Kassel, Staatstheater Kassel, September 2020 – L’ultimo sogno, Der Sturm .. IOCO Aktuell, 30.06.2020

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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Spielplan –  September 2020

Nach Lockdown und Ersatzspielplänen senden wir Ihnen schon jetzt voller Optimismus unsere Spielplanvorschau für September 2020. Mit fünf Premieren, bzw. Uraufführungen und einem prallen Programm rundherum starten wir in eine Spielzeit, die möglicherweise noch so einige Unwägbarkeiten birgt und zugleich die letzte unter Intendant Thomas Bockelmann ist. Einiges am Spielplan hat sich seit der Präsentation im März bereits geändert: So spielen wir die berühmte Verdi-Oper La Traviata nicht in gewohnter Form, sondern bringen mit L’ultimo sogno – Der letzte Traum von Carlo Ciceri eine Annäherung an das Verdi-Werk zur Uraufführung.

Darüber hinaus wird das erste Sinfoniekonzert wird nicht in der Stadthalle, sondern im Opernhaus stattfinden, dort allerdings an vier Terminen.

Staatstheater Kassel / Intendant Thomas-Bockelmann © N. Klinger

Staatstheater Kassel / Intendant Thomas-Bockelmann © N. Klinger


 Der Sturm  –  William Shakespeare

Fassung von Joachim Lux

Inszenierung: Thomas Bockelmann, Bühne: Sabine Böing, Kostüme: Ulrike Obermüller, Musik: Jens Kilz, Dramaturgie: Michael Volk

Mit Meret Engelhardt (Caliban / Miranda), Christina Weiser (Ariel / Ferdinand) und Jürgen Wink (Prospero)

Der Wissenschaftler Prospero, der sich als Herzog von Mailand statt zu regieren eher dem Studium und den Künsten hingegeben hat, wurde von seinem Bruder entmachtet, mit seiner kleinen Tochter Miranda auf See ausgesetzt und auf eine Insel gespült. Wie viele von Shakespeares magischen Landschaften changierend zwischen Tropenhölle und Paradies (die Kolonialisierungsgeschichte Europas mit den Berichten und Schätzen aus fernen Ländern wirkt hier in die Literatur hinein), ist das Eiland den Neuankömmlingen Experimentierfeld und Spielwiese, ein Ort, an dem der Mensch fernab der Zivilisation ganz von vorne beginnen kann: Macht und Ohnmacht des menschlichen Verstandes im Kräftemessen mit der Natur, deren Teil er doch ist – hier sind alle großen Themen Shakespeares und der Renaissance noch einmal versammelt. Mit Hilfe zweier Wesen, einem poetischen Monster namens Caliban, Sohn einer alten Insel-Hexe, und dem Luftgeist Ariel, gelingt es Prospero eines Tages, einen Sturm zu beschwören, der alle seine Feinde – seinen verräterischen Bruder samt Verbündeten – als Schiffbrüchige in seine Gewalt bringt. Miranda, die noch nicht viel von der Welt jenseits der Insel und somit noch nicht viele Männer gesehen hat, verliebt sich in einen der Gestrandeten: Ferdinand, Prinz von Neapel. Wenn Prospero auf seine Rache verzichtete, wäre die Inselromanze ein erster Schritt für eine allgemeine Aussöhnung …

Shakespeares letztes Stück ist in seiner poetischen, lebensprallen Verspieltheit, seiner Welterkundungslust, seiner Rohheit und zarten Melancholie auch ein Vermächtnis und ein Abschied des großen Theaterdichters.

Premiere: Samstag, 12. September, 19.30 Uhr, Schauspielhaus


Uraufführung   –  Bär im Universum

von Dea Loher

Inszenierung: Martina van Boxen, Bühne: Michael Habelitz, Kostüme: Esther van de Pas, Musik: Olaf Pyras, Dramaturgie: Julia Hagen

Mit Aljoscha Langel (Benny, ein Eisbär), Amelie Kriss-Heinrich (Polly), Lua Barros Heckmanns (Anni / Ute / Isabella) und Olaf Pyras (Rübe / Livemusik)

