Linz, Landestheater Linz, Musical LAZARUS – DAVID BOWIE, 27.09.2018

September 25, 2018 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

LAZARUS 
Musical  – DAVID BOWIE  und  ENDA WALSH

Nach dem Roman The Man Who Fell to Earth von Walter Tevis, Deutsche Dialoge von Peter Torberg, In deutscher Sprache mit englischen Gesangstexten

Premiere LAZARUS – 27. September 2018, 19.30 Uhr, Öffentliche Generalprobe Mittwoch, 26. September 2018, 19.30 Uhr,  weitere Vorstellungstermine: 29. September; 6., 10., 12., 14., 16., 17., 19., 20., 26. Oktober 2018

Landestheater Linz / Lazarus © Robert Josipovic

Landestheater Linz / Lazarus © Robert Josipovic

ZUM STÜCK:  David Bowie entwickelte mit dem irischen Dramatiker Enda Walsh das Musical Lazarus, das wenige Wochen vor Bowies Tod in New York mit Michael C. Hall (Dexter, Six Feet Under) uraufgeführt und ein Jahr danach auch höchst erfolgreich in London gezeigt wurde. Johannes von Matuschka (in Linz zuletzt Hedwig and the Angry Inch und Préludes) führt Regie bei dem schon jetzt kulthaft verehrten Stück, das zwar randvoll mit Bowie-Klassikern wie „Absolute Beginners“, „Heroes“ und „This Is Not America“ ist, aber nie wie ein zusammengeschustertes Jukebox-Musical wirkt.

Die Handlung schließt an Nicolas Roegs Film „Der Mann, der vom Himmel fiel“  von 1976 an, in dem David Bowie den Außerirdischen Thomas Jerome Newton spielt, der auf die Erde kommt, um Wasser für seinen ausgetrockneten Heimatplaneten zu beschaffen. Viele Jahre später sitzt Newton noch immer auf dem ihm so fremden Planeten fest und trinkt einen Gin nach dem anderen, um seine Depression zu betäuben. Erst als eine junge namenlose Frau – Das Mädchen –, ebenso am Dasein verzweifelnd wie er, in sein Leben tritt, regt sich in ihm wieder Hoffnung, in seine ferne Heimat zurückkehren zu können.

David Bowie und sein Ko-Autor, der irische Dramatiker Enda Walsh, erzählen keine geradlinige Geschichte, sondern erbauen um den schwermütigen, einsamen Besucher aus dem All eine Art Innenbetrachtung seines Geistes und seiner depressiven Traumwelt.

Wenn es um die künstlerische Visualisierung von Traumwelten geht, gibt es in Linz eine internationale Kapazität: das Ars Electronica Futurelab. Das Forschungs- und Entwicklungslabor konzentriert sich seit seiner Gründung 1996 auf Projekte, bei denen sich Kunst und Technik wechselseitig inspirieren. Lazarus-Regisseur Johannes von Matuschka und Bühnenbildner Christoph Rufer (Hedwig and the Angry Inch) merkten rasch, dass das Futurelab bei ihrer entstehenden Konzeption für Lazarus ein idealer Partner wäre. Futurelabs Senior Director Horst Hörtner musste nicht lange überzeugt werden – das Thema erschien ihm geradezu ideal für die künstlerischen Möglichkeiten, die das „Lab“ in den letzten Jahren entwickelt hat.

Lazarus soll mit neuartigen visuellen Effekten versehen werden, die aber nicht effekthascherisch sein, sondern die Erzählung der komplexen, abstrakten Gedanken- und Gefühlswelt der extraterrestrischen Hauptfigur veranschaulichen sollen. Damit führen wir ein wesentliches Element von David Bowies Karriere in eine neue Zeit: Im Rock-Lexikon von 1973 wurde ihm noch vorgeworfen, „seinen paranoiden Rock’n’Roll mit Reizbildern aus Horrorshows“ zu übersättigen und „sich mit pinkfarbenem Haar, surrealistischem Make-up und bizarrer Kostümierung“ wie der Bob Dylan eines Paralleluniversums zu gebärden. Die kritisch gemeinten Äußerungen beschreiben heutzutage gut den Kultcharakter, den die Kunstfigur Bowie heute genießt. Der Mann, der vom Himmel fiel, das war nicht nur seine berühmteste Filmrolle, sondern, auch nach seinem Tod, scheint Bowie immer noch der geheimnisvolle Fremde von einem anderen Stern zu sein, der – wie seine Figur Newton – mit nüchtern- nalytischem Blick aus kalten Alien-Augen das auf dieser Erde herumkriechende Menschenvolk betrachtet und sich doch nicht dessen Einfluss entziehen kann.

