Dresden, Semperoper, Die Reise nach Reims – Gioacchino Rossini, IOCO Kritik, 01.10.2019

Oktober 1, 2019 by  
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Semperoper

Semperoper © Matthias Creutziger

Semperoper © Matthias Creutziger

Il viaggio a Reims – Gioacchino Rossini

Laura Scozzi entführt Rossini in die heutige Europäische Union

von Thomas Thielemann

Geschichten und Sagen umranken die Entstehung des Werks:   Am 29. Mai 1825 wurde Karl X. (1757-1836), Enkel Ludwig XV. und August des Starken, sowie Bruder des guillitierten Ludwig XVI. in der Kathedrale von Reims mit dem prunkvollen Zeremoniell des Hauses Bourbon zum König von Frankreich gekrönt. Mit den aufwendigen Feierlichkeiten sollte vorgespiegelt werden, dass er sich als König von Gottes Gnaden und nicht als konstitutioneller Monarch betrachtete. Um dieser Umdeutung Gewicht zu, verleihen, wurde der Adel des gesamten Europas zu den Feierlichkeiten in die Kathedrale von Reims geladen. Den Bedingungen der Zeit entsprechend, mussten die Gäste, die keine eigene Kutsche besaßen, mit der Post reisen, einer Reiseform mit begrenzter Planbarkeit.

Gioacchino Rossini Paris © IOCO

Gioacchino Rossini Paris © IOCO

Gioacchino Rossini, 1792 – 1868, der sich in Paris um die Ämter als königlicher Generalinspekteur des Gesangs und als Hofkomponist bewarb, beschloss, mit einer Oper Bezug auf die Krönung zu nehmen. Giuseppe Luigi Balòcchi sollte ihm dazu ein Libretto schreiben. Möglicherweise angeregt, dass die Familie des Fürsten Andrei Rasumoffsky (1752-1836) sich verspätet hatte und irgendwo zwischen Genf und Paris hängen geblieben war, verfasste er einen Text über das Stranden einer Gruppe Adliger aus ganz Europa in einem Badehotel in der Nähe von Reims, weil ihnen keine Austauschpferde zur Verfügung gestellt werden konnten. Die Intrigen, Liebeleien und Eifersüchteleien sowie die verborgenen Absichten zwischen den Reisenden, verarbeiteten Balòcchi und Rossini zu einer musikalisch hochvirtuosen satirischen Komödie, die sich am Ende mit einem gemeinsamen „Frieden-stiftendem“ Bankett auflöst. In der scheinbar harmlosen Situation versammeln sich die politischen Mächte Europas der Zeit. Uraufgeführt wurde die Oper am 19. Juni 1825 vor einem gelangweilten König.

Die Reise nach Reims – Making of .. Regisseurin Laura Scozzi
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Obwohl zur Uraufführung drei ausverkaufte Vorstellungen ein Erfolg waren, zog Rossini das Stück zurück; er wollte die Musik anderweitig nutzen. Nach einer Benefizaufführung zugunsten der Opfer eines Brandes und bis auf zwei unautorisierten Bearbeitungen (1848 durch Jean-Henri Dupin und 1854 anlässlich der Sissi-Hochzeit) galt die Oper als verloren. Rossinis Witwe hatte die Partitur seinem Arzt übereignet. Erst in der Mitte der 1970er-Jahre wurde sie in einem römischen Archiv aufgefunden und von dem Musikhistoriker und Rossini-Spezialisten Philip Gossett (1941-2017) rekonstruiert. Andrei Rasumoffsky war im Übrigen der Auftraggeber der drei nach ihm benannten Beethoven-Quartette op. 59, und dem der Komponist auch zwei seine Symphonien (Nummer fünf und sechs) gewidmet hatte.

Der Librettist hatte im Hotel „Zur Goldenen Lilie“ vornehme und ihrer nationalen Zugehörigkeit bewusste Sonderlinge aus den damals Europa repräsentieren Staaten zusammengewürfelt. Da waren Menschen aus Italien, Frankreich, Russland, England, Spanien, Griechenland, Österreich und Deutschland kaserniert.

Was lag nun, im Zeitalter des Regietheaters, für Laura Scozzi näher, als das Geschehen in die Neuzeit, in das „Machtzentrum“ der Europäischen Union zu verlegen. Die in Paris lebende Mailänderin hatte 2012 in Nürnberg mit großem Erfolg versucht, den Stoff zu aktualisieren. Aber damals war die Europäische Union noch in einer vergleichsweise guten Verfassung und Scozzi konnte mit Fantasie, viel Witz, Ironie sowie Satire einen unterhaltsamen und turbulenten Abend mit dem Abschluss „Alles ist Gut“ gestalten. Da konnte sie noch einen Putin mit einer Kalaschnikow aufmarschieren oder mit Berlusconi und mit jungen Damen schäkern lassen. Auch der englische Vertreter Lord Sidney durfte mit halsbrecherischen Kaskaden noch. brillieren und seine entkleidete Queen auf dem Schoß spüren. Angela Merkel breaktanzend auf der Bühne half auch der Stimmung. Sinnlose Papiervernichtung sowie das Vermessen von Banane schienen die Probleme der Zeit. Aber schon damals musste sich das frisch gekrönte Paar Carla Bruni und Karl X. alias Nicolas Sarkozy mit Steine werfenden Demonstranten herumschlagen.

