Mainz, Staatstheater Mainz, 9. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Staatsorchesters, 19.+20.+28.06.2020

Juni 15, 2020 by  
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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

9. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz

Auch das Philharmonische Staatsorchester Mainz spielt wieder – nachdem einige Sinfoniekonzerte ausfallen mussten, wird das 9. Sinfoniekonzert mit Musik von Ludwig van Beethoven und Josef Suk im Großen Haus des Staatstheaters stattfinden. Anders als ursprünglich geplant, gibt es drei Termine: am 19. und 20. Juni um 20 Uhr sowie am 28. Juni um 18 Uhr. Die musikalische Leitung hat Chefdirigent Hermann Bäumer.

Beethovens Opus 61 gilt als eine der größten Herausforderungen des Violinkonzert-Repertoires: immenser Prüfstein zugleich für technische Meisterschaft wie für künstlerische Reife. Sowohl diese Anforderungen an den Solisten als auch die sinfonischen Ausmaße mit etwa 40 Minuten Spieldauer stellten mit der Uraufführung 1806 alle vorausgehenden Werke dieser Musikgattung in den Schatten. Beethoven gelang mit dieser ungemein umfangreichen und komplexen Komposition, die erstmalig
den Solo-Part nicht nur in den Vordergrund stellt, sondern auch in das sinfonische Gewebe des Orchesters integriert, ein echter Meilenstein der Musikgeschichte. Ein Werk also, das im Beethoven-Jahr 2020 nicht fehlen darf und in den Händen von Naoya Nishimura, dem Konzertmeister des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz, bestens aufgehoben ist.

Josef Suk gehört neben seinem Schwiegervater Antonin Dvorak wohl zu den bedeutendsten tschechischen Sinfonikern. Anstelle seiner sinfonischen Dichtung Pohádka léta op. 29 (Ein Sommermärchen) ist nun seine Streicherserenade, die er mit nur 18 Jahren in den Jahren 1892/93 schrieb, in das Programm des Abends genommen
worden. Sie ist seine letzte Komposition als Student, die aber bereits von großer kompositorischer Meisterschaft zeugt und Suks erster gefeierter Erfolg wurde.

Restkarten gibt es an der Kasse im Staatstheater, telefonisch unter 06131 2851-222 oder per Mail kasse@ staatstheater-mainz.de. Am jeweiligen Veranstaltungstag hat eine Stunde vor Vorstellungsbeginn auch die Abendkasse geöffnet.

Das Programm im Überblick:
Ludwig van Beethoven
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61

Josef Suk
Streicherserenade Es-Dur op. 6

Violine: Naoya Nishimura
Dirigent: Hermann Bäumer
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

Augsburg, Theater Augsburg, Programm der kommenden Spielzeit 2020/21

Mai 22, 2020 by  
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Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

»Eigensein«

Staatstheater Augsburg präsentiert Programm der kommenden Spielzeit 2020/21

Am 16.05.2020 hat das Staatstheater Augsburg im Livestream der »ananas@home«-Sondersendung »Wetten, dass … wir spielen!« das Programm der kommenden Spielzeit bekannt gegeben. In Talkrunden gaben Staatsintendant André Bücker und Leitungsmitglieder der vier Sparten Schauspiel, Musiktheater, Konzert und Ballett Einblicke in die geplante Saison, mit ihren Premieren und Konzerten, dem Spielzeitmotto sowie den derzeitigen Rahmenbedingungen für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

Das übergreifende Spielzeitmotto »Eigensein« lädt dabei zu Reflektionen gegenwärtiger Lebenssituationen und gesellschaftlicher Themen ein und wird auf verschiedene Weise in den Produktionen der kommenden Spielzeit widergespiegelt. So geht es etwa um Wohn- und Lebensbedingungen, wie in der Operette »Moskau, Tscherjomuschki« von Dmitri Schostakowitsch. Aber auch die Selbstreflektion und die Rolle der Wissenschaft in unserer Gesellschaft sind Thema: Beides ist in Zeiten der Corona-Krise von ganz neuer Aktualität und wird z.B. in der Komödie Die Physiker« von Friedrich Dürrenmatt, beleuchtet. Im Musiktheater und Ballett finden sich einige Titel, die eigentlich bereits in der aktuellen Spielzeit Premiere gehabt hätten. Diese werden nun vorgeprobt und im Herbst zur Aufführung gebracht.

Theater Augsburg / Wetten dass, ... wir spielen! © Staatstheater Augsburg

Theater Augsburg / Wetten dass, … wir spielen! © Staatstheater Augsburg

Möchten Sie die Spielzeit-Show »Wetten dass, … wir spielen!« (Samstag, 16.5.) noch einmal sehen? Mit diesem Klick geht’s los:

https://staatstheater-augsburg.de/spielzeitpraesentation_20

Im Schauspiel können die bereits vor der Corona-Krise geplanten Inszenierungen rund um die Themen Vereinzelung und Rückzug ins »Eigensein« weitestgehend wie vorgesehen gespielt werden, so auch die beiden deutschsprachigen Erstaufführungen, Neil LaButes »Die Antwort auf alles« und »Wittgensteins Mätresse« nach dem Roman von David Markson. Neu hinzugekommen ist eine Bühnenbearbeitung von Thomas Manns »Zauberberg«. Das Schauspiel steuert zudem einen Liederabend, das Weihnachtsmärchen und – ganz neu in dieser Saison – ein Sommertheater bei.

