Hannover, Staatsoper Hannover, Kinderoper – Ein sanfter Riese, 09.02.2018

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Staatsoper Hannover 

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Ein sanfter Riese von Stephen McNeff

Libretto von Mike Kenny nach dem Kinderbuch von Michael Morpurgo
Deutschsprachige Erstaufführung,

Für alle ab 6 Jahren:  Premiere am 9. Februar 2018, 11 Uhr, Ballhof Zwei

Tag für Tag fahren die Fischer hinaus auf den See, kommen jedoch mit leeren Netzen zurück. Nicht mehr lange, und das Dorf wird ernsthaft in seiner Existenz bedroht sein. Warum die Fische ausbleiben, weiß niemand so recht – doch gibt es ein Gerücht: Eine seltsames Wesen lebt auf einer Insel im See, zusammen mit seinen Tieren. Vielleicht hat es etwas mit dem Verschwinden der Fische zu tun, vielleicht vertreibt es sie. Doch als Miranda diesem »Biest« eines Tages begegnet, stellt sie fest, dass dieses ganz anders ist, als alle glauben.

Im Jahr 2006 wurde Stephen McNeffs Kinderoper am Royal Opera House Covent Garden in London uraufgeführt und begeisterte in mehreren Spielzeiten Kinder und Erwachsene. Verspielt und zugleich behutsam erzählt Stephen McNeffs Kinderoper eine Geschichte über Achtsamkeit und Toleranz, Respekt vor der Natur und ihren Lebewesen.

—| Pressemeldung Staatsoper Hannover |—

Wien, Wiener Staatsoper, Premiere CINDERELLA FÜR KINDER, 28.01.2018

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

CINDERELLA – WIENER FASSUNG FÜR KINDER

Uraufführung – 28.1.2018

Uraufführung und Inhalt:  Am Sonntag, 28. Jänner 2018 (11.00 Uhr) feiert Alma Deutschers Oper Cinderella in einer eigens für Wien erstellten Fassung für Kinder Premiere in der KINDEROPER | AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE.

Zum Cinderella-Stoff fand das 12jährige Ausnahmetalent – Alma Deutscher ist Komponistin, Geigerin und Pianistin – einen eigenen Zugang, der die Handlung in ein Opernhaus verlegt. Ihre Cinderella ist Komponistin und findet im Prinzen, der in der Oper ein Schriftsteller ist, ihren Seelenverwandten.

Mit der Arbeit an Cinderella begann Alma Deutscher schon als Achtjährige – die Oper wurde schließlich 2015 in Israel aufgeführt und feierte 2016 (in erweiterter Version) Premiere im Casino Baumgarten in Wien. Für die Wiener Staatsoper hat sie nun das abendfüllende Werk in eine eigene Fassung für Kinder umgearbeitet, die aber auch Erwachsene ansprechen soll, wie sie im Interview mit Andreas Láng für das Staatsopern-Monatsmagazin „Prolog“ betont: „Cinderella ist in ihrer inhaltlichen und mehr noch in ihrer musikalischen Struktur so mehrschichtig, sodass sie das gesamte Publikum gleichermaßen ansprechen kann. Sie ist primär nicht für Kinder geschrieben worden, ist aber dennoch eine Oper, die von Kindern verstanden – und wie ich so oft erfahren durfte – auch geliebt wird. Die nun von der Wiener Staatsoper gezeigte eigens erstellte „Wiener Fassung“ wird einem jungen Publikum auf Grund der Kürzung der Gesamtdauer auf lediglich fünfviertel Stunden zusätzlich entgegen kommen. Aber ganz egal ob jung oder älter: Cinderella soll die Zuschauer bewegen, sie glücklich machen sie zum Nachdenken bringen, Spannung erzeugen, die Fantasie anregen.“