 Semperoper Dresden / Die Reise nach Reims - hier : die EU in der Semperoper mit Ensemble © Semperoper / Ludwig Olah

Semperoper Dresden / Die Reise nach Reims – hier : die EU in der Semperoper mit Ensemble © Semperoper / Ludwig Olah

Nun hatte Peter Theiler Laura Scozzi an die Semperoper nach Dresden eingeladen, ihre Betrachtungsweise der Rossinischen Charakterstudie einer multikulturellen Reisegesellschaft den aktuellen politischen Strömungen und der gegenwärtigen europäischen Befindlichkeit anzupassen. Und da die Oper keinem straffen Handlungsfaden folgt, hatte sie alle Möglichkeiten, die Gesangsnummernfolge zu einer Persiflage des Sachstandes der europäischen Einigung zu gestalten.

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Die Reise nach Reims – gefangen in der Europäischen Kommision: In der Zeit von Flüchtlingswirren und des Brexit kann mit der Entwicklung nur „mit Entsetzen Scherz getrieben“ werden. Laura Scozzi bewies aber das Feingefühl, bei aller konsequenten Darstellung der Probleme der Europäischen Union und der Eigenheiten ihrer Mitglieder, das auf die Bühne zu bringen. Das Badehotel der Madam Cortese, ist zum bürokratischen Monster der Europäischen Kommission geworden. Einige der Staatenlenker tummeln sich als maskierte Tänzer. Da werden im ersten Teil der Aufführung der Nationalismus der polnischen Regierung, die Kritik an der Afrika-Politik sowie der Umgang mit der Gelbwestenbewegung in Frankreich, die Inkonsequenz der Italiener, die doch etwas egoistische Wirtschaftskompetenz der Deutschen und überspitzte Konsumbedürfnisse thematisiert. Aber auch das Verhältnis der EU zu Russland ist Gegenstand der Handlung, indem man den russischen General Libenskof von der Seitenbühne singen lässt, bis er dann per AEROFLOT in den EU-Kreis einfliegt. Der Brexit beginnt eigentlich, indem der Lord Sidney (Georg Zeppenfeld) erstmal seine Queen in ihrer Bedeutungslosigkeit regelrecht bloßstellt, bevor er seine Situation beklagt und versucht zu verbessern. Natürlich spielt auch die EU-Bürokratie und die Selbstdarstellungswut eine wesentliche Rolle, während auf einer Bildwand die dringendsten Probleme Europas und seines Umfelds thematisiert werden.

Diese Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation der Europäischen Union versucht ein Zauberkünstler-Paar mit Corinna (Elena Gorshunova) und einer weißen Taube die europäische Einigung herbei zu zaubern. Als aber die EU-Fahne abgehängt wird, ist „Europa“ nicht wo erwartet und die Europafahne wandelt sich in eine britische. Gesungen wurde die in einem Akt mit zwei Bildern komponierte Oper in der italienischen Originalsprache. So hatte Georg Zeppenfeld seinen Kummer-Text über die scheinbar unerwiderte Liebe zur Elena Gorshunova in seine Unzufriedenheit mit der Abkehr Großbritanniens darzustellen, bis ihm ein  Boris Johnson -Statist die Flause austrieb.

Im zweiten Teil der Aufführung versuchte Laura Scozzi mit Optimismus die Möglichkeiten der Europäischen Einheit zu entwickeln, was mit der EU-Hymne und dem Wunsch “Einheit durch Vielfalt“ eingeleitet wurde. Einen breiten Zeitanteil gibt das Original von 1825 der Entwicklung eine Liebesbeziehung zwischen dem Russen Libenskof und der Polin Marchesa Melibea. Das nutzte die hochpolitische Inszenierung, das schwierige Verhältnis zwischen den beiden Nationen zu verbessern. Da assistierten Angela Merkel und Emmanuel Macron. Auch wurde Gebärdensprache eingesetzt. Aber auch die Belastung der Schleppe der stilisierten polnischen Braut blieb nicht ausgespart.

So enthielt auch dieser Teil der Aufführung schier unendlich viele prachtvoll umgesetzte Regieeinfälle, wie die Europäische Einigung vorangetrieben werden könnte. Hemmende Erscheinungen, wie separatistische Bestrebungen und Populismus blieben nicht ausgespart. Auch dass Angela Merkel den französischen Präsidenten Emmanuel Macron mal verprügeln musste, war Teil des Einigungsprozesses.

