Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, WIR 7 – 7. Sinfoniekonzert im Kurhaus, 10.04.2019

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

»WIR 7« – 7. Sinfoniekonzert am 10. April im Kurhaus

Programm:
Claude Debussy »Prélude à l’après-midi d’un faune«
Richard Strauss Konzert für Oboe und Orchester
Ralph Vaughan Williams Fantasia on a Theme by Thomas Tallis
Maurice Ravel »Daphnis et Chloé« Suite Nr. 2

Am Mittwoch, den 10. März 2019, um 20 Uhr, findet das 7. Sinfoniekonzert »WIR 7« mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden unter der Musikalischen Leitung von Gastdirigentin Sian Edwards mit Philippe Tondre an der Oboe im Kurhaus statt.

Der mythische Faun treibt Flöte spielend seine lüsternen Späße – und regte Claude Debussy zu einem seiner schönsten impressionistischen Stücke für Orchester an, dem »Prélude à l’après-midi d’un faune«. Vom »Prélude« zieht sich ein roter Faden durch das teils französisch, teils von Holzblasinstrumenten geprägte Konzertprogramm. Ebenfalls in die Welt der Nymphen und Hirten führt uns Maurice Ravel mit »Daphnis et Chloé«. Von Ravels Schüler Ralph Vaughan Williams steht die sphärische Bearbeitung eines musikalischen Renaissance-Themas auf dem Programm. Ein Holzblasinstrument ist der Solist in Richard Strauss’ Konzert für Oboe und Orchester. Philippe Tondre, der seit März 2019 Erster Oboist im Chamber Orchestra of Europe ist, übernimmt den Solo-Part. Zuvor spielte er als Solo-Oboist im SWR Symphonieorchester und im Gewandhausorchester.

Sian Edwards, ehemalige Musikdirektorin der English National Opera, hat mit den bedeutendsten Orchestern gearbeitet und ist Head of Conducting am Royal College of Music. Die Engländerin leitet erstmals das Hessische Staatsorchester Wiesbaden.

Vor allen Sinfoniekonzerten findet eine Stunde vor Beginn eine Konzerteinführung im Friedrich-von-Thiersch-Saal statt.

Dirigentin Sian Edwards
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

—| Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden |—

Hagen, Theater Hagen, Sechstes Sinfoniekonzert, 12.02.2019

Februar 7, 2019 by  
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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Sechstes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen am
Dienstag, 12. Februar 2019 um 20 Uhr in der Stadthalle Hagen

Programm: Claude Debussy: „Prélude à l’après-midi d’un faune“
Maurice Ravel: Klavierkonzert G-Dur; „Bolero“
Igor Strawinsky: Suite aus „Der Feuervogel“ (1945)
Solist: Roger Muraro (Klavier) – Leitung: Joseph Trafton

Theater Hagen / Roger Muraro ©  Bernard-Martinez

Theater Hagen / Roger Muraro © Bernard-Martinez

Das 6. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen am 12. Februar 2019 (20.00 Uhr, Stadthalle Hagen) befasst sich mit der musikgeschichtlich hochspannenden Zeit des Umbruchs vom 19. ins 20. Jahrhundert. Generalmusikdirektor Joseph Trafton stellt hier insbesondere die französische Musik in den Fokus, die eine enorme Fülle an Klangfarben beherbergt. Maurice Ravels weltberühmter „Bolero“ zeichnet sich durch seinen unverkennbaren Trommel-Rhythmus und seine prägnante Melodie aus, die ganze 18 Mal wiederholt wird – immer in einem neuen musikalischen Gewand. Weniger bekannt, deshalb nicht weniger hörenswert, ist Ravels Klavierkonzert in G-Dur, das starke Einflüsse aus dem Jazz erkennen lässt. Der herausragende französische Pianist Roger Muraro wird diese musikalische Stilmischung interpretieren. Umrahmt wird die Musik Ravels von zwei besonders klangfarbenreichen Werken: Claude Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“ gilt als ein Hauptwerk des Impressionismus und wurde als Ausgangspunkt für die Entwicklungen hin zur musikalischen Moderne gewertet. Literarische Grundlage ist Stéphane Mallarmés Gedicht „L’après-midi d’un faune“, das die sinnlichen Träumereien einer Naturgottheit beschreibt, die aus einem nachmittäglichen Schlaf erwacht. Zum Abschluss des mit großzügiger Unterstützung der Rathaus-Apotheke, Internationale Apotheke Dr. Fehske e.K. stattfindenden Konzerts erklingt Igor Strawinskys Suite aus der Ballettmusik „Der Feuervogel“. In diesem, auf zwei russischen Volksmärchen basierenden Ballett wird die Geschichte des jungen Prinzen Iwan und einem Vogel mit magischen Kräften erzählt. Strawinsky erstellte daraus mehrere konzertante Orchestersuiten, von denen an diesem Abend die Fassung von 1945 aufgeführt wird.

