Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Oper in der Stadt – Juni und Juli 2020

Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

 Staatsoper Stuttgart spielt wieder

  70 Vorstellungen – Liederhalle, im Stadtraum, in und vor Opernhaus

·       Ein Auszug:

Der Bayreuther Ring-Regisseur Valentin Schwarz inszeniert ein      „Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor“

2x Operette am Stuttgarter Hafen: Die Blume von Hawaii  und Trouble in Tahiti

Der Operntruck mit Die Geschichte vom Soldaten ist in der Stadt unterwegs

Salon mit Intendant Viktor Schoner und Gästen im Opernhaus

Dritter Teil des Orpheus Instituts vor dem Opernhaus

 Wandelkonzerte im Mercedes-Benz Museum

Neben den bereits angekündigten Projekten wie dem Theaterparcours Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind,  einer Reihe von Sinfonie-, Kammer-, Lied- und Familienkonzerten in der Liederhalle sowie den Aufführungen auf dem Kulturwasen stellt die Staatsoper Stuttgart ihr Programm bis zum Ende der laufenden Saison vor. Rund 70 Aufführungen an den unterschiedlichsten Orten der Stadt beinhalten die kommenden Wochen – Experimentelles steht hier neben Familienfreundlichem, Sinfonisches neben Kammermusikalischem, Theatrales neben Filmischem.

Intendant Viktor Schoner: „Innerhalb kürzester Zeit haben die Künstler*innen und Mitarbeiter*innen der Staatsoper gemeinsam mit verschiedensten Kooperationspartnern in der Stadt in einem kreativen und logistischen Kraftakt ein wahres Festival-Programm auf die Beine gestellt – vieles ist familienfreundlich, manches nachdenklich, anderes leichtgängig; aber immer wurde es entwickelt mit der kompromisslosen Vorgabe, dass alle Inspiration in Einklang steht mit dem Schutz der Gesundheit der Mitwirkenden und des Publikums. Mit Enthusiasmus und Herzblut für unser Metier, kombiniert mit einer großen Sehnsucht nach der Interaktion mit dem Publikum, entstanden Projekte in ungewöhnlichen Konstellationen, frei nach dem für uns eigentlich unüblichen Motto ‚quick and dirty‘. Möge sich diese Liebe zum Spiel allen Besucher*innen mitteilen!“

Beteiligt sind Künstler*innen wie die Dirigenten Cornelius Meister und Thomas Guggeis, die Regisseure Valentin Schwarz und Marco Štorman, Sänger*innen wie Okka von der Damerau, Ks. Matthias Klink, Beate Ritter, Johannes Kammler, Kai Kluge oder Josefin Feiler – und noch viele weitere Künstler*innen mehr.

Alle Veranstaltungsformate richten sich nach den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln – zum Schutz des Publikums, aber auch der Künstler*innen und Mitarbeiter*innen des Hauses. Für jeden Veranstaltungsort wurden basierend auf den Hygienerichtlinien der Staatstheater eigene Konzepte für Platzierung und Einlasssituation entwickelt. Alle Veranstaltungen sind pausenlos, viele kürzer als eine Stunde. Für einige wenige Veranstaltungen stehen noch die behördlichen Genehmigungen aus. Im Spielplan der Website www.staatsoper-stuttgart.de ist letztendlich gültige Stand zu finden.


Übersicht: Aufführungen im Juni / Juli 2020


Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind
Ein Theaterparcours mit den Ensembles von Staatsoper Stuttgart, Stuttgarter Ballett und Schauspiel Stuttgart
In Kooperation mit dem Stuttgarter Ballett und dem Schauspiel Stuttgart
Noch bis 15. Juni 2020


Kammerkonzert- und Liedkonzert-Festival
Mit Ensemblesänger*innen der Staatsoper und Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart
ab 07. Juni 2020 im Mozartsaal der Liederhalle


