Bremen, Die Glocke, Gustav Mahler – 10. Sinfonie, IOCO Kritik, 29.08.2019

August 29, 2019 by  
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Die Glocke Bremen

Die Glocke Bremen © Mark Bollhorst

Die Glocke Bremen © Mark Bollhorst

Gustav Mahler – die 10., die letzte, die unvollendete Sinfonie

– Musik am Abgrund –

von Thomas Birkhahn

Wie klingt Musik eines Komponisten, der zuvor schon zweimal seinen Abschied von der Welt komponiert hat? Wie ist die Sicht eines Dirigenten auf ein Werk, das nicht von ihm ist, und doch von ihm? Diese spannenden Fragen stellten sich den Besuchern des Bremer Musikfests am 27.8.19, als im Bremer Konzerthaus Die Glocke Gustav Mahlers vervollständigte 10. Sinfonie erklang.

Der letzte Satz aus Mahlers „Lied von der Erde“ heißt „ Der Abschied“ und ist wie ein großes Loslassen von allem Irdischen. Die danach entstandene 9. Sinfonie wird ebenfalls als (versöhnlicher) Abschied vom Leben gedeutet. Der Dirigent und Mahler-Freund Willem Mengelberg schrieb in seine Partitur der 9. Sinfonie:Sie ist Abschied von allen, die er liebte. Und von der Welt, seiner Kunst, seinem Leben, seiner Musik.

Gustav Mahler Grabstätte in Wien © IOCO

Gustav Mahler Grabstätte in Wien © IOCO

Im Sommer 1910 begann Gustav Mahler (1860 – 1911) mit der Komposition der 10. Sinfonie. Es war eine krisengeschüttelte Zeit für ihn, nach dem er von der Affäre seiner Frau Alma mit dem Architekten Walter Gropius erfahren hatte. Diese niederschmetternde Nachricht, veranlasste ihn dazu, verzweifelte Kommentare an den Rand der Skizzen zu schreiben. Am bekanntesten wurden die direkt an Alma gerichteten Ausrufe am Ende der Sinfonie: „Für dich leben, für dich sterben. Es ist vollbracht.“. und ganz am Schluss nur noch „Almschi!“ Es ist also ein sehr persönliches Werk, von dem Mahler nur den ersten Satz, das Adagio vollenden konnte, bevor er im Mai 1911 starb.  Die restlichen 4 Sätze dieser  Sinfonie sind nur als Skizzen, welche unterschiedlich weit ausgearbeitet sind.

Inzwischen gibt es 7 verschiedene Vervollständigungen der 10. Sinfonie, von denen die des Engländers Deryck Cooke aus den1960er Jahren die bis heute am meisten gespielte ist. Trotzdem haben namhafte Mahler-Dirigenten wie Bernstein, Boulez oder Abbado ihr Leben lang nur das Adagio aufgeführt, und auch heute noch machen viele Dirigenten einen Bogen um eine vervollstädigte Fassung. Um es gleich vorweg zu nehmen: Nach dem Erlebnis dieses Konzerts bleibt zu hoffen, dass die komplette Sinfonie sich im Konzertsaal durchsetzt.

Yoel Gamzou, Generalmusikdirektor des Bremer Theaters, dirigerte an diesem Abend seine eigene, im Alter von 23 Jahren erstellte Fassung. Man durfte also gespannt sein, wie ein junger Musiker des 21. Jahrhunderts (Gamzou ist erst 31 Jahre alt) eine Mahler-Sinfonie dirigierte, die in gewisser Weise auch seine eigene war.

Gustav Mahlers Musik spielt in Gamzous Leben eine einzigartige Rolle. Und gerade die 10. Sinfonie steht seit vielen Jahren im Mittelpunkt seines Lebens. Er behauptet sogar, dass, „wären diese kryptischen, unglaublich apokalyptischen musikalischen Gedanken vor hundert Jahren vervollständigt und aufgeführt worden, sie den gesamten Verlauf der Musikgeschichte und vielleicht der gesamten Kunst des 20. Jahrhunderts verändert [hätten].“

Gamzou geht es in seiner Fassung nicht um Authentizität. Er ist klug genug zu realisieren, dass die 10. Sinfonie nie so klingen wird, wie Mahler sie sich erdacht hat. Trotzdem will er die Botschaft des Stückes erfahrbar machen, in dem er sich „vollständig den Intentionen des Komponisten unterordnet“.

