Dortmund, Konzerthaus Dortmund, London Philharmonic Orchestra, IOCO Kritik, 20.01.2020

Januar 19, 2020 by  
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Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

London Philharmonic Orchestra  –  Vladimir Jurowski

Sergej Prokofiew  –  Dmtri Schostakowitsch

von  Julian Führer

Das Konzerthaus Dortmund, ein 2002 eröffneter Neubau, hat über 1500 Sitzplätze. Der Saal ist sehr hoch, das Parkett steigt recht steil an. Das London Philharmonic Orchestra, seit 2007 von Vladimir Jurowski geleitet, gastierte in diesem Saal mit einem Programm russischer bzw. sowjetischer Musik.

Sergej Prokofiew komponierte sein drittes Klavierkonzert in C-Dur Opus 26 um 1920 und hob es selbst 1921 in Chicago aus der Taufe. Einerseits finden sich viele für Prokofiew charakteristische Kniffe wie Akkordsprünge, schnelle Läufe und Übergriffe, andererseits ist das Konzert technisch in der Solopartie so anspruchsvoll, dass es nicht überaus häufig zu hören ist. In Dortmund wagte sich Beatrice Rana an dieses Werk. Auf die eröffnende Phrase der Klarinetten folgt eine (zunächst etwas verhangen klingende) Orchesterpassage, bevor das Tempo ins Allegro wechselt und das Soloinstrument ins musikalische Geschehen eingreift. Vladimir Jurowski widerstand der Versuchung, das Orchester zu laut werden zu lassen; dennoch wurde das Klavier in den ersten zwei Minuten etwas vom Orchester zugedeckt, bevor die Balance dann hergestellt war. Beatrice Rana gab ihren Part sehr alert wieder und schien technisch keinerlei Schwierigkeiten zu haben, was zwar für professionelle Musiker eine Voraussetzung sein sollte, bei diesem Werk dennoch einer Hervorhebung wert ist.

Konzerthaus Dortmund / London Philharmonic Orchestra - hier : Dirigent Vladimir Jurowski © PC_Drew-Kelley

Konzerthaus Dortmund / London Philharmonic Orchestra – hier : Dirigent Vladimir Jurowski © PC_Drew-Kelley

Der zweite Satz ist als Thema mit Variationen komponiert, entsprechend schnell schlagen die musikalischen Stimmungen um. Die Solopassage kurz nach Beginn dieses Mittelsatzes gelang Beatrice Rana sehr schön, vielleicht hätte sie das Pedal noch etwas sparsamer dosieren können. Eine nicht unerhebliche Nebenrolle spielten die Kontrabässe, die sehr exakt spielten und die bei Prokofiew nötige rhythmische Präzision gewährleisten konnten. Die zwischendurch auftrumpfenden gestopften Trompeten konnten schon als Verweis auf den nach der Pause angekündigten Komponisten verstanden werden, zumal dieser Einsatz der Trompeten ebenso auftrumpfend und unverändert wiederholt wird.

Beatrice Rana und das LPO – eine Darstellung
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Das Allegro man non troppo des Schlusssatzes fordert von allen Beteiligten noch einmal große Flexibilität und Reaktionsschnelligkeit. Der Orchesterklang ist in diesem Satz recht streicherbetont. Bei der Lautstärke blieb dieses Konzert von Anfang bis Ende maximal im mittleren Bereich. Erst beim Schlussakkord vermittelte ein Crescendo der Trompeten, vor allem aber der Posaunen (das von Prokofiew in dieser Instrumentengruppe gar nicht notiert wurde, aber sehr schlüssig ist), dass dieses Orchester noch in ganz andere Dimensionen vordringen würde. Das Publikum applaudierte im gut besuchten, aber bei weitem nicht ausverkauften Saal freundlich, aber nicht enthusiastisch. Beatrice Rana, die alle Schwierigkeiten des Werkes gemeistert und auch die permanenten Stimmungswechsel stets überzeugend nachvollzogen hatte, bekam einige verdiente Ovationen.

Konzerthaus Dortmund / der hinreissende Konzertsaal - hier : mit Publikum © Mark Wohlrab

Konzerthaus Dortmund / der hinreissende Konzertsaal – hier : mit Publikum © Mark Wohlrab

Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch hat inzwischen auch im Konzertrepertoire der ehemals westlichen Welt seinen festen Platz. Bevor das gegenüber Prokofiews Klavierkonzert erheblich verstärkte Orchester zu spielen begann, richtete Vladimir Jurowski einige Worte ans Publikum. Er wies auf die permanente Doppelbödigkeit im Werk Schostakowitschs hin, insbesondere in der angekündigten elften Symphonie „Das Jahr 1905“ von 1957 – also im Jahr des 40. Jahrestags der Oktoberrevolution. Schostakowitsch scheint Jubiläen und Feiern regelrecht ausgewichen zu sein: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs schrieb er statt eines großen Siegeshymnus seine 9. Symphonie, die bei reduzierter Besetzung einen klassischen Aufbau und obendrein einen fast heiteren Grundcharakter hat (oder vielmehr zu haben scheint). Zum Jahrestag der Oktoberrevolution von 1917 schrieb er über eine Demonstration von 1905. Diese Symphonie hat die Eigenheit, dass verschiedene Arbeiter- und Kampflieder in das musikalische Material eingeflochten wurden, so dass die in der Sowjetunion und den Ländern des Ostblocks großgewordenen Hörer sofort die entsprechenden Assoziationen hatten. Wie Jurowski betonte, wurde aber das Trauerlied Unsterbliche Opfer nicht nur im dritten Satz von Schostakowitschs Symphonie von 1957, sondern bereits schon von Benjamin Britten in Russian Funeral (1937) und im Violinkonzert von Karl Amadeus Hartmann verwendet. Jurowski unterstrich, dass Schostakowitsch zur Zeit der Komposition außerdem mit der Neuinstrumentierung von Modest Mussorgskys Chowanschtschina befasst war; er habe gewissermaßen so komponiert, als ob Mussorgsky die Ereignisse von 1905 noch erlebt und in Musik gesetzt hätte. Jurowski unterstrich mehrfach eindringlich, dass eine Aufführung dieses Werkes für die Musiker wie auch für das Publikum eine Extremerfahrung sei, eine mentale und physische Belastung. Und er sollte Recht behalten.

Die Eingangssequenz des ersten Satzes (Der Platz vor dem Palast, Adagio) ist im Pianissimo notiert. Das Orchester setzte allerdings schon im Mezzopiano ein, so dass, um die Balance nicht zu gefährden, mit gewaltigen Steigerungen gerechnet werden musste. Die beiden Harfen, die im ersten Satz eine herausgehobene Rolle spielen, waren sehr exakt. Das Fagottsolo verdämmerte mehr und mehr (eine Meisterleistung, das Instrument so zu beherrschen!). Erst gegen Ende des Satzes steigerte sich das Orchestervolumen, maßgeblich aus der Gruppe der acht Kontrabässe heraus.

Konzerthaus Dortmund / London Philharmonic Orchestra - hier : Beatrice Rana © Marie Staggat

Konzerthaus Dortmund / London Philharmonic Orchestra – hier : Beatrice Rana © Marie Staggat

Im zweiten Satz (Der 9. Januar) kommt es zu einem Klanggemälde, das die Konfrontation der friedlichen, aber drängenden Demonstranten und der bewaffneten Sicherheitskräfte zeichnet. Die sich aus den tiefen Streichergruppen über das gesamte Orchester ausbreitende Unruhe hat man wohl selten so plastisch, so zwingend gehört wie an diesem Abend. Dabei waren die Tempi durchaus im Bereich der klassischen Einspielungen, auch die Stufen der Dynamik waren an den Vorgaben der Partitur orientiert. Dennoch zeigten viele Details die aus intimer Kenntnis der Partitur und des Orchesters hervorgehende Meisterschaft des Dirigenten im Gestalten; so klang die Piccoloflöte bereits vor den großen Eruptionen eine Spur zu schrill, die Bässe ließen den Saal vibrieren, und das Becken wurde fortissimo geschlagen. Die physische und mentale Grenzerfahrung kam jedoch erst noch: Auf Salven des Schlagwerks und scharf akzentuiert marschierende tiefe Streicher hin staut sich – typisch Schostakowitsch – das musikalische Material, scheint sich im Kreis zu drehen, bis es zu einem Gewaltexzess kommt, einer musikalischen Höllenfahrt, die wohl nur in einem Raum mit den akustischen Gegebenheiten des Konzerthauses Dortmund adäquat wiedergegeben werden kann. Kleine und große Trommeln, Becken und Tamtam gingen bis an die Grenze der Belastbarkeit der Musiker und des Publikums. Diese Passage ist bei Schostakowitsch unfassbar brutal konzipiert, und so wurde sie auch wiedergegeben. Das Abbrechen des Schlagwerks, aus dem im Verklingen des Nachhalls langsam wie zitternd tremolierende Violinen hörbar werden, war gespenstisch. Fast zwangsläufig folgt auf diesen Ausbruch eine musikalische Lähmung – einzelne Pizzicati der Kontrabässe, die die Stille strukturieren, aber keine Entwicklung im musikalischen Sinne transportieren.

Der dritte Satz geht vom unisono in den Bratschen intonierten Lied „Unsterbliche Opfer“ aus. Dieser Satz ist unmissverständlich als Trauermusik komponiert und wurde auch so aufgeführt. Im Mittelteil spielen die tiefen Blechbläser düstere Akkorde; ein Aufbäumen voller Leid (und mit großer Trommel und Tamtam unter Rückgriff auf das Arsenal des zweiten Satzes) verebbt und mündet in der Reprise vom „Unsterbliche Opfer“. Andris Nelsons hatte bei einer Aufführung in der Berliner Philharmonie (IOCO berichtete) bei der Reprise die Bratschen immer leiser werden lassen; Vladimir Jurowski ließ seinerseits die Reprise durch ein mehr und mehr stockendes Tempo verebben; ein starker Effekt.

