London, Royal Albert Hall, Last Night of the Proms und Jonas Kaufmann, IOCO Aktuell, 15.09.2015

September 16, 2015 by  
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London / Tower Bridge © IOCO

London / Tower Bridge © IOCO

 Jonas Kaufmann: Last Night-Superstar

Am 12. September endeten die Londoner Proms 2015, eine reichhaltige, klassisch populäre Sommerkonzertreihe. Seit Mitte des 18. Jahrhundert finden viele dieser „Promenadenkonzerte“ in der Royal Albert Hall in Kensington statt. Seit 1927 werden die Proms vom BBC organisiert.

Jonas Kaufmann © Gregor Hohenberg / Sony Music

Jonas Kaufmann © Gregor Hohenberg / Sony Music

Internationale Aufmerksamkeit erreichen die Promenadenkonzerte mit  der Letzten Nacht der Proms, der berühmten Last Night of the Proms. Das öffentliche Interesse an diesem abschließenden ur-englischen Kult-Festival ist überbordend: Die Royal Albert Hall mit über 7.000 Stehplätzen reicht lange nicht mehr für die Last Night. So wird der Event auf Großleinwänden auch in den benachbarten Hyde Park übertragen. 40.000 Menschen feiern dort mit. Auf Großleinwänden übertragen, mutierte selbst in Parks von Belfast, Glasgow die Last Night zu einem Volksfest. Zu den normalen Proms-Vorstellungen kommen die Engländer in Alltagskleidung, eine Kleiderordnung besteht nicht. Ganz anders dagegen die Last Night: Bunte Kostüme und Verkleidungen drücken karnevalistische Ausgelassenheit aus. Tröten, Rasseln und humorige Zwischenrufe mischen sich dort mit der Klasse großer Musik. Die Last Night endet mit dem Singen aller Besucher der britischen Nationalhymne, Rule, Britannia und Auld Lang Syne, auf der Bühne angeleitet von Gesangsstars der klassischen Musikwelt. Am 12. September 2015 geschah für Deutsche zusätzlich etwas besonderes.

London / Skyline mit St Pauls Cathedral © IOCO

London Skyline mit St Pauls Cathedral © IOCO

Der englische BBC gab diesem 12. September 2015 eine herausragende Note, indem er, wenig national, ausgerechnet  Jonas Kaufmann, den deutschen Tenor-Superstar, bat, an diesem Abend die große englische Volkshymne  Rule, Britannia zu singen. Britische Zeitungen feierten Kaufmann schon vor seinem Auftritt als „den größten Tenor seit Pavarotti mit   auffälligen Locken wie Justin Bieber. Und so wandelte sich die Last Night of the Proms 2015 in ein fröhliches Fest, welches, so englische Zeitungen „eher Ähnlichkeit mit einem Tom Jones Event hatte“. Zahlreiche weibliche Fans gaben ihrer Begeisterung für Kaufmann ungewohnten Ausdruck: Kreischend warfen sie ihm Höschen und andere laszive Dessous auf die Bühne der Royal Albert Hall. Kaufmann genoß es sichtlich:  Er nahm ein Seidenhöschen, ließ es auf der Hand in der Luft kreisen und lachte breit, gemeinsam mit dem tobenden Publikum. Der anschließende, formal offizielle Geschenkakt wirkte dagegen natürlich sehr brav. Mit stürmischem Beifall verabschiedeten die Briten den deutschen Superstar Jonas Kaufmann am 2. September aus ihrer Londoner Royal Albert Hall. [Von Jonas Kaufmann wurden verschiedene Aufnahmen bei Sony Classical veröffentlicht]

IOCO / VJ / 17.09.2015

Karlsruhe, Badisches Staatstheater Karlsruhe, RULE BRITANNIA – KLASSIK-FRÜHSTÜCK MIT DER BADISCHEN STAATSKAPELLE, 21.07.2013

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Badisches Staatstheater Karlsruhe

Badisches Staatstheater Karlsruhe © Jochen Klenk

Badisches Staatstheater Karlsruhe © Jochen Klenk

RULE BRITANNIA – KLASSIK-FRÜHSTÜCK MIT DER BADISCHEN STAATSKAPELLE

Bekannte und berühmte Melodien aus England von der Feuerwerksmusik bis Pomp and Circumstance
21.7.13  10.30  DAS FEST, GÜNTER-KLOTZ-ANLAGE, HAUPTBÜHNE
BADISCHE STAATSKAPELLE
Solisten des Opernensembles
Justin Brown Dirigent
Westminster Abbey London / Grab Georg Friederich Händel © IOCO

