Wien, Wiener Staatsoper, Ballett FORSYTHE, VAN MANEN, KYLIÁN, 14.04.2019

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Artifact Suite, Trois Gnossiennes, Psalmensymphonie

FORSYTHE | VAN MANEN | KYLIÁN

Ein neuer Ballettabend kommt am Sonntag, 14. April 2019 zur Premiere im Haus am Ring: Forsythe | van Manen | Kylián, der nun drei der prägendsten Choreographen der Gegenwart, die bereits mit mehreren Werken im Repertoire des Wiener Staatsballett vertreten sind, vereint.

Auf dem Programm stehen William Forsythes Artifact Suite, Hans van Manens Trois Gnossiennes und Solo sowie Jirí Kyliáns Psalmensymphonie. Artifact Suite, Trois Gnossiennes und Psalmensymphonie feiern mit dieser Premiere ihre Erstaufführungen an der Wiener Staatsoper, Solo wurde zum ersten Mal bei der Nurejew Gala 2017 vom Wiener Staatsballett gezeigt.

Wiener Staatsballett – Artifact Suite, Trois Gnossiennes, Psalmensymphonie
youtube Trailer des Wiener Staatsballett
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George Balanchine (1903 – 1983) gab den Startschuss zu einer Entwicklung von bis dahin unbekannten Tempi der Bewegung am Horizont des Balletts, die zeitgleich mit dem Begriff der Neoklassik erschienen. Ungeachtet ihrer individuellen Bewegungssprache sind die drei Choreographen des Premierenabends dieser „Spielart“ der Neoklassik zuzuordnen, die im späteren 20. Jahrhundert in den Niederlanden zu besonderer Ausprägung und Pflege gelangte und schraubten in ihrem choreographischen Schaffen die Anforderungen zum Teil ins Extreme, wie Ballettdramaturg Oliver Peter Graber im Staatsopernmagazin Prolog erläutert.

Tanzjournalistin Angela Reinhardt schreibt in ihrem Text über den Abend im Programmheft: „Alle drei Choreographen dieses Abends veränderten die Geschichte des klassischen Balletts: indem sie die Bewegung direkt befragten oder indem ihr Tanz keine bekannten Geschichten mehr erzählte, sondern von anderen Dingen sprach, von der modernen Gesellschaft, von Irritationen, Gedanken, der Sinnsuche des Lebens. Hans van Manen, Jirí Kylian und William Forsythe sind Bahnbrecher. Durch sie sehen wir heute mehr im Ballett als nur die beglückende Schönheit seiner Formen: Wir denken mit den Augen.“

Zu den Werken

Als erstes der vier Stücke wird William Forsythes Artifact Suite (Musik: Johann Sebastian Bach, Eva Crossman-Hecht) gezeigt, das 2004 beim Scottish Ballet in Glasgow Premiere feierte und vom Choreographen aus seinem 1984 uraufgeführten handlungslosen Vierakter Artifact, einem Ballett über das Ballett, zusammengestellt wurde. „Forsythe beginnt hier auszuloten, wie weit man Bewegungen ins Extrem treiben kann, er verlängert mit weit hinausgestreckten Beinen, extremen Streckungen und Gewichtsverlagerungen die Linien des Körpers in den Raum hinein“, wie Angela Reinhardt bemerkt, „Forsythe nutzt das Vokabular des klassischen Tanzes, zerstört aber immer wieder mutwillig dessen klare Abläufe, er verfremdet Bewegungen und setzt sie in fulminanter Weise neu zusammen“.

Hans van Manens Trois Gnossiennes zur Musik von Erik Satie – Gnossiennes ist eine Wortschöpfung des Komponisten – wurde 1982 beim Holländischen Nationalballett in Amsterdam uraufgeführt. Auch in diesem Pas de deux gelingt es van Manen, wie Angela Reinhardt bemerkt, „unseren Blick auf die kleinsten Nuancen zu lenken“. Auch van Manens Bewegungsvokabular beruht auf der Neoklassik, zeigt aber auch eine Spannung zwischen Mann und Frau.

Solo, 1997 beim Nederlands Dans Theater uraufgeführt, ist ein rasantes Stück für drei männliche Solisten (Musik: Johann Sebastian Bach), die „den Tanz wie einen Stafettenstab immer wieder an den nächsten weiter reichen, in einem freundschaftlichen, ironisch lächelnden Wettbewerb“, wie Angela Reinhardt das Werk charakterisiert.

Jirí Kyliáns Psalmensymphonie (Musik: Igor Strawinski) ist das vierte Stück des neuen Abends – sie kam 1978 beim Nederlands Dans Theater, dessen künstlerischer Leiter Kylián war, zur Premiere und gab Anstoß für die gesamte weitere Entwicklung dieses Ensembles. Die Choreographie hat sich den Ruf eines frühen Meisterwerkes, das den Tanz in all seinen Facetten feiert und doch eigenwillige Wege geht, bis heute erhalten.

Zur Besetzung

In den fünf Vorstellungen (Premiere am 14. April, Reprisen am 17., 20., 27. und 30. April) sind alternierende Besetzungen zu erleben – die Premiere gestalten u. a. Nikisha Fogo, Jakob Feyferlik, Nina Poláková, Roman Lazik und Oxana Kiyanenko in Artifact Suite; Maria Yakovleva und Jakob Feyferlik in Trois Gnossiennes; Denys Cherevychko , Richard Szabó und Géraud Wielick in Solo sowie Ketevan Papava, Roman Lazik, Nikisha Fogo, Denys Cherevychko, Kiyoka Hashimoto, Davide Dato, Nina Poláková, James Stephens, Nina Tonoli, Navrin Turnbull, Rikako Shibamoto, Scott McKenzie, Anita Manolova, Marian Furnica, Gala Jovanovic und Tristan Ridel in Psalmensymphonie.

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Wien, Wiener Staatsoper, Alles Oper – Wiener Opernball, 28.02.2019

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

„Alles Oper!“  –  Wiener Opernball 2019

Anna Netrebko mit Ehemann Eyvazov – Lebensgroßes Lebkuchenhaus in der Staatsoper – Lichtspektakel  auf der Frontfassade der Oper – Tiara aus dem Haus Versace –  Die Garde „Musik des Bundesheeres“ auf dem Ring – Abwaschbare Tatoos in der Oper erhältlich –

Wenn im Anschluss an die Ballettvorstellung von Schwanensee am 25. Februar alle Opern- und Ballettdekorationen von der Bühne abtransportiert, die Sitzreihen im Parkett ausgeräumt und Zuschauerraum und Bühne in einen großen Ballsaal umgebaut werden, verwandelt sich die Wiener Staatsoper zum Austragungsort der renommiertesten Ballveranstaltung Österreichs: des Wiener Opernballs. Der vielfach als „Höhepunkt der Ballsaison“ bezeichnete Wiener Opernball 2019 findet dieses Jahr am Donnerstag, 28. Februar 2019 zum 63. Mal nach dem Zweiten Weltkrieg statt, zum dritten Mal unter der organisatorischen Leitung von Maria Großbauer.

