Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Le Nozze di Figaro – Live – Pilotprojekt, IOCO Aktuell, 29.03.2021

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Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

 Le Nozze di Figaro – Wolfgang A. Mozart

Ab 2. April 2021 – Live – Vor getestetem Publikum

LE NOZZE DI FIGARO von Wolfgang A. Mozart als Online-Premiere am 1. April auf MEZZO TV und auf der Webseite der Staatsoper sowie im Rahmen des Berliner Pilotprojekts Testing als Live-Vorstellung am 2. April mit getestetem Publikum – der Vorverkauf beginnt am 18. März um 12 Uhr

Am 1. April feiert Wolfgang Amadeus Mozarts LE NOZZE DI FIGARO in der Regie von Vincent Huguet und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim als Stream auf MEZZO TV und auf der Webseite der Staatsoper Unter den Linden www.staatsoper-berlin.de Premiere.

  • Nachträgliche Information:  Die oben für den 2. April als halb-öffentlich angekündigte Premiere fand doch ohne Publikum im Haus, nur im Radio und per Stream statt..

Am 2. April wird es in der Staatsoper Unter den Linden eine Live-Vorstellung vor getestetem Publikum geben. Die Vorstellung findet im Rahmen des Pilotprojekts Testing der Senatsverwaltung für Kultur und Europa –  IOCO berichtete – link HIER!) statt, bei dem die logistische Machbarkeit von Veranstaltungen in Verbindung mit SARS-CoV-2-Antigen-Tests geprüft wird.

Der Vorverkauf für die Vorstellung beginnt am 18. März, 12 Uhr. Tickets sind zu einem Einheitspreis von 25 Euro über die Webseite der Staatsoper erhältlich. Die Tickets sind personalisiert und können nicht weitergegeben werden.

  Staatsoper Unter den Linden: STAATSKAPELLE – BARENBOIM 14.3.2021
youtube Trailer Staatsoper Unter den Linden, Berlin
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Alle Besucherinnen und Besucher müssen am Tag der Veranstaltung einen SARS-CoV-2-Antigen-Test in einem der teilnehmenden Testzentren durchlaufen. Bei Eintritt weisen die Besucherinnen und Besucher ihr tagesaktuelles negatives Test-Ergebnis, ihr personalisiertes Ticket sowie ihren Personalausweis vor. Die SARS-CoV-2-Antigen-Testung ist für das Publikum im Rahmen des Pilotprojekts kostenfrei. Die Besucherinnen und Besucher erhalten nach dem Ticketkauf einen Link zu den teilnehmenden Testzentren und buchen dort eigenständig ihren Testtermin. Während der Veranstaltung sind das Tragen eines medizinischen Mund-Nasenschutzes oder einer FFP2-Maske sowie die Einhaltung der geltenden Hygieneregeln vorgeschrieben. Weitere Informationen:

https://www.staatsoper-berlin.de/de/staatsoper/news/berliner-pilotprojekt-testing.182/

Regisseur Vincent Huguet, der gemeinsam mit GMD Daniel Barenboim die drei Da-Ponte-Opern Mozarts als einen zusammenhängenden Zyklus angelegt hat, siedelt die Handlung in den 1980er Jahren an, in einem Ambiente, das wesentlich vom Stil und von der Atmosphäre jener Zeit lebt.
Obwohl LE NOZZE DI FIGARO ein Musterbeispiel einer musikalischen Komödie ist, besitzt dieses Meisterwerk des Opernrepertoires einen Charakter, der weit über dieses Genre hinausweist. Menschlich-Allzumenschliches wird in ihm thematisiert, das Humane in seiner Ganzheitlichkeit zur Darstellung gebracht, mit einer enormen Bandbreite unterschiedlichster Emotionen. Mozart lässt seine Figuren so sein, wie menschliches Denken, Handeln und Fühlen von Natur aus ist – leicht und schwer, heiter und ernst, humorvoll und melancholisch, einschließlich zahlreicher anderer Facetten.

Zum Ensemble gehören Elsa Dreisig (Gräfin Almaviva, Rollendebüt), Nadine Sierra (Susanna), Emily D’Angelo (Cherubino), Katharina Kammerloher (Marcellina), Gyula Orendt (Graf Almaviva, Rollendebüt), Riccardo Fassi (Figaro), Siegfried Jerusalem (Don Curzio), Stephan Rügamer (Basilio), Maurizio Muraro (Bartolo), David Oštrek (Antonio) sowie Liubov Medvedeva (Barbarina), die zum von der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung geförderten Internationalen Opernstudio gehört. Darüber hinaus singt der Staatsopernchor, einstudiert von Martin Wright. Es spielt die Staatskapelle Berlin. Das Bühnenbild hat Aurélie Maestre entworfen, die Kostüme stammen von Clémence Pernoud.