Als ein Streik bei der Air France Zeit für eine Bestandsaufnahme schaffte, wurden noch einmal die Möglichkeiten des Regietheaters zur Darstellung der Vielfalt genutzt, als die EU-Oberen mit ihrem Gepäck und den dazu gehörigen Anspielungen auf ihre nationalen Eigenheiten aus der Szene gefahren wurden. Beim anschließenden Bankett wurden noch einmal mit Nationalhymnen und landestypische Musik dargeboten. Abschließender Höhepunkt sollte die Europa-Corinna darstellen. Aber so wie ihr Landes-Symbol-Sterne als das Rest-EU-Trennende abgenommen wurde, wurde ihr Jubelgesang müder und sie sank zu Boden. Gewissermaßen als Warnung an eine einsetzende Trägheit des scheinbar geeinten Kontinents stürmten junge Menschen auf die Bühne , zerstörten das Geschaffene und schafften Platz für Neues und für die Bewältigung der Probleme zum Beispiel in Afrika und Arabien.

Da Handlungen und Text nur wenig miteinander korrespondieren war Laura Scozzis straffe Personenführung besonders wichtig. Vom Opernhaus waren zehn Hauptpartien, zwölf Nebenrollen, Chor, Tänzer sowie das Orchester zu besetzen.

Rossinis Marchesa Melibea mutiert zur polnische EU-Vertreterin

Rossinis polnische Edelfrau Marchesa Melibea mutierte bei Scozzi zur Vertreterin Polens; von der russischen Mezzosopranistin Maria Kataeva mit warmer Stimme gesungen und angeregt philosophierend-flirtend gespielt. Ihre delikate präzise Stimmführung und exakte Intonation waren begeisternd. Ihre Darstellung der Beziehung zu Libenskof trug wesentlich zum musikalischen Niveau des Abends bei.

Semperoper Dresden / Die Reise nach Reims - hier : die EU mit Tilman Rönnebeck (Don Prudenzio), Menna Cazel (Maddalena), Gerald Hupach (Gelsomino), Do?ukan Kuran (Antonio) © Semperoper / Ludwig Olah

Semperoper Dresden / Die Reise nach Reims – hier : die EU mit Tilman Rönnebeck (Don Prudenzio), Menna Cazel (Maddalena), Gerald Hupach (Gelsomino), Do?ukan Kuran (Antonio) © Semperoper / Ludwig Olah

Die junge französische Witwe Contessa di Folleville, ständig in der Sorge um ihre extra nach der neuesten Mode geschneiderten Kleider, wurde anmutig und temperamentvoll gespielt und mit klaren prächtigen Koloraturen von der aus Finnland stammenden Ensemblesängerin Tuuli Takala mit sichtbarer Freude gesungen und gespielt. Ihr Cousin Don Luigino singt der ob der Strahlkraft seiner Stimme in das Semperoper-Ensemble aufgerückte gesangstechnisch versierte koreanische Tenor Beomjin Kim.

Für Belcanto-Hohepunkte im Operngeschehen hatte die aus Rom angereiste und dort offenbar künstlerisch Tätige Corinna alias Elena Gorshunova mit ihrem wunderbar klaren Sopran zu musikalischen Höhepunkten gesorgt. Dabei hatte sich die Russin unter Einsatz ihrer schönen Höhe mit einigen Liebhabern abzugeben.

Als aus Tirol zugereiste Organisations-Chefin der Kommission-Bürokratie Madame Cortese agierte die Sopranistin Iulia Maria Dan. Die Sängerin stammt aus Rumänien und ist seit der laufenden Spielzeit Ensemblemitglied. Geistvoll liebenswert gestaltete sie ihre Partie und meistert ohne Schwierigkeiten die Höhen und Pianostellen ihrer Partie.

Mit einem hellen festen Tenor und mühelosen Koloraturen bewältigt der als Rossini Spezialist aus Brasilien angereiste Daniel Umbalino den Chevalier Belfiore, der ständig den Damen den Hof machte und bei der Contessa ziemlich weit kam.

Von ungestümen Wesen, eifersüchtig und verliebt in die polnische Witwe bot der aus Uruguay gekommene Tenor Edgardo Roche den russischen Libenskof. Mit einer Neigung zum Kehlkopfakrobaten sang er mit Glanz, klangschöne beeindruckende Koloraturen bei der textfremden Annäherung seines Landes zur Europäischen Union.

Der englische Oberst Lord Sidney, etwas verklemmt in Corinna verliebt, fand in Georg Zeppenfeld einen hervorragend-zurückhaltenden Darsteller und den gewohnt ausdrucksstarken und traumwandlerisch sicheren Sänger, wie er seinen eigentlichen Liebeskummer in Brexit-Kummer umsetzte.

Dem stimmlichen Schwergewicht aus Italien Maurizio Muraro war der Literat und besessene Sammler Don Profondo anvertraut worden. Mit kantigem Gesang pflegt er seine Freundschaft mit Corinna und seine Solidarität mit Griechenland.

