Bielefeld, Theater Bielefeld, Musical Premiere BONNIE & CLYDE, 07.09.2014

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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

PREMIERE:   BONNIE & CLYDE,  Musik Frank Wildhorn

Buch von Ivan Menchell // Liedtexte von Don Black //
DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG

Sie träumt davon, berühmt zu werden. Er will raus aus dem Elend und es der Welt so richtig zeigen. Zusammen werden Bonnie und Clyde eines der berühmtesten Gangsterpärchen überhaupt und halten mit ihren Raubüberfällen ganz Amerika in Atem. Aber wer waren Bonnie Parker und Clyde Barrow, die bereits zu Lebzeiten für Schlagzeilen in sämtlichen Zeitungen sorgten, mindestens vierzehn Menschen töteten und im Kugelhagel der Polizei starben, wirklich? Den wichtigsten Stationen ihres Lebens folgend, zeichnet das Musical von Ivan Menchell, Don Black und Frank Wildhorn mit fetzigen Songs und flotten Dialogen die Entwicklung der in ärmlichen Verhältnissen aufwachsenden Teenager zum glamourösen Verbrecherduo nach: von ihrer ersten Begegnung und dem ersten Mord bis hin zu ihrer Flucht kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten und ihrer verhängnisvollen letzten Autofahrt. Wie ein Road-Movie ziehen die einzelnen Szenen vorüber; es ist die Geschichte von zwei Menschen, die inmitten einer Zeit allgemeiner Hoffnungslosigkeit und polizeilicher Willkür rücksichtslos gegen sich und andere ihren Hunger nach dem wahren Leben verfolgen.

Schwierig wird es aber, als die Familie ins Spiel kommt, denn Bonnies Mutter sähe ihre Tochter lieber im Gefängnis als mit einem Verbrecher zusammen und versucht, sie mit Bonnies Jugendfreund Ted Hinton zu verkuppeln. Der ist inzwischen bei der Polizei und tut sein Möglichstes, um Clyde zur Strecke zu bringen. Clydes Bruder wiederum, ebenfalls vorbestraft und aus dem Gefängnis ausgebrochen, ist von Clydes Draufgängertum hell begeistert, aber seine gottesfürchtige Frau Blanche hat einen ganz anderen Lebensentwurf für sie beide: Trotz der Weltwirtschaftskrise, die das Vertrauen der Bevölkerung in die Banken und in den Staat erschüttert und die bislang geltenden Moralvorstellungen aufweicht, so dass Bonnie und Clyde von vielen als Helden betrachtet werden, will Blanche an ihren Vorstellungen von Ehrlichkeit festhalten – auch, wenn der Preis für Anständigkeit ein Leben voller Entbehrungen ist. Aber dann schließt Buck sich seinem Bruder an, und die Dinge nehmen ihren Lauf.

Zu Beginn der neuen Spielzeit präsentiert das Theater Bielefeld die deutschsprachige Erstaufführung des Broadway-Musicals in der Regie von Jens Göbel, der hier bereits Die Hexen von Eastwick und die Bielefeld-Revue Feier-Abend inszeniert hat und nun mit Julia Hattstein (Bühne und Kostüme) und Konrad Kästner (Video) dicht an den historischen Fakten aber jenseits von sklavischer Historizität den unsterblichen Mythos auf die Bühne bringt. Abla Alaoui und Philipp Büttner bzw. Benedikt Ivo verkörpern das legendäre Duo Bonnie und Clyde, Udo Eickelmann und Navina Heyne sind ihre Gegenstücke Buck und Blanche. Melanie Kreuter ist als Bonnies Mutter Emma zu erleben, ihr Wunsch-Schwiegersohn Ted Hinton ist Thomas Klotz. Zu den Klängen der Live-Band unter der Leitung von William Ward Murta singt und tanzt der Bielefelder Opernchor, einstudiert von Hagen Enke, Choreographie Adonai Luna.

PREMIERE: 07.09.2014, 19:30 Uhr, weitere Vorstellungen: 13.09., 14.09., 18.09., 21.09., 26.09., 03.10., 14.10., 17.10., 22.10., 06.11., 07.11., 26.11.,

Musikalische Leitung William Ward Murta, Inszenierung Jens Göbel
Bühne, Kostüme Julia Hattstein, Video Konrad Kästner, Choreographie Adonai Luna

Mit Abla Aloui, Ulrich Allroggen, Philipp Büttner/Benedikt Ivo, Mark Coles, Michaela Duhme, Udo Eickelmann, Krzysztof Gornowicz, Tina Haas, Navina Heyne, Fabian Kaiser, Thomas Klotz, Melanie Kreuter, Jessica Krüger, Lutz Laible, Bernard Niemeyer, Evelina Quilichini, Maila Traczyk; Bielefelder Opernchor, Statisterie, Live-Band