Für die Vorstellung am 2. April steht ein begrenztes Kontingent an Pressekarten zur Verfügung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Anfragen bis zum 23. März sammeln und im Anschluss nach Verfügbarkeit die Bestätigungen versenden. Im Rahmen der Pilotvorstellung muss die Presse ebenso wie das Publikum das Testing-Prozedere durchlaufen. Ihre Anfrage schicken Sie bitte an: pressoffice@staatsoper-berlin.de

LE NOZZE DI FIGARO  –  Wolfgang Amadeus Mozart
Text von Lorenzo Da Ponte nach Pierre Augustin Caron de Beaumarchais
Online-Premiere am 1. April 2021 auf MEZZO TV und www.staatsoper-berlin.de
Live-Vorstellung am 2. April 2021 vor getestetem Publikum im Rahmen des Pilotprojekts Testing der Senatsverwaltung für Kultur und Europa

—| IOCO Aktuell Staatsoper Unter den Linden |—


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Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Die Hochzeit des Figaro – Wolfgang A Mozart, IOCO Kritik, 17.09.2020

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Die Hochzeit des Figaro – Wolfgang Amadeus Mozart

Aufbegehren des Individuums gegen das Establishment

von Ingrid Freiberg

Für Mozart war sein Librettist Lorenzo da Ponte ein kongenialer Partner: Eigentlich Emmanuele Conegliano war er der Sohn eines jüdischen Vaters, der zum Katholizismus konvertierte, den Namen da Ponte annahm und seinen Sohn zum Priester ausbilden lassen wollte. Er wurde aber wegen Ehebruch aus der Stadt verbannt und gelangte dank der Einladung des sächsischen Hofdichters Mazzolà über Dresden nach Wien, wo ihn Joseph II zum Librettisten der italienischen Oper ernannte. Sein erster großer Erfolg wurde die Bearbeitung von Beaumarchais‘ Le nozze di Figaro für Mozart.

Die Hochzeit des Figaro – Wolfgang A Mozart
youtube Trailer Hessisches Staatstheater Wiesbaden
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Das Stück präsentiert eine zeitlose Liebesgeschichte, eine verspielte Komödie, eine beißende Gesellschaftssatire – und doch greifen alle diese Umschreibungen zu kurz, wollen sie dem Panoptikum an stilistischen und sinnlichen Erfahrungen gerecht werden, die Mozart in seiner Musik entfesselt. Es ist vor allem eines: ein Werk des Umbruchs, ein Stück des stürmischen Drängens nach persönlicher Anerkennung und damit zugleich ein überzeitlich erfahrbares Sinnbild für das Aufbegehren des Individuums gegen das Establishment. Da Ponte und Mozart begannen, sehr ungewöhnlich, ohne Auftrag mit der Arbeit. Der Librettist, den der Kaiser schätzte, vermochte die Vorbehalte zu zerstreuen, indem er ihm versicherte, jeglichen politischen Zündstoff zu entschärfen. Zeitlich wenige Jahre nach dem Barbier angesiedelt steht Figaro, inzwischen wieder Bediensteter im Schloss des Grafen, kurz vor der Hochzeit mit seiner geliebten Susanna, der ersten Kammerdienerin der Gräfin. Der Graf versucht allerdings seinem Diener die Braut abspenstig zu machen, weil er meint, ein altes Herrenrecht wieder geltend machen zu können. Dass es dieses ius primae noctis in Wirklichkeit nie gegeben hat, ist zwar inzwischen erwiesen, aber es veranschaulicht hier sinnbildlich den Machtmissbrauch des Adels, das eindeutige Fehlverhalten des Grafen. Seine Selbstherrlichkeit, Untreue und die Ausnutzung seiner Machtposition wird unverhohlen thematisiert und kritisiert. Mit Le nozze di Figaro verabschiedet sich Mozart endgültig von den Typisierungen der Buffo-Oper und stellt lebendige, emotionsstarke Menschen auf die Bühne. Nach einer Aufführung in Prag schrieb er: „Ich sah aber mit ganzem Vergnügen zu wie alle diese Leute auf die Musick meines Figaro, in lauter Contretanze und teutsche verwandelt, so innig vergnügt herumsprangen. Denn hier wird von nichts gesprochen als vom Figaro, nichts gespielt, geblasen, gesungen und gepfiffen als Figaro, keine Opera besucht als Figaro und ewig Figaro. gewiss große Ehre für mich….“

