Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Die Fledermaus – Johann Strauss, 25.01.2020

Dezember 13, 2019 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

DIE FLEDERMAUS  –  JOHANN STRAUSS (SOHN)

Text Richard Genée,  nach  Le Réveillon von Henri Meilhac und Ludovic Halévy

Premiere 25. Januar 2020

Der berühmte Operetten-Klassiker von Johann Strauß (Sohn) in der bildgewaltigen Inszenierung von Regisseur Axel Köhler kommt endlich auch auf die Düsseldorfer Bühne. Zur Premiere am Samstag, 25. Januar 2020, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf laden wir Sie herzlich ein.

IOCO wird auch diese Fledermaus gerne heimsuchen und berichten

Gemeinsam mit Bühnen- und Kostümbildner Frank Philipp Schlößmann macht Axel Köhler den Protagonisten Gabriel von Eisenstein zu einem umtriebigen Düsseldorfer Lokalpolitiker, der mit dem Bau eines Weltraumbahnhofs der Landeshauptstadt zu neuem Glanz zu verhelfen will. Vor dieser intergalaktischen Kulisse tanzt, singt und spielt ein großes Ensemble aus Hausmitgliedern und Gästen wie dem bekannten Schauspieler Wolfgang Reinbacher als Frosch. Die musikalische Leitung der Premiere hat der Generalmusikdirektor der Kieler Oper, Benjamin Reiners, zu erleben sind die Düsseldorfer Symphoniker und der Chor der Deutschen Oper am Rhein.

Johann Strauss im Winer Stadtpark © IOCO

Johann Strauss im Wiener Stadtpark © IOCO

„Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“, das klingt wie ein Stoßseufzer passend zum Wiener Börsenkrach, der 1873 ganz Europa erschüttert hatte. Doch mit der Uraufführung von Johann Strauß’ (1825 –1899) Die Fledermaus knapp ein Jahr später war nicht an ein gemeinschaftliches Wundenlecken gedacht, sondern an einen Kassenschlager für das noch junge und keineswegs mühelos auf die Beine kommende Genre der Wiener Operette.

Zielscheibe der eigentlich bösartigen Intrige ist der honorable Herr von Eisenstein. Er muss für acht Tage wegen ungebührlichen Betragens ins Gefängnis. Sein Hausfreund rät ihm, es vorab noch einmal richtig krachen zu lassen, und nimmt ihn mit auf das Fest des Prinzen Orlofsky. Dort will er sich an Eisenstein für eine vergangene Schmähung rächen. Der ganze Spaß endet hinter Gefängnismauern, wo alle Hochstapelei und selbst ein handfester Justizirrtum zu einem Happy End führen.

Axel Köhler und Frank Philipp Schlößmann haben dem Operettenklassiker eine zuträgliche Frischekur verordnet und dem Operettenunsinn stattgegeben, der sich laut Karl Krauss „von selbst versteht und nicht die Reaktion der Vernunft herausfordert“.

MUSIKALISCHE LEITUNG : Benjamin Reiners / Patrick Francis Chestnut, INSZENIERUNG : Axel Köhler, BÜHNE UND KOSTÜME : Frank Philipp Schlößmann
BELEUCHTUNG : Volker Weinhart, CHORLEITUNG : Patrick Francis Chestnut, CHOREOGRAPHIE : Mirko Mahr, DRAMATURGIE : Hella Bartnig

GABRIEL VON EISENSTEIN : Norbert Ernst / Cornel Frey, ROSALINDE : Anke Krabbe / Anna Princeva, GEFÄNGNISDIREKTOR FRANK : Thorsten Grümbel / Stefan Heidemann, PRINZ ORLOFSKY : Kimberley Boettger-Soller / Maria Boiko, ALFRED : Jussi Myllys / Ibrahim Yesilay, DR. FALKE : Kay Stiefermann / Christoph Filler, DR. BLIND : Johannes Preißinger / Luis Fernando Piedra, ADELE : Sibylla Duffe / Heidi Elisabeth Meier / Lavinia Dames, IDA : Birte Hopstein / Helena Günther, FROSCH : Wolfgang Reinbacher, STAATSANWALT : Manfred Klee / Volker Philippi, TÄNZERIN : Chin-A Hwang / Ewa Bienkowska, Birgit Mühlram, Anna Pawlowa-Lichtenwald / Marina Aikaterini Rouka, Ewa Bienkowska / Amanda Cruz-Portuondo, Ran Takahashi / Marina Aikaterini Rouka, Ran Takahashi / Chiara Jovy, Ewa Bienkowska / Tamara Gigauri, Sofia Klein-Herrero / Marina Aikaterini Rouka