Die Reise nach Reims – Making of .. Sopranistin Elena Gorshunova (Corinna)
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Der aus den Niederlanden gekommene Martin-Jan Nijhof und seit 2016 Mitglied des Semperopern-Ensembles bekam mit dem deutschen Major Barone di Trombonok eine recht anspruchsvolle Aufgabe. Vor allem in der Schluss-Szene kann er seinen kraftvollen satten Bassbariton ordentlich einsetzen. Als leidenschaftlicher in die Polin Marchesa Melibea verliebter spanischer Grande Don Alvaro stellte sich der von der Oder stammende Bernhard Hansky, vormals Ensemble-Mitglied, als Gast vor.

Von den Sänger-Darstellern der Nebenrollen gefielen uns vor allem die Mitglieder des Jungen Semper-Ensembles Anna Kudriashova als griechische Waise Delia, Menna Cazel als spritzig Kokette Hausdame Maddalena und Dogukan Kuran als Bass-Haushofmeister. Auch fielen die etwas zerstreute Zofe Modestina der Tamara Gura mit ihrem warmen timbrierten Mezzo und der Haus-Tenor Gerald Hupach als etwas hart klingender Hausdiener auf.

Als musikalischer Leiter der Premiere hatte Francesco Lanzillotta die Zügel des Spektakels straff in der Hand. Er ließ die Musiker der Staatskapelle knackig und diszipliniert energiegeladen aufspielen, ließ dabei immer den Sängern ihren Freiraum. Der Chor, am Semperhaus letztmalig von Jörn Hinnerk Andresen einstudiert, hatte das  schon gewohnte hohe Niveau. Tolle Leistungen kamen auch von den Tänzern.

Das von Natacha Le Guen Kerneizon gestaltete Bühnenbild war funktionell, die Kostüme der Fanny Brouste und Fabio Antocis Lichtgestaltung spiegelten die EU-Gepflogenheiten.

Dank der Nummernstruktur der „Oper“ störte der Szenen-Beifall ausnahmsweise nicht. Der Schlußbeifall war stürmisch und langanhaltend, was Buh-Rufer auszusetzen hatten war nicht erkennbar. Laura Scozzi saß während der Vorstellung fast direkt vor mir, so dass ich sehen konnte, dass sie nahezu keine Reaktion auf das gebotene zeigte.

—| IOCO Kritik Semperoper Dresden |—

Dresden, Semperoper, Premiere Il viaggio a Reims, 28.09.2019

September 16, 2019 by  
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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Erste Premiere der Spielzeit 2019/20 am 28. September 2019 – Laura Scozzi seziert europäische Befindlichkeiten

Gioachino Rossinis Oper »Il viaggio a Reims/Die Reise nach Reims« eröffnet am Sonnabend, den 28. September 2019, an der Semperoper Dresden den Premierenreigen der Saison 2019/20.
Eigens für die Krönungsfeierlichkeiten Karl X. schuf Rossini als monarchistisches Auftragswerk seine ungewöhnliche und personell aufwendige Komposition um eine Gruppe von europäischen »Individualreisenden«, deren unerwarteter Reisestopp nach einigen Turbulenzen in einem Nationalitäten umarmenden Fest endet. Zum ersten Mal kommt das 1825 uraufgeführte Werk nun in Dresden zur Aufführung, wo sich das Opernpublikum neben den Leistungen der Koloraturinterpreten auf das »Gran pezzo concertato a 14 voci«, das außerordentliche vierzehnstimmige A-capella-Ensemble, freuen darf. Unter der Musikalischen Leitung von Francesco Lanzilotta begleitet die Sächsische Staatskapelle Dresden das hochkarätige Ensemble unter anderem um Elena Gorshunova, Maria Kataeva und Tuuli Takala sowie Maurizio Muraro, Edgardo Rocha und Georg Zeppenfeld. Der Sächsische Staatsopernchor Dresden verabschiedet sich mit dieser Produktion von seinem langjährigen Chordirektor, Jörn Hinnerk Andresen, der im Oktober dem Ruf einer Professur ans Mozarteum Salzburg folgt.

Bereits 2012 brachte die in Paris lebende italienische Regisseurin Laura Scozzi Rossinis Nationen kolorierendes Dramma giocoso als aberwitziges Euro-Panoptikum auf die Bühne des Nürnberger Staatstheaters. Für die Dresdner Inszenierung folgt sie der Einladung Peter Theilers, diesen Gedanken mit Bezug auf aktuelle europäische Befindlichkeiten weiterzuentwickeln und die sich jeder konkreten Handlung entziehende Charakterstudie einer multikulturellen Reisegesellschaft den aktuellen politischen Strömungen anzupassen. Mit der Inszenierung für die Semperoper Dresden setzt Peter Theiler zu Beginn seiner zweiten Spielzeit als Intendant den Anspruch an ein sowohl der Tradition wie der Moderne verpflichtetes Musiktheater fort, das auf künstlerisch höchstem Niveau zur Auseinandersetzung mit zeitlos aktuellen Gesellschaftsthemen anregt.

