Halfing, Immling Festival, Konzerte im Abendrot,17.07. – 02.08.2020

Juli 2, 2020 by  
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Immling Festival

Immling Festival / Immlinger Konzerte im Abendrot © Immling Festival / Christine Unterseer

Immling Festival / Immlinger Konzerte im Abendrot © Immling Festival / Christine Unterseer

„Ohne Musik wäre das Leben Irrtum“ – Immlinger Konzerte im Abendrot

Friedrich Nietzsches Satz „Ohne Musik wäre das Leben Irrtum“ hat sich gerade in Corona Zeiten als prägend erwiesen – auch wenn gemeinsames Musizieren nicht mehr möglich war: Musik erklang online über veröffentlichte Konzertaufnahmen, Live-Streams und von italienischen Balkonen. Die Sehnsucht nach Musik war auch bei den Gästen des Immling Festivals ungebrochen.

Das Immling Festival hatte Ende April bekannt gegeben, die Festspielsaison mit den Operneigenproduktionen und verschieden Orchesterkonzerten auf das nächste Jahr zu verschieben. Das Team rund um den Intendanten Ludwig Baumann möchte den Sommer dennoch nicht stumm ‚verklingen lassen‘. Unter Rücksichtnahme aller geltenden Bestimmungen sollen nun ab dem 17. Juli Abende zum Träumen geschaffen werden. Von Klassikern wie Beethoven hin zu temperamentvollen Melodien der Spanischen Nacht: Das Festival meldet sich mit einem vielseitigen Programm aus der Zwangspause zurück. Mit den ‚Immlinger Konzerten im Abendrot‘ gilt es, die Rückkehr der Musik und der Kultur zu feiern. Die 11 Veranstaltungen der Reihe bieten eine musikalische Reise von Wien über Spanien bis nach Napoli, von Beethoven über Flamenco bis Jazz und durch die 20er bis 40er Jahre.

Festspielhaus Gut Immling © Nicole Richter

Festspielhaus Gut Immling © Nicole Richter

„Wir freuen uns auf die namhaften internationalen und regionalen KünstlerInnen und Kulturinstitutionen, die bei uns gastieren werden.“, so musikalische Leiterin Cornelia von Kerssenbrock. Zu Gast sind unter anderem Hans Berger mit seinem Ensemble, wie auch der Kulturverein Rosenheim mit den Musikern Dieter Lallinger und Wen-Sinn Yang und das international renommierte Vokalensemble Singer Pur. Kinder und Familien entführt das Theater Herwegh mit dem Stück „RabenSchaben“ in die zauberhafte Welt der Fabeln. Auch Kultabende wie der Wiener Operettenabend, der Liederabend und die Operngala „Nessun dorma! – Keiner schlafe!“ werden mit den internationalen SolistInnen des Immling Festivals dargeboten.

Die Piazza vor dem Festspielhaus mit ihrem traumhaften Blumengarten war schon in früheren Festspielen Schauplatz von Open-Air Veranstaltungen. Sie bietet ausreichend Platz um alle Sicherheitsabstände zu wahren und liefert zudem noch eine eindrucksvolle Kulisse durch den atemberaubenden Immlinger Sonnenuntergang. Bei schlechtem Wetter bietet das Festspielhaus genügend Raum, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

„Dieses Programm ist nicht nur für uns und unsere Künstler die Möglichkeit, endlich wieder Musik zu machen. In erster Linie ist es für unsere Gäste, Freunde und Unterstützer. Ein musikalisches Dankeschön an alle, die uns in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben.“, betont Cornelia von Kerssenbrock. „Diese Konzerte sind unsere Art, all diesen Menschen etwas zurück zu geben.“

Immling Festival / Immling Impressionen © Christine Unterseer

Immling Festival / Immling Impressionen © Christine Unterseer


Spielplan


Der Ticketverkauf für diese Konzertreihe findet auf Grund vorgeschriebener personalisierter Tickets ausschließlich über das Immling Festival Ticketbüro statt. Sie erreichen dieses täglich von 9 Uhr bis 12 Uhr telefonisch unter 08055/90 34 0 oder per E-Mail: tickets@immling.de.


