Weimar, Deutsches Nationaltheater, Premiere Otello, 201.05.2017

Mai 16, 2017 by  
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Deutsches Nationaltheater Weimar

Deutsches Nationaltheater Weimar © Ricarda Porzelt

Deutsches Nationaltheater Weimar © Ricarda Porzelt

 Otello von Giuseppe Verdi

Ab 20.5.2017 im DNT Weimar, Weitere Vorstellungen folgen am 28.5., 9.6., 17.6. und 22.6.2017 sowie in der Spielzeit 2017/18

Nach Hamlet im Schauspiel bringt das DNT Weimar in dieser Spielzeit auch im Musik­theater einen Shakespeare-Stoff auf die Bühne: Giuseppe Verdis Oper Otello nach der gleichnamigen Tragödie des englischen Dramatikers. Premiere ist am Samstag, 20. Mai 2017, 19.30 Uhr im Großen Haus.

DNT Weimar / Otello © Luca Abbiento

DNT Weimar / Otello © Luca Abbiento

Mit seiner vorletzten Oper schuf der italienische Komponist eines der fesselnd­sten und eindrucksvollsten Werke seines musikdramatischen Schaffens. Von intimen Momenten und leidenschaftlichen Arien bis hin zu großen ausdrucksstarken Chorszenen lotet seine Musik die Gefühle der Protagonisten in allen Facetten und Tiefen aus. Eindringlich zeichnet Verdi dabei insbesondere die innere Zerrissenheit seines Titelhelden nach. Gerade aus siegreicher Schlacht zurückgekehrt, wird Otello in eine perfide Intrige seines machtgie­rigen Fähnrichs Jago hineingezogen. Dieser bringt den sichtlich vom Krieg traumatisierten General dazu, an der Treue seiner Geliebten Desdemona zu zweifeln und nimmt ihm damit den einzigen Halt in einer Gesellschaft, in der sich als Fremdkörper und Außenseiter fühlt. Zunehmend verfällt Otello dem Wahn seiner Eifersucht und Jagos feindselige Zuschreibungen lassen ihn schließlich zu dem ‚Wilden‘ werden, den er aus ihm machen will. Desdemonas reine Liebe vermag er nicht mehr zu erkennen und findet nur noch in Mord und Freitod einen Ausweg.

DNT Weimar / Otello © Luca Abbiento

DNT Weimar / Otello © Luca Abbiento

In Szene gesetzt wird die dramatische Geschichte von Regisseurin Nina Gühlstorff, die am DNT bereits Eugen Onegin und Die Zauberflöte auf die Bühne gebracht hat. Als Musikalischer Leiter der Neuinszenierung konnte Oleg Caetani gewonnen werden, der von 1984 bis 1987 Ständiger Gastdirigent der Staatskapelle Weimar war und auch danach in zahlreichen Konzerten an ihrem Pult zu erleben war. Der Italiener mit ukrainischen Wurzeln genießt als Konzert- und Operndirigent international einen erstklassigen Ruf und hat in den vergangenen Jahren u.a. an der Mailänder Scala, der English National Opera, am Teatro dell’Opera Rom, am Théâtre des  Champs-Élysées in Paris und an der Kölner Oper dirigiert. Zweiter Dirigent der Produktion ist Dominik Beykirch, 2. Kapellmeister des DNT Weimar, der die Aufführung am 17.6. sowie die Vorstellungen in der kommenden Saison leiten wird.

Die Titelpartie übernimmt als Gast am Haus der Tenor Alexey Kosarev. Den Jago singt Alik Abdukayumov, die Desdemona Larissa Krokhina. In den weiteren Partien sind Sayaka Shigeshima (Emilia), Jaesig Lee (Cassio), Artjom Korotkov (Rodrigo), Christoph Stegemann (Lodovico), Andreas Koch (Montano) und Oliver Luhn (Herold) besetzt. Die großen Chorszenen gestalten der Opernchor des DNT Weimar und Studierende der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Zudem wirkt ein Kinderchor der schola cantorum weimar mit.