Der Schlusssatz, der urplötzlich mit einem Bläsersignal im Fortissimo beginnt, ist unüberhörbar kämpferisch geprägt. Auch hier zeigte sich die ganze Meisterschaft von Dirigent und Orchester – in Einzelmomenten wie dem langsamen Anschwellen der zweiten Violinen, durch die die Hauptmelodie verstärkt wird, in den (anders als sonst) stets deutlich hörbaren, aber nie zu lauten Phrasen der Kontrabasstuba, in den mal vorwärtsdrängenden, manchmal aber fast in Zirkusmusik kippenden Sätzen von Trompeten und Posaunen (ein bei Schostakowitsch häufig zu beobachtender Kniff). Vor dem finalen „Sturmgeläut“ (so der Titel des Satzes) wird noch einmal die musikalische Ausgangssituation zitiert, zu der ein langes Solo des Englischhorns hinzukommt. Die Balance zwischen pianissimo begleitendem Orchester und legatissimo spielendem Soloinstrument hätte besser nicht sein können. Große Trommel und Bassklarinette treiben dann das Tempo an, bevor die Musik dem Ende entgegengetrieben wird. Die allein schon optisch Respekt einflößenden Glocken nehmen immer mehr Raum ein, doch auch Trommeln und Becken wurden immer weiter verstärkt, bis dann alle Instrumente – wie von Schostakowitsch komponiert – mitten im Takt abbrachen, die sofort gedämpften Glocken eingeschlossen.

Gemäss den Vorbemerkungen Vladimir Jurowskis gehört die Elfte zu Schostakowitschs eher selten gespielten Symphonien. Nach dem Dortmunder Abend ist einerseits nachvollziehbar, warum das so ist, andererseits mag man es bedauern. Die Bandbreite des musikalischen Ausdrucks und der Dynamik, zu der Schostakowitsch und an diesem Abend seine Interpreten fähig waren, erfordert Höchstleistungen von Orchester, Dirigent und Publikum. Was machte diesen Abend so besonders? Jurowski dirigierte ohne Manierismen, eigentlich sehr geradlinig, aber mit einer ungeheuren Konsequenz. Der Einstieg im Mezzopiano war für den Kenner der Partitur irritierend, aber die Steigerungen wurden tatsächlich konsequent, man möchte fast sagen gnadenlos durchgeführt. In Dortmund sind Lautstärken möglich, die anderswo undenkbar wären, und entsprechend war die dynamische Disposition. Alle Instrumentengruppen und Solisten im Orchester bekamen ihren verdienten Sonderapplaus (nur die Kontrabässe nicht, die ihn ebenfalls verdient hätten), auch Vladimir Jurowski schien mit dieser Leistung aus gutem Grund zufrieden.

Joseph Haydn komponierte die Symphonie mit dem Paukenschlag, Dmitri Schostakowitsch mit seinem Opus 103 anscheinend die Symphonie mit dem Warnhinweis. Hoffentlich wirkt der Warnhinweis wie sonst im Leben und macht die Beschäftigung mit diesem Werk besonders interessant. Eine epochale Aufführung wie an diesem Dortmunder Abend wird es allerdings nicht oft geben können.

London Philharmonic Orchestra  –  Stellt sich vor

One of the finest orchestras on the international stage, the London Philharmonic Orchestra was founded in 1932 by Sir Thomas Beecham. Since then, its Principal Conductors have included Sir Adrian Boult, Bernard Haitink, Sir Georg Solti, Klaus Tennstedt and Kurt Masur. In 2007 Vladimir Jurowski became the Orchestra’s current Principal Conductor. Edward Gardner is Principal Conductor Designate, and will take up the position from 2021.

The London Philharmonic Orchestra has performed at Southbank Centre’s Royal Festival Hall since it opened in 1951, becoming Resident Orchestra in 1992. It also has residencies in Brighton, Eastbourne and Saffron Walden, and performs regularly around the UK. The Orchestra also tours internationally, performing to sell-out audiences worldwide.

The Orchestra broadcasts regularly on television and radio, and has recorded soundtracks for numerous films including The Lord of the Rings. In 2005 it began releasing live, studio and archive recordings on its own CD label, which now numbers over 100 releases.

—| IOCO Kritik Konzerthaus Dortmund |—

Hamburg, Elbphilharmonie, Kulturjuwel – Hamburg neues Wahrzeichen, IOCO Aktuell, 31.12.2019

Dezember 31, 2019 by  
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Elbphilharmonie Hamburg

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie – Neues  Wahrzeichen der Hansestadt Hamburg

2019 – Magnet für Weltstars und Millionen Besucher

Was lange währt und teuer ist kann auch gut werden. Diese  Binsenweisheit trifft in besonderem Maße auf die Elbphilharmonie Hamburg zu: Dessen Planung und Erstellung  von 2001 bis 2016 dauerte, dessen Kosten auf fast €900 Millionen katapultierten. Anfang 2016 schrieb IOCO „Für viele Jahre war die Hamburger Elbphilharmonie verlässlicher Garant für Negativschlagzeilen. Die Bauzeit dauert spektakuläre sieben Jahre länger als ursprünglich geplant, die reinen Baukosten von € 77 Mio stiegen auf € 789 Mio, die Staatsanwaltschaft untersucht. Deutsche Baukompetenz, so glaubte man bisher, sei aus anderem Stoff gemacht. Doch nun wird alles etwas gut..“  

Am 12.1.2017, zum Eröffnungskonzert der neuen Elbphilharmonie, schrieb Patrik Klein begeistert für IOCO, link hier, dass dies der Beginn einer neuen musikalischen Zeitrechnung der Hansestadt sei: „….Bald wird man diese „traurige“ Vergangenheit vergessen haben, man wird sich nur noch der atemberaubenden, transparenten Akustik, der wunderschönen Architektur des neuen Hamburger Wahrzeichens widmen.“    So kam es denn auch.

