Wien, Wiener Staatsoper, Der Olymp der Musiktheater – Die Saison 2018/19, IOCO Aktuell, 11.07.2019

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Saisonabschluss der Wiener Staatsoper 2018/2019 
 Zahlen, Daten, Fakten

Die Wiener Staatsoper ist kultureller Olymp der Musiktheater Europas. Über 600.000 Besucher jährlich, eine Auslastung von regelmäßig über 98% erreicht kein anderes Musiktheater der Welt. Die Wiener Staatsoper veröffentlicht jedes Jahr einen öffentlich zugänglichen, umfassenden Geschäftsbericht. Für die Spielzeit 2017/18 veröffentlichte die Staatsoper Wien im Februar 2019 einen Geschäftsbericht der auf 123 Seiten  das künstlerische, operative, kaufmännische  Gebaren der Staatsoper beschreibt. Intendant Dominique Meyer betont und bespricht seit Jahren in seinen Pressekonferenzen   operative Eckdaten der Staatsoper im Detail; künstlerische Selbstverliebtheit ist Meyer fremd. Nun gab die Staatsoper Daten für die endende Saison 2018/19 bekannt.

Wiener Staatsoper / Intendant Dominique Meyer und Ballettchef Manuel Legris © IOCO

Wiener Staatsoper / Intendant Dominique Meyer und Ballettchef Manuel Legris © IOCO

 Eckdaten der Wiener Staatsoper zur endenden Saison 2018/19

In der Spielzeit 2018/2019 konnte die Wiener Staatsoper erneut einen Einnahmenrekord durch Kartenverkauf erzielen: 37.695.162,26 Euro (2017/2018: 35.298.761,91) – um 2.314.762,26 über den Plansoll. Die Sitzplatzauslastung betrug insgesamt 99,10% (2017/2018: 98,61%).

Insgesamt 622.081 Gäste (2017/2018: 608.955), besuchten 291 Opern-, Ballett-vorstellungen und Matineen auf der Hauptbühne (2017/2018: 292), 72 Vorstellungen im Studio Walfischgasse (2017/2018: 90) sowie 18 Matineen im Gustav Mahler-Saal (2017/2018: 20).

 Die 215 Opernvorstellungen erreichten eine Sitzplatzauslastung von 99,43%

Falstaff – Giuseppe Verdi
youtube Trailer der Staatsoper Wien
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Das Wiener Staatsballett verzeichnet 2018/2019 einen Besucherrekord: In der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit konnte das Wiener Staatsballett erstmals 170.000 Besucher erreichen sowie zusätzlich 2.000 Besucher im Rahmen des St. Petersburg-Gastspiels im April 2019. Die Auslastung in der Wiener Staatsoper betrug 99,55% (2017/2018: 97,71%) sowie in der Volksoper Wien 87,01% (2017/2018: 72,17%). Ebenso erfreut sich das Wiener Staatsballett über Mehreinnahmen von insgesamt EUR 1.054.793,- durch Kartenverkäufe.

Noch viel mehr Opern- und Ballettliebhaber konnten mit den 47 Live-Übertragungen via WIENER STAATSOPER live at home erreicht werden sowie durch die TV-Übertragungen: Lucia di Lammermoor auf ORF 2 sowie Falstaff, Idomeneo, Tosca und Peer Gynt auf ORF III. Das Jubiläumskonzert am 26. Mai hat auf ORF III und ARTE rund eine Million Menschen verfolgt.

Erfreulich ist auch die Anzahl an verkauften Kinderkarten im Haupthaus und in der Walfischgasse: Insgesamt wurden 11.430 Kinderkarten (2017/2018: 13.469) ausgegeben Dazu kommen in beiden Spielzeiten rund 7.000 Kinder in den beiden Vorstellungen von Die Zauberflöte für Kinder am Tag nach dem Wiener Opernball.