Gioachino Rossini »Il viaggio a Reims/Die Reise nach Reims«

Premiere am Sonnabend, 28. September 2019 um 18 Uhr in der Semperoper Dresden.

Weitere Vorstellungen am 3., 6., 9., 20., 25. Oktober und 4. November 2019.

Werkeinführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Karten für die Vorstellungen sind an der Schinkelwache am Theaterplatz (T +49 (0)351 4911 705) und online erhältlich. Weitere Informationen unter semperoper.de

—| Pressemeldung Semperoper Dresden |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Spielplan September/Oktober 2019

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de


Oper und Ballett am Rhein im September/Oktober 2019


Fr 06.09. – 20.00 Uhr
Opernplatz vor dem Theater Duisburg
4. Haniel Klassik Open Air

Stimmungsvolle Klassik unter freiem Himmel – und zum krönenden Abschluss ein Feuerwerk: Erneut wird die Saison in Duisburg festlich mit dem HANIEL KLASSIK OPEN AIR eröffnet. Schon zum vierten Mal ermöglicht das renommierte Familienunternehmen Haniel gemeinsam mit der Deutschen Oper am Rhein, den Duisburger Philharmonikern und dem Theater Duisburg ein großes Konzert unter dem Motto „umsonst und draußen“.

Solist*innen des Ensembles, der Chor und Extrachor sowie die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Axel Kober präsentieren ein vielfältiges Programm mit Ausschnitten aus „Fidelio“, „Aida“ und „Samson et Dalila“. Es moderiert Götz Alsmann, der in diesem Jahr von seiner Band begleitet wird.

Am Samstag, 7. September 2019, stehen härtere Töne auf dem Programm des Open-Airs. So ist es gelungen, u. a. die Schweizer Hard-Rock-Band „Gotthard“ zu verpflichten. Am Sonntag wird das Programm mit einem Matinée-Konzert für die ganze Familie, unter anderem mit dem Kinderchor am Rhein, fortgesetzt.

Programm zum 4. Haniel Klassik Open Air


Sa 07.09. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme: „La traviata“ von Giuseppe Verdi

Auf einem ihrer opulenten Feste wird Alfredo auf Violetta aufmerksam. Bei einem plötzlichen Schwächeanfall der Gastgeberin kommen sie sich näher, verlieben sich und beschließen, vor den Toren von Paris ein neues Leben miteinander zu beginnen. Doch die ländliche Idylle ist trügerisch. Alfredos Vater will die ehemalige Edelkurtisane in seiner Familie nicht dulden und setzt Violetta derartig unter Druck, dass sie schließlich auf Alfredo verzichtet. Verzweifelt kehrt sie in ihr früheres Leben zurück – und geht zu Grunde.

Mit seiner Violetta Valéry schuf Giuseppe Verdi einen neuen Mythos des Weib­lichen: eine beseelte, faszinierend sinnliche Frau von auratischem Zauber. An der Deutschen Oper am Rhein wird sie im September/Oktober von Adela Zaharia ebenso wie von Anna Princeva und Eleonore Marguerre verkörpert. Am 12. Sep­tem­ber stellt sich Marie Jacquot bei „La traviata“ als neue Erste Kapellmeisterin der Deutschen Oper am Rhein vor.

Termine, Besetzungen, Tickets


So 08.09.-18.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme: „Tosca“ von Giacomo Puccini

Die Opernsängerin Floria Tosca lebt ganz für ihre Kunst und ihre Liebe zu dem Maler Cavaradossi. Als dieser wegen seiner politischen Aktivitäten gegen das unmenschliche Regierungsregime ins Visier von Baron Scarpia gerät, sieht auch sie sich dem brutalen Polizeichef ausgeliefert…

Mit „Tosca“ komponierte Giacomo Puccini eine schonungslose Abrechnung über Machtmissbrauch, politische Willkür und polizeistaatliche Machenschaften. Sie ist aber auch eine zutiefst berührende Liebesgeschichte und leidenschaftliche Mani­festation der um das Jahr 1900 bereits aussterbenden italienischen Gesangsoper, in der „Verismo“ couragiertes Handeln und klare Parteinahme für die Opfer bedeutet. Alternierend mit Alex Penda singt Ensemblemitglied Morenike Fadayomi die Titelpartie. Eduardo Aladrén und Najmiddin Mavlyanov sind in der Rolle des Malers Cavaradossi, Lucio Gallo und James Rutherford als Scarpia zu erleben.


