Wien, Wiener Staatsoper, Staatsoper – Online-Spielplan 05.01. – 11.01.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Staatsoper – Online-Spielplan 05.01. – 11.01.2021

Der Ring des Nibelungen und mehr

international kostenlos auf der Webseite play.wiener-staatsoper.at verfügbar

»Das Herzogtum San Sogno, idyllisch zwischen San Remo und Mentone gelegen, ist mit 12 Quadratkilometern Fläche und mit 568 Einwohnern der kleinste Staat Europas und zugleich auch das kleinste Herzogtum der Welt«,  so beschreibt Regisseur Sven-Eric Bechtolf den erfundenen Schauplatz seiner Cenerentola-I nszenierung. In diesem spleenigen Zwergstaat entspinnt sich augenzwinkernd die Handlung von Rossinis poetischer Buffo-Oper, die den bekannten AschenbrödelStoff erzählt. Im Stream zeigt die Wiener Staatsoper – unter der musikalischen Leitung des Rossini-Fachmanns Jean-Christophe Spinosi – die farbenfrohe und unterhaltsame Produktion aus dem Jahr 2013, es singen unter anderem Isabel Leonard (Angelina), Maxim Mironov (Don Ramiro) und Luca Pisaroni (Alidoro).

La Cenerentola – Gioacchino Rossini
youtube Trailer Staatsoper Wien
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Mit Bechtolf-Regiearbeiten geht es weiter: In Walküre und Siegfried, Teil zwei und drei der Ring des Nibelungen –Tetralogie, wird das von Richard Wagner behandelte Spannungsverhältnis zwischen Liebe und Macht weitergeführt, es dirigiert das Staatsopern-Ehrenmitglied Adam Fischer, zu hören sind unter anderem Tomasz Konieczny, Christopher Ventris, Waltraud Meier, Linda Watson und Christian Franz.
Auch bei der gestreamten Rusalka-Produktion handelt es sich um eine Inszenierung Bechtolfs: Entstanden im Jahr 2014 kehrte die bekannteste Oper Antonín Dvoraks nach knapp 25 Jahren wieder an das Haus am Ring zurück. Rusalka, von Bechtolf in eine düster-beängstigende, unwirtliche Welt gesetzt, formuliert psychologisch vielschichtig Fragestellungen, die sich mit Ängsten und Sehnsüchten der Entstehungszeit, aber auch der Gegenwart auseinandersetzen. Mit Piotr Beczala steht einer der führenden Tenöre unserer Zeit auf der Bühne, ein Sänger, der seit Jahren eine enge Bindung zur Wiener Staatsoper pflegt und der zuletzt im Rosenkavalier und mit der Titelrolle von Werther brillant reüssierte.

Mit Leos Janáceks Vec Makropulos steht ein selten gezeigtes Werk auf dem (Streaming-)Spielplan, das erst 2015 an der Wiener Staatsoper erstaufgeführt wurde: Die Handlung dreht sich um ein das Leben verlängerndes Elixier, das der inzwischen 337 Jahre alten Protagonistin die Erkenntnis bringt, dass ein endloses diesseitiges Leben letztendlich nur Einsamkeit beschert. Oder, wie es der Komponist formulierte: »Wir sind deshalb glücklich, weil wir wissen, dass unser Leben nicht zu lange währt. Deswegen ist jeder Augenblick zu nutzen, gehörig auszuleben.« Laura Aikin gestaltet die ewig junge Emilia Marty, in weiteren Rollen sind Margarita Gritskova, Thomas Ebenstein, Markus Marquardt und Heinz Zednik zu hören.

Die Streaming-Woche wird durch eine Aufführung von Verdis Don Carlo beschlossen: Stefano Secco, Ferruccio Furlanetto und Dmitri Hvorostovsky gestalten neben Maria Pia Piscitelli und Béatrice Uria-Monzon das einzigartige, diesmal von Marco Armiliato geleitete Werk.

Alle unten angeführten Streams sind in Österreich wie auch international kostenlos auf der Webseite play.wiener-staatsoper.at verfügbar. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr, die Übertragungen sind 24 Stunden lang abzurufen.