Nun, am 20.12.2019 publizierte die Elbphilharmonie spektakuläre Zahlen für die Konzertsaison 2018/19: Mit 1,25 Mio. Besuchern bei Konzerten und Veranstaltungen in Elbphilharmonie und Laeiszhalle waren in Hamburgs Konzerthäusern in der Saison 2018/19 mehr als dreimal so viele Menschen zu Gast wie vor Eröffnung der Elbphilharmonie. (Saison 2015/16 390.000).

Die Fledermaus zum Jahreswechsel 18/19 im Großen Saal der Elphi
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Mit 904.000 Besuchern und 731 Veranstaltungen und weiteren 2,7 Mio. Besuchern auf der Plaza (die Plaza ist Nahtstelle zwischen dem traditionsreichen Hafenspeicher und dem gläsernen Neubau der Elbphilharmonie: In 37 Meter Höhe bietet die öffentliche Aussichtsplattform Plaza den Besuchern einen spektakulären Rundumblick die Stadt und Hafen) verzeichnete die Elbphilharmonie 2018/19 insgesamt 3,6 Mio. Gäste. Die Auslastung der Konzerte lag im Großen Saal (Foto oben) bei 98.9%, im Kleinen Saal bei 91.7%. Die Education-Abteilung der „Elphi“ richtete zudem für Kinder, Jugendliche und Familien 1.000 Veranstaltungen mit 52.000 Besuchern aus.

12 Millionen Gäste haben seit Eröffnung der Elphi im Januar 2017 die Plaza besucht; ein Fünftel davon, 2,6 Mio. gingen auch in ein Konzert: Die Elphi mutierte in kurzer Zeit zu einem auch international respektierten Konzerthaus, in dem alle großen Künstler unserer Zeit gerne auftreten.

Generalintendant  Christoph Lieben-Seutter: Der auch nach  drei Jahren anhaltend hohe Zuspruch ist eine große Freude für mein Team und mich. Besonders glücklich macht mich der Umstand, dass sichin Hamburg nun so viel mehr Menschen für einen Konzertbesuch entscheiden und auch wiederkommen.“

Kultursenator Dr. Carsten Brosda: „Der andauernde Erfolg der Elphilharmonie zeigt, was für ein Juwel die Kulturstadt Hamburg mit dem neuen Konzerthaus bekommen hat. Seit nunmehr drei Jahren reißt der Besucherstrom auf die Plaza nicht ab, und seit der Eröffnung der Konzertsäle haben wir tagtäglich ausverkaufte Konzerte und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche.“

—| Pressemeldung Elbphilharmonie Hamburg |—

Bremen, Die Glocke, Gustav Mahler – 10. Sinfonie, IOCO Kritik, 29.08.2019

August 29, 2019 by  
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Die Glocke Bremen

Die Glocke Bremen © Mark Bollhorst

Die Glocke Bremen © Mark Bollhorst

Gustav Mahler – die 10., die letzte, die unvollendete Sinfonie

– Musik am Abgrund –

von Thomas Birkhahn

Wie klingt Musik eines Komponisten, der zuvor schon zweimal seinen Abschied von der Welt komponiert hat? Wie ist die Sicht eines Dirigenten auf ein Werk, das nicht von ihm ist, und doch von ihm? Diese spannenden Fragen stellten sich den Besuchern des Bremer Musikfests am 27.8.19, als im Bremer Konzerthaus Die Glocke Gustav Mahlers vervollständigte 10. Sinfonie erklang.

Der letzte Satz aus Mahlers „Lied von der Erde“ heißt „ Der Abschied“ und ist wie ein großes Loslassen von allem Irdischen. Die danach entstandene 9. Sinfonie wird ebenfalls als (versöhnlicher) Abschied vom Leben gedeutet. Der Dirigent und Mahler-Freund Willem Mengelberg schrieb in seine Partitur der 9. Sinfonie:Sie ist Abschied von allen, die er liebte. Und von der Welt, seiner Kunst, seinem Leben, seiner Musik.

Gustav Mahler Grabstätte in Wien © IOCO

Gustav Mahler Grabstätte in Wien © IOCO

Im Sommer 1910 begann Gustav Mahler (1860 – 1911) mit der Komposition der 10. Sinfonie. Es war eine krisengeschüttelte Zeit für ihn, nach dem er von der Affäre seiner Frau Alma mit dem Architekten Walter Gropius erfahren hatte. Diese niederschmetternde Nachricht, veranlasste ihn dazu, verzweifelte Kommentare an den Rand der Skizzen zu schreiben. Am bekanntesten wurden die direkt an Alma gerichteten Ausrufe am Ende der Sinfonie: „Für dich leben, für dich sterben. Es ist vollbracht.“. und ganz am Schluss nur noch „Almschi!“ Es ist also ein sehr persönliches Werk, von dem Mahler nur den ersten Satz, das Adagio vollenden konnte, bevor er im Mai 1911 starb.  Die restlichen 4 Sätze dieser  Sinfonie sind nur als Skizzen, welche unterschiedlich weit ausgearbeitet sind.