Bremer Philharmoniker © Marcus Meyer

Bremer Philharmoniker © Marcus Meyer

Und hier ist auch der entscheidende Unterschied zu Deryck Cooke. Cooke bleibt in seiner Fassung eher neutral, und bringt lediglich die Skizzen Mahlers in eine für Konzertgänger hörbare Form. Cooke lässt sogar viele Takte einfach leer, um den fragmentarischen Charakter zu betonen. Gamzou hingegen bezeichnet seine Version als „Weiterentwicklung“, die den Geist von Mahlers Musik vermitteln soll.

Gamzou gliedert die 5 Sätze in zwei Teile, die durch ein Zwischenspiel (das Purgatorio) getrennt werden:

Teil 1:
1. Adagio
2.Scherzo
Interludium – Wendepunkt:
3. Purgatorio
Teil 2:
4. Wild. Der Teufel tanzt es mit mir
5. Finale

Der erste Satz ist der einzige von Mahler vollendete Satz der Sinfonie. Er ist fester Bestandteil der Konzertsäle dieser Welt. Von daher mag es vielleicht überraschen, dass Gamzou auch in diesem Satz Änderungen vornimmt. Wenn man aber bedenkt, dass Mahler jedes seiner Werke nach den ersten Aufführungen überarbeitete, kann man vermuten, dass das Adagio in der von Mahler hinterlassenen Form nicht die endgültige Fassung sein dürfte. Der Dirigent Michael Gielen bezeichnete den ersten Satz als unfertig instrumentiert: „Dass […] über weite Strecken nur die Posaunen und sonst niemand die Harmonie angeben, […] das ist [eine] Skizze, um das harmonische Gerüst zu fixieren. Mahler hätte [den Satz] mit Sicherheit nicht so gelassen, das ist ja undenkbar bei einem so raffinierten Komponisten…“

Gamzou ist derselben Meinung und verändert sehr behutsam den Bläsersatz, macht ihn etwas voller. Sehr stark jedoch greift er in die Tempovorgaben ein. Es gibt kaum eine Partiturseite, in der er nicht das Tempo verändert. Exemplarisch seien hier die Takte 124 – 133 genannt. Alleine in diesen 10 Takten macht Gamzou 6 Tempovorgaben: „Wieder frischer“ – „Wieder etwas breiter“ – „Comodo, mäßig“ – „Bewegter“ – „molto rit.“ – „Sehr zurückhaltend und schwerfällig“.  Die Frage muss erlaubt sein, ob Gamzou es damit nicht etwas übertreibt, ob er anderen Dirigenten damit nicht eine eigene Sicht auf Tempoveränderungen erschwert. Aber wie er im Vorwort seiner Partitur schreibt, ist er in seiner Fassung ein hundertprozentiges Risiko eingegangen. Er scheut sich nicht, seine Sicht auf das Stück bis ins kleinste Detail in die Partitur einfließen zu lassen.

Diese Alles-oder-Nichts-Haltung kommt auch in seinem Dirigat an diesem Abend zum Ausdruck, denn was Gamzou an Intensität und Ausdruck aus dem Orchester herausholt, ist atemberaubend. Die großartig aufspielenden Bremer Philharmoniker folgen ihm anscheinend nur zu gerne auf seinem (und Mahlers) Weg in die Apokalypse und wieder hinaus.

In den großen gesanglichen Passagen des Adagios überzeugt das Orchester mit herrlichem Streicherton und zarten Passagen von berückender Schönheit. Gamzou gelingt es, trotz der immer wiederkehrenden scherzohaften Unterbrechungen, die erwähnten vielen Tempovorgaben absolut organisch in den Satz einzubetten.

Der zweite Satz ist nur dem Namen nach ein Scherzo. Während das Hauptthema einen an sich heiteren Charakter hat, wird diese Heiterkeit durch ständige Taktwechsel untergraben. Der Hörer hat nie festen Boden unter den Füßen. Gamzou inszeniert den Satz als wilden Ritt in den Abgrund, den auch die lieblichen Ländlerpassagen nicht stoppen können. Die Fröhlichkeit kippt immer mehr ins Bedrohliche, aus Heiterkeit wird Panik, aus einem Lächeln wird eine Grimasse. Hier sind vor allem die Blechbläser des Orchesters hervorzuheben, die das Fratzenhafte dieser Musik hervorragend verdeutlichen.