Musikalische Leitung Christopher Mundy, Nachdirigat Tom Bitterlich, Inszenierung Johannes von Matuschka, Choreografie Wei-Ken Liao, Bühne Christoph Rufer, Kostüme Tanja Liebermann, Mitarbeit Kostümbild Giuliana Savari, Mediadesign Ars Electronica Futurelab, Lichtdesign Johann Hofbauer, Produktionsleitung Kathrin Obernhumer, Dramaturgie Arne Beeker

Newton Riccardo Greco, Elly Ariana Schirasi-Fard, Das Mädchen, später Marley Hanna Kastner, Valentine Carsten Lepper, Michael Christian Fröhlich, Zach Christof Messner, Japanerin / Maemi Aoi Yoshida, Girl 1 Daniela Dett, Girl 2 Lynsey Thurgar, Girl 3 Aoi Yoshida, Ben Christof Messner

Keyboard 1 Christopher Mundy / Tom Bitterlich, Keyboard 2 Gerald Landschützer / Marco Palewicz, Posaune (Tenor / Bass) Hermann Mayr / Philipp Buttinger, E-Bass Wolfgang „Fanti“ Boukal / Gerald Kiesewetter, Saxophon (Tenor / Bariton) Jürgen Haider / Charly Schmid, Schlagzeug Ewald Zach / Erwin Drescher, Gitarre 1, Gitarre 2 Wolfgang „Bruno“ Bründlinger /, Johannes Pichler / Oliver Deak


BIOGRAFIEN


CHRISTOPHER MUNDY –  MUSIKALISCHE LEITUNG : Der Brite Christopher Mundy studierte Piano am Associated Board of the Royal Schools of Music und machte seinen Bachelor und Master in Musik an der Cambridge University. Seit über 15 Jahren arbeitet er als Pianist, musikalischer Leiter und Arrangeur vor allem in Großbritannien, u. a. in den Produktionen Little Shop of Horrors (Cambridge), Merrily We Roll Along (Cambridge), Whistle Down the Wind (Cameo Theatre Company), Assassins (Landor Theatre, The Union Theatre), Sweeney Todd (The Union Theatre), Company (The Union Theatre), Pirates of Penzanes (The Union Theatre, The Rose Theatre, Wilton’s Music Hall), Iolanthe (The Union Theatre, Wilton’s Music Hall), The Baker’s Wife (The Union Theatre), Oliver! (Cameron Mackintosh/Stage Entertainment Tournee), High Society (UK-Tournee), Grease (Ljubljana), Happy Days (UK-Tournee), Annie Get Your Gun (UK-Tournee), Oklahoma! (UK-Tournee), Chitty Chitty Bang Bang (UK-Tournee), Sunset Boulevard (UK-Tournee). Seit Anfang dieser Spielzeit ist Mundy Studienleiter Musical am Landestheater Linz. Außer bei Lazarus wird er in laufenden Spielzeit auch die musikalische Leitung bei der Uraufführung Der Hase mit den Bernsteinaugen und die Nachdirigate von Ein Amerikaner in Paris und Ragtime übernehmen.

JOHANNES VON MATUSCHKA – INSZENIERUNG : Johannes von Matuschka absolvierte nach seinem Juraexamen an der Humboldt-Universität in Berlin ein Regie- und Schauspielstudium am Wiener Max Reinhardt Seminar. Nach Assistenzjahren an den Münchner Kammerspielen, der Berliner Schaubühne und Festivals wie der Ruhrtriennale begann er ab 2008 mit eigenen Regiearbeiten im Sprechtheater im In- und Ausland. So entstanden Arbeiten in Chennai (Madras), Bordeaux (Frankreich), Linz (Österreich) und in deutschen Stadt- und Staatstheatern, unter anderen in Berlin, Nürnberg, Konstanz und Kiel. 2016 gab von Matuschka sein Debüt als Opernregisseur an der Staatsoper Hannover mit Zemlinskis Traumgörge. Es entstanden zunehmend Arbeiten im Musiktheater, wie Simon Boccanegra an der Staatsoper Saarbrücken oder die ungewöhnlichen Projekte Hedwig & the Angry Inch und Préludes für die Musicalsparte des Landestheaters Linz. In dieser Spielzeit wird er neben Lazarus auch Die Gezeichneten von Franz Schreker an der Staatsoper Hannover inszenieren.