Wiener Staatsoper / Opernball 2019 - KS Anna Netrebko, Yusif Eyvazov © Vladimir-Shirokov

Wiener Staatsoper / Opernball 2019 – KS Anna Netrebko, Yusif Eyvazov © Vladimir-Shirokov

Die künstlerische Eröffnung

Hochkarätig besetzt ist das von Staatsoperndirektor Dominique Meyer zusammengestellte künstlerische Eröffnungsprogramm (22.00 bis ca. 23.00 Uhr – Detailprogramm siehe unten): Es singt – zum dritten Mal am Wiener Opernball – Starsopranistin KS Anna Netrebko und – zum ersten Mal bei der Opernballeröffnung – Netrebko Ehemann Yusif Eyvazov (Il bacio von Luigi Ardigi respektive Nessun dorma aus Turandot von Giacomo Puccini sowie gemeinsam O soave fanciulla aus La Bohème von Giacomo Puccini); es spielt das Wiener Staatsopernorchester unter der Leitung von Marco Armiliato (Finale der Ouvertüre zu Guillaume Tell von Gioachino Rossini sowie Gesangs-und Balletteinlagen); das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper unter Witolf Werner (Fanfare) sowie das Wiener Opernball Orchester unter Andreas Spörri (Hymnen, Komiteedarbietungen); das Wiener Staatsballett – mit den Ersten SolotänzerInnen Olga Esina, Nikisha Fogo, Maria Yakovleva, Denys Cherevychko, Davide Dato und Solotänzer Jakob Feyferlik an der Spitze – und die Ballettakademie der Wiener Staatsoper tanzen zu Morgenblätter, Walzer, op, 279 von Johann Strauß (Sohn) in einer eigens für den Opernball kreierten Choreographie von Florence Clerc.

Wiener Staatsoper / Opernball 2019 © DASUNO

Wiener Staatsoper / Opernball 2019 © DASUNO


ERÖFFNUNGSPROGRAMM IM DETAIL


FANFARE VON KARL ROSNER
Witolf Werner – Bühnenorchester der Wiener Staatsoper

ÖSTERREICHISCHE BUNDESHYMNE
Andreas Spörri – Wiener Opernball Orchester

EUROPAHYMNE VON LUDWIG VAN BEETHOVEN
Andreas Spörri – Wiener Opernball Orchester

Der Wiener Opernball – Imagespot
youtube Trailer der Wiener Staatsoper
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FÄCHER-POLONAISE, op. 525 von Carl Michael Ziehrer
Einzug des Jungdamen- und Jungherren-Komitees | Komitee-Tanzmeister: Dominik Truschner
Andreas Spörri – Wiener Opernball Orchester

MORGENBLÄTTER, Walzer, op. 279 von Johann Strauß (Sohn)
Choreographie: Florence Clerc | Choreographische Assistenz: Jean-Christophe Lesage
Marco Armiliato – Wiener Staatsopernorchester | Wiener Staatsballett
Olga Esina – Jakob Feyferlik, Nikisha Fogo – Denys Cherevychko,
Maria Yakovleva – Davide Dato;
Ioanna Avraam – Dumitru Taran, Alice Firenze – Mihail Sosnovschi,
Natascha Mair – Richard Szabó, Nina Tonoli – James Stephens;
Elena Bottaro – Zsolt Török, Adele Fiocchi – Tristan Ridel,
Sveva Gargiulo – Géraud Wielick, Eszter Ledán – Alexandru Tcacenco,
Anita Manolova – Navrin Turnbull, Fiona McGee – Arne Vandervelde,
Rikako Shibamoto – Marian Furnica, Madison Young – Andrey Teterin
Ballettakademie der Wiener Staatsoper
Finale der Ouvertüre zu GUILLAUME TELL von Gioachino Rossini
Marco Armiliato – Wiener Staatsopernorchester

NESSUN DORMA aus TURANDOT von Giacomo Puccini
Marco Armiliato – Wiener Staatsopernorchester
Yusif Eyvazov

IL BACIO von Luigi Arditi
Marco Armiliato – Wiener Staatsopernorchester
KS Anna Netrebko

O SOAVE FANCIULLA aus LA BOHÈME von Giacomo Puccini
Marco Armiliato – Wiener Staatsopernorchester
KS Anna Netrebko, Yusif Eyvazov

KAISER FRANZ JOSEF I. RETTUNGS-JUBEL-MARSCH, op. 126 von Johann Strauß (Sohn)
Choreographie: Maria und Christoph Santner
Andreas Spörri – Wiener Opernball Orchester
Jungdamen- und Jungherren-Komitee

ERÖFFNUNGSWALZER
AN DER SCHÖNEN BLAUEN DONAU, op. 314 von Johann Strauß (Sohn)
Andreas Spörri – Wiener Opernball Orchester

144 Debütantenpaare ziehen ein

Insgesamt 144 Debütantenpaare aus 13 verschiedenen Ländern bilden das Jungdamen- und Jungherren-Komitee und ziehen zu Beginn der Eröffnung in den Ballsaal ein. Zum ersten Mal zeichnet die oberösterreichische Tanzschule Santner für die Choreographie der Eröffnungspaare verantwortlich. Das Geschwisterpaar Maria und Christoph Santner choreographiert den Eröffnungstanz des Komitees zum Kaiser Franz Josef I. Rettungs-Jubel-Marsch, op. 126 von Johann Strauß (Sohn). Für den Einzug des Komitees zur Fächer-Polonaise, op. 525 von Carl Michael Ziehrer und den Eröffnungswalzer An der schönen blauen Donau, op. 314 von Johann Strauß (Sohn) ist der Wiener Tanzmeister und Choreograph Dominik Truschner verantwortlich. Der Eröffnungswalzer endet traditionell mit den Klängen des „Donauwalzers“ und mit einem gemeinsamen Ausruf aller Staatsopernkünstler: „Alles Walzer!“ als Aufforderung zum Tanz an die Ballgäste.

