnelles Tempo vor. Es war ein ständiges Vorwärtsdrängen hörbar. Die Gewichtsverteilung von Streicher- und Bläserstimmen war ausgewogen. Man hörte eine Glanzleistung an zupackender Energie. Doch es fehlte die große Linie. Die Spannung wurde unterbrochen durch eine seltsame, befremdliche Entscheidung.

Dieser Beethoven wurde in Häppchen präsentiert. Die Sätze 1+2 vor den Klavier-Konzerten und die Sätze 3+4 danach. Das hatte wahrscheinlich mit dem Auf- und Abbau des Flügels zu tun. Eine andere Reihenfolge der Werke wäre sicher machbar gewesen.

Trotz dieser Befremdlichkeit, das Publikum zeigte sich sehr angetan von diesem wirklich außergewöhnlichen Konzertabend und feierte Orchester, Dirigent und den Solisten mit starkem Beifall.

IOCO / UGK / 07.07.2014

—| IOCO Kritik Klavierfestival Ruhr |—

Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, Theatertipps zum Wochenende 11. bis 13. 07.2014

Juli 10, 2014 by  
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Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Großes Haus der Bühnen der Stadt Gera (rechts) Landestheater Altenburg Collage © Stephan Walzl

Theater und Philharmonie Thüringen / Großes Haus der Bühnen der Stadt Gera (rechts) Landestheater Altenburg Collage © Stephan Walzl

Theatertipps zum Wochenende 11. bis 13. Juli 2014 – Gera

Die TheaterFABRIK präsentiert die beiden ultimativ letzten Vorstellungen von „Schranck“ am 11. und 12. Juli, jeweils 19.30 Uhr in der Tonhalle. Texte des russischen Dichters Daniil Charms wurden in eigener Übersetzung zu einer schräg-komischen Theatersause verstrickt: Drei Figuren des fahrenden Volks sehen sich mit einem höheren, fast göttlichen Wesen in Gestalt eines Schrankes konfrontiert. Sie verlieren, verändern und verspielen sich in den unendlichen Tiefen dieses besonderen Möbels. Mal werden sie zu Adam und Eva, mal zu Christoph Kolumbus um wieder sie selbst zu werden und sich zu fragen: Wer bin ich und wenn ja, warum überhaupt.

Am Samstag, 12. Juli, 15.00 Uhr feiert die Musikschule „Heinrich Schütz“ Gera sechs Jahrzehnte musikalische Bildung mit einem FESTKONZERT und TANZREVUE im Großen Haus der Bühnen der Stadt.

Wer seine Karten für die Aufführung von Carl Orffs „Carmina Burana“ am Samstag, 12. Juli, nicht im Vorverkauf erworben hat, hat nur noch an der Abendkasse vor Ort die Chance Karten zu erwerben und beim OPEN AIR KONZERT im Hofwiesenpark dabei zu sein. Denn die Platzkapazität im Konzertsaal für die Schlechtwetter-Variante ist ausgeschöpft.

Die Abendkassen im Park öffnen 20 Uhr. Das Konzert beginnt 21 Uhr. Für die Konzertabonnenten werden Sitzplätze reserviert.

Mit rund 100 Sängern des Opernchores, des Philharmonischen Chores sowie des Kinderchores von Theater&Philharmonie Thüringen und dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera in großer Besetzung wird Carmina Burana ein fulminantes Open-Air-Erlebnis. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner. Die Gesangssolisten sind Katie Bolding (Sopran), Erik Slik (Tenor) und Johannes Beck (Bariton). Die Einstudierung der Chöre übernahm Chordirektor Holger Krause.

Carl Orff landete 1937 mit Carmina Burana den größten Erfolg seines Lebens. „O Fortuna!“ schmettert es in unseren Ohren. Die bombastischen Anfangstakte von Carl Orffs Carmina Burana gehen einem so schnell nicht aus dem Gedächtnis und gehören zu den beliebtesten Melodien der Chormusik. Nicht nur in zahlreichen Filmen kommt der effektvolle Fortuna-Chor immer wieder zum Einsatz, sondern ist vielen auch als Einzugsmusik von Henry Maske und anderen Boxern bekannt. Aber was folgt nach diesem geläufigen Einstieg?! Eine gute Stunde ebenso eindrückliche Musik, die schnell ins Ohr geht und sehr abwechslungsreich, teils in lyrischen Gesängen, teils in monumentalen Chören einzelne Szenen vertont; Szenen wie das Leben und das Glücksrad der Fortuna sie schreibt.

Die Texte, die Orff vertonte, stammen aus dem Mittelalter und wurden auf Latein oder Althochdeutsch von vagabundierenden Mönchen oder Studenten verfasst, Menschen, die zwar mittellos, aber des Lesens und Schreibens mächtig waren. Die Themen reichen vom wechselhaften Glück der Liebe bis hin zu Glücksspiel und wilden Gelagen; man begegnet einem sterbenden Schwan, einem schrecklich verliebten Jungen oder einem betrunkenen Abt. Umrahmt werden die einzelnen Bilder durch die mächtigen Chöre zu Ehren der Schicksalsgöttin Fortuna, die unablässig das Rad des Lebens dreht.

Die musikalische Umsetzung wird eindrucksvoll der mittelalterlichen Textgrundlage gerecht; mal derb, mal leidenschaftlich – und meist beides zusammen. Einfache Melodien und Formen, sowie tänzerische, treibende Rhythmen lassen das Mittelalter in einem modernen Kontext auferstehen – stilisiert, ohne Anspruch auf historische Korrektheit, aber assoziativ und unverkennbar.

Die für Sonntag, 13. Juli, 19.30 Uhr geplante Aufführung des Oper(atoriums) „Nuit des hommes“ in der Bühne am Park Gera entfällt. Interessenten orientieren sich bitte auf die letzte Aufführung des außergewöhnlichen Werkes in der Regie von Kay Kuntze in Gera am 20. Juli.

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—