Er lehrt als Dozent für szenischen Unterricht an der Universität der Künste, Berlin (UDK) in den Abteilungen Musiktheater und Musical. Am Landestheater Linz war er auch häufig als Gastregisseur im Schauspiel vertreten, zuletzt für die Stücke Verbrennungen und Ein Sommernachtstraum.

WEI-KEN LIAO –  CHOREOGRAFIE : Wei-Ken Liao erhielt seine Ausbildung in Gesang, Schauspiel und Tanz in Wien, London, Toronto, Los Angeles und New York. Neben seiner Tätigkeit als Musicaldarsteller ist er auch als Tanzdozent und Choreograf tätig – er choreografierte u.a. für Puls4 (Herz von Österreich), PartyLite Austria und Europe, für REWE Group Austria und weitere Galas. Er stand bis heute in zahlreichen Produktionen auf der Bühne; dazu zählten allen voran A Chorus Line (Paul San Marco, Stadttheater Klagenfurt), sowie Mackie Messer – Eine Salzburger Dreigroschenoper (Dance Captain, Salzburger Festspiele), Flashdance (Dance Captain, Theater St.Gallen), Aida (Mereb, Thuner Seespiele), Evita (Theater Erfurt), Bounce – The Killer Swing Musical (Choreografieassistent, Vindobona Wien), Join! (Dance Captain, Wiener Festwochen), Musical Rocks! (Swing, Tourneeproduktion) und Miss Saigon (Stadttheater Klagenfurt). Zudem war er Tänzer für Adam Lambert, Natasha Bedingfield und Dave Stewart. Auch für Film und Fernsehen stand Wei-Ken Liao bereits vor der Kamera; so tanzte er in der TV-Liebeskomödie Bollywood lässt Alpen glühen und im Kinofilm Im Weißen Rössl – Wehe du singst! Wei-Ken Liao ist seit der Saison 2016/2017 Resident Dance Captain (choreografischer Assistent) der Musicalsparte am Landestheater Linz, choreografierte die Musicals Préludes und Attentäter und ist hier des Öfteren auch als Darsteller auf der Bühne zu sehen.

CHRISTOPH RUFER –  BÜHNE : Christoph Rufer wurde in Bern geboren und lebt in Zürich und Berlin. Nach einer Ausbildung zum Buchhändler studierte er von 2002 bis 2006 Scenographical Design an der Zürcher Hochschule der Künste. Im Anschluss daran war Christoph Rufer von 2005 bis 2009 Ausstattungsassistent an der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz und von 2009 bis 2011 in selber Funktion am Hamburger Thalia Theater. An beiden Häusern legte er bereits während dieser Zeit zahlreiche eigene Bühnen- und Kostümbilder vor, u. a. bei Die Räuber (Regie: Lars Eidinger, eingeladen zum Nachwuchsfestival Radikal Jung), Jelineks Jackie. Ein Prinzesinnendrama oder für Schorsch Kameruns Projekt Vor uns die Sintflut. Seit 2011 arbeitet er frei, u. a. am Thalia Theater, am Staatstheater Mainz, am Schauspielhaus Düsseldorf, am Theater Basel, am Staatstheater Stuttgart, am Theater Altenburg-Gera und am Schauspielhaus Wien. An den letzten beiden Häusern arbeitete er jeweils mit der Regisseurin und Autorin Anne Habermehl zusammen. Deren beide Uraufführungen (Narbengelände in Altenburg-Gera und Luft aus Stein in Wien), die Christoph Rufer ausstattete, wurden zu den Berliner Autorentheatertagen eingeladen. Weitere Arbeitspartner von Christoph Rufer sind Alia Luque (Uraufführung von Anne Leppers Text La chemise Lacoste am Schauspielhaus Düsseldorf, eingeladen zu Radikal Jung 2015) und Antje Schupp (Uraufführung von Wolfram Hölls Text Vom Verschwinden vom Vater).

Mit dem Regisseur Johannes von Matuschka verbindet Christoph Rufer bereits eine mehrjährige Arbeitspartnerschaft, die mit Das Interview am Theater Kiel ihren Anfang nahm und ebendort mit Fräulein Julie mit Premiere im Mai 2016 ihre Fortsetzung fand. Darüber hinaus arbeitet Christoph Rufer an eigenen Projekten in den Bereichen Design und Innenarchitektur.

Für Hedwig And The Angry Inch hat Christoph Rufer die Ausstattung für eine Erfolgsproduktion kreiert, die im Oktober in ihre vierte Spielzeit gehen wird.