Mit großzügiger Unterstützung der Rathaus-Apotheke, Internationale Apotheke Dr. Fehske e.K.

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Stuttgart, Stuttgarter Ballett, Verführung! Bolero, Dark Glow, Faun, Le Spectre, IOCO Kritik, 9.2.2017

Februar 10, 2017 by  
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Stuttgarter Ballett

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

„Von der Lust des Begehrens und der Qual der Verführten“
 Verführung! – Stuttgarter Ballett mit grandioser Produktion 

Von Peter Schlang

Das Thema Verführung! ist so alt wie die Menschheit und damit stets präsent, sei es im gelebten und erlebten Alltag oder in den Darstellungen unterschiedlicher Kunstformen, in denen es diese Seite menschlichen Handelns zu vielfacher, wenn auch teilweise zweifelhafter Berühmtheit gebracht hat. Und so überrascht es nicht weiter, dass das Stuttgarter Ballett am 3. Februar einen Abend mit vier Werken herausgebracht hat, die sich dieser alten und bewährten Form menschlicher Kommunikation über das Medium des Tanzes annähern.

Stuttgarter Ballett / Bolero © Carlos Quezada

Stuttgarter Ballett / Bolero © Carlos Quezada

Dabei setzen die Leitung des Hauses und seine Dramaturgie mit Maurice Béjarts Bolero von 1961 bzw. 1984 auf den Ballett-Klassiker zu diesem Thema schlechthin und damit auch einen nach wie vor grandiosen Schlusspunkt eines Abends, der mit einer beachtenswerten Uraufführung der zum Haus gehörenden Choreographin Katarzyna Kozielska begonnen hatte. Im Mittelteil buhlten mit den Stuttgarter Erstaufführungen von Sidi Larbi Cherkaouis Faun und Marco Goeckes Le Spectre de la Rose zwei in jeder Hinsicht extrem unterschiedliche Versionen des Themas um Aufmerksamkeit und Zustimmung des Premierenpublikums.

Katarzyna Kozielskas Dark Glow, das man mit „Dunkles Glühen“ übersetzen kann, stellt nicht nur im Wortsinn die eher dunklen Aspekte der Verführung in den Vordergrund, sondern gerät vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen in vielen Ländern der Welt über weite Strecken zu einer beklemmenden Parabel über die Verführungsgewalt der Politik wie der (modernen) Medien. Die im Jahr 2012 zur bemerkenswertesten Nachwuchs-Choreographin gekürte Polin, die als Halbsolistin auch aktives Mitglied der Stuttgarter Compagnie ist, setzt in ihrer dritten Arbeit für das Stuttgarter Ballett – ihrer ersten für die große Bühne des Stuttgarter Opernhauses – dabei auf eine moderne, aber stets elegante Bewegungssprache, die durchaus klassisch fundiert ist und so beispielsweise auch häufig auf den Spitzentanz zurückgreift.

