Dresden, Sächsische Staatskapelle, Reiches Klassik-Wochende in Dresden, IOCO Kritik, 07.07.2020

Konzertplatz Weißer Hirsch Dresden © Markenfotografie / Staatskapelle

Konzertplatz Weißer Hirsch Dresden © Markenfotografie / Staatskapelle Dresden

Sächsische Staatskapelle Dresden

Reiches Klassik-Wochende in Dresden trotz Corona

Musiker der Staatskapelle und Sänger der  Semperoper

von Thomas Thielemann,

Das vergangene Wochenende haben wir genutzt, um konzentriert zu erleben, was unter den derzeitigen Corona-Einschränkungen in der Dresdner Klassikszene möglich ist.

Das Wochenende begann am Abend des Freitags mit der Traditionsveranstaltung der Musiker der Sächsischen StaatskapelleOhne Frack auf Tour“. Seit 2016 wechselten einmal im Jahr kleine Ensembles von ihrem Stammhaus in Kneipen, Bars und Restaurants in die Innere Neustadt von Dresden, um dort im Halbstunden-Rhythmus 20 Minuten abseits vom Konzertrepertoire zu spielen, was ihnen so am Herzen liegt. Jedes Jahr waren wir von Lokal zu Lokal gezogen, haben  vier bis sechs der Musikergruppen besucht und viel Freude am Gebotenen sowie am Interesse der sonst nicht im Konzertsaal Anzutreffenden gehabt. Selbst am Rande der Salzburger Osterfestspiele hatten wir die Gelegenheit, „unsere“ Musiker durch die Salzburger Kneipen zu begleiten.

Konzertplatz Weißer Hirsch ganz kammermusikalisch © Markenfotografie / Staatskapelle

Konzertplatz Weißer Hirsch ganz kammermusikalisch © Markenfotografie / Staatskapelle

An eine  Einhaltung der Corona-Einschränkungen war in den Kneipen der Neustadt natürlich nicht zu denken. Weder die Abstände noch die Voraussetzungen für die Nachverfolgung eventueller Infektionsketten, eine Bedingung für die Dresdner Veranstaltungen, wären zu sichern gewesen. Deshalb spielten die zehn Ensembles auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch in Oberloschwitz und nicht parallel sondern hintereinander. Und zwar Freitag und Samstag. Die Online-Buchung der Tickets und eine Registrierung an der Abendkasse ermöglichten, dass der Teilnehmerkreis bekannt war.

Catering sorgte für ein wenig Biergarten-Atmosphäre 
Musiker sorgten für wunderbare Stimmung

In der von uns besuchten Freitagsveranstaltung spielten zunächst die Flöten-Gruppe der Staatskapelle um Rozália Szabó  Musik von Haydn, Mendelssohn Bartholdy und dem nach Dänemark verschleppten Österreicher Friedrich Daniel Kuhlau (1736-1832) unter dem Motto „Schneller, höher, schöner-die Flöten“.

Zu einer Reise „In den Rausch der Tiefe“ verführten sieben Kontrabässe unter Viktor Osokin mit Musik aus Südamerika, England, Österreich und Italien bis zum Australier Colin Brunby (1933-2018).

Etwas Ruhe brachte Anett Baumann sowie Ami Yumoto (Violine), Juliane Preiß (Viola) und Titus Maak (Violoncello), dem „mal anderen Streichquartett“, mit einem Satz  aus Verdis Streichquartett in das Geschehen. Zu unserer Freude brachten die vier unter anderem eine Komposition des langjährigen Dresdner Konzertmeisters Francois Schubert (1808-1878), der eigentlich Franz Anton getauft, aber nicht mit dem Wiener Franz Schubert verwechselt werden wollte. Als Schmankerl schloss das Quartett mit einer launischen Katzenmusik.