TANJA LIEBERMANN KOSTÜME : Tanja Liebermann wurde in Süddeutschland geboren und lebt nun in Berlin. Nach ihrem Modedesignstudium war sie als Kostümassistentin, seit 2004 dann als freischaffende Kostümbildnerin, hauptsächlich in Deutschland, der Schweiz und Österreich, sowie zuletzt auch in Italien und Frankreich engagiert.

Sie arbeitet dabei spartenübergreifend nicht nur für Schauspiel und Oper, Musical und Tanz sondern auch für verschiedene Film & Kinoproduktionen. Ihre Arbeiten brachten sie u. a. an das Deutsche Theater Berlin, Berliner Ensemble, Volkstheater sowie Volksoper Wien, Düsseldorfer Schauspielhaus, an das Staatstheater am Gärtnerplatz München, das Opernhaus Zürich und an die Staatstheater Karlsruhe, Saarbrücken, Braunschweig, Wiesbaden sowie des Weiteren an die Theater- und Opernhäuser der Städte Freiburg, Lübeck, Erfurt, Bern, St. Gallen, Bozen und Montpellier.

Mit dem Regisseur Johannes von Matuschka arbeitete sie bereits für die Uraufführung Konstanz am Meer am Theater Konstanz und in der Spielzeit 2016/2017 bei Préludes am Landestheater Linz zusammen.

ARS ELECTRONICA FUTURELAB MEDIADESIGN : Das 1996 gegründete Futurelab ist die interdisziplinäre F&E-Abteilung der Ars Electronica und eine Speerspitze im Bereich Cyber-Art und Medieninszenierung. Das international renommierte Labor kann ein umfangreiches Portfolio an Projekten für hochkarätige Kunden und Partner aus Industrie und Kunst aufweisen. Das Team mit zirka 30 permanenten Mitgliedern skizziert Zukunftsvisionen in unterschiedlichsten Bereichen und entwickelt Konzepte und Prototypen mithilfe von experimentellen und unkonventionellen Zugängen. Das Futurelab produzierte zahlreiche vielbeachtete und einflussreiche Arbeiten, ein repräsentatives Beispiel aus jüngerer  Vergangenheit sind die Spaxels-Shows aus choreografierten Schwärmen LED-bestückter Quadrocopter, die riesige dreidimensionale Objekte in den Nachthimmel zeichnen und eine Art Feuerwerk der Zukunft demonstrieren.

Am Projekt Lazarus waren beteiligt (in alphabetischer Reihenfolge): Roland Aigner, Florian Berger, Marianne Eisl, Roland Haring, Horst Hörtner, Johannes Pöll, Erwin Reitböck. Der Künstlerische Geschäftsführer von Ars Electronica, Gerfried Stocker, vertritt bei diesem Pressegespräch das AEC Futurelab.

Riccardo Greco Newton : Geboren im Westerwald. Stipendiat an der Joop van den Ende Academy Hamburg. Sky in Mamma Mia! (Berlin), Nightmare Solo/Alfred in Tanz der Vampire (Oberhausen, Stuttgart), Lucheni in Elisabeth (Wien), Kenicki und Danny in Grease (Tournee), Simon und Petrus in Jesus Christ Superstar (Wien), Sonny Malone in Xanadu (Amstetten), Nick in Flashdance (Amstetten), Monty in Saturday Night Fever (Amstetten), Junger Alfred in Besuch der alten Dame (Wien), Berger in Hair (Bad Hersfelder Festspiele), ab Oktober 2018 Sam in Ghost (Stage Operettenhaus Hamburg). Seit 2014 im Musicalensemble Linz, u. a. Tommy in Tommy, Hedwig in Hedwig and the Angry Inch, Sam in Ghost, Edna in Hairspray.

Hanna Kastner Das Mädchen : Geboren in Linz. Musicalausbildung an den Performing Arts Studios Wien. Wendla in Frühlings Erwachen (Ronacher Wien), Minki in Krawutzi Kaputzi im Kabarett Simpl. Festengagement am Salzburger Landestheater, dort u. a. Liesl in Sound of Music, Klärchen im Weißen Rössl, Erzählerin in Joseph und im Solo Heute Abend: Lola Blau. Weitere Rollen: Marie Leo in Non(n)sens (Wien), Anne in La cage aux folles (Stockerau), Junge Claire in Der Besuch der alten Dame (Thun, Wien) und Wednesday in The Addams Family (Zürich, Wien). Seit 2017 im Musicalensemble Linz, u. a. Amber in Hairspray, Mrs. Lockwood in Betty Blue Eyes, Squeaky Fromme in Attentäter (Assassins)