Inzwischen gibt es 7 verschiedene Vervollständigungen der 10. Sinfonie, von denen die des Engländers Deryck Cooke aus den1960er Jahren die bis heute am meisten gespielte ist. Trotzdem haben namhafte Mahler-Dirigenten wie Bernstein, Boulez oder Abbado ihr Leben lang nur das Adagio aufgeführt, und auch heute noch machen viele Dirigenten einen Bogen um eine vervollstädigte Fassung. Um es gleich vorweg zu nehmen: Nach dem Erlebnis dieses Konzerts bleibt zu hoffen, dass die komplette Sinfonie sich im Konzertsaal durchsetzt.

Yoel Gamzou, Generalmusikdirektor des Bremer Theaters, dirigerte an diesem Abend seine eigene, im Alter von 23 Jahren erstellte Fassung. Man durfte also gespannt sein, wie ein junger Musiker des 21. Jahrhunderts (Gamzou ist erst 31 Jahre alt) eine Mahler-Sinfonie dirigierte, die in gewisser Weise auch seine eigene war.

Gustav Mahlers Musik spielt in Gamzous Leben eine einzigartige Rolle. Und gerade die 10. Sinfonie steht seit vielen Jahren im Mittelpunkt seines Lebens. Er behauptet sogar, dass, „wären diese kryptischen, unglaublich apokalyptischen musikalischen Gedanken vor hundert Jahren vervollständigt und aufgeführt worden, sie den gesamten Verlauf der Musikgeschichte und vielleicht der gesamten Kunst des 20. Jahrhunderts verändert [hätten].“

Gamzou geht es in seiner Fassung nicht um Authentizität. Er ist klug genug zu realisieren, dass die 10. Sinfonie nie so klingen wird, wie Mahler sie sich erdacht hat. Trotzdem will er die Botschaft des Stückes erfahrbar machen, in dem er sich „vollständig den Intentionen des Komponisten unterordnet“.

Bremer Philharmoniker © Marcus Meyer

Bremer Philharmoniker © Marcus Meyer

Und hier ist auch der entscheidende Unterschied zu Deryck Cooke. Cooke bleibt in seiner Fassung eher neutral, und bringt lediglich die Skizzen Mahlers in eine für Konzertgänger hörbare Form. Cooke lässt sogar viele Takte einfach leer, um den fragmentarischen Charakter zu betonen. Gamzou hingegen bezeichnet seine Version als „Weiterentwicklung“, die den Geist von Mahlers Musik vermitteln soll.

Gamzou gliedert die 5 Sätze in zwei Teile, die durch ein Zwischenspiel (das Purgatorio) getrennt werden:

Teil 1:
1. Adagio
2.Scherzo
Interludium – Wendepunkt:
3. Purgatorio
Teil 2:
4. Wild. Der Teufel tanzt es mit mir
5. Finale

Der erste Satz ist der einzige von Mahler vollendete Satz der Sinfonie. Er ist fester Bestandteil der Konzertsäle dieser Welt. Von daher mag es vielleicht überraschen, dass Gamzou auch in diesem Satz Änderungen vornimmt. Wenn man aber bedenkt, dass Mahler jedes seiner Werke nach den ersten Aufführungen überarbeitete, kann man vermuten, dass das Adagio in der von Mahler hinterlassenen Form nicht die endgültige Fassung sein dürfte. Der Dirigent Michael Gielen bezeichnete den ersten Satz als unfertig instrumentiert: „Dass […] über weite Strecken nur die Posaunen und sonst niemand die Harmonie angeben, […] das ist [eine] Skizze, um das harmonische Gerüst zu fixieren. Mahler hätte [den Satz] mit Sicherheit nicht so gelassen, das ist ja undenkbar bei einem so raffinierten Komponisten…“

Gamzou ist derselben Meinung und verändert sehr behutsam den Bläsersatz, macht ihn etwas voller. Sehr stark jedoch greift er in die Tempovorgaben ein. Es gibt kaum eine Partiturseite, in der er nicht das Tempo verändert. Exemplarisch seien hier die Takte 124 – 133 genannt. Alleine in diesen 10 Takten macht Gamzou 6 Tempovorgaben: „Wieder frischer“ – „Wieder etwas breiter“ – „Comodo, mäßig“ – „Bewegter“ – „molto rit.“ – „Sehr zurückhaltend und schwerfällig“.  Die Frage muss erlaubt sein, ob Gamzou es damit nicht etwas übertreibt, ob er anderen Dirigenten damit nicht eine eigene Sicht auf Tempoveränderungen erschwert. Aber wie er im Vorwort seiner Partitur schreibt, ist er in seiner Fassung ein hundertprozentiges Risiko eingegangen. Er scheut sich nicht, seine Sicht auf das Stück bis ins kleinste Detail in die Partitur einfließen zu lassen.

Diese Alles-oder-Nichts-Haltung kommt auch in seinem Dirigat an diesem Abend zum Ausdruck, denn was Gamzou an Intensität und Ausdruck aus dem Orchester herausholt, ist atemberaubend. Die großartig aufspielenden Bremer Philharmoniker folgen ihm anscheinend nur zu gerne auf seinem (und Mahlers) Weg in die Apokalypse und wieder hinaus.