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Die Hochzeit des Figaro - hier : Benjamin Russel als Graf Almaviva und Anna El-Kashem als quecksilbrige Susanne © Karl + Monika Forster

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Die Hochzeit des Figaro – hier : Benjamin Russel als Graf Almaviva und Anna El-Kashem als quecksilbrige Susanne © Karl + Monika Forster

Inszenierung und Ausstattung – eine selten dargebotene Harmonie

In Wiesbaden ist anfänglich ein Zeichentrickfilm zu sehen. Anknüpfend an Il barbiere di Siviglia, der am Vorabend Premiere hatte, singt die Maus Jerry die berühmte Kavatine „Largo al factotum della città…“ und triumphiert über den Kater Tom. Eine Vorhersage über das folgende Machtverhältnis zwischen Graf Almaviva und Figaro? Uwe Eric Laufenberg (Inszenierung) macht neugierig! Seine Personenführung ist vortrefflich. Es gelingt ihm, die psychologische Pointierung und die Handlungen der Figuren, auch die sozialen Beziehungen zu vertiefen. Auch gelingt es ihm, deren Persönlichkeit einleuchtend und überzeugend aufzuzeigen. Schon zu Beginn wirkt Susanna egozentrisch und Figaro in den ersten Minuten etwas unbeholfen im Umgang mit seiner Braut. Sie reden aneinander vorbei, das zeigt das erste Duettino. Figaro misst penibel, fast pedantisch den Raum aus, während Susanna von ihrem Schleier spricht. Dabei fragt sie Figaro mit rhetorischem Unterton: „Sieh doch nur, sieh doch nur, meinen Brautkranz!“ Ohne ihr zuzuhören entgegnet er: „Ich schau, ob dieses Bett, das der Graf uns bestimmte, sich hier wohl ausnimmt.

Als er von Susanna vernimmt, dass das großzügige Geschenk zweckgebunden ist, wird er wütend. Die Position von Almaviva wird zusätzlich geschwächt, als Gräfin und Susanna, dem Grafen eine Lektion erteilen, die ihn zur Reue gegenüber seiner Frau bringen soll, indem sie ihn zum Rendezvous mit der als Susanna verkleideten Gräfin locken. Allerdings belastet diese Intrige auch die Beziehung Figaros zu seiner Braut, da er sich aufgrund seiner Unkenntnis betrogen fühlt. Zuletzt klärt sich die Verwirrung auf und die Eintracht zwischen den Paaren wird wiederhergestellt. Zusätzliche Spannung erhält die Handlung durch den Einsatz zahlreicher weiterer Personen, die oft in den ungünstigsten Augenblicken die Handlung kreuzen. Besonders der junge Page Cherubino taucht immer wieder als unberechenbarer Träumer auf, der in seiner unbändigen Leidenschaft für die Frauenwelt, erst Susanna und dann die Gräfin bedrängt, und somit die Eifersucht Figaros und des Grafen herausfordert. Auch der chronisch betrunkene Gärtner Antonio, seine Tochter Barbarina, sowie Bartolo, der Marcellina unterstützt, und Don Basilio, der sich als Ränkeschmied im Auftrag des Grafen versteht, stiften in ihren Nebenrollen zusätzliche Verwirrung. Es bleibt Figaro, der die Rolle des Barbiers von Sevilla mit der des Kammerdieners des Grafen vertauscht – ein Aufsteiger, der es zweifellos noch weit bringen wird. Er ist der Mann, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, jeder Situation gewachsen ist, gesellschaftliche Schranken ohne weiteres zu überspringen vermag, von keiner Schwäche befallen ist. Klug zeigt Laufenberg alle politischen Facetten des Le nozze di Figaro auf, ohne die Form der Commedia per musica zu vernachlässigen. Seine Inszenierung ist unaufgeregt und lässt Raum. Das ist ein gelungener Wurf! Hinzu kommt, dass es ihm gelungen ist, ein hochkarätiges Ensemble zu engagieren.