 Otello von Giuseppe VerdiAb 20.5.2017 im DNT Weimar, Weitere Vorstellungen folgen am 28.5., 9.6., 17.6. und 22.6.2017 sowie in der Spielzeit 2017/18

Pressemeldung Deutsches Nationaltheater Weimar

 

Dessau, Anhaltisches Theater Dessau, Faust zum Ostersonntag, 08.04.2012

April 3, 2012 by  
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Anhaltisches Theater Dessau,  Anhaltische Philharmonie

„Faust“ zum Ostersonntag

Anhaltisches Theater Dessau / Kyung-Il Ko (Méphistophélès) © Claudia Heysel

Anhaltisches Theater Dessau / Kyung-Il Ko (Méphistophélès) © Claudia Heysel

Anhaltisches Theater Dessau / Kyung-Il Ko (Méphistophélès), Artjom Korotkov (Faust), Angelina Ruzzafante (Marguerite) © Claudia Heysel

Anhaltisches Theater Dessau / Kyung-Il Ko (Méphistophélès), Artjom Korotkov (Faust), Angelina Ruzzafante (Marguerite) © Claudia Heysel

Anhaltisches Theater Dessau / Kyung-Il Ko (Méphistophélès) © Claudia Heysel

Anhaltisches Theater Dessau / Kyung-Il Ko (Méphistophélès) © Claudia Heysel

Ostersonntag, 8. April zeigt das Anhaltische Theater um 19 Uhr die Oper „Faust“, inszeniert von Hinrich Horstkotte, im Großen Haus. Die Oper von Charles Gounod, mit stimmgewaltigen Chorpartien – auch bekannt unter dem deutschen Titel „Margarete“, ist eine mit allen Mitteln des Theaters und für alle Sinne geschaffene Oper über die Liebe. Dass dabei die typische Lust am Morbiden der französischen Romantik nicht zu kurz kommt, versteht sich. Diese spiegelt sich auch in dem ebenfalls von Hinrich Horstkotte geschaffenen Bühnenbild wider. Horstkotte verlegt die Geschichte in die Entstehungszeit des Stückes: Während die Männer hohe Zylinder oder Uniformen des 19. Jahrhunderts tragen, kleiden die Frauen Biedermeierkleid oder Nonnentracht. Diese Oper bietet neben der wunderbaren Musik etwas für das Auge. Die Anhaltische Philharmonie spielt an diesem Abend unter der Leitung von GMD Antony Hermus.

Die Liebe zwischen dem lebenshungrigen Wissenschaftler und der jungen Frau ist durch die Intrigen Mephistos zum Scheitern verurteilt. Faust lässt sich allzu gern verführen, um selbst wieder verführen zu können. Dabei erkennt er zu spät, dass er mehr für Margarete empfindet, als ihm und vor allem Mephisto vorschwebte. Und Marguerite? Sie wird zwar in den Wahnsinn getrieben, doch ist sie die einzige Figur der Fabel, die die Kraft gewinnt, dem Bösen zu widerstehen.

Musikalische Leitung: GMD Antony Hermus | Inszenierung und Ausstattung: Hinrich Horstkotte | Chor: Helmut Sonne | Dramaturgie: Felix Losert

Mit: Angelina Ruzzafante (Marguerite), Artjom Korotkov (Faust), Kyung-Il Ko/Ulf Paulsen (Méphistophélès), Wiard Witholt (Valentin), Ulrike Hoffmann/ Elizabeth King (Marthe), Kristina Baran/ Jagna Rotkiewicz (Sièbel), Christian Most / Pawel Tomczak (Wagner)

Anhaltische Philharmonie Dessau | Damen und Herren des Opernchors Dessau

Weitere Termine: 29.04.12, 15 Uhr | 26.05.12, 19.30 Uhr | 09.06.12, 17 Uhr

—| Pressemeldung Anhaltisches Theater Dessau |—