Gesamtkonzept, Neuerungen, Kulinarik

Zur Würdigung des 150. Jubiläums des 1869 eröffneten Opernhauses am Ring steht das prächtige Gebäude, seine beeindruckende Architektur, seine Geschichte, die Künste und seine Künstler im Mittelpunkt des Wiener Opernballs 2019. Maria Großbauers Kreativkonzept „Alles Oper!“ zieht sich auch 2019 weiterhin wie ein roter Faden aus Opernzitaten durch das ganze Haus. Viele Dekorationen und Ideen aus 2017 und 2018 bleiben erhalten, einige kommen neu dazu:

Zum Wiener Opernball 2019 wird das Opernhaus für Besucher vor Ort und das internationale TV-Publikum in ein neues Licht gerückt. Die Grazer Film- und Projektionskünstler „OchoReSotto projizieren unter dem Titel „Arkestra of Light“ ein mehrdimensionales Lichtkunstspektakel u. a. auf die Front der Wiener Staatsoper. Grafische Elemente, historische Abendzettel, eine Collage von Dirigenten, Komponisten, Sängern etc. verleihen dem Haus eine lebendige und neue monumentale Ausstrahlung. Besonderes Highlight sind die vorab in einem Green-Screen-Studio gedrehten Aufnahmen von Tänzerinnen und Tänzern des Wiener Staatsballetts und von Musikerinnen und Musikern des Staatsopernorchesters.

Erstmals wird es – noch bevor sich die Tore zur Staatsoper für die Ballgäste öffnen – ein Defilee der Gardemusik über die Ringstraße geben, die die Opernballgäste u. a. mit Regimentsmärschen aus dem Jahr 1869 musikalisch in Empfang nehmen wird. Der Blumenschmuck der Kunstgärtnerei Doll bezieht sich in seiner Ausführung und Farbgebung auf das Rheingold aus Richard Wagners gleichnamiger Oper und den Feuerzauber aus Die Walküre.  Agnes Hasun, die 2017 bereits die „Wolfsschlucht“ (nach der Oper Der Freischütz) und 2018 den Einsingraum „König Midas’ Schatzkästchen“ (inspiriert durch die Oper Die Liebe der Danae) gestaltet hat, entwarf
2019 ein begehbares Lebkuchenhaus nach Engelbert Humperdincks Oper Hänsel und Gretel. Gegen eine Spende werden Hänsel & Gretel-Lebkuchen-Taferl und Herzen mit Kosenamen aus diversen Opern angeboten. Alle Einnahmen gehen an die Caritas-Gruft und Superar.

Die Hinterbühne erstrahlt 2019 in japanischem Stil u. a. mit großen Origami-Kranichen und Lampen der japanischen Designerin Megumi Ito und ist eine Hommage an das 150-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich und Japan sowie eine Würdigung der wichtigen Beziehungen zwischen der Wiener Staatsoper und Japan. Abwaschbare Klebe-Tattoos mit charmanten Opernzitaten stehen kostenfrei im eigens eingerichteten Tattoo-Studio im Wagner Salon zur Verfügung (solange der Vorrat reicht).

In der etablierten Weinbar, für die der offizielle „Opernball-Sommelier“ Adi Schmid gemeinsam mit Maria Großbauer die Weine ausgewählt hat, sind auch 2019 sieben Top-Weingüter aus der Wachau vertreten: Domäne Wachau, Hirtzberger, Jamek, Knoll, F.X. Pichler, Rudi Pichler, Pichler-Krutzler. Für Rotwein der Top-Kategorie sorgt neuerlich das Weingut Kollwentz aus dem Burgenland. Die Ballgäste genießen auch am Wiener Opernball 2019 in allen Logen und Bars ausschließlich Weine von oben genannten Weingütern.

Nach einer umfassenden Verfeinerung des Gerstner-Kulinarikangebots im vergangenen Jahr wird es neben den kulinarischen Highlights 2018 am Wiener Opernball 2019 einige Neuerungen geben, die mitunter auch Bezug auf Opern nehmen wie etwa die „Don Juan Tapas-Bar“. Bereits seit mehr als 20 Jahren betreuen die Kremslehner Hotels kulinarisch die Seitenbühne und die Bühnenlogen am Wiener Opernball.  Neu gestaltete Räumlichkeiten am Balkon versprechen italienisches Flair im Salon Campari und klassisches „Kameel-Ambiente“ mit Wienerischen Genussfreuden im Zum Schwarzen Kameel. Das Schwarze Kameel verantwortet darüber hinaus auch wiederum die Kulinarik in der „Wolfsschlucht“ im
1. Souterrain.

Erstmals wird das Gourmetmagazin Falstaff am Wiener Opernball eine eigene Bar bespielen: Den Falstaff Champagner Salon am linken Balkon. Österreichs Traditions-Sektkellerei Schlumberger ist auch 2019 offizieller Partner des Wiener Opernballs im Bereich Sekt. Für den Ball 2019 wurde der Schlumberger Sparkling Brut Klassik gewählt, eine Cuvée aus ausgesuchten Welschriesling-, Chardonnay- und Weißburgunder-Trauben aus dem nördlichen Weinviertel ausgewählt.

Zwei junge Barkeeper aus dem Team von Roberto Pavlovic-Hariwijadis Roberto American Bar kreierten zwei Opernball-Drinks, die in der Opernball-Disco angeboten werden: „Die Frau ohne Schatten“ respektive das „Lebenswasser“, ebenfalls inspiriert von der Oper Die Frau ohne Schatten.

Vöslauer ist wieder Exklusiv-Partner des Wiener Opernballs für Mineralwasser; neben Fairtrade-Kaffee wird 2019 auch Fairtrade-Orangensaft von Rauch angeboten. Erstmals ausgeschenkt am Wiener Opernball wird Apfelsaft von der österreichischen Traditionsmarke Wetter.

Weitere Kulinarik-Partner 2019 sind: Café Oper Wien, Gösser, Ströck Feierabend und Mörbischer Wein. Die Caterer sind gerüstet mit rund 52.600 Gläsern, 9.200 Besteckteilen und 1000 Sektkübeln. Apropos Essen, Trinken und Genießen: Das Wein- und Genuss-Magazin „Falstaff“ bringt anlässlich des Wiener Opernballs 2019 zum dritten Mal eine Sonderausgabe heraus, die sich ganz dem Thema Wiener Opernball und Kulinarik widmet.