Stuttgarter Ballett / Dark Glow © Stuttgarter Ballett

Stuttgarter Ballett / Dark Glow © Stuttgarter Ballett

In einem schwarzen Bühnenraum, dessen beklemmende Wirkung durch eine düstere Lichtregie verstärkt wird, bewegen sich bis zu vier Paare, eine einzelne Tänzerin und ein aus zehn Tänzerinnen bestehendes Kollektiv zur Musik des 1975 geborenen, in England lebenden Gabriel Prokofiev, einem Enkel des berühmten russischen Komponisten Sergej Prokofiev. Dieses Auftragswerk des Stuttgarter Balletts, das in enger Abstimmung mit der Choreografin als „work in progress“ entstanden ist, liefert eine packende und stimmige musikalische Kulisse für die tänzerische Erzählung, in deren Fokus die bösartige, zerstörerische Form der Verführung und ihre möglichen Folgen für eine Gruppe stehen. Als optisches Verführungssymbol fungiert dabei ein Lichtstrahl, der Individuen in seinen Bann zieht, aber seine Versprechungen von Hoffnung, Glück und lockenden Perspektiven nicht einhalten kann.

Prokofievs Musik, die von klassischen Zitaten über Jazz-Elemente bis zu modernen Anleihen viele Aspekte berührt und unterschiedlichste Techniken einsetzt und auch die Grenzüberschreitung zur elektronischen Musik nicht scheut, zeichnet aus dem Orchestergraben zutreffend und packend die gleiche dynamische, in die Katastrophe führende Entwicklung nach, wie sie die Protagonisten auf der Bühne durchleben.
Großen Anteil an diesem fulminanten Auftakt hatten neben der kongenialen Leistung von Choreografin und Komponist und der stets packenden, äußerst präzisen wie präsenten Realisation der Partitur durch das Staatsorchester Stuttgart unter der bewährten, aber nie routiniert klingenden Leitung seines erfahrenen Ballett-Kapellmeisters James Tuggle die raffinierten Kostüme von Thomas Lempertz, die auf ihre Weise die Macht und Folgen der Verführung demonstrieren, wenn sie gegen Ende ihren in den pastellfarbenen Blusen verborgenen dunklen Kern zeigen.
Vor allem aber galt den Solo-Tänzern Elisa Badenes, Constantine Allen, Alicia Amatriain, Agnes Su, Fernanda De Souza Lopes, Elena Bushuyeva, Adhonay Soares da Silva, Matteo Miccini und Fabio Adorisio der begeisterte Beifall des Premierenpublikums, der natürlich auch die schon erwähnten Tänzerinnen des Corps de Ballett mit einschloss.

 Stuttgarter Ballett / Faun © Stuttgarter Ballett

Stuttgarter Ballett / Faun © Stuttgarter Ballett

Im Mittelteil des Abends folgten mit Sidi Larbi Cherkaouis Faun eine Stuttgarter und mit Marco Goeckes Le Spectre de la Rose gar eine deutsche Erstaufführung. Der belgisch-marokkanische Choreograph Sidi Larbi Cherkaoui, der bereits 2015 für das Stuttgarter Ballett Strawinskys Feuervogel eingerichtet hatte, beruft sich in Faun, seiner Adaption von Vaslav Nijinskys Skandal-Erfolg L’après-midi d’un faune, nicht nur direkt auf Stephane Mallarmés Gedicht, sondern setzt auch zu großen Teilen auf Claude Debussys 1882 uraufgeführtes impressionistisches Werk Prélude à l’après-midi d’un faune. Dessen schwebenden, oszillierenden Klängen stellt er Musik des 1964 in England geborenen Nitin Sawhney zur Seite, die mit ihrem indisch-orientalischen Duktus dem Geschehen gleichsam eine zweite Ebene unterlegt und immer dann einsetzt, wenn der weibliche Teil des „Faun-Duos“ auftritt bzw. die Initiative ergreift. Dies wirkt durchweg schlüssig und erhellend, merkt man doch auch der Tanzsprache dieses Ausnahme-Choreographen den Einfluss unterschiedlicher Kulturen und Stilrichtungen an.

