Schwarzenberg, Schubertiade, Spielplan 29. – 31.August 2016

August 29, 2016 by  
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Schubertiade

Konzerthinweise zu den Veranstaltungen der SCHUBERTIADE SCHWARZENBERG vom 23. – 25. August:

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Montag, 29. August

14.00, Angelika-Kauffmann-Museum, „Musiksalon“ (veranstaltet vom Angelika-Kauffmann-Museum)
Helmut Deutsch im Gespräch mit Jürgen Thaler
Karten (nur mit Reservierung) sind erhältlich im Angelika-Kauffmann-Museum, Tel. 05512/3570

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Minetti Quartett
Jörg Widmann Klarinette
„Das Minetti Quartett ist eine musikalische Sensation aus Österreich“ schrieb der Berliner Tagesspiegel bereits 2009. Seither präsentierte sich das Ensemble u.a. als „Rising Star“ auf den Bühnen der bedeutendsten europäischen Konzerthäuser und unternahm weltweite Tourneen. Dem jungen Ensemble als Solist zur Seite steht Jörg Widmann, einer der erfolgreichsten Klarinettisten und Komponisten von heute. Auf dem Programm: die beiden Klarinettenquintette von Mozart und Brahms.
(Ausverkauft)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Sophie Karthäuser Sopran
Christoph Prégardien Tenor
Julian Prégardien Tenor
Michael Gees Klavier
Ein besonders facettenreiches Programm erwartet die Besucher des heutigen Liederabends in Schwarzenberg: Begleitet von Michael Gees am Klavier singen Sophie Karthäuser sowie Christoph und Julian Prégardien Lieder von Franz Schubert – solo, in verteilten Rollen oder zusammen im Terzett. Die zweite Konzerthälfte steht unter dem Motto „Die drei Sänger“, ein Lied-Fragment von Schubert, dessen Geschichte die Interpreten mit einer geschickten Liedauswahl nacherzählen.
(Karten erhältlich)


Dienstag, 30. August

14.00, Angelika-Kauffmann-Museum, „Musiksalon“ (veranstaltet vom Angelika-Kauffmann-Museum)
Julian Prégardien im Gespräch mit Jürgen Thaler
Karten (nur mit Reservierung) sind erhältlich im Angelika-Kauffmann-Museum, Tel. 05512/3570

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Klavierabend
Francesco Piemontesi
Kultiviert, technisch überlegen und musikalisch feinsinnig: die internationale Presse schwärmt vom Spiel des Schweizer Pianisten Francesco Piemontesi. Mehrfach wurde er bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet und 2009 zum „BBC New Generation Artist“ ernannt. Nach seinem erfolgreichen Schubertiade-Debut 2012 präsentiert er sich heute dem Schwarzenberger Publikum mit zwei der drei letzten Schubert-Sonaten: jener in c-Moll (D 958) und jener in A-Dur (D 959).
(Karten erhältlich)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Adrianne Pieczonka Sopran
Wolfram Rieger Klavier
Schuberts „Winterreise“ ist der Sopranistin Adrianne Pieczonka eine ganz besondere Herzensangelegenheit und nach Jahren der intensiven Beschäftigung mit diesem Zyklus wird sie ihn nun erstmals öffentlich singen. Die Kanadierin, die 2014 ihr umjubeltes Schubertiade-Debüt hatte, begann ihre Karriere in Wien an der Volksoper und der Staatsoper und zählt heute zu den angesehensten Sängerinnen ihres Fachs mit regelmäßigen Auftritten an der New Yorker Metropolitan Opera oder bei den Salzburger Festspielen.
(Karten erhältlich)


Mittwoch, 31. August

11.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Cuarteto Casals
Sharon Kam Klarinette
Sibylle Mahni Horn
David Tomás Realp Fagott
Alois Posch Kontrabaß
Zum Abschluss der Schubertiade Schwarzenberg 2016 kommt eines der beliebtesten Werke des Komponisten zur Aufführung: das Oktett für Streicher und Bläser. Für das heutige Konzert hat sich mit dem spanischen Cuarteto Casals, das seit Jahren erfolgreich bei der Schubertiade gastiert, Sharon Kam, Sibylle Mahni, David Tomás Realp und Alois Posch eine ganz neue Besetzung zusammengefunden, die eine fulminante Darbietung verspricht. Zuvor auf dem Programm: Beethovens Streichquartett in B-Dur, op. 18/6.
(Karten erhältlich)