Sächsische Staatskapelle / Lieblingstücke hier Christa Mayer © Daniel Koch

Sächsische Staatskapelle / Lieblingstücke hier Christa Mayer © Daniel Koch

Als Gast der Staatskapelle hatte die hervorragende Saxophonistin Sabina Egea Sobral den Konzertmeister  Robert Lis (Violine), Florian Richter (Viola), Matthias Wilde Cello) sowie Andreas Ehelebe (Kontrabass) um sich geschart, um den Zuhörern  „Die Quintessenz des Tangos“ zu servieren.

Das Dresdner Hornquartett konnte aus den Werken des Dresdner Kantors Gottfried August Homilius (1714-1785), einer Szene aus dem Rosenkavalier, dem Mascagnti-Intermezzo entspannte Stimmung auf den Konzertplatz tragen. Besonders bezaubernd war das „Souvenir du Rigi op. 38“ des aus Lemberg stammendem Romantikers Albert Ferenc Doppler (1821-1883). Die Flötistin Rozália Szábo vermittelte den Gesang eines Waldvogels eingebettet in das Spiel der vier Hornisten.

Für den Abend des Samstag gab es natürlich die Möglichkeit, den zweiten Teil Ohne Frack auf Tour zu besuchen. Andererseits bot auch im Kulturpalast die Dresdner Philharmonie am Samstag und Sonntag den Dirigier-Einstand von Vasily Petrenko. Die Haydn – Sinfonia concertante, Prokofjews Klassische Sinfonie und Faurés Suite Pelléas und Mélisande waren für jeweils fast 500 Besucher zu hören. Ob der „Allgemeinen Verwirrung“ lenkte die online-Buchung aber zu den viel versprechenden Mottos der Aufklang! Lieder -Abende mit Mitgliedern des Semperoper -Ensembles.

Sächsische Staatskapelle / Aufklang und Leidenschaft hier T Roennebeck © Daniel Koch

Sächsische Staatskapelle / Aufklang und Leidenschaft hier T Roennebeck © Daniel Koch

Wer sich diese reißerischen Titel ausgedacht hat, kannte hoffentlich die Abendprogramme nicht. Denn, was der depressive Monolog des König Philipp, die tragischen Schicksale der Linda di Chamounix oder des Mathias in Wilhelm Kienzls Evangelimann an Leidenschaft vermittelten, bleibt dessen Geheimnis. Aber Peter Theiler hat es in seinem kurzen Talk herausgelassen, dass er das Haus wieder mit Leben erfüllen wollte.

Letztlich boten die spartanisch ausgestatteten Abende einen guten Überblick über die Leistungsfähigkeit eines leider nur kleineren Teils des Hausensembles. Die Sänger wurden  von den Korrepetitoren beziehungsweise musikalischen Assistenten Alexander Bülow, Hans Sotin, Clemens Posselt und Sebastian Ludwig am Klavier begleitet, also Personen, die sie aus der Zusammenarbeit beim Rollenstudium kennen und nicht von zufälligen Dirigenten abhängig.

Daneben hatten auch die ansonsten im Verborgenen arbeitenden Musikdramaturginnen Bianca Heitzer und Juliane Schunke Gelegenheit, sich als Moderatorinnen vor Publikum zu zeigen.

Der Technische Direktor des Hauses Jan Seeger erläuterte in einen Talk, welche Hürden zu überwinden waren, die Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen organisieren zu können.

Die große Freude war aber vor allem, die vertrauten und lange vermissten Stimmen von Christa Mayer, Ute Selbig, Roxana Incontrera, Markus Marquardt, Tilmann Rönnebeck sowie anderen langjährigen Ensemblemitgliedern zu hören. Auch sind wir begeistert, dass mit Katerina von Bennigsen, Michal Doron und Alexandros Stavrakis inzwischen neue Stimmen ins Haus gekommen sind. Besonders freut uns, dass mit dem Amerikaner Joseph Dennis wieder ein entwicklungsfähiger Tenor dem Ensemble angehört.

