Dortmund, Konzerthaus Dortmund, Elim Chan dirigiert Festliche Saisoneröffnung, 14.09.2019

August 28, 2019 by  
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Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Elim Chan dirigiert Festliche Saisoneröffnung am KONZERTHAUS DORTMUND

Junge Dirigentin springt für Franz Welser-Möst ein Elim Chan wird die Festliche Saisoneröffnung mit dem Royal Concertgebouw Orchestra im KONZERTHAUS DORTMUND am 14. September leiten. Sie springt damit für Franz WelserMöst ein, der nach einer Schulterverletzung, die eine kleine Operation erfordert, auf ärztlichen Rat zwei Wochen Ruhe einhalten soll.

Chan wird das reine Tschaikowsky-Programm unverändert übernehmen: Auf das Violinkonzert mit Solistin Janine Jansen folgt die Fantasie-Ouvertüre »Romeo und Julia« sowie Auszüge aus dem Ballett »Schwanensee«.

Elim Chan dirigierte das Royal Concertgebouw Orchestra erstmals im April 2018. Mit Beginn der Saison 2019/20 wird sie Chefdirigentin des Antwerp Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist Chan Musikdirektorin der NorrlandsOperan in Umeå und Erste Gastdirigentin des Royal Scottish National Orchestra.

Geboren in Hongkong, ist Elim Chan die erste weibliche Gewinnerin der »Donatella Flick Conducting Competition« 2014, woraus die Position des Assistant Conductor beim London Symphony Orchestra in der Saison 2015/16 und die Teilnahme beim Dudamel Fellowship Program mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra in der Saison 2016/17 resultierten. Elim Chan erhielt ihre Ausbildung am Smith College und an der University of Michigan.


Sa 14.09.2019 / 19.00 Uhr
Festliche Saisoneröffnung
Royal Concertgebouw Orchestra
Franz Welser-Möst (Dirigent)
Janine Jansen (Violine)
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Peter Iljitsch Tschaikowsky: »Romeo und Julia« Fantasie-Ouvertüre
Peter Iljitsch Tschaikowsky: »Schwanensee« Ballettmusik op. 20 (Auszüge)

Einführung mit Prof. Dr. Michael Stegemann um 18.00 Uhr im Komponistenfoyer
Expresseinführung um 18.40 Uhr
Nach dem Konzert Empfang zum Saisonauftakt mit einem Glas Sekt oder Bier aufs
Haus

—| Pressemeldung Konzerthaus Dortmund |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Solokonzert Alice Sara Ott, 19.05.2019

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

In Harmonie zwischen Tag und Nacht – Starpianistin Alice Sara Ott präsentiert im Festspielhaus Klavierstücke von Chopin bis Satie

Die Ausnahme-Pianistin Alice Sara Ott ist zu Gast im Festspielhaus Baden-Baden: Am 19. Mai 2019, 17 Uhr, erforscht sie in einem Solokonzert Frankreichs phantastische Klangwelten und zeigt ihr Faible für geheimnisvolle, nachtdunkle Klavierjuwelen von Frédéric Chopin über Claude Debussy bis zu Erik Satie.

Die deutsch-japanische Pianistin Alice Sara Ott ist eine der gefragtesten klassischen Pianisten der Welt, eine prominente Persönlichkeit der internationalen klassischen Musikszene und am 19. Mai 2019 in einem Solokonzert im Festspielhaus zu erleben. Neben einer Auswahl der Nocturnes von Frédéric Chopin erklingt in dem Klavierkonzert auch dessen erste Ballade in g-Moll. Der impressionistische Hauptteil des Abends beinhaltet die „Suite bergamesque“ und „Reverie“ von Claude Debussy, Erik Saties „Gnossiennes Nr. 1 und 3“ und die „Gymnopédie Nr. 1“.