—| Pressemeldung Theater Bielefeld |—

 

Rostock, Volkstheater Rostock, Premiere SCHNEEWITTCHEN UND DIE 7 ZWERGE, 26.10.2013

September 27, 2013 by  
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Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Schneewittchen und die 7 Zwerge, Tanzmärchen von Bronislav Rosnos

Premiere:  26. Oktober, Weiter Vorstellungen:  30.10., 1.11., 6.11. 2013,  Anfangszeiten beachten

Volkstheater Rostock / Schneewittchen © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock / Schneewittchen © Dorit Gaetjen

Schneewittchen“ ist eines der beliebtesten Märchen der Brüder Grimm und wurde neuerdings sogar zum actionreichen Fantasy-Epos: Junge Schönheit siegt gegen brutalen Neid und Eifersucht! Das Häuschen der Zwerge hinter den sieben Bergen ist eine Idylle im Vergleich zur Willkür am Hof der bösen Königin mit ihrem Zauberspiegel.

 
Der Prinz verliebt sich in Schneewittchen schon, bevor sie der Jäger im Auftrag ihrer Stiefmutter umbringen soll. Doch dafür ereilt die böse Königin, die mit dem vergifteten Apfel nicht einmal vor Mord zurückschreckt, das böse Ende: Auf der Flucht vor den Zwergen stürzt sie in einer Schlucht zu Tode.
 
Volkstheater Rostock / Schneewittchen © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock / Schneewittchen © Dorit Gaetjen

Nach „Die Erschaffung der Welt“ bereichert Bronislav Roznos das Tanzrepertoire um ein weiteres Stück für die ganze Familie mit tänzerisch bewegten und pantomimischen Szenen, ein Erzähler führt durch das Tanzmärchen. 

 
Regie und Choreografie: Bronislav Roznos 
Choreografische Assistenz: Katja Taranu 
Bühne/Kostüm: Robert Schrag  
 
Darsteller: Teresa Lucia Forstreuter, Enkhzorig Narmandakh, Krzysztof Gradzki, Sergio Giannotti, Natalie Brockmann, Larissa Potapov, Lester René González Álvarez, Hung-Wen Chen, Ole Driever, Daniele Varallo, Linda Kuhn.
 
 
—| Pressemeldung Volkstheater Rostock |—

Bielefeld, Theater Bielefeld, Zum letzten Mal EUGEN ONEGIN, 08.06.2013

Mai 31, 2013 by  
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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

 EUGEN ONEGIN  von Pjotr  Tschaikowsky

Lyrische Szenen in drei Akten von Pjotr I. Tschaikowsky // Text nach Alexander S. Puschkin von Konstantin S. Schilowsky // In russischer Sprache mit deutschen Übertexten
 
Auf dem idyllisch gelegenen Gut der Larins haben die beiden Töchter Tatjana und Olga nicht viel Abwechslung. Als eines schönen Sommertages Nachbar Lenski seinen Freund Onegin mitbringt, verliebt sich Tatjana Hals über Kopf in den attraktiven Mittzwanziger. Er erfüllt so exakt ihre durch Romane beflügelte Fantasie, dass sie eine ganze Nacht damit zubringt, ihm zu schreiben. Doch Onegin, obwohl verständig, weist das stürmische Ansinnen zurück; Tatjana erstarrt unter seiner Gefühlskälte.
Alexander Puschkin zeichnete in seinem großen Versroman durchaus kritisch das Bild des Dandys Onegin, der vor lauter »ennuie« nichts im Leben wirklich an sich heran lässt. Bis er Tatjana nach Jahren wieder begegnet. Pjotr Tschaikowsky entnahm einzelne Episoden des Romans, um daraus eine einfache, »ganz alltägliche« Geschichte auf die Opernbühne zu bringen, auf der sich ansonsten Könige, Götter, Völker und Sagen-gestalten tummeln. Seine einfühlsame Musik lässt von Anfang an keinen Zweifel an der tragischen Schönheit einer unerfüllten Liebe, deren Zielrichtung sich im Laufe der Oper umkehrt. 
Eugen Onegin ist zweifellos Tschaikowskys wichtigste und bewegendste Oper geworden – zugleich ein fantastisches Ensemblestück für das Bielefelder Musiktheater!
 