Mit Christoph Willibald Glucks Oper »Orfeo ed Euridice«, als Kombination aus Live-Inszenierung und VR-Erlebnis, wird die Musiktheatersaison im martini-Park eröffnet. Insgesamt vier Produktionen dieser Sparte sind geplant. Dabei können, wie auch in den anderen Sparten, durch die auferlegten Abstands- und Hygiene-Regeln wesentlich weniger Zuschauer als bisher die Vorstellungen besuchen. Um dennoch möglichst vielen Interessierten Gelegenheit zu geben, daran teilzunehmen, wird es von jeder Produktion mehr Vorstellungen geben als bisher. Als größte Produktion im Musiktheater ist für Mai 2021 die Uraufführung des spartenübergreifenden Oratoriums »Das Ende der Schöpfung« geplant, mit dem der zeitgenössische Komponist Bernhard Lang sich auf Haydns berühmte »Schöpfung« bezieht.

Das Augsburger Ballett startet mit Franz Schuberts Liederzyklus »Die Winterreise« in die neue Spielzeit. In seiner Choreographie hat Ballettdirektor Ricardo Fernando 24 einzelne Bilder zu einer großen Erzählung zusammengefügt, inspiriert von der starken szenischen Kraft der melancholischen Lieder Franz Schuberts. Geplant sind weitere einzigartige Ballettabende, wie etwa »Creations«, die »Internationale Ballett-und Tanzgala« oder auch die nachgeholte Premiere von »Dimensions of Dance. Part 3«.

Die Augsburger Philharmoniker arbeiten in der kommenden Spielzeit wieder mit einem sehr erfolgreichen, in Augsburg ansässigen Künstler zusammen: Dem Pianisten Jewgeny Konnov, der als Artist in Residence mehrere Konzerte mitgestalten wird.  Für weitere Sinfoniekonzerte konnten Solisten mit ganz ungewöhnlichen Soloinstrumenten gewonnen werden, wie etwa der Bandoneon-Spieler Christian Gerber oder Saxophonist Christian Segmehl. Bekannt für seine Dynamik und positive Energie, gestaltet Klezmer-Klarinettist Giora Feidman gemeinsam mit dem Orchester das Abschlusskonzert der Saison. Mit Markus Bosch und der Estin Anu Tali sind in dieser Saison zwei renommierte Gastdirigenten am Pult zu erleben.

Noch in der aktuell laufenden Spielzeit wird das Staatstheater Augsburg zu einem Freiluft-Sommertheater auf die große Wiese im martini-Park einladen, ein neues Format, das in der Spielzeit 2020/21 mit »Cyrano de Bergerac« fortgeführt wird.

Gegen Ende der kommenden Spielzeit bringt das Staatstheater mit »Chicago« eines der begehrtesten Broadway-Musicals aller Zeiten auf die Freilichtbühne am Roten Tor. Außerdem wird, zu Ehren des 500-jährigen Jubiläums der Fuggerschen Stiftungen, auch das Fugger-Musical »Herz aus Gold« wiederaufgenommen.

Auch in der neu geschaffenen fünften Sparte »#Digitaltheater« werden in der Spielzeit 2020/21 gleich eine ganze Reihe von Inszenierungen angeboten, mit denen sich per VR-Brille ein spannender Theaterabend zuhause verbringen lässt.

Da wegen der notwendigen Abstandsregeln weniger Plätze im Zuschauerraum zur Verfügung stehen werden, wird das gewohnte Festplatz-Abo in der kommenden Spielzeit vorübergehend durch Scheckabos ersetzt. »Wir hoffen und sind zuversichtlich, dass unsere treuen Abonnent*innen nicht von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und ihre bestehenden Abonnements auch unter den Corona angepassten Bedingungen weiterlaufen lassen.«, meint Intendant André Bücker. Der Besucherservice nimmt schon bald Kontakt zu den betreffenden Theaterfans auf.

Gemäß ihrem Motto »Wetten dass, … wir spielen!«  endete die Spielzeit-Show am Samstagabend mit einer Wette: André Bücker kündigte an, dass es dem Staatstheater Augsburg mit Hilfe seines Publikums gelingen werde, den größten Online-Chor Bayerns zu mobilisieren. Zum Mitsingen sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Proben und Aufführungen finden per Zoom statt. Informationen dazu sind in Kürze auf der Homepage des Staatstheaters nachzulesen.