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

 

Wien, Wiener Staatsoper, NUREJEW GALA in Wien – Eine Tradition, 28.06. 2019

Juni 25, 2019 by  
Filed under Ballett, Pressemeldung, Wiener Staatsoper

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

NUREJEW GALA 2019  –  WIENER STAATSBALLETT

28. JUNI 2019

Das Wiener Staatsballett beschließt auch 2019 seine Saison mit der beliebten Nurejew Gala in der Wiener Staatsoper, die inzwischen nicht nur für viele Wienerinnen und Wiener, sondern auch für Gäste aus dem In- und Ausland zum Ballett-Fixpunkt und zur unverzichtbar gewordenen Tradition geworden ist.

 Ballettchef Manuel Legris – 2019 wieder auf der Bühne zu erleben

Die Gala am Freitag, 28. Juni 2019 (18.00 Uhr) bietet ein gewohnt abwechslungsreiches und vielgestaltiges Programm aus der internationalen Welt des Tanzes.

Wiener Staatsoper / Sylvia - Nikisha Fogo, Denys Cherevychko und Ensemble © Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

Wiener Staatsoper / Sylvia – Nikisha Fogo, Denys Cherevychko und Ensemble © Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

Erstmals an der Wiener Staatsoper zu sehen sind dabei der Delirienwalzer von Roland Petit, der Jockey-Tanz aus Von Sibirien nach Moskau von August Bournonville, der Esmeralda Pas de deux und Der Talisman Pas de deux (beide in der Fassung von Pjotr Gussew), der Pas de deux aus Romeo und Julia in der Fassung von Rudolf Nurejew sowie Luminous von András Lukács, der Ausschnitt aus Cantata von Mauro Bigonzetti und Ochiba von Patrick de Bana.

NUREJEW GALA 2018
youtube Trailer Staatsoper Wien
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Die Nurejew Gala 2019 wird im Rahmen von Oper live am Platz auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen.

Vor der Sommerpause präsentieren sich nicht nur die Tänzerinnen und Tänzer des Wiener Staatsballetts – u. a. Ersten SolotänzerInnen Olga Esina, Nikisha Fogo, Kiyoka Hashimoto, Liudmila Konovalova, Natascha Mair, Ketevan Papava, Nina Poláková, Denys Cherevychko, Davide Dato, Jakob Feyferlik, Robert Gabdullin, Roman Lazik, Vladimir Shishov und die SolotänzerInnen Ioanna Avraam, Alice Firenze, Nina Tonoli, Eno Peci, Richard Szabó und Dumitru Taran – noch einmal dem Publikum, sondern auch heuer gastieren bei der Nurejew Gala wieder internationale Gastsolistinnen und Gastsolisten im Haus am Ring:

 Ballettchef Manuel Legris – 2019 wieder auf der Bühne zu erleben

Es tanzen Young Gyu Choi vom Amsterdamer Het Nationale Ballet sowie Anastasia Nuikina (Debüts an der Wiener Staatsoper) und Kimin Kim vom Ballett des Mariinski-Theaters. Auch Ballettdirektor Manuel Legris wird im Rahmen der Nurejew Gala 2019 wieder auf der Bühne zu erleben sein.

Am Dirigentenpult steht Kevin Rhodes – er leitet die Nurejew Gala im Haus am Ring heuer bereits zum fünften Mal musikalisch.

Kurzbiographien der GastsolistInnen:
Young Gyu Choi stammt aus Südkorea und erhielt seine Ausbildung an der Sunhwa Arts School in Seoul und an der Tanz Akademie Zürich und tanzte mit dem Korea National Ballet und dem Universal Ballet in Seoul. Seit 2011 ist er Mitglied des Het Nationale Ballet, wo er 2015 zum Ersten Solisten ernannt wurde. Auszeichnungen: International Ballet Competition in Varna (zweiter Preis 2006 und erster Preis 2010), Boston International Competition (erster Preis, 2010), Youth America Grand Prix in New York (erster Preis, 2007), Alexandra Radius Award (2017).
Anastasia Nuikina wurde in Samara geboren. Im Anschluss an ihre Graduierung an der Waganowa-Akademie wurde sie 2018 unmittelbar an das Ballett des Mariinski-Theaters engagiert.