ORCHESTER : Düsseldorfer Symphoniker / Duisburger Philharmoniker, CHOR : Chor der Deutschen Oper am Rhein

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Leipzig, Oper Leipzig, Parsifal am Karfreitag, 30.03.2018

März 27, 2018 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

PARSIFAL  –  KLASSIKER ZUM KARFREITAG

Vorerst zum letzten Mal steht am Karfreitag, 30. März, 17 Uhr Richard Wagners Parsifal auf dem Spielplan der Oper Leipzig. In der Titelpartie wird Bayreuth-Heldentenor Stefan Vinke zu erleben sein, der erst vor wenigen Tagen die Tannhäuser-Premiere als Ersatz für den erkrankten Burkhard Fritz rettete und an der Oper Leipzig zuvor bereits als Siegfried in der Götterdämmerung glänzte. Am Pult des Gewandhausorchesters steht Anthony Bramall.

Oper Leipzig / Parsifal © Tom Schulze

Oper Leipzig / Parsifal © Tom Schulze

Die Verwundung König Amfortas’ (Tuomas Pursio) mit dem Heiligen Speer hat die Macht der Gralshüter schwer beschädigt. Der Speer wurde von Klingsor (Kay Stiefermann) geraubt, dessen Schloss umringt ist von Blumenmädchen, in deren Fängen Helden zugrunde gehen.

Oper Leipzig / Parsifal © Tom Schulze

Oper Leipzig / Parsifal © Tom Schulze

Einzig und allein der »reine Tor« vermag den Gralshütern den heiligen Speer zurückzubringen. Schon in den Armen von Kundry (Kathrin Göring), wird Parsifal im letzten Moment an seine Mission erinnert. Mit dem Dualismus von Leiden und Erlösung, Moral und Erotik, Religion und Atheismus berührt Wagner in seinem »Bühnenweihfestspiel« die großen Themen des 19. Jahrhunderts und erhebt zugleich einen religiösen Anspruch für die Kunst.

Der Regisseur Roland Aeschlimann übersetzte Wagners musikalisches Mysterium für die Leipziger Neuproduktion in der Spielzeit 2005/06 in ein synästhetisches Klang-Raum-Erlebnis.

 

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Wuppertal, Wuppertaler Bühnen, Krol Roger von Karol Szymanowski, IOCO Kritik, 22.06.2014

Juni 25, 2014 by  
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Wuppertaler Bühnen

Król Roger  von  Karol Szymanowski
Premiere am 14.06.2014 – Bes. Vorstellung am 22.06.2014

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger - mitte v.l.n. r.: Rafa Bartmiski, Banu Böke drum herum: Opernchor, Extrachor, Statisterie, Wuppertaler Kurrende © Uwe Stratmann

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger – mitte v.l.n. r.: Rafa Bartmiski, Banu Böke drum herum: Opernchor, Extrachor, Statisterie, Wuppertaler Kurrende © Uwe Stratmann

Die letzte Opernproduktion in dieser Spielzeit der Wuppertaler Bühnen war Król Roger des polnischen Komponisten Karol Szymanowski. Es ist ein Werk, das selten auf den Bühnen aufgeführt wird. Die letzte Begegnung damit war meines Wissens im hiesigen Raum in Dortmund 1986.

