Chemnitz, Theater Chemnitz, Diego Martin-Etxebarria – Erster Kapellmeister, IOCO Aktuell, 12.07.2019

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Theater Chemnitz

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Diego Martin-Etxebarria – Erster Kapellmeister ab April 2020

Diego Martin-Etxebarria wird neuer Erster Kapellmeister an den Städtischen Theatern Chemnitz. Er tritt sein Engagement am 1. April 2020 an und wird als erste Neuproduktion Mozarts Die Entführung aus dem Serail (Premiere am 8. Mai 2020) dirigieren. Seinen Einstand am Pult der Robert-Schumann-Philharmonie gibt er bereits am 31. August 2019 beim Open-Air-Konzert zur Spielzeiteröffnung 2019/20 auf dem Theaterplatz Chemnitz.

Der gebürtige Spanier, 1979 in Bilbao geboren, war im Frühjahr 2019 einer Einladung der Theater Chemnitz zu mehreren Orchesterproben und einem Vorstellungsdirigat von Mozarts Zauberflöte gefolgt und überzeugte die Leitung ebenso wie die Musikerinnen und Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie von seiner künstlerischen und sozialen Kompetenz.

Theater Chemnitz /  Diego Martin-Etxebarria, Erster Kapellmeitser ab April 2020 © Kansai Philharmoni

Theater Chemnitz / Diego Martin-Etxebarria, Erster Kapellmeitser ab April 2020 © Kansai Philharmoni

Diego Martin-Etxebarria schloss sein Diplom an der Musikhochschule Catalunya ab und absolvierte über ein Stipendium des DAAD ein Aufbaustudium in Orchester dirigieren an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar. Sein Konzertexamen schloss er an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden bei Ekkehard Klemm und Christian Kluttig ab. Parallel zu seinen Studien assistierte er an den Opernhäusern von Bilbao und Bern, an der Semperoper Dresden und am Théâtre des Champs-Élysées Paris.

Er war Künstlerischer Leiter des Art Ensemble Barcelona (2004 bis 2007) sowie Musikalischer Leiter des Euskadiko Ikasleen Orkestra (Baskenland, 2007 bis 2008) und des Akademischen Orchesters Freiburg (2010 bis 2012). Gastengagements führten ihn für Musiktheaterproduktionen u. a. an das Theater Augsburg, die Staatsoper Berlin, das Teatro Arriaga Bilbao und das Teatro Real Madrid. Nachdem ihn das Theater Krefeld Mönchengladbach in der Spielzeit 2016/2017 zunächst als Kapellmeister engagierte, wurde er bereits in der Folgesaison zum Ersten Kapellmeister und stellvertretenden Generalmusikdirektor ernannt. Er ist mehrfacher Preisträger des 17. Internationalen Musikwettbewerbs für Dirigieren in Tokyo. Seine Aufnahme von Enric Moreras Zarzuela „La viola d’or“ wurde von Kritikern in Katalonien als beste Klassik-CD des Jahres 2016 ausgezeichnet.

—| IOCO Aktuell Theater Chemnitz |—

Mönchengladbach, Theater Krefeld Mönchengladbach, Boris Godunow – Modest Mussorgskij, 23.03.2019

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Boris Godunow von Modest Mussorgskij

Premiere am 23. März  um 19.30 Uhr

Das Werk, dessen Handlung auf den historischen Tatsachen um die Thronnachfolge Ivans „des Schrecklichen“ Ende des 16. Jahrhunderts basiert, wurde bisher nur in der Saison 1994/95 am Theater Krefeld und Mönchengladbach gespielt.

Theater krefeld Mönchengladbach / Agnessa Nefjodov © privat

Theater krefeld Mönchengladbach / Agnessa Nefjodov © privat

Mit dieser Neuinszenierung stellt sich die junge Nachwuchsregisseurin Agnessa Nefjodov erstmals am Gemeinschaftstheater vor.