Ball-Musik
Abwechselnd mit dem Wiener Opernball Orchester sorgt für die richtige Stimmung und Tanzmusik im Großen Saal das Bernd Bernd Fröhlich Orchester & Andie Gabauer, Tini Kainrath und The Schick Sisters.  Folgende MusikerInnen, Bands und Formationen treten weiters in den unterschiedlichen Ballbereichen auf: The Bad Powells, Bossa Club, Wiener Salonorchester Steubl, Christiana Uikiza Quintett, Erwin Schmidt Trio, Sascha Peres, Clemens Schaller Trio, Duo Italiano feat. Erika Arno&Domenico Limardo, Electric Beat Club, Frantisek Drafi, Josef Burchartz Quartett feat. Stella Jones, Marina & The Kats, Die Steirische Streich, Original Wolfsmilch Echo, Diknu Schneeberger Trio, Trio Sandor Rigo, Wienerlied Trio Peter Havlicek. Im Jazzclub auf der Galerie ist wieder die Ö1 Jazznacht mit Schallplatten und Plattenspieler-Sound zu Gast, Dr. Andreas Felber legt Schallplatten auf; in der Disco legt Radio Wien mit DJ Johannes Willrader auf.

Komitee-, Damen- und Herrenspenden
Das Organisationsteam um Maria Großbauer hat auch heuer ein ansehnliches Ballspenden-Paket für Komitee und Gäste zusammengestellt: Die Debütantinnen erhalten seit Jahren ein hochwertiges Diadem von Swarovski – heuer die Swarovski Tiara designed by Versace inkl. Style-Guide; Make-up-Produkte & Look-Guide von Guerlain, und eine Sonderausgabe der Duftkerze „Bergluft“ von Looops. Die Debütanten werden mit Silber-Manschettenknöpfen von Juwelier Heldwein in neuem Design, einem Frack-Stecktuch sowie Ermäßigung auf Frack und Frackwäsche sowie einem Paar schwarzer Lackschuhe zum Sonderpreis (120,- Euro) von Ludwig Reiter ausgestattet. Alle Debütantinnen und Debütanten bekommen außerdem zwei Produkte von Croma Pharma, die Wiener Opernball-Edition handgemachter Zuckerl der Zuckerlwerkstatt sowie eine Übernachtungsermäßigung im Hotel Bristol.  Der Look der Debütantinnen 2019 wird komplettiert durch eine neue Hochsteckfrisur, kreiert von Steinmetz-Bundy Privatsalon passend zur Swarovski Tiara 2019.

Die Damenspende 2019 beinhaltet einen funkelnden Bottle Topper von Swarovski – Atelier Swarovski Home by Aldo Bakker, ein Lanybook in exklusivem Wiener Opernball-Design, eine Wiener Opernball-Edition handgemachter Zuckerl der Zuckerlwerkstatt sowie eine Geschenkbox mit einem Pflegeserum und Gutschein von Yuvell by Croma. Die Herrenspende besteht aus einem von Hand genähten Frack-Stecktuch von der Wiener Hemdenmanufaktur Gino Venturini, dem Opernball-Gulaschgewürz von Sonnentor, einem Schuhlöffel aus Kalbsleder von Ludwig Reiter, der Falstaff-Sonderausgabe zum Wiener Opernball 2019 sowie dem von der Edition Lammerhuber verlegten und zur Verfügung gestellten Foto-Bildband mit dem Titel „Bel Canto“ mit den 150 bedeutendsten Sängerinnen und Sängern aus 150 Jahren Opernhaus am Ring.

Darüber hinaus schenken die Casinos Austria allen Opernballgästen eine Gewinnkarte, die man im Casino am Wiener Opernball gegen Promotionjetons eintauschen kann; im Haus aufgelegt werden von Arthur Arbesser gestaltete und von Living Deluxe gespendete Fächer (solange der Vorrat reicht); Humanic stellt Opernball-Ballerinas zur Verfügung (solange der Vorrat reicht) und beim Verlassen des Hauses am Morgen nach dem Opernball bekommen alle Gäste (solange der Vorrat reicht) Jour-Krapfen von Ströck und Wasser von Vöslauer.

Der Wiener Opernball für den guten Zweck
Rund um den Opernball gibt es wieder mehrere Aktivitäten für einen guten Zweck. Der Reinerlös aller Initiativen geht auch 2019 zu gleichen Teilen an zwei Organisationen: an die Gruft der Caritas Wien und an Superar:

Tenor und Staatsopern-Ensemblemitglied KS Benedikt Kobel hat für den Wiener Opernball ein Postkartenset mit Opernmotiven als Benefizspende gestaltet, das aufgeteilt auf drei Jahre ein Opern-Alphabet abbildet. Das dritte und letzte Set umfasst 2019 die Buchstaben R bis Z. Opernfreunde und solche, die es werden wollen, können raten, welches Stück dargestellt wird, die Auflösung gibt es auf der Rückseite. Die Opern X und Y können in einem Jubiläumsrätsel anlässlich „150 Jahre Opernhaus am Ring“ erraten und auf einer eigens gestalteten Karte samt Geburtstagswunsch an die Wiener Staatsoper zurückgeschickt werden – unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort wird eine Originalzeichnung von KS Benedikt Kobel verlost.

Die Benefizpostkarten sind ab 16. Jänner 2019 im Arcadia Opera Shop, beim Publikumsdienst in der Wiener Staatsoper und bei der Information in der Kassenhalle der Bundestheater (Operngasse 2, 1010 Wien) sowie bei der Opernball-Generalprobe und am Opernballabend gegen eine Mindestspende von € 10,- (1 Postkartenset) bzw. € 15,- (2 Postkartensets) und € 20,- (3 Postkartensets) erhältlich. Der Druck wird dankenswerterweise von der Druckerei Walla ermöglicht und finanziert. Sämtliche Einsätze der Gäste in Form freiwilliger Spenden im Casino am Opernball kommen der Obdachlosenhilfe der Caritas zugute – die Spendensumme wird von Casinos Austria verdoppelt.

Serviceangebote
Zum dritten Mal gibt es neben dem ausführlichen Programmbuch eine kompakte Version des Programms mit Übersichten über Räume, Musik, Kulinarik und Service am Wiener Opernball. Genannt: „Libretto“, kleines Buch.

Guerlain und der Steinmetz-Bundy Privatsalon richten im Dirigentenzimmer (Erdgeschoß) wieder ein Boudoir ein, wo allen Ballgästen VisagistInnen und StylistInnen die gesamte Ballnacht unentgeltlich zur Verfügung stehen.