Wie für Il barbiere di Siviglia ist auch das Bühnenbild für Le nozze di Figaro von Gisbert Jäkel und wie in der Premiere am Vorabend in der Zeit angesiedelt. Und auch in dieser Oper gibt es überraschende Umbauten. Die Räume in Schlossatmosphäre mit Barockmöbeln und dem großen champagnerfarbenen Bett der Gräfin, eine Spielwiese für Gräfin, Rosina und Cherubino, mit zarten weißen Vorhängen, die im Wind spielen, sich daran anschließende Kabinette und ein großes Fenster lassen ungebremst das verwirrende Spiel zu. Fürstlich ausgestattet mit einem prächtigen schwarz-goldenen Schreibtisch mit zwei roten Plüschsesseln ist das Empfangszimmer des Grafen. Höhepunkt sind die räumlichen Chancen und Widrigkeiten der Gartenszene: Die hohen Erwartungen der rollentauschenden Protagonisten und ihre Suche mit Taschenlampen nach den gewünschten Partnern endet fatal zwischen niedergetretenen grünen Hecken und in einem in ihnen versteckten Bett. Die Kostüme von Jessica Karge unterstützen die Inszenierung: Benjamin Russell (Graf Almaviva) mit blonder Perücke ist kaum wiederzuerkennen. Er ist standesgemäß angezogen, bis er sich in der Gartenszene wollüstig seine Kleider vom Leib reißen will. Die elegante Gräfin trägt ein rosafarbenes Negligé und ein bordeauxfarbenes Nachmittagskleid. Susanna ist zunächst eine moderne junge Frau, danach eine klassisch gekleidete Kammerzofe. Der hemdsärmelige Figaro mausert sich optisch zu  einem eleganten Herrn. Der kleine, die Damenwelt verzaubernde Cherubino, gewinnt mit seinem Aussehen als Page, Soldat und Kammerzofe wie auch die ebenfalls sehr zierliche Barbarina, die unschuldig mit weißem Kleid und Pferdeschwanz zu entzücken weiß. Marcellina und Bartolo heben sich mit ihren Kostümen ein wenig ab und demonstrieren damit schon vorab ihre Zusammengehörigkeit, während der Intrigant Basilio optisch nichtssagend daherkommt. Schlurfend alkoholseelig mit schiefsitzendem Hut ist Antonio sofort als Gärtner zu erkennen. Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme bilden eine selten dargebotene Harmonie…

 Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Die Hochzeit des Figaro - hier : Heather Engebretson als Cherubino und Konstantin Krimmel als Figaro © Karl + Monika Forster

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Die Hochzeit des Figaro – hier : Heather Engebretson als Cherubino und Konstantin Krimmel als Figaro © Karl + Monika Forster

Untreu aus Prinzip, eifersüchtig aus Stolz…

Benjamin Russell, seit 2014 Ensemblemitglied am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, überrascht mit jeder neuen Rolle aufs Neue: Als Graf Almaviva betört er mit seinem warmen beweglichen, kraftvollen Bariton und Zwischentönen auf allerhöchstem stimmlichem Niveau. Eine der schönsten Momente des Abends ist, wenn er vor der Gräfin niederkniet und um Verzeihung bittet, vom ergriffenen Ensemble leise nachempfunden – großartig! Seine Gratwanderung zwischen lächerlichem Schürzenjäger und ernstzunehmendem Graf ist überzeugend, eine differenzierte Charakterzeichnung, in der sich fleischliche Begierde mit kultivierten und galanten Zügen mischt.

Zweifellos gehören die Arien „Porgi, amor, qualche ristoro“ und „Dove Sono i bei momenti“, die verdeutlichen, wie sehr die Gräfin durch die Ablehnung ihres Ehemanns verletzt ist, zum Schönsten und Lyrischsten, was je komponiert wurde. Slávka Zámecníková  ist eine höhensichere Gräfin und findet wunderschöne Farben der Sehnsucht mit nobler Melancholie. Sie gibt der Figur einen großen Reichtum an Emotionen. Sie ist eine Gräfin, die fühlt und mitfühlen lässt. Anna El-Khashem, die quecksilbrige Susanna, die an vielen Ensembles (6 Duette, 2 Terzette) beteiligt ist und über Cherubino zweideutig sagt „Oh, in Wahrheit macht er alles gut, was er macht.“ und zur Gräfin „Frauen wie ich haben solche Leiden nicht!“ ist keck und souverän in dieser Rolle. Letztlich hat sie alle Fäden in der Hand. Ausgestattet mit einer brillanten Stimmtechnik, einer Leichtigkeit auch in der hohen Lage, hat ihr Sopran großen klanglichen Facettenreichtum.