In der großen Choroper stehen neben dem hauseigenen Opernchor auch der Extra-Chor und zusätzliche Gastchoristen auf der Bühne. Insgesamt begleiten 70 Sängerinnen und Sänger die Solisten des Musiktheaters. Die Titelrolle übernimmt Johannes Schwärsky, der damit einmal mehr seine kraftvolle Bühnenpräsenz und sein Talent für starke Charaktere unter Beweis stellen kann. Die Niederrheinischen Sinfoniker spielen unter der Leitung von GMD Mihkel Kütson.

—| Pressemeldung Krefeld Mönchengladbach |—

Mönchengladbach, Theater Krefeld Mönchengladbach, Nabucco – Giuseppe Verdi, IOCO Kritik, 26.06.2018

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

NABUCCO  –  Giuseppe Verdi

„All wars start at home

Von Viktor Jarosch

Mit der Uraufführung von Nabucco am 9. März 1842 am Teatro alla Scala in Mailand wurde Giuseppe Verdi über Nacht berühmt. Der Erfolg bedeutete auch das Ende einer tiefen Schaffenskrise und Depressionen, in welche Verdi zuvor gestürzt war: Zuvor waren seine Frau Margherita und seine zwei Kinder gestorben; seine die Oper Un giorno di regno war durchgefallen. So sagte Verdi später über sich selbst: „Nabucco ist die Oper, mit der in Wahrheit meine künstlerische Laufbahn beginnt“. Nabucco und der alttestamentarische Auszug der Hebräer aus babylonischer Gefangenschaft wird bis heute oft für die patriotische Gesinnung Verdis gesehen, als nationales Erweckungserlebnis der Italiener oder gar Ursprung der italienischen Einigung und rührt bis heute patriotisch gesinnte Italiener oft zu Tränen. Aufwendige, klassische Nabucco – Inszenierungen sind seither Privileg großer Bühnen, von Verona bis zur Bayerischen Staatsoper. Kleinere Theater zeigen Nabucco meist in modernen, zeitgemäßen Interpretationen; wie nun auch, in einer gelungenen Interpretation, das Theater Krefeld Mönchengladbach.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Nabucco - hier : Nabucco, das Oberhaupt der Grossfamilie mit Abigaille und Fenena © Matthias Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Nabucco – hier : Nabucco, das Oberhaupt der Grossfamilie mit Abigaille und Fenena © Matthias Stutte

Regisseur Roman Hovenbitzer zeigt in seinem Mönchengladbacher Nabucco auch keinen biblischen Zwist von Babyloniern und Hebräern, keinen babylonischen König. Hovenbitzer interpretiert Nabucco stattdessen modern: „All wars start at home“: Seine Inszenierung transportiert die im heutigen, realen Alltag, auf der Strasse, zu Hause oft spürbare Aggressivität, Feindschaft. Nabucco im Theater Mönchengladbach zeigt eine sich, wie die Hebräer und Babylonier, bekämpfende, hassende moderne auseinander gebrochene Großfamilie.  Hovenbitzer transportiert die archaische Beziehung von Nabucco, Fenena und Abigaille in die heutige Zeit, der Verbindung eines Vaters zu seinen zwei Töchtern. Das Großformat der Oper von Babyloniern und Hebräern spiegelt Hovenbitzer in ein Alltagsformat zweier heutiger aufs Blut zerstrittener, rücksichtsloser Familien der Jetztzeit, worin der totale Machmensch, Nabucco, das Familienoberhaupt, in seinem überzogenem Machtanspruch verfällt und letztlich reift.

Zur Ouvertüre zeigt eine Rückblende die frühe Zeit der Großfamilie, welche, Nabucco und Zaccaria sind noch Kinder, die Saat für Streit, Geld- und Machtgier legt. Das Bühnenbild (Roy Spahn) zeigt zum ersten Bild einen großen hohen Versammlungsraum (der Salomonische Tempel) in welchem sich der eine Teil der Großfamilie (die Hebräer) in moderner Kleidung (Kostüme Magali Gerberon) trifft, berät, lebhaft diskutiert. Die Dramatik des Familienkonflikts wird sichtbar, als Zaccaria (Matthias Wippich) Nabuccos gefangene Tochter Fenena (Eva Maria Günschmann) gefesselt, den Kopf von einer Papiertüte verhüllt, hereinführt, die Tüte vom Kopf reißt, ihr ein Schild  „Feind“ umhängt. Mit seiner ersten großen Arie „Sperate, o figli! Iddio Del suo poter diè segno“ („Hofft, dass sich unser Trübsal ende“) setzt Matthias Wippich als Zaccaria dann mit gewaltiger und doch lyrisch timbrierter Stimme eine großartige Vorgabe für den Premierenabend.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Nabucco - hier : Zaccaria und Fenena, die Gefangene © Matthias Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Nabucco – hier : Zaccaria und Fenena, die Gefangene © Matthias Stutte