Eisbär Benny (mit weichem B!) ist nicht nur die Scholle und damit seine Heimat unterm Hintern weggeschmolzen, er ist auch noch der allerletzte seiner Art – im ganzen Universum. Wenn das mal nicht zum Heulen ist. Um sich selbst vor dem Aussterben zu bewahren, begibt er sich auf die Suche nach einem Eisbärmädchen und trifft Polly (mit Doppel-L!). Polly ist zwar genau wie Benny auch weiß und flauschig, aber leider kein Eisbär, sondern ein Huhn. Während sich Benny und Polly fragen, ob aus Eiern auch kleine Hühnerbärchen und Bärenhühnchen schlüpfen können, melden sich jede Menge Tiere auf Bennys Kontaktanzeige. Sie fliehen vor Buschfeuer und Wilderei, Fangnetzen und schwimmenden Müllbergen, manche haben eine Vorliebe für elektronische Musik und sie alle fürchten sich vor dem Aussterben. Doch mit wem soll man sich paaren, wenn man der Letzte seiner Art ist? Wer weist einem den komplizierten Weg durch Artensterben, Plastikmeere und Waldbrände? Und welcher Stern ist eigentlich der hellste am Himmel?
Dea Lohers erstes Kinderstück erzählt einfühlsam und augenzwinkernd von den Unwägbarkeiten unserer Zeit, vom Sichverlieben und Sichverpassen, von Freundschaft und vor allem von Hoffnung. Martina van Boxen, FAUST-Preisträgerin und seit 2019 Leiterin des JUST – Junges Staatstheater Kassel, wird mit dieser Uraufführung unser Programm für junges Publikum eröffnen.

Uraufführung: Sonntag, 13. September, 15 Uhr, tif – Theater im Fridericianum


Der zerbrochne Krug

von Heinrich von Kleist

Inszenierung: Markus Dietz, Bühne und Kostüme: Mayke Hegger, Licht: Christian Franzen, Dramaturgie: Petra Schiller

Mit Bernd Hölscher (Adam, Dorfrichter), Hagen Bähr (Walter, Gerichtsrath), Lukas Umlauft (Licht, Schreiber), Rahel Weiss (Frau Marthe Rull), Christina Thiessen (Eve, ihre Tochter), Uwe Steinbruch (Veit Tümpel, ein Bauer), Sandro Šutalo (Ruprecht, sein Sohn)

Staatstheater Kassel / Der zerbrochne Krug - Bernd Hoelscher © N. Klinger

Staatstheater Kassel / Der zerbrochne Krug – Bernd Hoelscher ©
N. Klinger

Adam, Richter in Huisum, einem fiktiven Dorf bei Utrecht, ist nicht in bester Verfassung: Wunden auf dem Kopf und im Gesicht, der Fuß verletzt, die Perücke abhanden. Adam will beim Aufstehen aus dem Bett gefallen sein. Zwar klingt die Geschichte merkwürdig, doch für detaillierte Nachforschungen bleibt keine Zeit. Es ist Gerichtstag und darüber hinaus hat sich Gerichtsrat Walter angekündigt, der eine (nicht mehr ganz) geheime Inspektion durchführen will. Vor Gericht stehen sich die Familien Rull und Tümpel gegenüber, Corpus Delicti ist ein Krug, der am gestrigen Abend bei Marthe Rulls Tochter Eve zu Bruch gegangen ist. Nun fordert die Mutter Schadensersatz vom Bräutigam Ruprecht, er sei’s gewesen, als er sich unerlaubt in Eves Kammer schlich. Dieser aber leugnet standhaft und möchte die Verlobung mit Eve lösen, da er einen anderen Mann in Eves Kammer ertappt habe, der den Krug zerbrach. Adam indes setzt alles daran, mehr Dunkel als Licht in den Fall zu bringen, verstrickt sich dabei aber selbst immer mehr im Netz der Wörter. Die Einzige, die etwas zur Aufklärung beitragen könnte, schweigt sich über das nächtliche Ereignis aus. Was geschah in den „abgemessnen zwei Minuten“, in denen Adam Eves Hände hielt und schwieg?
Der zerbrochne Krug ist die »witzigste, geistreichste, überraschendste Komödie in deutscher Sprache« (Peter Michalzik). Kleist analysiert aber auch Machtstrukturen, deren Missbrauch und Erhalt – wenn Eve endlich zu sprechen beginnt.