Für den Aschenbrödel-Stoff hat sie sich selbst entschieden: „[…] Cinderella war von Anfang an mein Lieblingsmärchen. Allerdings wäre mir ein nettes Mädchen, das den ganzen Tag den Boden aufwischt und deren einziger Vorzug kleine Füße sind, die in die berühmten goldenen Schuhe hineinpassen, als Opernfigur zu wenig tiefgründig gewesen. Also machte ich aus ihr eine Komponistin, die aber von ihrer bösen Steifmutter und den bösen Stiefschwestern gezwungen wird, stupide Notenkopierarbeiten zu erledigen … und auch den Prinzen habe ich zum Poeten aufgewertet. Ein romantisches Paar also, das darüber hinaus auch ein gemeinsames Interesse hat – die Kunst!“


Zum Leading Team und zur Besetzung
Auf die Bühne gebracht wird Alma Deutschers Oper von einem Staatsopern-Team:

Am Dirigentenpult steht Stefano Ragusini. Der aus Italien stammende Dirigent und Pianist ist seit 2015 als musikalischer Assistent der Chordirektion im Haus am Ring tätig. Engagements als Dirigent führten bzw. führen ihn weiters u. a. an die Neue Oper Wien sowie zu Orchestern wie dem Bratislava Symphony Orchestra, den State Philharmonic Plovdiv, dem Orquesta de Cámara de Catalunya, zum Konservatorium Wien Orchester und nach Italien. Zu seinen bisherigen Operndirigaten zählen u. a. Aida, L’elisir d’amore, Così fan tutte, Le nozze di Figaro, Die Zauberflöte.

Inszeniert wird die Produktion von der österreichischen Regisseurin Birgit Kajtna, seit 2007 als Spielleiterin und Regieassistentin an der Wiener Staatsoper. Mit Cinderella gibt sie ihr Regiedebüt am Haus. Über ihre Regiearbeit sagt sie: „Wir haben das Privileg, in der Märchenwelt zu spielen, das bedeutet für mich, dass die Grenzen zwischen Alltäglichem und Zauberhaftem ineinander verschwimmen dürfen. Daher darf man manches schon überzeichnen … Die Figuren aber müssen in dem, was sie ausdrücken, echt bleiben – egal ob Märchen oder Realität.

Das macht die Geschichte lebendig und spannend. […] Mir ist es wichtig, dass wir unsere Wiener Cinderella vom Disney Klischee befreien. Almas Oper ist äußerst vielschichtig und spielt an einem ganz besonderen Ort: In einem Opernhaus – womit uns Alma ein großes Geschenk gemacht hat. Die großen Themen unserer Cinderella sind die Suche nach einem Seelenverwandten, der Versuch die Welt zu verbessern – egal ob König oder Künstlerin und Mobbing: Cinderella ist Außenseiterin nicht auf Grund ihrer Patchwork-Situation, sondern auf Grund ihrer Begabung als Künstlerin.“

Die Ausstattung stammt von Christina Feik (Bühnenbild) und Janina Müller-Höreth (Kostüme), die als Dekorationsbetreuerin bzw. Kostümassistentin an der Wiener Staatsoper engagiert sind.

Zu erleben sind in alternierenden Besetzungen Ensemblemitglieder der Wiener Staatsoper: Die Premiere gestalten Bryony Dwyer in der Titelpartie, Caroline Wenborne und Ulrike Helzel als ihre Stiefschwestern Griselda und Zibaldona, Simina Ivan als Stiefmutter, Bongiwe Nakani als Emeline, Leonardo Navarro als Prinz, Dan Paul Dumitrescu als König und Rafael Fingerlos als Minister.