So 15.09. – 18.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme: „Roméo et Juliette“ von Charles Gounod

Ein Sommernachts-Albtraum: In einer heißen Augustnacht trifft Roméo zufällig auf Juliette. Es ist Liebe auf den ersten Blick, allerdings eine verbotene, denn Juliette muss am nächsten Morgen Pâris heiraten. Doch die Macht der Liebe wirkt wie eine Droge, ein dunkel-süßes Gift mit tödlichem Ausgang…

Charles Gounod (1818–1893) schuf mit seiner Adaption von Shakespeares „Romeo und Julia“ ein Meisterwerk der französischen Opernromantik voller Poesie, Leidenschaft und packender Dramatik: eine Liebesgeschichte wie ein Krimi, eine Familientragödie voller Gesellschaftskritik. An der Deutschen Oper am Rhein ist es in der Deutung des jungen Regisseurs Philipp Westerbarkei zu sehen, der in dieser Saison auch Puccinis „La Bohème“ inszeniert.

Infos zum Stück, Termine, Besetzung und Tickets


Fr 20.09. – 16.00 Uhr
Foyers des Düsseldorfer
Opernhauses
Geisterstunde im Opernhaus

Vor der Düsseldorfer Premiere von „Geisterritter“ öffnet die Oper ihre Foyers und gibt das Haus für alle Premierenkartenbesitzer frei zum Eingruseln. Ab 16.00 Uhr können junge Zuschauer*innen zur Einstimmung auf die Jugendoper nach dem Bestseller von Cornelia Funke mit Schauspieler Cedric Sprick den Kröten-Rap lernen, Gruselfilme synchronisieren oder sich als Untote schminken lassen.


Fr 20.09. – 18.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE: Jugendoper „Geisterritter“ von James Reynolds

Es ist zum Gruseln: Kaum ist Jon Whitcroft unfreiwillig in ein alt­ehrwürdiges Internat in Salisbury eingezogen, trachtet ihm dort der Geist von Lord Stourton nach dem Leben. Seine Mitschüler, die den Geist nicht sehen können, halten Jon für verrückt – nur seine Klassenkamera­din Ella glaubt ihm. Gemeinsam mit Ellas eigenwilliger Großmutter Zelda und der zum Leben erwachten Statue des Ritters William Longspee nimmt der Junge den Kampf mit seinem untoten Gegner auf …

Für die Kooperation „Junge Opern Rhein Ruhr“ autorisierte die Bestsellerautorin Cornelia Funke erstmals die Vertonung einer ihrer erfolgreichen Romane. Regisseur Erik Petersen schuf hierzu eine fantasievolle Inszenierung, für die das bekannte Videokünstlerduo fettFilm das multimediale Setting bereitstellte. Nach ihrem großen Erfolg in Bonn und Duisburg feiert James Reynolds Jugendoper „Geisterritter“ jetzt in Düsseldorf Premiere.


Fr 20.09. – Sa 28.09.
Orchard Hall Tokyo
Hyogo PAC Osaka
Martin Schläpfers „Schwanensee“ auf Japan-Tour

In Tokyo und Osaka bringen die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts am Rhein das bekannteste Ballett der Welt in der Version von Martin Schläpfer auf die Bühne. Schläpfer rückt „all die faszinierenden Dunkelheiten, psychischen Geheimnisse und Archetypen“ mit seiner ganz eigenen, ebenso physischen wie hochexpressiven Tanzsprache in den Mittelpunkt und entführt das Publikum in eine Welt, „in der Geister und Unerklärbares noch nicht als Hirngespinste gelten“.


Di 24.09. – 18.00 Uhr Theater Duisburg
Opernwerkstatt: „Pique Dame“

Ein Podiumsgespräch mit beteiligten Künstlern und ein exklusives Probenerlebnis geben bei freiem Eintritt erste Einblicke in die Duisburg-Premiere von Tschaikowskys „Pique Dame“.


Sa 28.09. – 19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE: „Pique Dame“ von Peter Iljitsch Tschaikowsky

Spielsucht, Geld und Liebesverlangen, das sind die drei Motive, um die sich Tschaikowskys Seelendrama „Pique Dame“ rankt. Hermann, ein haltloser junger Offizier, Lisa, eine von ihm leidenschaftlich geliebte, aber unerreichbar scheinende Frau und deren Großmutter, eine geheimnisumwitterte Gräfin, sind die Hauptfiguren in dem tragischen Spiel um persönliche Zuneigung und gesellschaftliche Anerkennung.

Die US-amerikanerische Regisseurin Lydia Steier findet im Hollywood der 1950er Jahre den Rahmen für ihre bildgewaltige Inszenierung, die am letzten September-Wochenende die Opernsaison im Theater Duisburg eröffnet. Unter der musikalischen Leitung von Aziz Shokhakimov sind Sergej Khomov als Hermann und Sarah Ferede als Lisa zu erleben. Renée Morloc verkörpert die geheimnisvolle Gräfin.