Fr. 17.7. I 19.30 Uhr
Freunde, das Leben ist lebenswert
Operettenzauber und Wiener Melodien
A 36,- € I B 29,- €


Sa. 18.7. I 19.30 Uhr
La Vida Loca – Spanische Nacht
Mit Ricardo Volkert & Ensemble
A 36,- € I B 29,- €


So. 19.7. I 11.00 Uhr
RabenSchaben
Kinder- und Familientheater Herwegh
Erw. 12,- € I Ki. 8,- €


So. 19.7. I 19.30 Uhr
Du bist mir so unendlich lieb
Schumann Liederabend und Lesung
A 36,-  € I B 29,- €


Fr. 24.7. I 19.30 Uhr
Melodie ist das sinnliche Leben der Poesie
Beethoven Sonaten mit Dieter Lallinger und Wen-Sinn Yang
A 36,- € I B 29,- €


Sa. 25.7. I 19.30 Uhr
Fields of Gold
Mit dem Vokalensemble Singer Pur
A 36,- € I B 29,- €


So. 26.7. I 19.30 Uhr
Kann denn Liebe Sünde sein?
Mit Katja Ritter und Ensemble
A 29,- € I B 22,- €


Fr. 31.7. I 19.30 Uhr
Das Beste der Musik steht nicht in Noten
Moser Trio – Von Beethoven bis Birdland
A 36,- € I B 29,- €


So. 2.8. I 11.00 Uhr
Almsommer
Bay. Frühschoppen mit Hans Berger & Ensemble
A 29,- € I B 22,- €


Sa. 1.8. und So. 2.8. I 19.30 Uhr
Nessun Dorma!- Keiner schlafe!
Operngala
A 49,- € I B 36,- €

—| Pressemeldung Immling Festival |—

Halfing, Immling Festival, Pocci-Preis – Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann

August 1, 2019 by  
Filed under Immling-Festival, Oper, Personalie, Pressemeldung

Immling Festival

Immling Festival / Pocci-Preis für Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann © Nicole Richter

Immling Festival / Pocci-Preis für Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann © Nicole Richter

Pocci-Preis – Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann

Die Pocci-Gesellschaft e.V. hat Cornelia von Kerssenbrock, Musikalische Leiterin des Immling Festivals und Ludwig Baumann, Intendant des Immling Festivals, mit dem Pocci-Preis ausgezeichnet. Der Preis wurde 2019 zum 14. Mal verliehen. Die Preisverleihung fand vor Beginn der Vorstellung von Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni  (IOCO berichtete dazu, link HIER) im Festspielhaus Immling statt.

Mit dem Pocci-Preis werden Künstler ausgezeichnet, die im Sinne des Grafen Pocci (1807-1876) besonders hervorgetreten sind. „Er lebte für seine Kunst“, so Dr. Michael Köhle, der Vorsitzende der Pocci-Gesellschaft. Franz Graf von Pocci widmete sich mit Leib und Seele dem Marionettentheater, malte Kulissen, entwarf Kostüme und zeichnete sogar die Eintrittskarten. Zu den berühmtesten Figuren, die Pocci geschaffen hat, gehört der Kasperl Larifari, der ihm den Beinamen Der Kasperlgraf einbrachte. Am 22. Juli 1847 wurde Pocci von König Ludwig I. zum Hofmusikintendanten ernannt. 17 Jahre bekleidete er dieses Amt. Zwischendurch war er auch noch Interimsintendant an der Bayerischen Staatsoper.

Immling Festival / Pocci-Preis - v.l. Dr. Michael Koehle Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann © Nicole Richter

Immling Festival / Pocci-Preis – v.l. Dr. Michael Koehle Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann © Nicole Richter

Als Intendant des Immling Festivals lenkt Ludwig Baumann zusammen mit der Musikalischen Leiterin Cornelia von Kerssenbrock die Geschicke der Festspiele auf Gut Immling. Auch dieses Paar hat sich mit Leib und Seele dem Musiktheater verschrieben. Das Immling Festival findet in diesem Jahr bereits zum 23. Mal statt und zeigt Opern, Operetten, Konzerte und Galas mit Künstlern aus aller Welt in der traumhaften Kulisse des Chiemgaus. Verliehen wurde der Preis vor der Vorstellung der diesjährigen Neuinszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni. Schließlich haben der Kasperl Larifari und Leporello, der Diener Don Giovannis, viel gemeinsam: „Beide sind Lebenskünstler, die sich ihre durchaus bissig-sarkastischen Kommentare zum Erlebten nicht verkneifen können“, so der Vorsitzende der Pocci-Gesellschaft Dr. Michael Köhle. Er deutete bei der Preisverleihung in Immling an, dass Kasperl Larifari durchaus auch beim Immling Festival auftreten könnte.