24. – 30. August, Schubertiade-Quartier Hohenems: Museen und Baudenkmale

Franz-Schubert-Museum Marktstraße 1
Schubertiade-Museum Marktstraße 15
Legge-Museum Marktstraße 5
Elisabeth-Schwarzkopf-Museum Schweizer Straße 1, Villa Rosenthal
Nibelungen-Museum Marktstraße 6
Schuhmacher-Museum Marktstraße 15

Franz Schubert, große Interpretinnen und Interpreten aus dem Bereich der Klassischen Musik und die bedeutende Kulturgeschichte von Hohenems sind die thematischen Schwerpunkte in 40 Räumen von sechs historisch interessan-ten Gebäuden. Der Rundgang führt an weiteren, mit der Geschichte der Schubertiade verbundenen Bauwerken vorbei: Im Palast Hohenems begann vor 40 Jahren am 8. Mai 1976 die erste Schubertiade und in der Pfarrkirche St. Karl eröffneten die Wiener Philharmoniker mit Karl Böhm die zweite Schubertiade. Damit verbunden war eine Ausstellung über deren Cellisten Josef Sulzer (1850-1926) – die erste Ausstellung in jener Villa, die heute das Jüdische Museum beherbergt. Am Geburtshaus von Josef Sulzers Vater Salomon Sulzer, der als junger Kantor in Wien Schubert einen Kompositionsauftrag erteilt hatte und als bedeutender Schubert-Sänger galt, wurde als Auftakt zur ersten Hohenems, Aquarell von Caspar Obach, 1845 Schubertiade durch Hermann Prey eine Gedenktafel enthüllt.

 
Vorschau SCHUBERTIADE HOHENEMS im September 2016, Markus-Sittikus-Saal

Sa 3. 9. 16.00 Kammerkonzert A. Pilsan, T. Feldmann, G. Kovalev, K. Soltani, U. Martínez Botana
Sa 3. 9. 20.00 Liederabend Piotr Beczala, Helmut Deutsch
So 4. 9. 16.00 Kammerkonzert Baiba Skride, Lise Berthaud, Harriet Krijgh, Lauma Skride
So 4. 9. 20.00 Liederabend Annette Dasch, Michaela Schuster, Pavol Breslik, Michael Nagy, Gerold Huber
Mo 5. 9. 16.00 Liederabend Sophie Rennert, Benjamin Appl, Graham Johnson
Mo 5. 9. 20.00 Liederabend Andreas Scholl, Edin Karamazov
Di 6. 9. 16.00 Kammerkonzert Szymanowski Quartett
Di 6. 9. 20.00 Liederabend Pavol Breslik, Amir Katz
Mi 7. 9. 16.00 Klavierabend Yaara Tal und Andreas Groethuysen
Mi 7. 9. 20.00 Liederabend Magdalena Kožená, Malcolm Martineau
So 25.9. 11.00 Klaviermatinee Dejan Lazic

Öffnungszeiten  : 24. – 30. August: täglich von 10.30 – 17 Uhr

Informationen / Karten :  Schubertiade Schwarzenberg
Tel.: +43/(0)5512/4701
Tel.: +43/(0)5576/72091
Fax +43/(0)5576/75450
e-mail: info@schubertiade.at
www.schubertiade.at

Öffnungszeiten des Kartenbüros in Schwarzenberg:
22. – 31. August: 9.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 20.00 Uhr
Angelika-Kauffmann-Saal, Untergeschoß

Pressemeldung Schubertiade

Essen, Philharmonie Essen, Matthias Goerne & Christoph Eschenbach – Die schöne Müllerin, IOCO Kritik, 20.10.2012

Oktober 23, 2012 by  
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Kritik