Festspielhaus Baden-Baden / Alice Sara Ott - Nightfall © Esther Haase / Deutsche Grammophon

Festspielhaus Baden-Baden / Alice Sara Ott – Nightfall © Esther Haase / Deutsche Grammophon

Die Kombination aus Werken von Chopin und des französischen Impressionismus ist so einleuchtend wie natürlich, greift der Impressionismus doch entscheidende Ideen der deutsch-französischen Romantik auf – ganz besonders in der Klaviermusik. Bereits die „Reverie“ von Claude Debussy verleugnet ihre Herkunft von Robert Schumanns romantischer „Träumerei“ nicht. Schon die Romantiker experimentierten mit der Idee der Anti-Kunst: einer Kunst, die sich bewusst einfach, aber auch launisch, improvisiert gibt. Ein Bellini  beispielsweise vereinfachte die Begleitung seiner Arien bis zur Simplizität und konzentrierte alle Kunstfertigkeit auf die Melodie. Dieses Modell übernahm dann Chopin in seinen „Nocturnes“ – und auch in seinem wohl populärsten Werk, der „Ballade Nr. 1“ von 1835, deren wilder musikalischer Verlauf keinen klassischen Mustern folgt. Die Idee der Anti-Kunst hatte dann einen ihrer Höhepunkte in der Musik des „abgebrochenen Studenten“ Erik Satie. Dessen auf jede ausgestellte Form von Virtuosität und artifizieller Künstlichkeit verzichtenden „Gymnopédies“ von 1888 und „Gnossiennes“ von 1890 hatten einen entscheidenden Einfluss auf Debussy – darüber hinaus jedoch auch auf Jazz- und Pop-Musik, heute auch als „Easy Listening“ bezeichnet. Alice Sara Ott spielt am 19. Mai im Festspielhaus die berühmtesten dieser Stücke. Auch die 1890 von Claude Debussys verfassten Werke „Revierie“ und „Suite bergamesque“ folgen in einigen Punkten Saties Anti-Kunst-Bestrebungen, indem sie etwa auf äußere Virtuosität verzichten und akademisch „falsche“ Akkordverbindungen und Stimmführungen (Quintparallelen) zulassen. Besonders die „Suite bergamesque“ ist populär geworden – nicht zuletzt dank ihres dritten Satzes „Clair de Lune“.

Festspielhaus Baden-Baden / Alice Sara Ott © Esther Haase / Deutsche Grammophon

Festspielhaus Baden-Baden / Alice Sara Ott © Esther Haase / Deutsche Grammophon

Die deutsch-japanische Pianistin Alice Sara Ott gewann bereits als Kleinkind zahlreiche Musikwettbewerbe und Förderpreise, darunter den deutschen „Jugend musiziert“ und den „Most Promising Artist Award“ in Hamamatsu, Japan. Als jüngste Teilnehmerin überhaupt wurde sie mit 15 Jahren beim „Internationalen Klavierwettbewerb Silvio Bengalli“ in Italien 2004 mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Die Zeitschrift Fono Forum wählte sie zum Nachwuchskünstler des Jahres 2007.

Alice Sara Ott hat mit renommierten Dirigenten gearbeitet, darunter Lorin Maazel und Gustavo Dudamel, Pablo Heras-Casado, Paavo Järvi, Sir Antonio Pappano, Vladimir Ashkenazy und Myung-Whun Chung. Auftritte mit Ensembles wie Los Angeles Philharmonic Orchestra, London Symphony Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, dem Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, Royal Seite 3 von 3 Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern und der Dresdner Philharmonie belegen ihren internationalen Ruf.

[ Von Alice Sara Ott wurden verschiedene Aufnahmen bei der deutschen Grammophon veröffentlicht.]

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Essen, Philharmonie Essen, Strawinsky – Simón Bolivar Symphony Orchestra of Venezuela – Gustavo Dudamel, IOCO Kritik, 23.01.2016

Januar 25, 2016 by  
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Philharmonie Essen

Simón Bolivar Symphony Orchestra of Venezuela – Gustavo Dudamel

Igor Strawinsky  Petruschka +  Le Sacre du Printemps

Philharmonie Essen / Gustavo Dudamel © Saad Hamza

Philharmonie Essen / Gustavo Dudamel © Saad Hamza

Das Simón Bolivar Symphony Orchestra of Venezuela wurde 1975 gegründet. Das ehemalige Jugendorchester hat inzwischen eine weltweite Reputation. Schon 17 Spielzeiten leitet der Venezolaner Gustavo Dudamel das Orchester. Als Achtzehnjähriger hatte er es übernommen.