Während der ganzen Ballnacht stehen in einer Damensologarderobe (1. Stock) fachkundige Schneiderinnen und Schneider der Wiener Staatsoper für kleine und größere kleidertechnische Notfälle zur Verfügung. Ebenso sind Schuhmacher der ART for ART Theaterservice GmbH bei Notfällen rund ums Schuhwerk zur Stelle.

Mehrere Fotografen von Foto Fayer können auf der Feststiege, im Foto-Studio (in der Damensologarderobe) sowie im Foto-Atelier (im Annex des Marmorsaals) von den Ballgästen für Fotowünsche in Anspruch genommen werden.

Die Eröffnung wird auf Screens von Samsung in das Café Oper Wien, die Parkett-Umgänge rechts und links, auf den Balkon rechts und links, in den Gustav Mahler-Saal, den Annex des Gustav Mahler-Saals, den Marmorsaal, den Annex des Marmorsaals, den Einsingraum, beim Würstelstand, in das Foyer (links), das Gerstner Foyer, das Schwindfoyer, die Crystalbar und die Loggia sowie auf die Galerie, die Seitenbühne und die Hinterbühne übertragen.

Seit 2017 ist der Wiener Opernball komplett rauchfrei. Raucherzonen befinden sich links und rechts außerhalb der Wiener Staatsoper unter den Arkaden (beheizt, mit Bar-Service).

Karten, Kleiderordnung, Einlass
Eine Eintrittskarte für den Wiener Opernball 2019 kostet 315,- Euro, eine Loge zwischen 13.300,- und 23.600,- Euro; ein Tischanteil für zwei Personen ab 210,- Euro; ein Tisch zwischen 420,- und 1.260,- Euro. Stehplatzkarten für die Generalprobe kosten 25,- Euro, Sitzplatzkarten zwischen 35,- und 70,- Euro.

Der Einlass für BallbesucherInnen – Damen in bodenlangem Abendkleid, Herren im schwarzen Frack – beginnt um 20.40 Uhr, die Ballnacht endet traditionell um 5.00 Uhr früh mit „Brüderlein fein“ im 50 m langen Ballsaal. Dort werden wenige Stunden später insgesamt 7.000 Kinder aus allen österreichischen Bundesländern zwei Vorstellungen von Die Zauberflöte für Kinder erleben.

Live-Übertragung im Fernsehen
Der ORF überträgt den Wiener Opernball am Donnerstag, 28. Februar 2019 rund drei Stunden live. Der Hauptabend in ORF 2 steht schon ab 20.15 Uhr ganz im Zeichen des Ballereignisses mit der Dokumentation „Sehen und gesehen werden“. Als ORF-Moderatoren sind heuer wieder Alfons Haider, Mirjam Weichselbraun und Barbara Rett dabei, für den launigen Kommentar sorgen Karl Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitz.

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Wien, Wiener Staatsoper, NUREJEW GALA, 29.06.2018

Juni 27, 2018 by  
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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

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WIENER STAATSBALLETT – NUREJEW GALA 2018 AM 29. JUNI 2018

Zum Abend und Programm : Auch in diesem Jahr bildet die beliebte Nurejew Gala den krönenden Abschluss einer weiteren erfolgreichen Saison des Wiener Staatsballetts. Bei der diesjährigen Gala am Freitag, 29. Juni 2018 präsentiert die Compagnie ein gewohnt abwechslungsreiches und vielgestaltiges Programm aus der internationalen Welt des Tanzes. An ihren Namensgeber erinnert die Gala u. a. mit Marguerite and Armand, dem Stück, das Frederick Ashton 1963 für Rudolf Nurejew und Margot Fonteyn choreographierte, sowie mit Ausschnitten aus Raymonda und Schwanensee unter dem Titel Nureyev Celebration: Anlässlich des 80. Geburtstages von Rudolf Nurejew stellte Manuel Legris eine kompakte Auswahl aus den beiden Werken zusammen, die das Wiener Staatsballett erstmals auf seiner Japan-Tournee im Mai 2018 präsentierte und die den Abschluss der diesjährigen Nurejew Gala im Haus am Ring bildet.

Auch einem weiteren Jahresregenten – Marius Petipa – wird anlässlich seines 200. Geburtstags nicht nur mit einem Pas de deux aus Satanella sowie einem Ausschnitt aus Le Rendez-vous Tribut gezollt; sein Einfluss ist auch bei den Auszügen aus Le Corsaire, Raymonda und Schwanensee gegenwärtig.

Zu den weiteren Programmpunkten zählen die Staatsopern-Erstaufführungen von George Balanchines Valse Fantaisie, Eno Pecis Opus 25, Neumeiers Opus 100 – Für Maurice und Maillots The Taming of the Shrew. Mit Auszügen aus Neumeiers Le Pavillon d’Armide, MacMillans Concerto, Clugs Peer Gynt, Eifmans Giselle Rouge und Lukács’ Movements to Stravinsky präsentiert die Compagnie weitere Höhepunkte aus ihrem Repertoire.

Die Nurejew Gala wird im Rahmen von „Oper live am Platz“ auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen.

Zur Besetzung : Nicht nur die Tänzerinnen und Tänzer des Wiener Staatsballetts – zu erleben sind u. a. die Ersten SolotänzerInnen Olga Esina, Kiyoka Hashimoto, Liudmila Konovalova, Ketevan Papava, Nina Poláková, Maria Yakovleva, Davide Dato, Robert Gabdullin, Masayu Kimoto, Roman Lazik und die SolotänzerInnen Ioanna Avraam, Alice Firenze, Nikisha Fogo, Natascha Mair, Jakob Feyferlik, Eno Peci und Mihail Sosnovschi – präsentieren sich noch einmal vor der Sommerpause dem Publikum, auch heuer wirken renommierte internationale Gastsolistinnen und Gastsolisten bei der Nurejew Gala mit: Es tanzen Isabelle Guérin – in Le Rendez-vous mit Ballettdirektor Manuel Legris – Olga Smirnova und Semyon Chudin vom Bolschoi Ballett, Marianela Nuñez und Vadim Muntagirov vom Royal Ballet sowie Alexandre Riabko und Ivan Urban (beide Hausdebüt an der Wiener Staatsoper) vom Hamburg Ballett.