Zu den Besonderheiten beider Abende gehören zweifelsfrei die Arie der Linda di Chamounix der Katarina von Bennigsen, der kraftvollere Philipp von Tilmann Rönnebeck, das Mahler-Lied „Ging heut morgen übers Feld“ von Michal Doron, die Barcarolle aus Hoffmanns Erzählungen mit Christa Mayer und der Gastsängerin Elena Gorshunova, die kraftvollen Tschaikowski-Lieder von Alexandros Stavrakis und vor allem die beeindruckend von Markus Marquardt dargebotene Carl-Löwe-Ballade „Archibald Douglas“.

Sächsische Staatskapelle / Liebelingsstücke - Abschlussapplaus © Daniel Koch

Sächsische Staatskapelle / Liebelingsstücke – Abschlussapplaus © Daniel Koch

Inzwischen liegen auch die Corona-Austausch-Programme der Staatskapelle und der Semperoper für den Zeitraum August bis Oktober 2020 mit einer Reihe Höhepunkte vor. Die Staatskapelle wird ihre Konzerte mit eingegrenzter Besetzung durchführen müssen. Die Semperoper bietet ein fast vollständiges Programm der Repertoire-Opern, allerdings halbszenisch und auf die musikalischen Höhepunkte begrenzt. Das Ganze unter dem Motto  „Essenz“.

—| IOCO Kritik Sächsische Staatskapelle Dresden |—

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, Vorstellungen bis 5. Juli – für kleines Publikum, 22.06.2020


Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

  Aktueller  Spielplan – Vorstellungen bis 5. Juli 2020

Das Staatstheater am Gärtnerplatz spielt seit dem 15. Juni 2020 täglich mehrere Vorstellungen, um die große Nachfrage nach Eintrittskarten befriedigen zu können. Aufgrund des Erfolges wird das Programm um eine Woche verlängert. Ein umfassendes Hygienekonzept sorgt dabei weiterhin für größtmögliche Sicherheit des Publikums.

Vom 30. Juni bis 5. Juli 2020 werden jeweils maximal 75 Besucher letztmalig die Möglichkeit haben, die Perspektive zu wechseln und mit Sitzplätzen auf der Bühne und wunderschönem Blick in den Zuschauersaal einstündige Konzert-Programme aus den Bereichen Oper, Operette und Musical zu erleben.

»Dein ist mein ganzes Herz«, »Lippen schweigen« oder »Gern hab’ ich die Frau’n geküsst« ? Franz Lehárs Melodien gingen und gehen um die Welt. Zum 150. Geburtstag des Komponisten präsentiert das Gärtnerplatztheater unter dem Titel »Freunde, das Leben ist lebenswert« einen Operettenabend rund um den Jubilar: Unter der Musikalischen Leitung von Andreas Kowalewitz erklingen Arien und Ensembles aus den bekanntesten Werken Lehárs, wie »Das Land des Lächelns«, »Paganini«, »Der Zarewitsch« und natürlich »Die lustige Witwe«, sowie einige Raritäten, die es erlauben, sich in die damalige Zeit zu versetzen – und wie Lehár in seiner letzten Operette »Giuditta« zu verkünden: »Freunde, das Leben ist lebenswert!«

Unter dem Titel »Mein Sehnen, mein Wähnen« präsentieren die Solistinnen und Solisten sowie das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz unter der Leitung von Chefdirigent Anthony Bramall ein etwa einstündiges Konzertprogramm mit den berühmtesten Melodien des Opernrepertoires. Die Zuschauer dürfen sich auf Violetta Valéry und Alfredo Germont, auf Figaro, auf Don Giovanni und Zerlina, auf Linda di Chamounix, auf Don Magnifico und Dandini, auf Rigoletto und Gilda, auf Don Basilio, auf Sarastro und seine Priester, auf Musetta und noch etliche mehr freuen – von Meistern ihres Faches wie Mozart, Rossini oder Verdi zu funkensprühendem musikalischen Leben erweckt.