Staatsoper Stuttgart / Die Geschichte vom Soldaten © Martin Sigmund

Staatsoper Stuttgart / Die Geschichte vom Soldaten © Martin Sigmund

Die Geschichte vom Soldaten auf dem Operntruck  –  Igor Strawinsky
In Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart
Strawinskys Märchen von Teufel und Soldat ist auf einer mobilen Bühne zuerst auf dem Kulturwasen und anschließend an verschiedenen Orten in der Stadt zu Gast.
Premiere: 08. Juni 2020 auf dem BW-Bank Kulturwasen
Weitere Spielorte: vor dem GAZi-Stadion auf der Waldau, Vorplatz der Phönixhalle im Römerkastell, Vorplatz des Kunstvereins Wagenhallen, vor dem Mercedes-Benz Museum, Vorplatz Opernhaus


Beethoven-Zyklus  –  Staatsorchester Stuttgart
Generalmusikdirektor Cornelius Meister dirigiert Beethovens Sinfonien 1-8
im Beethovensaal der Liederhalle – auf Abstand und doch ganz nah.
ab 13. Juni 2020


Peter und der Wolf
Sergej Prokofjew
Staatsorchester Stuttgart, Cornelius Meister
Erzähler Guido Hammesfahr alias Fritz Fuchs aus der Sendung Löwenzahn
am 14. / 21. Juni 2020 im Mozartsaal der Liederhalle


Ceci n’est pas une première
Klanginstallationen vor dem Opernhaus
In Kooperation mit dem Campus Gegenwart der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Die jungen Komponist*innen Ui-Kyung Lee und Carlos Hernández bringen mit ihren Klanginstallationen die Stimmung einer Premierenfeier für Passanten vor das Opernhaus.
Klanginstallation I: ab 17. Juni 2020 immer 21-22 Uhr
Klanginstallation II: ab 03. Juli 2020 immer 21-22 Uhr


Bei Max Littmann zu Hause
Ein Salon mit Gesprächen und Musik
Intendant Viktor Schoner begrüßt Gäste aus Politik, Gesellschaft und Kultur im Opernhaus zu einer musikalischen Soiree. Mit dabei: Ministerpräsident Wilfried Kretschmann, Prof. Dr. Kai Gniffke, Intendant des SWR, und weitere Gäste.
ab 21. Juni 2020 im Opernhaus


Das Wandelkonzert im Mercedes-Benz Museum
In Kooperation mit dem Mercedes-Benz Museum
Auf musikalischen Pfaden durch die Ausstellungsräume des Mercedes-Benz Museums, musikalisch geleitet von den Mitgliedern des Opernstudios.
ab 23. Juni 2020 im Mercedes-Benz Museum


Die Zauberflöte auf dem Wasen
Wolfgang Amadeus Mozart
In einer szenischen und musikalischen Fassung von Rebecca Bienek und Thomas Guggeis
für alle ab 6 Jahren
Musikalische Leitung, Klavier und Synthesizer: Thomas Guggeis; Regie: Rebecca Bienek
Die Zauberflöte zwischen Live-Hörspiel und Autokino auf dem Kulturwasen als Oper für die ganze Familie, adaptiert für Klavier und Sythesizer.
ab 27. Juni 2020 auf dem BW-Bank Kulturwasen


Ex Machina – Eine audiovisuelle Reise
Regie: Philine Rinnert und Johannes Müller
Hinter das versteckte Räderwerk der Oper blicken und mit Kopfhörern den verborgenen Stimmen des Opernbetriebs lauschen, zwischen Opernhaus und Eckensee im dritten Teil des Orpheus Instituts.
Premiere: 30. Juni 2020 auf dem Opernvorplatz


Die Blume von Hawaii
Paul Abraham
Musikalische Leitung und Klavier: Rita Kaufmann, Regie: Marco Štorman
Marco Štorman inszeniert Paul Abrahams Operette am Stuttgarter Hafen. In der Hauptrolle: Tenor Matthias Klink.
Premiere: 03. Juli 2020 am Hafen Stuttgart