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger - vorne: Kay Stiefermann / rechts: Banu Böke Hintergrund: Rafal Bartminski, Opernchor, Extrachor, Statisterie © Uwe Stratmann

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger – vorne: Kay Stiefermann / rechts: Banu Böke Hintergrund: Rafal Bartminski, Opernchor, Extrachor, Statisterie © Uwe Stratmann

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger - mitte: Rafa Bartmiski, Kay Stiefermann, Banu Böke Hintergrund: Opernchor, Extrachor, Statisterie © Uwe Stratmann

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger – mitte: Rafa Bartmiski, Kay Stiefermann, Banu Böke Hintergrund: Opernchor, Extrachor, Statisterie © Uwe Stratmann

Die Uraufführung des Werkes war 1926 in Warschau. Die Geschichte spielt auf Sizilien. Der Normannenkönig Roger II und seine Frau Roxane fühlen sich bedroht von einem Hirten, der predigend durchs Land zieht und “mit zweifelhaften Botschaften die Menschen verführt“. Auch Roxane verfällt ihm. Am Ende “wendet sich der König der apollinischen Kraft der aufgehenden Sonne zu, während der Hirte das gesamte Volk davon lockt“.

Eine Geschichte, die gar nicht so übel ist, wenn man versteht, etwas aus ihr zu machen.

Szymanowski und Co-Librettist Jaroslaw Iwaszkiewicz hatten da ganz eklatante Schwierigkeiten. Zu der doch ziemlich verqueren und aktionsarmen Handlung steuerten sie auch einen äußerst schwülstigen Text bei.

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger - v.l.n.r. Kay Stiefermann, Rafal Bartminski Hintergrund: Opernchor, Extrachor, Statisterie, Wuppertaler Kurrende © Uwe Stratmann

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger – v.l.n.r. Kay Stiefermann, Rafal Bartminski Hintergrund: Opernchor, Extrachor, Statisterie, Wuppertaler Kurrende © Uwe Stratmann

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger - Kay Stiefermann, Banu Böke, Christian Sturm Hintergrund: Opernchor, Extrachor, Statisterie, Wuppertaler Kurrende © Uwe Stratmann

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger – Kay Stiefermann, Banu Böke, Christian Sturm Hintergrund: Opernchor, Extrachor, Statisterie, Wuppertaler Kurrende © Uwe Stratmann

Der Regisseur dieser Wuppertaler Inszenierung Jakob Peters-Messer hat sich große Mühe gegeben, die frugale Handlung etwas aufzupeppen. Dazu schuf ihm sein Ausstatter Markus Meyer ein Einheitsbühnenbild mit vielen Spiegeln und einem Hintergrundprospekt, auf dem Projektionen von Gesichtern und Schlangenkörpern zu sehen waren.
Die nicht sehr aufregenden Kostüme entwarf Sven Bindseil.

Die Musik dieser einzigen Oper des Komponisten ist schön, aber nicht aufregend.

Die wilden, überbrodelnden, spätromantischen Klangausbrüche, vielfach aufgelichtet durch larmoyant-elegische Passagen, erreichen in keinem Moment die Dichte und formale Strenge seiner symphonischen Werke. Ganz zu schweigen von der tief berührenden Intensität seines Stabat mater.

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger - v.l.n.r. Banu Böke, Kay Stiefermann, Christian Sturm © Uwe Stratmann

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger – v.l.n.r. Banu Böke, Kay Stiefermann, Christian Sturm © Uwe Stratmann

Die musikalische Komponente dieser polnisch gesungenen Aufführung war respektabel. Ganz fabelhaft klangen die Chöre, einstudiert von Jens Bingert. In prächtiger Verfassung war das Sinfonieorchester Wuppertal, von Kapellmeister Florian Frannek temperamentvoll angefeuert.

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger - Mitte: Kay Stiefermann / drum herum: Josly Rechter, Banu Böke, Martin Js. Ohu, Opernchor, Extrachor, Statisterie, Wuppertaler Kurrende © Uwe Stratmann

Wuppertaler Bühnen / Koenig Roger – Mitte: Kay Stiefermann / drum herum: Josly Rechter, Banu Böke, Martin Js. Ohu, Opernchor, Extrachor, Statisterie, Wuppertaler Kurrende © Uwe Stratmann

Die Solisten schlugen sich tapfer. Vor allem Kay Stiefermann in der Titelpartie, der sich mit kraftvollem Bariton ohne Mühe (manchmal etwas laut) gegen die mächtigen Tonfluten behauptete. Banu Böke klang gut, wenngleich in Fortepassagen gelegentlich angestrengt.