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

Chemnitz, Theater Chemnitz, Premiere: Flashdance – Das Musical, 20.09.2014

September 10, 2014 by  
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Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Theater Chemnitz

DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG: Flashdance – Das Musical

Buch von Tom Hedley und Robert Cary, Musik von Robbie Roth
Liedtexte von Robert Cary und Robbie Roth
Deutsche Übersetzung von Anja Hauptmann

Premiere am 20. September 2014, 19.30 Uhr im Opernhaus Chemnitz

Musikalische Leitung: Tom Bitterlich
Inszenierung und Choreografie: Götz Hellriegel
Bühne und Kostüme: Dietlind Konold

Mit: Nadja Scheiwiller (Alex Owens), Philipp Dietrich (Nick Hurley), Ira Theofanidis (Gloria), Tamara Wörner (Kiki), Anne-Mette Riis (Tess), Michael Heller (Jimmy), Andreas Kindschuh (C.C.), Muriel Wenger (Ms. Wilde / Louise), Sylvia Schramm-Heilfort (Hannah), Roland Glass (Jarry), Peter Heber / Stephan Hönig (Joe), Fabian-Joubert Gallmeister / Richard-Salvador Wolff (Andy); außerdem: Musicalensemble, Tänzer des Ballett Chemnitz, Breakdancer sowie Mitglieder des Studio W.M.

Die Geschichte

Alex Owens, eine junge Frau aus Pittsburgh, hat einen Traum: Sie will Tänzerin werden. Im Moment arbeitet sie als Schweißerin in einem der letzten von der Krise verschonten Stahlwerke der Stadt. Zeit zum Tanzen bleibt ihr nur nachts im „Harry’s“, einer heruntergekommenen Bar. Um als Tänzerin mehr zu erreichen, müsste Alex an eine richtige Ballettschule gehen. Doch die Aufnahmebedingungen sind hart. Sie zweifelt – und erhält Zuspruch aus unerwarteter Richtung: von ihrem Chef, dem Fabrikantensohn Nick Hurley. Er ist in sie verliebt und fasziniert von ihrer tänzerischen Begabung. Obwohl Alex die Beziehung zu einem Millionenerben kritisch sieht, gibt sie ihren Gefühlen für Nick nach. Das Glück scheint perfekt, als sie von der Ballettschule eine Einladung zum Vortanzen erhält – bis sie erfährt, dass Nick das Vortanzen erkauft hat. Tief gekränkt will sie den Termin absagen, doch am Ende siegt ihre Leidenschaft für den Tanz.

Der Film

In den 1980er Jahren waren Tanzfilme groß in Mode; „Saturday Night Fever“ und „Fame“ hatten sofort eine riesige Fangemeinde, „Dirty Dancing“ konnte diesen Erfolg später noch um einiges toppen. Auch der junge Markt der Musikvideos, der besonders vom Sender MTV bedient wurde, fand immer mehr Anhänger. Der Film „Flashdance“, der auf einer wahren Geschichte über eine junge Frau in Toronto beruht, wurde 1983 zum Kassenschlager und spielte weltweit mehr als 100 Millionen Dollar ein. Der Titelsong „What A Feeling“ war auf Anhieb ein Nummer-Eins-Hit und gewann einen Oscar, den Golden Globe und den Emmy Award. Songs wie „Maniac“, „Gloria“, „Manhunt“ und „I Love Rock’n’Roll“ waren nicht weniger erfolgreich und stehen auch heute noch in den Charts vieler Radiosender. In der Rolle der Alex wurde Jennifer Beals über Nacht zum Weltstar. Tausende verehrten sie wegen ihrer Tanzkünste, dabei waren gerade die ein Trick der Produzenten, denn beim berühmten Schlusstanz zur Musik von „What A Feeling“ tanzte sie nicht selbst, sondern wurde von zwei Tänzerinnen und einem Tänzer gedoubelt. Das tat aber ihrem Ruhm keine Abbruch: Sie war das Idol vieler junger Mädchen in dieser Zeit.

Das Musical

„Flashdance – Das Musical“ erlebte 2008 am Theatre Royal in Plymouth seine umjubelte Uraufführung. Es folgte eine Tour in Großbritannien, eine 16-wöchige Aufführungsserie im Londoner West End sowie eine US-Tour mit dem Broadway-Debüt. Im November 2013 fand die deutschsprachige Erstaufführung im Le Théâtre Kriens-Luzern statt. Die Oper Chemnitz zeigt „Flashdance – Das Musical“ erstmalig in Deutschland. Und das alles live und ohne Doubles. Zusätzlich zu den Film-Hits schrieben Robbie Roth und Robert Cary eine ganze Reihe weiterer, brandneuer Songs für die Bühne.