Philharmonie Essen / Gustavo Dudamel © Saad Hamza

Philharmonie Essen / Gustavo Dudamel © Saad Hamza

Dudamel hat inzwischen eine große Karriere gemacht. Es gibt kaum ein Orchester von Rang, bei dem er nicht zu Gast war. Seit sieben Spielzeiten ist er Chef des Los Angeles Philharmonic Orchestra.

Seine Verpflichtung mit dem venezolanischen Orchester läuft aber weiter. Mit diesem gastiert er in dieser Saison unter anderem an der Mailänder Scala in einer La Bóheme – Produktion. Im April dieses Jahres wird er sein Debüt an der Wiener Staatsoper in einer Neuproduktion von Puccinis Turandot geben.

Venedig / Grabstätte Igor Stravinski © IOCO

Venedig / Grabstätte Igor Stravinski © IOCO

Das gestrige Gastspiel des venezolanischen Ensembles unter seiner Leitung beinhaltete nur Musik von Igor Strawinsky.

Man begann mit Petruschka, Burleske Szenen in vier Bildern in der Fassung von 1947. Es ist eine tragische Geschichte, die hier mit einer effektvollen Musik erzählt wird. Ein alter Scharlatan führt zur Faschingszeit auf dem Petersburger Jahrmarkt seine Puppen vor. Einen Mohren, eine Ballerina und den Kasper Petruschka. Seine Zauberkunst hat den Puppen menschliche Gefühle eingegeben. Petruschka liebt die Ballerina, die sich jedoch in den aufgeputzten Mohren verliebt hat. Aus Eifersucht tötet der Mohr Petruschka. Das alles spielt vor einem sehr farbigen Hintergrund, mit tanzendem Bären, Drehorgel und mehr.

Die Uraufführung als Ballett fand 1911 in Paris durch das Ballett Russe von Sergei Diaghilew statt. Der große Erfolg veranlasste Strawinsky, aus den interessantesten Nummern eine Konzertsuite zu erstellen. 1947 gab er eine revidierte Fassung heraus. Diese, die die Instrumentation etwas auflichtet, wird heute allgemein gespielt. So auch hier beim Gastspiel der Venezolaner.

Dudamel und sein großartiges Orchester vermittelten eindringlich diese farbige, effektvolle Musik. Glänzend waren die Streicher, die in dieser Partitur dominieren. Kraftvoll klangen die Blechbläser und der Schlagzeuger (immer mit lächelndem Gesicht) leistete Schwerstarbeit. Verblüffend gut war die Korrespondenz zwischen den einzelnen Gruppen. Schon jetzt zeigte sich das Publikum begeistert.

Nach der Pause ging es weiter mit Le Sacre du Printemps, Bilder aus dem heidnische Russland. Archaisch, gewaltig, mit peitschenden Rhythmen kommt diese Musik daher und fasziniert sofort. Das zweiteilige, zirka halbstündige Werk, wurde auch in Paris beim Ballett Russe, zwei Jahre nach Petruschka, uraufgeführt.

Im ersten Teil Anbetung der Erde sind tanzende junge Mädchen die Vorboten des Frühlings. Frühlingsreigen folgen, Stämme rivalisieren miteinander. Höhepunkt des ersten Teils ist das Finale, der Tanz der Erde. Dazu schrieb Strawinsky eine Musik, die hart an die Schmerzgrenze geht. Sie ist ein Pandämonium an brutalen, den Orchesterapparat fordernden Klängen.

Doch auch der zweite Teil Das Opfer hat es in sich. Hier findet Strawinsky zu einer bohrenden, motorischen Rhythmik, sowohl für die heidnischen Riten und die barbarischen Stimmungen, wie den finalen Opfertanz.

Für Gustavo Dudamel und sein außerordentliches, hoch motiviertes Orchester gab es keine Probleme. Dudamel hatte den Riesenapparat fest im Griff. Wunderbar brachte er es fertig, selbst die dichtesten und härtesten Klangballungen ohne knallig zu werden, rüber zu bringen. Das war eine exemplarische Leistung. Der ganze Abend war ein Ereignis und wurde von den Besuchern einhellig honoriert.

