Wien, Wiener Staatsoper, DIE FRAU OHNE SCHATTEN – 150 JAHRE OPERNHAUS AM RING, 25.05.2019

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

DIE FRAU OHNE SCHATTEN – Richard Stauss

 Jubiläum zur Eröffnung der Wiener Staatsoper 1869

Festpremiere am 25. MAI 2019

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Opernhauses am Ring – die heutige Wiener Staatsoper wurde am 25. Mai 1869 feierlich eröffnet – kommt Richard Strauss’ Die Frau ohne Schatten am 25. Mai 2019 zur hochkarätig besetzten Festpremiere.

Auf genau dieser Bühne wurde das Werk vor 100 Jahren, am 10. Oktober 1919, uraufgeführt. Das kongeniale Duo Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal diskutierte schon ab 1910 über einen neuen Opernstoff, der Titel Die Frau ohne Schatten – ihre vierte gemeinsame Oper – existierte spätestens ab 1911. Inmitten des Ersten Weltkriegs entstand das Werk, das 1917 fertig gestellt wurde und das der Komponist selbst als „schönste und erhabenste Arbeit“ prophezeite. Erzählt wird die (komplexe) Geschichte zweier Paare – Kaiser und Kaiserin sowie Färber und Färberin –, die durch Selbsterkenntnis und Selbstüberwindung zum glücklichen Ende finden.

Lotte Lehmann Wien © IOCO

Lotte Lehmann Wien © IOCO

Wien wäre nicht Wien, wenn nicht schon das Vorhaben, das Werk hier zur Weltpremiere zu bringen (auch Hofmannsthal hatte sich zuerst dagegen ausgesprochen), auch eine Opposition auf den Plan gerufen hätte, wie Staatsoperndramaturg Dr. Oliver Láng im Magazin „Prolog“ erläutert. Parallel dazu kam Kritik am neuen Direktor Strauss, der noch vor seinem Antritt angefeindet wurde. Nach der Uraufführung – unter Franz Schalk, u. a. mit Maria Jeritza (Kaiserin), Lotte Lehmann (Färberin), Karl Aargard-Oestvig (Kaiser), Richard Mayr (Barak) und Lucie Weidt (Amme) – waren die Lager gespalten. Doch seit der Uraufführung hat Die Frau ohne Schatten eine reiche Aufführungsgeschichte erlebt und gilt als einer der besonderen Höhepunkte des Wiener und internationalen Musiktheaters. Im Haus am Ring kam es nach der Uraufführung 1919 zu sechs weiteren Premieren: 1931 kam eine Neuproduktion unter Clemens Krauss heraus (sie wurde auch bei einem Gastspiel in Venedig gegeben, die italienische Erstaufführung), bereits zwölf Jahre später, 1943, eine weitere unter Karl Böhm. Zur Wiedereröffnung des Hauses am Ring 1955 war Die Frau ohne Schatten Teil des Premierenzyklus’, in einer Doppelpremiere (mit zwei Besetzungen) brachte Karajan im Juni 1964 eine Neuproduktion heraus, 1977 stand eine weitere Premiere unter Karl Böhm auf dem Programm. Die bislang letzte Neuinszenierung erfolgte 1999 unter Giuseppe Sinopoli (Inszenierung: Robert Carsen). Insgesamt erklang die Oper bislang 147mal im Haus am Ring.


Leading Team

Christian Thielemann dirigiert Die Frau ohne Schatten

Für die musikalische Leitung konnte mit Christian Thielemann einer der bedeutendsten Dirigenten der Gegenwart gewonnen werden. Die Frau ohne Schatten ist nach Tristan und Isolde (2003) und Hänsel und Gretel (2015) seine dritte Staatsopernpremiere. Seit seinem Debüt am Haus 1987 mit Così fan tutte dirigierte er hier – neben den Premierenproduktionen – Vorstellungen von La traviata, Le nozze di Figaro, Parsifal, Die Meistersinger von Nürnberg, Ariadne auf Naxos sowie den Ring des Nibelungen.