Der Hintergrund

Wie der Film spielt auch das Musical in Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania in den 1980er Jahren. Die Stadt hatte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem Zentrum der Stahlindustrie entwickelt. Infrastruktur und Einwohnerzahl explodierten innerhalb weniger Jahre. Doch Mitte des 20. Jahrhunderts zeigte sich ein langsamer Niedergang der Stahlproduktion, bis in den 1970er Jahren die große Stahlkrise dem einstigen Erfolg endgültig ein Ende setzte. Die wenigen Arbeitsplätze in den letzten verbleibenden Stahlwerken waren hart umkämpft. Insofern sind die Musicalgeschichte der jungen Alex Owens und die Entlassungswelle im Stahlwerk nicht nur fiktive Bühnenhandlung, sondern durchaus realer Hintergrund.

Das Regieteam

Tom Bitterlich (Musikalische Leitung)
ist gebürtiger Chemnitzer. 1998-2003 studierte er Musiktheater-Korrepetition in Dresden. Danach wurde er als Solo-Repetitor ans Opernhaus Chemnitz engagiert. Hier leitete er bereits Vorstellungen der Musicals „FMA – Falco Meets Amadeus“, „Der kleine Horrorladen“, „Evita“, „Aida“, „Der Zauberer von Oss“ und „PlayMe“ sowie im Schauspielhaus Chemnitz die „Dreigroschenoper“. In „Hexe Hillary geht in die Oper“ und „Die Zauberflöte – für Kinder“ ist er nicht nur musikalischer Leiter, sondern verkörpert auch die Rolle des Pianisten. Einen größeren Ausflug ins darstellende Fach unternahm er als Baby John in der „West Side Story“. 2013/2014 leitete er „Funny Girl“ am Opernhaus Chemnitz, 2014/2015 folgt „Flashdance“.

Götz Hellriegel (Inzenierung und Chorerografie)
war nach seiner Ausbildung zum Tänzer und Schauspieler in Paris, New York und Berlin u. a. am Theater des Westens engagiert. Er choreografierte mehr als 50 Musiktheaterproduktionen in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. Jüngste Regiearbeiten führten ihn für „The Who‘s Tommy“ nach Bielefeld und für die Deutsche Erstaufführung von „Toi c‘est moi“ nach Gera-Altenburg. Im September 2014 bringt er die Deutsche Erstaufführung von „Flashdance – Das Musical“ an der Oper Chemnitz als Regisseur und Choreograf auf die Bühne. Danach übernimmt er am Staatstheater Wiesbaden die Choreografie für Bernstein „Candide“. Seit 1991 ist Götz Hellriegel Dozent für Musicaltanz an der Universität der Künste Berlin.

Dietlind Konold (Bühne und Kostüme)
studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg Bühnen- und Kostümbild bei Wilfried Minks. Sie begann ihre Karriere am Thalia Theater Hamburg. Zahlreiche Produktionen in Oper, Schauspiel und Ballett führten sie an verschiedene Bühnen in Europa, darunter Bremen, Köln, Hamburg, Frankfurt, Kassel, Dessau, Darmstadt, Mannheim, Barcelona, Madrid, Wien und Zürich. In Spanien ist sie regelmäßig tätig und entwarf zuletzt Bühne und Kostüme für „Maß für Maß“ am Teatro de la Abadía in Madrid. Dietlind Konold arbeitet mit unterschiedlichen Regisseuren und auch Ausstattungspartnern, z. B. mit Kerstin M. Pöhler, Bruno Klimek, Mascha Poerzgen, Jürgen Kirner, Joaquin Hinojosa und Carlos Aladro. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit den Regisseuren Ralph Bridle und Aaron Stiehl.

Die Hauptrollen

Nadja Scheiwiller (Alex Owens)
stammt aus Basel. Bereits im Alter von sechs Jahren begann sie mit Akrobatik- und Violinunterricht. Später kam klassischer Ballettunterricht, Jazztanz, Modern Dance, Stepptanz und Gesangsunterricht hinzu. Sie besuchte in Basel das Musikgymnasium mit Schwerpunkt klassischer Gesang und Violine. An der Joop van den Ende Academy in Hamburg erhielt sie ihre Ausbildung zur Musicaldarstellerin. Nach erfolgreichem Abschluss war sie 2008-2013 als Jane, Äffchen, Blumen, Wasserfälle und Insekten in Disney‘s „Tarzan“ in Hamburg zu erleben. Anschließend spielte sie in Basel die Rolle der Mimi Marquez in „Rent“. Die Alex in „Flashdance – Das Musical“ sang sie bereits in der deutschsprachige Erstaufführung im Théâtre Kriens-Luzern in der Schweiz.