In den großen gesanglichen Passagen des Adagios überzeugt das Orchester mit herrlichem Streicherton und zarten Passagen von berückender Schönheit. Gamzou gelingt es, trotz der immer wiederkehrenden scherzohaften Unterbrechungen, die erwähnten vielen Tempovorgaben absolut organisch in den Satz einzubetten.

Der zweite Satz ist nur dem Namen nach ein Scherzo. Während das Hauptthema einen an sich heiteren Charakter hat, wird diese Heiterkeit durch ständige Taktwechsel untergraben. Der Hörer hat nie festen Boden unter den Füßen. Gamzou inszeniert den Satz als wilden Ritt in den Abgrund, den auch die lieblichen Ländlerpassagen nicht stoppen können. Die Fröhlichkeit kippt immer mehr ins Bedrohliche, aus Heiterkeit wird Panik, aus einem Lächeln wird eine Grimasse. Hier sind vor allem die Blechbläser des Orchesters hervorzuheben, die das Fratzenhafte dieser Musik hervorragend verdeutlichen.

Bremer Philharmonike / Yoel Gamzou; GMD © Jörg Landsberg

Bremer Philharmonike / Yoel Gamzou; GMD © Jörg Landsberg

Über den 3.Satz (Purgatorio) ist viel gerätselt worden. Denn wer nun erwartet, dass Mahler in einem Satz, den er ‚Fegefeuer‚ nennt, die Scheiben scheppern lässt, der wird – je nach Gefühlslage – enttäuscht oder erleichtert sein. Die Musik ist eher zart, tänzerisch und leicht melancholisch. Auch ist dieser Satz mit einer Spieldauer von 4 Minuten der kürzeste Mahlersche Sinfoniesatz überhaupt. Gamzou löst das Rätsel zumindest teilweise, in dem er das Tempo so extrem langsam nimmt, dass überhaupt kein tänzerischer Charakter aufkommt. Zusätzlich lässt er die Geigen das Hauptthema sehr verzerrt und hässlich spielen. Auch hier zeigt sich wieder seine Identifikation mit Mahlers Werk. Es ist für ihn Ausdruck pur!

Auch sieht er in dem Purgatorio Satz den Wendepunkt der Sinfonie, das Bindeglied zwischen dem ersten und zweiten Teil. Gamzou nennt ihn „ein bewusst unauffälliges ‚Tor zur Hölle’“.

Den 4. Satz (für Gamzou beginnt hier Teil 2) überschrieb Mahler in seinen Skizzen mit folgenden Worten:

„Der Teufel tanzt es mit mir, Wahnsinn fast mich an, Verfluchten!
Vernichte mich, dass ich vergesse, dass ich bin!
Dass ich aufhöre, zu sein“

Während Cooke diesen verbalen Aufschrei ignoriert, und den Satz schlicht „Scherzo“ nennt, druckt Gamzou ihn vollständig in seiner Fassung ab, und nennt den Satz „Wild. Der Teufel tanzt es mit mir“. Was nun folgt, ist ein schauriger Ländler, der unerbittlich in den Abgrund führt. Die bohrende Intensität, mit der Gamzou und seine Philharmoniker diese Musik darbieten, geht so sehr unter die Haut, dass sie beim beim Hörer beinahe körperliche Schmerzen verursacht.

Schließlich ist Mahler am Ende des Satzes am schwärzesten Abgrund angelangt: Ein donnernder Trommelschlag läutet das Finale ein, und was nun folgt, sucht vermutlich in der gesamten sinfonischen Musik seinesgleichen: die Musik kommt völlig zum Stillstand, Mahler stellt eine Art Ur-Zustand her. Die Kontrafagotte spielen sehr langsame Achtelfiguren, in denen es weder ein erkennbares Metrum noch eine erkennbare Tonart gibt. Immer wieder werden sie von den unerbittlichen Schlägen der Großen Trommel unterbrochen.

Gustav Mahler Gedenktafel in Hamburg © IOCO

Gustav Mahler Gedenktafel in Hamburg © IOCO

Es gibt keine Richtung und kein Vorwärtskommen, und Gamzou lässt den Hörer die ganze Hoffnungslosigkeit spüren, die aus dieser Musik spricht. Man fragt sich, ob das überhaupt Musik ist, oder nicht vielmehr ein bloßer Zustand. Schließlich schwingt sich eine Flöte zu einer einsamen Melodie auf, die wie eine Vorausahnung von Schostakowitsch klingt. Das nun einsetzende Adagio ist wie ein großer Abgesang auf das Leben. Doch im Gegensatz zum Adagio aus der 9. Sinfonie wird dieser Abgesang immer wieder unterbrochen. Eine Art Scherzo schiebt sich dazwischen, und auch der berühmte 9-tönige Akkord des ersten Satzes kehrt nochmal zurück, vom Orchester mit schneidiger Schärfe heraus geschleudert. Es geht sogar ganz zum Anfang zurück, denn die rezitativische Einleitung des ersten Satzes kehrt wieder, diesmal aber nicht in den Bratschen, sondern „apokalyptisch“ in den Hörnern. Doch dann kehrt Frieden ein, und das ist für Gamzou von zentraler Bedeutung. Er versteht den versöhnlichen Epilog der Sinfonie als Botschaft Mahlers und schreibt dazu im Vorwort seiner Partitur:

„Der Epilog stellt eine Alternative zur Apokalypse dar, er ist das Licht am Ende des Tunnels, und dieses Licht wird weder durch Kampf noch Zerstörung erreicht: Nur durch Akzeptanz können wir Erlösung erreichen […]: Akzeptanz der Liebe, […] der Demut, des […] Todes, des Schicksals […]. Nur durch Akzeptanz ist eine spirituelle Auferstehung möglich.“

Dieser Konzertabend in der Bremer Glocke war nicht weniger als eine musikalische Sternstunde. Man erlebt es äußerst selten, dass ein Dirigent seine Sicht auf ein Werk („sein Werk“, ist man geneigt zu sagen) so klar und überzeugend vermitteln kann. Einen großen Anteil daran hatten auch die Bremer Philharmoniker, die sich nicht nur die Seele aus dem Leib spielten, sondern auch den technischen Herausforderungen des Werkes absolut gewachsen waren.

Beim ekstatischen Applaus am Ende zeigte sich die Begeisterung des Publikums für einen Abend, der bei vielen noch lange nachklingen wird!

—| IOCO Kritik Die Glocke |—

Hagen, Theater Hagen, Spielplan Oktober 2019

Juli 19, 2019 by  
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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle


Spielplan Oktober 2019


Do 03        CARDILLAC
Oper von Paul Hindemith
(in deutscher Sprache mit Übertexten)
18.00-19.30 Uhr ·  Großes Haus ·  17.30 Uhr Einführung
Abo VB A und Freiverkauf 15-36 €


Fr 04        ORCHESTER UNTERWEGS
HIGH POTENTIAL CLASSIX
19.30 Uhr ·  Folkwang Universität Essen


Sa 05        PREMIERE CASA AZUL
Inspired by Frida Kahlo
Ballett von Marguerite Donlon
Musik von Claas Willeke u.a.
19.30 Uhr ·  Großes Haus ·  19.00 Uhr Einführung
Abo P und Freiverkauf 19,50-48 €


So 06        WIEDERAUFNAHME DER JUNGE MIT DEM KOFFER
Eine märchenhafte Fluchtgeschichte für alle ? Ab 10 Jahren
15.00-16.15 Uhr ·  Lutz
Freiverkauf 12 / 6 €

ORCHESTER UNTERWEGS
HERBSTTAGE FÜR MUSIK ISERLOHN
11.00 Uhr ·  Parktheater Iserlohn


Mo 07        DER JUNGE MIT DEM KOFFER
Eine märchenhafte Fluchtgeschichte für alle ? Ab 10 Jahren
10.00-11.15 Uhr ·  Lutz
Schulvorstellung

KONZERT FÜR SCHULKLASSEN
Sergei Prokofjew: Peter und der Wolf
Moderation: Juri Tetzlaff ? Leitung: Steffen Müller-Gabriel
11.00 Uhr ·  Großes Haus
Eintritt 6 €


Di 08        DER JUNGE MIT DEM KOFFER
Eine märchenhafte Fluchtgeschichte für alle ? Ab 10 Jahren
10.00-11.15 Uhr ·  Lutz
Schulvorstellung


Mi 09        TAKE A WALK ON THE WILD SIDE
Undergroundparty mit Musik aus den 1960er, 70er und 80er Jahren
19.30-22.15 Uhr ·  Großes Haus
Abo L/ V/ VB B und Freiverkauf 19,50-48 €


Fr 11        CASA AZUL
Inspired by Frida Kahlo
Ballett von Marguerite Donlon
Musik von Claas Willeke u.a.
19.30 Uhr ·  Großes Haus ·  19.00 Uhr Einführung
Abo F und Freiverkauf 16,50-40 €

THEATER UNTERWEGS
TOSCA
Oper von Giacomo Puccini
19.30-21.50 Uhr ? Teo Otto Theater Remscheid


Sa 12        WIEDERAUFNAHME DIE EISKÖNIGIN
Eine TanzTheaterReise von Anja Schöne nach Hans Christian Andersen
Ab 5 Jahren
15.00-16.00 Uhr ·  Lutz
Freiverkauf 12 / 6 €

SPRING AWAKENING (FRÜHLINGS ERWACHEN)
Musical von Steven Sater und Duncan Sheik, basierend auf dem Schauspiel von Frank Wedekind
(in deutscher Sprache mit Übertexten)
19.30-22.00 Uhr ·  Großes Haus ·  19.00 Einführung
Abo W und Freiverkauf 19,50-48 €

THEATER UNTERWEGS TOSCA
Oper von Giacomo Puccini
19.30-21.50 Uhr ? Theater und Konzerthaus Klingenstadt Solingen


So 13        KULTURCAFÉ
Mit Joseph Trafton und Insa Murawski
15.00 Uhr ? Theatercafé
Eintritt  6 € inkl. eines Getränkes

THEATER UNTERWEGS TOSCA
Oper von Giacomo Puccini
18.00-20.20 Uhr ? Theater und Konzerthaus Klingenstadt Solingen