In seinem Faun lässt er eine Tänzerin und einen Tänzer, in Stuttgart sind dies die fabelhafte erste Solistin Hyo-Jung Kang und der ihr absolut ebenbürtige Solist Pablo von Sternenfels, alle Register der tänzerischen Verführungskunst ziehen, wobei die Ausdrucksmittel nicht selten fließend in jene des Bodenturnens und sogar der Akrobatik übergehen. Unterstützt durch die sensible Lichtregie Adam Carrées entstehen Körper-Konstellationen, die dem Zuschauer suggerieren, auf der Bühne bewege sich ein einziges Wesen, wobei die Anzahl und vor allem die Positionen einzelner Körperteile häufig im Unklaren bleiben bzw. sich so schnell verändern, dass dem Betrachter genauso schwindelig wird, wie er es für die beiden Tänzer fürchtet. Dazu besteht aber absolut kein Grund, denn die Bewegungen Kangs und Sternenfels‘ sind so organisch fließend und trotz ihres gelegentlich hohen Tempos von einer Reinheit und kreatürlichen Schönheit, dass man die im ersten Teil des Abend dargestellte zerstörerische Kraft der Verführung längst vergessen hat und nur noch gebannt dem hohen Reiz dieser Verführungslust folgt.

 Grabstätte des Tanzdenkmals V Nijinsky in Paris © IOCO

Grabstätte des Tanzdenkmals V Nijinsky in Paris © IOCO

Dieses hohe Niveau kann Marco Goeckes Le spectre de la Rose, ebenfalls eine Verneigung vor dem Tanzdenkmal Nijinski und den „Balets Russes“ und 2009 zu deren 100. Geburtstag in Monte Carlo uraufgeführt, leider nicht durchgehend halten.  Zu einseitig und ideenarm ist seine Körpersprache, die sich überwiegend in stark überzeichneten, abgehackten Bewegungen der Hände und des Kopfes erschöpft und deren Wirkung nach wenigen Minuten verblasst. Auch wenn bzw. gerade weil man den modernen Stil dieses jungen Stuttgarter Haus-Choreographen kennt und von anderen, deutlich besseren Arbeiten schätzt, kommt an diesem Abend schnell ein Gefühl der Ermüdung und der Langeweile auf, und man lässt seinen Blick unweigerlich von den ständig flatternden Händen hinunter zu den Beinen und Füßen der Tänzerinnen gleiten, wo sich einem aber ebenfalls trotz einiger netter Einfälle keine wirkliche Abwechslung und Anregung bietet.

An den fabelhaften Agnes Su und Adam Russell-Jones und ihren nicht minder jederzeit präsenten sechs Kollegen liegt die begrenzte Wirkung dieses Balletts auf keinen Fall, denn sie setzen die Vorgaben des Ballett-Rebellen Goecke kompromisslos und mit großer Hingabe um. Auch ist die vom Choreographen selbst und Michaela Springer gestaltete Bühne ein durchaus anregender Ort für den Traum des Mädchens von der Rose, die sich hier in unzähligen auf den Bühnenboden regnenden und an den Beinen und Armen des Solotänzers befestigten Blütenblättern multipliziert. Und schließlich tragen auch die Lichtregie Udo Haberlands und die musikalische Umsetzung von Carl Maria von Webers berühmter Aufforderung zum Tanz, der als zweites Stück Webers Der Beherrscher der Geister zur Seite gestellt wurde, durch das Stuttgarter Staatsorchester dazu bei, dass dann doch auch dieser dritte Teil des neuen Stuttgarter Ballettabends sein das durch dessen Titel verheißene Versprechen einhalten kann.