Philharmonie Essen

Philharmonie Essen © PE - Sven Lorenz

Philharmonie Essen © PE – Sven Lorenz

Franz Schubert:  Die schöne Müllerin

Goerne und Eschenbach: Team aus einem Guss

Philharmonie Essen / Die schöne Müllerin / Matthias Goerne und Christoph Eschenbach © Sven Lorenz

Philharmonie Essen / Die schöne Müllerin / Matthias Goerne und Christoph Eschenbach © Sven Lorenz

Eine nachhaltige Lektion vollendeten Liedgesangs erfuhr man am vergangenen Samstag in der Essener Philharmonie. Matthias Goerne, einer der herausragenden Bariton-Sänger unserer Tage, gestaltete Schuberts “Schöne Müllerin“. Er wurde kongenial begleitet von Christoph Eschenbach, der damit seine Essener “Artist in Residence“ eröffnete.

Goerne, gebürtiger Chemnitzer, begann seine Ausbildung 1985 bei H.J. Beyer in Leipzig. Er besuchte später Meisterklassen  von Dietrich Fischer-Dieskau und Elisabeth Schwarzkopf und vervollkommnete dadurch seine Ausbildung. Heute ist er ein gefragter Interpret und auf allen Podien und Bühnen der musikalischen Welt zu finden. Neben seinen Opernrollen, unter anderen Wolfram, Wozzeck, Blaubart, Amfortas und Orest, ist ihm der Liedgesang ein besonderes Anliegen.

Philharmonie Essen / Die schöne Müllerin / Matthias Goerne und Christoph Eschenbach © Sven Lorenz

Philharmonie Essen / Die schöne Müllerin / Matthias Goerne und Christoph Eschenbach © Sven Lorenz

Insbesondere die Lieder von Franz Schubert sind ihm eine Herzenssache. Das konnte man bei seiner Interpretation dieses Lieder-Zyklus heraushören. Er sang die zwanzig Lieder eines wandernden Müllerburschen und dessen unglückliche Liebe zu der schönen Müllerin mit subtilen Klangfarben. Je nach Inhalt leise, verhalten, aufbrausend und dann wieder fahl getönt im feinsten Pianissimo. Er weiß perfekt mit seiner Stimme umzugehen und gestaltete dementsprechend überzeugend.

Eine besondere Distinktion ist seine unglaubliche Textverständlichkeit. Die Emphase in Nr. 11 “Mein“ bleibt immer durchsichtig und selbst bei dem wahnwitzigen Tempo des Liedes Nr. 14 “Der Jäger“ ist jedes Wort zu verstehen.

Diese exzellente Aussprache, gepaart mit einem ausgeprägten Gestaltungswillen brachte nie Gehörtes (glaubte man) ins Ohr. Zumal er sich auf seine Stimme verlassen kann, denn sein technisches Fundament ist enorm.

Über Christoph Eschenbach, seine Karriere als Pianist, sowie als geschätzter und gefragter Dirigent, ist schon viel berichtet worden. Inzwischen hat er seine Liebe zur Liedbegleitung intensiviert. Eschenbach setzt auch dabei Akzente. Er ist nicht nur der versierte, immer aufmerksame Partner am Flügel, bei dem sich ein Sänger sicher fühlt, sondern bei ihm hörte man an diesem Abend Solo-Stellen, die oft in der Begleitung überspielt werden.

Resümee: Goerne und Eschenbach, ein Team aus einem Guss, bescherte den Hörern eine beglückende Interpretation eines Werkes, von dem man glaubte, es in- und auswendig zu kennen.  Das Publikum spendete lang anhaltenden Beifall.

Eine noble Geste beider Künstler war es, einen kostenlosen Workshop für junge Sänger und Pianisten, meist Absolventen der Folkwang-Musikhochschule, am folgenden Sonntagmittag abzuhalten.

Matthias Goerne kann man im Januar 2013 in der Philharmonie erneut hören. Er singt dann im konzertanten “Parsifal“ unter Thomas Hengelbrock die Rolle des Amfortas. Christoph Eschenbach ist mit dem London Philharmonic Orchestra am 22. Dezember mit Werken von Robert Schumann wieder in Essen zu erleben.

IOCO / UGK / 20.10.2012

—| IOCO Kritik Philharmonie Essen |—