Ulm, Theater Ulm, PREMIERE DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN, 06.02.2020

Januar 9, 2020 by  
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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

PREMIERE
DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN
6. Februar 2020

»Mag die ganze Welt versinken, hab‘ ich dich!« — zwischen Weltschmerz und Freudentaumel wandelt Emmerich Kálmáns Operette »Die Csárdásfürstin«. Der 1915 in Wien uraufgeführte Musiktheater-Evergreen ist ein Glanzlicht des Genres. Die bewegte Entstehungszeit zu Beginn des Ersten Weltkriegs färbt die Stimmung in der »Csárdásfürstin« bitter und süß: Sehnsuchtserfüllt taumeln die Figuren in Budapest und Wien durch die Welt der Operette, tief bewegt von unerfüllter Liebe, melancholischen Heimatbildern, schwankenden Sicherheiten, heiter-tragischem Gefühlschaos.

Die mal schmissig-ausgelassene, mal von mitreißender Sehnsucht erfüllte Komposition von Emmerich Kálmán sowie das komische und tief anrührende Libretto von Leo Stein und Bela Jenbach loten in diesem Hauptwerk der Silbernen Operettenära aus, wie Liebespaare einander begehren, sich entfernen, einsam irren — und doch zusammenkommen? Die nicht standesgemäße Liebe zwischen dem Adeligen Edwin Ronald und der Varieté-Künstlerin Sylva bringt alles ins Wanken. Edwin ist bereits Stasi versprochen, und überhaupt scheint unsicher, was die Zukunft bereithält …

Benjamin Künzel, der auch als Musiktheater- und Konzertdramaturg am Theater Ulm tätig ist, inszeniert »Die Csárdásfürstin«. Eine alte trifft auf eine neue Welt, Menschen, die den Aufbruch wagen, Überkommenes überwinden wollen, auf Menschen aus anderen Zeiten. Die Operette zeigt für Benjamin Künzel, der eine Vielzahl von Inszenierungen in Ulm entwickelt hat, auf faszinierende Weise die Realität der Entstehungszeit: »Dinge treffen aufeinander, die nicht zueinander passen wollen.«

Die Ausstattung für diese wehmütig-lustvolle Geschichte übernimmt Heiko Mönnich. GMD Timo Handschuh ist der musikalische Leiter. Choreografien entwickelt Gaëtan Chailly. Als Sylvia Varescu ist Maria Rosendorfsky zu erleben. Die Figur des Edwin Ronald wird gesungen und gespielt von Markus Francke. Neben vielen weiteren Ensemblemitgliedern ist Philippe Spiegel als Graf Boni Kancsianu sowie Ks. Hans-Günther Dotzauer als Fürst v.u.z. Lippert-Weylersheim zu sehen und hören.

Zur Premiere am am Donnerstag, 6. Februar 2020 um 20 Uhr im Großen Haus laden wir Sie herzlich ein. Inszenierungsfotos stehen circa eine Woche vor der Premiere auf der Website bereit. Bitte reservieren Sie Ihre Premierenkarten spätestens bis zum 30. Januar 2020 telefonisch unter 0731 / 161-4413 oder per E-Mail an pressestelle-theater@ulm.de.

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Ulm, Theater Ulm, Paradekonzert, 07.07.2019

Juli 3, 2019 by  
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Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Paradekonzert am 7. Juli auf dem Marktplatz

Seit vielen Jahren gehört das Paradekonzert zu den musikalischen Höhepunkten der ausklingenden Theatersaison. Am Sonntag, den 7. Juli um 11 Uhr können Ulmerinnen und Ulmer auf dem Marktplatz Ulm den Klängen des Philharmonischen Orchesters der Stadt unter der musikalischen Leitung von Kapellmeister Levente Török erfreuen. Auf dem Programm stehen u. a. Werke von Franz von Suppé, Franz Lehár, Johann Strauß und Emmerich Kálmán. Sopranistin Maria Rosendorfsky und Tenor Joska Lehtinen werden Höhepunkte aus Oper und Operette zum Besten geben. Der Eintritt ist frei.

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Ulm, Theater Ulm, Evita – Argentinische Leidenschaft auf der Wilhelmsburg, 07.07.2019

Mai 23, 2019 by  
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Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

 Evita – Andrew Lloyd Webber

Argentinische Leidenschaft auf der Wilhelmsburg

Premiere  7. Juni 2019

Ein Hauch argentinischer Leidenschaft schwebt im Sommer über der Wilhelmsburg, wenn zum Musical-Open-Air geladen wird! Denn ab dem 7. Juni 2019 zeigen wir Ihnen »Evita« – das Erfolgsmusical von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice über das Leben der Präsidentengattin Eva Perón, die zwischen 1945 und 1952 die Herzen ihrer Landsleute in Bann schlug.