Trouble in Tahiti
Leonard Bernstein
Musikalische Leitung: Vlad Iftinca, Regie: Anika Rutkowsky
Pawel Konik und Alexandra Urquiola als Ehepaar in Leonard Bernsteins Kurzoper – inszeniert von Anika Rutkowsky am Stuttgarter Hafen!
Premiere: 10. Juli 2020 am Hafen Stuttgart


Radioshow Nr. 6
Moderation: Miron Hakenbeck und Barbara Eckle
Das kleine Format auf der großen Bühne – diesmal zum Thema Sound of Silence.
am 11. Juli 2020 im Opernhaus


Demo(kratie) mit dem Staatsopernchor
Staatsopernchor Stuttgart
Konzept und Idee: Valentin Schwarz, Chor: Manuel Pujol
Valentin Schwarz hätte dieses Jahr bei den Bayreuther Festspielen Wagners Ring des Nibelungen inszeniert. Stattdessen bringt er nun ein „Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor“ auf die Straßen Stuttgarts.
ab 12. Juli 2020 im Stuttgarter Stadtraum


Sechs Madrigalfilme
Claudio Monteverdi, Tarquino Merula, Carlo Milanuzzi u.a.
Filme von Matthew Anderson, Tobias Dusche, Manuela Hartel, Lukas Rehm, Rebecca Riedel, Vincent Stefan
Musikalische Leitung: Alan Hamilton, Vlad Iftinca
Sechs Videokünstler*innen haben mit dem Sängerensemble der Staatsoper kurze Musikfilme zu frühbarocken Madrigalen gedreht – an abrupt verwaisten, scheinbar erstarrten Orten Stuttgarts.
Preview: 19. Juli 2020 im Opernhaus

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—

Linz, Landestheater Linz, Die spinnen, die Römer – Stephen Sondheim, IOCO Kritik, 27.02.2020

Februar 26, 2020 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Landestheater Linz, Musical


Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Die spinnen, die Römer   –  Stephen Sondheim

….. in Rom, 200 Jahre vor Christus, vor den Häusern des Lycus, eines Bordell-Besitzers, des Senex, eines lüsternen Patriziers, und des Erronius …..

von Marcus Haimerl

Spätestens seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gilt Stephen Sondheim in der englischsprachigen Musical-Szene als der führende Musical-Autor was Qualität und Innovation betrifft.

In Kontinentaleuropa ist Stephen Sondheim hauptsächlich mit Leonard Bernsteins „West Side Story“ auf den Bühnen präsent, für welche er einige Liedtexte verfasst hat. Dennoch finden sich immer wieder Intendanten kleinerer Landes- und Stadttheater, die immer wieder seine Werke zeigen. Bereits 2016 präsentierte das Landestheater Linz im großen Saal des Musiktheaters Into The Woods – Ab in den Wald, Stephen Sondheims anspruchsvoll-ironische Auseinandersetzung mit dem Genre Märchen und 2018 am Schauspielhaus Assassins (Attentäter). Hier treffen sich im Rahmen einer Jahrmarktshow alle erfolgreichen und weniger erfolgreichen Mörder und Mörderinnen von US-Präsidenten und propagieren, dass Präsidentenmord die extremste Verwirklichung amerikanischer Freiheit sei.

Die spinnen, die Römer – Stephen Sondheim
youtube Trailer Landestheater Linz
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Auf diese beiden Produktionen folgte nun A Funny Thing Happend on the Way to the Forum (Die spinnen, die Römer). Dieses 1962 entstandene Musical gilt als das erste Musical Sondheims, zeichnete er doch damals erstmals für Musik und Liedtexte verantwortlich. Originell ist hier auch der englische Originaltitel, da sich im ganzen Stück ja eigentlich niemand auf dem Weg zum Forum befindet.