Als „Liebe auf den ersten Blick“ bezeichnete er rückwirkend das erste gemeinsame Konzert im Jahr 2000 mit den Wiener Philharmonikern, dessen Mitglieder ja bekanntlich in Personalunion das Staatsopernorchester bilden. Im Gespräch mit Staatsoperndramaturg Dr. Andreas Láng streut er dem unverwechselbaren, weich-goldenen, „im guten Sinne defensiven“ Klang des Orchesters und der musikalischen Flexibilität der einzelnen Musiker, die stets mit einem Ohr bei den Sängern auf der Bühne seien, Rosen. Gemeinsam mit dem Orchester erarbeitete er die Frau ohne Schatten 2011 für die Salzburger Festspiele und blickt zurück: „Einige Musiker zeigten sich verwundert, dass ich mit ihnen so entspannt arbeiten würde, worauf ich erwiderte, dass es genau umgekehrt wäre: Das ganze Orchester wäre mir gegenüber entspannt. Offensichtlich stimmt also die Chemie zwischen uns. Es herrscht ein wahres Geben und Nehmen, ein gegenseitiges Anbieten und Aufnehmen.

Inszeniert wird Die Frau ohne Schatten von Vincent Huguet, der mit dieser Produktion sein Staatsoperndebüt gibt. Der französische Regisseur arbeitete vor seiner Theatertätigkeit u. a. als Kunsthistoriker, bevor er 2008 seine Zusammenarbeit mit Patrice Chéreau begann, dessen Assistent er bis zum Tod des legendären Regisseurs 2013 blieb. Jüngste eigene Inszenierungen führten ihn nach Montpellier (Lakmé), Aix-en-Provence (Dido and Aeneas) und Luzern (Roméo et Juliette).

Hugo von Hofmannsthal Wien © IOCO

Hugo von Hofmannsthal Wien © IOCO

Dass Die Frau ohne Schatten in einer Zeitenwende entstanden ist, findet Vincent Huguet spannend: „Es war der Moment in Europa, als man sich genau an der Absprungkante zwischen Vergangenheit und Zukunft befand. Nicht nur politisch, sondern auch künstlerisch. Die Avantgarde kam auf und ließ manches plötzlich alt aussehen. Daraus ist der Gedanke der „letzten romantischen Oper“ entstanden: Ein letzter Höhepunkt, eine Verschmelzung von so vielen Dingen: Da ist die deutsche Romantik drinnen, die Welt von 1001 Nacht, Antik-Ägyptisches, Goethe und vieles mehr. Umso weiter man gräbt, desto mehr eröffnet sich eine faszinierende Welt!“ Er verschreibt sich nicht einer spezifischen Lesart der Oper – „die Oper ist so reich, so vielfältig, so vielschichtig, dass jeder Versuch, sie auf eine Denkschiene zu setzen, einer Reduktion ihrer Ausdruckskraft gleichkommt. […] Strauss und Hofmannsthal wollten diesem Werk die Qualität eines Märchens schenken. Nun wissen wir: Es gibt nichts Zerbrechlicheres als ein Märchen. Sobald man es erklärt, es fest zu machen versucht und die Symbolik ausdeutet, verliert es seinen Zauber. […] Man […] muss die Magie wirken lassen.

Er betont weiters die Parallele zum Heute, geht es in der Frau ohne Schatten doch „um den Krieg […], nicht direkt angesprochen, aber in einem höheren Sinne […] – als Künstler ist man gefordert Stellung zu beziehen und einen Kommentar abzugeben. Wie also nahmen sie Stellung? Sie sagten, dass wenn Menschen sich – nicht nur in ihrem Verhalten, sondern auch in der Art, wie sie mit der Liebe umgehen – nicht ändern, der Zyklus des Lebens, der Generationenweitergabe unterbrochen wird und es kein Weiter, keine Kontinuität mehr gibt. Es muss ein Umdenken stattfinden, ein Sprung über den eigenen Schatten! […] Und eigentlich ist es beklemmend, dass wir heute erneut an einem solchen Punkt angelangt sind! Vielleicht aktuell nicht militärisch. Aber auf ökologischer Ebene: Wenn wir heute nicht umdenken und unser Verhalten grundlegend ändern, werden die Generationen nach uns keine Erde mehr vorfinden, auf der man leben kann …“