Das einstündige Galakonzert »Being Alive!« bietet einen bunten Querschnitt durch die Vielfalt des Musicals mit Highlights von »Show Boat«, »The Wizard of Oz« und »Carousel« über
»Annie Get Your Gun«, »West Side Story«, »Hello, Dolly!« und »Company« bis hin zu »Der kleine Horrorladen«, »Jekyll & Hyde«, »Mozart!«, »Avenue Q«, »The Book of Mormon« und noch manchem mehr.

Am 5. Juli präsentieren Musikerinnen und Musiker des Staatstheaters am Gärtnerplatz ein Kammerkonzert mit dem Titel »Durch alle Register«. Bassist Christoph Seidl gibt bei seinem Liederabend am selben Tag Franz Schuberts »Die schöne Müllerin« zum Besten.

Für die letzten drei Wochen der Spielzeit 2019/2020 hat das Gärtnerplatztheater ebenfalls einen neuen Spielplan erarbeitet, der in Kürze veröffentlicht wird. Ab dem 7. Juli werden die Vorstellungen wieder mit der gewohnten Perspektive stattfinden, die aktuell maximal 100 Zuschauer nehmen mit entsprechenden Sicherheitsabständen im Theatersaal Platz.

Detaillierte Informationen zum Spielplan und Preisen sind auf der Website des Gärtnerplatztheaters unter www.gaertnerplatztheater.de zu finden.
Vorverkaufsstart für alle Vorstellungen vom 30. Juni bis 5. Juli 2020 ist der 23. Juni um 10 Uhr. Tickets sind erhältlich unter Tel 089 2185 1960 oder www.gaertnerplatztheater.de.

—| Pressemeldung Staatstheater am Gärtnerplatz |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Mittsommer-Operngala – live im Autokino, 19.06.2020

Juni 5, 2020 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Mittsommer-Operngala –  live im Autokino

 Rheinoper feiert erstes große Opern-Event nach Corona-Lockdown

Premiere im Autokino Düsseldorf: Nach drei Monaten coronabedingter Spielpause feiert die Deutsche Oper am Rhein am Freitag, 19. Juni, um 22.00 Uhr das erste große Opern-Event auf dem Messeparkplatz P1 im Autokino Düsseldorf. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober präsentieren sieben Stars aus dem Opernensemble, die Düsseldorfer Symphoniker und Mitglieder des Chors der Deutschen Oper am Rhein eine stim­mungs­volle Mittsommernacht mit Arien und Ausschnitten aus beliebten Opern wie Carmen, Il barbiere di Siviglia, La traviata und Nabucco.

Das Live-Erlebnis wird von der Bühne auf die große Kino-Leinwand, der Klassik-Sound ins Autoradio übertragen. Die Deutsche Oper am Rhein realisiert diesen Opernabend dank der Unterstützung ihres Freundeskreises und in Zusammenarbeit mit D.LIVE als städtischem Betreiber des Autokinos. Mehr als 70 Mitwirkende sind auf der Bühne und im Orchester dabei – 500 Autos mit maximal fünf Personen finden Platz. Tickets für 50 € pro Auto sind ausschließ­lich online über www.autokino-duesseldorf.de und www.operamrhein.de erhältlich. Sollte es regnen, findet das Konzert trotzdem statt – mit einer Schlechtwetter-Variante ist vorgesorgt.

Deutsche Oper am Rhein / Autokino Düsseldorf @ DLIVE

Deutsche Oper am Rhein / Autokino Düsseldorf @ DLIVE

Sieben Stars aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein präsentieren ein „Best of“ der Opernliteratur, darunter die große Arie der Violetta aus Verdis La traviata, gesungen von Adela Zaharia, Szenen aus Bizets leidenschaftlicher Carmen mit Ramona Zaharia, Eduardo Aladrén und Bogdan Baciu und virtuose Höhepunkte aus Rossinis Il barbiere di Siviglia und Donizettis Linda di Chamounix mit Maria Kataeva, Elena Sancho Pereg und Bogdan Talo. Schließlich stimmt der Chor der Deutschen Oper am Rhein VerdisVa, pensiero“ und gemeinsam mit Eduardo Aladrén das berühmte „Nessun dorma“ von Puccini an.