Das Publikum im sehr gut besuchten Haus, spendete frenetischen, nicht enden wollenden Beifall. Fähnchen mit dem venezolanischen Wappen wurden geschwenkt und man jubelte lautstark.  Natürlich gab es Zugaben, wie etwa das Finale aus Strawinskys  Feuervogel. Dieser Abend wird in Erinnerung bleiben.

IOCO / UGK / 23.01.2016

—| IOCO Kritik Philharmonie Essen |—

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, 3. Sinfoniekonzert, 06.11.2013

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Kaufhold

3. Sinfoniekonzert. Profane et sacré

 
3. Sinfoniekonzert
Profane et sacré
Werke von Ravel, Lutoslawski, Debussy und Hindemith
Harfe Ursula Holliger
Dirigent Heinz Holliger
 
Mittwoch, 6. November | 20.00 Uhr | Kurhaus, Friedrich-von-Thiersch-Saal 
Einführung um 19.00 Uhr im Dostojewskisaal 
 
 
Maurice Ravel (1875-1937): Ma mère l’Oye
Witold Lutoslawski (1913-1994): Konzert für Oboe, Harfe und Kammerorchester (1980)
Claude Debussy (1862-1918): Danse sacrée und Danse profane für Harfe und Streicher
Paul Hindemith (1895-1963): Nobilissima visione
 
Heinz Holliger, der singuläre Dirigent, Oboist und Komponist, folgt unserer Einladung, in Wiesbaden seine faszinierende musikalische Welt zu präsentieren. „Profane et sacré“, weltlich und geistlich, sind hier nicht Gegensätze, sondern ergänzen sich, auf der Ebene des Verstandes ebenso wie auf der des Gefühls. Es gibt keine Weisheit ohne kindliche Naivität, keine Moderne ohne Traditionen und keinen Glauben ohne den Gedanken. Heinz Holligers musikalische Partnerin und Solistin im Konzert ist Ursula Holliger.
 
Die „Poesie der Kindheit” wollte Maurice Ravel wachrufen, als er 1908 seinen Zyklus Ma mère l’Oye schrieb. Ravel fand sie in den Contes de ma mère l’Oye (Märchen von Mutter Gans). Aus dieser in Frankreich bis heute populäre Märchensammlung von Charles Perrault (1697), leitete Ravel auch den Titel ab, den er seinen „pièces enfantines” (Kindliche Stücke) gab. Ravel vertont fünf Märchen aus der Sammlung: Dornröschen, Der kleine Däumling, Die Kaiserin der Pagoden, Die Schöne und das Biest und Der Zaubergarten. Seinen ursprünglich fünfteiligen Klavierzyklus instrumentierte Ravel 1911 für Orchester.
 
Das Doppelkonzert für Oboe, Harfe und Kammerorchester des polnischen Komponisten Witold Lutoslawski ist eines der bedeutenden Oboenkonzerte des 20. Jahrhunderts und eines der großen Beispiele für serielle Komposition, wie sie in den 70er Jahren gepflegt wurde. Seit Ende der fünfziger Jahre wird Witold Lutoslawski als Exponent der polnischen wie der europäischen Avantgarde gefeiert und gilt zugleich schon lange als ein „Klassiker der Moderne“. Er komponierte für weltbekannte Solisten wie etwa Anne-Sophie Mutter oder Heinz Holliger. Die Entstehung geht zurück auf einen Auftrag des Basler Dirigenten und Mäzens Paul Sacher, dessen Initiative wir so viele zeitgenössische Werke verdanken. Sacher wollte 1972 ein Oboenkonzert speziell für Heinz Holliger, der wiederum um die Kombination mit der Harfe bat. Unter Leitung von Paul Sacher wurde das Doppelkonzert 1980 mit Heinz und Ursula Holliger in Luzern uraufgeführt. Das Orchester dieses faszinierenden Doppelkonzertes setzt sich aus zwölf Streichern und zwei Percussionisten zusammen. Das musikalische Material entwickelt sich aus einer Folge von 24 Noten, die eine Zwölftonreihe und ihre Umkehrung beinhalten. Es lehnt sich an das klassische und virtuose Solistenkonzert an und hält sinnliche Klangschönheit ebenso bereit wie Überraschungen und Brüche. 
 