Bremer Philharmonike / Yoel Gamzou; GMD © Jörg Landsberg

Bremer Philharmonike / Yoel Gamzou; GMD © Jörg Landsberg

Über den 3.Satz (Purgatorio) ist viel gerätselt worden. Denn wer nun erwartet, dass Mahler in einem Satz, den er ‚Fegefeuer‚ nennt, die Scheiben scheppern lässt, der wird – je nach Gefühlslage – enttäuscht oder erleichtert sein. Die Musik ist eher zart, tänzerisch und leicht melancholisch. Auch ist dieser Satz mit einer Spieldauer von 4 Minuten der kürzeste Mahlersche Sinfoniesatz überhaupt. Gamzou löst das Rätsel zumindest teilweise, in dem er das Tempo so extrem langsam nimmt, dass überhaupt kein tänzerischer Charakter aufkommt. Zusätzlich lässt er die Geigen das Hauptthema sehr verzerrt und hässlich spielen. Auch hier zeigt sich wieder seine Identifikation mit Mahlers Werk. Es ist für ihn Ausdruck pur!

Auch sieht er in dem Purgatorio Satz den Wendepunkt der Sinfonie, das Bindeglied zwischen dem ersten und zweiten Teil. Gamzou nennt ihn „ein bewusst unauffälliges ‚Tor zur Hölle’“.

Den 4. Satz (für Gamzou beginnt hier Teil 2) überschrieb Mahler in seinen Skizzen mit folgenden Worten:

„Der Teufel tanzt es mit mir, Wahnsinn fast mich an, Verfluchten!
Vernichte mich, dass ich vergesse, dass ich bin!
Dass ich aufhöre, zu sein“

Während Cooke diesen verbalen Aufschrei ignoriert, und den Satz schlicht „Scherzo“ nennt, druckt Gamzou ihn vollständig in seiner Fassung ab, und nennt den Satz „Wild. Der Teufel tanzt es mit mir“. Was nun folgt, ist ein schauriger Ländler, der unerbittlich in den Abgrund führt. Die bohrende Intensität, mit der Gamzou und seine Philharmoniker diese Musik darbieten, geht so sehr unter die Haut, dass sie beim beim Hörer beinahe körperliche Schmerzen verursacht.

Schließlich ist Mahler am Ende des Satzes am schwärzesten Abgrund angelangt: Ein donnernder Trommelschlag läutet das Finale ein, und was nun folgt, sucht vermutlich in der gesamten sinfonischen Musik seinesgleichen: die Musik kommt völlig zum Stillstand, Mahler stellt eine Art Ur-Zustand her. Die Kontrafagotte spielen sehr langsame Achtelfiguren, in denen es weder ein erkennbares Metrum noch eine erkennbare Tonart gibt. Immer wieder werden sie von den unerbittlichen Schlägen der Großen Trommel unterbrochen.

Gustav Mahler Gedenktafel in Hamburg © IOCO

Gustav Mahler Gedenktafel in Hamburg © IOCO

Es gibt keine Richtung und kein Vorwärtskommen, und Gamzou lässt den Hörer die ganze Hoffnungslosigkeit spüren, die aus dieser Musik spricht. Man fragt sich, ob das überhaupt Musik ist, oder nicht vielmehr ein bloßer Zustand. Schließlich schwingt sich eine Flöte zu einer einsamen Melodie auf, die wie eine Vorausahnung von Schostakowitsch klingt. Das nun einsetzende Adagio ist wie ein großer Abgesang auf das Leben. Doch im Gegensatz zum Adagio aus der 9. Sinfonie wird dieser Abgesang immer wieder unterbrochen. Eine Art Scherzo schiebt sich dazwischen, und auch der berühmte 9-tönige Akkord des ersten Satzes kehrt nochmal zurück, vom Orchester mit schneidiger Schärfe heraus geschleudert. Es geht sogar ganz zum Anfang zurück, denn die rezitativische Einleitung des ersten Satzes kehrt wieder, diesmal aber nicht in den Bratschen, sondern „apokalyptisch“ in den Hörnern. Doch dann kehrt Frieden ein, und das ist für Gamzou von zentraler Bedeutung. Er versteht den versöhnlichen Epilog der Sinfonie als Botschaft Mahlers und schreibt dazu im Vorwort seiner Partitur:

„Der Epilog stellt eine Alternative zur Apokalypse dar, er ist das Licht am Ende des Tunnels, und dieses Licht wird weder durch Kampf noch Zerstörung erreicht: Nur durch Akzeptanz können wir Erlösung erreichen […]: Akzeptanz der Liebe, […] der Demut, des […] Todes, des Schicksals […]. Nur durch Akzeptanz ist eine spirituelle Auferstehung möglich.“

Dieser Konzertabend in der Bremer Glocke war nicht weniger als eine musikalische Sternstunde. Man erlebt es äußerst selten, dass ein Dirigent seine Sicht auf ein Werk („sein Werk“, ist man geneigt zu sagen) so klar und überzeugend vermitteln kann. Einen großen Anteil daran hatten auch die Bremer Philharmoniker, die sich nicht nur die Seele aus dem Leib spielten, sondern auch den technischen Herausforderungen des Werkes absolut gewachsen waren.