Ira Theofanidis (Gloria)
wurde in Zürich geboren. Sie nahm Gesangsunterricht bei Kris Vail im Opernhaus Zürich und absolvierte einen Musicallehrgang an der Musicalfactory Luzern, bevor sie 2010 ihr Musicalstudium an der Universität der Künste Berlin aufnahm, das sie in diesem Sommer mit Erfolg abschloss. Bereits während des Studiums war sie an verschiedenen Hochschulprojekten beteiligt, so an der Szenisch-musikalischen Collage „Geht alles“. Bei der Produktion „Stimmen im Kopf“ von Wolfgang Böhmer und Peter Lund an der Neukoellner Oper war sie als Nadine Gehrling zu erleben, und am Stage Metronom Theater Oberhausen ist sie bei „Sister Act“ im Ensemble sowie als Cover Schwester Mary Robert engagiert.

Tamara Wörner (Kiki)
wurde in München geboren. Die Deutsch-Amerikanerin absolvierte ihre Ausbildung am Tanz-Gesangsstudio des Theater an der Wien. Sie wirkte in über 30 Produktionen im deutschsprachigen Raum mit, u. a. in „Jesus Christ Superstar“, „Little Shop Of Horrors“, „Moby Dick“ und „Non(n)sense“. Ihre größten Erfolge waren bisher die Hauptrollen als Anita in „West Side Story“, Mimi und Joanne in der deutschsprachigen Erstaufführung von „Rent“, Dionne in „Hair“, die Titelrolle in „Cinderella“, Christine King in „Martin Luther King“ und zuletzt Billie Holiday in „Billie Holiday Story“. Außerdem stand sie in Hamburg in „The Buddy Holly Story“ und in „König der Löwen“ sowie in Füssen in der Uraufführung von „Ludwig II“ auf der Bühne.

Anne-Mette Riis (Tess)
ist gebürtige Dänin und wuchs in einer Künstlerfamilie im beschaulichen Fredericia auf. Sie studierte an der Dänischen Musical Akademie. Danach erhielt sie in Köln und Wien verschiedene Rollen im Musical „We Will Rock You“, u. a. Scaramouche und Ozzy. In Monty Python‘s „Spamalot“ konnte sie ihr Können als Swing und 2. Besetzung von Lady Of The Lake unter Beweis stellen. Nachdem sie als Swing bzw. im Ensemble in „Ich war noch niemals in New York“ in Hamburg und Stuttgart zu sehen war, verkörperte sie am Theater Hof die Rolle der Lucy Harris in „Jekyll&Hyde“. Zuletzt war sie als Florence Vassy in „Chess“ am Theater Gera-Altenburg zu erleben.

Philipp Dietrich (Nick)
stammt aus Chemnitz. Hier hatte er auch seine erste Begegnung mit der Musicalbühne, als er im Opernhaus, noch während seines Abiturs, im Ensemble von „Victor/Victoria“ und „Der kleine Horrorladen“ spielte. Außerdem war er Mitglied des „Studio W.M. – Werkstatt für Musik und Theater“. Seit 2009 lebt er in Hamburg, wo er im Juni 2012 seine dreijährige Ausbildung zum Musicaldarsteller an der Joop van den Ende Academy erfolgreich abschloss. Seine ersten Engagements führten ihn ans Theater Bielefeld. Dort war er in „The Who’s Tommy“ als Tommy und in „Die Hexen von Eastwick“ als Michael Spofford zu sehen. Zuletzt war er bei „Gefährten“ im Theater des Westens, wo er als Cover Songman und Swing auf der Bühne stand.

Michael Heller (Jimmy)
war bereits als Mereb in Elton John‘s „Aida“ in Chemnitz zu Gast. Er wurde in Paderborn geboren und erhielt mehrere Titel als Tänzer und Choreograf in Tanz- und Rope Skipping-Formationen. Er studierte an der Folkwang Universität der Künste in Essen im Studiengang Musical die Fächer Schauspiel, Gesang und Tanz. Es folgten Engagements für „Last Christmas“ im Capitol Theater Düsseldorf, 2009 als A-Rab in „West Side Story“, als Hans in „Into The Woods“ am Theater Hagen und als Cover Link Larkin in Köln bei „Hairspray“. Anschließend spielte er bei der Deutschland-Tour von „Grease“ die Rollen Doody und Danny. 2011-2013 war er als Alfred in „Tanz der Vampire“ am Stage Theater des Westens in Berlin zu sehen, 2013/2014 folgte Joe Vegas in „Fame“ am Theater Basel.