Für das Bühnenbild zeichnet Aurélie Maestre verantwortlich, für die Kostüme Clémence Pernoud. Beide präsentieren mit der Frau ohne Schatten ihre erste Arbeit für das Haus am Ring. Das Lichtdesign stammt von Bertrand Couderc, Dramaturg der Produktion ist Louis Geisler.


Die Besetzung

KS Stephen Gould singt erstmals im Haus am Ring den Kaiser. Der amerikanische Heldentenor ist der Wiener Staatsoper seit seinem Debüt 2004 als Paul in der Premiere von Die tote Stadt eng verbunden. Nach Die tote Stadt, Siegfried und Götterdämmerung (Siegfried) sowie Ariadne auf Naxos (Tenor/Bacchus) ist Die Frau ohne Schatten seine fünfte Staatsopernpremiere. An der Wiener Staatsoper war er weiters als Erik (Der fliegende Holländer), Tristan (Tristan und Isolde) sowie in den Titelpartien von Parsifal, Peter Grimes und Tannhäuser zu erleben.

In der Interpretation der Frau ohne Schatten betont er im Gespräch mit Dr. Andreas Láng für den „Prolog“, dass es „essentiell ist, eine Erzähl-Metapher zu finden, die das ganze Werk veredelt und uns hilft, die geistig/menschliche Erkenntnis zu sehen, die sich dann zum Mythos erhebt.“

Die Kaiserin verkörpert – ebenfalls erstmals an der Wiener StaatsoperCamilla Nylund. Die Frau ohne Schatten ist nach Lohengrin (Elsa) und Der Freischütz (Agathe) die dritte Premiere im Haus am Ring der finnischen Sopranistin, die hier bisher u. a. auch die Titelpartien von Salome, Arabella, Rusalka, Ariadne auf Naxos; Elisabeth (Tannhäuser), Gräfin (Capriccio), Marschallin (Der Rosenkavalier), Sieglinde (Die Walküre), Marietta (Die tote Stadt), Donna Anna (Don Giovanni) und Leonore (Fidelio) sang.

Für sie ist Die Frau ohne Schatten „eine in jeder Hinsicht bombastische Oper – in dieser Ausprägung übertrifft sie wohl alle anderen Strauss-Opern“, wie sie das Außergewöhnliche dieses Werkes charakterisiert. Mit der Musik von Richard Strauss assoziiert sie mit dem Gesang „Riesenbögen“ und den „im wahrsten Sinn des Wortes sauberen, manchmal sogar fast kindlich-reinen Klang, den es so nur bei Strauss gibt. […] Wenn ich […] an die Strauss’schen Ausbrüche in der reinen Orchestermusik denke, so sehe ich vor mir hingegen das Bild eines sich öffnenden Himmels.“

Evelyn Herlitzius, die als Elektra in Trojahns Orest in der letzten Staatsopernpremiere einen großen Erfolg feierte, gibt mit der Amme ein weiteres weltweites Rollendebüt im Haus am Ring. Die Frau ohne Schatten ist nun die zweite Premiere an der Wiener Staatsoper der gefragten deutschen Sängerin. Sie debütierte 2000 als Leonore (Fidelio) im Haus am Ring, wo sie weiters u. a. als Brünnhilde (Der Ring des Nibelungen), Isolde (Tristan und Isolde), Färberin (Die Frau ohne Schatten), Marie (Wozzeck), Kundry (Parsifal) und zuletzt in der Titelpartie von Kátja Kabanová zu erleben war.