Infos zum Stück, Termine, Besetzung und Tickets


Mi 02.10. – 19.30 Uhr
Theater Duisburg
Wiederaufnahme: „La Cenerentola“ von Gioacchino Rossini

Cenerentola ist das Aschenputtel der Opernbühne. Allerdings ist sie keine reine Märchenfigur, sondern die Heldin einer turbulenten Musikkomödie. Zwar ist

auch Cenerentola gestraft mit einem hartherzigen Stiefvater und zwei selbstsüchtigen Stiefschwestern, die ihr das Leben schwer machen. Aber anders als im Märchen gelingt ihr die Verwandlung in eine schöne Dame, die der Prinz Ramiro zu seiner Frau erwählt, durch die Hilfe des weisen Philosophen Alidoro. Dabei spielen Verkleidungen und das Verhältnis von Sein und Schein eine große Rolle. In der legendären Inszenierung des großen Regiemeisters Jean-Pierre Ponnelle hat diese Geschichte durch szenischen Witz, Opernmagie und prallen Humor längst Unsterblichkeit erlangt. In Duisburg singen Miriam Albano (2.10.) und Maria Kataeva die Titelpartie.

Infos zum Stück, Termine, Besetzung und Tickets


Do 03.10. – 18.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Reprise: „Schwanensee“ von Martin Schläpfer

Direkt im Anschluss an sein Japan-Gastspiel bringt das Ballett am Rhein Martin Schläpfers „Schwanensee“ im Opernhaus Düsseldorf auf die Bühne.

Prinz Siegfried soll heiraten, doch er ist jung und sehnt sich nach dem Leben. Mitten in der Nacht wird er tief im Wald an einem geheimnisvollen See von einem Mädchen magisch angezogen. Odette ist in einem bösen Zauber gefangen und nimmt nur, wenn es dunkel wird, für einige Stunden menschliche Gestalt an …


Mi 09.10. – 18.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Opernwerkstatt zur Premiere von „Samson et Dalila“

Die Opernwerkstatt zur ersten Neuproduktion der Spielzeit macht die Zuschauer mit Camille Saint-Saëns‘ französischer Oper „Samson et Dalila“ vertraut. Der Eintritt zum Gespräch und zum Probenbesuch ist frei.


So 13.10. – 15.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme: „Petruschka / L’Enfant et les Sortilèges“
von Igor Strawinsky / Maurice Ravel

Ganz ähnlich wie „Die Zauberflöte“ fasziniert der Doppelabend „Petruschka / L’Enfant et les Sortilèges“ durch das überraschende Zusammenspiel von Orchestermusik, Artisten und Sängerinnen auf der Bühne und filmischer Animation. Ein russischer Jahrmarkt und ein französisches Kinderzimmer sind die Schauplätze, die die britische Theatergruppe „1927“ in einer überbordenden Bilderwelt lebendig werden lässt. Dazu erklingen Strawinskys Ballettmusik und Ravels Operneinakter.


Do 17.10. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme: „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart

Don Giovanni, dem großen Frauenverführer in Mozarts Oper, misslingen alle Liebesabenteuer, was seiner Anziehungskraft allerdings nicht schadet. Im Gegenteil. Mozarts Musik schafft das Kraftfeld, in dem sich alles um ihn herum auflädt. Wer auf Don Giovanni trifft, kann sich dieser Energie nicht entziehen. Er muss ihr stand­halten, wenn er nicht untergehen will in der regellosen Freiheit, die Don Giovanni als genuss­vollen Weg propagiert, sich von Konventionen und vorgefer­tig­ten Lebensmustern zu befreien.


Fr 18.10. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE: „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saëns

Als sich Samson an die Spitze des Hebräer-Aufstandes stellt, fasst sein unterjochtes Volk neuen Mut. Im Kampf gegen die herrschenden Philister ist seine über­mensch­liche Kraft eine tödliche Waffe und erringt den Rebellen Sieg um Sieg. Nur einem Gegner ist Samson nicht gewachsen: der erotischen Anziehungskraft der schönen Dalila. Mit ihren Verführungskünsten umgarnt sie den verhassten Feind, um ihm das Geheimnis seiner Stärke zu entlocken…
Joan Anton Rechi, der an der Deutschen Oper am Rhein zuletzt sehr erfolgreich „Madama Butterfly“ inszenierte, setzt Camille Saint-Saëns‘ französische Oper in Szene. Michael Weinius – in der vergangenen Spielzeit als Siegfried gefeiert – ist Samson, Ramona Zaharia die große Verführerin Dalila.


So 20.10. – 11.00 Uhr
Foyer im Opernhaus Düsseldorf
Symphoniker im Foyer: Barocke Kantaten

Johann Sebastian Bachs weltliche Kantate „Ich bin in mir vergnügt“ BWV 204 steht im Zentrum der barocken Sonntagsmatinee. Die Sopranistin Sylvia Hamvasi interpretiert das charmante, 8-sätzige Werk gemeinsam mit Solo-Flötistin Ruth Legelli, Solo-Oboistin Gisela Hellrung und weiteren Mitgliedern der Düsseldorfer Symphoniker. Weitere Werke Bachs runden das Programm ab und sorgen für einen beschwingten Start in den Sonntag.