Als eine der ikonischen Frauengestalten des 20. Jahrhunderts war María Eva Duarte de Perón ein Kristallisationspunkt von ebenso tiefer Liebe wie größtem Misstrauen, wie vielleicht Lady Di; sie war so stilsicher und tragisch wie Jackie Kennedy Onassis und so feengleich schön (und auch so blond) wie Grace Kelly.

Als Tim Rice Jahre nach dem großen Erfolg von Jesus Christ Superstar mit Andrew Lloyd Webber wieder auf der Suche nach einem neuen Stoff war, und der Vorschlag eines Freundes, Peter Pan als Musical zu bearbeiten, ins Leere lief, war sie plötzlich wieder da: die Faszination für die charismatische Frau auf der Briefmarke, die er als junger Philatelist bereits bewunderte. Rice begann seine Recherchen und lernte den argentinischen Filmregisseur Carlos Pasini Hansen kennen, dessen Film Queen of Hearts (1972) er mindestens 20 Mal ansah. Er reiste sogar nach Buenos Aires, um in den Stoff einzutauchen und – er nannte seine erste Tochter Evita.

Das ist besonders deshalb so bemerkenswert, weil das Musical Evita keineswegs eine Heiligsprechung der historischen Evita ist. Rice und Webber entschieden sich dazu, eine Erzählerfigur einzusetzen, die ab der ersten Szene Zweifel äußert und Risse in das makellose Bild der Präsidentengattin bringt. Der Erzähler heißt Che – was im südamerikanischen Spanisch soviel bedeutet wie: Typ, Bursche, Mensch oder auch Argentinier. Die meisten denken natürlich sofort an Ernesto »Che« Guevara, den Revolutionär. Die Entscheidung, ob es sich um irgendeinen Studenten handelt, der dem Peronismus gegenüber kritisch eingestellt ist oder den Che Guevara, den wir als linken Helden von Postern und T-Shirts kennen (und der in dem Alter, als Juan Perón an der Macht war, noch nicht politisch aktiv war) überlassen Rice und Webber den Regisseuren.

Wie der gebürtige Berliner Wolf Widder sich entscheidet, können Sie auf der Wilhelmburg erfahren. Wolf Widder, bezeichnet sich selbst als Wanderer zwischen den Welten: Seine Leidenschaft gilt den Opern des 20. und 21. Jahrhunderts genauso wie dem Musical. Er studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft und arbeitete zunächst als Schauspieler und Regieassistent. Bald jedoch wechselte er ins Regiefach, sowohl fürs Schauspiel wie für das Musiktheater (u. a. in Kassel, Detmold, Wiesbaden, Bern, Dresden und Charleston, USA). Er war vielfach Oberspielleiter und zuletzt auch Operndirektor mit Intendantenvollmacht am Theater Pforzheim.

Unter seiner Regie werden Julia Steingaß und Maria Rosendorfsky alternierend die charismatische Evita verkörpern. Die Rolle des Erzählers Che übernehmen – ebenfalls abwechselnd – Thomas Christ und Philipp Hägeli. Als argentinischer Präsident Perón wird Martin Gäbler zu erleben sein. Marisa Hartelt verköpert Peróns Geliebte. Luke Sinclair übernimmt die Rolle des Augustín Magaldi. Erik Rousi wird in mehreren Rollen, u. a. als Evitas Bruder und als Admiral zu sehen sein. Ob Familienmitglieder, Liebhaber oder Offiziere – Evitas Strahlen zog stets viele Menschen an, die in Widders Inszenierung (Dramaturgie: Diane Ackermann/Nilufar K. Münzing) von Mitgliedern des Opernchores verkörpert werden.

Ausstatterin Petra Mollérus – auch verantwortlich für das Kostümbild – hat für Evita ein Bühnenbild entworfen, das einerseits die Architektur der Wilhelmsburg zur Geltung kommen lässt und andererseits aber auch eine Intimität zwischen Publikum und Darstellerinnen und Darstellern ermöglicht.

Unter der musikalischen Leitung von Hendrik Haas werden nicht nur die Musikerinnen und Musiker des Philharmonischen Orchesters der Stadt Ulm argentinische Leidenschaft verbreiten. In seiner Einstudierung werden der Opernchor des Theaters Ulm, der Extrachor, die Kinderchöre der Eduard-Mörike-Grundschule Blaustein und der Meinloh-Grundschule Söflingen, sowie der Projektchor Los Descamisados für musikalische Wucht auf der Burg sorgen.

Wo Argentinische Flaggen im Wind wehen, darf Tango natürlich nicht fehlen. Das Ensemble des Tanztheaters Ulm wird in eleganten wie leidenschaftlichen Choreografien von Gaëtan Chailly das eindrucksvolle Tableau, das die Wilhelmsburg in diesem Sommer voller argentinischer Lebenslust erstrahlen lassen wird, vervollständigen.