Mi 16        THEATER UNTERWEGS TOSCA
Oper von Giacomo Puccini
19.30-21.50 Uhr ? Theater und Konzerthaus Klingenstadt Solingen


Fr 18        CARDILLAC
Oper von Paul Hindemith
(in deutscher Sprache mit Übertexten)
19.30-21.00 Uhr ·  Großes Haus ·  19.00 Uhr Einführung
Abo C und Freiverkauf 16,50-40 €

DIE STUNDE DER KRITIK zu Cardillac
Gast: N.N.
Im Anschluss an die Vorstellung ·  Theatercafé
Eintritt frei


Sa 19        PREMIERE PARDAUZ
Ein TanzObjektTheaterSpaß für alle ? Ab 3 Jahren
15.00-15.45 Uhr ·  Lutz
Freiverkauf 6 €

EVEREST
Oper von Joby Talbot
(in englischer Sprache mit deutschen Übertexten)
19.30-20.40 Uhr ·  Großes Haus ·  19.00 Uhr Einführung
Abo G und Freiverkauf 16,50-40 €


So 20        2. KAMMERKONZERT
Werke von Jacques Ibert, Paul Hindemith, Paul Taffanel
Flöte: Beate Sobiesinsky-Brandt; Oboe: Rebecca Bröckel;
Klarinette: Astrid den Daas; Fagott: Friedhelm Grote; Horn: Ai Sakamoto
11.30 Uhr ·  Auditorium im Kunstquartier Hagen
Freiverkauf 12 / 6 €

CASA AZUL
Inspired by Frida Kahlo
Ballett von Marguerite Donlon
Musik von Claas Willeke u.a.
15.00 Uhr ·  Großes Haus ·  14.30 Uhr Einführung
Abo N und Freiverkauf 15-36 €


Mo 21        WERKSTATT-PROBE
Einführungsveranstaltung zu Der Graf von Luxemburg
18.15 Uhr ·  Theatercafé / Großes Haus
Eintritt frei


Mi 23        PARDAUZ
Ein TanzObjektTheaterSpaß für alle ? Ab 3 Jahren
10.00-10.45 Uhr ·  Lutz
Freiverkauf 6 €

ZUM LETZTEN MAL EVEREST
Oper von Joby Talbot
(in englischer Sprache mit deutschen Übertexten)
19.30-20.40 Uhr ·  Großes Haus ·  19.00 Uhr Einführung
Abo B und Freiverkauf 15-36 €


Fr 25        WOYZECK
Eine LiveMusikKlassikerShow nach dem Drama von Georg Büchner in einer Fassung von Anja Schöne ? Ab 14 Jahren
19.30 Uhr ·  Lutz
Freiverkauf 12 / 6 €

TREFFEN DES THEATERFÖRDERVEREINS
Gast: N. N.
19.30 Uhr ·  Kolpinghaus
Eintritt frei

THEATER IN DER LOGE
Zenzalimit – Canzonen, Arien, Pop und Musical mit Bernd Stahlschmidt-Drescher
20.00 Uhr ·  Johannisloge
Eintritt frei


Sa 26        THEATER IM KARREE
Salonlöwen
11.00 Uhr · Sparkassen-Karree
Eintritt frei

PREMIERE DER GRAF VON LUXEMBURG
Operette von Franz Lehár
(In deutscher Sprache mit Übertexten)
19.30 Uhr ·  Großes Haus
Abo P und Freiverkauf 19,50-48 €


So 27        CASA AZUL
Inspired by Frida Kahlo
Ballett von Marguerite Donlon
Musik von Claas Willeke u.a.
15.00 Uhr ·  Großes Haus ·  14.30 Uhr Einführung
Abo H und Freiverkauf 15-36 €

DIE STUNDE DER KRITIK
zu Casa Azul
Gast: Dr. Marieluise Jeitschko
Im Anschluss an die Vorstellung ·  Theatercafé
Eintritt frei

DIE EISKÖNIGIN
Eine TanzTheaterReise von Anja Schöne nach Hans Christian Andersen ? Ab 5 Jahren
15.00-16.00 Uhr ·  Lutz
Freiverkauf 12 / 6 €


Di 29        2. SINFONIEKONZERT
Mozart · Ibert · Haydn · Boulanger · Jolivet · Debussy
Trompete: Selina Ott; Leitung: Joseph Trafton
19.30 Uhr ·  Stadthalle ? 18.45 Uhr Einführung
Konzertabo und Freiverkauf 15,50-31 €

THEATER UNTERWEGS CASA AZUL
Inspired by Frida Kahlo
Ballett von Marguerite Donlon
Musik von Claas Willeke u.a.
20.00 Uhr ·  Apollotheater Siegen


Mi 30        ORCHESTER UNTERWEGS 2. SINFONIEKONZERT
Mozart · Ibert · Haydn · Boulanger · Jolivet · Debussy
Trompete: Selina Ott; Leitung: Joseph Trafton
19.30 Uhr ·  Stadthalle Winterberg


Do 31        DER GRAF VON LUXEMBURG
Operette von Franz Lehár
(In deutscher Sprache mit Übertexten)
19.30 Uhr ·  Großes Haus
Abo D und Freiverkauf 16,50-40 €


 

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