Doch die Inszenierung zeichnet nicht allein Hochmut und Fall Nabuccos in farbenreicher Choreographie. Zur glitzernden „Krönungsfeier“ der Abigaille als neuer Familienlenkerin („Der Thron ist mehr als der verlorene Vater…“) blinken Börsenkurse und vermitteln den  Untergang aller moralischen Werte. Ebenso expressiv choreographiert Hovenbitzer den berühmten Gefangenchor der Oper, eine der ergreifendsten Werke der Musikgeschichte: Bis 10 Meter in den Bühnenhimmel ragen Stockbetten; auf ihnen liegen, sitzen, stehen die Verlierer einer Gesellschaft, Arme, Kranke, Hilflose, sichtbar Leidende. In zarten Piani beginnend (Musikalische Leitung Diego Martin-Etxebarria und die Niederrheinischen Sinfoniker) erklingen Chor und Extrachor mit dem ergreifenden „Va‘, pensiero, sull’ali dorate. Va‘, ti posa sui clivi, sui coll …..“ (Flieg, Gedanke, getragen von Sehnsucht, lass’dich nieder in jenen Gefilden). Ergriffenheit und Spannung beim Publikum war ebenso spürbar wie beim Autor dieser Rezension.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Nabucco - hier : die Krönungsfeier der Abigaille © Matthias Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Nabucco – hier : die Krönungsfeier der Abigaille © Matthias Stutte

Johannes Schwärsky als Nabucco, Oberhaupt der zerstrittenen Großfamilie, die tragende Partie der Komposition wie der Inszenierung. Seine Herrschaft bildet auch ein großes Gemälde ab, welches ihn, Nabucco, stolz auf einem Hengst zeigt. In langem braunem Ledermantel mit Pelzkragen entwickelt Schwärsky mit bleibend kraftvollen, schwerem Bassbariton die große Partie des Nabucco; auch darstellerisch stets präsent: Die Wandel vom aggressiven Machtmensch zum verwirrten menschlichen Wrack und letztlich zum verzeihenden, geläuterten Wesen. Doch auch die weiteren großen Partien der Premiere sind ansprechend besetzt: Kairschan Scholdybajew mit hellem Tenor als Ismaele und Lydia Easley mit dramatischem Sopran als Abigaille und Eva Maria Günschmann mit eher lyrischem Timbre als Fenena runden der Produktion mit wohlklingendem und farbenreichem Ausdruck ab.

Hovenbitzers moderne Interpretation zu Verdis Nabucco„All wars start at home“ – in ihren vielen choreographischen Facetten die Jetztzeit realistisch abbildend, besitzt großen Charme, ergriff das Publikum. Nostalgische Wehmut, Wünsche nach einer klassischen Interpretation war nicht zu hören. Diego Martin-Etxebarria, die Niederrheinischen Sinfoniker, Johannes Schwärsky als Nabucco und Matthias Wippich als Zaccaria und das starke Ensemble wurden vom Publikum lebhaft gefeiert. Kritische Befragungen des Publikums zur Inszenierung durch den Autor führten zu einem eindeutigen Ergebnis: Einhellige, begeisterte Zustimmung.