Ihre erste Annäherung an die Gesamtheit des Kunstwerkes fasst sie so zusammen: „Sich als erstes dem Ganzen einfach hinzugeben. Danach, wenn der Rausch nachlässt: darüber lesen, sich immer mehr hinein versenken.“

Den Barak singt – wie bereits bei der letzten Vorstellungsserie der Frau ohne Schatten im Haus am Ring 2012 – Wolfgang Koch. Der international renommierte deutsche Bariton debütierte 2008 als Fritz Kothner (Die Meistersinger von Nürnberg) im Haus am Ring und war hier weiters als Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg), Telramund (Lohengrin) und Jochanaan (Salome) sowie in der Titelpartie der Premierenproduktion von Dantons Tod zu erleben.

Nach der Kundry und der Elektra gibt schließlich KS Nina Stemme als Färberin ein weiteres wichtiges internationales Rollendebüt an der Wiener Staatsoper. Die gefeierte schwedische Sopranistin ist damit – nach Der fliegende Holländer (Senta), Die Walküre (Sieglinde), La forza del destino (Leonora), Siegfried (Brünnhilde), Tristan und Isolde (Isolde), La fanciulla del West (Minnie), Elektra und Parsifal (Kundry) – in ihrer neunten Staatsopernpremiere zu erleben. Im Haus am Ring war sie darüber hinaus u. a. als Tosca, Leonore (Fidelio), Marschallin und Brünnhilde (gesamter Ring des Nibelungen) zu erleben.

Angesprochen auf das Gefühl, mit welchem sie 100 Jahre nach der Uraufführung der Frau ohne Schatten an der Wiener Staatsoper ebendiese Bühne betreten wird, sagt sie: „Abgesehen von der Ehre und Freude tragen wir ein Stück Verantwortung, wenn wir dieses Werk vor dem Publikum in unserer Interpretation präsentieren. Einerseits sind wir diesbezüglich vollkommen frei, andererseits liegt die Musik dieser Oper gerade hier in Wien gewissermaßen in der Luft, sodass man nur nach ihr greifen muss.“

Den Geisterboten singt Sebastian Holecek. Der aus Wien stammende Bariton tritt seit seinem Debüt 1991 als Papageno (Die Zauberflöte) an der Wiener Staatsoper auf und sang hier bisher u. a. Peter Besenbinder (Hänsel und Gretel), Don Fernando (Fidelio), Harlekin (Ariadne auf Naxos) und Christian (Un ballo in maschera). Die Frau ohne Schatten ist seine erste Premiere im Haus am Ring.

Die weiteren Partien singen die Staatsopern-Ensemblemitglieder Maria Nazarova (Hüter der Schwelle des Tempels und Stimme des Falken), Benjamin Bruns (Stimme eines Jünglings), Monika Bohinec (Stimme von oben), Samuel Hasselhorn (Der Einäugige), Ryan Speedo Green (Der Einarmige), Thomas Ebenstein (Der Bucklige), Ileana Tonca (Erste Dienerin, Erste Stimme der Ungeborenen, Erste Solostimme), Mariam Battistelli (Zweite Dienerin, Zweite Stimme der Ungeborenen, Zweite Solostimme), Szilvia Vörös (Dritte Dienerin, Vierte Stimme der Ungeborenen, Vierte Solostimme), Virginie Verrez (Dritte Stimme der Ungeborenen, Dritte Solostimme), Bongiwe Nakani (Fünfte Stimme der Ungeborenen, Fünfte Solostimme) und Zoryana Kushpler (Sechste Solostimme).

Es spielen das Orchester der Wiener Staatsoper und das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper, es singt der Chor der Wiener Staatsoper.


Die Frau ohne Schatten im Radio und Livestream sowie internationale Übertragungen

Die Premiere am 25. Mai 2019 wird live auf Radio Ö1 (+ EBU) ausgestrahlt sowie
via WIENER STAATSOPER live at home übertragen (www.staatsoperlive.com). Die Premiere sowie alle Folgevorstellungen (30. Mai, 2., 6., 10. Juni 2019) werden zudem im Rahmen von „Oper live am Platz“ live auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen.