Wiener Staatsoper / Artifact Suite - Davide Dato und Natascha Mair © Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

Wiener Staatsoper / Artifact Suite – Davide Dato und Natascha Mair © Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

Geboren in Seoul, wurde Kimin Kim an der Korea National University of Arts ausgebildet. 2012 wurde er als Solotänzer an das Ballett des Mariinski-Theaters engagiert, 2015 avancierte er zum Principal Dancer. Im Haus am Ring tanzte er bisher Herzog Albrecht (Giselle) und im Mai 2019 mit großem Erfolg Conrad (Le Corsaire), den er auch beim Japan-Gastspiel des Wiener Staatsballetts 2018 in Tokio verkörperte. Auszeichnungen: Erste Preise bei internationalen Ballettwettbewerben in Rom (2008), Seoul (2009) und Varna (2010), Grand Prix beim „Arabesque”-Ballettwettbewerb in Perm (2012) und bei der Youth America Grand Prix International Competition in New York (2012), Prix Benois de la Danse (2016), u.a.

Wiener Staatsballett
Freitag, 28. Juni 2019, 18.00 Uhr | Wiener Staatsoper

NUREJEW GALA 2019
Künstlerische Leitung: Manuel Legris | Dirigent: Kevin Rhodes
Das Programm (Stand: 24. Juni 2019)


Teil I:


DELIRIENWALZER
Choreographie: Roland Petit | Musik: Josef Strauss
Natascha Mair – Davide Dato

JOCKEY-TANZ
Choreographie: August Bournonville | Musik: Carl Christian Møller
Arne Vandervelde, Dumitru Taran

FANNY ELSSLERS CACHUCHA
Choreographie: Zorn/Hutchinson | Musik: Andalusische Volksweise
Ketevan Papava

ESMERALDA PAS DE DEUX
Choreographie: Nicholas Beriozoff | Musik: Riccardo Drigo, Cesare Pugni, Romualdo Marenco
Liudmila Konovalova – Young Gyu Choi (Gast, Erster Solist beim Het Nationale Ballet – Debüt an der Wiener Staatsoper)

LUMINOUS
Choreographie: András Lukács | Musik: Max Richter
Nina Tonoli – Jakob Feyferlik
ROMEO UND JULIA (Pas de deux aus dem 3. Akt)
Choreographie: Rudolf Nurejew | Musik: Sergej Prokofjew
Julia: Ioanna Avraam | Romeo: Robert Gabdullin

TROIS GNOSSIENNES
Choreographie: Hans van Manen | Musik: Erik Satie
Olga Esina – Roman Lazik

Wiener Staatsoper / Coppélia - Jakob Feyferlik © Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

Wiener Staatsoper / Coppélia – Jakob Feyferlik © Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

COPPÉLIA (Ausschnitt aus dem 3. Akt)
Choreographie: Pierre Lacotte | Musik: Léo Delibes
Swanilda: Natascha Mair | Franz: Jakob Feyferlik | Ensemble


Teil II:


DORNRÖSCHEN (Ausschnitt aus dem 2. Akt)
Choreographie: Rudolf Nurejew | Musik: Peter Iljitsch Tschaikowski
Prinz Florimund: Navrin Turnbull | Fliederfee: Oxana Kiyanenko

SCHWANENSEE (Ausschnitt aus dem 3. Akt)
Choreographie: Rudolf Nurejew | Musik: Peter Iljitsch Tschaikowski
Odile: Kiyoka Hashimoto | Prinz Siegfried: Leonardo Basílio