Nabucco im Theater  Mönchengladbach: 30.6.; 11.7.; 15.7.; 28.9.2018 und mehr

—| IOCO Kritik Theater Krefeld Mönchengladbach |—

Krefeld, Theater Krefeld, Otello darf nicht platzen – Brad Carroll, IOCO Kritik, 17.03.2018

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Krefeld © Matthias Stutte

Theater Krefeld © Matthias Stutte

 Otello darf nicht platzen Brad Carroll

 Tito Merrelli – Opernstar: “Er ist Italiener, die küssen alles“

Von Viktor Jarosch

Otello darf nicht platzen, eine Boulevardkomödie, traf 1986 den Nerv der Zeit. Der Starkult um große Sänger hatte den Gipfel erklommen. Luciano Pavarotti an ihrer Spitze, wurden Göttern gleich verehrt. Am 7.7.1990, zur Fußball-Weltmeisterschaft in Italien, verfolgten eine Milliarde Menschen vor ihren Fernsehern den Auftritt von Luciano Pavarotti, Placido Domingo und José Carreras in den römischen Caracalla Thermen. Otello darf nicht platzen spielt humorig prall mit den Absurditäten dieses Opernlebens, zeigt versteckt die Nöte der  Menschen. Otello … wurde von 1990 bis 2009 allein in Wien über 470 Mal gespielt; Otto Schenk liebte das Stück. Geradezu zwangsläufig entstand so 2010 das Musical Lend Me A Tenor, Musik Brad Carroll, Text von Peter Sham, welches die schräge Texte der Komödie mit skurrilen wie schönen Gesängen verfüllt.

Otello darf nicht platzen – Musical von Peter Sham und Brad Carroll
Youtube Trailer  des  Theater Krefeld Mönchengladbach

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Der im Musical vergötterte Startenor, Tito Merelli (Andrea Matthias Pagani) hatte im Theater Krefeld bereits vor der Vorstellung ein Herz für die Besucher; schon im Foyer des Theaters begrüßte er die Besucher persönlich, verteilte Autogramme, war gesuchtes Fotoobjekt: Mit gebräunter Teint, hellen Smoking und elegantem Hut ließ schon dort alle Frauenherzen höher schlagen. Regisseur Ansgar Weigner, Musical-Profi, schuf am Theater Krefeld ein gelächterreiches wie rasantes Boulevardstück, welches über zwei Stunden sämtliche Klischees, Vorurteile wie Weisheiten zu Menschen im Theater mit sattem Slapstick und hinreißender Choreographie bedient und ein glucksendes, prustendes Publikum in den restlichen Abend entließ.

Die Niederrheinischen Sinfoniker begrüßen unter Andreas Fellner die Besucher mit flottem Swing. Das Musical spiegelt Cleveland in den 1930er Jahren: George Gershwin, Cole Porter klingen durch, Klassik weniger. Die Handlung: Die Oper Otello von Giuseppe Verdi soll am Opernhaus Cleveland gegeben werden. So das erste Bild: Ein klassisch dunkel gekleideter Otello-Chor sammelt sich auf der Bühne (Foto oben) und probt, von dunklen Wolken-Projektion überhöht, den Otello- Sturmchor: „Seht Das Segel! Die Galeere!… Freut Euch Alle….“. In Erwartung des großartigen italienischen Startenors Tito Merelli (Andrea Matthias Pagani).Welcome Il Stupendo“ heißen große Letter im Bühnenhintergrund den Star willkommen. Operndirektor Henry Saunders (Arkus Heinrich) organisiert dessen Empfang:  Die Damen des Chores mögen vorne stehen, : “Er ist Italiener, die küssen alles“.

Theater Krefeld / Otello darf nicht platzen - hier Operndirector Saunders und seine drei ex-Frauen: Erste Anna, Zweite Anna und Dritte Anna © Matthias Stutte

Theater Krefeld / Otello darf nicht platzen – hier Operndirector Saunders und seine drei ex-Frauen: Erste Anna, Zweite Anna und Dritte Anna © Matthias Stutte

Der von Pleitesorgen um sein Opernhaus geplagte Henry Saunders klagt: „Der Star des Abends ist nicht da“ und weist seinen um die OtelloPartie buhlenden Assistenten Max (Lukas Witzel) abfällig zurück: „Die Partie braucht keinen beschnittenen Mann!“. Derweil tanzt seine Tochter Maggie (Elena Otten), ebenfalls Merelli-Begeisterte, mit einem großen Abbild des Startenors durch die Bühne. Saunders drei ex-Ehefrauen, Erste Anna – Johanna Werhahn, Zweite Anna – Sabine Sanz, Dritte Anna – Debra Hays (deren Frage: „Wie sehen wir aus?“ Saunders: „Wie drei aufgeplatzte Sofakissen!“) sich primär um die Genießbarkeit der Krabben zum folgenden Galaempfang sorgen.