„Die Idee zur ‚Operngala im Autokino‘ kam mir spontan, als ich vor kurzem als Besucher im Autokino war“, sagt Generalinten­dant Christoph Meyer, „eine außergewöhnliche Location mit toller Atmosphäre! Für uns alle sicher eine völlig neue, spannende Erfahrung und Herausforderung, aber in diesen besonderen Zeiten gilt es auch Neues zu wagen, und wir freuen uns sehr darauf, auf diese Weise gemeinsam mit den Zuschauern unsere Solisten, unseren Chor und die Düsseldorfer Symphoniker wieder live mit großer Oper erleben zu können.“

Solange eine Rückkehr auf die Bühne des Opernhauses noch nicht möglich ist, wird die Zeit dort unter anderem für die Erneuerung der Bühnentechnik und der Inspi­zienten­anlage genutzt. Das der aktuellen Situation ange­pass­te Programm zum Saisonstart im September stellt die Deutsche Oper am Rhein in der letzten Juni-Woche vor.


Mittsommer-Operngala live im Autokino Düsseldorf am 19. Juni 2020


Musikalische Leitung: Axel Kober
Maria Kataeva, Elena Sancho Pereg, Adela Zaharia, Ramona Zaharia, Eduardo Aladrén, Bogdan Baciu, Bogdan Talo  //  Chor der Deutschen Oper am Rhein  //  Düsseldorfer Symphoniker

Georges Bizet (1838-1875)
CARMEN  –  Vorspiel 1. Akt  –  Düsseldorfer Symphoniker

Habanera der Carmen  –  „L’amour est un oiseau rebelle“
Ramona Zaharia, Chor der Deutschen Oper am Rhein

Arie des Escamillo  –  „Votre toast, je peux vous le rendre”
Bogdan Baciu, Ramona Zaharia (Carmen), Elena Sancho Pereg (Frasquita), Maria Kataeva (Mercedes), Chor

Finale 2. Akt  –  „Non, tu ne m’aimes pas!…Que dis-tu?”  –  Ramona Zaharia (Carmen), Eduardo Aladrén (Don José), Elena Sancho Pereg (Frasquita), Maria Kataeva (Mercedes), Chor

Gioachino Rossini (1792-1868)
Il barbiere di Siviglia  –  Cavatina des Figaro  –  „Largo al factotum”
Bogdan Baciu

Duett Rosina – Figaro  –  „Dunque io son… Tu non m’inganni”
Maria Kataeva, Bogdan Baciu

Arie des Don Basilio  –  „La calunnia“  –  Bogdan Talo


Gaetano Donizetti (1797-1848)
LINDA DE CHAMOUNIX

Arie der Linda
„O luce di quest’anima“
Elena Sancho Pereg

Giuseppe Verdi
LA TRAVIATA  –   Arie der Violetta  –  „È strano… Sempre libera“
Adela Zaharia (Violetta), Eduaro Aladrén (Alfredo)

Giuseppe Verdi (1813-1901)
NABUCCO  –  Ouvertüre

Szene des Zaccaria
„Sperate, o figli“  –  Bogdan Talo (Zaccaria), Eduardo Aladrén (Ismaele), Chor der Deutschen Oper am Rhein

Gefangenenchor  –  „Va, pensiero, sull‘ ali dorate“
Chor der Deutschen Oper am Rhein

Léo Delibes (1836-1891)
Lied „Les Filles de Cadiz“  –  Adela Zaharia

Ruperto Chapí y Lorente (1851-1909)
Las hijas del Zebedeo  –  Romanze „Las Carceleras“  –  Maria Kataeva