Beim ekstatischen Applaus am Ende zeigte sich die Begeisterung des Publikums für einen Abend, der bei vielen noch lange nachklingen wird!

—| IOCO Kritik Die Glocke |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Jonas Kaufmann – Das Lied von der Erde, IOCO Aktuell, 10.01.2019

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Jonas Kaufmann  –  Das Lied von der Erde

Für sein Konzert in Festspielhaus Baden-Baden hat Jonas Kaufmann ein Werk ausgesucht, dass ihn schon sehr lange begleitet: Am 20. Januar 2019, 19 Uhr, wird er im Festspielhaus Gustav Mahlers sinfonischen Zyklus Das Lied von der Erde singen. Das Besondere: Jonas Kaufmann singt nicht nur die Tenorstimme, sondern übernimmt auch die Bariton-Partie.

Gustav Mahler Grabmal © IOCO

Gustav Mahler Grabmal © IOCO

An seine erste Begegnung mit Gustav Mahlers Lied von der Erde kann sich Jonas Kaufmann noch genau erinnern: „Es war die Klemperer-Aufnahme mit Fritz Wunderlich und Christa Ludwig, und ich war derart hingerissen von dem Stück, dass ich mir sofort die Noten besorgt und versucht habe, den Tenorpart zu singen.“ Gerade einmal 20 Jahre alt war er da, und dem Stück einfach noch nicht gewachsen. „Mit Wunderlichs grandioser Wiedergabe im Ohr habe ich mich mit Innbrunst in dieses ‚Trinklied vom Jammer der Erde‘ gestürzt – und war nach der ersten Seite stockheiser. Das ist nun wirklich nichts für Anfänger!“ Jahre habe es gedauert bis er sich der schwierigen Tenor-Partie gewachsen fühlte. Denn in dem vielfarbig schillernden Stück werden die Sänger mit einem Orchestersatz konfrontiert, der ihnen neben ausgefeilter Gesangstechnik auch die letzten Reserven abverlangt. „Aber wenn man’s kann“, so der gebürtige Münchner, „ist es jedes Mal die reinste Ekstase.“

Jonas Kaufmann © Gregor Hohenberg - Sony Classical

Jonas Kaufmann © Gregor Hohenberg – Sony Classical

Begleitet von dem Sinfonieorchester Basel und unter der musikalischen Leitung von Jochen Rieder wird Jonas Kaufmann nun mit Mahlers Lied von der Erde in Baden-Baden erwartet, wobei der Sänger in der „Symphonie für Tenor- und eine Alt- oder Baryton-Stimme“ (Mahler) beide Partien übernehmen wird. „Bei Aufführungen habe ich mich oft gefragt, warum man für diese sechs Lieder eigentlich zwei Sänger braucht. Natürlich gibt es in den Stücken sehr starke Kontraste und auch deutliche Unterschiede in der Stimmlage; trotzdem habe ich gedacht, dass es doch reizvoll wäre, bei allen Unterschieden auch den großen Bogen vom Anfang bis zum Ende zu spannen. Außerdem liebe ich die tieferen Lieder so sehr, dass ich bei Aufführungen oft sehr eifersüchtig den Bariton- und Mezzo-Kollegen gelauscht habe, vor allem mit Blick auf das letzte Lied, den ‚Abschied‘.Kaufmann, der über ein ausgeprägt baritonales Timbre verfügt (und der auch schon für einen erkrankten Kollegen die Basspartie des Komturs im Finale von Mozarts ‚Don Giovanni‘ gesungen hat), bereitet die tiefere Lage keine Probleme: „Wenn ich daran denke, dass Renata Scotto meine Stimme mit einem Cello verglichen hat, dann werden mir meine Mezzo- und Bariton-Kollegen hoffentlich verzeihen, dass ich in ihr Revier eingedrungen bin.“

[ Von Jonas Kaufmann wurden verschiedene Aufnahmen bei der Sony Classical veröffentlicht ]