Der Aufführungszweck der beiden Tänze von Claude Debussy, „profane” und „sacré”, war ein ganz profaner: Die beiden konkurrierenden Pariser Klavierhersteller Erard und Pleyel bauten auch Harfen und benötigten Stücke, um ihre Instrumente zu präsentieren. Pleyel beauftragte als erster 1904 Claude Debussy, die Deux Danses  für seine neue chromatische Harfe zu komponieren. Erard legte ein Jahr später mit einem Kompositionsauftrag an Maurice Ravel nach. Heute gehören die beiden Tänze zum festen Repertoire und werden – Ironie der Geschichte – auf modernen Doppelpedalharfen nach dem Modell des Konkurrenzunternehmens Erard gespielt.
 
Paul Hindemith komponierte seine Orchestersuite Nobilissima Visione  nach der gleichnamigen Ballettmusik, die er 1938 als „Tanzlegende” über das Leben des heiligen Franz von Assisi für den Choreografen Leonide Massine geschaffen hatte. Massine hatte sich durch Florentiner Fresken zu diesem Ballett anregen lassen. Für den Konzertsaal stellte Hindemith Rondo, Marsch und Pastorale sowie die sehr berühmt gewordene Passacaglia zu einer eigenständigen Suite zusammen.
 
Heinz Holliger ist eine der großen Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Er studierte in Bern, Paris und Basel Oboe und Klavier sowie Komposition (bei Sandor Veress und Pierre Boulez). Nach ersten Preisen bei den internationalen Wettbewerben von Genf und München beginnt für ihn eine unvergleichliche Karriere als Oboist, die ihn in die großen Musikzentren führt. Im ständigen Austausch von Interpretation und Komposition erweitert er die spieltechnischen Möglichkeiten des Instruments und setzt sich mit großem Engagement für die zeitgenössische Musik ein. Einige der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart widmeten ihm Werke. Als Dirigent arbeitet Heinz Holliger seit vielen Jahren mit weltweit führenden Orchestern und Ensembles zusammen, darunter die Berliner Philharmoniker, das Cleveland Orchestra, das Concertgebouworkest Amsterdam, das Philharmonia Orchestra London, die Wiener Sinfoniker, die Wiener Philharmoniker, das Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das WDR-Sinfonieorchester Köln, das HR-Sinfonieorchester Frankfurt, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Festivalorchester Budapest und das Orchestre National de Lyon. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit dem Chamber Orchestra of Europe. Heinz Holliger ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und Preise, auch für viele seiner Einspielungen. 
 
Nach Studien an der Musik Akademie der Stadt Basel und am Conservatoire Royal de Musique de Bruxelles konzertierte Ursula Holliger unter anderem mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, den Musici di Roma, dem English Chamber Orchestra und dem Orchestre de Paris unter der Leitung von Dirigenten wie Michael Gielen, Pierre Boulez, Simon Rattle, André Previn, Sir Neville Marriner und Heinz Holliger sowie auch regelmäßig bei renommierten Festivals. Neben dem Standardrepertoire gilt Werken von Louis Spohr und der zeitgenössischen Musik das besondere Interesse der Künstlerin. So hat sie viele eigens für sie geschriebene Werke von Komponisten wie Elliott Carter, Hans Werner Henze, Witold Lutoslawski, Ernst Krenek, Frank Martin, Isang Yun, Toru Takemitsu und Heinz Holliger uraufgeführt – in den letzten Jahren die europäische Erstaufführung von Elliott Carters Harfenkonzert Mosaic, die Uraufführung von Harrison Birtwistles 26 Orpheus Elegies für Oboe, Harfe und Countertenor sowie das Solostück Crowd als schweizerische Erstaufführung beim Lucerne Festival.
 
 

—| Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden |—

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