Giacomo Puccini (1858-1924)
TURANDOT  –  Arie des Calaf  –  „Nessun dorma”
Eduardo Aladrén, Damenchor der Deutschen Oper am Rhein

Giuseppe Verdi
LA TRAVIATA  –  Brindisi „Libiamo ne’ lieti calici”  –  alle

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Juan Diego Flórez – Belcanto Konzert, 07.04.2018

März 23, 2018 by  
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Tonhalle Düsseldorf

Heinersdorff Konzerte

Heinersdorff Konzerte / Juan Diego Flórez © Gregor-Hohenberg / Sony Classical

Heinersdorff Konzerte / Juan Diego Flórez © Gregor-Hohenberg / Sony Classical

Belcanto im schönsten Wortsinn
Juan Diego Flórez Tenor

Samstag, 07. April 2018, 20 Uhr

 Gluck, Mozart, Donizetti, Massenet, Verdi

NDR Radiophilharmonie, Riccardo Minasi Leitung

Es scheint, als wäre der Begriff Belcanto extra erfunden worden, um seine Kunst zu beschreiben: Juan Diego Flórez übertrifft mit seinem kraftvollen Timbre und dem unverkennbaren Schmelz in der seelenvollen Tenorstimme alle Superlative des „schönen Gesangs“. Seit seinem überragenden Debüt als 23-Jähriger in der Mailänder Scala 1996 hat der peruanische Sängerestivals der Welt führt. Dass er dennoch niemals seine Herkunft als Sohn eines peruani eine Bilderbuchkarriere hingelegt, die ihn regelmäßig an die größten Opernhäuser und zu den renommiertesten Fschen Volkssängers vergisst und immer wieder gerne zur Gitarre greift, um sich selbst in schlichten Liedern und Canzonen zu begleiten, spricht für den sympathischen Superstar. Sein lang ersehntes Heinersdorff-Gastspiel steht ganz im Zeichen Mozarts und des italienischen Belcanto.

Karten: € 95,- / 85,- / 75,- / 60,- / 45,- zzgl. VVK-Gebühr
Vorverkauf: Opernshop, Tel. 0211 89 25 211, www.heinersdorff-konzerte.de

[Von Juan Diego Flórez wurden verschiedene Aufnahmen bei der Sony Classical veröffentlicht.]


Heinersdorff Konzerte / Juan Diego Flórez © Kristin Hoebermann

Heinersdorff Konzerte / Juan Diego Flórez © Kristin Hoebermann

Juan Diego Flórez: Die großen Theater der Welt sehen in Juan Diego Flórez den Belcanto-Tenor par excellence. Sein ausdrucksstarker, müheloser und virtuoser Gesang macht ihn zu einem idealen Interpreten für Opern von Gioachino Rossini, Gaetano Donizetti und Vincenzo Bellini. Publikum und Kritiker feiern einhellig die Vorstellungen, die er auf den bedeutendsten internationalen Opernbühnen und Konzertpodien gibt. Sein Operndebüt gab der peruanisch-österreichische Sänger im Jahr 1996 in Rossinis Matilde di Shabran beim Rossini-Opernfestival in Pesaro. Heute singt er an den wichtigsten Opernhäusern der Welt, gastiert regelmäßig beim Festival in Pesaro und gibt regelmäßig Konzerte.

Der peruanische Tenor Juan Diego Flórez ist dank seiner einzigartigen Stimme und seiner sensationellen Technik einer der Weltstars der Oper. Auf seiner aktuellen CD singt Flórez erstmals Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, einem weiteren Komponisten, dessen Werk ideal zu seinen Fähigkeiten passt. Mit 18 Jahren trat Flórez als Chorsänger in der Zauberflöte auf und fand so zur Oper. Seitdem hat er in zahlreichen Konzerten Mozart gesungen.