Das Programm bis einschließlich 11. Jänner 2021


Wiener Staatsoper / La Cenerentola © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / La Cenerentola © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Dienstag, 5. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Gioachino Rossini
LA CENERENTOLA (Vorstellung vom 22. Februar 2018)
Dramma giocoso in zwei Akten
Musikalische Leitung: Jean-Christophe Spinosi
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Mit u.a.: Isabel Leonard, Maxim Mironov, Alessio Arduini, Luca Pisaroni


Wiener Staatsoper / Rusalka © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Rusalka © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Mittwoch, 6. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Antonín Dvorák
RUSALKA (Vorstellung vom 4. Februar 2020)
Lyrisches Märchen in drei Akten
Musikalische Leitung: Tomáš Hanus
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Mit u.a.: Piotr Beczala, Olga Bezsmertna, Jongmin Park, Elena Zhidkova, Monika Bohinec


Wiener Staatsoper / Walküre - Waltraud Meier © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Walküre – Waltraud Meier © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Donnerstag, 7. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Richard Wagner
DIE WALKÜRE (Vorstellung vom 13. Jänner 2016)
Erster Tag des Bühnenfestspiels
Musikalische Leitung: Adam Fischer
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Mit u.a.: Christopher Ventris, Ain Anger, Waltraud Meier, Linda Watson, Tomasz Konieczny


Giselle Rouge – Ballett Boris Eifmann
youtube Trailer Staatsoper Wien – Volksoper Wien
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Freitag, 8. Jänner 2021, 19.00 Uhr – Ballett GISELLE
(Vorstellung vom 20. Oktober 2018)
Musik: Adolphe Adam
Choreographie: Elena Tschernischova nach Jean Coralli, Jules Perrot und Marius Petipa
Musikalische Leitung: Paul Connelly
Mit u.a. Maria Yakovleva, Masayu Kimoto, Kiyoka Hashimoto, Andrey Teterin, Elena Bottaro, Arne Vandervelde, Solisten und Corps de ballet des Wiener Staatsballetts


Wiener Staatsoper / Vec Makropulos © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Vec Makropulos © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Samstag, 9. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Leos Janácek
VEC MAKROPULOS (Vorstellung vom 20. Dezember 2015)
Oper in drei Akten
Musikalische Leitung: Jakub Hrusa
Inszenierung: Peter Stein
Mit u.a.: Laura Aikin, Ludovit Ludha, Thomas Ebenstein, Margarita Gritskova, Markus Marquardt, Heinz Zednik


Wiener Staatsoper / Siegfried © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Siegfried © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Sonntag, 10. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Richard Wagner
SIEGFRIED (Vorstellung vom 17. Jänner 2016)
Zweiter Tag des Bühnenfestspiels
Musikalische Leitung: Adam Fischer
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Mit u.a.: Christian Franz, Linda Watson, Tomasz Konieczny, Herwig Pecoraro, Jochen Schmeckenbecher


Wiener Staatsoper / Don Carlo © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Don Carlo © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Montag, 11. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Giuseppe Verdi
Don Carlo (Vorstellung vom 25. Februar 2015)
Dramma lirico in vier Akten
Musikalische Leitung: Marco Armiliato
Inszenierung: Daniele Abbado
Mit u.a.: Stefano Secco, Dmitri Hvorostovsky, Maria Pia Piscitelli, Béatrice Uria-Monzon, Ferruccio Furlanetto


—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Dresden, Semperoper, Staatskapelle Dresden würdigt George Enescu, IOCO Kritik, 04.09.2019

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Semperoper

Semperoper © Matthias Creutziger

Semperoper © Matthias Creutziger

Staatskapelle Dresden würdigt George Enescu

Laura Aikin singt „Sept Chansons de Marot“

von Thomas Thielemann

Die Staatskapelle Dresden ist für den 9. September 2019 mit einem Konzert unter der Leitung seines Ersten Gastdirigenten Myung-Whun Chung zum Enescu-Festival in Bukarest eingeladen. Die amerikanische Sopranistin Laura Aikin wird dort Georges Enescus „Sept Chansons de Clément Marot“ op. 15 für Singstimme und Kammerensemble“ vortragen.

Gewissermaßen als Generalprobe für das Rumänische Gastspiel hat man am 2.9.2019 in der Semperoper im zweiten Abendkonzert der Saisoneröffnung das Rachmaninow-Klavierkonzert durch den Enescu-Liederzyklus und die Ouvertüre zum Freischütz ersetzt.