DIE FLEDERMAUS (Ausschnitt aus dem 2. Akt)
Choreographie: Roland Petit | Musik: Johann Strauß, arr. Gamley
Bella: Olga Esina | Johann: Vladimir Shishov

CANTATA (Ausschnitt: Pas de deux)
Choreographie: Mauro Bigonzetti | Musik: Gruppo „Assurd“
Alice Firenze – Eno Peci

OCHIBA
Choreographie: Patrick de Bana | Musik: Philip Glass
Nina Poláková – Manuel Legris

DER TALISMAN PAS DE DEUX
Choreographie: Pjotr Gussew | Musik: Riccardo Drigo, Cesare Pugni
Anastasia Nuikina (Gast, Ballett des Mariinski-Theaters – Debüt an der Wiener Staatsoper)
Kimin Kim (Gast, Principal Dancer beim Ballett des Mariinski-Theaters)

Wiener Staatsoper / Artifact Suite - Ensemble © Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

Wiener Staatsoper / Artifact Suite – Ensemble © Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

ARTIFACT SUITE (Ausschnitt)
Choreographie: William Forsythe | Musik: Johann Sebastian Bach
Madison Young – James Stephens, Natascha Mair – Davide Dato, Oxana Kiyanenko
Ensemble


Teil III:


SYLVIA (3. Akt)
Choreographie: Manuel Legris nach Mérante u.a. | Musik: Léo Delibes
Sylvia: Nikisha Fogo | Aminta: Denys Cherevychko | Orion: Davide Dato
Eros: Géraud Wielick | Diana: Ketevan Papava
Endymion: Kamil Pavelka | Ein Faun: Dumitru Taran
Ensemble

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Wien, Wiener Staatsoper, Die Spielzeiten 2017/18 – 2018/19 – Zahlen, Daten, Fakten, IOCO Aktuell, 19.02.2019

Februar 19, 2019 by  
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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wiener Staatsoper – Zahlen, Daten, Fakten

Geschäftsbericht 2017/18 – Status 2018/19

Die Wiener Staatsoper ist kultureller Olymp der Musiktheater Europas. Über 600.000 Besucher, bei einer Auslastung von regelmäßig über 98% erreicht kein anderes Musiktheater der Welt. Die Wiener Staatsoper veröffentlicht jedes Jahr einen öffentlich zugänglichen, umfassenden Geschäftsbericht. Der nun für die Spielzeit 2017/18 veröffentlichte Geschäftsbericht beschreibt auf 123 Seiten umfassend professionell das künstlerische, operative wie kaufmännische  Gebaren der Staatsoper. Der transparente Bericht verdeutlicht Kompetenz sowie hohe Sensibilität im Umgang mit öffentlichen Mitteln.

Olymp der Musiktheater – Die Wiener Staatsoper – Auslastung

Die Bedeutung der Auslastung von Produktionen wird von Theaterleitern wie Künstlern oft sensibel, scheu behandelt; ein klammheimliches Dogma, „Kunst kennt keine Kosten“, schwebt leise mit in „unbestimmten Tönen“. Die Wiener Staatsoper und ihr Geschäftsbericht zeigen dagegen seit Jahren, daß anspruchsvolle Kunst und hohe Auslastung in harmonischer Symbiose leben können. Voraussetzung dazu ist, daß hohe Professionalität nicht allein auf der Bühne, sondern, in gleichem Umfang aber unsichtbar, auch „hinter der Bühne“ geleistet wird.

Der Staatsopern Geschäftsbericht zur Spielzeit 2017/18 zeigt die Auslastung aller Produktionen der Spielzeit in großem Detail. So waren die drei Vorstellungen von Simon Boccanegra zu 100% ausgelastet / ausverkauft, TOSCA – Vorstellungen zu 99,99%. Vier PELLÉAS ET MÉLISANDE – Vorstellungen waren, von allen Opernproduktionen der Spielzeit 2017/18 mit 97,06% am niedrigsten ausgelastet. Elf Giselle Ballettabende zogen 22.149 Besucher 2017/18 in ihren Bann: Giselle Abende waren zu 99.96% ausgelastet.