Der Arbeitstitel lautete A Roman Comedy, doch wollte man schlussendlich einen Titel finden, der ausdrückt, dass es sich um eine Komödie handelt, ohne das Wort selbst zu verwenden. Also wählte das Kreativ-Team (Stephen Sondheim, Burt Shevelove und Larry Gelbart) eine Phrase, mit der im alten US-Theater des Vaudevilles die Conferenciers ihre Auftrittsnummern einleiteten: A funny thing happened on the way to the theatre. Um die im antiken Rom angelegte Handlung im Titel anzuzeigen, ersetzte man nur das Theater durch Forum. Davon abgesehen war bereits die Grundidee des Musicals ungewöhnlich: eine römische Komödie aus entlehnten Handlungsteilen und Personen aus Stücken, die von Maccius Plautus um rund 200 vor Christus nach griechischem Vorbild verfasst wurde. Von diesen Stücken sind zwanzig vollständig, sowie ein Fragment erhalten, und waren zu ihrer Zeit sehr erfolgreich, sie gelten bis heute als Juwelen des lateinischen Theaters.

Erst 25 Jahre nach der Uraufführung erlebte Sondheims Werk seine österreichische Erstaufführung. Das traditionsreiche Kabarett Simpl in der Wiener Innenstadt brachte sein Musical unter dem Titel „Zuständ‘ wie im alten Rom“ auf die Bühne. Der Leiter des Kabarett Simpl, Martin Flossmann, war nicht nur für die deutsche Übersetzung verantwortlich, sondern führte auch Regie und stand in der Rolle des Pseudolus auf der Bühne.

Landestheater Linz / Die spinnen, die Römer - hier : das Ensemble © Reinhard Winkler

Landestheater Linz / Die spinnen, die Römer – hier : das Ensemble © Reinhard Winkler

Den Inhalt des Stücks fasste Stephen Sondheim wie folgt zusammen: „Die Zeit: Zweihundert Jahre vor der christlichen Epoche, eines Tages im Frühling. Der Ort: eine Straße in Rom vor den Häusern des Lycus, eines Bordell-Besitzers, des Senex, eines lüsternen Patriziers, und des Erronius, eines verwirrten alten Mannes. Die Handlung dreht sich um die beharrlichen Bemühungen des Sklaven Pseudolus, seine Freiheit dadurch zu erlangen, dass er das Liebesleben seines jungen Herrn (Hero) entwirrt, und um das dadurch entstehende Durcheinander.

In Linz inszenierte der deutsche Regisseur Matthias Davids Stephen Sondheims witziges und rasantes Musical im Bühnenbild von Hans Kudlich. Das Bühnenbild zeigt die drei, in einem Halbrund angelegten Häuser des Lycus, Senex und Erronius, dessen Vorplatz mit einer Treppe in den Zuschauerraum reicht, zeigt.

Das Orchester befindet sich sichtbar auf der Bühne, auf den Dächern Roms. Die bunten, teilweise schrillen Kostüme Turnschuhe mit eingebauten Rollen inklusive, die es Gernot Romic als Hysterium ermöglichen, elegant über die Bühne zu schweben, stammen von Susanne Hubrich, für die aufwendige Choreografie zeichnet sich Simon Eichenberger verantwortlich. Matthias Davids Regiearbeit und glaubwürdige Personenführung bietet größtmöglichen Humor ohne in reinen Klamauk abzugleiten und schafft einen Spannungsbogen, der in der wilden Verfolgungsjagd am Ende des zweiten Teils seinen witzigen Höhepunkt findet.

Landestheater Linz / Die spinnen, die Römer - hier : Maria Gschwandtner als Gymnasia © Reinhard Winkler

Landestheater Linz / Die spinnen, die Römer – hier : Maria Gschwandtner als Gymnasia © Reinhard Winkler

Am Pult des Bruckner Orchester Linz sorgte Juheon Han für die üppigen, temporeichen Broadwayklänge der 50er und 60er Jahre. Optimal besetzt ist die zentrale Rolle des Sklaven Pseudolus mit David Arnsperger, der mit überzeugendem Witz stets versucht, die Fäden in der Hand zu behalten. Auch gesanglich bleiben hier keine Wünsche offen. Auf gleich hohem Niveau erlebt man Gernot Romic als wandelbaren und häufig genervten Sklaven Hysterium, der immerzu bemüht ist, die Ordnung im Hause Senex aufrecht zu erhalten. Als Liebespaar Hero und Philia,die Jungfrau, überzeugen Lukas Sandmann und Hanna Kastner.