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten „150 Jahre Opernhaus am Ring“ wird die Premiere zudem live bzw. live-zeitversetzt auf wichtige Plätze in den österreichischen Landeshauptstädten von Bregenz bis Eisenstadt sowie auf einen Riesenscreen im Moskauer Zaryadye-Park übertragen (www.wiener-staatsoper.at/150).

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Wien, Wiener Staatsoper, KS Waltraud Meier – Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper, Juni 2017

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

KS Waltraud Meier – Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper

Nach der umjubelten Wiederaufnahme von Richard Strauss’ Elektra am gestrigen Montag, 19. Juni 2017 wurde KS Waltraud Meier, die an diesem Abend erstmals im Haus am Ring als Klytämnestra zu erleben war, die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Staatsoper verliehen. Die Ehrung erfolgte durch Staatsoperndirektor Dominique Meyer und Bundestheater-Holding-Geschäftsführer Mag. Christian Kircher im Anschluss an die Vorstellung auf offener Bühne, wo sich das Ensemble des Abends – darunter Dirigent Michael Boder, KS Nina Stemme, Regine Hangler, Alan Held, Herbert Lippert und KS Wolfgang Bankl – versammelte. KS Waltraud Meier, die vor 30 Jahren ihr Debüt an der Wiener Staatsoper feierte und seitdem an 146 Abenden vor allem in großen Partien des deutschen Faches zu erleben war, wurde auch der von Juwelier Wagner gestaltete und zur Verfügung gestellte Ehrenring der Wiener Staatsoper überreicht. In der kommenden Spielzeit wird KS Waltraud Meier im Haus am Ring im Dezember 2017 wieder die Klytämnestra verkörpern und im Mai 2018 für ein Solistenkonzert zurückkehren.

Wiener Staatsoper / Christian Kircher, KS Waltraud Meier, Dominique Meyer © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Christian Kircher, KS Waltraud Meier, Dominique Meyer
© Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Die aus Würzburg stammende KS Waltraud Meier debütierte am 12. April 1987 als Kundry (Parsifal) im Haus am Ring und verkörperte hier weiters u. a. Sieglinde (Die Walküre), Amneris (Aida), Komponist (Ariadne auf Naxos), Carmen, Santuzza (Cavalleria rusticana), Eboli (Don Carlo), Leonore (Fidelio), Waltraute (Götterdämmerung), Ortrud (Lohengrin), Venus (Tannhäuser), Isolde (Tristan und Isolde) und Klytämnestra (Elektra) . Am 28. April 1998 wurde sie mit dem Titel Kammersängerin ausgezeichnet. 2011 wurde ihr der international bedeutende „Lotte Lehmann-Gedächtnisring“ des Solistenverbandes der Wiener Staatsoper überreicht. PM  Wiener Staatsoper

Wien, Wiener Zentralfriedhof, Denkmal europäischer Kultur, IOCO Aktuell, 27.02.2016

Wien / Zentralfriedhof Borromäus Kirche © IOCO

Wien / Zentralfriedhof Borromäus Kirche © IOCO

Wiener Zentralfriedhof:  Ruhe- und Kultstätte

Der 2,5 km² große Wiener Zentralfriedhof ist eine der beeindruckendsten Friedhofsanlagen der Welt. Drei Millionen Menschen liegen dort bestattet. Der Zentralfriedhof Wien spiegelt über Jahrhunderte das kulturelle Erbe Europas.