Immling Festival / Pocci-Preis für Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann - Ludwig Baumann: … „und meine Frau spielt das Krokodil“ © Nicole Richter

Immling Festival / Pocci-Preis für Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann – Ludwig Baumann: … „und meine Frau spielt das Krokodil“ © Nicole Richter

Intendant Ludwig Baumann bedankte sich strahlend für den Pocci-Preis: „Wir sind gerührt, diesen Preis zu bekommen. (…) Letztes Jahr habe ich ein Kasperl-Theater bauen lassen und darin zusammen mit meiner Schwägerin Verena von Kerssenbrock ‚Kasperl im Opernland – Die Zauberflöte‘ (von Christine Unterseer) zur Aufführung gebracht. (…) Ich war der Kasperl und meine Schwägerin der Seppel. (…) Heute habe ich mit Verena von Kerssenbrock vor der Vorstellung ausgemacht, dass wir wieder Kasperl-Theater in Immling spielen werden – und nächstes Mal mit meiner Frau als Krokodil“ – was Cornelia von Kerssenbrock mit einem herzlichen Lachen und das Publikum mit Applaus quittierte.
Bekannte Preisträger des Pocci-Preises waren u.a. die Brüder Well und Gerhard Polt für ihre kabarettistisch-musikalischen Programme sowie Wolf Euba als Schauspieler und Sprecher des Kasperl Larifari oder das Münchner Marionettentheater, das Pocci mit begründet hatte.

„Franz Graf von Pocci, Humor und Musik“
Das Immling Festival zeigt noch bis zum 18. August im Rahmen der Festspiel-Veranstaltungen eine Ausstellung über Franz Graf von Pocci und seine Zeit. Zu sehen sind satirische Zeichnungen. Außerdem wird Poccis Beitrag zur Entwicklung und drucktechnischen Präsentation der stürmischen Entwicklung des Humors und der Satire in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten der Ausstellung: nur zu den Veranstaltungen des Immling Festivals
Spielplan und Tickets Immling Festival: www.immling.de oder Tel. 08055 – 9034 0

—| Pressemeldung Immling Festival |—

Halfing, Festival Gut Immling, Die Zauberflöte in alter Reithalle: Sympathisch – Bewegend, IOCO Kritik, 09.08.2016

August 10, 2016 by  
Filed under Hervorheben, Immling-Festival, Kritiken

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Gut Immling

Festival Gut Immling © Nicole Richter

Festival Gut Immling © Nicole Richter

20 Jahre Festival Gut Immling: Die Zauberflöte

Ludwig Baumann, Initiator und Chef des hochsommerlichen Festspiele auf Gut Immling  im Chiemgau hat den Papageno in Mozarts Zauberflöte gefühlte 365 Mal gesungen, bevor ein Bühnenunfall seine Karriere beendete.

Gut Immling / Sonnenuntergang © Stefanie Möslein

Gut Immling / Sonnenuntergang © Stefanie Möslein

Doch dann entschied Baumann mit seiner ungebrochenen Liebe zur Musik weiterzumachen; auf dem Gut Immling im schönen Chiemgau, nahe dem Örtchen Bad Endorf. Mit jungen Talenten wurde  eine Zauberflöte als Freilichtaufführung erarbeitet, die ehemals schnell wegen plötzlichen Regens in eine Reithalle verlagert wurde. Dies war der Beginn eines ständig wachsenden und sehr erfolgreichen Sommerfestivals. Die alte Reithalle gibt es heute noch, doch ausgebaut: Als „Opernhaus“ mit bequemen Sesseln  und sehr guter Akustik.