Wie erklärte Intendant Dominique Meyer seinen, die Auslastung von Produktionen  immer einschließenden Fokus auf einer vergangenen Jahrespressekonferenz:  „Es gibt Leute die sagen, Auslastung sei nicht wichtig; doch was würden diese Leute sagen, wenn die Auslastung niedrig wäre….„.

Intendant Dominique Meyer und Ballettchef Manuel Legris © IOCO

Wiener Staatsoper / Intendant Dominique Meyer und Ballettchef Manuel Legris © IOCO

Die Eckpunkte der Spielzeit 2017/18:  402 Vorstellungen und Eigen-veranstaltungen, 608.955 Besucher/Innen; 292 Vorstellungen auf der Hauptbühne der Wiener Staatsoper; Sitzplatzauslastung 98,03 %.

Die Zwischenbilanz der Spielzeit 2018/2019 zum 15.2.2019: Sitzplatzauslastung im Großen Haus 99,20% (nur Oper: 99,37%).

Dominique Meyer, Intendant und  Thomas W. Platzer, Kfm. Geschäftsführer
Festellungen zur Spielzeit 2017/18

„Auch in der Spielzeit 2017/18 brachte die künstlerische Auseinandersetzung mit den wichtigen Musiktheaterwerken eine Beschäftigung mit den Themen unserer Zeit mit sich: Der Mensch inmitten vieler auf ihn einstürmender Fragestellungen, in Entscheidungslagen zwischen dem privaten und dem Wohl anderer, konfrontiert mit umstürzenden Gesellschaften, umstürzenden Lebensentwürfen, zwischen Macht und Ideenlehre, instrumentiert, glaubend, liebend, verführt, gefangen zwischen Vision und Verwirklichung, politischer wie menschlicher Befindlichkeiten. Und das waren nur die Themen der Opern-Premieren! Nämlich: Der Spieler von Sergej Prokofjew, Alban Bergs Lulu, Georg Friedrich Händels Ariodante, Gottfried von Einems Dantons Tod und Camille Saint-Saëns’ Samson et Dalila und Carl Maria von Webers Der Freischütz. Dazu kommt die große Menge unserer Repertoire-Werke, die weitere Themen in den gesellschaftlichen Verhandlungs-Talon warfen…

Wiener Staatsoper  – Imagefilm
youtube Video der Wiener Staatsoper
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Dies setzte sich auch beim Ballett fort, EDEN|EDEN – Mittelstück des dreiteiligen Abends MacMillan | McGregor | Ashton – diskutierte das Verhältnis von Mensch und Technik, im Speziellen das Klonen, Peer Gynt in der Choreographie von Edward Clug erschloss nicht nur nordische Stimmungen, sondern folgte dem Titelhelden vor allem in die psychologischen Tiefen seiner Lebensreise, die ausschnittweise auch bei der inzwischen traditionellen Nurejew Gala zu sehen war.

Wie stets war es somit auch diesmal unser Bestreben, den Kanon der szenischen Sprache nicht nur breit zu halten, sondern ihn sogar noch zu erweitern: die Pluralität des Ausdrucks gehört zu den Grundpfeilern unseres künstlerischen Selbstverständnisses! Wie auch die Vielfalt der musikalischen Interpretationen. Stellvertretend für die musikalische Bandbreite möchte ich auf die Premieren-Dirigentinnen und -Dirigenten hinweisen, die bei uns zu Gast waren: Simone Young, Ingo Metzmacher, William Christie, Susanna Mälkki, Marco Armiliato, Tomáš Netopil. Sechs Persönlichkeiten, die auf ihre jeweils unvergleichliche, unterschiedliche Sprache zur Ausdruckswahrheit der Musik vorstießen, sehr verschiedenartig im jeweiligen Duktus, aber immer beeindruckend und faszinierend. Es ist schön, dass dieses große Haus sich nicht nur durch eine Weite des Repertoires auszeichnet, sondern vor allem auch durch eine Weite der künstlerischen Sichten, Sprachen, Ausdrucksformen und Zugänge – auch das gehört zum Wesen der Wiener Staatsoper! Diese Erzählweite wird durch das Ensemble, die internationalen Gastsolistinnen und -solisten, das Orchester sowie den Chor überhaupt erst möglich gemacht. Dass die genann-ten Solisten gemeinsam die Weltspitze abbilden, braucht nicht erwähnt zu werden, wie stets traten auch in dieser Spielzeit alle wesentlichen Vertreter der jeweiligen Genres auf – jede Aufzählung würde den Rahmen sprengen!