Premiere: Freitag, 18. September, 19.30 Uhr, Schauspielhaus


Staatstheater Kassel / L'ultimo sogno - Carlo-Ciceri © Giancarlo Pradelli

Staatstheater Kassel / L’ultimo sogno – Carlo-Ciceri ©
Giancarlo Pradelli

Uraufführung  –  L’ultimo sogno – Der letzte Traum

Annäherung an La Traviata in einem Akt von Carlo Ciceri / Giuseppe Verdi
Text: Francesco Maria Piave,  in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Francesco Angelico, Inszenierung: Bruno Klimek, Bühne: Hermann Feuchter, Kostüme: Tanja Liebermann, Dramaturgie: Christian Steinbock, Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

Mit Vlada Borovko als Gast (Violetta Valéry), Maren Engelhardt (Flora Bervoix), Lena Langenbacher (Annina, Violettas Dienerin), Giordano Lucà als Gast (Alfredo Germont), Hansung Yoo / Cozmin Sime (Giorgio Germont), Bassem Alkhouri (Gastone, Vicomte de Létorières), Daniel Holzhauser (Barone Douphol) u.a.m.

Für die Pariser Edelkurtisane Violetta Valéry zählen nur der Rausch des Augenblicks und die unbedingte Freiheit, bis sie Alfredo Germont und mit ihm Liebe und Glück kennenlernt. Doch ihr Leben an seiner Seite endet jäh, als Alfredos Vater sie um die Auflösung der Beziehung bittet: Die Zukunft seiner eigenen Familie stünde auf dem Spiel. Schweren Herzens verlässt Violetta Alfredo und kehrt – von der Tuberkulose gezeichnet – in die Halbwelt zurück, der sie sich entflohen glaubte.

Staatstheater Kassel / L'ultimo sogno - Vlada Borovka © Nataliya Anasimova

Staatstheater Kassel / L’ultimo sogno – Vlada Borovka © Nataliya Anasimova

Das Staatstheater Kassel hat den aus La Spezia stammenden italienischen Komponisten und Dirigenten Carlo Ciceri beauftragt, eine Neuinterpretation von Verdis berühmter Oper „La Traviata“ zu schreiben, die den Pandemie-Einschränkungen gerecht wird und dabei die musikalische Linie Verdis unangetastet lässt. Dabei instrumentiert Ciceri verschiedene Stimmen aus der Originalpartitur für ein Orchester von rund 20 Musikern mit der Intention, Verdis musikalischem Duktus zu folgen und zugleich neue und individuelle Klangfarben zu schaffen. Der Fokus der durch notwendige Striche straffer gewordenen Erzählung liegt dabei ganz auf der Figur der Violetta, die selbst Opfer der Tuberkulose wird – Opfer einer sogenannten „stillen Pandemie“: Aus dem Rückblick der sterbenden Kurtisane wird das vorherige Geschehen aufgerollt und Violetta träumt im Fieberwahn einen letzten großen Liebestraum. Er ist auch Titel gebend für die Uraufführung des neu geschaffenen Werkes: „L’ultimo sogno“.

Uraufführung: Samstag, 19. September, 19.30 Uhr, Opernhaus


 z. B.  Philip Seymour Hoffman

von Rafael Spregelburd, deutsche Übersetzung von Klaus Laabs

Inszenierung: Wilke Weermann, Bühne und Kostüme: Paula Wellmann, Musik: Constantin John, Dramaturgie: Thomaspeter Goergen, Video: Christian Neuberger

Mit Eva-Maria Keller, Alexandra Lukas, Marius Bistritzky, Tim Czerwonatis, Enrique Keil, Stephan Schäfer, Artur Spannagel

Ein japanischer Teenager, der in einer Gameshow alles über seinen Lieblingsschauspieler beantworten kann, sogar die Farbe dessen Slips … jetzt, im Augenblick der Show. Sodann ein Schauspieler, der zur Identitäts-Therapie muss, weil er zwar arbeitslos ist, zugleich dauernd für Philip Seymour Hoffman gehalten wird. Und zu guter Letzt kein Geringerer als eben der legendäre Philip Seymour Hoffman, der von einer Produktionsfirma ein überaus seltsames Angebot erhält … Willkommen im magischen Realismus. Drei Handlungsstränge, in denen die Zeit nicht linear verläuft, Kausalitäten höchst subjektiv sind, das Wunderbare alltäglich, das Alltägliche dagegen wunderbar. In Südamerika, bei Jorge Luis Borges etwa oder Gabriel García Márquez, floriert dieses Genre, in dem du die Geschichte schreibst und die Geschichte dich: Transitions in eine Dritte Realität, die Zone zwischen dem echten Wirklichen und dem fiktiven Realen. In diesem Sinne zaubert (oder realisiert) der argentinische Schauspieler, Regisseur und Autor Rafael Spregelburd dieses Tableau absurder, zärtlicher, existentialistischer und verrückter Szenen um einen animierten Flughafen, den hungrigen Godzilla, ein Haus aus Papier, den Prototyp der Kartoffel und: Weihnachten im November! Und natürlich auch »zum Beispiel« – Philip Seymour Hoffman …