Stuttgarter Ballett / Le Spectre de la Rose © Stuttgarter Ballett

Stuttgarter Ballett / Le Spectre de la Rose © Stuttgarter Ballett

Dass dies ohne jeden Abstrich für das letzte, nach der zweiten Pause zu sehende Stück gilt, den seit Juli 1984 zum Repertoire des Stuttgarter Balletts gehörenden Bolero, bedurfte keines Beweises mehr. Drei Generationen „Stuttgarter Tänzerinnen und Tänzer“ begeisterten schon viele Tausende von Ballettfreunden und überzeugten diese von der noch immer ungeheuren Spannung, Faszination, und eben auch Verführungskraft, die Maurice Béjarts 1961 beim Balet du XXe Siècle in Brüssel uraufgeführte geniale Choreografie ausstrahlt. Es ist immer wieder erstaunlich, wie originell, modern, verführerisch und mitreißend dieses Meisterwerk des französischen Großmeisters der Ballettkunst damals schon war und noch immer ist. Friedemann Vogels Interpretation fügt sich hier ohne Bruch und Makel in die beachtliche Reihe seiner Vorgängerinnen und Vorgänger ein, wobei sich beim Betrachter durchaus die Frage einstellen kann, ob der Protagonist, der Ravels Musikvorlage, diese in Musik gegossene Ektase, dieses zwanzigminütige atemberaubende Crescendo, so hinreißend auf den roten Tisch bringt, nun Verführer oder selbst Verführter ist.

Am Ende des 150minütigen Programms gab es langanhaltenden Applaus, ja großen Jubel vom Premierenpublikum, unter das sich viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur gemischt hatte. Er galt einem Ballettabend, der von höchster künstlerischer und ästhetischer Qualität ist und ein eindrucksvolles Zeugnis von der Verführungskraft des Tanzes, der Musik, ja der Kunst im Allgemeinen ablegt – und der auch eine unwiderstehliche Verführung zum Zuschauen darstellt.    Von Peter Schlang

Verführung! – Stuttgarter Ballett: Weitere Aufführungen am 11., 14., 23., 27. und 28. Februar sowie am 4. und am 7. März 2017

 

Köln, Oper Köln, SACRE – Ballett von Sasha Waltz, 05./06.10.2014

September 17, 2014 by  
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Oper Köln

Opernhaus Köln / Oper am Dom © IOCO

Opernhaus Köln / Oper am Dom © IOCO

Sacre,  L’après-midi d’un faune,  Scène d’amour  

 Claude Debussy, Hector Berlioz und Igor Strawinskij

Musikalische Leitung Pietari Inkinen, Mit dem Gürzenich-Orchester Köln

Erneut ist es der Oper Köln gelungen, Sasha Waltz & Guests für ein Engagement in der Domstadt zu verpflichten. Diesmal ist das Programm Sacre zu erleben, das aus Waltz‘ drei Choreografien L’après-midi d’un faune (Koproduktion mit der Berliner Staatsoper im Schiller Theater), Scène d’amour (Produktion der Opéra National de Paris) und Sacre (Koproduktion mit dem Mariinsky Theater, St. Petersburg und dem Théâtre Royal de la Monnaie, Brüssel) besteht. Es handelt sich um die zweite Aufführung dieses Tanzabends überhaupt – nach der Erstaufführung an der Berliner Staatsoper unter Daniel Barenboim. Die jeweiligen Kompositionen von Claude Debussy, Hector Berlioz und Igor Strawinskij werden live vom Gürzenich-Orchester Köln unter Pietari Inkinen begleitet, das somit seit langer Zeit wieder an einem Tanzabend der Oper Köln beteiligt ist.

Hector Berlioz Grabstätte in Montmartre © IOCO

Hector Berlioz Grabstätte in Montmartre © IOCO

Sacre basiert auf Le sacre du printemps, einem Schlüsselwerk der Tanzmoderne und erforscht mit 26 Tänzern das Wesen und die Position des Opfers in der Gesellschaft. Im Kreationsprozess spürte Sasha Waltz den Energien nach, die entstehen, wenn eine Krise in eine Gemeinschaft einbricht, wenn Leben und Tod durch die Bedrohung nah aneinander rücken und sich der ewige Kreislauf von Sterben und Neubeginn verdichtet.

Vorstellungen 05. Oktober | 18 Uhr ||06. Oktober (zum letzten Mal) | 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Oper Köln |—