In der Partie des Hausherrn und Pantoffelhelden Senex glänzt der deutsche Bariton Klaus Brantzen mit viel Humor. Besser als mit Sanne Mieloo kann man die Partie der Domina, Gattin des Senex, kaum besetzen. Witzig schrill und dominant begeistert die gebürtige Niederländerin das Publikum. Beinahe schon luxuriös besetzt ist die Partie des Miles Gloriosus mit Christian Fröhlich, der nicht nur mit gewohnt großer, schöner Stimme, sondern vielmehr auch mit komischem Talent die Partie des römischen Kriegers massiv aufwertet. Als Kurtisanenhändler Lycus kann Karsten Kenzel ebenso unterhalten wie William Mason als Erronius. Mit besonderer Wandlungsfähigkeit und blitzschnellen Kostümwechseln beeindrucken Daniela Dett, Celina dos Santos und Lynsey Thurgar, die als „Chor“ in die Rollen von Eunuchen, Matrosen und Soldaten schlüpfen. Beachtlich auch die Kurtisanen: Timo Radünz als Tintinabula, Hannah Moana Paul als Panacea, Beate Chui und Yuri Yoshimura als die Geminae, Brittany Young als Vibrata und ganz besonders die akrobatischen Leistungen von Maria Gschwandtner als Gymnasia.

Der Jubel und anhaltende Applaus des Publikums beweist, dass das Landestheater Linz mit Stephen Sondheims Musical erneut eine Erfolgsproduktion vorgelegt hat, bei der auch gerne gelacht werden darf, denn: „tragedy tomorrow, comedy tonight!

—| IOCO Kritik Landestheater Linz |—

Bielefeld, Theater Bielefeld, 3. Symphoniekonzert, 14.12.2012

Dezember 5, 2012 by  
Filed under Pressemeldung, Theater Bielefeld

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Theater Bielefeld

Broadway meets clarinet im 3. Symphoniekonzert

Am 14.12. um 20 Uhr in der Oetkerhalle

Theater Bielefeld / Sharon Kam © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Sharon Kam © Theater Bielefeld

»American Classics« ließe sich das Programm des 3. Symphoniekonzerts der Bielefelder Philharmoniker überschreiben, das mit der faszinierenden Klarinettistin Sharon Kam und dem Dirigenten Marc Piollet zwei Stargäste und einen Hauch von Glamour bekommt.

Umrahmt von Auszügen aus den berühmten Musicals des großen Leonard Bernstein, der unsterblichen West Side Story und On The Town, seiner Liebeserklärung an New York, erklingen die Klarinettenkonzerte von Aaron Copland und Artie Shaw. Shaw war selbst Jazzklarinettist, der 1936 eine der erfolgreichsten Bigbands der Swing-Ära gründete. Aaron Copland, Sohn litauisch-jüdischer Einwanderer, kam eher von der »klassischen« Tradition. Wiewohl er Elemente des Jazz und der Folklore gelegentlich in seine Musiksprache einfließen ließ, war er ein wichtiger Vertreter der amerikanischen Moderne, der nicht zuletzt dank Leonard Bernsteins unermüdlichem Einsatz als Dirigent große Popularität gewann.

Sein Klarinettenkonzert bildet einen reizvollen Kontrast zu demjenigen Artie Shaws.

Die Klarinettistin Sharon Kam, geboren in Israel, gab im Alter von 16 Jahren ihr Orchesterdebüt mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta. Sie wurde von Isaac Stern gefördert und absolvierte die Juilliard School, wo sie bei Charles Neidich studierte. 1992 gewann sie den Internationalen ARD-Wettbewerb in München und arbeitet seitdem mit den bedeutendsten Orchestern in den USA, Europa und Japan.