Deutsche Erstaufführung: Sonntag, 20. September, 20.15 Uhr, tif – Theater im Fridericianum

 


KONZERTE – Auswahl


Staatstheater Kassel / 1_Sinfoniekonzert-Francesco Angelico © N. Klinger

Staatstheater Kassel / 1_Sinfoniekonzert-Francesco Angelico ©
N. Klinger

1.  Sinfoniekonzert

Anton Webern: 5 Stücke für Orchester op. 10,  Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58, Franz Schreker: Kammersinfonie in einem Satz

Solist: Gerhard Oppitz (Klavier), Musikalische Leitung: Francesco Angelico

Aus der Stille heraus eröffnet das Klavier ganz solistisch das 4. Konzert für Klavier und Orchester von Ludwig van Beethoven. Nach fast sechsmonatiger Zwangs-Stille wird diese Herzmusik im 1. Sinfoniekonzertwieder zu Herzen gehen“, so wie es Beethoven einmal selbst geschrieben hat. Gerhard Oppitz, der international gefeierte Brahms- und Beethoven-Interpret, wird diese Musik gemeinsam mit Francesco Angelico und dem Staatsorchester wieder zum Leben erwecken. Gleich viermal(!), wird er das Konzert des diesjährigen Jubilars in Kassel zu Gehör bringen.

Anton Webern beschwört in seinen fünf Stücken für Orchester op. 10 seine eigene Welt herauf. In knapp sechs Minuten reduziert er die Musik auf das Wesentliche und erschafft eine intensive Emotionalität, die bis dahin ihresgleichen suchte. Kaum zu glauben, dass er dieses unnachahmliche Werk mit gerade einmal Mitte Zwanzig schrieb.

Franz Schreker, der zu Beginn der goldenen 20er-Jahre als einer der bedeutendsten Opernkomponisten neben Richard Strauss galt und wenig später als „entarteter Künstler“ gebrandmarkt wurde, komponierte seine Kammersinfonie 1916. Das Werk ist eines seiner wenigen Ausflüge in die Welt der „absoluten Musik“ und verbindet die ausklingende Spätromantik mit der aufkommenden Wiener Moderne.

Sonntag, 6. September, sowie Montag, 7. September, jeweils um 17 Uhr und 20 Uhr im Opernhaus


GASTSPIELE UND EXTRAS – Auswahl


Förderverein Kasseler e.V. Jazzmusik präsentiert „Jazz im tif“ zu Gast im Schauspielhaus:

LANDSCAPES

Kongeniale Klangwelten zweier international renommierter Solisten

Markus Stockhausen (Trompete, Flügelhorn) und Ferenc Snétberger (Gitarre)

Staatstheater Kassel / Landscapes - Ferenc Snetberger und Markus Stockhausen © Angela Snétberger

Staatstheater Kassel / Landscapes – Ferenc Snetberger und Markus Stockhausen © Angela Snétberger

Markus Stockhausen, einer der wichtigsten europäischen Trompeter mit großer Variationsbreite, hat mit Ferenc Snétberger einen der besten akustischen Gitarristen Europas an seiner Seite. Ihr Duo ist ein Zusammentreffen zweier Charaktere, die auf intuitive Art und Weise miteinander zu kommunizieren wissen – eine spannungsvolle musikalische Gratwanderung im Grenzbereich zwischen Jazz, klassischer Musik und Weltmusik.

Über das Duo (CD „Streams“ ’07) schrieb U.Steinmetzger/ Leipziger Volkszeitung): „Diese CD ist ein seltener Solitär, weil zwei Individuen bei sich bleiben, indem sie zueinander finden… Diese Musik hütet sich davor, einfach nur schön sein zu wollen, indem sie sich anbiedert. Sie ist schön, weil sie strahlt, flirrt und etwas zu erzählen hat. Sie ist hochvirtuos, ohne je eitel aufzutrumpfen.“

Sonntag, 6. September, 19.30 Uhr, Schauspielhaus


Staatstheater Kassel / Klaus Doldinger_© Klaus Doldinger

Staatstheater Kassel / Klaus Doldinger_©
Klaus Doldinger

Theaterstübchen geht fremd – Ersatztermin für den 13. März 2020

Klaus Doldinger’s Passport feat. China Moses

Weltpremiere des neuen Albums –  Motherhood

Re-Make oder Neudeutung? Weder noch! In Klaus Doldingers Augen ist sein neues Album Motherhood, das er mit Passport, Gesangsgästen und Solist*innen eingespielt hat, gleichsam Rückblick und Standortbestimmung. „Motherhood“ gab es schon mal, Ende der 60er-, Anfang der 70er-Jahre. Allerdings nicht als Albumtitel, sondern als Projektname mit dem vorangestellten Artikel The.