Vor Mahlers Weltabschiedswerk, das nach dem katastrophenartigen Höhepunkt des letzten Satzes mit offenem Ende in der Unendlichkeit zu verhallen scheint, hat Jochen Rieder, der Dirigent des Abends im Festspielhaus, Luciano Berios „Rendering“ gestellt, eine Rekomposition von Franz Schuberts letztem Sinfonieentwurf. Luciano Berio beschrieb sein Werk nicht als „Vollendung oder Rekonstruktion“, sondern als eine „Restaurierung“, die mit ihrer „Auffrischung der alten Farben“ den „Richtlinien einer modernen Freskorestaurierung“ folge: „Die Skizzen sind durch ein sich ständig wandelndes musikalisches Gewebe verbunden, immer ‚pianissimo‘ und ‚fern‘, untermischt mit Anklängen an das Spätwerk Schuberts […] und durchsetzt mit polyphonen Passagen aus Fragmenten derselben Skizzen. Dieser musikalische ‚Zement‘ bildet den fehlenden Zusammenhang und füllt die Lücken zwischen den einzelnen Entwürfen.“

Sinfonieorchester Basel © Matthias Willi

Sinfonieorchester Basel © Matthias Willi

Der Tenor Jonas Kaufmann gilt als einer der berühmtesten Tenöre unserer Zeit. Nach dem Gesangsstudium in seiner Heimatstadt München und ersten Engagements ging er 2001 an die Oper Zürich. Von dort aus begann seine internationale Karriere, mit Auftritten bei den Salzburger Festspielen, an der Pariser Oper, in Covent Garden, an der Mailänder Scala und an der Metropolitan Opera New York. Sein Debüt im Festspielhaus Baden-Baden gab er 2009 in Strauss’ Rosenkavalier unter der Leitung von Christian Thielemann. Auch mit Mahler war er schon im Festspielhaus zu erleben: 2012 mit den Kindertotenliedern und 2014 mit einem Mahler-Liederabend.

Der Dirigent Jochen Rieder, den seine klassische Laufbahn als Kapellmeister von Karlsruhe über Bremen ans Opernhaus Zürich führte, verbindet mit Jonas Kaufmann eine lange musikalische Zusammenarbeit. Gemeinsam traten sie weltweit in renommierten Häusern auf und in ihrer Zusammenarbeit entstanden mehrere erfolgreiche CD- und DVD-Produktionen.

Das Sinfonieorchester Basel ist eines der ältesten und zugleich innovativsten Orchester der Schweiz und genießt eine starke überregionale und internationale Ausstrahlung. In eigenen Konzertreihen, im Theater Basel sowie bei Gastspielen im In- und Ausland beweist es immer wieder aufs Neue seine hohe Klangkultur. Chefdirigent ist seit der Konzertsaison 2016/17 der Brite Ivor Bolton. Im Festspielhaus Baden-Baden war das Sinfonieorchester Basel zuletzt im November 2017 im Konzert mit Daniel Hope zu Gast.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Baden-Baden, Festspielhaus Baden-Baden, Das Lied von der Erde mit Klaus-Florian Vogt, 03.10.2012

August 30, 2012 by  
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Festspielhaus Baden – Baden

„Das Lied von der Erde“ von Gustav Mahler

Mittwoch 03. Oktober 2012, 18:00 Uhr

Wenn man Mahlers Riesenwerk auf einen Kern reduziert, so erhält man ein Lied. Und mit Liedern kennt sich Jonathan Nott aus, der als Sänger begann und auch als Dirigent stets vom Singen ausgeht: also von Fragen danach, wie eine Phrasierung gelingt, wie man ein Vibrato dosiert oder wie man Musik zum Atmen bringen kann. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass der Engländer mit den Aufnahmen aus seinem Mahler-Zyklus weltweit Herzen erobert und Preise gewinnt. Wie bei einem Puzzle fügt Nott Sinfonie an Sinfonie – vom Festspielhaus- Publikum seit Jahren dafür gefeiert, bestaunt und bewundert.

Jonathan Nott Dirigent
Doris Soffel Mezzosopran
Klaus-Florian Vogt Tenor
Bamberger Symphoniker

Gustav Mahler
Adagio aus der Symphonie Nr. 10 Fis-Dur
Gustav Mahler
Das Lied von der Erde

Preise: € 110,00 / 90,00 / 73,00 / 56,00 / 33,00
Ermäßigt: € 103,00 / 85,00 / 66,00 / 51,00 / 30,00

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

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