—| Pressemeldung Theater Augsburg |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Martin Schläpfer – Forellenquintett, online ab 16.05.2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Ballett am Rhein –  Martin Schläpfer – Forellenquintett  –  online

Das ZDF und der Kultursender ARTE stellen einen weiteren Meilenstein aus Martin Schläpfers vielfältigem Repertoire zur Verfügung: Ab Samstag, 16. Mai ist für vier Wochen Schläpfers Forellenquintett zur gleichnamigen Komposition von Franz Schubert kostenlos auf operamrhein.de abrufbar.  Der Film von Roger Bisson ist das Ergebnis einer aufwändigen ZDF-Fernsehproduktion, die im September 2012 im Theater Duisburg aufgezeichnet wurde: Das Ballett am Rhein tanzte allein für die Kameras, die sich mit den Tänzerinnen und Tänzern auf der Bühne bewegten. Heiterkeit und Leichtigkeit treffen auf Melancholie und Skurriles – die besondere Nähe der Kameras sorgt dabei für ein verblüffend lebendiges Balletterlebnis.

Deutsche Oper am Rhein /FORELLENQUINTETT - Ann-Kathrin Adam, Alexandre Simões © Gert Weigelt

Deutsche Oper am Rhein /FORELLENQUINTETT – Ann-Kathrin Adam, Alexandre Simões © Gert Weigelt

Martin Schläpfers Publikumserfolg Forellenquintett spielt in einem Wald, in einer Märchenwelt, die an Shakespeares Sommernachtstraum erinnert. Die Bühne von Keso Dekker gleicht einem geheimnisvoll schimmernden Ort, der zu einem Treffpunkt unterschiedlichster Gestalten wird. Liebespaare begegnen sich und wechseln in rasantem Tempo die Partner. Sonderlinge, Kobolde und Elfen treten auf, und immer wieder blitzen auch Erinnerungen an Franz Schubert auf, liegt der Duft des Wiener Waldes im Raum oder die ausgelassene Fröhlichkeit eines Heurigen. Zwischen einem Angler und seiner Forelle entspinnt sich eine Beziehung voll brutaler Zärtlichkeit, ähnlich skurril wie der Versuch des Dichters Schubart, sein später so bekanntes Gedicht „Die Forelle“ zu schreiben.

Martin Schläpfer: „Forellenquintett“
Von 16. Mai bis 13. Juni kostenlos über operamrhein.de
Eine Produktion von ZDF/ARTE

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere RUSALKA, 15.02.2020

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Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

RUSALKA

von Antonín Dvorák
Lyrisches Märchen in drei Akten, Libretto von Jaroslav Kvapil
in tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: Samstag 15. Februar, 19.30 Uhr, Großes Haus

Die nächsten Vorstellungen: 22.02. und 08.03.

Besetzung: Musikalische Leitung: Vito Cristofaro, Regie/ Bühne/ Kostüme: Hinrich Horstkotte, Einstudierung Chor: Thomas Bönisch, Licht: Regina Kirsch, Dramaturgie: Annabelle Köhler

Mit: Erica Back, Martyna Cymerman, Martha Eason, Lada Kyssy, Melanie Lang, Ann-Beth Solvang, Nian Wang; KS Paul Brady, Ill-Hoon Choung, Jason Kim/ Zoltán Nyári, Andreas Lütje

Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters, Oldenburgisches Staatsorchester

Die Nixe Rusalka hat sich in einen Prinzen verliebt und ist bereit, für ihn größte Opfer zu bringen: Durch den Verkauf ihrer Stimme gewinnt sie „Zugang“ zur menschlichen Sphäre – die Kommunikation zwischen den Welten bleibt jedoch weiterhin unmöglich. So muss Rusalka sprachlos mit ansehen, wie der Prinz der heißblütigen Erotik einer fremden Fürstin erliegt. Verzweifelt drängt es Rusalka daraufhin ins Geisterreich zurück, doch dort ist sie längst eine Ausgestoßene …

Unvereinbar stehen sich in Dvoráks ‚Rusalka‘ die beiden Welten gegenüber: Zwar entfaltet gerade ihre Widersprüchlichkeit einen ungeahnten Zauber, doch macht nicht zuletzt die erzwungene Sprachlosigkeit der Titelfigur jegliche Verständigung, geschweige denn ein Fußfassen der Figuren in der jeweils anderen Sphäre unmöglich. Umso beredter jedoch ist Dvoráks Musik: In ihrer leidenschaftlichen Romantik zeichnet sie ein lebendiges Abbild der aufgewühlten Psyche der Nixe und verleiht ihr damit paradoxerweise die Art von Menschlichkeit, nach der sie sich so sehr sehnt.

Regisseur Hinrich Horstkotte, der auch für die Ausstattung des Abends verantwortlich zeichnet, verlegt das Geschehen in die Entstehungszeit der Oper: „Die spätromantische Musik Dvoráks evoziert bei mir die Atmosphäre der Literatur der Vor-Jahrhundertwende, das soziale Elend, wie Hugo oder Dickens es schildern, und die damit verknüpfte Hoffnung der Protagonisten, sich aus diesem tristen Umfeld zu befreien. Das märchenhafte Element scheint mir nur Folie für die Schilderung des sehr traurigen Schicksals eines Individuums zu sein, das in einem ihm fremden, feindlichen Umfeld nicht leben kann, auch wenn es das so gerne möchte.“

—| Pressemeldung Oldenburgisches Staatstheater |—

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