Doldingers besondere Verdienste für Fortbestand und Fortschritt der modernen Musik aus Deutschland sind mehrfach gewürdigt worden. Um mit bald 84 Jahren wieder aufzubrechen und neue Anknüpfungspunkte für seine Komponistenhandschrift zu finden, sei die energetische Standortbestimmung MOTHERHOOD sinnvoll gewesen, erklärt er. Das Publikum muss sich die Sinnfrage hingegen gar nicht stellen. Zuhören, genießen und erkennen zu können, warum Doldinger heute so klingt wie er klingt, ist beinahe ein Segen.

Sonntag, 13. März, 19.30 Uhr, Opernhaus            


„… und der Regen rinnt“. Literarisch-musikalische Eindrücke über Theresienstadt

Idee: Jugendchor CANTAMUS, Konzept und Szenario: Sophie Geismann, Clara Neher, Elena Padva, Emma Töppler, Maria Radzikhovskiy

Sara Nussbaum, Ilse Weber, Helga Weissová und Greta Klingsberg fahren zusammen in einem imaginären Zug und unterhalten sich über die Vergangenheit und die Zukunft. Alle vier waren während des zweiten Weltkrieges im Ghetto Theresienstadt. Wir wissen nicht, ob sie einander gekannt haben. Doch jetzt verflechten sich ihre Schicksale in einer literarisch-musikalischer Erzählung.

Montag, 28. September, 19.30 Uhr, Opernfoyer


—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Leipzig, Oper Leipzig, Spielplan Oktober 2014

August 11, 2014 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Spielplan der Oper Leipzig Oktober 2014

01 MI
19:00 Tanz in den Häusern spezial | Museum der bildenden Künste

02 DO
11:00 Peter und der Wolf Prokofjew | Venussaal MuKo
18:00 Oper Leipzig Werkstatt zu »Faust« | Opernhaus

03 FR
15:00 Lend me a Tenor! Sham?/?Carroll | Musikalische Komödie
17:00 Die Frau ohne Schatten Strauss | Opernhaus

04 SA
19:00 Tosca Puccini | Opernhaus
19:00 Lend me a Tenor! Sham?/?Carroll | Musikalische Komödie

05 SO
18:00 Decadance (Ballett) Naharin | Opernhaus

09 DO
20:00 Lichtfest Leipzig mit dem Leipziger Ballett | Hauptbahnhof Transitraum

10 FR
19:30 Decadance (Ballett) Naharin | Opernhaus
20:45 Nachtführung | Opernhaus

11 SA
14:00 Öffentliche Hausführung | Opernhaus
19:00 Faust (Margarethe) Gounod – Premiere | Opernhaus
19:00 Die Fledermaus J.?Strauß | Musikalische Komödie

12 SO
11:00 Familienführung | Opernhaus
14:00 Oper zum Mitmachen »Das klinget so herrlich« | Probebühne Opernhaus
15:00 Die Fledermaus J.?Strauß | Musikalische Komödie
18:00 Die Zauberflöte Mozart | Opernhaus

14 DI
19:30 Ein Liebestraum (Ballett) M.?Schröder?/?S.?Schröder – Wiederaufnahme | Opernhaus

15 MI
17:00 Tanz in den Häusern spezial | Museum der bildenden Künste

18 SA
19:00 Leipziger Opernball 2014 | Opernhaus
GOOD EVENING HOUSTON – LET’S HAVE A BALL!

21 DI
18:00 MuKo-Werkstatt zu »Im Weißen Rössl« | Musikalische Komödie

22 MI
19:00 Tanz in den Häusern spezial | Museum der bildenden Künste

23 DO
19:30 Ein Liebestraum (Ballett) M.?Schröder?/?S.?Schröder | Opernhaus

24 FR
19:30 Tosca Puccini | Opernhaus
20:00 Poetry Slam | Musikalische Komödie
22:15 Nachtführung | Opernhaus

25 SA
14:00 Öffentliche Hausführung | Opernhaus
16:00 Musikalischer Salon Souvenir de Wagner | Konzertfoyer Opernhaus
19:00 Faust (Margarethe) Gounod | Opernhaus
19:00 Im Weißen Rössl Benatzky – Premiere | Musikalische Komödie