—| Pressemeldung Theater Chemnitz |—

Dresden, Landesbühne Sachsen, Premiere: Der Kleine Horrorladen, 13.09.2014

Theater Landesbühnen Sachsen

Premiere: Der Kleine Horrorladen (Little Shop of Horrors)

Buch und Liedtexte von Howard Ashman, Musik von Alan Menken, Nach dem Film von Roger Corman, Drehbuch von Charles Griffith, Deutsch von Michael Kunze in einer Inszenierung der Landesbühnen Sachsen aus Radebeul

Premiere am Sonnabend, 13.9.2014, 19.30 Uhr im Zentralgasthof Weinböhla
Ab Sonntag, 14.9.2014, 19.00 Uhr im Stammhaus in Radebeul

Landesbühnen Sachsen / Der kleine Horrorladen - Patrizia Häusermann und Andreas Petzoldt © Hagen König

Landesbühnen Sachsen / Der kleine Horrorladen – Patrizia Häusermann und Andreas Petzoldt © Hagen König

Vom Tellerwäscher zum Millionär, vom erfolglosen Blumenverkäufer zum Medienstar – Der kleine Horrorladen lässt den Amerikanischen Traum wahr werden! So scheint es zunächst: Mit einer phantastischen Pflanze unbekannter Herkunft gelingt es dem unscheinbaren Angestellten Seymour, den Blumenladen seines Chefs vor dem Ruin zu retten: Kaum stellt er die fremde Pflanze ins Fenster, kommen die Kunden. Die Pflanze wächst und das Geschäft floriert, durch die Medien wird Seymour über Nacht berühmt und sogar Seymours heimliche Liebe, seine Kollegin Audrey, beginnt sich für ihn zu interessieren – zumal ihr brutaler Geliebter, ein sadistischer Zahnarzt, ganz plötzlich verschwunden ist. Wohin allerdings, das weiß nur Seymour allein, denn die Pflanze, die ihm jeden Wunsch erfüllt, ernährt sich von Menschenblut und fordert immer neue Opfer.

So ist für den armen Seymour der Traum vom großen Glück schneller vorbei als gedacht.

Für seinen märchenhaften Aufstieg zahlt er mit dem Leben und sicher nicht nur er, wenn es der Pflanze gelingt, die Welt zu erobern. «Sie versprechen Dir Liebe und Geld, Glück und Glanz und Erfolg auf der Welt, doch sie woll’n dafür Blut von Dir. Gib’s ihnen nicht!», heißt es im ganz unromantischen Finale dieses kleinen rockig-poppigen Musicals, das sich mit seiner bunten Mischung aus Horror- Story, Science Fiction, Liebes- und Sozialdrama als humorvolle Parodie versteht auf die Großen der Gattung – nicht ohne Hintersinn jedoch!

Sie versprechen dir Liebe und Geld, Glück und Glanz und Erfolg auf der Welt, doch sie woll ’n dafür Blut von Dir. Gib’s ihnen nicht!

Landesbühnen Sachsen / Der kleine Horrorladen - Jiri Sieber (Pflanze), Patrizia Häusermann und Andreas Petzoldt © Hagen König

Landesbühnen Sachsen / Der kleine Horrorladen – Jiri Sieber (Pflanze), Patrizia Häusermann und Andreas Petzoldt © Hagen König

MUSIKALISCHE LEITUNG: Hans-Peter Preu, INSZENIERUNG: Michael König
AUSSTATTUNG: Anne Konstanze Lahr, Choreografie: Barbara Grimm

Besetzung: Seymour Krelbourn – Andreas Petzoldt; Audrey – Patrizia Häusermann; Mr.Mushnik -Hagen Erkrath; Dr. Orin Scrivello -Kay Frenzel; Crystal -Berivan Kernich a.G; Chiffon – Wibke Wittig a.G; Ronnette – Christin Krause a.G; Die Pfanze (Darsteller) -Jiri Sieber a.G; Die Pflanze (Stimme) – Michael König; Das undurchsichtige Individuum – Fred Bonitz; Die verwirrte Frau – Freya Schmidt- Heese

—| Pressemeldung Landesbühne Sachsen |—