Der sympathische polnische Tenor Rafal Bartminski hat eine mächtige Stimme mit einer prächtigen Höhe. Was ihm noch fehlt, ist die Geschmeidigkeit. Er sang den Hirten und gefiel mit seinem überzeugenden Spiel. Der arabische Gelehrte Edrisi wurde von Christian Sturm verkörpert.

Sehr freundlicher Beifall seitens des spärlich vertretenen Publikums. Wenn es hoch kommt, haben nicht mehr als 250 Personen diese frühe Nachmittags-vorstellung besucht.

IOCO / UGK / 22.06.2014

Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Premiere SALOME, 27.04.2013

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Staatstheater Darmstadt

Staatstheater Darmstadt © IOCO

Premiere Salome von Richard Strauss 

 
Am Samstag, den 27. April 2013 feierte um 19.30 Uhr im Großen Haus des Staatstheaters Darmstadt das Musikdrama Salome von Richard Strauss in einer Inszenierung von John Dew seine Premiere.
 
Die Handlung: Während im Palast des Tetrarchen Herodes gefeiert wird, bewacht der Hauptmann Narraboth den Propheten Jochanaan, den Herodes gefangen hält. Salome, die Tochter der Herodias und Stieftochter des Herodes, flieht angeekelt von den lüsternen Blicken ihres Stiefvaters ins Freie, wo sie die Stimme des Jochanaan vernimmt. Sie verführt Narraboth dazu, den Propheten entgegen dem Befehl aus seinem Gefängnis zu lassen. Fasziniert von seiner Erscheinung, möchte sie ihn küssen, doch Jochanaan weist sie zurück und verflucht sie. Herodes bittet Salome, für ihn zu tanzen, und verspricht, ihr dafür jeden Wunsch zu erfüllen. Salome fordert den Kopf des Jochanaan. Als sie die blutigen Lippen des abgeschlagenen Kopfes küsst, befiehlt Herodes, sie zu töten.
 
Als Richard Strauss 1902 im Deutschen Theater Berlin Max Reinhardts Inszenierung von Oscar Wildes skandalumwittertem Schauspiel Salomé sah, dessen Uraufführung in London von der Zensur verboten worden war, zeigte er sich sogleich begeistert: „Das Stück schreit nach Musik‘‘, erklärte er enthusiastisch. 
Staattheater Darmstadt / Bühnenbildentwurf von Heinz Balthes: Die Zisterne des Jochanaan. © Staatstheater Darmstadt
 
Nie zuvor ist das Flirrende und Bedrückende einer schwülen und dekadenten Atmosphäre so suggestiv in Tönen eingefangen worden, nie zuvor gab es eine Musik von derart überwältigender Sinnlichkeit wie in Salomes Schlussgesang, der in den berühmten Worten „Und das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes‘‘ gipfelt.
 
Musikalische Leitung Martin Lukas Meister | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes | Kostüme José-Manuel Vázquez | Choreographie Anthoula Papadakis 
 
Mit Erica Brookhyser, Aki Hashimoto, Gundula Hintz/Stéphanie Müther, Susanne Serfling | Mark Adler, Stephan Bootz, Daniel Dropulja, Minesok Kim, Peter Koppelmann, Ralf Lukas/Kay Stiefermann, Scott MacAllister, Thomas Mehnert, Werner Volker Meyer, Lasse Penttinen, Andreas Wagner
 
Premiere 27. April 2013 | 19.30 Uhr | Großes Haus
Weitere Vorstellungen 3., 11., 15., 21. und 25 Mai 2013 | 19.30 Uhr | Großes Haus
 
—| Pressemeldung Staatstheater Darmstadt |—

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