Wiener Staatsoper / Thomas W. Platzer und Dominique Meyer © IOCO

Wiener Staatsoper / Thomas W. Platzer und Dominique Meyer © IOCO

Neben den Abendveranstaltungen im Großen Haus fanden auch zahlreiche weitere Projekte statt: Kinderoper, unter anderem eine Neuproduktion der Wiener Fassung von Alma Deutschers Cinderella (in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCH-GASSE) oder Die Zauberflöte für Kinder am Tag nach dem Opernball; Projekte der Opernschule der Wiener Staatsoper und der Ballettakademie; Solistenkonzerte; Gesangsmatineen des Ensembles im Gustav Mahler-Saal; Kammermusik der Wiener Philharmoniker; Gesprächsveranstaltungen und Diskussionen in der Walfischgasse und das Streaming-Projekt WIENER STAATSOPER live at home. Erwähnenswert ist an dieser Stelle auch das neue Untertitel- und Informationssystem, mit dem das Publikum seit Saisonbeginn 2017/2018 während der Opernvorstellungen aus Untertiteln in sechs Sprachen wählen und vor bzw. in den Pausen der Aufführungen ein umfangreiches Informationsangebot auf neuen Displays nutzen kann. All das rundet das Programm und Angebot der Wiener Staatsoper in verschiedenen Bereichen ab und sorgt für eine zusätzliche Belebung des künstlerischen Spektrums.“

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—

Wien, Wiener Staatsoper, Premiere WIENER STAATSBALLETT – SYLVIA, 10.11.2018

November 2, 2018 by  
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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

WIENER STAATSBALLETT:

PREMIERE VON MANUEL LEGRIS‘ SYLVIA
AM 10. NOVEMBER 2018

Zur Premiere und Produktion

Mit Sylvia präsentiert Ballettdirektor Manuel Legris seine zweite abendfüllende Choreographie für das Wiener Staatsballett – die Neuproduktion feiert am Samstag, 10. November 2018 Premiere an der Wiener Staatsoper und steht bis Jänner 2019 insgesamt 10 Mal auf dem Spielplan des Hauses am Ring.

Sylvia, das Ballett in drei Akten vom französischen Komponisten Léo Delibes, wurde am 14. Juni 1876 in Paris uraufgeführt und zählt vor allem auch musikalisch zu den herausragenden Balletten des 19. Jahrhunderts. Die Ballettpartituren von Delibes revolutionierten mit ihrer frischen Sicht die gesamte Gattung, Sylvia, choreographiert von Louis Mérante, war zudem die erste Ballettpremiere in dem von Charles Garnier konzipiertem Pariser Opernhaus.