Theater Krefeld / Otello darf nicht platzen - hier Max und Startenor Tito Merelli © Stutte

Theater Krefeld / Otello darf nicht platzen – hier Max und Startenor Tito Merelli © Stutte

Als Tito Merelli schließlich eintrifft („Ich bin immer auf Reisen, bin ein Star. Wochenlang schon tote Hose…“) ist er von seiner hoch-eifersüchtigen Gattin Maria (Susanne Seefing) genervt. Es geht es ihm nicht gut, ihm ist übel: Er hatte zu viel gegessen, möchte seine Schlafpillen. Es folgt ein wilder Komödien-Potpourri schräger Irrungen und Wirrungen aller miteiander konkurrierenden Merelli – Verehrerinnen. Humorig gewagte deutsch-italienische Dialoge treiben dabei die gute Laune des Publikums. Bis sich Max um den vermeintlichen Übervater Tito Merelli kümmert, der, von ein wenig Chianti ermuntert, unvermittelt zum mitfühlenden Partner von Max wird. Mit intensiven Gesangs- und Atemübungen fordert er Max auf: „Sei Max, der Panther! ….

Theater Krefeld / Otello darf nicht platzen hier - Sturmchor Otello mit Ensemble © Matthias Stutte

Theater Krefeld / Otello darf nicht platzen hier – Sturmchor Otello mit Ensemble © Matthias Stutte


Singe, Du kannst es
Max!“  Sonderbeifall des Publikums.

Doch dann sinkt Merelli in einen totenähnlichen Schlaf. Max: Er ist tot“. Saunders: „Das ist kein Grund, sich zu verspäten…. Dieser italienische Bastard!“. Doch, Merelli ist nicht zu wecken. So schickt Saunders seinen Assistent Max als Otello auf die Bühne; dazu die Operndiva Diana Divane (Gabriele Kuhn) ihre Desdemona Partie übt: „Ich muss ihn dazu bringen, mich von links zu erwürgen, da sehe ich besser aus…!“ Es folgt ein aberwitziges choreographisches Feuerwerk (Andrea Danae Kingston), in dem  Max, Saunders und Merelli, alle in Otello-Masken, Sekunden- wie Schrittgenau mit spritzigen Dialoge sich durch Türen und Räume schlagen. Derweil Diana Divane, mit Vissi d´arte aus Tosca beginnend, mit strahlend klarem Sopran einen herrlichen Reigen anspruchsvoller Arien aus großen Opern vorträgt.

Theater Krefeld / Otello daqrf nicht platzen - hier Tito Merelli, Maria Merelli seine Gattin und Max Garber, der Assistent © Matthias Stutte

Theater Krefeld / Otello daqrf nicht platzen – hier Tito Merelli, Maria Merelli seine Gattin und Max Garber, der Assistent © Matthias Stutte

Alles Geschehen endet letztlich wunderbar im Theater Krefeld: Otello ist nicht geplatzt, der heimliche Hauptakteur Max mutiert von Looser zum selbstbewussten Opernsänger, Merelli ist glücklich mit seiner Gattin Maria wiedervereint, Operndirektor Saunders wurde vor einer Pleite gerettet, das Publikum feierte die gelungene Premiere von Otello darf nicht platzen mit tosendem Beifall und wurde zum Premierenempfang gebeten.

Otello darf nicht platzen am Theater Krefeld; weitere Vorstellungen am 24.3.; 8.4.; 19.4.; 8.5.; 25.5.; 29.6.2018

—| IOCO Kritik Theater Krefeld Mönchengladbach |—

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