Alma Deutscher wird selbst in einigen Vorstellungen auftreten – sie wird bei der Premiere am 28. Jänner sowie bei einigen Folgeterminen Solovioline spielen


CINDERELLA – WIENER FASSUNG FÜR KINDER

Musik: Alma Deutscher Text: Alma Deutscher, Guy Deutscher, Tsur Ehrlich, Eitana Meidan-Moshe, Elisabeth Adlington Deutsche Übersetzung: Theresita Colloredo, Guy Deutscher, Norbert Hummelt (Gedicht des Prinzen) Dirigent: Stefano Ragusini | Regie: Birgit Kajtna Bühne: Christina Feik | Kostüme: Janina Müller-Höreth

Alternierende Besetzungen
Cinderella: Bryony Dwyer | Ileana Tonca | Andrea Carroll | Maria Nazarova
Griselda: Caroline Wenborne | Regine Hangler | Lydia Rathkolb
Zibaldona: Ulrike Helzel | Miriam Albano | Alexandra Yangel
Stiefmutter: Simina Ivan | Donna Ellen | Fiona Jopson°
Emeline: Bongiwe Nakani | Zoryana Kushpler | Ilseyar Khayrullova
Prinz: Leonardo Navarro | Carlos Osuna | Pavel Kolgatin | Wolfram Igor Derntl
König: Dan Paul Dumitrescu | Ayk Martirossian | Sorin Coliban
Minister: Rafael Fingerlos | Clemens Unterreiner | Marcus Pelz | Igor Onishchenko
Solovioline: Alma Deutscher (28. Jänner, 1., 4., 13., 23., 25. Februar, 18. März, 7., 18. April)
Bühnenorchester der Wiener Staatsoper

° Debüt an der Wiener Staatsoper | Alle Solistinnen und Solisten geben ihr Rollendebüt.
Termine: Jänner: 28. (11 Uhr, Premiere), 30.* | Februar: 1.*, 4. (11 Uhr), 13.*, 17. (15.00 Uhr), 21.*, 23.*, 25. (11 Uhr) | März: 3. (15.00 Uhr), 5.*, 6.*, 7.*, 18. (15.00 Uhr)
April: 7. (15.00 Uhr), 12.*, 16.*, 18.*, 19.* | Mai: 6. (15.00 Uhr), 10. (11 Uhr)
* Vorstellungen für Schulklassen (Beginn jeweils 10.30 Uhr)

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck, 08.12.2017

Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

Nach vielen Jahren – Hänsel und Gretel an der Lindenoper

8. Dezember 2017: Nach 54 Jahren gibt es erstmals wieder eine Neuproduktion von Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel an der Staatsoper Unter den Linden – in einer Inszenierung von Achim Freyer und unter der musikalischen Leitung von Sebastian Weigle

Regisseur Achim Freyer © Monika Rittershaus

Regisseur Achim Freyer © Monika Rittershaus

Am 8. Dezember steht mit Engelbert Humperdincks Märchenspiel in drei Bildern Hänsel und Gretel in der Regie von Achim Freyer die zweite Premiere der Spielzeit an der Staatsoper Unter den Linden auf dem Programm. Die musikalische Leitung der Staatskapelle Berlin übernimmt Sebastian Weigle. In den Titelpartien sind Katrin Wundsam und Elsa Dreisig zu erleben. Die letzte Neuproduktion von Hänsel und Gretel, eine Inszenierung von Erich-Alexander Winds, feierte am 23. November 1963 Premiere an der Staatsoper Unter den Linden. Die 234. und letzte Vorstellung fand 33 Jahre später am 23. Dezember 1996 statt – seitdem wurde das Stück an der Staatsoper nicht mehr aufgeführt.

Humperdincks Werk überführt das bekannte Märchen in eine humorvolle Erzählung, die auch dank ihres kompositorischen Tiefgangs weit über die Ansprüche einer einfachen Kinderoper hinaus geht. Mit großer Poesie thematisiert sie die Ängste und Wünsche einer in ärmlichen Verhältnissen lebenden Familie, deren jüngste Mitglieder den Verlockungen der bösen Hexe widerstehen. Ein Stoff, der für den großen Künstler Achim Freyer geradezu wie gemacht scheint: In seiner kunstvoll-bunten Inszenierung für alle Altersklassen zeichnet er phantasiereich und mit Humor die Charaktere nach – nicht ohne darin auch Querverweise für die Erwachsenen zu verstecken und u. a. die Verführung von Kindern zum Konsum durch weltumspannende Konzerne zu thematisieren.