Aufgrund von Erkrankungen kommt es zu folgenden Umbesetzungen: Anstelle von Irina Tsymbal wird Gastsolistin Isabelle Guérin mit Manuel Legris in Petits Le Rendez-vous zu erleben sein; Mihail Sosnovschi tanzt anstelle von Denys Cherevychko in Satanella; Roman Lazik verkörpert anstelle von Vladimir Shishov den Vater in Marguerite and Armand; Eno Peci tanzt anstelle von Vladimir Shishov in Giselle Rouge und Masayu Kimoto anstelle von Denys Cherevychko die Variation von Prinz Siegfried aus dem 1. Akt von Schwanensee im Rahmen der „Nureyev Celebration“ zum Abschluss der Gala. Fiona McGee tanzt anstelle von Nikisha Fogo in Movements to Stravinsky.

Am Dirigentenpult steht Kevin Rhodes – er leitet die Nurejew Gala im Haus am Ring bereits zum vierten Mal musikalisch.


Sonderpublikation „Impressionen zur Nurejew Gala“ : Anlässlich des 80jährigen Geburtstages von Rudolf Nurejew erscheint zeitgleich zur diesjährigen Nurejew Gala „Impressionen zur Nurejew Gala“, ein Bildband mit Kurztexten, der die Nurejew Gala in Wien seit der Saison 2010/2011 dokumentiert. Darin kommen Manuel Legris sowie weitere bekannte Choreographinnen und Choreographen der Gegenwart, wie zum Beispiel John Neumeier, zu Wort.

Ehrenmitgliedschaft der Wiener Staatsoper für Ballettdirektor Manuel Legris : Im Anschluss an die Nurejew Gala am 29. Juni wird Ballettdirektor Manuel Legris auf offener Bühne zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt. Die Ehrung sowie die Überreichung des von Juwelier Wagner gesponserten Ehrenrings erfolgt durch Staatsoperndirektor Dominique Meyer und Jürgen Meindl, Leiter der Sektion Kunst und Kultur im Bundeskanzleramt.


Detailliertes Programm


NUREJEW GALA 2018
Künstlerische Leitung: Manuel Legris
Dirigent: Kevin Rhodes

Teil I:

VALSE FANTAISIE
Choreographie: George Balanchine | Musik: Michail Glinka
Natascha Mair – Jakob Feyferlik; Elena Bottaro, Adele Fiocchi, Sveva Gargiulo, Madison Young

OPUS 25
Choreographie: Eno Peci | Musik: Frédéric Chopin
Maria Yakovleva – Eno Peci
LE PAVILLON D’ARMIDE (Ausschnitt)
Choreographie: John Neumeier | Musik: Nikolai Tscherepnin
Masayu Kimoto

CONCERTO (Ausschnitt)
Choreographie: Kenneth MacMillan | Musik: Dmitri Schostakowitsch
Nina Poláková – Roman Lazik;
Elena Bottaro, Anita Manolova, Rikako Shibamoto,
Richard Szabó, Dumitru Taran, Andrey Teterin

SATANELLA (Ausschnitt)
Choreographie: Marius Petipa | Musik: Cesare Pugni
Kiyoka Hashimoto – Mihail Sosnovschi

GISELLE ROUGE (Ausschnitt)
Choreographie: Boris Eifman | Musik: Peter Iljitsch Tschaikowski
Ketevan Papava – Eno Peci

THE TAMING OF THE SHREW (Ausschnitt)
Choreographie: Jean-Christophe Maillot | Musik: Dmitri Schostakowitsch
Olga Smirnova (Gast, Principal Dancer beim Bolschoi Ballett)
Semyon Chudin (Gast, Principal Dancer beim Bolschoi Ballett)

RAYMONDA (Ausschnitt)
Choreographie: Rudolf Nurejew nach Marius Petipa | Musik: Alexander Glasunow
Raymonda: Maria Yakovleva | Clémence: Eszter Ledán | Henriette: Elena Bottaro
Bernard de Ventadour: Scott McKenzie | Béranger: Richard Szabó
Andreas II: Zsolt Török | Gräfin Sybille: Alena Klochkova | Ensemble

Teil II:

MARGUERITE AND ARMAND
Choreographie: Frederick Ashton | Musik: Franz Liszt, arr. Dudley Simpson
Marguerite: Marianela Nuñez (Gast, Principal beim Royal Ballet)
Armand: Vadim Muntagirov (Gast, Principal beim Royal Ballet)
Vater: Roman Lazik | Herzog: Alexis Forabosco | Zofe: Franziska Wallner-Hollinek

Teil III:

MOVEMENTS TO STRAVINSKY (Ausschnitt)
Choreographie: András Lukács | Musik: Igor Strawinski
Alice Firenze – Masayu Kimoto; Ioanna Avraam – James Stephens;
Fiona McGee – Richard Szabó;
Sveva Gargiulo, Arne Vandervelde, Géraud Wielick

LE CORSAIRE (Ausschnitt)
Choreographie: Manuel Legris | Musik: Léo Delibes
Médora: Liudmila Konovalova | Conrad: Robert Gabdullin

PEER GYNT (Ausschnitt)
Choreographie: Edward Clug | Musik: Edvard Grieg
Solveig: Nina Poláková | Peer Gynt: Davide Dato

OPUS 100
Choreographie: John Neumeier | Musik: Simon & Garfunkel
Alexandre Riabko (Gast, Erster Solist beim Hamburg Ballett)
Ivan Urban (Gast, Sonderdarsteller und Ballettmeister-Assistent beim Hamburg Ballett)

JEWELS (Ausschnitt: Diamonds Pas de deux)
Choreographie: George Balanchine | Musik: Peter Iljitsch Tschaikowski
Olga Smirnova (Gast, Principal Dancer beim Bolschoi Ballett)
Semyon Chudin (Gast, Principal Dancer beim Bolschoi Ballett)

LE RENDEZ-VOUS (Ausschnitt)
Choreographie: Roland Petit | Musik: Joseph Kosma

NUREYEV CELEBRATION (Ausschnitte aus Raymonda und Schwanensee)
RAYMONDA
Choreographie: Rudolf Nurejew nach Marius Petipa | Musik: Alexander Glasunow

1. Akt, Adagio:
Raymonda, Gräfin de Doris: Olga Esina
Ritter Jean de Brienne:, Raymondas Verlobter: Jakob Feyferlik

3. Akt:
Henriette, Raymondas Freundin: Natascha Mair
Vier Kavaliere: Scott McKenzie, Tristan Ridel, Dumitru Taran, Arne Vandervelde
Clémence, Raymondas Freundin, und zwei Damen: Adele Fiocchi – Anita Manolova, Rikako Shibamoto