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Die Hochzeit des Figaro - hier : Kosntantin Krimmel als Figaro und Franziska Gottwald als Marcellina © Karl + Monika Forster

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Die Hochzeit des Figaro – hier : Kosntantin Krimmel als Figaro und Franziska Gottwald als Marcellina © Karl + Monika Forster

Konstantin Krimmel, ein junger, schlanker, beweglicher Figaro, spricht gleich zu Beginn seiner Kavatine „Se vuol ballare“ vom „Contino“ (Gräfchen), und überspielt damit die soziale Kluft zwischen beiden. Das ist revolutionär, weniger durch die ironische Kampfansage an den Herrn als durch die Siegesgewissheit des überlegenen Dieners. Er verkehrt das Rollenverhältnis, macht sich zum Lehrer und den Grafen zu einer Person, die von ihm lernen kann, prangert auch die Falschheit der Frauen und die Dummheit der Männer an. Und schließlich ist der berühmte Monolog Figaros zu nennen: „Was haben Sie denn getan, um so viele Vorzüge zu verdienen? Sie machten sich die Mühe, auf die Welt zu kommen, weiter nichts; im Übrigen sind Sie ein ganz gewöhnlicher Mensch; während ich, zum Teufel, ein Kind aus der obskuren Menge, nur um zu leben mehr Witz und Verstand aufbringen musste, als man seit hundert Jahren auf das Regieren ganz Spaniens und seiner Länder verwandt hat.“, eine zu dieser Zeit sehr gewagte Aussage. Krimmel gestaltet die Rolle des Figaro derart souverän, dass er, kaum dass seine Stimme ertönt, die Szene beherrscht.

Wenn, wie bei Heather Engebretson, Optik und Stimme zusammenkommen, erblüht der kleine Adonis Cherubino als ein erotischer Schmetterling. Allein wie sie in ihrer ersten Arie ihrer Verwirrung Ausdruck verleiht, was sie vor ständiger Verliebtheit tun soll, war eine stimmliche und charakterisierende Meisterleistung. Ihr jünglinghaftes Liebesbegehren lässt die Gräfin aufstöhnen. Mit ihrer umwerfenden Bühnenpräsenz und Spielfreude ist Engebretson sehr authentisch. Gepaart mit einem unverwechselbaren charakteristischen Timbre ist sie einer der Stars des Abends. Franziska Gottwald als Marcellina zunächst nur eine Buffo-Figur, wird zu einer glücklichen hingebungsvollen Mutter und Braut. Köstlich wie sie Cherubino in der Gartenszene den Wein versagt, selbst aber aus der Flasche trinkt und über die Bühne torkelt. Ihr warmer, in der Tiefe anregender Mezzo, der sowohl Bosheit als auch Glück im fulminanten Trubel zeichnet, ist äußerst variabel. Eine Luxusbesetzung für einen Bartolo ist der herrlich markante Wolf Matthias Friedrich – imposant, sicher im Ton und angenehm im Klang, verbunden mit großer szenischer Ausstrahlung. Wie immer füllt Erik Biegel mit tenoraler Helligkeit eine Rolle mit großer Spielfreude. Sein Basilio ist fies und liebedienerisch. Wolfgang Vater, ist ein grölender Antonio mit ausgeprägter Körpersprache und profunden Baritontönen. Im großen Finale des 2. Aktes – beispiellos in seiner dramatischen Steigerung – ist er in die intrigenreiche Handlung mit einbezogen. Schade, dass Worte nicht ausreichen, optische Wahrnehmungen ausreichend zu beschreiben. Stella An passt mit ihrem frischen Sopran und ihrem lustvollen Spiel als jugendlich-naive Barberina ausgezeichnet zu Cherubino, den sie anhimmelt „Und ich werde dich lieben wie ich mein Kätzchen liebe…“ Der Richter Don Curzio wälzt das Gesetzbuch, bis sich herausstellt, dass Figaro der Sohn von Marcellina und Bartolo ist. Osvaldo Navarro-Turres schwimmen mit gut geführtem Tenor die Fälle davon. Der Chor, unter Leitung von Albert Horne, und die Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden sind als Bäuerinnen, Bauern und Diener stimmlich und szenisch stark gefordert. Alle zusammen finden zu einem organisch atmenden Grundton. Fröhlich eilen sie zum Hochzeitsfest und wollen ein Happy End, das angesichts dessen, was in den vier Akten geschieht, unglaubwürdig wird. Es macht immer wieder Freude diesen Chor zu hören.