I. IOCO Photogalerie: Gräber berühmter Künstler

Wandern Sie mit IOCO von den Gräbern der Strauss – Dynastie mit Johann Strauss Vater zu Arnold Schönberg, Leonie Rysanek, Curd Jürgens, Hans Moser und anderen großen Künstlen; bis hin zum Grab von Wiens einzigartigem Kabarettisten, Helmut Qualtinger:

[ klicken Sie auf die Bilder und sehen Sie die Bilder in Orginalgröße ]

II. Historie des Wiener Zentralfriedhof

Leopold I., 1640 – 1705, (HRR), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, König von Ungarn, Böhmen, Kroatien und Slowenien begann 1704 in Wien mit dem Bau des Linienwalls. Dieser Linienwall, (der dem heutigen Wiener Gürtel entspricht) war Teil der Kuruzenschanze, welche die Grenze gegen Ungarn entlang der Leitha, der March bis zum Neusiedler See gegen Angriffe der Türken und Kuruzen (revoltierende Kreuzzugsteilnehmer) schützen sollte.

Die von Kaiser Joseph II.,1741 – 1790, (HRR) 1784 verfügten Josephinischen Reformen führten dazu, daß innerhalb des Linienwalles gelegene Friedhöfe aufgelassen und außerhalb des Walles neu angelegt werden mußten. 1863 beschloss der Wiener Gemeinderat die Errichtung eines Zentralfriedhofs, der weit außerhalb der Stadt liegen und über hohe Aufnahmekapazitäten verfügen sollte. Gleichzeitig wurde die alleinige Zuständigkeit der Kirche für Begräbnisstätten aufgehoben und der interkonfessionelle Charakter des Friedhofs festgelegt. Diese Historie bildete die Grundlage für die spätere Errichtung des Wiener Zentralfriedhofs.

Wien / Zentralfriedhof - Emmerich-Kálmán © IOCO

Wien / Zentralfriedhof – Emmerich-Kálmán © IOCO

Um 1870 wurde der Wiener Zentralfriedhof von den Gartenarchitekten Mylius und Bluntschli geplant und 1874 eingeweiht. Seit 1874 sieben Mal erweitert. Zuletzt 1921. Der Friedhof ist riesig: Mit 2,5 Millionen m² ist er flächenmäßig der zweitgrößte Friedhof Europas. Etwa 3 Millionen Menschen aller Konfessionen sind hier begraben. So wurden eigene Friedhofsbereiche für die meisten Konfessionen errichtet: Christen verschiedener Konfessionen, Syrisch-orthotox, Koptisch-orthodox,Serbisch-orthodox, Jüdisch, Moslems …………..

Die auffällige Friedhofskirche des Zentralfriedhof, Zum heiligen Borromäus, wurde von Architekt Max Hegele errichtet und stellt neben Otto Wagners Kirche am Steinhof den bedeutendsten Jugendstil – Kirchenbau Österreichs dar.

Viele Persönlichkeiten sind in Ehrengräbern begraben, über 1.000 solcher Ehrengräber sind auf dem Zentralfriedhof zu besichtigen. Die Präsidentengruft vor der Borromäus – Jugendstilkirche ist seit 1945 die letzte Ruhestätte der österreichischen Bundespräsidenten. Wandern Sie mit der IOCO Photogalerie zu den Gräbern dieser Künstler. Raten Sie, welche große, ehemalige Sängerin und Operetten – Ikone am Steuer des Oldtimer Mercedes sitzt und zum Grabe ihres, auf dem Wiener Zentralfriedhof begrabenen, berühmten Ehemannes fährt. Lassen Sie sich von den Gräbern bedeutender Künstler ergreifen, welche auf dem Wiener Zentralfriedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.     IOCO / VJ / Februar 2016

Wien, Wiener Zentralfriedhof, Monument europäischer Kultur, IOCO Aktuell,

Dezember 3, 2011 by  
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Wien / Zentralfriedhof Borromäus_Kirche © IOCO

Wiener Zentralfriedhof:  Große Ruhe- und Kultstätte

Mit fast 2,5 km² und drei Millionen Bestatteten ist der Wiener Zentralfriedhof eine der größten Friedhofsanlagen der Welt. In der Jahrhunderte prägenden Größe Wiens spiegelt der Zentralfriedshof Wiens die kulturelle und künstlerische Entwicklung des Abendlandes.