Die Einspielung entstand in Zürich mit dem herausragenden Orchester La Scintilla, den Alte Musik Spezialisten der Züricher Oper, unter Leitung von Mozart-Kenner Riccardo Minasi. Juan Diego Flórez wurde 1973 geboren und studierte Musik in seiner Heimatstadt Lima und am Curtis Institute in Philadelphia. 1996 gab er in Matilde di Shabran sein offizielles Debüt beim Rossini-Opernfestival in Pesaro, wo seine ausdrucksvolle Stimme und erstaunliche Agilität über Nacht für eine Sensation sorgten und ihn noch im selben Jahr, mit dreiundzwanzig Jahren, an die Scala führten. Seitdem tritt er regelmäßig unter den weltweit führenden Dirigenten auf den renommierten internationalen Opernbühnen auf. Als Belcanto-Tenor der Spitzenklasse hat sich Flórez vor allem in den führenden Tenorrollen von Rossini, Donizetti und Bellini sowie in Opern Verdis (Rigoletto und Falstaff), Puccinis (Gianni Schicchi), Glucks (Armide), Mozarts (Mitridate) und Nino Rotas (Il cappello di paglia di Firenze) einen Namen gemacht. 2007 brach er an der Scala mit einer 75 Jahre alten Tradition und sang eine Zugabe aus Donizettis Fille du régiment, die Arie ‚Ah! mes amis‘ mit neun hohen C; für eine ähnliche Sensation sorgte er 2008 mit der gleichen Meisterleistung an der New Yorker Metropolitan.

Er tritt auch als Solist und Konzertsänger in Werken wie Rossinis Stabat Mater auf. In den vergangenen Spielzeiten war er zu sehen und zu hören in: L’elisir d’amore an der WienerStaatsoper und der Met, Il barbiere di Siviglia in Lima, Le comte Ory an der Met,  I puritani in Tokio, Linda di Chamounix in Barcelona, Rigoletto in Zürich, Matilde di Shabran in Pesaro, Guillaume Tell in Lima und Pesaro, Les Pêcheurs de perles in Madrid, La donna del lago in Covent Garden, La Fille du régiment in Wien sowie in einem Konzert in Machu Picchu mit Gustavo Dudamel und dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar. Für 2014 sind geplant: La sonnambula in Barcelona, La Fille du régiment in Covent Garden, Roméo et Juliette in Lima, La Cenerentola an der Met, Il Barbiere di Siviglia in München, Le comte Ory an der Scala und La Favorite bei den Salzburger Festspielen sowie Konzerte in Marseille, Istanbul, Zürich, Genf, Madrid, Lüttich, Baden-Baden, Ludwigshafen, München und Wien.

Juan Diego Flórez hat als Decca-Exklusivkünstler seit 2001 zahlreiche Soloalben und Operngesamtaufnahmen auf CD und DVD veröffentlicht; viele davon haben Preise gewonnen, darunter den deutschen Echo und den Cannes Classical Award. Zu seinen neueren Einspielungen gehören Gesamtaufnahmen von Bellinis La sonnambula, mit Cecilia Bartoli auf CD und mit Natalie Dessay auf DVD, Glucks Orphée et Eurydice mit Ainhoa Garmendia, Bel  Canto spectacular – 2010 in der Kategorie ‚Best Classical Vocal Performance‘ für einen Grammy® nominiert – sowie 2010 eine CD mit geistlichen Liedern unter dem Titel ‚Santo‘. 2012 erschien die 2009 beim Rossini-Festival in Pesaro aufgenommene DVD mit Rossinis Zelmira, und 2013 folgte Rossinis Matilde di Shabran als Mitschnitt aus dem Teatro Comunale in Bologna. Für 2014 ist sein erstes, nur in französischer Sprache gesungenes Album ‚L’Amour‘ mit Opernarien von Donizetti bis Massenet geplant.

Der peruanische Tenor hat zahlreiche weitere internationale Kritikerpreise erhalten sowie den Sonnenorden als höchste Auszeichnung der peruanischen Regierung. 2012 wurde er zum Sonderbotschafter der UNESCO ernannt und in Wien als Kammersänger

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