Wolfgang Amadeus Mozart © IOCO

Wolfgang Amadeus Mozart © IOCO

Schon die Ouvertüre weckt Schmetterlinge im Bauch

Das Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, unter der Leitung von Konrad Junghänl, lässt trotz deutlicher Verschlankung mit emotionalen Abgründigkeiten aufhorschen. Schon die Ouvertüre weckt Schmetterlinge im Bauch, rasant, aber nicht hektisch dirigiert. Hervorragend das Finale des 2. Aktes, eine in acht Nummern gegliederte, ständig mit veränderten szenischen Situationen konfrontierte, nach den Gesetzen des klassischen Sonatenhauptsatzes entwickelte Ensembleszene. Leicht werden diese Ensembleszenen unterschätzt, sie sind im Zusammenspiel ungemein anspruchsvoll und erfordern ein sehr genaues Aufeinanderhören und Reagieren. Pointiert die von Mozart so geliebten Holzbläser. Besonderes Augenmerk richtet Junghänl auf das Finale, gefühlvoll der melancholisch eingetrübte Moment von nur vier Takten im Pianissimo vor dem Rausschmeißer, in dem Mozart die scheinbar wiederhergestellte Harmonie Lügen straft. Gerne zitiere ich auch Volker Milch, Wiesbadener Kurier, „die Figaro-Besetzung gehört zum Besten, was man (nicht nur) in diesem Staatstheater in den vergangenen 30 Jahren gehört hat…“

Ein begeistertes – nein, tief beeindrucktes Publikum spendet langen Applaus. Die Besucher gehen aus dem Theater, beglückt und mit leuchtenden Augen.

Die Hochzeit des Figaroam Hessischen Staatstheater Wiesbaden; die weiteren Vorstellungen: 16.9.; 18.9.; 20.9.; 25.9.; 23.10.; 21.11.; 9.12.2020 und mehr …..

—| IOCO Kritik Hessisches Staatstheater Wiesbaden |—


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Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Die Hochzeit des Figaro – Premiere, 06.09.2020

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

 Die Hochzeit des Figaro  –   Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere Sonntag, 6. September 2020, um 18 Uhr, weitere Vorstellungstermine: 12. & 17. September,2020  jeweils um 19.30 Uhr

Die Termine werden unter Vorbehalt der vom Land Hessen verfügten Corona-Verordnungen veröffentlicht.

Die Hochzeit des Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart spinnt die Geschichte von Rossinis »Barbier von Sevilla« fort. Basierend auf dem zweiten Teil von Beaumarchais’ gesellschaftskritischer Figaro-Trilogie, thematisiert sie die Wege und Irrwege zwischenmenschlicher Bedürfnisse. Mit dieser Oper schuf Mozart – vielleicht zum ersten Mal in der Operngeschichte – ein Stück wirklichen Musiktheaters. Sie ist in einer

Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel zu erleben.

Die Titelpartie übernimmt Bariton Konstantin Kimmel, der sich dem Wiesbadener Publikum bereits in der vergangenen Spielzeit als Jesus in Bachs Matthäus-Passion vorgestellt hat. Benjamin Russell debütiert als Graf Almaviva, die slowakische Sopranistin Slávka Zámecníková interpretiert die Gräfin Almaviva. Anna El-Khashem singt die Partie der Susanna. Heather Engebretson, in Wiesbaden u. a. bereits als Donna Elvira in »Don Giovanni« und Gilda in »Rigoletto« zu hören, singt Cherubino. Franziska Gottwald, die zuletzt die Alt-Partie in der »Matthäus-Passion« interpretierte, übernimmt die Partie der Marcellina.

Musikalische Leitung Konrad Junghänel Inszenierung Uwe Eric Laufenberg Bühne Gisbert Jäkel Kostüme Jessica Karge Chor Albert Horne

MIT:  Graf Almaviva – Benjamin Russell, Gräfin Almaviva – Slávka Zámecníková,  Susanna – Anna El-Khashem, Figaro – Konstantin Krimmel, Cherubino – Heather Engebretson, Marcellina – Franziska Gottwald, Basilio – Erik Biegel,  Don Curzio – Osvaldo Navarro-Turres Bartolo Wolf Matthias Friedrich Antonio Wolfgang Vater Barbarina Stella An

Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

—| Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden |—


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Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Le nozze di Figaro – in dänischem Bettenlager, IOCO Kritik, 19.12.2019

Dezember 19, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Staatsoper Stuttgart

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Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Le nozze di Figaro – Wolfgang Amadeus Mozart

– Hochzeitswirrwarr im Dänischen Bettenlager –

von  Peter Schlang

Am 1. Dezember 2019 feierte an der Stuttgarter Staatoper Wolfgang Amadeus Mozarts erste Da-Ponte-Oper Le nozze di Figaro Premiere. Da IOCO zur Premiere verhindert war, liegen Einordnung und Bewertung dieser Neuproduktion die Eindrücke von der zweiten Vorstellung am 6. Dezember zu Grunde. Im musikalischen Bereich sind diese Beobachtungen bzw. Hör-Erfahrungen ausnahmslos eindrucksvoll und äußerst erfreulich. Für die Regie Christiane Pohles, die nach mehreren Regiearbeiten für das benachbarte Schauspielhaus erstmals für die Stuttgarter Oper tätig war, fällt das Urteil deutlich kritischer, bestenfalls indifferent aus.