2. Akt:
Abderachman, Sarazenischer Fürst: Mihail Sosnovschi
Sarazenen-Duo: Sveva Gargiulo, Francesco Costa
Raymonda, Gräfin de Doris: Olga Esina
SCHWANENSEE
Choreographie: Rudolf Nurejew nach Marius Petipa und Lew Iwanow | Musik: Peter Iljitsch Tschaikowski

1.Akt, Pas de cinq:
Coda: Leonardo Basílio (Prinz Siegfried), Ioanna Avraam, Alice Firenze, Scott McKenzie, Richard Szabó (Gefährtinnen und Gefährten des Prinzen)
Variation Prinz Siegfried: Masayu Kimoto

3. Akt:
Die spanischen Tänzer: Gala Jovanovic, Oxana Kiyanenko, Alexandru Tcacenco, Andrey Teterin
Die ungarischen Tänzer: Nikisha Fogo, Géraud Wielick und Ensemble
Pas de deux (Coda): Liudmila Konovalova (Odile), Masayu Kimoto (Prinz Siegfried)
Isabelle Guérin – Manuel Legris

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Wien, Wiener Staatsoper, 61. Wiener Opernball – Kulturelles Weltereignis, IOCO Aktuell, 23.2.2017

Februar 12, 2017 by  
Filed under Hervorheben, IOCO Aktuell, Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper zum Opernball © Michael Poehn

Wiener Staatsoper zum Opernball © Michael Poehn

Der 61. Wiener Opernball – 23. Februar 2017

Mediales Weltereignis, Geliebte Tradition, Laufsteg von Eitelkeiten

 

Wien Staatsoper / Plakat Wiener Opernball 2017 © DASUNO

Wien Staatsoper / Plakat Wiener Opernball 2017 © DASUNO

Der Wiener Opernball findet immer am Gründonnerstag und Altweiberfastnacht statt. Zum 61. Wiener Opernball werden am 23. Februar 2017 5.500 Gäste in der Staatsoper feiern: Der neu ins Amt gewählte österreichische Bundespräsident Dr. Van der Bellen eröffnet den Ball. Ebenso dabei Wirtschaftsbosse, Minister, Medienstars, Sternchen, Parvenüs oder Spaßvögel. Die meisten Besucher des Opernball jedoch, man glaubt es kaum, sind Normalbürger aus Wien. Spätentschlossene haben keine Chance: Der 61. Wiener Opernball ist seit langem ausverkauft.

Alljährlich ist der Wiener Opernball spektakuläres, internationales Medienereignis; Weltkriege, Skandale wie andere Widrigkeiten hat er überlebt. Dabei ist der Opernball nur eine Facette der weit gefächerten Wiener Balltradition, welche ihren Ursprung im Wiener Kongress von 1814/15 hat. Der Wiener Opernball ist medialer Höhepunkt der   prächtigen Wiener Ballsaison, welche jedes Jahr zur Zeit des Fasching stattfindet. Ob Akademikerball, das fröhliche Kostümfest genannt Gschnas, Bürgerball, Polizeiball, Bonbonball, Ball der Tiroler in Wien, Regenbogenball: 450 großartige  Bälle einigt die große Wiener Tradition. Der Wiener Opernball verstand sich ursprünglich als „Ball der Künstler für Künstler“. Nach vielen Wirrungen gab 1877 Kaiser Franz Joseph seine persönliche, 1869 noch verweigerte Zustimmung zu einer Soirée im Festsaal der damaligen Hofoper. Aus dieser Soirée entand der heutige Opernball, Die offizielle Bezeichnung Wiener Opernball wie seine verzaubernden Rituale erhielt das Künstlerfest erst 1935.

Wiener Staatsoper / Opernball - Jungdamen- und Jungherren Komittee © Michael Poehn

Wiener Staatsoper / Opernball – Jungdamen- und Jungherren Komittee © Michael Poehn

Zum 58. Wiener Opernball 2014 konstatierte  der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan, den damaligen Bundespräsident Fischer begleitend: „Jeder muss einmal im Leben auf dem Wiener Opernball gewesen sein“. Der Opernball zieht allein in Österreich alljährlich 1,5 Mio. Menschen vor die Fernseher. Weltweit sind es viele Millionen. Dominique Meyer, Chef der Wiener Staatsoper möchte künstlerische Ansprüche hochhalten und präsentiert „eine Galerie an hochbegabten Künstlern auf einem hohen Niveau“. Dabei war Begeisterung für den Opernball bei den Wiener Opern-Chefs nicht immer so eindeutig: Meyer-Vorgänger, der knorrige Ioan Holender zeigte wenig Sympathie: “Ich stelle die Sinnhaftigkeit zur Diskussion, dass man 2 Millionen Euro investiert, um ein Gebäude zweckentfremdend zu nutzen.“ Doch Meyer, seit 2011 neuer Opern-Chef, outet sich offensiv entspannt als Wiener Opernball-Fan. So verwandelt sich die Wiener Staatsoper am 23. Februar 2017 zum schönsten Ballsaal der Welt. Ein überdachter roter Teppich vor dem Eingang der Staatsoper trägt den Glamour des Ball-Events sichtbar in die Öffentlichkeit. 19 Kameras von ORF und 3sat und zahllose Moderatoren berichten live in alle Welt.

Maria Großbauer (36) aus Grafenbach ist neue „Ball-Mutter“. Sie organisiert 2017 zwar erstmals den Wiener Opernball, doch zur Staatsoper hat sie schon immer eine enge Beziehung: Vater Karl Jeitler stieß 1978 zu den Wiener Philharmonikern, als Posaunist; Ehemann Andreas Großbauer ist seit 2005 erster Geiger im Orchester der Wiener Staatsoper.
Maria Großbauers Kreativkonzept für 2017 zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Haus – von den Blumen bis zur Damenspende: „Alles Oper!“. Blumenschmuck bezieht sich etwa auf Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart. Bunte und üppige Arrangements, zusammengesetzt aus Ginster, Rosen und blühenden Zweigen, thematisieren den „Zauberwald und seine bunten Vögel“. Die ehemaligen Heurigen-Säle werden 2017 zu einer Wolfsschlucht mit Waldtieren und Geistern: „Gefährlich gemütlich“, so Maria Großbauer.