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Ulm, Theater Ulm, Premiere Written on Skin – George Benjamin, 09.05.2019

April 2, 2019 by  
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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Written on Skin – George Benjamin

Premiere  09.05.2019

Selten wird man sich über Kunst einig. Doch in diesem Fall urteilen Publikum und KritikerInnen einstimmig: Written on Skin ist eine der sehenswertesten Opern unserer Tage. Auch die Zahlen sprechen für einen Sensationserfolg: Nach der umjubelten Uraufführung im Sommer 2012 hat das Werk inzwischen schon rund 100 Aufführungen erlebt, von London über Amsterdam, New York, Moskau, München, Toronto — und Detmold. Ab Mai ist die Inszenierung, die Kay Metzger für das Landestheater Detmold erarbeitete und sogar schon an der Königlichen Oper Stockholm aufgeführt wurde, im Theater Ulm zu sehen.

Die um Leidenschaft und Besitzdenken kreisende Handlung der Oper entspinnt sich in einem stilisierten 13. Jahrhundert im Anwesen eines reichen Landbesitzers, dem Protektor (Dae-Hee Shin). Dieser hat sich in den Kopf gesetzt, in einem mit Bildern bestückten Buch seine gewaltsam durchgesetzten politischen Erfolge sowie sein wohlgeordnetes heimisches Glück festhalten zu lassen. Zu diesem Zweck nimmt er einen jungen Buchkünstler (Benno Schachtner) bei sich auf — nicht ahnend, dass das Buch und sein Schöpfer zum Katalysator rebellischer Gefühle in seiner fügsamem, jungen Frau Agnès (Maria Rosendorfsky) werden. Zu allem bereit, um die Kontrolle zurückzuerlangen, setzt der Protektor Agnès eines Abends eine mysteriöse Speise vor und fragt begierig, wie sie ihr schmeckt. »Süß, wie meine eigene Milch, ja — gut — aber salzig — salzig, wie meine eigenen Tränen. Warum …?«

Die unwiderstehliche Sogkraft, mit der Written on Skin sein Publikum bannt, liegt neben der emotionalen Wirkmacht der Opernhandlung natürlich vor allem an der Musik von George Benjamin. Bereits als Siebenjähriger komponierte der gebürtige Londoner bändeweise Musik; mit 16 nahm der große Olivier Messiaen das Jungtalent als seinen letzten Lehrling an. Viele Jahre wünschten sich die Opernhäuser vergeblich ein Bühnenwerk von dem vorsichtigen, lange an seinen filigranen Klangzauberpartituren feilenden Komponisten. Der passende Textdichter für Benjamins hohe Ansprüche fand sich aber erst in Martin Crimp und dessen einzigartigem literarischen Stil, die Figuren zu ihren eigenen Erzählern zu machen. 2006 entstand eine erste gemeinsame Kammeroper, in den Jahren danach reifte Written on Skin. Wir freuen uns, dass George Benjamin seine Teilnahme an der Ulmer Premiere von Written on Skin fest eingeplant hat.

Auf Basis der Legenden um einen historischen provenzalischen Troubadour des 13. Jahrhunderts entwickelten Crimp und Benjamin ein von Allegorien durchwirktes Kammerspiel. Inspiriert unter anderem durch den Wim-Wenders-Film Himmel über Berlin wurden der Handlung drei Engel hinzugefügt, wissend um den Gang der Welt bis ins 21. Jahrhundert, die als »chorische Chronisten des menschlichen Schreckens« (Martin Crimp) mit kühlem Blick die Mechanik der menschlichen Natur sezieren und kommentieren. In Kay Metzgers Inszenierung werden Markus Francke, I Chiao Shih und Benno Schachtner als Halbgötter in weiß den Emanzipationsprozess der jungen Frau begleiten.

In Ulm wird Dirigent Michael Weiger das Philharmonische Orchester durch George Benjamins klangsinnliche Partitur führen. Der Komponist verrät, er habe — um die Kunst der Illustration zu evozieren, die in der Handlung eine so zentrale Rolle spielt — eine breite Palette von instrumentalen Farben genutzt. Zusätzliche Dimensionen eröffnet er dabei mit heute nur selten eingesetzten Instrumenten wie der Bass-Viola da gamba und einer Glasharmonika. Der Tagesspiegel feiert ihn dafür als »verblüffend klarsichtigen Wachträumer«, der eine derart luzide Musik schreibe, dass sie »beim Hörer im Nu die Wirkung einer bewusstseinserweiternden Droge entfaltet.«

Ausstatterin Petra Mollérus hat für »Written on Skin« eine morbide und zugleich kühl-metallische Pathologie entworfen. Ein großes »Fenster« erweitert die Spielebene zusätzlich: Mit surrealen Videoprojektionen (Martin Kemner) werden starke visuelle Akzente gesetzt, während im Vordergrund Innerstes offen gelegt wird. Ein klang-, sprach- und bildgewaltiges Opernerlebnis über das Schreckliche des Schönen!

Premiere am Donnerstag 9. Mai 2019 um 20 Uhr im Großen Haus

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