26 SO
11:00 Jürgen-Hart-Satire-Matinee (Gastspiel) | Opernhaus
Anke Geißler, Carolin Masur und die Lose Skiffle Gemeinschaft als Gastgeber mit den Star-Gästen Josef Hader (A), Vince Ebert, Rolf Miller und Florian Schroeder
15:00 Im Weißen Rössl Benatzky | Musikalische Komödie

26 SO
16:30 Ur-Krostitzer Lachmesse-Gala (Gastspiel) | Opernhaus
20:00 Ur-Krostitzer Lachmesse-Gala (Gastspiel) | Opernhaus
Mit Olaf Schubert und Band, Michel Hatzius (Die Echse), Michael Krebs und Matthias Egersdörfer

28 DI
14:00 Familienführung (Schulferien) | Opernhaus
18:00 Oper Leipzig Werkstatt »Aladin und die Wunderlampe« | Opernhaus

29 MI
14:00 Familienführung (Schulferien) | Opernhaus
19:30 Jim Morrison (Ballett) Schröder/??The Doors | Opernhaus

30 DO
14:00 Familienführung (Schulferien) | Opernhaus

31 FR
15:00 Der Ring für Kinder Wagner | Musikalische Komödie
18:00 Decadance (Ballett) Naharin | Opernhaus
19:00 Halloween-Gruselführung | Musikalische Komödie

Änderungen vorbehalten!

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Leipzig, Oper Leipzig, OPER LEIPZIG BEENDET SAISON 2012/13 MIT ERFOLGREICHER BILANZ, 17.07.2013

Juli 17, 2013 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

 

OPER LEIPZIG BEENDET SAISON 2012/13 MIT ERFOLGREICHER BILANZ

 
An diesem Wochenende geht die Spielzeit 2012/13 der Oper Leipzig mit Oper, Leipziger Ballett und Musikalischer Komödie zu Ende. Den Abschluss bilden die Solisten und der Chor der Oper Leipzig gemeinsam mit dem Gewandhausorchester in Bayreuth. Hier wird am Sonntag mit „Das Liebesverbot“ die letzte Aufführung der drei Frühwerke Richard Wagners in der Bayreuther Oberfrankenhalle zu sehen sein. Die vom Publikum frenetisch gefeierte Inszenierung von Aron Stiehl wurde von der Presse bereits als „sensationelles Opernereignis“ und „ein Triumph für die Oper Leipzig und das Gewandhausorchester“ bezeichnet. „Das Liebesverbot“ wird am 29. September Eröffnungspremiere und Auftakt der Spielzeit 2013/14 in Leipzig sein.
 
Unter der Leitung von Prof. Ulf Schirmer, Intendant und Generalmusikdirektor, gelang eine äußerst erfolgreiche Saison mit insgesamt 327 Veranstaltungen, darunter 91 Opernaufführungen, 48 Aufführungen des Leipziger Balletts und 150 Vorstellungen in der Musikalischen Komödie. Rund 166 000 Besucher sorgten in der Spielzeit 2012/13 für eine Gesamtauslastung von 68,5%. In der Saison 2011/12 verzeichnete die Oper Leipzig noch eine Auslastung von 62,7% mit 154 000 Besuchern bei 356 Veranstaltungen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Auslastungssteigerung von 6% und einen Anstieg der Besucherzahlen um 12 000, trotz weniger Veranstaltungen (29).
 
Die Spielzeit stand ganz im Zeichen der beiden Jubilare Wagner und Verdi. Den Anfang machte 2012 Verdis „Rigoletto“. Darauf folgte im Januar, als deutschlandweit erste Premiere im Verdi- Jahr „Nabucco“ in der Regie von Dietrich W. Hilsdorf. Beide Produktionen wurden schnell zu Publikumsmagneten und begeisterten 16 600 Gäste. Die Eröffnung des Wagner-Jahres 2013 war die Inszenierung „Der Ring für Kinder“ von Jasmin Solfaghari, eine 120 Minuten Version des „Ring des Nibelungen“ in der Musikalischen Komödie, die von 4000 Kindern und Erwachsenen gesehen wurde. Wegen der großen Nachfrage konnten  Zusatzvorstellungen angesetzt werden.
 