Mit seiner neuen Version der Sylvia knüpft Manuel Legris an den großen Erfolg seines Le Corsaire an und schafft eine weitere Neufassung eines zentralen „Klassikers“ des 19. Jahrhunderts für das Wiener Staatsballett, wobei er vor allem der französischen Traditionslinie des Werkes, die sich vom Choreographen der Uraufführung über Namen wie Léo Staats, Serge Lifar, Albert Aveline und Lycette Darsonval in die Gegenwart fortsetzt, folgt. Seine anstehende Neuinterpretation setzt dabei vor allem auf Möglichkeiten zur tänzerischen Entfaltung. An der Wiener Hofoper wurde Sylvia zum ersten Mal bereits 1877 – also nur ein Jahr nach der Uraufführung – in einer Choreographie von Carl Telle gezeigt (zugleich die erste Vorstellung des Balletts außerhalb von Paris) und vom Wiener Staatsopernballett zuletzt abendfüllend von 1976 bis 1985 in einer Choreographie von László Seregi in der Wiener Staatsoper aufgeführt. Das Werk kehrt somit nach über 30 Jahren Pause in einer neuen Fassung an das Haus am Ring zurück.


Das Leading Team

Choreograph Manuel Legris zeichnet auch für die Dramaturgie bzw. das Sylvia-Libretto (nach Jules Barbier und Baron Jacques de Reinach) – die er wie auch bei Le Corsaire zusammen mit Jean-François Vazelle erstellte – verantwortlich. Gemeinsam arbeiteten sie an einer Straffung des Librettos, dessen Handlung sich auf das Hirtenspiel Aminta von Torquato Tasso zurückführen lässt. Kevin Rhodes steht bei der Premierenproduktion am Pult; der Dirigent ist der Wiener Staatsoper seit 1995 verbunden und leitete hier bisher über 20 Werke, zuletzt die Nurejew Gala im vergangenen Juni. Manuel Legris’ Sylvia gibt neben der tänzerischen Entfaltung auch zahlreichen pittoresken Momenten breiten Raum: Dieser wurde von Luisa Spinatelli detailreich ausgestattet. Sylvia ist nach Schwanensee und Le Corsaire bereits die dritte Zusammenarbeit der Mailänder Bühnen- und Kostümbildnerin mit Manuel Legris. Für die Wiener Staatsoper war Luisa Spinatelli weiters für die Kostüme des Balletts Die Fledermaus sowie der Opernpremiere von Anna Bolena verantwortlich. Das Lichtdesign stammt von Jacques Giovanangeli.


Kurze Inhaltsangabe

Nach zahlreichen gefahrvollen Hemmnissen, darunter einer Entführung Sylvias, der Nymphe der Diana, durch Orion, kommt es für das Paar Sylvia und Aminta zu einem Happy End. Dazu verhilft der Gott Eros persönlich. Göttin Diana erscheint am Ende als Frau Luna, um damit nicht nur ihrem Endymion, sondern allen Liebenden den Nachthimmel zu erhellen.


Zur Besetzung

Drei alternierende Besetzungen in den Hauptpartien gestalten die insgesamt sechs Vorstellungen in der Premierenserie im November 2018: So sind in der Premiere am 10. November sowie am 12. November Nikisha Fogo in der Titelpartie, Denys Cherevychko als Aminta und Davide Dato als Orion zu erleben. In den Aufführungen am 13. und 17. November tanzen Olga Esina die Sylvia, Jakob Feyferlik den Aminta und Vladimir Shishov den Orion. Am 24. und am 28. November verkörpern schließlich Kiyoka Hashimoto die Titelrolle, Masayu Kimoto den Aminta und Robert Gabdullin den Orionn.


Einführungsmatinee zur Neuproduktion

Einblicke in seine Arbeit und das Werk gewährt Manuel Legris bereits am 4. November 2018 bei der Einführungsmatinee zu Sylvia in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE (11.00 Uhr). In bewährter Weise wird Gabriele Schacherl im Gespräch mit Manuel Legris nicht nur Einblicke in die Arbeit des Wiener Staatsballetts gewähren, sondern auch umfangreich Hintergrundwissen vermitteln. Durch die Beteiligung von Tänzerinnen und Tänzern des Ensembles sind auch spannende „Live-Beiträge“ zur neuen Produktion zu sehen.

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

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