Staatsoper Unter den Linden Berlin / Figurinenentwurf der Knusperhexe zu Hänsel und Gretel © Achim Freyer

Staatsoper Unter den Linden Berlin / Figurinenentwurf der Knusperhexe zu Hänsel und Gretel © Achim Freyer

Achim Freyer ist Maler, Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner. Als Schauspielregisseur arbeitete Achim Freyer u. a. am Berliner Schlossparktheater, am Schiller Theater, am Berliner Ensemble sowie am Wiener Burgtheater. 1988 gründete er das Freyer-Ensemble, mit dem er eine vollkommen eigenständige Theatersprache entwickelte und zahlreiche eigene Stücke realisierte. Darüber hinaus wurden ihm u. a. der Nestroy Theaterpreis, der Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. Mit seinem bildnerischen Werk ist er regelmäßig auf internationalen Ausstellungen vertreten, dazu zählten u. a. die documenta 6 und 8 in Kassel. An der Staatsoper Unter den Linden führte Achim Freyer u. a. 2008 Regie bei Peter Tschaikowskys Eugen Onegin sowie 2012 bei Rappresentatione di Anima et di Corpo von Emilio de’ Cavalieri. Bei der Inszenierung von »Il barbiere di Siviglia« von Ruth Berghaus, die 1968 Premiere an der Staatsoper feierte, bis heute auf dem Spielplan steht und im April 2018 wieder aufgenommen wird, zeichnete Achim Freyer für das genial-einfache Bühnenbild und die Kostüme verantwortlich. Auch bei der Neuproduktion von »Hänsel und Gretel« ist Achim Freyer nicht nur als Regisseur, sondern auch für das Bühnenbild und die Kostüme verantwortlich.

Sebastian Weigle studierte Horn, Klavier und Dirigieren an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. 1982 wurde er zum 1. Solohornisten der Staatskapelle Berlin ernannt. Nach 15 Jahren als Orchestermitglied war er von 1997 bis 2002 Staatskapellmeister an der Berliner Staatsoper. Von 2004 bis 2009 war er als Chefdirigent am Gran Teatre del Liceu in Barcelona tätig.Nach mehreren erfolgreichen Produktionen an der Oper Frankfurt wurde Sebastian Weigle mit Beginn der Spielzeit 2008/09 dort zum Generalmusikdirektor berufen. An der Staatsoper Unter den Linden dirigierte Sebastian Weigle zuletzt 2015 die Premiere von Der Freischütz in der Regie von Michael Thalheimer.

Die Rolle des Hänsel übernimmt die österreichische Mezzosopranistin Katrin Wundsam, als Gretel ist Elsa Dreisig zu erleben, die seit dieser Spielzeit fest zum Ensemble der Staatsoper Unter den Linden gehört und in der Saisoneröffnungspremiere »Zum Augenblicke verweile doch! Szenen aus Goethes Faust« als Gretchen auf der Bühne stand. Zum weiteren Ensemble zählen in wechselnder Besetzung  Natalia Skrycka, Evelin Novak sowie Roman Trekel, Arttu Kataja, Marina Prudenskaya, Anna Samuil, Jürgen Sacher, Stephan Rügamer, Corinna Scheurle und Sarah Aristidou. Es singt darüber hinaus der Kinderchor der Staatsoper Unter den Linden (Einstudierung: Vinzenz Weissenburger).

Zur Einstimmung auf die Premiere findet am Sonntag, den 26. November um 11 Uhr im Apollosaal der Staatsoper Unter den Linden ein Künstlergespräch statt – mit Achim Freyer, Sebastian Weigle und Elena Garcia Fernandez (Dramaturgie). Katrin Wundsam und Elsa Dreisig werden einen musikalischen Einblick in das Werk geben, begleitet von Pianist Markus Appelt. Die Matinee wird moderiert von der Dramaturgin Larissa Wieczorek. Der Eintritt ist frei.