Le nozze di Figaro – Wolfgang Amadeus Mozart
youtube Trailer Staatsoper Stuttgart
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Ausgangspunkt von Pohles Regie-Konzept ist die einleitende Vermessung des Ehebetts durch Susanna und ihren Auserwählten, den wie sie im Dienste des Grafen Almaviva stehenden Figaro. Dieses Maßnehmen an der künftigen gemeinsamen Schlafstatt wird bei Pohle und ihrer Bühnenbildnerin Natascha von Steiger (dazu Kostümbildnerin  Sara Kittelmann) nicht nur zur ausschweifenden Bettenwahl, die dazu auf der Bühne aufgefahrene Bettenkollektion eines Möbelhauses wie IKEA oder seiner Mitbewerber liefert auch das mehr oder wenige einheitliche Szenarium für alle folgenden Akte und Szenen. Dem im Programmbuch abgedruckten Interview mit der Regisseurin zufolge wollen sie und ihr Regieteam damit auf das Phänomen uniformer, quasi in Serie gefertigter Lebensentwürfe hinweisen, das „oft schon mit der Einrichtung normierter Wohneinheiten mit austauschbarer Massenware seinen Anfang nimmt“. Dabei erlägen Paare aber der Täuschung, sie wählten für ihre gemeinsame Zukunft eine ganz individuelle, private und originelle Fassung eines glücklichen Lebens, ohne zu bemerken, dass heutzutage das persönliche Glück vorproduziert und von rein kommerziellen Interessen geprägt würde.

Damit geht für die Regie das Fehlen fester, stabiler Identitäten einher, die sie durch multiple Interpretationen des je eigenen Ichs ersetzt sieht. Auf Mozarts Figaro übertragen bedeutet dies, dass jener durchaus auch Charaktermerkmale seines Herrn Almaviva  oder dessen Gemahlin Züge ihrer Zofe trägt, dass also in jedem der Protagonisten auch Fremdes, nur zur Schau Gestelltes prägend ist. Allerdings sind die so mehrfach geprägten Figuren davon überzeugt, dass alles die  je eigenen, individuellen Charakterzüge seien. Mag diese Idee anfangs noch halbwegs verfangen, führt sie auf die Dauer zu einer Verflachung und Angleichung der Charaktere und damit verbunden zu zahlreichen Wiederholungen und einer ziemlichen Langeweile. Diese wird auch dadurch befördert, dass sich die (eher wenigen) guten Regieeinfälle bald erschöpft haben und die Führung und individuelle Gestaltung der Personen höchstens zu erahnen ist, so dass sich die Sängerinnen und Sänger über weite Strecken selbst überlassen bleiben und ziemlich verloren herumsitzen, -liegen oder –stehen. Insgesamt bleibt der dringende Verdacht, dass die Regie die Stärke und Tragkraft von da Pontes Libretto wie von Mozarts Musik deutlich unterschätzt und beiden Vorlagen nicht genügend zutraut – genauso wenig wie der Phantasie des Publikums.

 Staatsoper Stuttgart / Le nozze di Figaro - hier :  Esther Dierkes als Susanna, Sarah-Jane Brandon als Gräfin Almaviva, Diana Haller als Cherubino © Martin Sigmund

Staatsoper Stuttgart / Le nozze di Figaro – hier : Esther Dierkes als Susanna, Sarah-Jane Brandon als Gräfin Almaviva, Diana Haller als Cherubino © Martin Sigmund

Glücklicherweise bleiben diese Schwächen der Inszenierung in dieser dritten von insgesamt  zehn in dieser Spielzeit geplanten Aufführungen ohne Einfluss auf die durchweg famosen musikalischen Leistungen. Dabei sind an diesem Abend insgesamt drei fabelhafte Kollektive zu bestaunen, denn neben dem von Bernhard Moncado erneut bestens disponierten Staatsopernchor und dem unter der Leitung des neuen Grazer Generalmusikdirektors Roland Kluttig mozartisch-frisch agierenden Staatsorchester entpuppt sich das fast ausnahmslos aus hauseigenen Kräften gebildete Solistenensemble als dritte, äußerst homogene und in guter Abstimmung agierende Solidargemeinschaft dieser Neu-Produktion.  Es fällt dem schreibenden Zuhörer und Beobachter schwer, darin eine klare Siegerin oder einen Vormann zu benennen, denn stimmlich agieren alle Beteiligten auf allerhöchstem Niveau und belegen erneut die schlüssige Zusammenstellung und großartige sängerische Entwicklung des Stuttgarter Solist*innen-Ensembles.