Wiener Staatsoper / Opernball 2017 - Intendant Meyer, Pier Paolo Righi, Hanna Gumpinger (Debütantin), Langes-Swarovski, Großbauer © Wiener Staatsoper GmbH Ashley Taylor

Wiener Staatsoper / Opernball 2017 – Intendant Meyer, Pier Paolo Righi, Hanna Gumpinger (Debütantin), Langes-Swarovski, Großbauer © Wiener Staatsoper GmbH Ashley Taylor

Das Eröffnungsprogramm des 61. Wiener Opernball: Um 20.15 Uhr ertönt die FANFARE von Karl Rosner, es folgt die ÖSTERREICHISCHE BUNDESHYMNE, die EUROPAHYMNE von Ludwig van Beethoven. Der folgende Einzug und Tanzdarbietungen der 144 Paare des Jungdamen- und Jungherren-Komitees stellt einen der reizvollsten wie populärsten Höhepunkte des Wiener Opernball dar, zur POLONAISE aus der Oper EUGEN ONEGIN. Der Einzug endet traditionell zu den Klängen des Donauwalzers und mit dem gemeinsamen Ausruf aller Staatsopernkünstler „Alles Walzer!“ als Aufforderung an die Ballgäste, nun zum Tanz das Parkett zu übernehmen. 120 Musiker sorgen dann bis 5 Uhr in der Früh für Unterhaltung. Im 4. Stock geht die Post ab. Die Ballnacht endet traditionell um 5.00 Uhr früh mit Brüderlein fein im 50 m langen Ballsaal. Dort werden wenige Stunden später 7.000 Kinder aus allen österreichischen Bundesländern zwei Vorstellungen von Die Zauberflöte für Kinder besuchen.

Prominent besetzt ist das von Staatsoperndirektor Dominique Meyer zusammen-gengestellte künstlerische Eröffnungsprogramm von 22.00 bis ca. 23.00 Uhr: Startenor Jonas Kaufmann singt erstmals am Wiener Opernball: „La fleur que tu m’avais jetée“ aus Carmen und „Dein ist mein ganzes Herz“ aus Das Land des Lächelns. Es spielen das Wiener Staatsopern-orchester / Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Semyon Bychkov (Carmen-Ouvertüre und Gesangseinlagen) und Sascha Goetzel (Balletteinlage), das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper unter Witolf Werner (Fanfare) sowie das Wiener Opernball Orchester unter Andreas Spörri (Hymnen, Komiteedarbietungen); das Wiener Staatsballett – mit den Ersten Solotänzern Nina Poláková, Maria Yakovleva, Denys Cherevychko, Davide Dato und Roman Lazik an der Spitze – und die Ballettakademie der Wiener Staatsoper tanzen eine von Lukas Gaudernak eigens für den Opernball kreierte Choreographie (Künstlerleben, Walzer).

Wiener Staatsoper / Opernball - Entwurf Svarowsky Tiara für Jungdamen © Karl Lagerfeld

Wiener Staatsoper / Opernball – Entwurf Svarowsky Tiara für Jungdamen © Karl Lagerfeld

Für das Jungdamen- und Jungherren-Komitee mussten sich die Paare Walzer drehend qualifizieren! Die Aufnahmevorschrift in das Komitee verlangt: Gute Linkswalzer-Kenntnis, Alter 17 bis 24 Jahre, maximal 1 Teilnahme, € 120 Gebühr, schriftliche Bewerbung mit aktuellem Bild. Die Bekleidungs-vorschrift. Damen: Schneeweißes langes, Ballkleid (ohne Reifrock oder glitzernde Applikationen), weiße lange Handschuhe, weiße Schuhe, Haare hochgesteckt. Herren: Schwarzer Frack, weiße Fliege, weiße Weste, weiße Handschuhe, schwarze Lackschuhe.
Auffällige Besonderheit ist die Swarovski Tiara, welche die Jungdamen tragen: Für den 2017 schuf Stardesigner Karl Lagerfeld, vom Eröffnungswalzer des Opernballes inspiriert, die „Le beau Danube bleu“ Tiara, welche in 394 klare und saphirblaue Swarovski Kristalle sowie fünf Swarovski Kristallperlen klassische wie moderne Elemente vereint. Nadja Swarovski, Mitglied des Swarovski Executive Board. „Die Geschichte von Swarovski und dem Opernball geht auf die 1950er zurück. Bei so vielen gemeinsamen Werten und Traditionen ist es fantastisch, unsere Unterstützung für diese Institution fortzusetzen. Die Debütantinnen werden begeistert sein, wenn sie mit einer von Karl Lagerfeld gestalteten Tiara gekrönt werden.

Wiener Staatsoper/ Opernball - Jungdamen und Jungherren Komittee auf dem Parkett © Michael Poehn

Wiener Staatsoper/ Opernball – Jungdamen und Jungherren Komittee auf dem Parkett © Michael Poehn

Eine einfache Eintrittskarte zum Opernball kostet €290. Vielleicht mietet man sich eine Rangloge für €10.000 bis €20.500 oder doch nur einen Tisch für 6 Personen um €1.200. Aber es geht auch preiswerter: Dem Frackzwang des Abends begegnen Geübte mit gemieteten Utensilien. Den „kleinen Opernball“ feiern Geübte im ersten Souterrain in der Wolfsschlucht, auf der Hinterbühne, in moderner, reduzierter Architektur in Holz und Kupfer oder in den zahlreichen Bars auf dem Balkon.

Die Boulevardpresse dagegen zelebriert zum Opernball gerne schräge Seiteneinsteiger: Alt-Bauunternehmer “Mörtel” Richard Lugner, 85, ist seit Jahren mit seinen Gästen schrulliger Medienstar des Balles. Der Einladung in die Lugner-Loge folgten in letzten Jahren bereitwillig Stars und Sternchen wie Brigitte Nielsen, Ruby Rubacuori, Paris Hilton, Pamela Anderson oder Stripperin Ditta von Teese (Slogan: “Der Ball ist nackt”), deren Leidenschaften bekanntlich weniger dem Tanz oder klassischer Musik gelten. Doch 2017 ist anders. Ein junges Wiener Mädel, Beata Decsei, (20), von einer prominenten Jury aus vielen Bewerbern gewählt, und die US-Schauspielerin Goldie Hawn (71) werden offizielle Promi-Gäste in der Lugner-Loge sein.

Manch traditionsorientierte Wiener Einheimische meiden das in ihren Augen leicht verrufene Klatschspektakel Wiener Opernball. Doch bricht die Medialisierung des Wiener Opernballes alte Wiener Balltraditionen auf, gibt neue Impulse. Außerhalb Österreichs ist der Wiener Opernball seit Jahrzehnten bewunderter Ausdruck eines lebensfrohen und kulturstarken Österreichs. Der 61. Wiener Opernball: Am 23. Februar 2017. IOCO / Viktor Jarosch / 12.02.2017

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