Semperoper Dresden / Sächsische Staatskapelle © Matthias Creutziger

Semperoper Dresden / Sächsische Staatskapelle © Matthias Creutziger

Für viele Musikinteressierte gilt George Enescu (1881-1955) als der bedeutendste rumänische Komponist. Er war aber vor allem ein gefragter Geiger und Dirigent. Sein eher kleines kompositorisches Schaffen ist vor allem einem impressionistischen und folkloristisch geprägten Neoklassizismus zuzuordnen, nachdem seine frühen Kompositionen von Richard Wagner und Franzosen seiner Zeit beeinflusst waren.

Aus dem reichen Schaffen des französischen Lyrikers Clément Marot (1496-1544) wählte Enescu  1908 sieben  Gedichte in altfranzösischer Sprache aus, die das Liebesverlangen und die unerfüllte Liebe thematisierten. Der vom reformistischen Gedankengut Martin Luthers beeinflusste Marot lebte über längere Zeit am französischen  Hofe, war aber ob seiner spöttischen Zunge und einem recht lockeren Lebenswandel mehrfach in die Mühlen der Justiz geraten. Das offenbar 1526 entstandene „Ein Geschenk für Anne“ bezieht sich auf seine Verliebtheit in Anne d´Alencon, einer Nichte des damals bereits verstorbenen Herzogs von Alencon. Im zweiten Chanson „Du machst mich weg“ singt er: „mehr zu sterben als mein Denken zu ändern“. Das dritte Chanson „An die Damen, die zu faul sind an ihre Freier zu schreiben“ zitiert: „wenn du so rebellisch bist, Viel Glück, gute Nacht“. Die weiteren ausgewählten Dichtungen „Das Geschenk der Rose“, „Ein weißes Geschenk“, „Wechseln wir das Thema, es ist genug Liebesgesang“ und zur siebten „Der Mann des Leidens“.

Enescu fühlte sich Marot geistesverwandt, weil beide von unterschiedlichen Kulturen beeinflusst waren. Während Enescu von Einflüssen seiner Heimat Rumänien, von Wien und Paris geprägt war, inspirierten Marot italienische und französische Dichtungen seiner Zeit

Staatskapelle Dresden / Myung-Whun Chung und die Staatskapelle © Matthias Creutziger

Staatskapelle Dresden / Myung-Whun Chung und die Staatskapelle © Matthias Creutziger

Die musikalischen Umsetzungen der Gedichte reichen vom einfachen bis zum aufrichtig impressionistischen Stil. Sie präsentieren die Entwicklung der Geschmacks- und Stilvaribilität Enescus in seinen späten Jugendjahren. Es wird vermutet, dass Enescu jede der Vertonungen einem Künstler oder einer Künstlerin seines Umgangs gewidmet habe. So sei „Ein weißes Geschenk“ der Sängerin Maggie Teyte von der Opera Comique, mit der Enescu 1906 eine Affäre hatte, zugedacht. Der mit einigem hintergründigen Humor bepackte Liederzyklus wurde 1908 in Paris uraufgeführt.

Mit ihrer anmutigen und beweglichen Sopranstimme bewegte sich Laura Aikin sicher durch die vielfältig strukturierten Texturen der doch unterschiedlichen Chanson-Vertonungen. Von rein und luftig reichten ihre Modulationen zu hart und kantig, aber immer mit klarem hellen Timbre. Fast mühelos meisterte Sie die Probleme des schwierigen Alt-Französisch. Ihre Interpretationen vereinigten Spritzigkeit mit Schwere und Reife. Sensibel und Eindrucksvoll wird der Gesang der Frau Aikin von einem Kammerensemble der Staatskapelle Dresden unter dem engagiert dirigierenden Myung-Whun Chung begleitet und unterstützt.

Staatskapelle Dresden / Laura Aikin und die Staatskapelle © Matthias Creutziger

Staatskapelle Dresden / Laura Aikin und die Staatskapelle © Matthias Creutziger

Die nicht häufig im Konzertsaal zu hörenden Chansons wurden trotz der hervorragenden Leistungen der Interpreten vom Abonnenten-Publikum nur mit freundlichem Beifall bedacht. Offenbar war das Werk nur wenigen Besuchern bekannt gewesen. Auch war im Saal eine Vielzahl von Plätzen frei geblieben

Eingerahmt wurden die sieben Chansons nach Clément Marot von Carl Maria von Webers Ouvertüre zur Oper Der Freischütz und der zweiten Symphonie D-Dur op. 13 von Johannes Brahms.