Gut Immling / Die Zauberflöte - Königin der Nacht - Maria Kublashvili © Nicole Richter

Gut Immling / Die Zauberflöte – Königin der Nacht – Maria Kublashvili © Nicole Richter

Gut Immling wurde so zur Talentschmiede für junge Sänger und bietet diesen eine große  Bühne. Mittlerweile existiert dieses ganz besondere Opernfestival mitten auf bayerischen Landen, seit 20 Jahren. Hier singen Stars ebenso wie vielversprechende Nachwuchssänger, die in aller Welt entdeckt werden. Unter der Leitung von Cornelia von Kerssenbrock spielen die Münchner Symphoniker sowie ein internationales eigenes Festivalorchester. Der Festivalchor Immling sowie der Kinder- und Jugendchor sind fester Bestandteil der Festspiele. Nachwuchstalente werden insbesondere anlässlich der Kinder-Kultur-Wochen, der Kinderopern, der Immlinger Akademie, der Weihnachtsveranstaltungen sowie anlässlich des weltweit anerkannten “Internationalen Lions Gesangswettbewerb Immling” und dem “Internationalen Immling Gesangswettbewerb in Peking” gefördert.

Gut Immling besitzt eine persönlich intime  Atmosphäre, welche zu erleben sich immer wieder lohnt. Der malerische Sonnenuntergang dort im Chiemgau bleibt unvergesslich. Etwas Besonderes ist auch das große Festzelt, indem es sich erstklassig Speisen lässt und Sänger für dortige Gästen gerne auch einmal  singen.

Gut Immling / Zauberflöte - Die Drei Damen © Festspiele-Gut Immling

Gut Immling / Zauberflöte – Die Drei Damen © Festspiele-Gut Immling

2016, dem 20. Jubiläumsjahr des Festival Gut Immling, durfte Mozarts Zauberflöte nicht fehlen, inszeniert von  Verena von Kerssenbrock, Schwester der Musikalischen Leiterin Cormelia von Kerssenbrock. Die Zauberflöte, ein musikalisches Märchen um Weisheit, Liebe und Macht, ist die meistgespielte Oper der Welt. In Immling erlebten wir herrliches Ambiente, eine sängerisch und darstellerisch gelungene Produktion allerdings mit nicht ganz geglückten Kostümen (Corinna Gassauer). So würde die Prinzessin Pamina im Kleid einfach besser gefallen als im schlichten Overall; gewöhnungsbedürftig  so auch die  Erstklässler / Vögel in den Heiligen Hallen des Sarastro.

Gut Immling / Zauberflöte - Pamina und die drei Knaben © Nicole Richter

Gut Immling / Zauberflöte – Pamina und die drei Knaben © Nicole Richter

Cornelia von Kerssenbrock, Zauberflöte-erfahren, dirigierte mit viel Einfühlungs-vermögen. Mit dem Festspiel Prinzipal verheiratet ist sie mit der Programmgestaltung der Festspiele Immling bestens vertraut. Gespielt haben die von mir sehr geschätzten  Münchner Symphoniker. Der große Festivalchor, mittlerweile aus 110 meist ortsansässigen musikbegeisterten Chiemgauern bestehend, war für die Auftritte auf Gut Immling nach monatelangem Probenaufwand bestens eingestellt!

Maria Kublashvilli, in der anspruchsvollen Partie als Königin der Nacht, meistert Ihre große Arie „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ bravourös; mit sicheren Koloraturen gewinnt sie Tamino, Chuanliang Wang, ihre Tochter aus den Fängen des Fürsten Sarastros zu befreien. Chuanliang bringt den Tamino besonders in seiner Arie „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ mit weicher klaren Tenorstimme und  darstellerischer Präsenz zur Geltung; auffällig seine gute Verständlichkeit. Auch Michael Krummen überzeugt als Papageno mit lyrischem Bariton. Die Königin der Nacht kämpft gegen Sarastro (Giorgi Kirov), den Herrscher über den Sonnenkreis. Tijana Grujic stellt Pamina mit  lyrischen Sopran feinfühlig dar. Sie erkennt in Tamino den Prinzen ihres Herzens; beide erhalten nach bestandenen Prüfungen die  Weihen Sarastros, sie werden aufgenommen in den Tempel der Weisheit und der Eingeweihten.

Auch Papageno findet seine Papagena (Siglind Buchmayer); beide sind mit volkstümlicher Komik mit Komik und Darstellung auch in Immling ein Höhepunkte der Zauberflöte, in welcher das Ensemble zum Ende faszinierten Besuchern kündet: „Es siegte die Stärke und krönet zum Lohn – die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron“. Und keiner der begeisterten  Besucher konnte oder wollte an diesem Abend den auf Gut Immling so reizvoll gesungenen Dingen widersprechen.

IOCO / D.  Zimmermann / 08.08.2016

—| IOCO Kritik Gut Immling|—

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