Sa 26.10. – 19.00 Uhr
Theater Duisburg
und
So 27.10. – 19.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

„With Love from Moscow“: Gala-Konzerte der Helikon-Oper Moskau

2019 ist Deutschland Gastgeber für das russische Kulturfestival „Russian Seasons“, das die vielfältige russische Kultur in Ausstellungen, Festivals und Konzerten präsentiert, um den interkulturellen Dialog und die partnerschaftlichen Beziehungen zu fördern.
Mit der Moskauer Helikon-Oper verbindet die Deutsche Oper am Rhein seit der gemeinsamen Produktion „Der goldene Hahn“ 2016 eine erfolgreiche Zusammenarbeit und künstlerische Freundschaft, die weiter vertieft wurde durch Gala-Konzerte in Düsseldorf im Mai 2017 und in Moskau im September 2018, bei denen Ensemble­mit­glieder beider Häuser gemeinsam auf der Bühne standen. Nun gibt es ein Wiedersehen, wenn die Helikon-Oper mit 12 ihrer besten Solist*innen, Chor und Orchester für zwei Gala-Konzerte nach Duisburg und Düsseldorf kommt. Mit großen Arien, Ensembles und Chorszenen von Peter Iljitsch Tschaikowsky und Giuseppe Verdi schlägt sie auch musikalisch eine Brücke nach Russland.

Die Schirmherrschaft übernimmt Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen


—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Maria Kataeva – Erfolg bei Operalia 2019

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Maria Kataeva © Andreas Endermann

Deutsche Oper am Rhein / Maria Kataeva © Andreas Endermann

 Maria Kataeva – Erfolgreich bei Operalia 2019

Die Mezzosopranistin aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein gewinnt den zweiten Preis und den Publikumspreis beim Gesangswettbewerb in Prag

Maria Kataeva, Mezzosopranistin im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein, geht als zweifache Preisträgerin aus Plácido Domingos Gesangswettbewerb Operalia 2019 hervor. Sie gewann sowohl den zweiten Preis als auch den Publikumspreis des international bedeutenden Opernwettbewerbs. Damit ist zum zweiten Mal in Folge ein Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein als Sieger oder Zweitplatzierte bei diesem Wettbewerb hervorgegangen, der als der wichtigste weltweit gilt. (Adela Zaharia gewann 2017 den ersten Preis.)

Die Finalrunde wurde am Freitag, 26. Juli 2019, im Nationaltheater Prag ausgetragen. Zum Abschluss der sechs intensiven Wettbewerbstage präsentierte Maria Kataeva hier die Arie der Angelina „Nacqui all’affanno e al pianto“ aus Gioachino Rossinis Oper La Cenerentola.

Deutsche Oper am Rhein / Maria Kataeva als Angelina in La Cenerentola“ an der Deutschen Oper am Rhein © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Maria Kataeva als Angelina in La Cenerentola an der Deutschen Oper am Rhein © Hans Jörg Michel

„Wir sind sehr stolz auf Maria Kataeva, und ich gratuliere ihr sehr herzlich zu diesem fantastischen Erfolg“, sagt Generalintendant Christoph Meyer. Maria Kataeva ist nach dem Sieg von Adela Zaharia vor zwei Jahren eine weitere Künstlerin der Deutschen Oper am Rhein, die mit ihrer Auszeichnung bei einem der renommiertesten Wettbewerbe der Welt beweist, auf welch hervorragendem Niveau sich das Ensemble der Deutschen Oper am Rhein befindet.“

Maria Kataeva studierte in St. Petersburg. Ihre Opernlaufbahn begann 2011 im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein, von dort wurde sie 2013 fest ins Ensemble übernommen. Die Titelpartie in Rossinis La Cenerentola gehört auch hier zu ihren Glanzrollen. Große Erfolge feierte sie in Düsseldorf und Duisburg zuletzt auch als Elisabetta in Donizettis Maria Stuarda und als Polina in Tschaikowskys Oper Pique Dame.

Deutsche Oper am Rhein / Maria Kataeva als Elisabetta in „Maria Stuarda“ an der Deutschen Oper am Rhein © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Maria Kataeva als Elisabetta in „Maria Stuarda“ an der Deutschen Oper am Rhein © Hans Jörg Michel

In Düsseldorf gibt Maria Kataeva in der Spielzeit 2019/20 ihre Rollendebuts als Ruggiero in der Neuinszenie­rung von Georg Friedrich Händels Barockoper Alcina und als Eboli in Giuseppe Verdis Don Carlo. Als Angelina in Rossinis La Cenerentola ist ab 17. Oktober in Duisburg und ab 3. Mai in Düsseldorf zu erleben.

Der 1993 von Plácido Domingo ins Leben gerufene Wettbewerb Operalia beflügelte die Karrieren von Opernstars wie Sonya Yoncheva, Joyce DiDonato, Nina Stemme, José Cura und Rolando Villazón. Ein Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein gewann ihn bereits vor zwei Jahren: Die Sopranistin Adela Zaharia wurde bei Operalia 2017 mit dem ersten Preis und dem Zarzuela-Preis ausgezeichnet.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

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