Auch der Brahms-Symphonie folgte nur ein begrenzter Applaus. Rechte Begeisterung regte bei den Konzertbesuchern erst ein Ungarischer Tanz als Zugabe des Orchesters.

—| IOCO Kritik Sächsische Staatskapelle Dresden |—

Wien, Wiener Staatsoper, Dominique Meyer und der Spielplan 2018/19, IOCO Aktuell, 29.07.2018

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wiener Staatsoper –  Die Spielzeit 2018/19

Von Marcus Haimerl

Die Spielzeit 2017/18 der Wiener Staatsoper bot spektakuläre Zahlen: 600.000 Besucher, Auslastung  98 – 99% auf 2.284 Plätzen: Seit Jahren sind solche Zahlen Normalität in Wien, aber weltweit sind sie einzigartig.

Die Spielzeit 2018/19 wird am 2. September 2018 mit einem Tag der offenen Tür eröffnet.  Besucher/innen haben die dann Möglichkeit, einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen zu werfen und all jene Bereiche des Opernhauses zu erkunden, die dem Publikum gewöhnlich verschlossen bleiben. Einzelne Abteilungen stellen sich im Rahmen dieses Tages der offenen Tür vor, beliebte Ensemblemitglieder sind bei Proben und kleinen, persönlichen Musikprogrammen zu erleben. Chor und Orchesterprobe, Ballettprobe und eine Probe der Opernschule der Wiener Staatsoper stehen ebenso auf dem Programm wie der Einblick ins Musikarchiv und eine kleine Ausstellung wertvoller Kostüme. Die Technikshow, die die Möglichkeiten und Leistungsfähigkeit der Bühnenmaschinerie, der Akustik und Beleuchtungsabteilung des Hauses unter Beweis stellt, rundet den Tag der offenen Tür ab. Mit Carmen von George Bizet in der begeisternden Inszenierung von Franco Zefirelli eröffnet am 6. September 2018 die Wiener Staatsoper das Bühnengeschehen der Spielzeit 2018/19

Dominique Meyer – Intendant der Staatsoper – Zum Spielplan 2018/19

„Am 25. Mai 2019 jährt sich die Eröffnung unseres Opernhauses zum 150. Mal – und dieses Jubiläum, das wir würdig begehen wollen, überstrahlt natürlich die gesamte Spielzeit 2018/2019: In unserem Geburtstagsbukett umrahmen zuallererst 6 Opern- premieren (darunter eine Ur- und eine Erstaufführung), 2 Ballettpremieren, die Kinderopernuraufführung von Elisabeth Naskes  Was ist los bei den Enakos? in der KINDEROPER | AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE und die große Nurejew Gala im Juni das gewohnt umfangreiche Repertoire von 44 Opern und 16 Balletten. Weiters fehlen natürlich auch die inzwischen traditionellen Solistenkonzerte im Großen Haus, die Kammermusikmatineen der Wiener Philharmoniker, die Ensemblematineen im Gustav Mahler-Saal und die Aufführungen, Vortragsreihen sowie Gesprächsrunden in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE nicht. Die großen Festlichkeiten rund um den 25. Mai werden zudem von wissenschaftlichen Symposien, einer Reihe von Publikationen, einer eigenen Jubiläums-CD-Box und einer großen Ausstellung im Haus sowie einer weiteren im Theatermuseum vorbereitet beziehungsweise flankiert. Zusammengehalten und zum Leben erweckt wird dieser Blumenstrauß nicht zuletzt von den zahlreichen Interpretinnen und Interpreten, deren große Zahl besondere Lieblinge ebenso aufweist, wie neue Namen und neue Stimmen, die vom Publikum auf ihre Entdeckung warten. Konkret eingehen  möchte ich in diesem Zusammenhang auf die Besetzungen der Neuproduktionen:

Wiener Staatsoper / Dream-Team der Musikthearer Legris - Meyer - Platzer - Aber nur bis 2020 © IOCO