Am 16. Dezember veranstaltet die Junge Staatsoper um 14 Uhr anlässlich der Premiere einen Familienworkshop, bei dem sich Kinder von 8 bis 14 Jahren und ihre Eltern (bzw. Großeltern oder Paten) gemeinsam auf den Besuch einer Vorstellung vorbereiten können. Am 23. und 29. Dezember finden jeweils um 15 Uhr zwei Familienvorstellungen von Hänsel und Gretel statt, bei denen Kinder und junge Erwachsene unter 18 Jahren auf allen Plätzen nur 10 Euro zahlen, für die Eltern gilt der Originalpreis.

Hänsel und Gretel an der Staatsoper Unter den Linden: Premiere 8.12.2017, weitere Vorstellungen 11.12.2017, 12.12.2017, 23.12.2017, 25.122.2017, 29.12.2017

—| Pressemeldung Staatsoper unter den Linden |—

Dortmund, Theater Dortmund, Wunderland von Anno Schreier, 22.10.2017

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

WUNDERLAND  von Anno Schreier

Am Sonntag, 22.10.2017, findet die Premiere der Familien- wie Kinderoper WUNDERLAND um 15 Uhr in der Oper Dortmund statt. Der Songzyklus von Anno Schreier mit den Texten von Alexander Jansen nach Lewis Carrolls Klassiker ALICE IM WUNDERLAND wird von Ilaria Lanzino inszeniert, die damit ihr Debüt als Regisseurin gibt. Bühnen- und Kostümbildnerin Emine Güner gibt mit WUNDERLAND ihr Operndebüt.

Oper Dortmund / Ilaria Lanzino © Anneliese Schürer

Oper Dortmund / Ilaria Lanzino © Anneliese Schürer

Unter dem Dirigat des Leiters der Jungen Oper, Ingo Martin Stadtmüller, werden Julia Amos, Boshana Milkov und Marvin Zobel zu sehen sein. Die einstündige Aufführung richtet sich an Kinder ab acht Jahren und wird im Operntreff gezeigt. Alice im Wunderland des britischen Autors Lewis Carroll gehört zu den beliebtesten Kinderbüchern aller Zeiten. Seit seinem ersten Erscheinen 1865 haben es nicht nur vielfache Kindergenerationen verschlungen, sondern es hat mit seinen Figuren und aberwitzigen Situationen auch viele spätere Kunstwerke beeinflusst. Neben unzähligen Verfilmungen des Stoffes gibt es auch einige Vertonungen für die Opernbühne. Eine davon stammt von Anno Schreier, sein Wunderland wurde 2012 uraufgeführt. In der Textfassung von Alexander Jansen trifft Alice hier in rasanter Folge auf das groteske Personal von Lewis Carroll und erlebt Abenteuer jenseits jeder Logik. Grinsekatze, weißes Kaninchen, Herzogin oder Märzhase fehlen ebenso wenig wie die rauchende Raupe oder der verrückte Hutmacher.

So bunt und abwechslungsreich wie die Figuren ist die Musik von Anno Schreiers Songzyklus. Geschrieben für die ungewöhnliche Kombination von Klarinette, Schlagzeug, Akkordeon und Kontrabass bietet die Partitur einen Mix aus verschiedenen Stilen. Drei Sänger wechseln virtuos zwischen den über 20 Rollen, stellen Fragen, auf die es keine Antworten gibt, und kommen am Ende gemeinsam zu dem Schluss: Des Rätsels Lösung ist die Fantasie. Fantasievoll wird auch die Produktion an der Dortmunder Oper, in der sich Ilaria Lanzino und Emine Güner zum ersten Mal als Regieteam präsentieren. Die etwa einstündige Aufführung richtet sich an Kinder ab acht Jahren und wird im Operntreff gezeigt.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

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