Durch ihre zahlreichen Aufnahmen hat Sharon Kam bewiesen, dass sie in der Klassik bis zur Moderne und auch im Jazz zu Hause ist. Sie wurde bereits zweimal mit dem ECHO Klassik als »Instrumentalistin des Jahres« ausgezeichnet: 1998 für ihre Weber-Aufnahme mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Kurt Masur und im Jahr 2006 für ihre CD mit dem MDR Sinfonieorchester und Werken von Spohr, Weber, Rossini und Mendelssohn

Karten für das Symphoniekonzert sind an der Theater- und Konzertkasse am Niederwall (Tel.: 0521/51 54 54), allen bekannten Vorverkaufsstellen, auf www.bielefelder-philharmoniker.de sowie ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse der Rudolf-Oetker-Halle erhältlich. 45 Minuten vor Beginn des Konzerts bieten die Bielefelder Philharmoniker im Kleinen Saal eine Konzerteinführung an.

—| Pressemeldung Theater Bielefeld |—

Klagenfurt, Stadttheater Klagenfurt, My Fair Lady und West Side Story, 26.07. und 18.08.2012

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Stadttheater Klagenfurt

MY FAIR LADY  |  WEST SIDE STORY
26. Juli – 18. August 2012

Das Stadttheater Klagenfurt präsentiert im Sommer 2012 zwei Musical-Highlights der Extraklasse: Leonard Bernsteins grandiose West Side Story und das wohl erfolgreichste und charmanteste Musical aller Zeiten, My Fair Lady.

Die beiden Produktionen wurden im Frühjahr im Stadttheater Klagenfurt bejubelt und waren binnen kurzem ausverkauft. Regie führt der Hausherr, Intendant Josef E. Köpplinger. Prominent besetzte Ensembles mit Stars wie Lotte Ledl, Matthias Freihof, Nadine Zeintl, Daniel Prohaska, Katja Reichert, Anna Montanaro, Peter Lesiak und Erwin Windegger bringen die bekannten Melodien und spannenden Stories mitreißend auf die Bühne.

West Side Story ist eine moderne Version der Tragödie Romeo und Julia. Zwei rivalisierender Jugendgangs kämpfen um die Vorherrschaft in ihrer Straße. Im Strudel aus Gewalt und Hass aus ethnischen Gründen hat auch die Liebe von Tony und Maria keine Chance… Die West Side Story gilt als eines der größten Werke des amerikanischen Musiktheaters und verhalf Bernstein zum internationalen Durchbruch als Komponist.

In My Fair Lady wird das Blumenmädchen Eliza Doolittle durch ihren interessanten Dialekt zum Gegenstand einer Wette zwischen dem exzentrischen Phonetikprofessor Higgins und seinem Freund Oberst Pickering. Innerhalb von sechs Monaten soll sie zu einer Dame von Welt gemacht werden… Die Melodien des Musicals gingen nicht zuletzt dank der Verfilmung mit Audrey Hepburn und Rex Harrison um die Welt.

TERMINE
WEST SIDE STORY 26., 28., 29., 31. Juli; 1., 2., 3., 4. August 2012; jeweils 20 Uhr
MY FAIR LADY 8., 10., 11., 12., 16., 17., 18. August 2012; jeweils 20 Uhr

Kartenkasse Tel +43 (0) 463 54 064, kartenkasse@stadttheater-klagenfurt.at
Kartenpreise 6,60 Euro – 60,30 Euro

Kassenöffnungszeiten während des Musicalsommers 2012
18. Juni bis 22. Juli 2012 | Montag – Freitag von 8 bis 16 Uhr
23. Juli bis 18. August 2012 | Montag – Freitag von 9 bis 18 Uhr
An Spieltagen ab 18 Uhr;  an Feiertagen, Samstagen und Sonntagen jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Der Vorverkauf für die Spielzeit 2012/2013 beginnt am 1. September 2012.
» Spielzeitheft 2012/2013

Pressemeldung Stadttheater Klagenfurt

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