Wiener Staatsoper / Dream-Team der Musikthearer Legris – Meyer – Platzer – Aber nur bis 2020 © IOCO

In Berlioz’  Les Troyens, (Premiere 14.10.2018) meines Erachtens nach einem ganz besonderen Markstein in der Operngeschichte, singen unter Alain Altinoglu und in der Inszenierung David McVicars u.a. Joyce DiDonato, Anna Caterina Antonacci, Brandon Jovanovich, Adam Plachetka, Jongmin Park und Margarita Gritskova. Die Uraufführung von Johannes Maria Stauds und Durs Grünbeins ergreifender und aufrüttelnder Oper  Die Weiden (Premiere 8.12.2018) werden u.a. Ingo Metzmacher, Tomasz Konieczny, Rachel Frenkel, Thomas Ebenstein und Andrea Carroll aus der Taufe heben. Im Februar gibt es dann ein Wiedersehen mit Laurent Pelly, dem erfolgreichen Regisseur von  La Fille du régiment. Diesmal zeichnet er für die Neuinszenierung von Lucia di Lammermoor (Premiere 9.2.2019) verantwortlich, die von Sängern wie KS Juan Diego Flórez, Olga Peretyatko-Mariotti  und George Petean  getragen wird – die musikalische Leitung bei diesem Donizetti-Dauerbrenner übernimmt der Belcanto-Spezialist Evelino Pidò. Mit der Erstaufführung von Manfred Trojahns Orest (Premiere 31.3.2019) kommt nicht nur ein neues Werk in den Spielplan, sondern zugleich auch ein international gefeierter Komponist, mit dem wir unseren Reigen der zeitgenössischen Komponisten erweitern können. Michael Boder wird dirigieren, Marco Arturo Marelli inszenieren; zur Sängerbesetzung zählen Evelyn Herlitzius, Laura Aikin, Audrey Luna, Thomas Johannes Mayer, Thomas Ebenstein und Daniel Johansson.

EINLADUNG ZUR SPIELZEIT

Gewissermaßen als Höhepunkt der Festlichkeiten am 25. Mai und in Hinblick auf die Staatsoper-Uraufführung vor 100 Jahren wird unter Christian Thielemann eine Neuproduktion der Frau ohne Schatten (Premiere 25.5.2019) über die Bühne gehen: KS Stephen Gould, Camilla Nylund, Evelyn Herlitzius, Wolfgang Koch und KS Nina Stemme werden unter seiner Stabführung dieses Doppeljubiläum zum Glänzen bringen.

Knapp vor Saisonschluss bringen Myung-Whun Chung und Adrian Noble noch einen neuen Otello (Premiere 20.6.2019) heraus – es singen u.a. Aleksandrs Antonenko, Olga Bezsmertna  und Vladislav Sulimsky. Mit Sylvia zur Musik von Léo Delibes wird Ballettdirektor Manuel Legris seine zweite abendfüllende Choreographie für das Wiener Staatsballett vorstellen, FORSYTHE | VAN MANEN | KYLIÁN (Premiere 14.4.2019) erweitern das Ballettrepertoire am Sektor der Neoklassik. Wer aus irgendeinem Grund eine gewünschte Vorstellung nicht besuchen kann, hat übrigens weiterhin die Möglichkeit Opern- und Ballettaufführungen via Live- Stream mitzuerleben.

Es wäre schön, wenn wir diese Jubiläumssaison gemeinsam durchfeiern könnten und so freue ich mich auf ein oftmaliges Wiedersehen“,  so Dominique Meyer.

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—

Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Erstaufführung TI VEDO, TI SENTO, MI PERDO -Salvatore Sciarrinos, 07.07.2018

Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

TI VEDO, TI SENTO, MI PERDO

Deutsche Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos
Inszenierung von Jürgen Flimm, musikalischen Leitung von Maxime Pascal

7. Juli 2018: Als letzte Premiere der Saison zeigt die Staatsoper Unter den Linden im Rahmen von INFEKTION! die deutsche Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos TI VEDO, TI SENTO, MI PERDO

Am 7. Juli zeigt die Staatsoper Unter den Linden als letzte Premiere der Saison die deutsche Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos TI VEDO, TI SENTO, MI PERDO in einer Inszenierung von Jürgen Flimm. George Tsypin gestaltete das Bühnenbild und für die Kostüme zeichnet Ursula Kudrna verantwortlich. Das Werk entstand als Koproduktion mit dem Teatro alla Scala di Milano und wurde dort im November 2017 uraufgeführt. Die deutsche Erstaufführung wird im Rahmen des Festivals für Neues Musiktheater INFEKTION! gezeigt, das in diesem Jahr zum letzten Mal stattfindet. Die musikalische Leitung übernimmt Maxime Pascal.  Es spielen Mitglieder der Staatskapelle Berlin und Opera Lab Berlin.