Westminster Abbey London / Grab Georg Friederich Händel © IOCO

„Very British“ wird das sonntägliche Klassik-Frühstück mit der BADISCHEN STAATSKAPELLE beim diesjährigen FEST. Es erklingen bekannte und berühmte Melodien aus England von der Feuerwerksmusik des Wahl-Engländers Händel (siehe Bild unten) bis hin zu Märschen aus Pomp and Circumstance von Edward Elgar. Bei Gassenhauern wie Rule Britannia darf natürlich auch Gesang nicht fehlen, die STAATSKAPELLE wird dabei unterstützt von Solisten des Opernensembles – und wie bei der Last Night of the Proms gerne auch vom Publikum. Für eine originelle und vor allem originale Musikauswahl steht der Dirigent: GMD Justin Brown als echter Engländer lässt es sich nicht nehmen, das Open-Air-Konzert mit britischem Programm selbst zu leiten.

—| Pressemeldung Badisches Staatstheater Karlsruhe |—

Hamburg, Staatsoper Hamburg, 4. Sonderkonzert Summertime, 10.06.2012

Juni 11, 2012 by  
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Staatsoper Hamburg

Hamburgische Staatsoper © Andreas Praefcke

Hamburgische Staatsoper © Andreas Praefcke

»Summertime«: Best of British

Simone Young und Alexander Soddy laden zu einer Landpartie nach  Großbritannien


Ein Hauch von »Proms« weht beim diesjährigen »Summertime«-Konzert der Philharmoniker durch die Laeiszhalle. Wer das beliebte Ritual der »Last Night of the Proms« in der Londoner Royal Albert Hall kennt, freut sich über den Mix aus Klassik und Populärem ebenso wie über kleine »Mitmach-Aktionen« des Publikums – bis hin zum lauthalsen Mitsingen des berühmten »Land of Hope and Glory«. Ob auch die Hanseaten singen und Fähnchen schwenken, wird das »Summertime«-Konzert am 10. Juni 2012 zeigen. Denn Simone Young und ihr junger Kollege Alexander Soddy dirigieren ein »Best of British«-Programm. Und da darf »Land of Hope and Glory« – hierzulande besser bekannt als Marsch aus »Pomp and Circumstance« von Edward Elgar ebenso wenig fehlen wie Arnes »Rule Britannia«. Aber auch andere Exportschlager von der Insel sind darunter: etwa James Bond, Geheimagent Ihrer Majestät, Gustav Holsts gewaltiger »Jupiter« aus seinen »Planeten«, Ralph Vaughan Williams’ verträumte »Lark ascending« oder Brittens stürmische »Sea Interludes« aus »Peter Grimes«. Daneben gibt es Raritäten wie eine flotte Gilbert & Sullivan-Ballettsuite, William Waltons glänzender »Crown Imperial March«, Petitessen von Percy Grainger und barocke Pracht von Henry Purcell. Und einen Vorgeschmack auf die Olympischen Spiele in London hat Simone Young mit der oscarprämierten Musik von Vangelis aus dem britischen Sportlerfilm »Chariots of Fire« (»Die Stunde des Siegers«) aufs Programm gesetzt.
Direkt im Anschluss an das Konzert wird weitergefeiert: Beim »Philharmonischen Jugendtag« präsentieren sich die Partner-Organisationen der Philharmoniker in verschiedenen Education-Projekten, die das Motto »Best of British« fortsetzen. Mit dabei: der Musikkindergarten Hamburg, die Jugendopern-Akademie, das Albert-Schweitzer-Jugendorchesters und die Orchesterakademie. Der Eintritt zu diesem bunten, fröhlichen Programm des »Philharmonischen Jugendtages«, der um 13.30 Uhr im Kleinen Saal beginnt, ist frei.
4. Sonderkonzert »Summertime«
Sonntag, 10. Juni 2012, 11.00 Uhr
Laeiszhalle, Großer Saal
Musikalische Leitung:   Simone Young & Alexander Soddy
Philharmoniker Hamburg
Im Anschluss: »Philharmonischer Jugendtag« im Kleinen Saal der Laeiszhalle
—| Pressemeldung Staatsoper Hamburg |—

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