Musikalische Leitung Alexander Kalajdzic Inszenierung Lotte de Beer Bühne und Kostüme Marouscha Levy Licht Henk van der Geest Choreinstudierung Hagen Enke Choreographie Stefan Kunzke Dramaturgie Jón Philipp von Linden Produktionsleitung Denise Schaap Regieassistenz & Abendspielleitung Nora von Linden Musikalische Einstudierung Narah Chung, Witolf Werner, Merijn van Driesten, Nadja Naumova  Bühnenbildassistenz Linda Siegismund
 
BESETZUNG
Larina, Gutsbesitzerin: Vuokko Kekäläinen
Tatjana: Sarah Kuffner
Olga: Melanie Forgeron
Filipjewna: Sünne Peters
Eugen Onegin: Levent Bakirci
Lenskij: Daniel Pataky
Fürst Gremin: Vladimir Miakotine
Hauptmann: Ramon Riemarzik, Paata Tsivtsivadze
Saretzkij:Lutz Laible
Triquet: Lianghua Gong
Vorsänger: Krzysztof Gornowicz, Seung-Koo Lim
Chor: Bielefelder Opernchor
Orchester: Bielefelder Philharmoniker
 

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Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere TANNHÄUSER, 27.04.2013

April 2, 2013 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

 Von Richard Wagner
 
Musikalische Leitung: Patrik Ringborg, Inszenierung: Lorenzo Fioroni, Bühne: Paul Zoller, Kostüme: Katharina Gault
 
Mit Paul McNamara (Tannhäuser), Kelly Cae Hogan (Elisabeth, Nichte des Landgrafen), Ulrike Schneider (Venus), Hee Saup Yoon (Hermann, Landgraf von Thüringen), Stefan Zenkl (Wolfram von Eschenbach), Johannes An (Walther von der Vogelweide), Marc-Olivier Oetterli (Biterolf), Musa Nkuna (Heinrich, der Schreiber), Krzysztof Borysiewicz (Reinmar von Zweter), LinLin Fan (Ein junger Hirt)
 
Premiere: Samstag, 27. April, 18 Uhr , Nächste Vorstellungen: 4.5. (18 Uhr), 9.5. (17 Uhr), 25.5. (18 Uhr)
 
Musikalisch schlichtweg berauschend – und doch schwer auf die Bühne zu bringen: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg ist eines der beliebtesten, meistgespielten Werke Richard Wagners, doch der allzu einfachen (Bühnen-)Lösung widersetzt sich diese Oper hartnäckig.
 
Tannhäuser – das ist einer, der sich gemäß Adornos Diktum „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ in den Gegebenheiten der Welt und des Lebens nicht zurechtfinden kann, für den das Glück immer dort ist, wo er nicht ist. Tannhäuser ist auch derjenige, der seinem Zorn und seiner Leidenschaft Luft macht. Und der damit die heftigste Empörung gerade bei jenen auslöst, die in ihrem Innersten wissen, dass er Recht hat, aber mit diesem Eingeständnis ihr eigenes Dasein ins Wanken bringen würden.
 
Drei Sphären hat Wagner in diesem Werk zusammengeführt: die heidnisch-sinnliche Welt der Venus; die emotionale Liebe, verkörpert in der Gestalt Elisabeths; und schließlich Agape, die christliche Nächstenliebe. Wagner hat es verstanden, diese Welten in seinem Werk in eins zu setzen und dabei zu Grundfragen menschlicher Existenz vorzustoßen. Seine Musik ist dabei unmittelbar an den Augenblick gebunden, dass das Nebeneinander von heidnischer Sinnlichkeit und religiösem Motiv nicht in Frage gestellt wird.
 
Lorenzo Fioroni arbeitet bereits zum achten Mal am Staatstheater Kassel und zeigt hier nach „Der fliegende Holländer“ (2008/09), „Die Meistersinger von Nürnberg“ (2009/10) und „Lohengrin“ (2011/12) seine vierte Wagner-Inszenierung. Für seine erste Kasseler Regiearbeit, Honeggers „Johanna auf dem Scheiterhaufen“, erhielt Fioroni 2006 den Götz-Friedrich-Preis.
 
Patrik Ringborg, seit 2007 Generalmusikdirektor am Staatstheater Kassel, ist einer der gefragtesten schwedischen Dirigenten. Zu seinem Hauptrepertoire gehören die Werke von Richard Wagner und Richard Strauss. Gastdirigate führen ihn u.a. an die Göteborger Oper, die Norwegische Nationaloper, die Oper Köln, die Volksoper Wien und zu den Opernfestspielen Savonlinna. Im Herbst 2013 folgt sein Stockholmer Operndebüt mit einer Neuproduktion von „Parsifal“ in der Regie von Christof Loy.
 
Über sein „Parsifal“-Dirigat in der vergangenen Spielzeit in Kassel schrieb die Presse:
 
„Glanzvolles bietet das Staatsorchester Kassel unter der Leitung von Generalmusikdirektor Patrik Ringborg. Der transparente, sängerfreundliche, nie übermäßig schwere Wagner-Ton lässt oft daran denken, dass Debussy zu den Parsifal-Bewunderern zählte.“ (FR)
 

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

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