Als Überraschungserfolg stellte sich das Erstlingswerk Richard Wagners „Die Feen“ heraus. Der Auftakt für die Kooperation der Oper Leipzig mit den Bayreuther Festspielen (BF Medien) für alle drei Frühwerke des Komponisten und die weltweit einzige szenische Produktion im Wagnerjahr 2013, wurde mit einer Auslastung von 99% belohnt. Ein weiterer Höhepunkt war die Inszenierung von Wagners „Das Rheingold“ in der Regie von Rosamund Gilmore. Nach dem legendären Jahrhundert-„Ring“ von Joachim Herz wurde damit nach 40 Jahren der Anfang für einen neuen „Ring“ in Leipzig gemacht. Der Vorabend zum Bühnenfestspiel lief ebenfalls mit einer Auslastung von 99%. Auch die Bilanz der Wagner-Festtage im Mai anlässlich des 200.
Geburtstages Richard Wagners reiht sich mit 10 000 Besuchern in zehn Tagen in die diesjährige Erfolgsgeschichte ein und wird ab 2015 im Programm fest etabliert werden.
 
Die Neuproduktionen des Leipziger Balletts „Ein Liebestraum“ und „Das Nibelungenlied“ stellten ebenso eine thematische Hommage an den in Leipzig geborenen Komponisten dar.
 
Die Compagnie brachte darüber hinaus mit „Eine Weihnachtsgeschichte“ ein Weihnachtsmärchen für Kinder auf die Bühne, das den Reaktionen der Zuschauer zufolge das Potential zum Klassiker hat und mit neun Vorstellungen und 10 300 Besuchern im Opernhaus der Renner war.
 
Ein besonderer Fokus der Spielzeit lag auf den Produktionen für junges Publikum. Nach „Der Ring für Kinder“, „Eine Weihnachtsgeschichte“, „Das Tagebuch der Anne Frank“ – als „Oper fürs Klassenzimmer“ konzipiert – schlug im März für den Kinderchor die große Stunde, als Pierangelo Valtinonis Kinderoper „Pinocchio“ in Leipzig Premiere feierte. Die Regisseurin Gundula Nowak bewegte mit ihrer farbenprächtigen „Oper von Kindern für Kinder“ rund 6000 Kinder, Eltern und Lehrer.
 
Mit dem Zuschlag für die Deutsche Erstaufführung von „Lend me a Tenor! (Otello darf nicht platzen)“ hat die Musikalische Komödie einmal mehr bewiesen, dass sie zu den führenden Musical-Häusern im deutschsprachigen Raum zählt. Und auch mit „Die Fledermaus“ und „Frau Luna“ demonstrierte die Musikalische Komödie, die Ende 2012 das 100jährige Bestehen ihrer Spielstätte feierte und eins von zwei noch existierenden Operettenhäusern in Deutschland ist, dass die Pflege der Operette zum festen programmatischen Bestandteil der Oper Leipzig gehört.
 
Dies honorierten dem Haus die Zuschauer mit einer Gesamtauslastung von 78,5%. 
 
Intendant und Generalmusikdirektor Prof. Ulf Schirmer kann äußerst zufrieden sein und auf eine erfolgreiche Spielzeit 2012/13 zurückblicken, haben doch auch die positiven Entwicklungen eine Steigerung der Umsatzerlöse um 21% zur Folge.
 
Die verstärkte überregionale und internationale Resonanz von Besuchern wie auch Medien bestätigen dies ebenso. Durch Beiträge in der New York Times, International Herald Tribune, Financial Times, dem Wallstreet Journal oder durch Associated Press US, NHK Japan, NTW Russland, Deutsche Welle etc. erlangte die Oper Leipzig auch international wieder eine größere Präsenz. Neben Europa, den USA, Australien, Japan konnten Auswertungen zu Folge auch Kulturinteressierte in Peru, Mexiko, Korea, Jordanien, im Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten mehr über die Oper Leipzig erfahren.
 