Esther Dierkes als Susanna besticht nicht nur mit ihrem, so man sie denn lässt, äußerst lebendigem und komödiantischem Spiel, sondern auch durch ihre in allen Lagen sichere, wohl geführte Stimme. Gleiches gilt für den Cherubino Diana Hallers, die dessen Hingezogensein zum (scheinbar) anderen Geschlecht jederzeit durch ausschweifendes, Empathie geladenes Spiel und eine wunderbar geführte, der Jugendlichkeit der Rolle bestechend Ausdruck verleihende Stimme deutlich macht.

Die noch dem Internationalen Opernstudio der Stuttgarter Staatsoper angehörende Claudia Muschio weckt genauso höchste Erwartungen auf die Zukunft, wie sie von etlichen anderen, aus dieser Stuttgarter Kaderschmiede hervorgegangenen Ensemblemitgliedern in dieser Oper aufs Wunderbarste erfüllt wurden.

 Staatsoper Stuttgart / Le nozze di Figaro - hier :  Michael Nagl als Figaro, Esther Dierkes als Susanna © Martin Sigmund

Staatsoper Stuttgart / Le nozze di Figaro – hier : Michael Nagl als Figaro, Esther Dierkes als Susanna © Martin Sigmund

Das gilt neben den bereits erwähnten Esther Dierkes und Diana Haller bei den Männern für  Michael Nagl, der mit seinem klangschönen Bass seinem Figaro große Souveränität und stimmliche Opulenz verleiht, allerdings zu den Figuren gehört, die darstellerisch unter der Knute der Regie am meisten zu leiden haben.

In gewissem Maße gilt dies auch für Johannes Kammler  als Graf Almavia, der nach seinem Pantalone in der Neuproduktion von Prokofjews Liebe zu drei Orangen und weiteren Rollen im Repertoire stimmlich erneut unter Beweis stellt, welch hochkarätigen Zuwachs das Ensemble der Stuttgarter Oper durch ihn erhalten hat.

Als einzig von außen für diese Produktion  und deren ersten Zyklus im Dezember 2019 ans Haus gekommene Sängerin gibt Sarah-Jane Brandon eine junge, eher leidend-zarte Gräfin, der man abnimmt, wie sehr sie unter ihrer Ehe mit Almaviva und dessen Liebesentzug leidet. Ihre Arien, aber auch Auftritte in den Ensembleszenen gestaltet sie tonschön, ohne Druck und in der Höhe wunderbar klar.

Diese und andere der hier verwendeten Sänger*innen-Attribute kann man auch den Darstellerinnen und Darstellern der zahlreichen Nebenrollen zuschreiben, vor allem der famosen Helene Schneiderman als Marcellina, Friedemann Röhlig als Bartolo und Heinz Görig als Basilio, aber auch Christopher Sokolowski als Don Curzio, dem Antonio Matthew Anchels und den zwei Mädchen von Elisabeth von Stritzky und Teresa Smolnik.

Wie bereits angedeutet, überzeugt das Staatsorchester  unter Roland Kluttigs schlüssig-durchdachtem Dirigat  mit einer sehr mozart-affinen Lesart der Partitur, in der straffe Tempi und ein trocken-kerniger Klang die Nähe zur historisch-informierten Aufführungspraxis erkennen lassen. Dazu passend lässt das Orchester aber auch viel filigran-Durchscheinendes hörbar werden, wie es überhaupt um große Transparenz und eine vorbildliche Dynamik bemüht ist. Dies kommt ganz besonders auch jenen Stellen der Partitur zu Gute,  die auf die thematische Verwirrung der Handlung hinweisen und dem Auslegen falscher Fährten dienen.

Musikalisch ist dieser neue Stuttgarter Figaro auf jeden Fall eine Offenbarung, was man vom Regiekonzept  höchstens eingeschränkt behaupten kann.

Figaros Hochzeit an der Staatsoper Stuttgart; weitere Vorstellungen 21. Dezember und in einer zweiten Aufführungsserie in teilweise neuer Besetzung am 07., 13., 17. und 28. März sowie am 14. April 2020

—| IOCO Kritik Staatsoper Stuttgart |—


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