TI VEDO, TI SENTO, MI PERDO (»Dich sehen, dich hören, mich verlieren«) trägt den Untertitel »Warten auf Stradella«. Aufgegriffen wird das Schicksal des seinerzeit überaus prominenten italienischen Komponisten Alessandro Stradella, der 1682 unter mysteriösen Umständen einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel.
Mit dieser Produktion setzt die Staatsoper nach LUCI MIE TRADITRICI (2016), MACBETH (2014), LOHENGRIN (2014), VANITAS (2013) und INFINITO NERO (2010) ihre intensive Beschäftigung mit dem Musiktheaterwerk von Salvatore Sciarrino fort, dem wohl prominentesten zeitgenössischen Komponisten Italiens.

Zum Ensemble, das die ganze Oper lang auf Stradella wartet, ohne dass dieser eintrifft, gehören Laura Aikin (Sängerin), Charles Workman (Musiker), Otto Katzameier (Literat), Sónia Grané (Pasquozza), Lena Haselmann (Chiappina), Thomas Lichtenecker (Solfetto), Christian Oldenburg (Finocchio), Emanuele Cordaro (Minchiello), die auch bei der Uraufführung in Mailand auftraten, sowie David Oštrek (Junger Sänger), Sarah Aristidou, Olivia Stahn, Magnús Hallur Jónsson, Matthew Peña, Ulf Dirk Mädler und Milcho Borovinov (Chor).

Zur Vorbereitung auf die Premiere findet am Samstag, den 30. Juni um 11 Uhr im Apollosaal der Staatsoper Unter den Linden eine Einführungsmatinee mit einem Probenbesuch, einer Gesprächsrunde mit Komponist Salvatore Sciarrino, Regisseur Jürgen Flimm und Dramaturg Benjamin Wäntig sowie mit der Eröffnung der Ausstellung »Salvatore Sciarrino – Zeichen und Klang« statt. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung »Salvatore Sciarrino – Zeichen und Klang«, die von der Berliner Staatsoper in Zusammenarbeit mit dem Medienunternehmen Bertelsmann präsentiert wird, gewährt Einblicke in die kreative Denk- und Arbeitsweise des Komponisten. Ausgestellt werden Manuskripte, Verlaufsdiagramme und Skizzenbücher, die verschiedene Phasen des musikalischen Schaffensprozesses bis zur fertigen Partitur sichtbar werden lassen. Alle Exponate stammen aus der Paul Sacher Stiftung in Basel und aus dem zu Bertelsmann gehörenden Archivio Storico Ricordi in Mailand. Die Ausstellung »Salvatore Sciarrino – Zeichen und Klang« ist allen Besucherinnen und Besuchern der Vorstellungen bis zum 15. Juli 2018 im Rahmen der üblichen Hausöffnungszeiten und nach der Veranstaltung zugänglich.

Eine Pressekarte für die Premiere oder einen Folgetermin reservieren wir Ihnen gerne nach Verfügbarkeit über pressoffice@staatsoper-berlin.de

TI VEDO, TI SENTO, MI PERDO – IN ATTESA DI STRADELLA
Oper in zwei Akten
Musik und Text von Salvatore Sciarrino
Premiere am Sonntag, den 7. Juli 2018 um 18:00 Uhr
Weitere Vorstellungen am 9., 11., 13. und 15. Juli 2018
Staatsoper Unter den Linden

Eine Werkeinführung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn statt.

Eine Koproduktion mit dem Teatro alla Scala di Milano

INFEKTION! Festival für Neues Musiktheater 28. Juni bis 15. Juli 2018

—| Pressemeldung Staatsoper unter den Linden |—

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