Die Saison 2013/14 eröffnet die Oper Leipzig mit einem großen Eröffnungswochenende am 20. und 21. September. Auf dem Programm steht dann die Eröffnungsgala „Kommen Sie ins Chambre Séparée“ in der Musikalischen Komödie, am Freitag, 20. September. Am Samstag, 21. September folgt der traditionelle Tag der offenen Tür im Opernhaus, der Musikalischen Komödie und den Theaterwerkstätten. Zum Abschluss dirigiert der Hausherr selbst das Spielzeiteröffnungskonzert „Oper für alle“ mit einem Querschnitt durch beliebtes Opernrepertoire. Schwerpunkte der kommenden Saison wird neben Richard Wagner auch Richard Strauss sein. Mit einer Neuinszenierung von „Die Frau ohne Schatten“ und den Wiederaufnahmen von „Elektra“ und „Der Rosenkavalier“ feiert die Oper Leipzig im Jahr 2014 den 150. Geburtstag des Komponisten.
 
—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Leipzig, Oper Leipzig, Premiere EIN LIEBESTRAUM, 12.04.2013

April 4, 2013 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

 

MARIO SCHRÖDER / SILVANA SCHRÖDER: „EIN LIEBESTRAUM“

Ballettabend | Musik von Richard Wagner, Gustav Mahler und Magnus Lindberg
 
PREMIERE: Freitag, 12. April 2013, 19:30 Uhr, Opernhaus
 
Das Leipziger Ballett startet am 12. April mit dem 3-teiligen Ballettabend von Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder und der Ballettdirektorin des Thüringer Staatsballetts, Silvana Schröder, in das Wagner-Jahr 2013. Die musikalische Leitung des Gewandhausorchesters übernimmt der Intendant und Generalmusikdirektor der Oper Leipzig  Prof. Ulf Schirmer
Oper Leipzig-Leipziger Ballett / Ein Liebestraum © Bettina Stöss

Oper Leipzig-Leipziger Ballett / Ein Liebestraum © Bettina Stöss

Oper Leipzig-Leipziger Ballett / Ein Liebestraum © Bettina Stöss

Oper Leipzig-Leipziger Ballett / Ein Liebestraum © Bettina Stöss

Oper Leipzig-Leipziger Ballett / Ein Liebestraum © Bettina Stöss

Oper Leipzig-Leipziger Ballett / Ein Liebestraum © Bettina Stöss

 
Ein Liebestraum nimmt autobiografische Episoden aus Richard Wagners und Gustav Mahlers Biografien zum Ausgangspunkt für eine Recherche, wie eine träumerische, unerfüllte Liebe zu Kunst wird:  Silvana Schröder wirft in ihrem 1. Teil einen Blick auf die Entstehungsgeschichte und den Impuls zu einem Schlüsselwerk Richard Wagners Schlüsselwerken: Tristan und Isolde. In Wagners Züricher Exil 1852 bis 1858 erlebte er eine gleichermaßen leidenschaftliche wie skandalumwitterte Liebe zur Ehefrau seines dortigen Förderers und Mäzens Otto Wesendonck. Mathildes Gedichte vertonte Wagner kurz vor dem Ende der Amor fou mit dem 5-teiligen Zyklus Wesendonck-Lieder. Ähnlich verfuhr der 24-jährige Gustav Mahler 30 Jahre später, als er den Verlust seiner ersten großen Liebe in den Liedern eines fahrenden Gesellen zu verarbeiten suchte. Dies soll Mittelpunkt des zweiten, durch Mario Schröder choreografierten Teils werden.   Im dritten und letzten Teil wendet sich Mario Schröder Richard Wagners Oper Tristan und Isolde zu. Das Vorspiel und Isoldes Liebestod zeigen in träumerischen, kraftvollen Bildern, wie gut Wagner in der Lage war, die unglücklich geendete Züricher Liebe und die Wesendonck-Lieder motivisch in eine seiner bekanntesten Opern einfließen zu lassen.
Oper Leipzig-Leipziger Ballett / Ein Liebestraum © Bettina Stöss

Oper Leipzig-Leipziger Ballett / Ein Liebestraum © Bettina Stöss

Oper Leipzig-Leipziger Ballett / Ein Liebestraum © Bettina Stöss

Oper Leipzig-Leipziger Ballett / Ein Liebestraum © Bettina Stöss

 
CHOREOGRAPHIE: Mario Schröder, Silvana Schröder MUSIKALISCHE LEITUNG: Ulf Schirmer BÜHNE, KOSTÜME, VIDEO: Paul Zoller  DRAMATURGIE: Johanna Mangold 
 
MEZZOSOPRAN: Kathrin Göring
BARITON: Jonathan Michie
LEIPZIGER BALLETT GEWANDHAUSORCHESTER
—| Pressemeldung Oper Leipzig |—
 
 

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