I.   IOCO Photogalerie: Gräber berühmter Künstler

Wandern Sie mit IOCO von den Gräbern der Strauss – Dynastie mit  Johann Strauss Vater zu Arnold Schönberg, Leonie Rysanek, Curd Jürgens, Hans Moser und anderen großen Künstlen; bis hin zum Grab von Wiens einzigartigem Kabarettisten, Helmut Qualtinger:

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Alle Bilder © IOCO

 II. Historie des Wiener Zentralfriedhof

Leopold I., 1640 – 1705,  (HRR), Kaiser  des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, König von Ungarn, Böhmen, Kroatien und Slowenien begann 1704 in Wien mit dem Bau des Linienwalls. Dieser Linienwall, (der dem heutigen Wiener Gürtel entspricht)  war Teil der Kuruzenschanze, welche die Grenze gegen Ungarn entlang der Leitha, der March bis zum Neusiedler See gegen Angriffe der Türken und Kuruzen (revoltierende Kreuzzugsteilnehmer) schützen sollte. Die von Kaiser Joseph II.,1741 – 1790, (HRR)  1784  verfügten Josephinischen Reformen  führten dazu daß  innerhalb des Linienwalles gelegene Friedhöfe aufgelassen  und außerhalb des Walles neu angelegt werden mußten.  1863 beschloss der Wiener Gemeinderat die Errichtung eines Zentralfriedhofs, der weit außerhalb der Stadt liegen und  über hohe Aufnahmekapazitäten verfügen  sollte. Gleichzeitig wurde die alleinige Zuständigkeit der Kirche für Begräbnisstätten aufgehoben und der interkonfessionelle Charakter des Friedhofs festgelegt.  Diese Historie bildete die Grundlage für die  spätere  Errichtung des  Wiener Zentralfriedhofs.

Emmerich Kálmán, Zentralfriedhof_Foto IOCOUm 1870 wurde der Wiener Zentralfriedhof von den Gartenarchitekten Mylius und Bluntschli geplant  und  1874  eingeweiht. Seit  1874   sieben Mal erweitert.  Zuletzt  1921.  Der  Friedhof  ist  riesig:  Mit 2,5  Millionen  m²  ist er flächenmäßig  der  zweitgrößte Friedhof Europas.  Etwa 3 Millionen Menschen  aller  Konfessionen  sind hier begraben.  So  wurden  eigene Friedhofsbereiche für die meisten Konfessionen errichtet:  Christen verschiedener Konfessionen,  Syrisch-orthotox, Koptisch-orthodox,Serbisch-orthodox, Jüdisch, Moslems …………..

Die auffällige  Friedhofskirche des  Zentralfriedhofs  Zum heiligen Borromäus  wurde von dem Architekt Max Hegele errichtet und stellt neben Otto Wagners Kirche am Steinhof  den bedeutendsten Jugendstil – Kirchenbau Österreichs  dar.

Viele Persönlichkeiten sind in Ehrengräbern begraben, über 1.000 solcher Ehrengräber sind auf dem Zentralfriedhof zu besichtigen.  Die Präsidentengruft vor der Borromäus – Jugendstilkirche ist seit 1945 die letzte Ruhestätte der  österreichischen  Bundespräsidenten. Wandern Sie mit der IOCO  Photogalerie zu den Gräbern dieser Künstler. Raten Sie, welche  große, ehemalige Sängerin und Operetten – Ikone am Steuer des  Oldtimer Mercedes sitzt und zum Grabe ihres, auf dem Wiener Zentralfriedhof begrabenen, berühmten Ehemannes fährt.  Lassen  Sie  sich  von  den  Gräbern  bedeutender  Künstler ergreifen, welche auf dem Wiener Zentralfriedhof  ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

IOCO / Viktor Jarosch /  Dezember 2011